Bonk: Schrey hofft auf weiteren Erfolg

„Unser Hauptaugenmerk liegt sicherlich bei Michael Schrey, der mit seinem BMW M235i Racing Cup noch reelle Chancen hat, seinen VLN-Titel in diesem Jahr zu verteidigen. Er hat jetzt viermal hintereinander die Klasse gewonnen, warum sollte die Serie nicht noch ein wenig anhalten“, stellt Michael Bonk, Teamchef von Bonk motorsport, vor dem siebten Lauf der VLN fest.

Beim 57. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen bringt das Team aus Münster drei Autos an den Start. Bonk: „Vielleicht setzen wir noch einen zweiten BMW M235i ein, aber das würde sich erst kurzfristig entscheiden.“

Einen Audi RS3 LMS TCR fahren in der TCR-Klasse Herrmann Bock und Jürgen Brettschneider. Bonk: „Wir wollen weitere Erfahrungen sammeln, ins Ziel kommen und eine vernünftige Platzierung holen.“

Jürgen Nett/Achim Nett/Bradley Philpot steuern wieder den unter Bonk-Bewerbung startenden Peugeot 308 Racing Cup. Das Trio will wieder einen Podiumsplatz in der TCR-Klasse erkämpfen. „Nachdem wir im letzten Rennen auf einer Ölspur ausgerutscht sind und nach dem Leitplankenkontakt nur noch Schadensbegrenzung betreiben konnten, wollen wir diesmal wieder erfolgreicher abschneiden“, so Achim Nett

VLN: Mit Vollgas ins letzte Saisondrittel

Die VLN startet mit Vollgas in das letzte Saisondrittel. Der siebte von neun Läufen in der Saison 2017 führt am Samstag, 23. September 2017, über die klassische Distanz von vier Stunden auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Nürburgring Kurzanbindung und Nordschleife. Mit vorläufig 167 Fahrzeugen ist das 57. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen des Dortmunder MC sehr gut besetzt.

Die Spitzengruppe lässt Motorsportfans frohlocken: Elf GT3-Fahrzeuge schicken sich an, den Tagessieg unter sich auszumachen. Nach drei Porsche-Siegen in der laufenden Saison zählt der Manthey-Elfer mit der Startnummer 911 – diesmal pilotiert von Michael Christensen und Kévin Estre – zu den Favoriten auf den Sieg. Der Franzose Romain Dumas, der 2017 bereits zwei Siege mit Manthey einfuhr, absolviert beim siebten Lauf einen Gaststart im Porsche 911 GT3 R von Falken Motorsport an der Seite von Martin Ragginger.

Mit einem Saisonsieg bei Lauf vier auf der Haben-Seite geht die BMW-Fraktion ins Rennen. Die beiden BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport werden ergänzt durch ein Fahrzeug von Schubert Motorsport. Hier wechselt sich Claudia Hürtgen, die VLN-Meisterin von 2005, mit Frederik Nymark aus Dänemark und Anders Buchard aus Norwegen ab. Den kultigen BMW Z4 GT3, ebenfalls eingesetzt von Walkenhorst Motorsport, pilotieren Peter Posavac und Alex Lambertz.

Nach dem frühen Ausscheiden beim sechsten Lauf ist die Motivation des Haribo Racing Teams umso größer. 2017 noch ohne Sieg, hat sich die Equipe mit Mario Farnbacher verstärkt, der seine Premiere als „Sternfahrer“ in der VLN feiert. Ihm zur Seite stehen Nordschleifen-Routinier Lance David Arnold und Ex-DTM-Pilot Daniel Juncadella aus Spanien. Einen weiteren Mercedes-AMG GT3 bringt Black Falcon an den Start. Am Volant der Lokalmatadore wechseln sich Hubert Haupt, Erik Johansson und Manuel Metzger ab. Und auch der Bolide von Landgraf Motorsport hat einen Stern im Kühlergrill: Klaus Landgraf, Kai Riemer, Markus und Stefan Schmickler treten in der GT3-Gentlemen-Wertung an.

Abgerundet wird das Spitzen-Lineup durch den Frikadelli-Pro/Am-Porsche mit Sabine Schmitz, Klaus Abbelen und Andreas Ziegler sowie den Ferrari 488 GT3 des Wochenspiegel Team Monschau. Nach zwei Rennen Pause greifen Georg Weiss, Oliver Kainz und Jochen Krumbach, die den dritten VLN-Lauf für sich entscheiden konnten, wieder an.

Die Klasse SPX – eine Spielwiese mit Ausblicken
Spektakuläre Rennboliden finden sich auch in der SPX-Klasse wieder, allen voran der Renault R.S.01 von „Dieter Schmidtmann“ und Heiko Hammel, der seit seinem Debüt zu Beginn dieses Jahres schnell den Weg in die Herzen der Fans gefunden hat. Unterstützt werden die beiden Stammfahrer zum zweiten Mal von Felipe Fernandez Laser. Neben den beiden Mercedes-AMG GT4 der beiden Testteams Black Falcon und Uwe Alzen Automotive, setzt BMW zusammen mit dem BMW Team Schnitzer die Entwicklung des 2018er M6 GT3 fort. Fahrer Markus Palttala bestreitet das Rennen im Alleingang. Und einen Blick in die Zukunft gibt es nicht zuletzt durch den ersten Renneinsatz des Porsche 911 GT3 RS von Manthey-Racing sowie den Nissan GT-R Nismo mit der Fahrerpaarung Tom Coronel und Michael Krumm. Beide Autos übrigens Debütanten auf der Nordschleife.

Neue Fahrzeuge auch abseits der Spitzengruppe
Auch im Mittelfeld der weltweit größten Breitensportserie streben immer mehr neue Projekte auf die Nordschleife. So bringt der MSC Münster mit den Fahrern Peter Bonk und dem Niederländer Marco Van Ramshorst den ersten Porsche Cayman S in der Klasse der VLN-Specials bis 2.600 ccm Hubraum mit Turbolader an den Start. Das ist zukunftsweisend, schließlich betreiben nahezu alle Automobilhersteller Downsizing und setzen auf potente Turbomotoren. Verfügte der Mittelmotor-Sportwagen aus Zuffenhausen in der S-Variante bislang über einen 3,4 Liter Saugmotor, kommt in der aktuellen Modellspezifikation ein aufgeladenes 2,5 Liter Aggregat zum Einsatz.

Nach fast drei Jahren Abstinenz taucht wieder ein Volkswagen Polo in der Teilnehmerliste der Langstreckenmeisterschaft auf. Der Italiener Marco Ferraro bestreitet das Reinoldus-Langstreckenrennen im Alleingang. Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen Polo aus dem gleichnamigen Markenpokal, der von 2004 bis 2009 im Rahmen der DTM ausgetragen wurde. Das Team Offtrack Performance rekrutiert sich aus dem Umfeld des Wolfsburger Automobilherstellers und das Ziel sind regelmäßige Einsätze in der Langstreckenmeisterschaft 2018.

