Die Starterliste ist veröffentlicht

Die Starterliste für das ADAC Zurich 24h-Rennen vom 12. bis 13. Mai auf dem Nürburgring steht fest. 150 Teams haben ihre Nennung abgegeben und stellen sich am Himmelfahrts-Wochenende einer der härtesten Herausforderungen im internationalen Motorsport. Auf der längsten und schönsten Rennstrecke der Welt werden Werksteams und werksunterstützte Mannschaften mit Audi, BMW, Mercedes-AMG und Porsche um den Sieg kämpfen. Allen voran das Audi Sport Team Land, wo die Vorjahressieger Christopher Mies (Düsseldorf) und Kelvin van der Linde (RSA) Verstärkung in Form des amtierenden DTM-Champions René Rast (AUT) erhalten. Als Vierter im Bunde nimmt Kelvins älterer Bruder Sheldon van der Linde (RSA) im Audi mit der Nummer #1 Platz. In der über 30 Fahrzeuge umfassenden Spitzengruppe werden sie es sehr schwer haben mit der Titelverteidigung, denn zu den Herausforderern gehören internationale Top-Piloten ebenso, wie Langstrecken-Stars und altgediente Nordschleifen-Spezialisten. Spannender Motorsport ist aber auch in den weiteren Klassen vorprogrammiert, denn dort vergleichen sich Privatfahrer und weitere Werksteams in den seriennahen und den Cup-Klassen.

Zum engen Kreis der Siegkandidaten dürften in diesem Jahr ein rundes Dutzend Fahrzeuge gehören, in denen die deutschen Premiumhersteller ihre Werkspiloten an den Start schicken. Doch sie erwartet nicht nur aus den Reihen der eigenen Marken harte Konkurrenz, sondern auch von anderen ambitionierten Einsätzen. Aston Martin, Ferrari, Lamborghini, der bildschöne SCG003C-Sportwagen der Scuderia Glickenhaus: In ihnen allen sitzen exzellente Piloten, die mit der Strecke und ihren Besonderheiten bestens vertraut sind. „Für mich ist der Nürburgring das härteste 24h-Rennen“, fasst deshalb auch DTM-Champion René Rast zusammen, der dem Land-Team bei der Titelverteidigung helfen möchte. „Das 24h-Rennen auf dem Nürburgring ist für mich das schönste und schwierigste Rennen des Jahres – ganz einfach „das“ Saison-Highlight.“ Dem stimmt auch ein anderer DTM-Pilot zu: Daniel Juncadella (ESP) nimmt in einem Mercedes-AMG GT3 des Mann-Filter-Teams Platz. Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre, als das Rennen jeweils in einer immer wieder dramatischen Schlussphase entschieden wurde, sagt er: „Wir wollen unser Bestes geben, um für die letzten zwei, drei Stunden in einer guten Ausgangsposition zu sein. Dann beginnt der echte Kampf und du musst voll angreifen.“ Das heißt: 22 Stunden lang hohe Geschwindigkeit vorlegen, und doch noch Reserven für den Endspurt haben. Sein Teamkollege Edoardo Mortara (SUI) pflichtet bei und betont, dass auf der Nordschleife vor allem eines gilt. „Fahrfehler vermeiden. Wenn dir das gelingt und du halbwegs schnell bist – du musst meiner Meinung nach nicht einmal der Schnellste sein – hast du eine gute Chance, in der Spitzengruppe dabei zu sein.“ Mit ihrem Podiumsplatz beim ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen Mitte April und dem Sieg für die Markenkollegen Yelmer Buurman (NED), Thomas Jäger (Putzbrunn) und Jan Seyffarth (Leimbach) hat Mercedes-AMG auf jeden Fall seine Ansprüche für dieses Jahr untermauert: den Sieg beim Nordschleifenklassiker.

BMW konzentriert sich, Porsche greift an
Den Sieg wollen aber auch andere unbedingt einfahren: BMW zum Beispiel, die mit den BMW M6 GT3 des Rowe Teams zwar nur zwei Werksfahrerteams ins Rennen entsendet. Doch die haben es in sich. Nicky Catsburg (NED) und Martin Tomczyk (Kolbermoor) belegten im 24h-Qualirennen nach einem sehr spannenden Finale den zweiten Rang. Nun brennt die Mannschaft, zu der unter anderem auch der Vorjahressieger Connor De Phillippi (USA) hinzugestoßen ist, auf das „Rückspiel“ beim 24h-Rennen. Eine deutlich größere Equipe schickt dagegen Porsche an den Nürburgring. „Wir haben fünf Teams, die insgesamt acht 911 GT3-R einsetzen, die theoretisch alle um den Gesamtsieg mitfahren können“, beschreibt Richard Lietz (AUT). Er sitzt in einem der beiden Manthey-Porsche, die mit den Startnummern #911 und #912 antreten werden. Acht exzellente Langstreckenpiloten teilen sich die Cockpitarbeit im Rekordsiegerteam des 24h-Rennens. „Das Rennen ist ein großer Auftritt für uns, denn die Nordschleife hat Tradition im Hause Porsche“, sagt Lietz. Nicht nur in der Klasse der Gesamtsiegkandidaten werden die Zuffenhausener Sportwagen stark vertreten sein. Lietz: „Insgesamt rund 40 Porsche sind 2018 am Start. Wir Fahrer sind deshalb alle hochmotiviert, und es wäre schön, wenn wir mit dem sechsten Gesamtsieg für Manthey einen neuen 24h-Rekord aufstellen könnten. Aber das wird sehr schwer. Es wird mit Sicherheit ein spannendes Rennen.“

20 verschiedene Marken am Start
Die Fans dürfen sich aber nicht nur auf einen spannenden Kampf um den Gesamtsieg freuen. Denn auch wenn das Starterfeld in diesem Jahr etwas kleiner ausfällt als im Vorjahr, stimmt die sportliche Klasse. So ist die seriennahe SP3-Klasse etwa stark besetzt – in ihr starten 14 Fahrzeuge. Noch etwas stärker wird das Feld der BMW 235i Racing sein, wo 15 Teams antreten. Auch die GT4-Klasse, in der gewissermaßen die seriennahe Verwandtschaft der GT3 in der Topkategorie unterwegs sind, ist gut bestückt. Diesen Fahrzeugtyp entdecken immer mehr Hersteller als Betätigungsfeld für ihre Kundensportprogramme, und entsprechend sind neben den „altbekannten“ Porsche Cayman hier auch Audi R8 LMS GT4, BMW M4 oder Mercedes-AMG GT4 zu finden. Als ebenso zukunftsträchtig gilt die TCR-Klasse, in der mit neun Teilnehmern das Feld ebenfalls Zuwachs bekommen hat. Hier tritt unter anderem das Werksteam von Hyundai an, um den prestigeträchtigen Nordschleifensieg zu holen. In anderen Klassen konkurrieren Werksmannschaften von Subaru und Toyota: Auch dies ein Indiz für das Prestige, das mit dem 24h-Rennen verbunden ist. Insgesamt sind 20 unterschiedliche Marken am Start, die das Rennen auch 2018 zu einer vielfältigen, bunten und spannenden Angelegenheit machen.

Wolfgang Land: „Heute denke ich gerne an diese zwei Stunden zurück“

Es waren die „verrücktesten zwei Stunden“ seiner Motorsport-Karriere, in denen Wolfgang Land und sein Team beim ADAC Zurich 24h-Rennen 2017 vom Himmel in die Hölle und wieder zurück gerast sind. „Heute denke ich sehr gerne daran zurück, denn im Nachhinein weiß ich ja, dass es gut ausgegangen ist“, sagt der 65 Jahre alte Teamgründer und -chef. Nach dem lang ersehnten ersten Gesamtsieg von Land-Motorsport wird das Team in diesem Jahr mit der Startnummer 1 in die 46. Auflage des ADAC Zurich 24h Rennens (10. bis 13. Mai) gehen.

Nach 22 Renn-Stunden war das Quartett von Land-Motorsport im vorigen Jahr ungefährdeter Spitzenreiter beim Eifel-Marathon, als ein defekter Sensor am Audi R8 LMS mit der Nummer 29 den greifbar nahen Sieg scheinbar wieder einmal platzen ließ. Zu allem Überfluss ging dann auch noch der letzte Boxenstopp richtig schief, als Kelvin van der Linde (Südafrika) nach einem Missverständnis zu früh wieder losfahren wollte. „Der Tank war aber noch nicht voll, und wir mussten das Auto wieder zur Zapfsäule zurückschieben“, erinnert sich Land, früher einst selbst als zweimaliger Gesamtsieger im Porsche Carrera Cup erfolgreicher Rennfahrer.

„Regen, Regen, Regen!“
Aber dann kehrte plötzlich das Glück zurück. „Aus jeder Ecke der Box schrie plötzlich jemand: Regen, Regen, Regen!“, beschreibt Land die turbulenten Sekunden: „Das konnte man auf Fernsehbildern vom Pflanzgarten oder Brünnchen sehen. Aber alle Team-Mitglieder waren zu diesem Zeitpunkt ja mit dem Auto beschäftigt gewesen.“ Nachdem sich dann die Renningenieure auch noch einmal die Monitore angeschaut hatten, kam es zur letztlich goldrichtigen Entscheidung, die Wolfgang Land als Entscheidung des ganzen Teams bezeichnet: Van der Linde wurde mit Regenreifen als Dritter wieder auf die Strecke geschickt. Damit begann ein wahrer Triumphzug: auf der stellenweise komplett überfluteten Nordschleife holte er tatsächlich den vor ihm „schwimmenden“ Rowe-BMW und den führenden WRT-Audi wieder ein, die beide noch auf Slicks unterwegs waren. Gemeinsam mit dem Amerikaner Connor De Phillippi sowie Christopher Mies und Markus Winkelhock kletterten van der Linde und Teamchef Land bei der Siegerehrung schließlich auf das oberste Podest.

„Danach ging es Schlag auf Schlag: erst die offizielle Ehrung in der Bitburger-Stube, danach ein überwältigender Empfang in der Audi-Hospitality“, erzählt Land, der beim Feiern allerdings frühzeitig vom Gas ging: „Nach so intensiven 30 Stunden am Stück trinkt man zwei Bier und sackt dann innerlich irgendwie zusammen. Die Jungs haben aber zum Teil bis morgens um sechs durchgehalten.“

Weltweite Aufmerksamkeit für den Nordschleifen-Thriller
Der Bekanntheitsgrad des Teams ist durch diesen Erfolg schlagartig gestiegen. „Einer der ersten Gratulanten war Toto Wolf, der früher einmal bei uns gefahren war. Dass ein Mercedes-Motorsportchef das so wahrnimmt, hat mich riesig stolz gemacht. Und dass das halbe Formel-1-Fahrerlager in Monaco vor den Fernsehern dieses Rennen verfolgt hat, zeigt den besonderen Stellenwert des 24h-Rennens. Für den GT3-Sport ist es so wichtig wie Le Mans für die Prototypen. Und bei unseren anschließenden Renn-Auftritten in den USA habe ich erst gemerkt, wie viele Leute auch in Amerika dieses Rennen verfolgen.“

„Wir wollen die Nummer 1 behalten“
Für 2018 ist die Vorgabe nach dem Erfolg aus dem letzten Jahr klar. „Wir wollen natürlich die Nummer 1 behalten, aber dafür müssen wir noch mehr arbeiten. Wenn man nur ein halbes Prozent nachlässt, wird man bestenfalls Zweiter werden. Wir haben gezeigt, dass wir einen guten Job machen können, aber man muss noch akribischer daran arbeiten, dass keine Fehler passieren, auch wenn das eigentlich nie möglich ist, wenn ein Team 30 Stunden am Stück unter höchster Anspannung arbeitet. Selbst kleinste Fehler dürfen die Performance nicht beeinträchtigen“, sagt der Teamchef. Der Druck, den sich der Rennstall auch selbst für ein 24h-Rennen macht, hat sich durch den Sieg im vorigen Jahr nicht geändert. Die Erwartungshaltung ist nicht neu, aber man wird auch nach dem Erfolg auf keinen Fall nachlassen.

Guter Saisonauftakt
Mit dem Auftritt beim 1. VLN-Lauf war Land mit Blick auf das große Ziel im Mai recht zufrieden. „Wir waren bis eine Runde vor Schluss der schnellste Audi“, sagt Land über den vierten Platz, den Mies und van der Linde gemeinsam mit dessen jüngeren Bruder Sheldon herausgefahren hatten. Nicht ganz glücklich ist Wolfgang Land allerdings über die Aufstellung für das 24h-Rennen, bei dem sein Team anders als im vorigen Jahr nur mit einem Audi R8 LMS am Start sein wird. „Wir hätten gerne wieder zwei Autos eingesetzt, um eine Risikoverteilung zu haben“, sagt Land: „Aber Audi hat sich leider für ein anderes Modell entschieden.“ Die Ingolstädter setzen in diesem Jahr auf vier werksunterstützte Rennställe mit jeweils einem Auto.

