Rowe: Test im Renntrimm

Die Renn-Saison 2017 ist endlich eröffnet, und Rowe Racing hat nach 125 Tagen Winterpause beim ersten Lauf der VLN auf der Nordschleife viele wertvolle Erkenntnisse in der Vorbereitung auf den Jahreshöhepunkt beim 45. ADAC Zurich 24h-Rennen am 27./28. Mai an gleicher Stelle gesammelt. Beide BMW M6 GT3 des Teams aus St. Ingbert kamen bei der vierstündigen 63. ADAC Westfalenfahrt ohne größere technische Probleme über die Distanz, sodass die sechs eingesetzten Fahrer viele erste Nordschleifen-Kilometer in diesem Jahr unter Rennbedingungen abspulen konnten. Am Ende standen die Plätze 19 und 25 zu Buche, was aber angesichts des Programms, das sich die Mannschaft vorgenommen hatte, eine Nebenrolle spielte.

Die ersten Renn-Kilometer überhaupt in der Mannschaft von Rowe Racing und auch im BMW M6 GT3 waren es für Neuzugang Marc Basseng. Der Nordschleifen-Spezialist, der in der Eifel schon einen Sieg beim 24h-Rennen und 26 Siege in der VLN gefeiert hat, nutzte die Gelegenheit, sich bei trockenen und sonnigen Bedingungen weiter an sein neues Auto zu gewöhnen. Er teilte sich das Cockpit des BMW M6 GT3 mit der #99 mit BMW DTM-Pilot Maxime Martin aus Belgien und BMW Werksfahrer Alexander Sims aus Großbritannien. Eine etwas bessere Platzierung verpasste das Trio, das von Startposition 27 ins Rennen gegangen war und letztlich drittbeste BMW-Crew des Tages wurde, weil es vor der letzten Rennrunde noch einen kurzen Extra-Tankstopp einlegen musste, um über die Distanz zu kommen. Beim Boxenstopp zuvor hatte es Probleme mit der Anzeige der Betankungsanlage gegeben.

Die gleichen Schwierigkeiten hatte auch das Schwesterauto mit der #98, mit dem der Niederländer Nick Catsburg, der Brite Richard Westbrook und der Finne Markus Palttala unterwegs waren, bis der BMW M6 GT3 in der letzten Runde auf der Döttinger Höhe wenige Kilometer vor dem Ziel ausrollte. Bis dahin hatte sich das Trio von Startplatz 29 bis in die Top-20 vorgearbeitet, obwohl bei einer leichten Kollision die Heckschürze beschädigt worden und dann von den Mechanikern kurz darauf beim nächsten Boxenstopp komplett entfernt worden war.

Hans-Peter Naundorf, Teamchef Rowe Racing: „Für uns war dieses Rennen ganz in Ordnung. Wir haben sehr viel ausprobiert und gestetet, da wir uns an ein neues Reglement und neue Reifen gewöhnen müssen. Da wir unser Programm durchziehen wollten, hatten wir uns vorgenommen, möglichst ordentliche Runden zu fahren und bei mehr als 190 Startern auch nicht das Risiko möglicher Unfälle einzugehen. Es ist nach dem heutigen Tag sehr schwierig, die Performance der einzelnen Hersteller einzuschätzen, aber ich habe auf dem Nürburgring noch nie ein Qualifying erlebt, in dem so viele GT3-Fahrzeuge so dicht beieinander lagen.“

Marc Basseng, Rowe Racing #99 BMW M6 GT3: „Meine ersten Runden für das Team waren mega. Ich hatte ein gutes Tempo und konnte ein gutes Gefühl für das Auto aufbauen. Der BMW M6 GT3 fährt sich ganz anders, man kann mit ihm länger in die Kurven reinbremsen. Das muss man erstmal lernen und umsetzen, aber das war schon ganz okay.“

Porsche-Sieg beim VLN-Auftakt

Die 24h-Rekordsieger haben dem Saisonauftakt in der VLN-Langstreckenmeisteschaft ihren Stempel aufgedrückt: Manthey Racing holte beim ersten Rennen die Pole und den Sieg. Für eine Premiere sorgte dabei das Fahrertrio. Denn erstmals in der VLN- (und 24h-) Geschichte standen drei Franzosen ganz oben auf dem Podest. Romain Dumas, Fred Makowiecki und Patrick Pilet pilotierten den Porsche 911 GT3 R , der nach der vierstündigen Rennen gegendistanz vor dem Bentley Continental GT3 von Christer Jöns, Chris Brück und Jordan Pepper durchs Ziel ging. Auch die Zweitplatzierten sorgten damit für eine Premiere, denn sie bescherten Bentle den ersten VLN-Podiumserfolg. Platz drei ging an das Audi Sport Team Land mit den Piloten Christopher Mies, Connor De Phillippi und Markus Winkelhock im Audi R8 LMS.

