Black Falcon: Bestes Saisonergebnis

Mit einem Klassensieg, zwei weiteren Podestplätzen und einem fünften Rang hat das Black Falcon Team TMD Friction beim vierten Lauf der VLN ein hervorragendes Teamergebnis erzielt. Neben dem ersten VLN-Klassensieg, den der Porsche Cayman GT4 in der Klasse SP10 einfahren konnte, erzielten der Porsche 911 GT3 Cup in der Klasse H4 und der Porsche 911 Carrera in der Klasse V6 jeweils den zweiten Rang.

Bereits im Zeittraining am frühen Samstagmorgen zeichnete sich die hohe Leistungsdichte des 144 Teilnehmer starken Feldes ab. Bestplatziertes Black Falcon-Fahrzeug war der Porsche 911 GT3 Cup (#602) von Jürgen Bleul, „Takis“ und Carsten Knechtges mit Platz 28 in der Gesamtwertung. Das Fahrertrio erwischte dabei jedoch keine perfekte Runde und qualifizierte sich in der stark besetzten H4-Klasse auf Startplatz fünf. In der Klasse SP10 sicherten sich Mustafa Mehmet Kaya und Gabriele Piana hingegen den zweiten Startplatz und waren damit der schnellste der Porsche Cayman GT4 (#171). In der Klasse V6 platzierten die Klassensieger des ADAC Zurich 24h-Rennens, Saud Al Faisal und Aurel Schoeller, den Porsche 911 Carrera (#394) bei ihrer Nordschleifen-Rückkehr auf der dritten Startposition. Der Porsche Cayman (#448) von Alexander Akimenkov (RU), Vasilii Selivanov (RU) und Fidel Leib (DE) beendete das Zeittraining der hart umkämpften Klasse V5 auf dem neunten Rang.

Einmal mehr sorgten beste Wetterbedingungen für Begeisterung und volle Ränge rund um die Nordschleife. In der Klasse V5 machte der Porsche Cayman gleich zu Beginn mehrere Positionen gut. Beim zweiten VLN-Rennen ihrer Karriere zeigten Akimenkov und Selivanov erneut eine fehlerfreie Leistung, die nach dem hervorragenden Start-Stint von Leib bis auf den fünften Klassenrang führte. Für den Porsche 911 Carrera von Schoeller und Al Faisal ging es im Laufe des Vierstundenrennens bis auf Klassenrang zwei nach vorne. Damit sicherten die beiden dem Black Falcon Team TMD Friction den dritten V6-Podestplatz in Folge. In der Klasse H4 absolvierten Bleul, „Takis“ und Knechtges ein sehenswertes Rennen. Sie arbeiteten sich vom fünften ebenfalls auf den zweiten Klassenrang vor und beendeten das Rennen in den Top-20 der Gesamtwertung. Im Porsche Cayman GT4 gewannen Kaya und Piana nach einem fehlerfreien Rennen die Klasse SP10. Das Duo stand damit, nach dem Klassensieg beim 24h-Rennen, zum zweiten Mal in diesem Jahr ganz oben aauf dem Podest.

Teamchef Alexander Böhm war nach dem Rennen sehr zufrieden mit der Leistung seines Teams: „Die ganze Mannschaft hat einen hervorragenden Job abgeliefert. Unsere Fahrer sind ein fehlerfreies Rennen gefahren und haben die Autos ohne nennenswerte Kratzer nach Hause gebracht. Ich freue mich besonders über den ersten VLN-Klassensieg von Mustafa und Gabriele in der Klasse GT4, die damit ihre hervorragende Leistung aus dem 24h-Rennen bestätigen konnten. Die beiden Podestplätze in den Klassen H4 und V6 sowie der fünfte Rang in der Klasse V5 tragen zum sehr guten Teamergebnis bei.

Wir nehmen den Schwung nun mit in die Sommerpause und kehren hochmotoviert zum VLN-Saisonhighlight, dem 6h-Rennen Mitte August, zurück. Dann steht Black Falcon übrigens mit einem komplett neuen Fahrzeug am Start, auf das wir uns schon sehr lange freuen. Mehr wird aber noch nicht verraten, man darf gespannt sein!“

racing one verpasste große Chance

„Wir hätten heute ein Topresultat im Gesamtklassement herausfahren können, aber leider hat uns dazu das notwendige Glück gefehlt“, stellte Martin Kohlhaas, Teamchef von racing one, nach dem Ende des vierten Rennens der VLN nüchtern fest. „Unser Ferrari 458 hätte nicht nur überlegen die Klasse SP8 gewinnen müssen, sondern hätte auch eine Platzierung rund um Rang 15 holen können.“

Erneut waren die äußeren Bedingungen in der Eifel an diesem Renntag sehr gut – bei sommerlichen Temperaturen blieb es den ganzen Tag trocken. 147 Teams nahmen das morgendliche Zeittraining auf. Der Ferrari mit den Piloten Mike Jäger, Stephan Köhler und Christian Kohlhaas zeigte erneut eine gute Vorstellung. Unangefochten holte der Ferrari 458 vom raciNGKteam mit einer Rundenzeit von 8.32,424 Minuten in der Klasse SP8 die Pole-Position. Teamchef  Kohlhaas: „Das war wieder eine neue Saisonbestzeit für das Auto. Mike Jäger hat wird mit dem Ferrari immer schneller, wie auch die anderen Piloten.“ Christian Kohlhaas pflichtete bei: „Das Fahren hat Spaß gemacht, das Auto läuft gut.“

Das Rennen verlief für den racing one-Ferrari zunächst ohne Probleme. Das Trio hatte die Klasse fest im Griff und führte mit großem Abstand vor der Konkurrenz. Auch in der Gesamtwertung lag das Team weit vorn. Zwischenzeitlich wurde der Ferrari auf Platz 15 im Gesamtklassement notiert. Teamchef Kohlhaas: „Die Rundenzeiten haben gestimmt, wir hatten heute die große Chance auf ein Topresultat in der Gesamtwertung.“ Doch die Hoffnungen waren bald verflogen. Nach einem Dreher kehrte Jäger in der 16 Runde mit einer gebrochenen Spurstange an der Hinterachse an die Box zurück: „Ich habe mich ohne Vorwarnung gedreht, dann aber das Auto mit viel Geduld noch zurückgebracht.“ Die racing-one-Crew reparierte den Ferrari in Rekordzeit, trotzdem gingen drei Runden verloren.

Auf Platz 104 ging Christian Kohlhaas wieder ins Rennen. Mehr als Rang 81 und Platz zwei in der Klasse waren aber nicht mehr möglich. Teamchef Kohlhaas. „Im Moment fehl uns ein wenig das Glück. Der Ferrari läuft perfekt und wir sind so schnell wie nie zuvor. Hoffen wir auf das nächste Rennen.“

Manheller: Sieg und Podium

Dritter Platz spült Spitzenduo weiter in der Tabelle nach oben. Mit vier Fahrzeugen stellte man eines der größten Aufgebote

Beim vierten VLN-Lauf unter der Regie des Heimatvereins MSC Adenau hat das Manheller Racing Team mit einem Sieg und einem dritten Platz wichtige Punkte für die Meisterschaft gesammelt. Auf dem Milltek-Cup Toyota kamen Lucian Gavris, Dale Lomas und Werner Gusenbauer als Erste in der Klasse Cup 4 ins Ziel.