Motorsport-Supershow am langen Wochenende

Das ADAC Zurich 24h-Rennen ist auch in diesem Jahr die Vollversammlung der Langstreckenasse und Motorsportstars. Rund zwei Dutzend Fahrzeuge im Feld der rund 160 Starter werden vom 12. bis 13. Mai auf dem Nürburgring als Gesamtsiegkandidaten um den prestigeträchtigsten Sieg im deutschen Langstreckensport kämpfen. Sportwagen-Weltmeister und DTM-Champions, ausgewiesene Nordschleifen-Spezialisten, Ex-Formel-1-Piloten und Le-Mans-Sieger wechseln sich durch Tag und Nacht am Steuer der bulligen GT-Rennwagen ab. Sie kämpfen nicht nur untereinander und gegen die Tücken der längsten, schönsten und anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt. Denn im dichten Getümmel sind zahlreiche Klassensiege auszufahren, um die mindestens genauso erbittert gekämpft wird. Tourenwagen-Zwerge, seriennahe Cup-Fahrzeuge, hochgezüchtete Turbo-GTs fahren ebenfalls mit und machen das Rennen zu einem faszinierenden Sport-Highlight.

Und die Vier-Tages-Show, die bereits am Himmelfahrtstag (10. Mai) beginnt, hat noch weit mehr zu bieten. An erster Stelle die Läufe zum FIA-Tourenwagen-Weltcup (FIA WTCR) – den einzigen Meisterschaftsläufen eines FIA-Prädikats auf der legendären Nordschleife. Bereits donnerstags gibt es Lauf 1, Nummer 2 und 3 folgen samstags unmittelbar vor dem Start der 24h. Ein riesiges Rahmenprogramm mit viel Motorsport erwartet die gut 200.000 Fans – Falken-Driftshow, Demoläufe, Racing mit Audi R8, Old- und Youngtimern und vieles mehr sind zu bestaunen. Zahlreichen weitere Highlights gibt es in der Fan-Arena oder auf der Fan-Meile zu entdecken. Im Fahrerlager lockt erstmals sogar ein Riesenrad zur Panoramafahrt. Der traditionelle Startschuss erfolgt mittwochs in der nahen Motorsport-Stadt Adenau mit dem „Racing Day“.

Die Favoriten kämpfen auf Augenhöhe
Die Bewerberliste auf die Krone des deutschen Langstreckensports ist lang: Werksteams und werksunterstützte Mannschaften von Aston Martin, Audi, BWM, Mercedes-AMG und Porsche bringen ihre GT3-Boliden mit diesem Ziel an den Start. Privatteams auf Ferrari und Lamborghini oder auch der spektakuläre SCG003C-Sportwagen der Scuderia Glickenhaus wollen alles tun, um genau das zu vereiteln. Und sie sind dabei alles andere als chancenlos. Im vergangenen Jahr holte Glickenhaus die Pole beim 24h-Rennen und damit erstmals selbst die vom Teameigner James Glickenhaus vor einigen Jahren gestiftete „Glickenhaus Trophy“ für den schnellsten Nordschleifenpiloten des Jahres. Und bis auf Lamborghini schaffte es beim finalen Test – dem 24h-Qualifikationsrennen Mitte April – alle diese Fabrikate in die Top 10 des finalen Klassements. Im Ziel war es aber der Mercedes-AMG GT 3 von Black Falcon mit Yelmer Buurman, Thomas Jäger und Jan Seyffarth, der sich gegen den Rowe-BMW M6 GT3 von Martin Tomczyk und Nicky Catsburg durchsetzte. Vorausgegangen war ein harter Kampf um die Plätze, bei dem die Piloten trotz des Testcharakters der Veranstaltung alles gaben. 2,158 Sekunden trennten die beiden ersten nach einem 1.040-km-Sprint über sechs Stunden, die Verfolger lagen dichtauf: ein Vorbote für einen extrem spannenden Fight auch beim 24h-Rennen

Wo es die Champions hinzieht
Dass sich beim 24h-Rennen die Weltstars des Motorsports treffen, liegt nicht nur daran, dass sie im Werksauftrag in die Cockpits klettern. Viele von Ihnen brennen regelrecht darauf, sich auf der schwierigsten Rennstrecke der Welt mit den Besten ihrer Zunft zu messen. „Das 24h-Rennen am Nürburgring ist viel komplizierter als Le Mans“, sagt es der Franzose Romain Dumas (Porsche). „Die Strecke ist wesentlich anspruchsvoller, es sind viel mehr Autos auf der Strecke und das Wetter ist auch immer ein Faktor. Auf 25 km sind hier sämtliche Wetterbedingungen möglich, worauf man jederzeit vorbereitet sein muss. Die 24h am Nürburgring machen definitiv mehr Spaß als Le Mans.“ Und auch DTM-Champion Rene Rast (Audi) schwärmt: „Die Strecke ist unvergleichlich. Die ist für jeden Fahrer eine große Herausforderung.“ Und er mag den Einsatz nicht nur deshalb. „Die Fans sind wirkliche Motorsportfans, die dort Tag und Nacht campen und ihre Würstchen grillen.“ Er steht zudem vor einer zusätzlichen Herausforderung, startet er doch mit Wildcard im Feld der FIA-WTCR. „Fantastisch, im Tourenwagen auf die besten Piloten der Welt zu treffen“, blickt er voraus und verweist auf die Qualität im WTCR-Starterfeld: „Ich freue mich, bei meinem Heimrennen gegen vier Weltmeister und viele weitere Titelgewinner anzutreten.“

News + Stimmen Rennen 15:00 – 18:00 h

Nach 41 Runden über die 25,378 km lange Kombination aus Nordschleife und Grand-Prix-Kurs jubelte das Mercedes-AMG Team Black Falcon über den Sieg der #5. Yelmer Buurman, Thomas Jäger und Jan Seyffarth setzten sich im Mercedes-AMG GT3 der Lokalmatadore aus Meuspath durch. Mit einem Rückstand von 2,158 Sekunden wurde der Rowe-BMW M6 GT3 mit dem Fahrerduo Martin Tomczyk und Nicky Catsburg als Zweiter abgewinkt. Erst in der letzten Runde fiel die Entscheidung um den dritten Platz. Edoardo Mortara, Christian Hohenadel, Dominik Baumann und Daniel Juncadella schafften den Sprung auf das Siegerpodest. Der HTP-Mercedes-AMG GT3 mit der #47 sicherte sich nach einem sehenswerten Schlussspurt den dritten Platz.

4 – Engel / Christodoulou / Metzger / Müller (Mercedes-AMG GT3)
16:41 Uhr Adam Christodoulou hatte den Zweikampf von Juncadella und Frijns genutzt und auf die beiden aufgeholt. Er nutzte seine Chance und überholte Frijns auf der Nordschleife.
17:03 Uhr Der zweitplatzierte Adam Christodoulou kommt wie sein Teamkollege Seyffarth ebenfalls an die Box.
17:08 Uhr Manuel Metzger übernimmt das Steuer von Adam Christodoulou.

5 – Buurman / Jäger / Seyffarth (Mercedes-AMG GT3)
15:03 Uhr Thomas Jäger hat seinen Stint beendet und den Mercedes-AMG an Jan Seyffarth weitergereicht.
15:07 Uhr Thomas Jäger: „Es geht eng zu. Der Kampf an der Spitze war hart, ich habe wirklich alles versucht, am Audi vorbeizugehen. Beim Überrunden bin ich dann schließlich in Kurve 1 etwas besser rausgekommen und konnte in Führung gehen. Ich habe im Anschluss wirklich gepusht, um vielleicht einen Vorsprung herauszufahren. Das Auto geht sehr, sehr gut, wir sind vom Setup her aber auch am Limit unterwegs.”
16:59 Uhr Eine Stunde vor Rennende hat sich der Black-Falcon-Mercedes-AMG einen kleinen Vorsrpung herausfahren können: Im fünften Stint rangieren Baumann / Jäger / Seyffarth knapp mehr als eine Dreiviertelminute vor ihren Teamkollegen in der #4.
17:02 Uhr Der Führende Jan Seyffarth kommt an die Box.
17:08 Uhr Seyffarth hat an Yelmer Buurman übergeben.
18:05 Uhr gewinnt nach sechs Stunden das Qualifikationrennen 24h-Rennen!
18:10 Uhr Freude beim Siegerteam: Thomas Jäger: „Es war sehr eng heute. Wir sind das ganze Rennen über Flat-out gefahren. Jetzt freuen wir uns riesig. Es wäre schön, wenn es auch beim 24h-Rennen bei dieser Platzierung bleiben würde!” Jan Seyffarth: „6-Stunden-Rennen scheinen uns zu liegen, wir haben hier ja schon einmal gewonnen. Das Auto lief phantastisch.”
18:20 Uhr Yelmer Burman: „Was für ein Fight! Nicky war ganz dicht dran. Das war ein irre anstrengender Kampf. Insbesondere, weil wir in den letzten beiden Runden in den Verkehr hineingerieten: Da klebte Nicky plötzlich an meiner Stoßstange. Letztlich hatte ich dann aber etwas mehr Glück beim Überrunden und konnte das Rennen nach Hause fahren.”

6 – Haupt / Al Faizal / Piana / Johansson (Mercedes-AMG GT3)
15:46 Uhr Abdulaziz Al Faizal übergibt an Erik Johansson.
15:48 Uhr Al Feizal: „Mein Stint war okay. Bei meinem ersten Einsatz im Rennen hatte ein Reifen Luft verloren, und dann hatte ich auch noch eine Kollision. Jetzt lief es besser, aber durch die Kollision ist die Aerodynamik nicht mehr vollständig am Arbeiten.“

7 – Martin / Sörensen / Thiim / Turner (Aston Martin Vantage GT3)
17:05 Uhr Nicki Thiim überholt Nick Catsburg #99 im Bereich der GP-Strecke und übernimmt Rang fünf.
17:23 Uhr Nicki Thiim ist zum finalen Stopp an der Box.

8 – Rast / Frijns (Audi R8 LMS)
16:06 Uhr René Rast kommt zum Boxenstopp und übergibt an Robin Frijns.
16:11 Uhr Rene Rast: „Es ist gut gelaufen für uns. Wir haben uns immer in den Top 3 aufgehalten, von daher sind wir zufrieden.”
17:22 Uhr Robin Frijns kommt zum letzten Stopp an die Box.
18:08 Uhr Robin Frijns hatte kein Glück in der letzten Runde und fiel auf den sechsten Rang zurück.

30 – Abbelen / Camphell / Müller (Porsche 911 GT3 R)
15:10 Uhr Boxenstopp: Matt Camphell übergibt an Alexander Müller.
15:25 Uhr Matt Campbell: „Ich bin bislang den ersten sowie den dritten Stint gefahren und fühle mich sehr wohl im Auto und auf der Strecke, auch wenn es dort mit dem Überrundungsverkehr viel zu tun gab. Leider ist der Kontakt zur Spitze etwas abgerissen. Der Porsche liegt gut und ist auch schnell.”
16:21 Uhr Alexander Müller übergibt an Matt Camphell und erzählt: „Wir haben ein paar Sachen ausprobiert, ein bisschen mit dem Luftdruck gespielt. Das ging jetzt in die richtige Richtung. Es läuft nach Plan für uns und unsere 24h-Rennen-Vorbereitungen.”

33 – Dumbreck / Dusseldorp (BMW M6 GT3)
15:11 Uhr Boxenstopp: Peter Dumbreck übergibt an Stef Dusseldorp.
16:07 Uhr Boxenstopp: Stef Dusseldorp übergibt an Peter Dumbreck.

35 – Schmidtmann / Hammel / Wittmer (Renault RS01)
17:58 Uhr Ein Defekt im Bereich des Getriebes hat eine längere Reparaturpause erfordert. Der Defekt konnte im Bereich Streckenabschnitt Breidscheid behoben werden. Nichtsdestotrotz hat man sich entschieden, im Anschluss das Auto abzustellen und keine weiteren Schäden zu riskieren.