Perfekte äußere Bedingungen sorgten für volle Ränge am Nürburgring und konnten sich über einen äußerst faszinierenden Schlagabtausch freuen. Im Zeittraining eroberte Pilet im später siegreichen Manthey-Porsche in 8:01,661 Minuten die Pole. Doch schon da deutete sich an, dass es ein spannender Tag werden würde. Denn 28 Fahrzeuge hatten sich im Qualifying innerhalb von nur zehn Sekunden platziert.

Auch im Rennen bestimmten die GT3-Porsche über weite Strecken das Geschehen. In der vorletzten Runde führte der Porsche 911 GT3 R von Falken Motorsports das Rennen an. Dann unterlief Laurens Vanthoor ein folgenschwerer Fehler. Der Belgier geriet beim Überrunden eines langsameren Fahrzeugs aufs Gras, verlor beim Anbremsen der Hohenrain-Schikane die Kontrolle über sein Auto und schlug seitlich in die Streckenbegrenzung ein. Zwar konnte er den Porsche noch an die Box fahren, dort stellte das Team aber eine gebrochene Spurstange fest. „Ich wollte Falken den ersten Sieg bescheren“, kommentierte der enttäuschte Vanthoor per Twitter, während die Sieger auf dem Podium feierten. „Ich habe in einigen Code 60-Phasen Zeit verloren und musste deshalb volles Risiko gehen, um die wieder aufzuholen. Das war ein Fehler.“

So erbte Patrick Pilet, der zu diesem Zeitpunkt nur rund zwei Sekunden Rückstand auf Vanthoor hatte, den Sieg kampflos. Der Vorsprung auf den zweitplatzierten Bentley betrug im Ziel 1:08,751 Minuten. „Ich bin mir nicht sicher, ob ich es geschafft hätte, Laurens auf der Strecke noch zu überholen “, gab Pilet zu. „Wir haben uns ein spannendes Duell um die Spitze geliefert und waren dabei auf Augenhöhe. Je nach Verkehr war teils er auf eine Runde betrachtet etwas schneller, teils ich. Es wäre auf jeden Fall am Schluss sehr, sehr eng geworden.“

Groß war die Freude über den ersten Bentley-Podestrang bei Chris Brück: „Ich bin so aufgeregt, als hätte ich gerade eine Meisterschaft gewonnen“, gestand der Kölner. „Das war lange fällig, heute hat es endlich geklappt. Klar haben wir von dem Ausfall des Falken-Porsche profitiert, aber wir wären auch ohne diesen Zwischenfall auf dem Podium gelandet.“

Den selbst gestellten Ansprüchen wurde das Audi Sport Team Land mit Platz drei nicht ganz gerecht. „Das hätte besser laufen können“, bekannte Christopher Mies. „Platz zwei wäre unter Umständen drin gewesen heute, gegen die Porsche war aber heute kein Kraut gewachsen.“ Das Team handelte sich im Rennen eine Durchfahrtsstrafe ein, weil bei einem Boxenstopp die Mindeststandzeit nicht eingehalten wurde.

Hinter dem Spitzentrio fuhren die beiden Audi R8 LMS des Audi Sport Team WRT auf die Plätze vier und fünf. Das Schwesterfahrzeug von Phoenix Racing belegte Rang sechs vor dem schnellsten Mercedes-AMG GT3 von Black Falcon mit den Fahrern Hubert Haupt, Abdulaziz Al Faisal, Daniel Juncadella und Luca Stolz.

Der erste Sieg in der TCR-Klasse geht an mathilda racing
Die ersten Sieger in der neuen TCR-Klasse der VLN geht an das Team, das im vergangenen Jahr für das TCR-Debüt beim 24h-Rennen sorgte: Andreas Gülden und Benjamin Leuchter pilotierten den siegreichen Volkswagen Golf GTI TCR von mathilda racing. Sie setzten sich dabei gegen sechs Konkurrenten durch. Gülden war übrigens bereits im vergangenen Jahr am ersten Sieg eines TCR-Autos in der VLN beteiligt, damals allerdings noch in der Klasse SP3T.