Ein Wiedersehen gibt es beim siebten Lauf auch mit dem BMW 120D, der in der VLN Anfang des neuen Jahrtausends erstmals auftauchte. In diesem Jahr geht Sarah Ganser mit dem kompakten Selbstzünder unter der Bewerbung des Dürener Motorsportclubs ins Rennen. Die 22-jährige Nachwuchspilotin aus Stolberg bei Aachen war zuletzt 2015 in der Langstreckenmeisterschaft am Start.

Sein 40-jähriges Bestehen feiert Kissling Motorsport aus Bad Münstereifel unweit des Nürburgrings. Um das Jubiläum angemessen zu feiern, bringt das Team rund um Stefan Kissling eine auf zehn Stück limitierte Auflage des Opel Astra TCR auf den Markt. Beim siebten VLN-Lauf pilotieren Volker Strycek und Hannu Luostarinen eines der Fahrzeuge aus der „40th“-Edition. In der aufstrebenden Tourenwagen-Klasse innerhalb der VLN trifft das erfahrene Duo auf starke Konkurrenz mit Fahrzeugen von Audi, Seat und Volkswagen.

24h-Termine: Sechs-Jahres-Plan veröffentlicht

Die Veranstalter des ADAC Zurich 24h-Rennens haben mit einer Vorabvereinbarung zu den Terminen der kommenden Jahre wichtige Weichen für die Zukunft des größten Rundstreckenrennens der Welt stellen können. Bis 2023 sind die 24h-Termine im Kalender der Eifelstrecke nun reserviert. Ein wichtiger Eckpunkt war dabei die Abstimmung mit den Organisatoren von „Rock am Ring“. Das Mammutkonzert hat – ebenso wie das ADAC Zurich 24h-Rennen – einen erheblichen Vorlauf für Aufbau und Logistik. Schon jetzt steht damit fest: Nach dem frühen Termin im kommenden Jahr (10. – 13. Mai) wird das Rennen fünf Mal in Folge später stattfinden. 2019 in der dritten Juni-Woche, 2020 am letzten Mai-Wochenende und ab 2021 dann jeweils zwischen Anfang und Mitte Juni.

Mit der Terminierung konnten die Veranstalter zweier wichtiger Events am Nürburgring nun frühzeitig etwaige Terminkollisionen minimieren. Insbesondere Aufbauüberschneidungen führten in der Vergangenheit immer wieder zu einem erhöhten Organisationsaufwand. „In diesem Jahr konnten wir zum Beispiel beim 24h-Rennen einige wichtige Parkflächen nicht nutzen“, beschreibt Rennleiter Walter Hornung, „und in den Vorjahren wurde es immer wieder bei der Nutzung von Fahrerlager und Nordschleife terminlich eng. Ich bin froh, dass wir dies mit unseren Partnern am Nürburgring und den Veranstaltern von Rock am Ring jetzt auf lange Sicht planen und weitgehend vermeiden konnten“. Die Terminvereinbarung hat dabei einen optionalen Charakter und wurde als Reservierung unabhängig von der Unterzeichnung weiterer Veranstaltungsverträge vereinbart. „Mit dieser Vereinbarung bringen aber natürlich alle Beteiligten den Willen zum Ausdruck, das ADAC Zurich 24h-Rennen als größtes Rundstreckenrennen der Welt auch in den kommenden Jahren mit unveränderten Rahmenbedingungen durchzuführen“, versichert Walter Hornung. „Teams, Organisatoren und Fans haben damit ein so großes Maß an Planungssicherheit wie nie zuvor.“

Auch auf Seiten der Rennstreckenbetreiber wird die Vereinbarung begrüßt. „Wir freuen uns sehr über die gemeinschaftliche Absprache mit zwei der wichtigsten Events in unserem Veranstaltungskalender“, sagt Mirco Markfort, der Geschäftsführer der capricorn Nürburgring GmbH. „Auch für uns als Streckenbetreiber bedeutete die große zeitliche Nähe von ADAC Zurich 24h-Rennen und Rock am Ring in den vergangenen Jahren immer wieder eine Belastungsprobe, die wir nun weitgehend vermeiden können. Wir bieten somit den Veranstaltern, aber auch den Besuchern, Rennteams und allen weiteren Beteiligten in den kommenden Jahren ein noch höheres Servicelevel an.“

Termine ADAC Zurich 24h-Rennen 2018 – 2023 *
10. – 13. Mai 2018    (Christi Himmelfahrt)
20. – 23. Juni 2019    (Fronleichnam)
21. – 24. Mai 2020    (Christi Himmelfahrt)
03. – 06. Juni 2021    (Fronleichnam)
16. – 19. Juni 2022    (Fronleichnam)
08. – 11. Juni 2023    (Fronleichnam)
*): Vorbehaltlich Vertragsabschluss

Mücke Motorsport: Grandioses VLN-Debüt

BWT Mücke Motorsport feierte am vergangenen Wochenende ein glanzvolles Debüt in der VLN auf der Nürburgring-Nordschleife. Bei seinem ersten Vier-Stunden-Rennen auf der berühmt-berüchtigten Rennstrecke in der Eifel landete das Berliner Traditionsteam nach starker Aufholjagd von Startplatz 14 auf einem eindrucksvollen fünften Gesamtrang. Damit nicht genug: Im Ziel war BWT Mücke Motorsport auf Anhieb das beste Mercedes-Team im Starterfeld.

Für den ersten Start auf der wohl anspruchsvollsten Rennstrecke Europas setzte BWT Mücke Motorsport auf etablierte Kräfte. Im Mercedes-AMG GT3 #26 waren mit Christian Hohenadel und DTM-Star Edoardo Mortara zwei schnelle und erfahrene Piloten unterwegs, die beide bereits zahlreiche Runden auf der legendären Nürburgring-Nordschleife absolviert hatten.

Hohenadel und Mortara qualifizierten sich auf dem 14. Startplatz, von dort aus ging es im Laufe des Vier-Stunden-Rennens nur noch in eine Richtung: nach vorne. Bei wechselnden Witterungsbedingungen erreichte der BWT Mücke Motorsport-Mercedes schon in der ersten Rennstunde die Top-10. Das Highlight brachte jedoch die letzte Runde: Mortara kämpfte Rad an Rad gegen den Mercedes der Black-Falcon-Truppe. Auf den letzten Metern setzte er sich endgültig durch und fuhr so Platz fünf nach Hause.