36 – Abt / Mies / Moller Madsen (Audi R8 LMS )
15:08 Uhr Alexander Mies klettert für Christian Abt ins Auto.
15:13 Uhr Christian Abt: „Es war etwas schwierig für uns, da der Funk nicht richtig funktioniert. Da habe ich etwa eineinhalb Minuten verloren, da ich nochmal über die GP-Strecke fahren musste. Dann bin ich auch noch in den Verkehr mit den GT3 reingekommen, das war anstrengend.”

40 – Cate / Chadwick / Dralle (Aston Martin Vantage V8)
15:55 Uhr Boxenstopp: Peter Cate rein, Jamie Chadwick raus.

41 – Dontje / Moller Madsen / Viebahn (Audi R8 LMS GT4)
15:27 Uhr Der Phoenix Audi führt in der Klasse der GT4 Fahrzeuge

44 – Müller / Werner (Porsche 911 GT3 R)
15:17 Uhr Aktuell ist Sven Müller der schnellste Fahrer auf der Strecke.
16:41 Uhr Dirk Werner übergibt das Fahrzeug an Sven Müller.
16:44 Uhr Dirk Werner: „Wir hatten einen etwas längeren Stopp, als ich ins Auto gegangen bin. Ich weiß nicht warum, da ich schon im Fahrzeug saß. Dadurch mussten wir unsere gute Position aufgeben. Jetzt wird es schwierig. Auf der Strecke waren jetzt auch ein paar Unfälle mit Code-60-Phasen. Aber wir probieren unsere verschiedenen Reifenmischungen aus.”
17:20 Uhr Langsame Fahrt im Bereich der Döttinger Höhe. Sven Müller ist am Steuer.
17:33 Uhr Sven Müller: „Wir hatten vorne links einen Reifenschaden. Wir wissen aber nicht warum. Es liegen viele Teile auf der Strecke und vielleicht sind wir über eins drübergefahren. Hoffen wir mal, dass es dieses Problem war. Wir haben beschlossen, das Rennen zu beenden. Wir haben genug Daten gesammelt.”

47 – Mortara / Hohenadel / Baumann / Daniel (Mercedes-AMG GT3)
15:32 Uhr Christian Hohenadel ist am Führenden Franck Mailleux #705 dran.
15:53 Uhr Verabschiedet sich aus dem Kampf an der Spitze und fährt zum Boxenstopp. Daniel Juncadella übernimmt von Christian Hohenadel.
16:57 Uhr Boxenstopp: Daniel Juncadella raus und Dominik Baumann rein.
17:50 Uhr Dominik Baumann kann im Bereich der GP-Strecke den dritten Platz von Robin Frijns #8 übernehmen.
18:17 Uhr Teamchef Günther Aberer: „Die Fans haben ein sensationelles Rennen gesehen. Die Top 7 liegen so eng beieinander. Es war richtig spannend. Wir können uns aufs 24h-Rennen freuen. Wir haben jetzt viele Daten, die wir noch auswerten müssen. Es war wichtig, dass wir durchgekommen sind.”

54 – Autumn / Hennerici (Porsche 997 GT3 Cup)
16:55 Uhr Alex Autumn raus und Marc Hennerici rein.

55 – Putmann / Maassen / Foster (Porsche 911 GT3 Cup)
18:11 Uhr Der Porsche von Prosport-Performance aus Wiesemscheid gewinnt die Klasse SP7.

56 – Tsuchiya / Matsui / Gamou (Lexus LC)
18:07 Uhr Klassensieg in der SP-Pro für das Lexus Team

73 – Frommer / Hoffmeister / Enzinger (BMW M4-GT4)
15:53 Uhr Markus Enzinger: „Es lief sehr gut. Wenig Verkehr, aber es gab Probleme beim Überrunden. Da bin ich kein unnötiges Risiko eingegangen. Ich bin mit meiner Rundenzeit nicht so zufrieden, aber die Reifen hatten schon viele Runden drauf.”

74 – Hetzer / Pohler / Weber / Owens (BMW M4 GT4)
18:10 Uhr Der BMW M4 GT4 von Walkenhorst Motorsport gewinnt die GT4-Klasse.

90 – Van Dam / Schrick (Subaru WRX STI)
15:36 Uhr Der Führende der Klasse SP3T wird rückwärts in die Box geschoben.
15:41 Uhr Tim Schrick: „Wir haben Probleme mit dem Getriebe. Der 5. Gang macht Probleme. Wir schauen jetzt mal, ob wir es auf die schnelle beheben können, oder ob der Tag für uns frühzeitig beendet ist.”

93 – Schulz / Wolff (Opel Astra J OPC Cup)
16:41 Uhr steht in der Box.

99 – Catsburg / Tomczyk / Collard (BMW M6 GT3)
17:31 Uhr Boxenstopp für den Rowe-BMW
17:49 Uhr In der vergangenen Runde konnte Nicky Catsburg den Abstand auf den führenden Buurman #5 halbieren.
17:58 Uhr ist am führenden Dominik Baumann dran. Im Paarflug geht es in die letzte Runde.
18:10 Uhr Teamchef Hans-Peter Naundorf: „Wir haben bei der VLN, einem Vierstunden-Rennen, den ersten Platz gemacht. Jetzt, beim Sechstunden-Rennen, den zweiten Platz. Vier mal sechs ist 24 – mal sehen, ob wir es wieder aufs Podium schaffen. Wir sind nach dem Wochenende sehr zufrieden.”
18:15 Uhr Auch die Zweitplatzierten sind happy. Nicky Catsburg: „Das war ein fantastisches Rennen. Ich bin so viel gefahren, da Martin und ich uns lange zwei Autos geteilt haben. Leider konnte ich Yelmer nicht mehr überholen, aber ich kam nah dran.” Martin Tomczyk: „Der Verkehr war einfach typisch Nordschleife – manchmal klappt es und manchmal nicht. Aber es war eine sehr gute Generalprobe.“

100 – Posavac / Müller / Lambertz / Adams (BMW Z4 GT3)
17:07 Uhr Ist im Bereich Aremberg von der Strecke abgekommen und wird anschließend zur Tasche Fuchsröhre gezogen. Fahrer war Rudi Adams.

102 – Krognes / Farfus / Palttala / Schiller (BMW M6 GT3)
16:23 Uhr Markus Palttala in langsamer Fahrt auf der Döttinger Höhe.

123 – Smittachartch / Charoensukhawatana / Kulapalanont / Hortongkum (Toyota Corolla Altis)
16:31 Uhr Wurde mit der schwarzen Flagge aus dem Rennen genommen, das Fahrzeug war zu laut.

138 – Köhler / Axel / Böhm / Norbert (Porsche 991 Carrera)
15:43 Uhr Stephan Köhler übernimmt von Axel König

153 – Smyrlis / Deuster / Legermann / Heinrich (BMW E90 325i)
16:31 Uhr Unfall im Bereich Stefan-Bellof-S.

155 – Totz / Totz / Eichenberg / Kratz (BMW 325i)
15:51 Uhr Der Eibach-BMW von Sorg Rennsport hat mittlerweile über zwei Minuten Vorsprung in der Klasse V4.
17:22 Uhr Thorsten Kratz ist in seinem finalen Stint unterwegs und führt in der Klasse weiterhin mit mehr als zwei Minuten Vorsprung.
18:15 Uhr Wie schon beim 24h-Rennen im vergangenen Jahr gewinnt das Team Securtal Sorg Rennsport die Klasse V4 – und das mit fast zwei Minuten Vorsprung.

164 – Stein / Schmidt / Schneider (Opel Astra J OPC)
16:00 Uhr Das Team zieht das Auto aus dem Rennen zurück, da es Probleme mit dem Kühler gibt.

172 – Bock / Partl / Partl (Audi RS3 LMS)
17:25 Uhr Rund 35 Minuten vor Ende liegt in der TCR Klasse der Audi RS3 LMS in Führung, vor #831 Hyundai.
18:15 Uhr Große Überraschung am Ende des Rennens: Das Amateurduo Bock/Partl gewinnt am Ende gegen die Werkswagen von Hyundai in der TCR-Klasse.

190 – Tiger / Stursberg (Mercedes AMG GT)
16:07 Uhr Mike Stursberg: „Es haben sich Teile vom Frontsplitter gelöst, deshalb musste ich unplanmäßig an die Box. Jetzt müssen wir mal schauen, was der Grund dafür ist. Mal sehen, ob es heute noch weitergeht für uns.”

201 – Kraihamer / Schiff / Friedhoff / Strycek (KTM X-Bow GT4)
16:23 Uhr Laura Kraihammer hat jetzt erstmalig die Top 25 erreicht.
18:10 Uhr Sieger in der Cup-X Klasse und gleichzeitig bestes Cup-Fahrzeug

242 – Rink / Brink / Leisen / Fübrich (BMW M235i Racing)
18:11 Uhr Bester BMW M235i Cup

302 – Kranz / Mölig / Müller (Porsche Cayman GT4 CS)
15:20 Uhr „Der Mühlner-Porsche ist aktuell das schnellste Cup-Fahrzeug.
Die Mannschaft aus Aachen war im vergangenen Jahr beim 24h-Rennen schwer gebeutelt, nachdem man bereits am Donnerstag ein Auto im Training verloren und dann am frühen Sonntagmorgen das letzte Auto nach einem Unfall in der Fuchsröhre verloren hatte.”

705 – Mutsch / Mailleux / Simonsen / Westphal (SCG003c SCG003c)
15:29 Uhr Frank Mailleux, der aktuell im SCG 003C sitzt, hat im letzten Jahr die Pole-Position im Top-30-Qualifying erfahren.
15:59 Uhr Der Führende Franck Mailleux kommt an die Box und übergibt an Andreas Simonsen.
17:13 Uhr Simonsen kommt an die Box. Kurz zuvor hatte er auf der Döttinger Höhe Robin Frijns überholt.
18:07 Uhr Jeff Westphal sichert seinem Team in der letzten Runde noch Rang 4.
18:07 Uhr Der SCG 003C holt auch den Klassensieg in der SP-X Klasse.

830 – Kim / Oestreich / Kang / Naumann (Hyundai i30 N TCR)
15:20 Uhr Führungswechsel in der TCR Klasse. Nachdem seit Rennbeginn die #831 geführt hatte, führt nun das Schwesterauto.
15:25 Uhr Langsame Fahrt im Bereich Adenauer Forst.
15:51 Uhr Laut Peter Terting, der im Schwesterauto an den Start geht, gibt es ein Problem mit der Antriebswelle. Wir müssen jetzt analysieren woher das kommt, da das Problem an beiden Autos aufgetreten ist. Aber besser, es tritt jetzt und nicht beim 24h-Rennen auf.“

912 – Lietz / Makowiecki / Dumas (Porsche 911 GT3 R)
17:26 Uhr erhält eine Zeitstrafe von 35 Sekunden, da das Team in der Boxengasse einen Konkurrenten behindert hat.
17:31 Uhr sitzt die Zeitstrafe vor dem Boxenstopp ab.

Packender Probelauf für das 24h-Rennen

Das ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen war ein gelungener Prolog für den Saisonhöhepunkt auf der Nordschleife, das ADAC Zurich 24h-Rennen (10. – 13. Mai). Die Teams hatten reichlich Trainingszeit, um sich beim letzten Test unter Wettbewerbsbedingungen auf den Langstreckenklassiker vorzubereiten. Sie boten beim Rennen über die Distanz von sechs Stunden extrem packenden Motorsport.

Nach 41 Runden über die 25,378 km lange Kombination aus Nordschleife und Grand-Prix-Kurs jubelte das Mercedes-AMG Team Black Falcon über den Sieg der #5. Yelmer Buurman, Thomas Jäger und Jan Seyffarth setzten sich im Mercedes-AMG GT3 der Lokalmatadore aus Meuspath durch. „Das war ein toller Kampf um den Sieg. Zum Schluss sind wir für unsere Leistung belohnt worden. Wir sind überglücklich“, sagte Thomas Jäger. „Das ist eine gute Basis für das 24h-Rennen Mitte Mai. Da wollen wir wieder so eine Leistung zeigen wie heute.“ Mit einem Rückstand von 2,158 Sekunden wurde der Rowe-BMW M6 GT3 mit dem Fahrerduo Martin Tomczyk und Nicky Catsburg als Zweiter abgewinkt. Erst in der letzten Runde fiel die Entscheidung um den dritten Platz. Edoardo Mortara, Christian Hohenadel, Dominik Baumann und Daniel Juncadella schafften den Sprung auf das Siegerpodest. Der HTP-Mercedes-AMG GT3 mit der #47 presste sich nach einem sehenswerten Schlussspurt am WRT-Audi R8 LMS mit der #8 vorbei, der von der Pole Position ins Rennen ging.