Das Manheller-Topfahrzeug aus der Klasse V4 erreichte einen dritten Platz im hart umkämpften Feld. Damit liegen die Fahrer Marcel Manheller und Hajo Müller weiterhin in aussichtsreicher Tabellenposition, aktuell als drittbestes Team in der Produktionswagenmeisterschaft und fünfte in der Gesamttabelle. „Es war sehr hitzig heute, jetzt sind erst mal sechs Wochen Pause um mehr Gummi zu suchen“, sagte Manheller nach dem Rennen.

Im Qualifying am Morgen hatte die Truppe direkt stark vorgelegt: Mit der Poleposition in drei von drei möglichen Klassen sicherte man sich optimale Ausgangsbedingungen. Doch der Wettbewerb machte es den Meuspathern nicht leicht, der Toyota verlor schon beim Start zahlreiche Positionen, die bis zum Schluss wieder erkämpft werden konnten. Das Spitzenauto mit Manheller/Müller duellierte sich über viele Runden mit anderen Teilnehmern und wurde letzten Endes auf dem dritten Platz gewertet, konnte aber immerhin mit der schnellsten Rennrunde ein Zeichen setzen.

Besonders hart traf es Kai Noeske auf dem zweiten V4-BMW, der gemeinsam mit einigen anderen kurz vor dem Streckenabschnitt Nordschleife von der Führungsgruppe auf die Hörner genommen wurde. „Zum Glück konnte ich weiterfahren“, erzählte er. Der neunte Platz war da eher Schadensbegrenzung. Der SP6-BMW konnte nach der Pole lange Zeit seine Klasse anführen, schied jedoch kurz vor Ende bei den heißen Bedingungen aus. Fahrer Kurt Strube hatte trotzdem seinen Spaß: „Ein großartiges Rennen, immer wieder gern“, sagte er. Teamchef Stefan Manheller erklärte: „Wir nutzen die Sommerpause jetzt für einige Vorbereitungen“. Die VLN sei schließlich nicht mal zur Hälfte vorbei. Der nächste Lauf findet am 19. August statt und ist das traditionelle 6-Stunden-Rennen.

Mathol Racing mit zwei Klassensiegen

Der vierte Lauf zur VLN sollte nach einem schwierigen Training am Freitag noch zu einem richtigen Erfolg am Samstag werden. Insgesamt holte sich das Team aus Diez zwei Klassensiege und brachte alle sechs eingesetzten Fahrzeuge unbeschadet ins Ziel. Bei perfektem Eifel-Sommer gab es für den Teamchef Matthias Holle am Ende nur wenig zu kritisieren.

Nur bei zwei Fahrzeugen war Holle am Ende des Tages nicht ganz glücklich. Vor allem der Avia Aston Martin Vantage V8 GT4 hätte mit der Performance eigentlich die Klasse SP10 klar gewinnen müssen. Marc Basseng, Wolfgang Weber und Erik Johansson waren die schnellsten in der GT4-Klasse. Aber ab der Rennmitte schlich sich Problem in die Gasannahme des britischen Supersportlers. „Unsere Konkurrenten haben gesehen, dass wir schwächeln und die Chance genutzt“, gab Matthias Holle zu Protokoll. Was genau für die Aussetzer sorgte, muss in den kommenden Tagen auf einem Leistungsprüfstand genau erörtert werden. Immerhin rettete das schnelle Mathol-Trio noch den zweiten Platz, mit nur 16 Sekunden Rückstand.

Etwas mehr Glück hatte da schon der Zimmermann-Cayman, obwohl auch hier nicht alles nach Plan lief. Im Training einen Tag zuvor waren Claudius Karch und Hendrik Still noch hoch zufrieden. Am Renntag stimmte dann das Fahrwerk nicht. „Das Auto ist heute total zickig, irgendwie haben wir in der Abstimmung etwas falsch gemacht“, gestand Karch. Da aber die Dauerkonkurrenten ausfielen, war der Klassensieg für den Zimmermann-Cayman nie gefährdet. „Ganz ehrlich ist es schon schade, dass unsere Gegner mit ihrem Porsche 911 ständig ausfallen. Vielleicht biete ich den beiden an, dass wir den Service für das Fahrzeug übernehmen“, meinte Holle schmunzelnd.

Roberto Falcon, Montana und Hubert Nacken kamen diesmal im Racenavigator-BMW zum Einsatz. „Zu Beginn der Woche war noch offen, ob wir den KW-Cayman oder den BMW nehmen, aber letztlich haben wir uns für das bayrische Modell entschieden“, sagte Holle. Für das Trio ging es vor allem darum, Erfahrung zu sammeln und das taten die drei mit Bravour und landeten am Ende im Mittelfeld der starken BMW-Cup-Klasse.

In der Klasse Cup3 kamen zwei Porsche GT4-Clubsport Cayman zum Einsatz. Für Rüdiger Schicht, Klaus Hahn und Domenico Solombrino war hier das Ergebnis zweitrangig. Das Team rund um Coach Solombrino soll in diesem Jahr erst einmal mehr Erfahrung mit dem Wagen sammeln und so für die kommende Saison fit gemacht werden. Anders ist das bei Marc Keilwerth, Timo Mölig und Marcos Adolfo Vazquez. Klassenrang vier spiegelte durchaus die Leistungsstärke der drei wieder. Zumal ein ungeplanter Boxenstopp die drei entsprechend Zeit kostete.

Für strahlende Gesichter sorgten abermals Jörg Kittelmann, Klaus Müller und Thomas Heinrich, die in der Klasse SP3T mit einem Seat Leon TCR unterwegs waren. Nach vier blitzsauberen Stunden gelang den dreien wieder der Klassensieg. „Die drei sind Meister darin, ihr Auto zu schonen. Der Seat muss nur ein wenig geputzt und wieder aufgetankt werden und dann kann es weitergehen“, lobte Holle.

Für Mathol Racing geht es jetzt erst einmal mit Urlaub weiter. „Die ganze Mannschaft hat sich eine Auszeit verdient, bevor wir uns auf das 6-Stunden-Rennen vorbereiten“, sagte Holle.

Adrenalin Motorsport: 4 Rennen – 4 Siege

Die Erfolgsgeschichte des PIXUM Team Adrenalin Motorsport ist beim vierten Lauf zur VLN um ein neues Kapitel erweitern worden. So konnte die Mannschaft aus Heusenstamm zum zweiten Mal in Folge die beiden Produktionswagenklassen V4 und V5 für sich entscheiden. Damit behält das Pixum Team Adrenalin Motorsport in der Klasse V5 auch die weiße Weste und konnte mit dem vierten Sieg im vierten Rennen die Tabellenführung in der VLN Meisterschaft weiter ausbauen.