Peter Mücke (Teamchef): „Wir sind mit dem Ziel zur VLN6 gereist, zu lernen und keine Fehler zu machen. Dass wir am Ende des Tages mit Platz fünf in der Gesamtwertung nach Hause reisen, ist absolut zufriedenstellend. Der Einstieg hätte kaum besser laufen können – die intensive Vorbereitung hat sich ausgezahlt. Es ist gut zu wissen, dass wir ein starkes Team von Ingenieuren und Mechanikern haben, die auch neue Herausforderungen meistern können. Die VLN ist eine besondere Rennserie, die uns als Team auch in Hinblick auf den GT4-Einstieg im kommenden Jahr viele Möglichkeiten eröffnen kann. Tatsächlich kamen bereits die ersten Anfragen bezüglich Fahrerplätzen für die kommende Saison. Wir sind diesbezüglich offen und freuen uns über das große Interesse.“

Michael Weiss (Technischer Leiter): „Wir haben am Freitag bei den Einstellfahrten viel Testarbeit für Pirelli erledigt und das Auto abgestimmt. Die ersten Runden auf der Nordschleife waren etwas Besonderes. Im Qualifying waren schwierige Bedingungen mit einer teilweise sehr nassen, aber auch wieder sehr trockenen Strecke … typisch Nordschleife. Am Ende hatten wir Pech auf den beiden schnellsten Runden mit zwei Gelbphasen. Mit Startplatz 14 waren wir in Anbetracht unserer eigentlichen Ziele aber keineswegs unzufrieden. Wir wären jedoch keine Racer, wenn nicht irgendwann im Rennen der Ehrgeiz durchgekommen wäre. Mit einer guten Strategie, fehlerfreien Boxenstopps und starken Rundenzeiten haben wir uns konsequent nach vorne gearbeitet. Das Überholmanöver von Edo in der letzten Runde war sensationell und das ‚Tüpfelchen auf dem i‘.“

Matthias Kieper (Teammanagement): „Unser Debüt in der VLN am vergangenen Wochenende hat wirklich total Spaß gemacht. Wir waren bester Mercedes und sind auf Platz fünf ins Ziel gefahren. Für unseren Einstand eine spitzen Leistung. Natürlich gibt es noch einige Stellschrauben, an denen wir drehen müssen, um uns als Team weiter in die Serie einzuleben. Trotzdem hatten wir ein sehr gutes und auch durchaus erfolgreiches Wochenende, auf dem wir aufbauen können. Die VLN ist wirklich noch echter Motorsport, ein riesen Starterfeld mit vielen Marken und Klassen ohne übertriebenes Regelwerk. Rennen starten, Rennen fahren und der Schnellste gewinnt, das ist Racing!“

Manthey: Podest-Erfolg in der Pro-Am

Beim sechsten Saisonlauf der VLN konnte Manthey-Racing einen dritten Platz in den Pro-Am-Wertung einfahren. In der Gesamtwertung wurden Otto Klohs und Lars Kern Achte, wodurch am Ende zwei Top-Ten-Ergebnisse für Manthey-Racing zu Buche standen. Die französischen Porsche-Werksfahrer Romain Dumas und Patrick Pilet verpassten mit ihrem Porsche 911 GT3 R als Gesamt-Vierte das Podium am Samstag nur knapp.

Dabei sah es nach der Qualifikation noch danach aus, als könnte sich Manthey-Racing im sechsten VLN-Lauf der Saison das sechste Mal in der Gesamtwertung einen Platz auf dem Treppchen sichern. Romain Dumas holte in 8:04.290 Minuten mit rund einer Sekunde Vorsprung die Pole-Position, die Startfahrer Patrick Pilet zunächst problemlos in die Führung umsetzen konnte. Auf der Döttinger Höhe wurde jedoch deutlich, warum ein weiteres Podium an diesem Samstag in weiter Ferne war: Es fehlte an Top-Speed, so dass die Konkurrenz auf der langen Geraden am Manthey-Elfer vorbei ziehen konnte.

Neben der Startnummer 12 von Otto Klohs und Lars Kern, der mit einer persönlich schnellsten Rennrunde von 8:07.898 auf sich aufmerksam machte, zeigte sich auch die Besatzung der Nummer 59 in guter Form. ’Steve Smith’, Sven Müller und ’Randy Walls’ arbeiteten sich von Startplatz zehn aus kontinuierlich nach vorne. Letztlich verhinderte ein Dreher im Streckenabschnitt Bergwerk ein Top-Ten-Ergebnis. Die Mannschaft überquerte als Elfter die Ziellinie.

Unter die besten 20 kam der Porsche Cayman GT4 CS MR mit der Nummer 170. Von Platz 35 aus gestartet, zeigten Christoph Breuer und Moritz Oberheim, dass der Entwicklungsträger ein hohes Renn-Potential hat. Hinten sorgte ein neuer Stabilisator für konstant gute Performance über die kompletten vier Rennstunden hinweg. Gesamtplatz 19 und ein schnellster Umlauf von 8:43.100 Minuten rundeten den positiven Eindruck ab.

Romain Dumas (#911 Porsche 911 GT3 R): „Das Rennen war eigentlich ganz gut. Beim letzten Boxenstopp sind wir etwas früher rein gekommen als geplant. Ich stand danach in einem Stau auf der Döttinger Höhe, weil dort ein Auto am Streckenrand abgeschleppt wurde, und ein Teilnehmer scheinbar dachte, dass er dieses wegen der gelben Flaggen nicht überholen darf. Das hat uns sicherlich nicht geholfen, aber Audi war heute ohnehin einfach zu schnell auf den Geraden. Wir haben gekämpft, aber mehr war nicht drin.“

Otto Klohs (#12 Porsche 911 GT3 R): „Lars hat vor allem zu Beginn des Rennens mit dem permanenten Wechsel von trockener und nasser Fahrbahn einen tollen Job gemacht, und mit meinem Stint bin ich eigentlich auch sehr zufrieden. Zwischendurch gab es die üblichen Verkehrsquerelen, aber insgesamt bin ich gut durchgekommen.“

’Steve Smith’ (#59 Porsche 911 GT3 R): „Das war ein schönes Rennen. Die Strecke war auch überwiegend trocken als ich dran war. Das hat gut gepasst. Wir wollten mit dem Auto nicht zu viel riskieren, weil der GT3 R demnächst in die USA verschifft wird. Dort werden wir die beiden 24-Stunden-Rennen auf dem Circuit of The Americas und in Daytona fahren, und darauf fokussieren wir uns.“

Moritz Oberheim (#170 Porsche Cayman GT4 CS MR): „Das Rennen war alles in allem super. In der Gesamtwertung sind wir in den Top-20, was mit diesem Auto ein richtig gutes Ergebnis ist, und auch mit Platz zwei in der Klasse SPX können wir sehr zufrieden sein. Wir hatten in unserer Wertung zwischendurch einen tollen Zweikampf mit dem neuen Mercedes-AMG GT4. Auf der Geraden hat er zwar mehr Leistung als wir, aber in den Kurven konnten wir die Zeit immer wieder gut machen. So ging es ständig hin und her. Schade, dass der AMG am Ende ausgefallen ist.“

Teichmann: Schwieriges Rennen

Beim 6. Lauf der setzte das Adenauer Teichmann Racing Team erneut seine Drei Porsche Cayman GT4 Clubsport in der Porsche Cayman GT4 Trophy, der Cup 3 Klasse ein. Im Freitagstraining nutze Teichmann Racing neben den Porsche auch einen echten Exoten, einen Radical RXC GT, um den Taxigästen ein Dauergrinsen ins Gesicht zu zaubern. Während am Freitag noch alles nach Plan verlief, blieb die Mannschaft am Rennsamstag nicht von technischen Defekten an den sonst so zuverlässigen Cup-Fahrzeugen verschont.