Die Zuschauer an der Nordschleife sahen ein packendes Rennen, in dem die Führung mehrfach wechselte. Der WRT-Audi (#8) des amtierenden DTM-Champions und DTM-Pilot Robin Frijns hatte sich im Top-30-Qualifyinng, dem spektakulären Einzelzeitfahren der schnellsten 30 Fahrzeuge, die Pole-Position gesichert. Doch von Beginn an unterstrichen die Top-Teams ihre Ambitionen: Wie bei einem Sprintrennen entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem acht Teams bis zum Schluss nach dem Sieg griffen. So sammelten neben den Pole-Settern auch der Individual-Sportwagen SCG003C der Scuderia Cameron Glickenhaus und der Aston Martin Vantage GT3 (#7) ebenso Führungskilometer auf der längsten und härtesten Rennstrecke der Welt wie der Manthey-Porsche 911 GT3 R mit #912 und der zweite Mercedes-AMG GT3 von Black Falcon mit der #4. Das ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen bot Spannung bis zum Fallen der Zielflagge. „Was für ein Fight! Nicky Catsburg war ganz dicht dran“, berichtete Sieger Yelmer Buurman. „Das war ein irre anstrengender Kampf. Insbesondere, weil wir in den letzten beiden Runden in den Verkehr hineingerieten: Da klebte Nicky plötzlich an meiner Stoßstange. Letztlich hatte ich dann aber etwas mehr Glück beim Überrunden und konnte das Rennen nach Hause fahren.“ Aber auch die Zweitplatzierten waren happy. Nicky Catsburg: „Das war ein fantastisches Rennen. Ich bin so viel gefahren, da Martin und ich uns lange zwei Autos geteilt haben. Leider konnte ich Yelmer nicht mehr überholen, aber ich kam nah ran.“ HTP-Teamchef Günther Aberer ergänzte: „Die Fans haben ein sensationelles Rennen gesehen. Die Top Sieben liegen so eng beieinander. Es war richtig spannend. Wir können uns aufs 24h-Rennen freuen.“

15. April 2018

News und Stimmen nach 3 Stunden

Das ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen läuft – und es macht viel Lust auf den Saisonhöhepunkt im Mai: Bis zur Halbzeit hat sich kein Team absetzen können. Im Gegenteil wechselt die Spitze munter durch. Mal rangieren die Polesitter von WRT-Audi vorne, mal Glickenhaus, mal einer der Mercedes-AMG GT3, und auch die BMW M6 haben Führungskilometer gesammelt. Kurz: es ist alles so, wie es im Idealfall sein soll: Ende offen!

1 – Rockenfeller / Fässler / Mücke (Audi R8 LMS)
14:49 Uhr Mike Rockenfeller übernimmt das Auto von Stefan Mücke

4 – Engel / Christodoulou / Metzger / Müller (Mercedes-AMG GT3)
13:55 Uhr Maro Engel übergibt an Manuel Metzger und erzählt: „Ich hatte viele, viele Kämpfe. Hat Spaß gemacht. Mal schauen, was jetzt noch geht. Das Auto fühlt sich sehr gut an.“
14:49 Uhr Christodoulou übernimmt den Mercedes-AMG von Metzger.
14:53 Uhr Manuel Metzger: „Mein Stint lief ziemlich gut und ich konnte Zeit auf die Spitze aufholen. Auf der letzten Runde wurde ich etwas blockiert, deswegen haben wir den Boxenstopp eine Runde vorgezogen.“

5 – Buurman / Jäger / Seyffarth (Mercedes-AMG GT3)
12:49 Uhr Thomas Jäger übernimmt das Steuer von Yelmer Buurman
13:11 Uhr Jäger übt Druck auf den Führenden Robin Frijns aus.
13:26 Uhr Jäger kann Frijns überholen.

6 – Haupt / Al Faizal / Piana / Johansson (Mercedes-AMG GT3)
13:43 Uhr Boxenstopp: Hubert Haupt steigt aus und Al Faisal ein.

7 – Martin / Sörensen / Thiim / Turner (Aston Martin Vantage GT3)
14:58 Uhr Boxenstopp: Marco Sörensen raus und Darren Turner rein.
15:01 Uhr Marco Sörensen: „Das war mein erster Stint auf der Nordschleife überhaupt und er war ziemlich intensiv. Die Strecke ist für mich noch ziemlich neu und auch der Verkehr. Dafür ist es nicht schlecht gelaufen.“

8 – Rast / Frijns (Audi R8 LMS)
12:02 Uhr Hat nach dem gewonnenen Startduell seine Führung auf der Grand-Prix-Strecke behauptet und biegt in Führung liegend auf die Nordschleife ein.

10 – Brück / Di Martino / Henkola (Lamborghini Huracan GT3)
13:32 Uhr Christopher Brück: „Die Vorderreifen waren stark abgenutzt, ich musste deshalb vorzeitig an die Box. Wir haben jetzt ganz harte Reifen aufgezogen und hoffen, dass es mit ihnen besser geht. Jetzt sitzt Michele di Martino im Auto. In der Startphase gab es auf der Strecke ein paar Unfälle, aber jetzt ist alles wieder frei.“
13:59 Uhr Reifenschaden hinten Rechts beim Konrad-Lamborghini
14:13 Uhr Teamchef Franz Konrad: „Wir haben einen Reifenschaden nach dem anderen und können uns das Phänomen nicht erklären.“ Das Team wechselt anschließend die Reifen – mit Erlaubnis des Rennleiters erfolgt ein Wechsel von Yokohama auf Michelin.

12 – Klohs / Kern / Frommenwiler (Porsche 911 GT3 R)
13:39 Uhr Auch Lars Kern kann Robin Frijns #8 überholen und Rang zwei übernehmen.

14 – Bollrath / Aust / Gerhard / Richard (Audi R8 LMS)
12:55 Uhr Der derzeit Führende war noch nicht an der Box.
13:05 Uhr Der Führende kommt an die Box. Frijns #8 übernimmt Rang eins vor Jäger #5 und Kern #12.
13:07 Uhr Kris Richard übergibt an Stefan Aust.
13:10 Uhr Kris Richard: „Ich habe gestern zum ersten Mal in einem GT3-Auto gesessen. Jetzt geht es darum, Erfahrung zu sammeln. An einigen Stellen war es auch noch etwas nass. Aber man kann alles voll fahren. Ich habe nichts riskiert, ich muss nichts beweisen.“
14:24 Uhr Stefan Aust übergibt das Steuer an Christian Bollrath.
14:27 Uhr Stefan Aust: „Eine tolle Veranstaltung: Das Auto läuft phantastisch, das Wetter ist super, auf der Strecke sind wenige Zwischenfälle und entsprechend sind die Streckenverhältnisse wunderbar. Ich habe Riesenspaß.“

22 – Weiss / Kainz / Krumbach / Menzel (Ferrari 488 GT3)
12:51 Uhr Oliver Kainz übergibt an Jochen Krumbach.
13:59 Uhr Vor seinem Boxenstopp muss Jochen Krumbach zunächst eine Stop-and-Go Strafe absitzen.

30 – Abbelen / Camphell / Müller (Porsche 911 GT3 R)
12:37 Uhr Matt Campbell berichtet von einer Kollision mit einem M235i, der sich vor ihm gedreht hat. Campbell hat den Frikadelli- Porsche verlassen.
12:51 Uhr Alexander Müller übernimmt von Matt Camphell.

31 – Seefried / Laser / Siedler (Porsche 911 GT3 R)
12:37 Uhr Der Frikadelli-Porsche steht im Bereich Wippermann und wird in die Tasche hinter der Planke geschoben. Das gleiche gilt für die #249.

33 – Dumbreck / Dusseldorp (BMW M6 GT3)
12:58 Uhr Boxenstopp: Peter Dumbreck übergibt an Stef Dusseldorp.

35 – Schmidtmann / Hammel / Wittmer (Renault RS01)
14:09 Uhr Technischer Defekt im Bereich Breidscheid.
14:40 Uhr Der Renault RS01 kommt nachdem er technische Probleme im Bereich Breidscheid hatte, jetzt selbstständig an die Box.

44 – Müller / Werner (Porsche 911 GT3 R)
12:58 Uhr Sven Müller übernimmt von Dirk Werner: „Der Start war ganz okay, ich konnte eine Position gutmachen. Über die Distanz war es schwierig für mich, das Tempo der anderen mitzugehen. Da haben wir ein paar Plätze verloren. Wir werden jetzt das Rennen nutzen, um ein paar Änderungen auszuprobieren.“

47 – Mortara / Hohenadel / Baumann / Daniel (Mercedes-AMG GT3)
14:26 Uhr HTP Teamchef Günther Aberer: „Bis jetzt läuft alles nach Plan. Wir versuchen die sechs Stunden ohne Probleme durchzufahren. Die Platzierung ist für uns nicht so wichtig, wir wollen uns für das 24h-Rennen vorbereiten.“
14:42 Uhr Edoardo Mortara übergibt an Christian Hohenadel.

66 – Gomez / Leib / Oberheim / Karg (Mercedes-AMG GT4)
13:25 Uhr Moritz Oberheim: „Das Auto läuft wieder super. Wir haben den Grund für die Motorenaussetzer gefunden. Der Fehler war eine einfache Steckverbindung. Ich bin super durchgekommen und konnte die Zeiten der anderen auch mitgehen. Ich konnte das Auto auf Platz eins übergeben.“
13:32 Uhr Ausritt auf dem Grand-Prix-Kurs (Posten 41). Nach einem Dreher über das Gras kann Gomez weiterfahren und biegt vorsichtshalber zum Boxenstopp ein.

75 – Stingu / Solombrino / Heinrich / Herbst (Mercedes AMG GT4)
14:26 Uhr Unfall im Bereich Hedwigshöhe – kann weiterfahren.

76 – Handrick / Lammering / Behets (Porsche Cayman )
12:25 Uhr Mario Handrick: „Beim Rausbeschleunigen aus der Tiergarten-Schikane kam das Auto quer, ich dachte, dass die Reifen wärmer sind. Aber ich habe wohl einen Haken zuviel gemacht und bin angeschlagen. Das ist sehr ärgerlich, damit ist das Rennen wohl gelaufen.“

85 – Dittmann / Albrecht (VW Golf 5 R-Line GTI)
13:38 Uhr Titus Dittman: „Der erste Stint war super, aber super anstrengend. Ich glaube, ich muss ab morgen jeden Tag laufen gehen und nicht mehr nur einmal die Woche. Ich wollte vor dem 24h-Rennen nochmal den Stress erleben, den man hat, wenn Fahrzeuge mit der blauen Lampe von hinten kommen.“

90 – Van Dam / Schrick (Subaru WRX STI)
12:53 Uhr Carlo van Dam kommt als Führender der SP3T an die Box.

98 – Catsburg / Tomczyk / Collard (BMW M6 GT3)
12:26 Uhr Nicky Catsburg kommt als Erster im Feld zum Boxenstopp.
13:15 Uhr Der Rowe-BMW wird in die Box geschoben.
13:19 Uhr Das Team hat den BMW abgestellt. Das Auto läuft fehlerfrei, allerdings hat das Team zu wenig Fahrer, um beide Fahrzeuge im Rennen zu lassen. Deswegen wurde der schlechter platzierte BMW rausgenommen.

99 – Catsburg / Tomczyk / Collard (BMW M6 GT3)
12:03 Uhr schneidet im Bereich Hatzenbach extrem die Kurve und fährt mit der kompletten rechten Fahrzeugseite durch den Dreck.
12:25 Uhr Martin Tomczyk zieht in Bereich Eiskurve an Augusto Farfus im Walkenhorst-BMW vorbei.
13:59 Uhr Martin Tomczyk wechselt sich mit Nick Catsburg ab. Tomczyk sagt zu seinem Stint: „Es läuft ganz gut für uns. Ich hatte einen Kampf mit dem Mercedes und dem Glickenhaus. Das Auto ist gut, ich bin zufrieden.“

100 – Posavac / Müller / Lambertz / Adams (BMW Z4 GT3)
12:10 Uhr Jörg Müller fiel in der ersten Runde von Platz vier auf Rang 22 zurück.

101 – Walkenhorst / Tresson / Oeverhaus / Ziegler (BMW M6 GT3)
12:59 Uhr Boxenstopp: Andreas Ziegler übernimmt das Steuer von Jordan Tresson.