„Momentan haben wir echt einen fantastischen Lauf, das kann einem schon fast unheimlich werden“, gestand Matthias Unger nach der Zieldurchfahrt. So durfte sich der Teamchef des Pixum Team Adrenalin Motorsport beim vierten Lauf zur VLN nicht nur über die beiden Klassensiege in der V4 und V5 freuen, sondern auch noch über zwei weitere Podestplatzierungen. „Ich bin richtig stolz, dass wir mannschaftlich so geschlossen auftreten und auch in der Breite diese tollen Ergebnisse erzielen können. Fast wäre uns sogar das einmalige Kunststück gelungen, in gleich drei verschiedenen Klassen den Sieg einzufahren. Am Ende haben wir dieses absolute Traumergebnis zwar ganz knapp verpasst, aber wir konnten mit dem zweiten Platz unser bestes Saisonergebnis im BMW M235i Racing Cup feiern“, schilderte Unger mehr als zufrieden.

In der Produktionswagenklasse V5 waren Daniel Zils, Christian Konnerth und Norbert Fischer einmal mehr die strahlenden Sieger. Vom zweiten Startplatz aus ging das Fahrertrio ins Rennen und lieferte sich mit einem Kontrahenten ein packendes Duell um den Sieg. Dabei wechselte gleich mehrfach die Führung. „Die Konkurrenz hat einen sehr großen Schritt nach vorne gemacht und uns das Leben nicht einfach gemacht. Teilweise waren wir wirklich Stoßstange an Stoßstange unterwegs. Dank einer tollen Teamleistung haben wir es am Ende aber wieder geschafft und konnten unseren vierten Saisonsieg erzielen“, freute sich Zils. „Obwohl es auf der Strecke wirklich eng zur Sache ging, ist alles sehr fair abgelaufen. Ich möchte mich daher auch noch einmal bei der Konkurrenz für den tollen Motorsport bedanken. Für die Zukunft wünsche ich mir weiterhin solch spannende und faire Zweikämpfe“, ergänzte Unger.

Das Schwesterfahrzeug schaffte in der stark besetzten Klasse ebenfalls den Sprung auf das Podium. Die beiden Stammfahrer Christian Büllesbach und Andreas Schettler wechselten sich dieses Mal mit Florian Quante sowie Niklas Steinhaus im Cockpit ab. Am Ende stand ein starker dritter Platz für die vier Piloten zu Buche.

Auch Christopher Rink, Philipp Leisen und Danny Brink kommen immer besser in Tritt. Nach ihrem Sieg beim letzten VLN Rennen behielten sie mit ihrem BMW 325i E90 auch dieses Mal wieder die Oberhand in der Produktionswagenklasse V4. Dabei sah es nach dem Qualifying zunächst noch ganz anders aus. „Wir haben leider keine freie Runde erwischt und wurden zudem noch von einigen Code60-Phasen eingebremst“, erklärte Rink anschließend. Vom fünften Startplatz aus konnten Rink, Brink und Leisen im Rennen dann allerdings mächtig aufdrehen. Nach dem ersten Boxenstopp übernahm das Trio die Klassenführung und verteidigte diese bis zum Schluss erfolgreich.

„Der Schlüssel zum heutigen Erfolg war vor allem die schnelle Boxenarbeit unserer Mechaniker. Wir haben von den perfekten Stopps unheimlich profitiert und konnten dadurch sehr viel Zeit gutmachen. Vielen Dank an unsere Boxencrew für die hervorragende Arbeit“, so die drei Piloten. Ihre Teamkollegen Charles Oakes, Marco van Ramshorst und Uwe Legermann lieferten ebenfalls einen fehlerfreien Job ab und belegten am Ende den 12. Platz in der V4.

Im BMW M235i Racing Cup ging es ebenfalls bis zum Schluss eng zur Sache. So konnten Daniel Zils und David Griessner das Tempo an der Spitze von Beginn an problemlos mitgehen und sich mit dem amtierenden VLN Meister Michael Schrey ein tolles Duell um den Klassensieg liefern. Zwar waren Griessner und Zils in diesem Zweikampf am Ende knapp unterlegen, dennoch war die Freude über den zweiten Platz sehr groß. „Für uns ist es das beste Ergebnis in dieser Saison. Dementsprechend sind wir sehr zufrieden, auch wenn es unter dem Strich nicht ganz für den Sieg gereicht hat. Wir wissen aber spätestens seit diesem Rennen, dass wir in der Lage sind, aus eigener Kraft Siege im BMW M235i Racing Cup einfahren zu können. Hierauf können wir aufbauen und freuen uns auf eine Neuauflage beim 6h Rennen“, so die beiden Piloten.

Die anderen BMW M235i Racing Fahrzeuge aus dem Hause des PIXUM Team Adrenalin Motorsport fuhren auf die Ränge sieben und elf. Hier wechselten sich Juha Hannonen, Andreas Winkler und Jürgen Huber sowie Oliver Wenzel, Armin Dobernig und Christian Müller am Steuer ab.

Sorg: Gemischte Gefühle

Beim vierten Rennen zur VLN sorgte Heiko Eichenberg aus Fritzlar im fruit2go-BMW M235i Racing mit dem dritten Platz in der gleichnamigen Cup-Klasse für das beste Ergebnis bei Securtal Sorg Rennsport. „Heiko war erneut stark unterwegs, Glückwunsch zu dieser Leistung“, sagte Daniel Sorg. „Leider hatten wir in den anderen Klassen einiges an Pech. Damit sind wir natürlich nicht zufrieden.“

Aus der dritten Startposition heraus kämpfte Eichenberg vom ersten Meter an mit um den Sieg im, mit 16 Fahrzeugen stark besetzten, BMW-Cup. Teilweise führte der Solist die Klasse auch an. Am Ende fehlten 52,5 Sekunden auf den amtierenden Meister Michael Schrey. „Unser Auto lief hervorragend und ich hatte sehr viel Spaß im Cockpit. Mit Platz drei in dieser hartumkämpften Klasse bin ich zufrieden, das gab wichtige Zähler für die Meisterschaft.“

Insgesamt vier M235i schickte die Wuppertaler Erfolgsmannschaft ins Rennen. Max Kottmayr und der Chinese Fei Li freuten sich über einen guten achten Platz. Im Bertrandt-BMW kamen der Schweizer Philipp Hagnauer und der Chinese Xiaogang Gu auf Platz zwölf. Thermische Probleme und ein Unfall ließen für Felix Günther und Guido Wirtz im Gedlich-M235i nicht mehr als Rang 13 zu.

Bei den Produktionswagen bis 2500 ccm (V4) wurden Oskar Sandberg und Torsten Kratz zunächst ihrer Favoritenrolle gerecht und führten in der mit 17 Startern sehr gut besetzten Klasse. Doch dann bremsten auch hier thermische Probleme den BGStechnic-BMW 325i.