Bereits im Zeittraining blieb Moritz Gusenbauer mit dem #960 H&R Porsche nach wenigen Runden ohne Vortrieb stehen. Seine bis dahin gefahrenen Rundenzeiten waren vorerst die schnellsten der Klasse, wurden jedoch gegen Ende des Trainings bei immer schneller werdender Strecke unterboten. Für die TR-Mannschaft hieß es nun, das Fahrzeug schnellstmöglich wieder startklar zu machen, um das Rennen noch in Angriff nehmen zu können. Der Befund war jedoch eindeutig: Getriebeschaden. In der Kürze der Zeit war es unmöglich, das Getriebe zu tauschen und anzulernen. Ein trauriges Ende für Daniel Bohr und Moritz Gusenbauer und das bei einem nur wenige Stunden alten Getriebe.

Im #970 H&R-Lenk-Porsche startete Marcel Hoppe von Position fünf aus ins Rennen und konnte beim Start gleich die dritte Position der Klasse übernehmen. Ein harter Kampf um die vorderen Positionen war entfacht und Hoppe setzte sich durch, bis auch er von einem Getriebeschaden heimgesucht wurde. Die Ursache beider Getriebeschäden nach sehr wenig Laufzeit wird nun geprüft. Für Thorsten Jung und Dirk Vleugels ist der Ausfall sehr ärgerlich, da die beiden gerne an den ersten Platz in der AM-Wertung vom letzten Rennen angeknüpft hätten.

Der von „Maximilian“ pilotierte #980 Tigrol-Porsche konnte beim Start ebenfalls Plätze gut machen und von P6 auf P4 vorfahren. Nach einem starken Stint übergab „Maximilan“ das Steuer des Cup-Cayman an Teamneuzugang Tim Breidenbach. Als dieser nach erfolgtem Tankstopp losfahren wollte, streikte auch dieser Cayman. Das Team konnte die Ursache, ein defektes Kraftstoffpumpenrelais, schnell finden und beheben. Dennoch wurde wichtige Zeit verloren. Breidenbach überzeugte in seinem ersten Rennen auf dem Cayman GT4 Clubsport mit soliden Rundenzeiten. Für den Schluss-Stint übernahm Torleif Nytröen den Cayman und machte nochmal ordentlich Druck. Mehr als Platz sieben in der Klasse war auf Grund der technischen Probleme jedoch nicht mehr drin.

Trotz des herben Rückschlags ist man in Adenau motiviert, bei den kommenden VLN Läufen einige Punkte zu holen und wieder um den Sieg zu kämpfen. Am 22. September 2017 wird Teichmann Racing erneut Drei Porsche Cayman an den Start bringen.

Manheller mit Top-Platzierungen

Das Manheller Racing Team im MSC Adenau e.V. hat bei der VLN auf dem Nürburgring am vergangenen Samstag einen zweiten Platz in der Klasse V4 erreicht. Marcel Manheller und Carsten Kueschgens waren bereits nach einer Fabelzeit von der Pole-Position der V4 gestartet, verloren aber im Verkehr bereits früh wichtige Meter auf den Führenden. Marcel Manheller war dennoch zufrieden: „Der zweite Platz bringt immer noch viele Punkte für die Meisterschaft“. Manheller steht damit weiterhin auf dem ersten Platz der Produktionswagentrophy und festigt auch P2 im Gesamtklassement der VLN.

In der SP6 brachte das Team seinen WWS-BMW E46 M3 mit Kurt Strube und Stefan Manheller an den Start und feierte letztlich ebenfalls einen zweiten Platz. Dabei begann der Tag alles andere als viel versprechend: Ein Getriebeproblem warf den M3 aus dem morgendlichen Training, die Mechanikercrew konnte das Problem jedoch kurz vor Rennbeginn noch beheben und brachte das Auto noch an den Start.

Der von Manheller betreute Milltek-Toyota mit Dale Lomas, Lucian Gavris und Werner Gusenbauer beendete das Rennen auch auf P2 seiner Klasse, ein Protest verhinderte allerdings ein offizielles Ergebnis. „Wir sind auf den Ausgang sehr gespannt“, so Lomas. Die Mannschaft hat aktuell noch die Führung im Toyota GT86-Cup inne.

Mit insgesamt vier Fahrzeugen stellte die Meuspather Truppe eines der größten Aufgebote im Feld. Bei der nächsten VLN in drei Wochen ist die Truppe wieder mit von der Partie.

HARIBO Racing vorzeitig ausgeschieden

Das hatte sich das HARIBO Racing Team Mercedes-AMG ganz anders vorgestellt: Beim sechsten Lauf zur VLN fiel der schwarze Mercedes-AMG GT3 bereits unmittelbar nach dem Start wegen eines technischen Defektes aus. „Nach den ersten drei Kurven hatte unser Auto ganz plötzlich und völlig unerwartet keinen Vortrieb mehr“, erklärte Mercedes-AMG-Fahrer Maximilian Götz das frühe Aus. „Was genau die Ursache ist, müssen wir jetzt genauer untersuchen, aber im Qualifying lief der Mercedes-AMG absolut perfekt.“

Der 31-jährige Uffenheimer, der nach dem 24h-Rennen auf dem Nürburgring zum ersten Mal wieder für den Bonner Rennstall auf der Nordschleife ins Lenkrad griff, hatte in der Schlussphase des Zeittrainings die Bestzeit im Visier. „Ich war auf einer sehr guten letzten Runde unterwegs, die sicherlich für die Bestzeit gereicht hätte. Aber mit Doppelgelb auf der Strecke und einer Code-60-Zone kurz vor dem Ziel war leider nicht mehr drin. So musste meine vorletzte Runde für die Startaufstellung reichen.“ Für den Goldbären wurde schließlich eine Rundenzeit von 8:07.143 Minuten notiert, was Startplatz fünf bedeutete.

Maximilian Götz teilte sich die Cockpitarbeit zum ersten Mal mit dem Spanier Daniel Juncadella, der im Mercedes-AMG Motorsport DTM-Team als Ersatzfahrer fungiert, und dem 28-jährigen Franzosen Tristian Vautier. Aber im Rennen konnte das schnelle Fahrer-Trio sein Potenzial und seine Performance nicht wirklich unter Beweis stellen. Bereits in drei Wochen steht das nächste Rennen für das HARIBO Racing Team Mercedes-AMG auf dem Kalender. Der siebte VLN-Lauf wird am 23. September ausgetragen.

Cayman Trophy: Osieka und Schiller vorne

Adam Osieka und Fabian Schiller haben den sechsten Saisonlauf der Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing gewonnen. Für beide war es das erste Rennen überhaupt in einem Cayman. Osieka, der GT3-Cup-erfahrene Teamchef bei GetSpeed Performance, und Schiller hatten sich erst kurzfristig für einen Einsatz in der Trophy im Rahmen der VLN entschieden. Dabei profitierte das Duo jedoch auch vom Pech der Seriensieger und Tabellenführer von Mühlner Motorsport, die nach dem vierstündigen Rennen am Samstag als Zweite die Zielflagge sahen.