123 – Smittachartch / Charoensuk. / Kulapalanont / Hortongkum (Toyota Corolla)
13:54 Uhr In langsamer Fahrt im Bereich Fuchsröhre unterwegs.
14:11 Uhr Wird mit der schwarzen Flagge aus dem Rennen genommen.

133 – Engjähringer / Fuhrmann / Oepen / Essmann (Porsche Cayman S)
12:10 Uhr Technischer Defekt eingangs Döttinger Höhe

134 – Vicenci / Carobbio / Simon / Philipp (Porsche Cayman S)
12:54 Uhr Holt auf der Döttinger Höhe erst auf die #138 auf und zieht dann Richtung Tiergarten vorbei. Somit holt er damit auch die Führung in der Klasse V6 und ist gleichzeitig bester Serienwagen.

138 – Köhler / Axel / Böhm / Norbert (Porsche 991 Carrera)
13:54 Uhr Aktuell Führender in der Klasse V6 und gleichzeitig bester Serienwagen.

155 – Totz / Totz / Eichenberg / Kratz (BMW 325i)
12:07 Uhr Kevin Totz kann das Startduell in der Klasse V4 für sich entscheiden und die Führung in der Klasse behaupten.
13:59 Uhr Der Gewinner der V4-Klasse beim letzten 24h-Rennen führt jetzt bereits mit einem Vorsprung von über 40 Sekunden in der Klasse.

240 – Fischer / Konnerth / Zils / Griessner (BMW M235i Racing)
13:07 Uhr Reifenschaden hinten links im Bereich Fuchsröhre.
13:20 Uhr Nachtrag: Der BMW M235i hatte einen Reifenschaden beim Anbremsen der Aremberg-Kurve, daher kommt auch der Kies, der in den Inboardaufnahmen zu sehen ist.

241 – Rühl / Müller / Cremascoli (BMW M235i Racing)
12:42 Uhr Steht im Bereich Flugplatz – Code 60 Phase

242 – Rink / Brink / Leisen / Fübrich (BMW M235i Racing)
13:58 Uhr Yannick Fübrich führt aktuell in der Klasse der BMW M235i

302 – Kranz / Mölig / Müller (Porsche Cayman GT4 CS)
13:15 Uhr Als Führender der Cup3-Klasse übernimmt Tobias Müller das Cockpit von Moritz Kranz. Für Tobias Müller, der in der VLN eigentlich den Eifelblitz fährt, ist es der erste Start im Cup-Cayman.

303 – Kranz / Hoppe / von Gartzen / von Gartzen (Porsche Cayman GT4 CS)
12:25 Uhr Moritz Kranz kommt mit dem Porsche Cayman GT4 als erster der zweiten Startergruppe aus der ersten Runde zurück.
14:16 Uhr Boxenstopp mit Fahrerwechsel: Sebastian von Gartzen hat das Steuer übernommen.

705 – Mutsch / Mailleux / Simonsen / Westphal (SCG003c SCG003c)
12:50 Uhr Andreas Simonsen steigt aus, Jepp Westphal ein.
14:59 Uhr Thomas Mutsch zieht nach beendetem Stint Halbzeitbilanz: „Ich bin absolut zufrieden. Das Team hat schon im Vorfeld einen tollen Job gemacht. Das Auto ist perfekt vorbereitet und liegt super. Die Reifen funktionieren gut. Wir waren entsprechend schnell unterwegs, und es hat großen Spaß gemacht, den WRT-Audi zu verfolgen. Mal sehen, ob wir bis zum 24h-Rennen noch eine Schippe drauflegen können, dann könnten wir vielleicht auch ganz vorne fahren. Die Frage ist natürlich immer, ob alle ihre Karten auf den Tisch gelegt haben und was sich in Sachen BoP tut.“

912 – Lietz / Makowiecki / Dumas (Porsche 911 GT3 R)
12:46 Uhr Fahrerwechsel: Richard Lietz übergibt an Romain Dumas

Die Startfahrer

Um 12:00 Uhr geht es ins vierte ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen. Wir haben zusammengetragen, wer in den 15 vorderen Startreihen am Steuer sitzt!

Pos. 1: #8 Audi R8 LMS – Robin Frijns
Pos. 2: #12 Porsche 911 GT3 R – Lars Kern
Pos. 3: #705 SCG003c – Andreas Simonsen
Pos. 4: #100 BMW Z4 GT3 – Jörg Müller
Pos. 5: #5 Mercedes-AMG GT3 – Yelmer Buurman
Pos. 6: #912Porsche 911 GT3 R – Richard Lietz
Pos. 7: #31Porsche 911 GT3 R – Marco Seefried
Pos. 8: #7 Aston Martin Vantage GT3 – Maxime Martin
Pos. 9: #102 BMW M6 GT3 – Augusto Farfus
Pos. 10: #44Porsche 911 GT3 R – Dirk Werner
Pos. 11: #47Mercedes-AMG GT3 – Daniel Juncadella
Pos. 12: #6 Mercedes-AMG GT3 – Hubert Haupt
Pos. 13: #99BMW M6 GT3 – Martin Tomczyk
Pos. 14: #4Mercedes-AMG GT3 – Maro Engel
Pos. 15: #30Porsche 911 GT3 R – Matt Camphell
Pos. 16: #98 BMW M6 GT3 – Nicky Catsburg
Pos. 17: #22 Ferrari 488 GT3 – Oliver Kainz
Pos. 18: #33 BMW M6 GT3 – Peter Dumbreck
Pos. 19: #1 Audi R8 LMS – Marcel Fässler
Pos. 20: #101 BMW M6 GT3 – Jordan Tresson
Pos. 21: #61 Porsche 911 GT3 Cup – Tim Scheerbarth
Pos. 22: #46 Porsche 991 GT3 Cup MR – Csaba Walter
Pos. 23: #56 Lexus LC – Takamitsu Matsui
Pos. 24: #54 Porsche 997 GT3 Cup – Marc Hennerici
Pos. 25: #35 Renault RS01 – Heiko Hammel
Pos. 26: #190 Mercedes AMG GT – Mike Stursberg
Pos. 27: #41 Audi R8 LMS GT4 – Nicolaj Moller Madsen
Pos. 28: #14 Audi R8 LMS – Kris Richard
Pos. 29: #10 Lamborghini Huracane GT3 – Christopher Brück
Pos. 30: – – – (bleibt frei)

24h-Qualirennen: Die Startfahrer

Um 12:00 Uhr geht es ins vierte ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen. Wir haben zusammengetragen, wer in den 15 vorderen Startreihen am Steuer sitzt! Das Duell um die Führungsposition werden sich Robin Frijns und Lars Kern liefern.

Pos. 1: #8 Audi R8 LMS
Robin Frijns
  Pos. 2: #12 Porsche 911 GT3 R
Lars Kern
Pos. 3: #705 SCG003c
Andreas Simonsen
Pos. 4: #100 BMW Z4 GT3
Jörg Müller
Pos. 5: #5 Mercedes-AMG GT3
Yelmer Buurman
Pos. 6: #912Porsche 911 GT3 R
Richard Lietz
Pos. 7: #31Porsche 911 GT3 R
Marco Seefried
Pos. 8: #7 Aston Martin Vantage GT3
Maxime Martin
Pos. 9: #102 BMW M6 GT3
Augusto Farfus
Pos. 10: #44Porsche 911 GT3 R
Dirk Werner
Pos. 11: #47Mercedes-AMG GT3
Daniel Juncadella
Pos. 12: #6 Mercedes-AMG GT3
Hubert Haupt
Pos. 13: #99BMW M6 GT3
Martin Tomczyk
Pos. 14: #4Mercedes-AMG GT3
Maro Engel
Pos. 15: #30Porsche 911 GT3 R
Matt Camphell
Pos. 16: #98 BMW M6 GT3
Nicky Catsburg
Pos. 17: #22 Ferrari 488 GT3
Oliver Kainz
Pos. 18: #33 BMW M6 GT3
Peter Dumbreck
Pos. 19: #1 Audi R8 LMS
Marcel Fässler
Pos. 20: #101 BMW  M6 GT3
Jordan Tresson
Pos. 21: #61 Porsche  911 GT3 Cup
Tim Scheerbarth
Pos. 22: #46 Porsche 991 GT3 Cup MR
Csaba Walter
Pos. 23: #56 Lexus LC
Takamitsu Matsui
Pos. 24: #54 Porsche 997 GT3 Cup
Marc Hennerici
Pos. 25: #35 Renault RS01
Heiko Hammel
Pos. 26: #190 Mercedes AMG GT
Mike Stursberg
Pos. 27: #41 Audi  R8 LMS GT4
Nicolaj Moller Madsen
Pos. 28: #14 Audi R8 LMS
Kris Richard
Pos. 29: #10 Lamborghini Huracane GT3
Christopher Brück
Pos. 30: –
– (bleibt frei)

News und Stimmen Sonntags-Qualifying

Sonntagmorgen im Eifelfrühling: Nebel, feuchte Strecke. An eine Verbesserung der Zeiten aus dem abendlichen 1. Qualifying war nicht zu denken. So stand die Reihenfolge an der Spitze eigentlich von vorneherein fest. Der Frikadelli-Porsche vor dem Manthey-Porsche vor dem Aston Martin Vantage GT3 mit der #7. Unmittelbar im Anschluss an das 2. Qualifying fand das Top-30-Qualifying für die endgültige Vergabe der Startplätze statt: Am Ende fuhr Robin Frijns im Audi R8 LMS des Audi Sport Team WRT (#8) mit 8:55.667 Min. die schnellste Zeit. Robin Frijns: „Es war sehr nass da draußen: Meine Hauptaufgabe war es, das Auto heil über diese eine Runde zu bekommen. Eine Runde ist nie perfekt, aber ich habe keine großen Fehler gemacht und deswegen hat es am Ende gereicht.” Knapp dahinter Lars Kern im Porsche 911 GT3 R von Manthey Racing (#12). Drittschnellster Pilot war Andreas Simonsen im SCG003c (#705), der Jörg Müller (#100) im Walkenhorst-BMW und Yelmer Buurman im Mercedes-AMG GT3 (#5) hinter sich lassen konnte. Damit lagen im Top-30-Qualifying insgesamt fünf verschiedene Marken auf den ersten fünf Plätzen – eine perfekte Ausgangslage für ein spannendes Rennen.

8 – Rast / Frijns (Audi R8 LMS)
09:21 Uhr Das Audi Duo Frijns/Rast fährt die aktuell schnellsten Rundenzeiten bei den nassen Bedingungen mit einer Zeit von 9:32.148 Min.

22 – Weiss / Kainz / Krumbach / Menzel (Ferrari 488 GT3)
09:22 Uhr Christian Menzel: „Das waren meine ersten Runden mit dem Ferrari auf nasser Strecke. Es hat Spaß gemacht. Ich finde die Nordschleife im Regen immer besonders schön, weil sich dann die Spreu vom Weizen trennt. Für die Fans tut es mir leid, aber ich finde es super. Im Trockenen wird vieles durch die Technik verfälscht.”

41 – Dontje / Moller Madsen / Viebahn (Audi R8 LMS GT4)
09:12 Uhr Das Team hat sich bei der Rennleitung vom Top-30-Qualifying abgemeldet.

64 – Al Faisal / Bleul (Porsche 991 GT3 Cup MR II)
09:06 Uhr Der Black-Falcon Porsche schlägt in die Leitplanke ein und hinterlässt im Bereich Ex-Mühle reichlich Dreck auf der Strecke.
09:11 Uhr Das Team hat sich ebenfalls vom Top-30-Qualifying abgemeldet.
09:19 Uhr Das Team hat den Cup-Porsche nun auch vom Rennen abgemeldet und wird nicht starten.
09:20 Uhr Al Faisal: „Draußen ist es sehr rutschig und schwierig zu fahren. In einer Kurve war ich zu schnell, habe mich gedreht und bin in die Streckenbegrenzung eingeschlagen.”

66 – Gomez / Leib / Oberheim / Karg (Mercedes-AMG GT4)
09:07 Uhr Der Mercedes-AMG GT4 steht nach wie vor im Fahrerlager und hat bislang noch keine gezeitete Runde fahren können.
09:21 Uhr Moritz Oberheim: „Wir haben bereits seit gestern Mittag mit Motoraussetzern zu kämpfen und wissen nicht, woher sie kommen. Wir versuchen sie seitdem zu beseitigen, um im Training wenigstens noch eine gezeitete Runde zu absolvieren und dann im Rennen starten zu können.”
09:30 Uhr Moritz Oberheim: „Wir haben seit gestern Mittag schon Motoraussetzer. Das Problem gab es vorher an diesem Auto noch nicht. Wir suchen noch nach der Ursache. Hoffentlich können wir noch eine Runde im Qualifying fahren.”