„Wir haben vor dem Rennen einen nagelneuen Motor eingebaut, der ab BMW-Werk so geliefert wurde. Warum das Triebwerk zu heiß wurde und teilweise ins Notlaufprogramm wechselte müssen wir noch eruieren“, erklärte Benjamin Sorg. Platz vier war jedenfalls nicht das, was sich das Duo erhofft hatte. Im Schwesterfahrzeug, dem Schaltwerk Bikes-BMW 325i Coupé, kamen die Schweizer Stefan Kerkemeier und Samuel Forni zusammen mit Julian Kirste auf den zehnten Platz.

Doppelstarter Kratz hatte gleich doppeltes Pech. Zusammen mit Kevin Warum lieferte sich der 46-Jährige im Eibach-Porsche Cayman bis zur dritten der vier Rennstunden ein sehenswertes Duell um den Sieg in der Klasse V5 mit einem Markenkollegen, ehe Warum wegen eines technischen Defekts ein paar Minuten einbüßte. Somit nur Platz acht von 13 Startern.

Bei den größten Produktionswagen bis 3500 ccm, Klasse V6, war das Rennen bereits in der vierten Runde für Nicolas Griebner, Björn Simon und Emin Akata zu Ende. Im Streckenabschnitt Tiergarten war Griebner von der Strecke abgekommen und mit dem Porsche Cayman S gegen die Leitplanken geprallt.

VLN: Falken holt ersten Nordschleifen-Sieg

Das Team Falken Motorsports strahlte mit dem Sonnenschein in der Eifel um die Wette: Stef Dusseldorp und Jörg Müller holten beim vierten Lauf der VLN 2017 den ersten Sieg für den japanischen Reifenhersteller in der „Grünen Hölle“. Vor 6.610 Tagen oder umgerechnet 18 Jahren tauchte zum ersten Mal ein Rennfahrzeug – damals ein Nissan Skyline – in den Farben von Falken am Nürburgring auf. Bei der 48. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy war der BMW M6 GT3 des Teams erfolgreich, der seit Saisonbeginn neben dem langjährig bekannten Porsche 911 GT3 R eingesetzt wird. Im Ziel betrug der Vorsprung 34,519 Sekunden. Spannend ereignete sich der Kampf um Platz zwei: Richard Lietz und Romain Dumas setzten sich im Porsche 911 GT3 R von Manthey-Racing mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,286 Sekunden vor Christian Krognes, Michele Di Martino und Matias Henkola im BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport durch.

„Dieser Sieg ist etwas ganz Besonderes“, freute sich Jörg Müller. „Ich kenne das Falken-Team schon eine gefühlte Ewigkeit – die haben den Sieg wirklich verdient.“ Im Qualifying hatte das Falken-Duo mit Platz zwei den Grundstein für den Erfolg gelegt. Startfahrer Müller übernahm in Runde zwei die Führung. „Ich hatte danach in meinem ersten Stint Glück beim Überrunden, so dass ich mich an der Spitze absetzen konnte. Danach funktionierte der M6 wie ein Uhrwerk und unsere Strategie ging auf.“ Nicht zum ersten Mal hatte Falken Motorsport einen Sieg vor Augen, zuletzt beim VLN-Saisonauftakt. „Wir waren damals so nah dran“, sagte der Niederländer Dusseldorp, der in seinem fünften GT3-Rennen auf der Nordschleife den ersten Sieg feierte. „Umso schöner, dass es nun geklappt hat.“

Vor allem der Kampf um Platz zwei sorgte in der Schlussphase für spektakuläre Bilder aus der „Grünen Hölle“. Krognes im Walkenhorst-BMW jagte im Abstand von nur wenigen Zentimetern hinter Dumas im Manthey-Porsche über die Nordschleife. Dabei kam es auch zu kleineren Berührungen. „Das war aber vollkommen okay“, sagte Dumas. „Es war sehr eng, immer fair und ich hatte einem Menge Spaß. Platz zwei – mehr konnten wir heute nicht erwarten. Beim nächsten Mal machen wir es wieder besser.“ Auch Krognes konnte nach dem Rennen ein deutliches Grinsen nicht verbergen. „Ich habe versucht, mich in Position zu bringen, doch Romain ist immer auf seiner Linie geblieben“, so der Norweger, der in der ersten Rennstunde eine Schrecksekunde erlebte, als er beim Bremsvorgang vor einer Unfallstelle eingangs der Nordschleife am Heck getroffen wurde. „Ich glaube, mein Verfolger hat einfach zu spät gesehen, dass ich verzögert habe“, sagte er. „Zunächst dachte ich, es sei mehr kaputtgegangen, am Ende war es jedoch keine Beeinträchtigung.“

Hinter dem Spitzentrio fuhren Norbert Siedler und Frank Stippler im schnellsten Frikadelli-Porsche auf Platz vier. Den schnellsten Mercedes-AMG GT3 pilotierten Stefan Schmickler und Kai Riemer für Landgraf Motorsport auf Rang fünf und waren damit schnellstes Pro/Am-Fahrzeug in der GT3-Klasse.

Spannende Entscheidung in der Porsche Carrera Cup-Klasse
Bis zur letzten Runde mussten die Sieger der Porsche Carrera Cup-Klasse kämpfen. Alexander Mies, Tim Scheerbarth und Steve Jans fuhren nach vier Stunden im Neunelfer des GIGASPEED Team GetSpeed Performance zum dritten Mal in Folge als Sieger ins Ziel. Zu Beginn des letzten Umlaufs hatte das Trio noch das Nachsehen hinter David Jahn und Marek Böckmann vom Team 75 Motorsport rund um Le-Mans-Sieger Timo Bernhard. Der Porsche mit der Startnummer 117 rollte jedoch aus und kam nicht ins Ziel. „Das war unglaublich eng heute“, gab Scheerbarth im Ziel zu.

Erste KTM-Klassensieger: Ferdinand und Johannes Stuck
Die ersten Sieger des beim vierten Lauf erstmals ausgeschriebenen KTM X-BOW Cup powered by Michelin heißen Ferdinand und Johannes Stuck. Die beiden Söhne von Rennlegende und DMSB-Präsident Hans-Joachim Stuck wurden mit einem Vorsprung von 4:26,812 Minuten vor den zweitplatzierten Nils Jung und Florian Wolf abgewunken. „Ein geiles Rennen mit einem geilen Auto, super Wetter und vielen Fans – was will man mehr“, so Johannes Stuck. Und auch Ferdinand Stuck zeigte sich begeistert: „Es hat irre Spaß gemacht, und man muss KTM zur Idee mit dem Cup einfach gratulieren: Mehr Leistung und Spaß bekommst du für das Geld sonst nirgendwo. Und dabei bin ich mir sicher, dass uns in diesem Jahr auch noch der Sprung unter die 20 schnellsten Teams gelingen wird.