Hamza Owega, Alex Schula und Moritz Kranz hatten mit der #979 das Rennen souverän angeführt, als sie unmittelbar vor dem obligatorischen Mini-Tankstopp kurz vor Schluss in einen Stau auf der Döttinger Höhe gerieten, da dort ein liegen gebliebenes Auto abgeschleppt werden musste. Bei der #940 von Osieka und Schiller hatte man eine andere Boxenstopp-Taktik gewählt und dadurch etwas länger freie Fahrt. So konnte man die Lücke auf den Mühlner-Porsche zufahren. In den verbleibenden zwei Runden nach dem Splash and Dash konnte die #979 zwar wieder auf den GetSpeed-Cayman aufschließen, diesen jedoch nicht mehr überholen.

Noch mehr Pech hatte die Mannschaft von Teichmann Racing. Nach einem technischen Defekt in der Qualifikation versuchte man alles, um die #960 (Gusenbauer/Bohr) bis zum Rennstart zu reparieren – doch letztlich vergebens. Die #970 (Hoppe/Jung/Vleugels) hatte im Rennen ein technisches Problem, was zum vorzeitigen Aus führte, die #980 (’Maximilian’/Nytroeen/Breidenbach) rangierte auf dem siebten Rang, bis auch hier die Technik beim Boxenstopp zwischenzeitlich den Dienst quittierte und man wertvolle Zeit verlor.

Schadlos hielt sich hingegen die #966 von Mathol Racing. Marc Keilwerth, Timo Mölig und Marcos Adolfo Vazquez nutzten die Gunst der Stunden und holten am Ende Rang drei. Das Trio sicherte sich dadurch auch die volle Punktzahl in der AM-Wertung. Nachdem man mit Rang zwei schon in der Qualifikation auf sich aufmerksam gemacht hatte, lag auch die #949 (Beyer/Hewer/Warum) lange Zeit auf Podiumskurs. Ein Abflug mit Leitplankenkontakt sorgte jedoch schon in Runde sechs für das vorzeitige Ende.

Die schnellste Rennrunde und den damit verbundenen Zusatzpunkt sicherte sich die #979. Im 18. Umlauf wurde der Mühlner-Cayman mit eine Zeit von 8:49.100 Minuten gestoppt. Einen weiteren Punkt gab es für die schnellste Qualifikationszeit. Mit diesem Ergebnis bauen Owega, Schula und Kranz ihre Meisterschaftsführung weiter aus. Der nächste Lauf der Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing findet mit dem 57. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen am 23. September statt.

Adam Osieka (Teamchef / Fahrer GetSpeed Performance): „Da Fabian immer ein gern gesehener Gast in unserem Team ist und sein Einsatz im letzten Rennen durch den frühzeitigen Ausfall des  Porsche GT3 Cup mit der Startnummer 1 nicht belohnt wurde, kamen wir gemeinsam auf die Idee auf einem unserer Cayman in der Cup 3-Klasse zu starten. Auch für mich war es der erste Renneinsatz im Cayman. Man braucht da schon eine gewisse Eingewöhnungsphase, die ich im Training hatte, und dann hat es im Rennen auch wunderbar funktioniert.“

Fabian Schiller (GetSpeed Performance): „Der Einsatz hier war eine recht kurzfristige Idee von Adam. Ich bin im Winter vor allem LMP2-Prototypen gefahren, danach GT3-Autos. Aber wenn man auf der Nordschleife auch mit anderen Autos zurecht kommt, dann klappt es in den meisten Fällen auch mit dem Cayman. Am Anfang hatte ich das Problem, dass ich das Auto etwas überfahren habe, aber das bekam ich dann ganz gut in den Griff.“

Alex Schula (Mühlner Motorsport): „Wir hatten am Ende richtig Probleme mit einem anderen Teilnehmer, der ein Auto, das am Streckenrand abgeschleppt wurde, nicht überholt hat, weil er scheinbar dachte, dass er das unter gelben Flaggen nicht darf. Dadurch haben wir eine gute Minute verloren. Wir hatten auch noch in anderen Situationen ein wenig Pech im Verkehr, sonst hätten wir vermutlich wieder gewonnen. Aber wir sind eben nicht alleine hier, und das ist auch das, was die Rennserie ausmacht.“

Marc Keilwerth (Mathol Racing): „Ich bin den Start gefahren, und die ersten beiden Runden war auch echt easy. Aber danach wurde es wirklich schwierig mit dem Wetter. Die halbe Strecke war nass, die andere Hälfte trocken. Wir sind auf Slicks geblieben, was die richtige Entscheidung war. Aber ich bin schon froh, dass ich nicht abgeflogen bin. Platz drei ist super, mehr ist bei der hohen Fahrerqualität vor uns nicht drin.“

Bonk: Weiterer Erfolg für Michael Schrey

„Das war mein bestes Rennen, das ich jemals auf der Nordschleife gefahren bin“, freute sich Michael Schrey nach dem Ende des sechsten Laufs der VLN. Schrey hatte mit dem BMW M235i Racing Cup von Bonk motorsport zum vierten Mal hintereinander die BMW-Cup-Klasse gewonnen und seine Chancen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung weiter verbessert.

Bei schwierigen äußeren Bedingungen – immer wieder setzte Regen ein – hatte Schrey im Ziel fast eine Minute Vorsprung auf die Konkurrenz. Dabei war es im morgendlichen Training noch nicht so gut gelaufen. Die gefahrene Zeit reichte diesmal nur zu Startplatz fünf in der Klasse. Schrey: „In meiner letzten Runde hatte ich viel Verkehr, einige Doppel-Gelb-Stellen und eine Code-60-Zone. Da war an eine Zeitverbesserung nicht zu denken.“

Dafür lief es im Rennen umso besser. Bereits in die erste Kurve bog Schrey als Führender ein. „Ich hatte einen guten Start, habe meine Linie gehalten und lag so vorn.“ Diese Position gab er bis ins Ziel nicht mehr ab. Als immer wieder Regen einsetzte und das Fahren mit Trockenreifen im Nassen den Piloten höchste Konzentration abverlangte, war Schrey in seinem Element und entwischte der Konkurrenz. „Ich war sehr schnell unterwegs und habe meinen Verfolgern richtig viel Zeit abgenommen. Als der Vorsprung groß genug war, habe ich dann etwas Tempo rausgenommen und bin auf Sicherheit gefahren. Ich hoffe es geht in dieser Saison so weiter.“