69 – Basseng / Lauck / Verdonck (Lamborghini Huracan Super Trofeo)
09:07 Uhr Der Lamborghini Huracan Supertropheo fährt jetzt seine ersten gewerteten Runden, nachdem man gestern nicht am ersten Zeittraining teilnehmen konnte.

90 – Van Dam / Schrick (Subaru WRX STI)
09:12 Uhr Tim Schrick: „Auch wenn wir Allrad-Antrieb haben und uns die akutellen Bedingungen sicher entgegenkommen, werden wir jetzt nicht rausfahren.”
98 – Catsburg / Tomczyk / Collard (BMW M6 GT3)
09:23 Uhr Teamchef Rowe-Racing Hans-Peter Naundorf: „Die Bedingungen sind schwierig. Deswegen dachten wir, dass wir mal ein Auto, rausschicken. Wir haben nicht so viele Fahrer hier vor Ort, und da reicht ein Fahrzeug.”
09:31 Uhr Martin Tomczyk: „Die Sonne kommt jetzt raus, und es wir immer besser und besser. Allerdings ist die Ideallinie noch feucht. Ich hoffe, dass wir bis zum Top-30-Quali eine trockene Linie haben. Aber die typischen Stellen, wie Fuchsröhre, werden sicherlich nass bleiben. Derzeit ändert sich die Strecke minütlich und ist sehr schwer einzuschätzen.“

121 – Winterwerber / Strycek / Antunes Tavares Dias (Opel Astra GTC)
08:40 Uhr Mit Unfallschaden vorne links auf der Nordschleife unterwegs.

146 – Fukuda / Griesemann (Porsche Cayman)
09:53 Uhr Der Porsche des Gtronix360 wird heute nicht an den Start gehen. Im gestrigen Abendtraining war eine Ölleitung gerissen und das Heck hatte Feuer gefangen.

190 – Tiger / Stursberg (Mercedes AMG GT)
09:09 Uhr Das Team hat sich wegen anstehender Reparaturarbeiten vom Top-30-Qualifying abgemeldet. Der Start zum Rennen ist aber fest eingeplant.
09:21 Uhr Teamchef Uwe Alzen: „Ich bin hier nur als Teamchef unterwegs und betreue das Auto. Beim 24h-Rennen sind wir leider nicht am Start. Das Qualirennen ist neben dem 24h-Rennen die schönste Veranstaltung des Jahres: das Format passt, es ist ordentlich organisiert und auf der Strecke ist nicht zu viel Verkehr.”

246 – Mitchell / Schaflitzl / Fozzie Bear / Branner (BMW M235i Racing)
09:31 Uhr Der BMW M235i ist nach seinem Unfall im Bereich Fuchsröhre gestern Abend wieder auf der Strecke unterwegs. Ein wenig Panzertape rund um den Scheinwerfer und der Stoßstange zeugt von dem Ausflug in die Leitplanke.

News und Stimmen 1. Qualifying

Im ersten Qualifying am Samstagabend markierte der Porsche 911 GT3 R mit der #31 von Frikadelli Racing die Tagesbestzeit. Der Österreicher Norbert Siedler fuhr mit 8:16.758 Minuten die schnellste Zeit über die 25,378 km lange Kombination aus Nordschleife und Grand-Prix-Kurs – und sicherte sich damit die vorläufige Pole Position. Mit einem Rückstand von 0,584 Sekunden fuhr der Manthey-Porsche 911 GT3 R mit der #912 auf die zweite Position. Für Richard Lietz, Fred Makowiecki und Romain Dumas wurde eine Zeit von 8:17.342 Minuten notiert. Den dritten Platz im ersten Qualifying belegte der Aston Martin Vantage GT3 mit der #7. Das Fahrer-Quartett Maxime Martin, Marco Sørensen, Nicki Thiim und Darren Turner jagte in 8:17.675 Minuten durch die „Grüne Hölle”. Der Mercedes-AMG GT3 mit der #5 von Black Falcon (8:17.891 Min) und der Rowe-BMW M6 GT3 mit der #99 (8:18.076 Min.) komplettierten die Top Fünf.

1 – Rockenfeller / Fässler / Mücke (Audi R8 LMS)
19:10 Die Mechaniker arbeiten am Audi. „Es gibt kein Problem”, sagt Rockenfeller. „Wir versuchen derzeit noch das Auto abzustimmen. Wir verändern jetzt ein paar Sachen am Fahrwerk und fahren gleich wieder raus.”
20:28 Thomas Jäger: „Wir haben schon bei der VLN und eben auch noch einmal während des Freien Trainings intensiv am Auto gearbeitet. Jetzt fühlt es sich fast perfekt an und läuft fantastisch. Der GT3 gibt jetzt sehr gutes Feedback und gibt einem viel Vertrauen. Wir fühlen uns jetzt sehr gut aussortiert.”

7 – Martin / Sörensen / Thiim / Turner (Aston Martin Vantage GT3)
18:58 Thiim legt die erste schnellste Runde hin: 8:18.817 Minuten.
19:07 Der Belgier Maxime Martin übernimmt das Steuer von Nicki Thiim, der mit seiner letzten Runde die Bestzeit gesetzt hatte.
20:52 Maxime Martin: „Es ist schön, wieder hier am Nürburgring zu sein. Es ist das erste Mal, dass ich nicht mit BMW vor Ort bin. Der Aston Martin ist toll zu fahren, aber grundsätzlich total anders im Vergleich zum Z4 GT3, oder dem M6 GT3. Für mich ist das hier nochmal ein guter Test, bevor in vier Wochen das große Highlight ansteht. Wir haben mit Abstand das älteste GT3 Auto im ganzen Starterfeld, dass macht es natürlich schwierig, über den Speed vorne mitspielen zu können. Aber wir haben einen starken und ausgewogenen Fahrerkader. Wir werden versuchen, uns aus allem rauszuhalten und uns auf die Longruns fokusieren. Am Ende werden wir sehen, zu was es reicht. Ich freue mich schon jetzt auf das Rennen!”
21:22 Nicki Thiim schafft in letzter Sekunde mit einer Rundenzeit von 8:17,342 Min. den Sprung auf den dritten Platz.

12 – Klohs / Kern / Frommenwiler (Porsche 911 GT3 R)
20:36 Philipp Frommenwiler: „Mein Stint verlief gut, allerdings ist auf der GP-Strecke derzeit Code 60. Das bremst natürlich alle etwas ein. Wir versuchen, uns jetzt nochmal zu verbessern. Der Verkehr ist okay, und ich denke, dass da noch was geht.”

30 – Abbelen / Campbell / Müller (Porsche 911 GT3 R)
19:30 Klaus Abbelen: „Wir haben noch einiges abzuarbeiten, aber normalerweise ist dieses Nachttraining die schnellere Session. Wir wissen zudem nie, wie die Witterungsbedingungen morgen sind oder ob es über Nacht etwas regnet. Wir wollen heute eine ‚Grundzeit’ setzen, auf die wir morgen nachlegen können.”

31 – Seefried / Laser / Siedler (Porsche 911 GT3 R)
19:13 Norbert Siedler hat die Zeit von Nicki Thiim unterboten und liegt nun mit einer Rundenzeit von 8:16.758 Minuten an der Spitze.
21:13 Teamchef Klaus Abbelen: „Es ist zwar derzeit gutes Wetter für den Motor, aber wenn jetzt jemand im Dunkeln schneller ist als wir im Hellen, dann haben wir was falsch gemacht. Aber selbst wenn, wir müssen hier nichts beweisen. Deswegen bleiben wir jetzt mit beiden Autos in der Box.”
21:17 Felipe Laser: „VLN 1 und 2 lief für uns nicht so erfolgreich, aber jetzt sind wir auf der richtigen Spur. Wir müssen noch ein bisschen Feintuning vornehmen. Für uns ist es das Wichtigste hier die blaue Lampe zu bekommen. Robert kennt das Auto am längsten und hat gleich zu Beginn diese Zeit gesetzt. Wir konnten uns dann auf das Setup und Reifentests konzentrieren.”
21:26 Norbert Siedler: „Das war ein gute Runde für mich. Natürlich hatte ich etwas Verkehr, kam aber gut durch. In meiner ersten Runde wurde ich durch eine Code-60-Zone eingebremst. Die zweite Runde hat dann super gepasst. Wir müssen uns beim Longrun noch etwas verbessern. Das nehmen wir uns für morgen früh vor. Ich wusste, dass wir schnell sind, aber ich bin schon überrascht, auf Platz eins zu stehen.”

33 – Dumbreck / Dusseldorp (BMW M6 GT3)
19:44 Teammanager Ernst Hantenbrink: „Unser Ziel ist zunächst einmal, Erfahrung mit beiden Autos sammeln. Wir hoffen, dass wir mit dem kombinierten Trainingsergebnis ins Top-30-Qualifying einziehen können. Das Abendtraining heute wird voraussichtlich schneller sein als das zweite Training morgen Früh. Heute Abend könnte also schon die Pole-Zeit gefahren werden.”

35 – Schmidtmann / Hammel / Wittmer (Renault RS01)
20:30 Kuno Wittmer: „Für mich sind es die ersten Runden in diesem Auto. Zunächst musste ich mich mal eingewöhnen, aber jetzt läuft es immer besser und es geht vorwärts. Man braucht natürlich immer etwas Glück, eine Lücke im Verkehr zu finden.”

40 – Cate / Chadwick / Dralle (Aston Martin Vantage V8)
21:15 Der Aston Martin bekommt die schnellste Zeit aus beiden Zeittrainings gestrichen.

41 – Dontje / Moller Madsen / Viebahn (Audi R8 LMS GT4)
19:35 Der Phoenix-Audi führt aktuell in der GT4-Klasse SP10.
47 – Mortara / Hohenadel / Baumann / Daniel (Mercedes-AMG GT3)
20:00 Christian Hohenadel kam gerade von seinem Stint zurück und berichtet: „Das Auto ist gut, aber wir müssen noch etwas daran arbeiten. Ich hoffe, dass ich auch gleich nochmal fahren darf, um das Auto zu verbessern und um mich weiter auf die Nordschleife einzuschießen. Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir die blaue Lampe für das Top-30-Quali schon haben. Wir trainieren hier auch die Abläufe für das 24h-Rennen.”

61 – Scheerbarth / Oehme / Goder / Schlüter (Porsche 911 GT3 Cup)
20:11 Das Team bekommt die schwarze Flagge mit orange Scheibe gezeigt – wegen Übertretung der Lärmbestimmungen.
21:07 Mit dem 25. Gesamtrang und dem ersten Platz in der Klasse ist man zufrieden und beendet das erste Zeittraining frühzeitig.

73 – Frommer / Hoffmeister / Enzinger (BMW M4-GT4)
19:45 Markus Enzinger: „Wir sind bisher nur zwei Runden gefahren, aber die Strecke ist richtig schön frei. Es ist sehr angenehm zu fahren. Wir haben ein ganz neues Auto und haben noch kein Setup. Das Wochenende ist für uns reine Vorbereitung auf das 24h-Rennen.”

93 – Schulz / Wolff (Opel Astra J OPC Cup)
20:10 Das Team muss vom Ende der Startgruppe starten, weil es unter Code 60 zu schnell gefahren war.

102 – Krognes / Farfus / Palttala / Schiller (BMW M6 GT3)
20:04 Steht in der Box und am Fahrzeug wird gearbeitet.
20:10 Augusto Farfus kam zu einem unplanmäßigen Stopp, und der BMW wurde in die Box geschoben. Teamchef Henry Walkenhorst: „Eine Schraube am unteren Krümmer ist gebrochen. Dadurch sind die Abgase in den Innenraum gekommen. Das haben wir jetzt repariert und Augusto fährt wieder raus.”

138 – Köhler / Axel / Böhm / Norbert (Porsche 991 Carrera)
19:31 Der Black-Falcon-Porsche ist das aktuell schnellste Fahrzeug aus den Serienwagenklassen.
21:19 Der Porsche Carrera des Teams Black-Falcon holt die Bestzeit in der Klasse V6 und ist gleichzeitig bester Serienwagen.

201 – Kraihamer / Schiff / Friedhoff / Strycek (KTM X-Bow GT4)
20:37 Technischer Defekt auf der Grand-Prix-Strecke im Bereich Hatzenbach-Bogen.

246 – Mitchell / Schaflitzl / Fozzie Bear / Branner (BMW M235i Racing)
19:32 Einschlag im Bereich Ausgang Fuchsröhre
19:56 Ian Mitchell hat vergeblich versucht, mit dem BMW M235i weiterzufahren, musste dann aber die Segel streichen: Out im Metzgesfeld.