Fischer / Konnerth / Zils verteidigen die Tabellenführung
Mit ihrem vierten Sieg im vierten Rennen haben Norbert Fischer, Christian Konnerth und Daniel Zils vom Pixum Team Adrenalin Motorsport ihre Tabellenführung verteidigt. Ihr Porsche Cayman war bei den VLN-Produktionswagen bis 3.000 ccm Hubraum erneut das Maß der Dinge.

Die VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring verabschiedet sich nach Lauf vier in die Sommerpause. Mit dem ROWE 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen steht am 19. August der Saisonhöhepunkte der weltweit größten Breitensportserie an.

Bonk: Mit vier Fahrzeugen zum Ring

„Nach dem missglückten Saisonauftakt konnte der amtierende VLN-Meister Michael Schrey erstmals beim dritten Rennen einen Sieg einfahren. Deshalb ist das vierte VLN-Rennen für uns sehr wichtig. Es entscheidet über den weiteren Verlauf der Saison. Holt er einen weiteren Erfolg, bleiben wir weiterhin im Meisterschaftsgeschäft. Sollte dies nicht klappen, müssen wir uns neue Saisonziele suchen“, stellt Michael Bonk, Teamchef von Bonk motorsport, vor dem vierten VLN-Lauf klar. Vier Fahrzeuge bringt das Team aus Münster an den Start.

Neben dem BMW M235i Racing Cup für Schrey setzt Bonk motorsport erneut einen zweiten BMW M235i für Matthias Schrey und Florian Naumann ein. Bonk: „Nach ihrem starken VLN-Debüt hoffen wir wieder auf eine starke Vorstellung und ein gutes Resultat. Aber zunächst einmal hoffen wir auf ein gutes Abschneiden von Schrey.“

Der einzige Audi RS3 LMS TCR wird von Herrmann Bock, Volker Piepmeyer und Michael Bonk gefahren. „Wir hoffen auf die Zielankunft und ein gutes Resultat. Wir brauchen weiterhin noch Erfahrungswerte mit dem TCR-Audi. Nach dem Unfall im letzten Rennen ist der zweite Audi noch nicht wieder rennbereit. Deshalb konzentrieren wir uns diesmal auf ein Auto.“

Der unter Bonk-Bewerbung startende Peugeot 308 Racing Cup von Jürgen Nett/Achim Nett/Bradley Philpot will erneut mit um den Sieg in der TCR-Klasse kämpfen. Das Fahrzeug wurde im Bereich Fahrwerk weiter optimiert und die Fehler von VLN-Rennen drei wurden ausgemerzt. Peugeot-Pilot Philpot ist optimistisch: „Wir haben gute Chancen auf einen Podiumsplatz.“

VLN: Heimspiel in der „Grünen Hölle“

Der vierte Lauf der VLN, die 48. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy am 8. Juli 2017, ist die Veranstaltung des MSC Adenau e.V. im ADAC und besitzt so einen einmaligen Sonderstatus im VLN-Kalender, ist es doch gleich in mehrfacher Hinsicht ein Heimspiel. Zum einen ist der veranstaltende Club Gründungsmitglied der VLN, und von der Fuchsröhre bis zur Brücke in Breidscheid führt die Nordschleife durch das Stadtgebiet der Verbandsgemeinde. Weil viele Teilnehmer der Serie sich in der Eifel besonders wohl fühlen, sind sie Mitglied im „Heimatverein“.

Die Wertung der clubeigenen Vereinsmeisterschaft in der Kategorie Langstrecke 2016 liest sich, wie ein Auszug aus der VLN-Teilnehmerliste. 2016 machte Ferrari-Pilot Mike Jäger das Rennen vor Porsche-Fahrer Tim Scheerbarth sowie dem Renault-Duo Stefan Epp und Gerrit Holthaus. Auch auf den weiteren Positionen finden sich Namen, die für die eingefleischten VLN-Fans keine unbekannten sind und nach großartigen Erfolgen im vergangenen Jahr auch 2017 wieder mit von der Partie sind: Michael Mönch (BMW 325i), Christopher Brück (Bentley Continental GT3 und Porsche 911), Horst Baumann (Lexus ISF CCS-R), Frank Kräling (Porsche 911), David Ackermann und Jörg Wiskirchen (beide Porsche 911 GT3 Cup).

Auch an vorderster Front ist der MSC Adenau prominent vertreten. Sabine Schmitz und Klaus Abbelen, die in diesem Jahr im Frikadelli-Porsche mit Andreas Ziegler eine Allianz bilden, hoffen nach technischen Problemen beim dritten Lauf nun auf ein gutes Ergebnis. Dass sie auf ihrer Hausstrecke erfolgreich sein können, haben die Publikumslieblinge 2015 mit einem Sieg und drei dritten Plätzen unter Beweis gestellt. Und nach vielen Rückschlägen in diesem und dem letzten Jahr, wäre ein Podiumsplatz Balsam für die Seele.

Die Konkurrenz wird es dem Porsche-Team, das einen zweiten Elfer mit den beiden Top-Fahrern Norbert Siedler und Frank Stippler an den Start bringt, allerdings nicht leicht machen. Das Wochenspiegel Team Monschau hat jüngst mit dem ersten Sieg des Ferrari 488 GT3 aufhorchen lassen. Die Fahrer Georg Weiss, Oliver Kainz und Jochen Krumbach ließen beim dritten Lauf alle hinter sich.

Falken Motorsports fährt erneut zweigleisig mit einem BMW M6 GT3 und einem Porsche 911 GT3 R. Walkenhorst Motorsport schickt zwei BMW M6 GT3 ins Rennen und Manthey-Racing setzt auf zwei Porsche 911 GT3-R. Mit dem Siegerauto der ersten beiden Läufe, der Startnummer 911, gehen bei der Adenauer Rundstrecken Trophy Richard Lietz und Romain Dumas an den Start.

Nachholbedarf haben „Dieter Schmidtmann“ und Heiko Hammel. Bei Lauf drei wurden beide, unterstützt von Michele Di Martino, mit dem Renault R.S.01 nur auf dem siebten Rang gewertet. Von der Performance des in diesem Jahr debütierten SPX-Renners war ein Podestrang in greifbarer Nähe. Eine Zeitersatzstrafe aufgrund der Missachtung von Flaggenzeichen verhinderte am Ende aber die kleine Sensation, trotzdem muss man den schnittigen Franzosen im Auge behalten.

VLN-Premieren beim vierten Lauf
Beim vierten Lauf startet zum ersten Mal ein Fahrzeug der Marke KIA in der „Grünen Hölle“. Miguel Toril Boquoi und Bernhard Wagner bestreiten den ersten VLN-Einsatz für den KIA Cee‘d GT/R. Das Fahrzeug wurde vom Team Bastuk entwickelt und ist in der Klasse SP2T (VLN-Specials bis 1.750 ccm Hubraum mit Turbo) genannt. „Wir haben diverse Umbauten vorgenommen, unter anderem auch einen größeren Tank verbaut“, erklärt Teammanagerin Anke Bastuck. „So wollen wir die Unterschiede, die ein Langstreckenrennen gegenüber einem Sprintrennen mit sich bringt, bestmöglich für uns nutzen, um in der Lage zu sein, auch auf der Langstrecke mit unserem KIA konkurrenzfähig zu sein.“ In seiner Klasse trifft der Kompaktsportler aus Südkorea auf Mitbewerber von Renault, Peugeot und Mini.