Auch der von Jürgen Nett/Achim Nett/Bradley Philpot gefahrene und unter Bonk-Bewerbung startende Peugeot 308 Racing Cup kam ins Ziel. Allerdings verpasste das Trio mit Rang vier die angestrebte Podiumsplatzierung in der TCR-Klasse. Startfahrer Philpot hatte beim ersten kurzen Regenschauer einen leichten Kontakt mit der Leitplanke, danach stand das Lenkrad schief. Achim Nett: „Unter diesem Umständen waren wir froh, die Zielflagge zu sehen. Mehr als Platz vier war da nicht möglich.“

Teamchef Michael Bonk: „Unser kleines Team hat wieder einen hervorragenden Job gemacht. Mit dem Abschneiden können wir zufrieden sein, zumal Schrey weiterhin ernsthafte Chancen auf die Titelverteidigung hat.“

24h-Sieger Land holt ersten Audi-Sieg in der VLN

Beim sechsten VLN-Lauf folgte auf Nebel am Morgen Regen und Sonnenschein im Rennen. Und am Ende strahlte Connor De Phillippi mit der Sonne um die Wette: „Endlich der erste VLN-Sieg in diesem Jahr“, freute sich der US-Amerikaner am Kommandostand seines Teams. Wenige Sekunden zuvor hatte sein Teamgefährte Robin Frijns im Audi R8 LMS beim 40. RCM DMV Grenzlandrennen auf Platz eins die Ziellinie überquert. Sechs VLN-Rennen lang musste Montaplast by Land-Motorsport – das mit drei Siegen erfolgreichste Team der vergangenen VLN-Saison – auf den ersten Erfolg in diesem Jahr warten. Im Ziel betrug der Vorsprung auf die Markenkollegen Frank Stippler und Nikolaj Moller-Madsen von Phoenix-Racing 16,415 Sekunden. Martin Ragginger und Klaus Bachler belegten im Porsche 911 GT3 R von Falken Motorsports nach vier Stunden Rang drei.

Der Weg zum Sieg war nicht leicht, denn nach 20 Runden trennten die ersten vier Positionen – Land, Manthey, Falken und Phoenix – gerade einmal 2,2 Sekunden. Erst in der Schlussphase zog sich die Spitze auseinander. „Auf einmal waren wir zu langsam“, zeigte sich Ragginger nach dem Rennen erstaunt. „Wir konnten über weite Strecken mit den beiden Audi mithalten. Keine Ahnung, was die dann am Ende gemacht haben. Ich war absolut am Limit und konnte den Speed von ‚Stippi’ nicht mitgehen.“ Dieser entgegnete: „Ich war auch am Limit, würde ich sagen.“ Sieger Frijns fand nach dem Rennen erklärende Worte: „Ich habe den Falken-Porsche und den Phoenix-Audi auf der Döttinger-Höhe überholt, danach hatte ich Glück im Verkehr und konnte mich etwas absetzen.“

Das 2017 dreimal siegreiche Team Manthey-Racing holte mit den beiden Franzosen Romain Dumas und Patrick Pilet im Porsche 911 GT3 R am Morgen zunächst die Pole-Position. Die Führung im Rennen währte allerdings nicht mal eine Runde. Der Phoenix-Audi setzte sich auf der Döttinger Höhe am Ende des ersten Umlaufs an die Spitze. Das Manthey-Duo rangierte stets innerhalb der Top-Platzierungen, musste sich aber am Ende mit Rang vier begnügen.

Der sechste VLN-Lauf war von wechselnden Wetterbedingungen geprägt. Nach dem Start bei trockener Piste folgten zeitweise Schauer in unterschiedlichen Passagen der Nordschleife, die die Reifenwahl wie schon beim 6h-Rennen zum Lotteriespiel machten. Dass am Ende Land vor Phoenix triumphierte, erklärte Stippler mit Defiziten beim Mischverhältnissen: „Wenn es tröpfelt, haben wir es schwer. Natürlich ist es ärgerlich, dass wir nach elf Führungsrunden am Ende nur Platz zwei belegt haben. Wenn man aber das Wetter berücksichtigt, geht das Ergebnis in Ordnung. Platz drei beim letzten Rennen, jetzt zwei – mal schauen, was noch kommt.“ De Phillippi freute sich über seinen vierten VLN-Sieg, für Land-Motorsport war es der 23. Erfolg. „Heute hat einfach alles zusammen gepasst“, sagte der Amerikaner.

Hinter dem Spitzenquartett feierte Mücke Motorsport mit Platz fünf einen gelungenen Einstand in die Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring. Edoardo Mortara und Christian Hohenadel absolvierten im Mercedes-AMG GT3 des Berliner Traditionsrennstalls 28 Runden. Am Ende fehlten den bestplatzierten Sternfahrern 3:54,817 Minuten auf die Spitze. Die Pro-Am-Wertung in der GT3-Klasse gewannen Abdulaziz Al Faisal, Erik Johansson und Adam Christodoulou im AMG GT3 von Black Falcon auf Gesamtrang sechs.

Christian Krognes, Michele Di Martino und Matias Henkola fuhren im BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport auf Rang sieben. Die beiden Porsche-Teams Manthey-Racing mit Otto Klohs und Lars Kern sowie Frikadelli Racing mit Norbert Siedler und Daniel Keilwitz folgten auf den Plätzen acht und neun. Die Top-10 komplettierten „Dieter Schmidtmann“, Heiko Hammel und Felipe Fernandez Laser im Renault R.S.01. Das Trio war damit zudem bestplatziertes Fahrzeug abseits der GT3-Klasse.

Volker Strycek feiert zwei Klassensiege in einem Rennen
Dem langjährigen VLN-Piloten Volker Strycek gelang beim Grenzlandrennen ein besonderes Kunststück. Zusammen mit seiner Tochter Lena gewann er die Opel-Cup-Klasse und an der Seite von Hannu Luostarinen die TCR-Klasse. Strycek hat damit in der Klassensieger-Statistik mit Ralf Schall gleichgezogen. Beide Routiniers zählen 95 Erfolge. Bei Schall riss beim sechsten Lauf die Siegesserie. Fünfmal gewann er in diesem Jahr zusammen mit Christopher Gerhard im Porsche 911 GT3 Cup die Klasse H4.

Das Team Gigaspeed GetSpeed Performance sicherte sich zwei Siege in zwei unterschiedlichen Cup-Klassen. Im Porsche 911 GT3 Cup setzten sich Alexander Mies, Tim Scheerbarth und Steve Jans in der Carrera-Cup-Klasse durch und in der Cayman-Klasse hatten am Ende Fabian Schiller und Teamchef Adam Osieka die Nase vorne. Im BMW M235i Racing Cup war Michael Schrey zum vierten Mal in Folge nicht zu stoppen.

Mühlner-Trio verteidigt mit Platz zwei Tabellenführung
Moritz Kranz, Hamza Owega und Alex Schula reichte in der Cayman-Cup-Klasse ein zweiter Rang hinter Schiller / Osieka, um nach sechs Rennen die Tabellenführung in der Fahrerwertung vor Marcel Manheller zu verteidigen. Der Lokalmatador aus Döttingen fuhr zusammen mit Carsten Kueschgens seinerseits im BMW 325i des MSC Adenau auf Platz zwei in der Klasse V4. Der Klassensieg ging an Christopher Rink, Danny Brink und Phillipp Leisen im BMW 325i des Pixum Team Adrenalin Motorsport.