705 – Mutsch / Mailleux / Simonsen / Westphal (SCG003c)
19:30 Simonsen hat den SCG003C übernommen und eine schnelle Runde hingelegt: 8:18,169 Min. bedeuten die derzeit dritte Position im Gesamtklassement.
19:51 Thomas Mutsch: „Wir sind gut aussortiert. Unsere momentane dritte Position ist eine gute Basis. Aber natürlich bleibt abzuwarten, wer da nochmal nachlegt. Wir werden auch gleich wieder auf die Strecke gehen. Im Vergleich zu vergangenem Jahr haben wir Details am Auto verbessert – unter anderem haben wir die Wassertemperatur besser im Griff, die im vergangenen Jahr bei wärmeren Temperaturen zum kritischen Faktor wurde.”

831 – Larini / Lauck / Gülden / Terting (Hyundai i30 N TCR)
19:33 Der Hyundai, in dem aktuell Ex-Formel-1-Pilot Nicola Larini am Steuer sitzt, ist der schnellste Fronttriebler im Feld mit einer Zeit von 9:06.824 Min.
20:18 Peter Terting: „Das ist mein erster Einsatz bei Hyundai und für das Team der zweite auf der Nordschleife. Da sind noch viele Abstimmungsarbeiten zu machen. Heute Vormittag hatten wir ein paar Probleme und konnten nicht so viel fahren. Wir haben für das Qualifying viel umgebaut und konnten uns verbessern. Die anderen Teams haben ein paar Jahre Vorsprung und die versuchen wir jetzt aufzuholen.”
20:52 Der Lokalmatador Andreas Gülden aus Reifferscheid fährt eine neue Bestzeit in der TCR-Klasse mit einer Zeit vo 9:03.206 Min.
21:19 Der Hyundai des Target-Teams kann seine Spitzenposition bis zum Ende verteidigen und holt nicht nur die Bestzeit in der TCR-Klasse, sondern stellt auch gleichzeitig das beste Auto mit Frontantrieb.

912 – Lietz / Makowiecki / Dumas (Porsche 911 GT3 R)
20:19 Platz zwei für den Manthey-Porsche: Mit 8:22,129 Min. verdrängt Fred Makowiecki den bislang zweitplatzierten Mercedes-AMG #5.

Frikadelli Racing holt die vorläufige Pole

Beim ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen haben die Teams an diesem Wochenende die letzte Gelegenheit, sich unter Wettbewerbsbedingungen auf den Höhepunkt der Nordschleifensaison vorzubereiten: das ADAC Zurich 24h-Rennen in rund einem Monat (10. – 13. Mai 2018). Über 90 Teams nutzen das Wochenende für den letzten Test unter Praxisbedingungen. Die Tagesbestzeit markierte im ersten Qualifying am Samstagabend der Porsche 911 GT3 R mit der #31 von Frikadelli Racing. Der Österreicher Norbert Siedler fuhr mit 8:16.758 Minuten die schnellste Zeit auf der 25,378 km langen Kombination aus Nordschleife und Grand-Prix-Kurs – und sicherte sich damit die vorläufige Pole Position. Nach dem zweiten Qualifying am Sonntagmorgen ab 8:30 Uhr werden die endgültigen Startpositionen anschließend im Top-30-Qualifying ermittelt. Die besten 30 Fahrzeuge aus dem kombinierten Ergebnis der beiden Zeittrainings qualifizieren sich für das spektakuläre Einzelzeitfahren (ab 10:15 Uhr). Das sechsstündige Qualifikationsrennen wird dann um 12:00 Uhr gestartet. Informationen, das Livetiming samt Rennticker und den Livestream gibt es hier auf der offiziellen Homepage.

Im ersten Kräftemessen der Top-Teams von Audi, BMW, Porsche und Mercedes-AMG blieb der Frikadelli-Porsche mit der #31 von Marco Seefried / Felipe Fernandez Laser / Matt Campbell als einziges Fahrzeug unter der Marke von 8:17 Minuten. Norbert Siedler setzte mit einer Rundenzeit von 8:16.758 Minuten ein Ausrufezeichen. „Leider ist es uns nicht gelungen, in VLN1 und VLN2 eine blaue Lampe, die die Top-Teams markiert, für das 24h-Rennen einzufahren. Deshalb haben wir heute angreifen müssen. Meine schnellste Runde war relativ frei und ich hatte wenig Verkehr“, erklärte Siedler seine Top-Zeit und blickte auf das Geschehen am Sonntag voraus: „Wir haben im Vergleich zu VLN1 bis heute einige Verbesserungen am Auto umgesetzt. Es fühlt sich jetzt deutlich besser an. Es liegt aber noch ein bisschen Arbeit vor uns. Wir haben am Setup noch ein paar Dinge auszuarbeiten – speziell für den Longrun. Wir werden versuchen, das morgen im Qualifying auszutesten, und ich bin schon gespannt auf das Rennen.“

Enge Abstände lassen auf spannendes Geschehen am Sonntag schließen
Mit einem Rückstand von 0,584 Sekunden fuhr der Manthey-Porsche 911 GT3 R mit der #912 auf die zweite Position. Für Richard Lietz, Fred Makowiecki und Romain Dumas wurde eine Zeit von 8:17.342 Minuten notiert. „Beim 24h-Qualirennen sollen unsere Fahrer, die weltweit in den verschiedensten Meisterschaften im Einsatz sind, möglichst viele Runden drehen, denn die Nordschleife ist mit nichts vergleichbar“, sagte Richard Lietz. Den dritten Platz im ersten Qualifying belegte der Aston Martin Vantage GT3 mit der #7. Das Fahrer-Quartett Maxime Martin, Marco Sørensen, Nicki Thiim und Darren Turner jagte in 8:17.675 Minuten durch die „Grüne Hölle“. Der Mercedes-AMG GT3 mit der #5 von Black-Falcon (8:17.891 Min) und der Rowe-BMW M6 GT3 mit der #99 (8:18.076 Min.) komplettierten die Top Fünf. Angesichts der engen Zeitabstände insbesondere in der Spitzengruppe und vier verschiedenen Marken in den Top Fünf verspricht das morgige Qualfying viel Spannung.

RCN: Erster Gesamtsieg für Winfried Assmann

Wie auch beim 24h-Rennen eröffnet die Rundstrecken-Challenge Nürburgring (RCN) traditionell das Vollgas-Wochenende am Nürburgring. Mit 169 Teilnehmern zum Saisonauftakt verzeichneten die Organisatoren erneut ein volles Teilnehmer¬feld. Bereits am Morgen ging die GLP (Gleichmäßigkeitsprüfung) über die Bühne, die von 162 Startern in Angriff genommen wurde.

Winfried Assmann (Golssen) gewann mit seinem Porsche 991 GT3 Cup zum ersten Mal einen Lauf in der RCN. Nach fast elf Monaten Pause gelang ihm sein erster Erfolg in der RCN. „Gerade die Umstellung auf die neuen Reifen machte den Saisonauftakt sehr schwer“, so Assmann. „Aufgrund des Wetters in den vergangenen Wochen hatten wir leider keine Möglichkeit zum Testen. Dass ich jetzt trotzdem meinen ersten Gesamtsieg hier feiern darf, lässt alle Umstände vergessen!“

Mit einem Erfolg in der vollbesetzten Klasse V4 können sich Dr. Dr. Tveten (Bad Honnef) und Kyle Schut (Schweiz) mit ihrem BMW 325i an die Tabellenspitze setzen. Erst in der letzten Runde konnte man sich an die Spitze der Klasse setzen und somit den Erfolg erringen. Aufgrund der ausgeklügelten Punktevergabe, wo man bei mehr Konkurrenz auch mehr Punkte erhält, war der Erfolg in der Klasse mit 22 Teilnehmern gleichbedeutend mit der Tabellenführung.

GLP: Keller / Träger machen weiter, wo sie aufgehört haben
Dass sie über den Winter nichts verlernt haben, zeigten Holger Träger und Alexander Keller in ihrem VW Golf II in der morgentlichen GLP. Das Meisterduo aus 2017 konnte den Saisonauftakt mit 1,7 Strafpunkten für sich entscheiden und das Duo Höwer / Heinrichs mit einem Vorsprung von 0,6 Punkten auf den zweiten Platz verweisen.

Stimmen von der Pressekonferenz

Zur Einstimmung auf das ADAC Zurich 24h-Rennen vom 10. bis 13. Mai 2018 fand auch in diesem Jahr am Freitagabend vor dem ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen ein Media-Come-Together statt. Zu den Talkgästen gehörte Rennleiter Walter Hornung, der die Neuerungen bei der diesjährigen 46. Auflage der 24h vorstellte. Außerdem berichteten vier Fahrer sozusagen aus der Cockpit-Perspektive über Ihre Vorbereitungen auf das größte Automobilrennen der Welt über die legendäre Nürburgring-Nordschleife. Auch ein Vertreter des Live-TV-Partners RTL berichtete vom erweiterten Sendeformat der Mammut-Übertragung.

Richard Lietz (#912, Porsche 911 GT3-R): „Das 24h-Rennen ist ein großer Auftritt für uns, denn die Nordschleife hat Tradition im Hause Porsche. Insgesamt rund 40 Porsche sind 2018 am Start. Wir haben fünf Teams, die insgesamt acht GT3-R einsetzen, die theoretisch alle um den Gesamtsieg mitfahren können. Unsere Teams starten mit drei verschiedenen Reifenmarken, denn auch da wollen wir optimal aufgestellt sein. Ich habe die große Ehre, mit der #912 für Manthey-Racing fahren zu dürfen. Für Porsche ist es wichtig, auf der Nordschleife Siege einzufahren. Wir Fahrer sind deshalb alle hochmotiviert, und es wäre schön, wenn wir mit dem sechsten Gesamtsieg für Manthey einen neuen 24h-Rekord aufstellen könnten. Aber das wird sehr schwer. Es wird mit Sicherheit ein spannendes Rennen, denn alle Marken haben mindestens ein Auto im Feld, das gesamtsiegfähig ist. Beim 24h-Qualirennen sollen unsere Fahrer, die weltweit in den verschiedensten Meisterschaften im Einsatz sind, möglichst viele Runden drehen, denn die Nordschleife ist mit nichts vergleichbar. Wichtig wird auch das Thema-Reifen sein.“

René Rast (#8, Audi R8 LMS): „Das 24h-Rennen auf dem Nürburgring ist für mich das schönste und schwierigste Rennen des Jahres – ganz einfach „das“ Saison-Highlight. Ich bin schon einige Lang-strecken-Rennen auf der Welt gefahren, von Daytona über Bathurst, Sebring, Le Mans bis Spa. Doch für mich ist der Nürburgring das härteste 24h-Rennen. Es verlangt einem mental alles ab, weil man durch den Verkehr ständig auf der Höhe sein muss. Auch körperlich wird man gefordert und belastet, wie sonst nirgendwo. Wir fahren mit vier werksunterstützen Teams, die jeweils ein siegfähiges Auto einsetzen. Alle vier Teams haben freien Zugang zu allen Daten. Ich hoffe, dass wir dieses Jahr insgesamt ein ausgeglichenes Feld haben, wo keiner einen Vorteil hat, sodass wir cooles Racing erleben.“

„Der zusätzliche Start in der FIA WTCR ist eine einmalige Chance. Ich habe vor Wochen eine Anfrage bekommen hier zu fahren und da sage ich natürlich nicht nein. Für mich ist es eine große Ehre, mit einer Wildcard in einem offiziellen WM-Lauf auf der Nordschleife zu starten. Ich freue mich sehr darauf, denn ich bin schon ewig keinen Fronttriebler mehr gefahren. Ich habe vielleicht Vorteile durch meine gute Streckenkenntnis, doch die WTCR-Stammfahrer kennen dafür ihr Auto besser als ich – das dürfte sich ausgleichen. Ich bin gespannt, wie es ausgeht.“