Seine Nordschleifen-Feuertaufe feierte der neue BMW M4 GT4 bereits beim ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Nürburgring. Nun geht die Entwicklung des neuen GT4-Boliden aus München in die nächste Runde. Eingesetzt von ROWE RACING gehen Teameigner Michael Zehe, Thorsten Drewes und Dirk Adorf an den Start. Bis zur endgültigen Homologation in der GT4- Klasse SP10 startet der M4 in der Klasse SP8T (VLN-Specials bis 4.000 ccm Hubraum mit Turbo).

racing one Ferrari im Pech

„Glück und Pech lagen für uns sehr dicht beisammen“, stellte Martin Kohlhaas, Teamchef von racing one, nach dem Ende des dritten Rennens der VLN, sachlich fest. „Der Ferrari 458 war an diesem Tag das schnellste Auto in der Klasse SP8. Aber leider sind wir durch einen blöden Defekt vorzeitig ausgefallen. Zu diesem Zeitpunkt lagen wir in aussichtsreicher Position. Wir hätten die Klasse gewonnen und einen tollen Platz in der Gesamtwertung geholt.“

Bei guten äußeren Bedingungen – angenehme Temperaturen und eine trockene Strecke – waren 145 Teams zum dritten VLN-Lauf in die Eifel angereist. Bereits im morgendlichen Zeittraining bot der Ferrari mit den Piloten Mike Jäger, Stephan Köhler und Christian Kohlhaas eine starke Vorstellung. Am Ende des 90-minütigen Trainings stand der raciNGKteam Ferrari mit einer Rundenzeit von 8.35,652 Minuten in der Klasse SP8 auf der Pole-Position. Teamchef Kohlhaas: „Das war Saisonbestzeit für das Auto. Mike Jäger hat eine gute Runde hingelegt. Das war nach seinem Unfall beim 24h-Rennen für ihn sehr wichtig.“ Christian Kohlhaas stimmte zu: „Das Auto war heute sehr gut. Nach der langen Pause seit VLN 2 hatten wir die Konkurrenz weiterhin gut im Griff.“

Im Rennen führte der racing one-Ferrari die Klasse an, auch wenn sich der erstmals in diesem Jahr angetretene Porsche von Weiland Racing nicht abschütteln ließ. Teamchef Kohlhaas: „Der Ferrari lief sehr gut, die Rundenzeiten waren schnell. Christian Kohlhaas und Stephan Köhler haben einen perfekten Job gemacht.“ Kurz nachdem Jäger als Schlussfahrer im Auto Platz genommen hatte, endeten jedoch die Glücksgefühle bei racing one. Nach der dritten Runde seines Stints fuhr Jäger mit Bremsproblemen zurück an die Box. Beim Check wurde ein gerissener Bremssattel diagnostiziert. Damit war das Rennen für den Ferrari 458 beendet.

Teamchef Kohlhaas. „Das war Pech. Wahrscheinlich hat ein aufgewirbelter Stein den Bremssattel beschädigt. Unsere Fahrer haben eine tolle Vorstellung geboten. Mit dem Klassensieg vor Augen wäre zudem heute eine Topplatzierung in der Gesamtwertung möglich gewesen. Die schnellste Rennrunde mit 8.40,321 Minuten ist da nur ein schwacher Trost.“

Mathol: Zwei Klassensiege

Der dritte Lauf der VLN verlief für Mathol Racing mehr als erfolgreich. Es sahen nicht nur alle sieben eingesetzten Fahrzeuge die Zielflagge, bis auf zwei Wagen standen alle am Ende auch auf dem Podium. „Ich bin wirklich sehr zufrieden mit dem Wochenende, wenngleich wir am Ende ganz kurz eine Schrecksekunde mit dem Seat hatten“, meinte der Teamchef Matthias Holle später.

Denn der TCR-Seat, den Mathol Racing in der Klasse SP3T einsetzte wurde plötzlich formatfüllend ohne Frontschürze im Fan-TV gezeigt. Bei einem Feindkontakt hatte der blaue Seat einfach alles vorne abgeworfen. „Zum Glück ist sonst nichts kaputt gegangen und das Auto konnte in vollem Tempo das Rennen beenden“, freute sich Holle, der am Ende Jörg Kittelmann, Klaus Müller und Thomas Heinrich zum ersten Klassensieg in ihrer VLN-Karriere gratulieren konnte.

Den zweiten Klassensieg heimste Mathol Racing in der Klasse V3 mit dem Toyota GT86 ein. Montana und Roberto Falcon lagen nach spannenden vier Stunden bei perfektem Eifelwetter mit fast zwei Minuten in Front. „Die beiden haben alles richtig gemacht und sind verdient vorne gelandet“, lobte der Teamchef.

Für die größte Spannung sorgten Claudius Karch und Thorsten Wolter in der Klasse V6. Wolter ersetzte Stammfahrer Ivan Jacoma nahezu ebenbürtig und sorgte auch dafür, dass es ein enger Fight bis zum Zielstrich wurde. Am Ende musste sich das Duo auf dem Zimmermann-Cayman um sieben Sekunden geschlagen geben. Geburtstagkind Karch freute sich über einen spannenden Rennverlauf, bei dem er am Ende gerne vorne gewesen wäre: „Wir hatten ein bisschen Pech, aber letztlich war der Kampf richtig schön.“

In der Porsche-Cayman Cup-Klasse Cup3 verpasste Mathol Racing um 21 Sekunden den zweiten Platz. Marc Keilwerth, Marcos Adolfo Vazquez und Timo Mölig lieferten eine blitzsaubere Performance ab und glänzten mit ihrer fahrerischen Leistung in den sehr engen Cup. In der gleichen Klasse unterwegs, landete der zweite GT4-Cayman von Mathol Racing auf Rang sieben. Klaus Hahn und Luca Sadun mussten sich zunächst einmal an die persönlichen Topzeiten herantasten. „Sicher haben wir hier noch Steigerungspotential, aber beide Fahrer haben genau das gemacht, was sie sollten“, lobte Holle. Für die Fahrer war der Cayman Neuland, weshalb die etwas defensivere Fahrweise genau richtig war. Routinier Rüdiger Schicht lieferte ebenfalls eine gute Leistung ab und er konnte so seinen beiden Fahrerkollegen wertvolle Tipps mitgeben.