Der siebte Lauf der VLN findet am 23. September statt. Das 57. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden.

Bonk mit zwei Fahrzeugen zum Ring

„Diesmal treten wir auf dem Nürburgring nur mit einem kleinen Aufgebot an, weil wir zeitgleich noch beim 24h-Rennen in Barcelona starten werden“, erläutert Michael Bonk, Teamchef von Bonk motorsport, die Aktivitäten des Teams am kommenden Wochenende.

Zwei Autos bringt die Mannschaft aus Münster beim sechsten Lauf der VLN, dem 40. RCM DMV Grenzlandrennen, an den Start. Michael Schrey fährt wie gewohnt den BMW M235i Racing Cup. Bonk: „Wir streben einen weiteren Klassensieg im BMW-Cup an und wollen damit unsere Meisterschaftschancen weiter festigen.“

Darüber hinaus sind Jürgen Nett/Achim Nett/Bradley Philpot wieder in dem unter Bonk-Bewerbung startenden Peugeot 308 Racing Cup unterwegs. Das Trio will an die Erfolge des letzten VLN-Laufs anknüpfen, wieder einen Podiumsplatz in der TCR-Klasse erkämpfen und so Platz zwei in der TCR-Wertung verteidigen. Jürgen Nett: „Da schlechte Wetterbedingungen gemeldet sind, können wir unsere Fahrerqualitäten ausspielen.“

BMW M235i Racing Cup weiterhin im Rahmen der VLN

Mit dem BMW M235i Racing Cup bleibt der VLN auch in der Saison 2018 eine der am stärksten besetzten und am härtesten umkämpften Klassen erhalten. Seit 2014 bietet BMW seinen Kunden im BMW M235i Racing und der eigenen Cup-Klasse ein kostengünstiges Einsteigermodell und eine interessante Bühne. Diese hat sich seitdem zu einem echten Erfolgsmodell entwickelt, das in seine nächste Runde geht.

„Der Kundensport ist eine zentrale Säule im Programm von BMW Motorsport – und der BMW M235i Racing hat sich seit 2014 als Einstiegsmodell in den Rennsport bewährt“, sagt BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt. „Wir sind sehr froh, die BMW M235i Racing Cup Klasse auch in der kommenden Saison wieder auf der Nürburgring-Nordschleife zu sehen und die immer wieder hochklassigen und spannenden Positionskämpfe zu verfolgen. Die Tatsache, dass in den vergangenen Jahren immer bis zu 20 Fahrzeuge in der Startaufstellung gestanden haben, bestätigt uns darin, mit der Einführung dieser Cup-Klasse genau die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Die konstant hohen Starterzahlen in den vergangenen vier Jahren belegen das optimale Kosten-Nutzen-Verhältnis beim BMW M235i Racing. Nun freuen wir uns auf ein weiteres Jahr, das wir gemeinsam mit den Fahrern, Teams und unserem langjährigen Reifenpartner Dunlop in Angriff nehmen werden.“

Die BMW M235i Racing Cup Klasse geht bei allen Läufen der VLN sowie beim ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Nürburgring an den Start. Für die Gesamtwertungen bei Fahrern, Teams, Gentleman-Fahrern und Junioren zählen lediglich die VLN-Ergebnisse.

Die jeweils bestplatzierten Fahrer und Teams erhalten nach jedem Rennen sowie am Saisonende wertvolle Sach- und Geldpreise. Mittlerweile ist der BMW M235i Racing auch in vielen weiteren Rennserien rund um die Welt erfolgreich unterwegs.

Zweite VLN-Saisonhälfte: Neue Teams und spannende Projekte

Nach dem Sechs-Stunden-Rennen in der VLN startet am ersten Septemberwochenende beim 40. RCM DMV Grenzlandrennen die zweite Saisonhälfte im Championat. Es verspricht spannend zu werden – und das nicht nur wegen des Kampfs um die Meisterschaft. Neue Teams mit spannenden Projekten und viele weitere Highlights lassen so schnell keine Langeweile aufkommen.

Die Spitzengruppe wird von zwei neuen Teams aufgemischt, die ihre VLN-Premiere bestreiten: Mücke Motorsport und Octane 126. Ersteres ist in der deutschen Motorsportszene keine Unbekannte. Der Berliner Rennstall rund um Peter Mücke schickt einen Mercedes-AMG GT3 mit DTM-Pilot Edoardo Mortara und Christian Hohenadel ins Rennen. Die Ambitionen sind allerdings zunächst noch realistisch. In der VLN hängen die Trauben sehr hoch und als Neulinge lautet das oberste Gebot „Lernen“. Mit einem Ferrari 488 GT3 startet das Team Octane 126 aus der Schweiz den ersten Anlauf in der VLN. Den ersten zaghaften Kontakt mit der Nordschleife gab es beim Qualifikationsrennen zum 24h-Rennen, nun treten Björn Grossmann und Alexander Müller in der weltweit größten Breitensportserie an.

Die beiden Newcomer treffen beim Grenzlandrennen auf die geballte Power VLN-Teams. Speerspitze ist Manthey Racing. Das Team aus Meuspath nahe des Nürburgrings errang drei der fünf Siege in der laufenden Saison. Nun schickt sich das französische Duo Romain Dumas und Patrick Pilet an, noch einmal nachzulegen. Ebenfalls auf Porsche setzt Frikadelli Racing mit den beiden gewohnten Neunelfern in der GT3-Klasse sowie Falken Motorsport. Die Audi-Fraktion ist durch das Team Montaplast by Land-Motorsport – das erfolgreichste Top-Team des vergangenen Jahres – und Phoenix-Racing prominent vertreten. Walkenhorst Motorsport hält die BMW-Fahnen hoch und Mercedes-AMG ist durch Black Falcon, das Haribo Racing Team und Landgraf Motorsport vertreten.

Das BMW-Team Schnitzer wird beim sechsten VLN-Lauf mit einem BMW M6 GT3 in der SP-X Klasse antreten. Das Fahrzeug ist mit Teilen des Evo-Pakets ausgerüstet, das BMW Motorsport derzeit mit Blick auf die Saison 2018 für seine Kunden entwickelt und erprobt. Die Einsätze dienen ausschließlich dazu, die neuen Komponenten einem weiteren Härtetest zu unterziehen. So wird sichergestellt, dass sich die Kunden auf ein vollständig ausgereiftes Evo-Paket freuen können, das sich bereits in der „Grünen Hölle“ bewährt hat.

Weitere Debütanten: Neue Fahrzeuge und neue Piloten
Zuwachs gibt es auch jenseits der Spitzengruppe. So bringt das italienische Team Lanza Motorsport zum ersten Mal 2017 seinen BMW 325 Ci in der Klasse SP4 an den Start und das Toyota Gazoo Racing Team Thailand einen Altis in der SP3. Gleich zwei neue Fahrzeuge gibt es in der Klasse V3 am unteren Ende der Leistungsskala zu vermelden: einen Honda Civic Type-R des VLN-Clubs MSC Münster sowie einen Opel Astra G OPC von WS-Racing.