Enge Entscheidungen in den kleinen Klassen
Nur wenige Zentimeter entschieden über Sieg und Niederlage im heiß umkämpften BMW M235i Racing Cup. Mit dem hauchdünnen Vorsprung von sieben Tausendstelsekunden setzten sich Thomas Jäger und Rudi Adams vom Team Scheid-Honert Motorsport gegen Solist Yannik Mettler im Cup-Auto unter der Bewerbung des ADAC Team Weser-Ems durch.
Ähnlich umkämpft war der Zieleinlauf in der Klasse V4 (VLN-Produktionswagen bis 2.500 ccm Hubraum). Hier setzten sich die Lokalmatadore vom MSC Adenau, Marcel Mannheller und Hajo Müller, mit 0,818 Sekunden gegen Oskar Sandberg und Thorsten Kratz aus dem Team Securtal Sorg Rennsport durch. Die seriennahe Klasse war mit 18 Fahrzeugen sehr gut besetzt, beide Siegerteams pilotierten einen BMW 325i.

Frikadelli mit zweitem Porsche beim 24h-Rennen

Die Fans der Nordschleife dürfen sich freuen: Frikadelli Racing setzt 2017 gleich zwei Porsche 911 GT3 R ein. Das zusätzliche SP9-Auto geht beim zweiten VLN-Saisonlauf erstmals an den Start und wird ebenfalls das ADAC Zurich 24h-Rennen auf der Traditionsrennstrecke bestreiten – jeweils mit Norbert Siedler und weiteren Profi-Fahrern am Steuer.

Am kommenden Samstag startet Frikadelli Racing zunächst mit einem GT3 R für Sabine Schmitz, Klaus Abbelen, Norbert Siedler und Andreas Ziegler. Der Testauftakt am vergangenen Donnerstag auf dem Nürburgring verlief für das Kultteam nach Plan.

„Unser Porsche funktionierte perfekt, wir hatten keinerlei Probleme“, bekräftigt Teamchef Klaus Abbelen. „Neben Sabine und mir kam auch Andreas Ziegler zum Einsatz, wir haben viele Runden abgespult und konnten das Auto an die aktuellen Reglementsänderungen anpassen, sowie Reifen testen. Jetzt freuen wir uns darauf, dass es am Samstag auf unserer Lieblingsstrecke endlich wieder rund geht.“

Manthey gibt Fahrer für 24h-Rennen bekannt

Manthey-Racing ist auch in dieser Saison wieder mit einem schlagkräftigen Line-Up und mehreren Porsche Rennfahrzeugen beim ADAC Zurich 24h-Rennen und in der VLN. Ins Rennen geschickt werden drei Porsche 911 GT3 R für Otto Klohs und „Steve Smith“ sowie das neongelbe Fahrzeug namens „Grello“. „Gin Tonic“ kehrt mit einem Porsche 911 GT3 Cup MR zurück zum Team. Manthey-Racing setzt sowohl bei seinen Kunden wie auch bei seinen Partnern auf Kontinuität.

Der Auftakt der VLN steht bevor und traditionsgemäß setzt Manthey-Racing einige Kundenfahrzeuge ein. Am Steuer des Porsche 911 GT3 R mit der Nummer 12 wechseln sich Otto Klohs und Robert Renauer ab und werden dabei von den Porsche Young Professionals Matteo Cairoli und Mathieu Jaminet unterstützt. Otto Klohs geht, durch einen zweiten Platz beim 24h-Rennen in Dubai zu Beginn des Jahres, bestärkt in die VLN-Saison. Im Schwesterfahrzeug mit der Startnummer 59, einem zweiten Porsche 911 GT3 R, greifen „Steve Smith“, Hari Proczyk und Reinhold Renger ins Steuer. Beim 24h Qualifikationsrennen und 24h-Rennen erhält das Trio zudem Verstärkung von Porsche-Werksfahrer Sven Müller. Dieselbe Fahrerbesetzung, die im Januar bereits bei den 24h von Daytona an den Start ging. Für beide ist das Ziel, an die Vorjahreserfolge anzuknüpfen und sich in der neu geschaffenen ProAm-Kategorie unter professionellen Amateuren gute Ergebnisse zu sichern.

Als Rückkehrer mit weitreichender Nordschleifen-Erfahrung bilden „Gin Tonic“, Ralf Oeverhaus und Christian Bollrath auf einem Porsche 911 GT3 Cup MR mit der Nummer 88 ein weiteres Fahrer-Trio.

Gemeinsam mit den teils langjährigen Partnern Scherer, Bott, KW, Michelin, Pagid, BBS, Hazet, Mobil 1 und Esso setzt Manthey-Racing den neonfarbenen „Grello“ ein. Zusätzlich bekommt das Team Unterstützung aus Zuffenhausen –  Romain Dumas, Fred Makowiecki und Patrick Pilet werden beim ersten Rennen der Saison hinter dem Lenkrad des Porsche 911 GT3 R Platz nehmen und sich die Startnummer 911 im Verlauf der Saison mit weiteren Porsche-Werksfahrern in unterschiedlichen Besetzungen teilen.