Mit dem Race Navigator BMW startete Mathol Racing in der BMW Cup Klasse. An Bord des M235i Racing saß mit Michael Imholz kein Unbekannter. Allerdings war Imholz schon einige Zeit nicht mehr in der VLN unterwegs. Gemeinsam mit Thorsten Drewes ging es darum, sicher und trotzdem schnell zu sein. „Die beiden haben genau das gemacht, was wir vorgegeben haben. Ich bin damit sehr zufrieden“, kommentierte Holle.

Zu guter Letzt gab es in der GT4-Klasse SP10 den nächsten Klassensieg für den Avia-Aston. Wolfgang Weber und Erik Johansson wurden dabei von  Marc Basseng unterstützt. „Ich hoffe, dass Marc uns in diesem Jahr noch mehrfach unterstützen kann“, sagte Holle. Obwohl bei den Leistungsdaten durch die Balance of Performance der Aston Martin Vantage V8 eigentlich unterlegen ist, gewann Mathol Racing mit einer Runde Vorsprung. „Wir haben einfach eine optimale Fahrerkonstellation, weshalb wir am Ende vorne sind“, meinte Holle selbstbewusst.

Sorg Rennsport fährt zweimal aufs Podium

Zweimal Podium und alle Fahrzeuge im Ziel: Der vierte Saisonlauf zur VLN verlief für Securtal Sorg Rennsport erfolgreich. Für das beste Ergebnis sorgten Kevin Warum und Torsten Kratz, die den Eibach-Porsche Cayman in der Klasse V5 auf den starken zweiten Platz von 15 Startern lenkten.

„Das Mannschaftsergebnis ist richtig gut, keine Frage“, sagte Daniel Sorg. „Leider kämpften wir in der Klasse V4 mit stumpfen Waffen und büßten etwas Boden in der Meisterschaft ein. Aber sechs Rennen stehen noch bevor, es wird noch viel passieren.“

Startfahrer Kratz und später Warum lieferten sich bei den Produktionswagen bis 3000 ccm (V5) ein spannendes Duell mit einem anderen Cayman sowie einem BMW M3. Während der BMW nach einem Unfall gegen Rennmitte ausfiel, blieben die beiden Porsche immer dicht beisammen. Am Ende mussten sich Warum/Kratz nur um 22 Sekunden geschlagen geben. „Es war erst unser drittes Rennen mit diesem Fahrzeug. Wir kommen unserem Wettbewerber immer näher, daher bin ich zufrieden“, sagte Warum.

Doppelstarter Kratz war dagegen zusammen mit Oskar Sandberg bei den Produktionswagen bis 2500 ccm (V4) von Beginn an auf verlorenem Posten. Nach einem Motorschaden im freien Training musste auf ein Ersatztriebwerk für den BGStechnic-BMW 325i zurückgegriffen werden. „Der Motor ging gar nicht“, sagte Sandberg. „Keine Chance. 20 Sekunden pro Runde zu langsam.“ Mit Rang acht bei 15 Teilnehmern gelang dem Duo Kratz/Sandberg wenigstens Schadensbegrenzung. In der gleichen Klasse fuhren Stefan Kerkemeier, Samuel Forni und Julian Kirste im Schaltwerk BikesBMW Coupé auf Rang elf.

Den Sinziger Mineralbrunnen-Porsche Cayman GT4 lenkten in der gleichnamigen Cup-Klasse Stefan Beyer, Ulf Wickop und Nicolas Griebner auf Platz fünf von neun Teilnehmern. „Der neue Motor lief richtig rund“, freute sich Beyer. „Wir waren so schnell und problemlos unterwegs wie noch nie mit dem Cayman. Ein großes Kompliment gilt der Sorg-Mannschaft. Von mir aus kann es so weitergehen.“

Mit 20 Fahrzeugen war der BMW M235i Racing Cup einmal mehr die stärkste Klasse, darunter vier von Securtal Sorg Rennsport. Solist Heiko Eichenberg kämpfte von Beginn an mit um einen vorderen Platz, musste sich im fruit2go-BMW aber schließlich mit 0,134 Sekunden Rückstand als Dritter knapp geschlagen geben. Auf Rang sechs lenkten Felix Günther und Guido Wirtz den Gedlich Racing-BMW. Die beiden Dänen Frederik Nymark und Hendrik Bollerslev freuten sich im Securtal-M235i über Rang acht. Auf Platz zwölf kamen die beiden Schweizer Marco Timbal und Philipp Hagnauer sowie Christian Straube mit den bertrandt-BMW ins Ziel.

Bonk: 1. Saisonsieg für Michael Schrey

„Der Sieg von Michael Schrey im BMW M235i Racing Cup hat gut getan. Nach den Misserfolgen in den beiden ersten Rennen hatten wir schon das Gefühl, dass wir es nicht mehr können. Umso besser ist das erste Erfolgserlebnis“, freute sich Michael Bonk, Teamchef von Bonk motorsport, nach dem dritten Rennen der VLN, dem 59. ADAC ACAS H&R-Cup. Vier von fünf gestarteten Bonk-Fahrzeugen sahen die Zielflagge.

Schrey wollte als amtierender VLN-Titelträger mit seinem BMW M235i Racing Cup unbedingt den ersten Rennerfolg. Im Training bei guten äußeren Bedingungen – angenehme Temperaturen und trockene Strecke – stellte er den BMW mit einer Rundenzeit von 9.07,051 Minuten auf die Pole-Position. Im Rennen kämpfte er von Beginn an in der Spitzengruppe, lag viele Runden in Führung und hatte am Ende knapp eine halbe Minute Vorsprung auf die Verfolger. Schrey meint: „Ein phantastisches Rennen. Jetzt sind alle Zweifel beseitigt. Ich habe das Gewinnen nicht verlernt.“ Die Debüttanten in der VLN, Matthias Schrey und Florian Naumann, brachten ihren BMW M235i nach einer fehlerfreien Fahrt auf Rang sieben ins Ziel. „Das Duo hat eine starke Vorstellung geboten. Der Einstand ist voll gelungen. Und Michael Schrey hat heute wieder seine Klasse gezeigt und die starke Konkurrenz in Schach gehalten“, so Bonk.

Das Abschneiden der beiden Audi RS3 LMS TCR war diesmal nur bedingt zufriedenstellend. Der schnellere Audi von Herrmann Bock und Jürgen Bretschneider kam nach einem Unfall im Rennen nicht ins Ziel. Volker Piepmeyer/Michael Bonk fuhren mit dem zweiten Bonk-Audi problemlos durch und belegten am Ende Rang sieben bei den TCR. Bonk: „Es ist immer ärgerlich, wenn man ein Auto durch einen Unfall verliert. Mit dem zweiten Auto konnten wir wieder wertvolle Erfahrungen sammeln. Der Audi wird von Rennen zu Rennen besser.“

Der unter Bonk-Bewerbung startende Peugeot 308 Racing Cup von Jürgen Nett/Achim Nett und dem Briten Philpot Bradley kam auf Platz fünf in der TCR-Klasse ins Ziel. Achim Nett: „Heute war nicht mehr möglich. Das Auto ist noch nicht so weit, wie es sein sollte. Wir haben noch eine Menge Arbeit vor uns.“

Manheller mit Top-Platzierung

Das Manheller Racing Team im MSC Adenau e.V. hat bei der VLN am vergangenen Samstag einen zweiten Platz in der Klasse V4 erreicht. Das Fahrerduo Marcel Manheller und Hajo Müller war bereits von der Pole-Position gestartet und hielt auch über weite Strecken die Führung in der Klasse. Das Duo verbuchte zudem die schnellste Rennrunde. Marcel Manheller war sehr zufrieden: „Viele Konkurrenten hatten heute auch kein Glück, der zweite Platz bringt immer noch viele Punkte für die Meisterschaft“.