Auch seitens der Fahrer gibt es Neuigkeiten zu berichten. Ein Beispiel ist Christian Heuchemer aus Bad Ems. Dem 30-Jährigen gelang zusammen mit Thomas Roth im seriennahen BMW bei widrigen Wetterbedingungen in der Rundstrecken-Challenge auf dem Nürburgring jüngst der erste Gesamtsieg. Eine kleine Sensation, ließ das Duo doch eine Reihe leistungsstärkerer Fahrzeuge hinter sich. Mit diesem Erfolg im Rücken ist Heuchemer nun für höhere Ziele gewappnet und steigt in die Langstreckenmeisterschaft auf. Im Cockpit des BMW 330i C des Team Schirmer wechselt er sich mit Roth ab, der seinen ersten VLN-Einsatz beim Saisonfinale 2016 absolvierte.

Das 40. RCM DMV Grenzlandrennen des Rheydter Club für Motorsport führt über die gewohnte VLN-Distanz von vier Stunden, die Ampel schaltet um 12 Uhr auf Grün. Zuvor werden im Zeittraining von 8:30 bis 10 Uhr die Positionen in der Startaufstellung ausgefahren. Zwischen Training und Rennen haben Inhaber eines Tickets die Möglichkeit, beim Pitwalk in der Boxengasse und in der Startaufstellung die vielfältigen VLN-Fahrzeuge und -Piloten aus nächster Nähe zu erleben. Für familienfreundliche 15 Euro gibt es zudem Zugang zu den geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs. Rund um die Nordschleife ist der Eintritt frei.

Black Falcon: Drei Podestplätze

Mit drei Podestplätzen und einem Top-10-Resultat hat Black Falcon den fünften Lauf zur VLN beendet. Der Mercedes-AMG GT3 #7 kam als bestplatziertes Black Falcon-Fahrzeug auf dem sechsten Gesamtrang ins Ziel.  Der erste Testeinsatz des neuen Mercedes-AMG GT4 wurde nach einer tollen Vorstellung und wertvollen Erkenntnissen kurz vor Rennende beendet. Die drei Porsche des Black Falcon Team TMD Friction erzielten den zweiten (#420) und dritten (#394) Platz in der Klasse V6 sowie den dritten Rang in der Klasse SP7 (#61).

Das Saisonhighlight der VLN-Saison war geprägt von ständig wechselnden Wetterbedingungen. Nachdem das erste Drittel der sechsstündigen Renndistanz von Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen begleitet wurde, sorgte ein ständiger Wechsel zwischen Sonne und Regen während der verbleibenden vier Stunden für schwierige Bedingungen rund um die 24,358km lange Strecke.

Platz sechs für den Mercedes-AMG GT3
Der als Speerspitze des Black Falcon-Aufgebots gestartete Mercedes-AMG GT3 #7 mit Hubert Haupt, Adam Christodoulou und Manuel Metzger ging nach einem nicht optimal verlaufenen Qualifying als Siebter ins Rennen. In der letzten Runde des Zeittrainings wurde Manuel Metzger mehrmals durch Überrundungen an Schlüsselstellen aufgehalten. „Unsere theoretische Bestzeit hätte locker für die Pole-Position gereicht, leider hatten wir in der schnellen Phase des Qualifyings keine freie Runde“, so Metzger. Das Trio verlor zudem in der Anfangsphase des Rennens viel Zeit durch Code-60-Situationen rund um die Nordschleife. Trotz eines Leitplankenkontaktes mit anschließendem Reparaturstopp konnten sich die Fahrer in der zweiten Rennhälfte noch auf dem sechsten Platz nach vorne arbeiten – ein versöhnliches Ergebnis nach einem schwierigen Rennen.

Mercedes-AMG GT4 überzeugt Team und Fahrer trotz Ausfall
Beim ersten Einsatz des brandneuen Mercedes-AMG GT4 kamen Fidel Leib, Stefan Karg, Alexander Toril und Jan Seyffarth nicht ins Ziel. Ein technischer Defekt stoppte das Quartett in der letzten Rennstunde, nachdem das Auto sowohl bei nasser als auch bei trockener Fahrbahn eine hervorragende Performance abgeliefert hatte. Das erste Fazit der Piloten und des Teams fiel dementsprechend sehr positiv aus.

Pole-Position und drei Podestplätze für das Black Falcon Team TMD Friction
Für das Black Falcon Team TMD Friction gab es bereits nach dem Qualifying allen Grund zur Freude: Aurel Schoeller erzielte in der letzten Runde der Session die schnellste Zeit in der Klasse V6 und sicherte damit dem Porsche 911 Carrera (#394) und seinen Teamkollegen Thomas Bolz, Olaf Schlüter und Miguel Toril die Pole-Position. Das Schwesterauto, der Porsche 911 Carrera (#420) mit Alexander Akimenkov, Axel König, Norbert Schneider und Vasilii Selivanov, qualifizierte sich für Startplatz drei der Klasse. Das dritte Fahrzeug des Black Falcon Team TMD Friction, der Porsche 911 GT3 Cup von Jürgen Bleul, „Takis“ und Carsten Knechtges, ging von Platz fünf der Klasse SP7 ins Rennen.

Bereits in der Anfangsphase des Sechsstundenrennens startete Jürgen Bleul am Steuer des für die Nordschleife optimierten Porsche eine bemerkenswerte Aufholjagd. Während eines fehlerfreien Rennens arbeiteten sich Bleul, „Takis“ und Knechtges über 40 Positionen im Gesamtklassement nach vorne und durften sich schließlich über Klassenrang drei freuen. In der V6 tauschten die beiden Porsche 911 Carrera die Reihenfolge aus dem Qualifying. Akimenkov, König, Schneider und Selivanov beendeten das VLN-Saisonhighlight auf Platz zwei, dicht gefolgt von Bolz, Schlüter, Schoeller und Toril, die mit Rang drei in der Klasse V6 einen weiteren Podestplatz für Black Falcon erzielten und damit das hervorragende Teamergebnis bestätigten.

Alexander Böhm – Geschäftsführer Black Falcon
„Obwohl wir in mit dem Mercedes-AMG GT3 einen Podestplatz verfehlt haben, bin ich mit unserem Teamergebnis wirklich sehr zufrieden. In einem wetterbedingt überaus anspruchsvollen Rennen haben Fahrer und Team einen kühlen Kopf bewahrt. Alle fünf Fahrzeuge haben das Rennen ohne größere Blessuren überstanden. Der Mercedes-AMG GT4 lief bis zum späten Ausfall, der durch ein Sensorproblem ausgelöst wurde, ebenfalls perfekt und hat die Fahrer nachhaltig beeindruckt. Dieses Auto ist eine tolle Bereicherung für den Mercedes-AMG Kundensport!“