Bernd Schneider (startet beim 24h-Rennen im Mercedes-AMG GT4): „Ich bin hier beim zweiten VLN-Lauf auf einem GT4-Auto gestartet. Das hat sehr viel Spaß gemacht, denn ich bin zum ersten Mal auf der Geraden an einem Cup-Porsche vorbeigefahren – mit 287 km/h. Das war bisher noch nie der Fall. Das Geschehen in der VLN hat mir sehr gut gefallen. Die Hersteller haben fair miteinander gekämpft, und ich glaube auch, dass sie nicht viel zurückgehalten haben. Beim 24h-Rennen wird vielleicht noch etwas härter gefahren. Dass an diesem Wochenende nur 95 Fahrzeuge starten ist gut für die GT3-Piloten. Dadurch herrscht auf der Nordschleife wenig Verkehr. Beim 24h-Rennen fahre ich auf einem GT4, unter anderem mit Patrick Simon. Ich habe noch nie einen Fahrer erlebt wie ihn: riesengroß, dadurch relativ schwer und nach zehn Runden schneller als mancher Werksfahrer. Natürlich kennt er die Nordschleife aus dem Effeff. Wir haben beim 24h-Rennen mit HTP und Black-Falcon zwei werksunterstützte Teams mit jeweils zwei Fahrzeugen am Start. Dazu kommt das Assenheimer-Auto, das sehr gut besetzt ist und für eine Überraschung sorgen kann. Besonders für die deutschen Hersteller, die hier mit großem Aufgebot starten um das Rennen zu gewinnen, hat dieses Event einen enorm hohen Stellenwert. Ich hoffe, dass wir ein ausgeglichenes Rennen sehen werden, in dem alle die gleichen Chancen haben, denn keiner will einen geschenkten Sieg, sondern sich auf Augenhöhe mit der Konkurrenz messen.“

Martin Tomczyk (#99, BMW M6 GT3): „Quantität ist nicht immer Qualitat. BMW hat in diesem Jahr umstrukturiert und wird mit Rowe nur zwei werksunterstützte Fahrzeuge einsetzen. Das Fahreraufgebot ist sehr gut und wir hoffen, dass dies der Weg zum Erfolg sein wird. Im Gegensatz zum brandneuen M8, mit dem ich in letzter Zeit viel gefahren bin und mit dem wir dieses Jahr in Le Mans starten werden, ist der M6 ein komplett aussortiertes Auto. Beide Fahrzeuge sind sehr unterschiedlich und machen viel Spaß. Das Qualifikationsrennen ist für mich und Rowe Racing die Generalprobe für das 24h-Rennen. Wichtig ist, dass unsere beiden Autos an diesem Wochenende problemlos laufen und viele Kilometer abspulen können. Da ich keines der beiden VLN-Rennen gefahren bin ist es für mich besonders wichtig, mich wieder auf die Nordschleife einzuschießen.

Walter Hornung (Rennleiter ADAC Zurich 24h-Rennen und 24h-Qualirennen): „Beim „Warm-up“ für das 24h-Rennen erwarten wir an diesem Wochenende 95 Teams auf der Strecke. Nach zwei VLN-Läufen ist dieses Qualifikationsrennen das erste 6h-Rennen des Jahres. Wir werden auch an diesem Wochenende mit über 20 GT3-Fahrzeugen tollen Sport sehen. Ich hoffe, dass die Teams dabei ihre tatsächliche Leistungsfähigkeit zeigen, denn wir benötigen für die BoP zuverlässige Daten. Neu in diesem Jahr: Einige Teams müssen noch ihre Reifen qualifizieren, damit sie diese beim 24h-Rennen einsetzen dürfen.“

Matthias Bolhöfer (Pressesprecher RTL-Group): „Wir haben wieder richtig Lust auf die 24h. Auch in diesem Jahr findet es wieder parallel zu einem Formel1-GP statt – diesmal der in Spanien. Das Rennen passt hervorragend zu unserem Männersender Nitro. Wir hatten im vergangenen Jahr pro Sendung durchschnittlich 220 000 Zuschauer. Natürlich arbeiten wir schon fieberhaft an den Vorbereitungen, denn wir werden über 26 Stunden live auf Sendung sein. Diesmal soll die Rundumberichterstattung noch einmal ausgeweitet werden. Wir schicken bei der ADAC 24h-Classic erstmals ein eigenes Team an den Start. Unser Doku-Soap-Star Detlef Steves wird zusammen mit Renn-Profi Christian Menzel ein Team bilden. Seit Ende März zeigen wir das jetzt schon in Form einer Doku unseren Zuschauern und lenken damit auch jetzt schon den Blick auf das 24h-Rennen.“

DTM-Champion René Rast: WTCR-Wildcard für die Nordschleife

Im Rahmen der FIA WTCR-Läufe beim ADAC Zurich 24h-Rennen können sich die Besucher auf einen deutschen Lokalmatadoren freuen. Der Tourenwagen-Weltcup lud keinen geringeren als den amtierenden DTM-Champion René Rast dazu ein, als Wildcardfahrer auf der Nordschleife dabei zu sein. Der 31 Jahre alte Audi-Werksfahrer wird im Audi RS3 LMS nach TCR-Reglement ins Geschehen eingreifen und damit am Wochenende mit einer Doppelbelastung konfrontiert. Schließlich gehört er auch zum Fahrerkader im Audi Sport Team WRT und wird gemeinsam mit Robin Frijns und Dries Vanthoor auch einen Audi R8 LMS GT3 im 24h-Rennen pilotieren.

Rast, der 2017 gleich in seiner DTM-Debüt-Saison den Titel holte, ist mit der Nordschleife bestens vertraut. Alleine am 24h-Rennen nahm er in der Vergangenheit bereits acht Mal teil und steht in diesem Jahr vor dem neunten Einsatz beim Langstreckenklassiker, 2014 holte er sogar den Gesamtsieg. Der DTM-Champion freut sich bereits auf den Einsatz: „Es ist fantastisch, nun im Tourenwagen auf die besten Piloten der Welt zu treffen“, so der gebürtige Mindener. „Ich freue mich, bei meinem Heimrennen gegen vier Weltmeister und viele weitere Titelgewinner anzutreten.“

Scott Raymond: GT-Experte berät BoP-Arbeitsgruppe

Die Balance of Peformance (BoP) gehört immer wieder zu den heiß diskutierten Themen der Aktiven und Organisatoren an der Nordschleife. Nicht nur im ADAC Zurich 24h-Rennen regelt sie wichtige technische Details, die die Performance der Top-Fahrzeuggruppen beeinflussen. Die von einer Expertengruppe um Norbert Kreyer erstellte BoP soll dabei eine optimale Balance zwischen den Fahrzeugmodellen zu schaffen – und damit spannende und ausgeglichene Rennen ermöglichen. In diesen komplexen Prozess ist in diesem Jahr zusätzliches Fachwissen eingeflossen: Scott Raymond fungiert als Berater des Gremiums. Der US-Amerikaner arbeitet seit 20 Jahren im Motorsport und war lange Zeit Renningenieur im nordamerikanischen Formel- und Sportwagen-Rennsport. Zudem arbeitete er dreieinhalb Jahre als leitender Technischer Ingenieur für die IMSA (International Motor Sports Association) und war dort an diversen Projekten beteiligt. Unter anderem repräsentierte er die IMSA in den technischen Arbeitsgruppen der FIA-GT, war an der Schaffung des LMP2-Reglements für 2017 beteiligt (mit FIA und ACO), an der Auswahl der Konstrukteure und der Formulierung des technischen Reglements sowie am Entwicklungsprozess der BoP. Sein Hauptaugenmerk liegt in der Definition noch objektiverer Messgrößen, anhand derer künftig die BoP-Parameter festgelegt werden sollen.

???: Wie wichtig ist die Datenanalyse bei der BoP-Erstellung im GT-Rennsport?
Scott Raymond: „Die Datenanalyse ist als Basis für jeden vernünftigen Balance-of-Performance-Prozess ein Muss. Sonst müsste man sich auf sehr grobe Messungen sowie die immer subjektiven Meinungen von Fahrern, Teams und Herstellern verlassen. Auch wenn diese Art von Beobachtungen ihren Wert haben können, muss jede durch die Datenanalyse verifiziert werden. Dafür werden in vielen Meisterschaften – und auch auf der Nordschleife – Datalogger eingesetzt, die von den Teilnehmern nicht manipuliert werden können. Die gewonnen Daten gehen weit über die Sektoren- und Rundenzeiten hinaus und umfassen Dinge wie Positionsbestimmung per GPS, Geschwindigkeit und Beschleunigung sowie Motorenfunktions- und -leistungsdaten.“

???: Jede Serie hat eine andere BOP-Strategie. Welche Erfahrungen bringen Sie aus Ihrem IMSA-Job mit?
Scott Raymond: „Meine Erfahrungen mit der IMSA haben meine persönliche Philosophie untermauert: die Grundprinzipien der Ingenieurs-Arbeit, Transparenz und Verlässlichkeit. Es ist wichtig, sich auf diese Grundprinzipien zu konzentrieren, weil es genau die sind, die es zu balancieren gilt. Leistung wird durch die Parameter Zeit, Geschwindigkeit und Beschleunigungen gemessen. Entscheide, welche Fahrzeugparameter den größten Einfluss auf diese Werte haben und konzentrierte dich darauf, diese Parameter zu modifizieren, um eine Balance zu schaffen.”

???: Wie kann man diesen Prozess für die Beteiligten transparent machen?
Scott Raymond: „Die Transparenz ist dann da, wenn Hersteller und Veranstalter gleichermaßen am BoP-Prozess beteiligt sind. Das bedeutet nicht, alle Wünsche der Hersteller zu erfüllen und sich zu verbiegen. Ohne Transparenz verlieren die Teilnehmer aber das Vertrauen in die Serie und in die Hersteller, was letztlich allen schadet. Verlässlichkeit ist bei der Anwendung von Einstellungen von höchster Bedeutung. Die Größenordnung von Änderungen – wie beispielsweise die Erhöhung der Motorleistung um zwei Prozent oder die Verringerung des Gewichts um zehn Kilo – muss verlässlich mit der Größenordnung der Leistungsunterschiede korrelieren.“

???: In Wettbewerben mit mehreren Reifenherstellern ist die Umsetzung der BoP oft ganz besonders schwierig. Wie wollen Sie das Thema angehen?
Scott Raymond: „Aus meiner Sicht ist das die größte Einzel-Variable, die wir bei der Entwicklung und Umsetzung des neuen BoP-Prozesses managen müssen. Bei der Frage, wie man mit diesem Problem umgehen soll, geht es letztlich darum, die Unterschiede zwischen den Reifen genau zu verstehen, zu jeder Zeit zu wissen, mit welcher Reifenspezifikation ein Auto auf die Strecke geht und darum, fortschrittliche statistische Analyse zu verwenden, um die Leistungsunterschiede jeder Kombination aus Auto und Reifenspezifikation zu quantifizierten.“

???: Aus dem amerikanischen Motorsport hat es der Begriff „Sandbagging” in die deutsche Sprache geschafft – das Phänomen begleitet alle BoP-Rennserien. Kann man als Technikausschuss überhaupt etwas dagegen tun?
Scott Raymond: „Aus meiner Sicht schon. Allerdings dürfte es unmöglich sein, eine handelsübliche Software zu finden, die das automatisch realisieren kann. Wie bei den BoP-Entscheidungen ist der menschliche Faktor auch gefragt, um das Resultat von Sandbagging-Analysen einzuschätzen. Letztlich ist die Tiefstapelei ein Teil des Motorsports. Das Problem im Motorsport ist, dass der Ansporn, Leistungsfähigkeit zu verstecken größer ist als der, Leistungsfähigkeit offenzulegen. Diese Idee muss umgekehrt werden. Es muss Anreize dafür geben, schnell zu fahren. Doch das ist schwierig. Es ist zwar einfach festzustellen, dass jemand der Schnellste ist, nicht aber, dass jemand Spielchen spielt, um seine wahre Leistungsfähigkeit zu verstecken. Wenn sich die BoP im Lauf der Zeit verbessert, wird ein Punkt erreicht, an dem Hersteller und Teilnehmer einfach nicht mehr tiefstapeln können, wenn sie im Rennen erfolgreich sein wollen. Etwas, wovon ich weiß, dass es möglich ist, da ich es bereits erlebt habe.“

???: Sie sind inzwischen regelmäßiger Gast an der Nürburgring-Nordschleife. Ist sie so besonders, wie wir Deutschen meinen?
Scott Raymond: „An einer Rennstrecke zu sein ist normalerweise nichts besonders für mich. Doch als ich das erste Mal durch den Tunnel zum Fahrerlager ging, war ich schon sehr aufgeregt. Rennleiter Walter Hornung nahm mich mit auf die Nordschleife und erst durch diese Fahrt konnte ich ihre Größe, ihr Ausmaß und die Komplexität richtig schätzen lernen. Ich erhielt einen Eindruck von den Höhenunterschieden, von der Härte der Sprünge und davon, wie steil das Karussell überhöht ist.“