Bereits im freien Training entpuppten sich die Tests der vergangenen Wochen als gut investiert: Mit einer Zeit von 9.44min stellte Manheller das Fahrzeug auf die Pole. Nach dem Start entbrannte ein hitziger Zweikampf mit dem BMW von Küpper Racing, den Manheller nach einigen Runden für sich entscheiden konnte. Über mehrere Stunden hinweg führte das Team aus Meuspath, bis kurz vor Schluss noch ein Wettbewerber überholen konnte. „Wir haben zwei Sekunden pro Runde verloren – auf der Döttinger Höhe“, erklärte Hajo Müller. Wie das auf einer langen Grade passieren könne, sei ihm schleierhaft. Marcel Manheller und Hajo Müller wurden für den zweiten Platz geehrt.

Der zweite Manheller-BMW 325 mit Kai und Jens Noeske am Lenkrad konnte in der V4 eine solide Mittelfeldplatzierung erreichen. In der SP6 brachte das Team nach längerer Reparaturpause wieder den BMW E46 M3 an den Start – der neue Motor entpuppte sich als so leistungsstark, dass die Fahrer Kurt Strube und Stefan Manheller auf Anhieb um die Führung kämpfen konnten. Letztlich beendete das Differential die Aufholjagd. „Das Auto lief so geil, Stefan und sein Team haben einen tollen Job gemacht“, sagte Kai Noeske nach dem Rennen. „In zwei Wochen greifen wir wieder an“, ergänzte Kurt Strube. Der von Manheller betreute Cup-Toyota beendete das Rennen auf dem fünften Platz in der Klasse.

Mit insgesamt vier Fahrzeugen stellte die Meuspather Truppe eines der größten Aufgebote im Feld. Durch das Ergebnis hat das Team weiterhin einen Platz in der Spitzengruppe der Meisterschaft sicher: Aktuell liegen Manheller/Müller auf dem fünften Platz in der Produktionswagenmeisterschaft und auf dem elften Platz der Gesamtwertung – und das bei über 500 gewerteten Sportlern. „Die unglaublich engen Zeitabstände zeigen, hier geht noch was“, so Teamchef Stefan Manheller. Bei der nächsten VLN in zwei Wochen ist die Truppe wieder mit von der Partie.

Honda-Pilot Monteiro ist WTCC-Halbzeitmeister

Die FIA Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) bleibt auch nach dem fünften von zehn Läufen spannend: Beim letzten europäischen Lauf der Serie vor den fünf Übersee-Wochenenden drehte Honda in Villa Real (Portugal) das Meisterschaftsgeschehen. Der Ungar Norbert Michelisz konnte – wie einen Monat zuvor auf der Nordschleife – im Honda Civic WTCC die Pole-Position erobern, die er im Hauptrennen perfekt in einen Sieg umsetzte. In dem traditionell in umgekehrter Trainingsreihenfolge gestarteten Eröffnungsrennen holte dagegen Mehdi Bennani (Citroën) seinen zweiten Saisonsieg. Zum Star des Wochenendes wurde allerdings Lokalmatador Tiago Monteiro (Honda), der mit zwei Podiumsplatzierungen die Führung übernahm und sich damit zum „Halbzeitmeister“ kürte. Die Volvo-Piloten Thed Björk und Nicky Catsburg sind ihm dicht auf den Fersen.

Die heimische Kulisse in Villa Real beflügelte Tiago Monteiro offensichtlich. Der Honda-Pilot fuhr im Eröffnungsrennen von Startplatz sieben bis auf die zweite Position nach vorne. Zu diesem Zeitpunkt hatte er die knappe Meisterschaftsführung von Nicky Catsburg egalisiert, der im Volvo S60 WTCC als Fünfter abgewinkt wurde. Im Hauptrennen belegte er dann die dritte Position und lag damit erneut vor dem Volvo-Mann aus den Niederlanden, der Vierter wurde.

Auf dem engen Stadtkurs feierte eine Neuerung Premiere, die bei den WTCC-Rennen in Zukunft vielleicht für ein gehöriges Maß Extraspannung sorgen wird: Die Piloten konnten zum ersten Mal eine alternative Streckenführung wählen, die einmal pro Rennen genutzt werden musste. Die – ursprünglich aus dem Rallycross stammende – Joker-Lap schrieb Monteiro im Anschluss einen Teil seines Erfolges zu: „Zwei Podiumsplatzierungen auf einer Strecke, auf der das Überholen sehr schwierig ist – das wäre ohne die Joker-Lap nicht möglich gewesen. Die Sache war ein Erfolg, ein Glückwunsch an die Organisatoren. Das könnte für die Zukunft noch interessant werden.“

Joker-Lap sorgte schon im Eröffnungsrennen für Dramatik
Der portugiesische WM-Lauf bot einiges an Spannung und glückliche Sieger. Citroën-Pilot Mehdi Bennani konnte das Hauptrennen nach einem brillanten Start für sich entscheiden. Von Platz vier ins Rennen gegangen kehrte er als Erstplatzierter aus der Startrunde zurück und kontrollierte danach das Rennen. Und auch die obligatorische Joker-Lap, die bei anderen Piloten für viel Dramatik sorgte, konnte ihn nicht auf dem Weg zum Sieg stoppen. „Ich war sehr glücklich, als ich nach der Joker-Lap immer noch in Führung lag“, sagte der Marokkaner, nachdem er als Sieger vor dem Portugiesen Monteiro durchs Ziel gegangenen war. „Es ist auch toll, vor dem Lokalmatador zu gewinnen. Es war einfach alles perfekt.“

Souverän zeigte sich im Hauptrennen der Ungar Norbert Michelisz. Er wandelte seine zweite Pole-Position in Folge souverän in den ersten Saisonsieg um. Nach einer Woche, in der er mit gesundheitlichen Problemen gekämpft hatte, bescherte er sich damit selbst einen versöhnlichen Ausgang und strahlte: „Das ist einfach unglaublich. Ein Riesendankeschön an das Team, denn das Auto war brillant. Zwischenzeitlich hatte ich alles unter Kontrolle. Dann aber machte Thed Björk Druck und ich musste attackieren. Seit dem Nürburgring bin ich wieder voll da. Erwartet einen actionreichen Rest der Saison von mir.“