In den ersten VLN-Rennen wird der Fokus auf Tests und die Feinabstimmung der Fahrzeuge liegen, um dann beim 24h-Rennen auf dem Eifelkurs gegen eine starke Konkurrenz voll angreifen zu können. Für den Rest der Saison am Nürburgring wird Manthey-Racing dann auf VLN-Tagessiege setzen.

Bulletin für mehr Fairness und Transparenz

Mit einem Bulletin, das ab sofort auf der Teilnehmerseite (www.24h-information.de) des 24h-Rennens zu finden ist, unterstreichen die Veranstalter des 24h-Rennens kurz vor Saisonbeginn noch einmal ihr Bestreben, für mehr Fairness und Transparenz im Wettbewerb zu sorgen und damit letztlich die Sicherheit für Teilnehmer und Zuschauer zu erhöhen. Für wichtige Top-Fahrzeugklassen (z. B. 24h Special / SP-X / SP 9) regelt das Bulletin wichtige Punkte und schiebt Taktik-Spielereien einen Riegel vor. So dürfen in den betroffenen Klassen beim 24h-Rennen nur Reifenspezifikationen verwendet werden, die vom Team bereits während der beiden vorausgegangenen VLN-Läufe oder dem 24h-Qualirennen genutzt wurden. Für Turbomotoren wird präzise definiert, in welch beschränktem Maß der zulässige Ladedruck temporär überschritten werden darf.

Ein besonderes Signal senden die Veranstalter überdies an die GT3-Teams: Ein neu eingeführter Artikel gibt dem Rennleiter in Abstimmung mit den Sportkommissaren das Recht, Teams während des laufenden Rennens mit einem Zusatzgewicht von bis zu 50 kg zu bestrafen. Dieses Instrument darf dann angewendet werden, wenn es eine offensichtliche Abweichung zur gültigen BoP gibt.

Das Bulletin 1/2017 ist ab sofort unter www.24h-information.de auf der 24h-Teilnehmerseite abrufbar. Dort ist es für jeden interessierten Leser unter > Downloads > Regularien zu finden.

Vorhang auf für die Nordschleifen-Show

Mit dem Saisonauftakt der VLN Langstreckenmeisterschaft an diesem Wochenende (25. März 2017) beginnt auch der Countdown für den Höhepunkt der Saison auf der Nürburgring-Nordschleife. Dem ADAC Zurich 24h-Rennen vom 25. bis 28. Mai fiebern Fans und Fahrer gleichermaßen zu. Im vergangenen Jahr gab es das knappste Ergebnis der 24h-Historie und einen Mercedes-Vierfachsieg – alle Anzeichen deuten darauf hin, dass sich die spannungsgeladene Motorsport-Show auch diesmal fortsetzt. Denn was Teams und Hersteller an Fahrzeugen und Piloten bislang schon angekündigt haben, verspricht einen Kampf an der Spitze mit faszinierenden Fahrzeugen, in denen Weltklassepiloten agieren. Dazu gesellt sich einmal mehr ein Heer von Nordschleifenspezialisten aus Privatfahrerkreisen. Die VLN meldet für die Saison 2017 ein Rekordnennungsergebnis, und natürlich werden viele Piloten auch beim ADAC Zurich 24h-Rennen dabei sein. Bis es soweit ist, steht aber ein Vorspiel in drei Akten auf dem Programm: Neben zwei VLN-Läufen gehört auch das 24h-Qualifikationsrennen vom 22. bis 23. April wieder zum Vorbereitungsprogramm.

Wenn die ADAC Westfalenfahrt am Wochenende die VLN-Saison einläutet, dann geht es den meisten Teams auch darum, zügig in die heiße Vorbereitungsphase für das 24h-Rennen einzusteigen: Neue Fahrermannschaften haben sich formiert, die Fahrzeuge wurden überarbeitet. Viele Details im technischen Reglement wurden angepasst und wollen von den Teams in die Praxis umgesetzt werden: Alles auf Anfang, die Saison kann losgehen. Und sie hat es in sich, denn so früh wie selten zuvor haben einige der wichtigsten Akteure die Karten auf den Tisch gelegt: BMW kündigt fünf M6 GT3 mit Werksunterstützung an. In ihnen wirkt ein Kader von über 20 exzellenten Piloten – darunter eine Reihe ehemaliger 24h-Sieger und Fahrer aus DTM und IMSA. Mercedes-AMG schickt ebenso viele werksunterstützte Mercedes-AMG GT3 ins Rennen und startet ebenfalls mit einem noch stärkeren Fahrerkader zum Projekt „Titelverteidigung“. Vier Audi R8 LMS rollen für Audi Sport an den Start, die von Nordschleifen- und Langstrecken-Spezialisten gefahren werden: Alleine dies hätte in früheren Jahren für Freudentänze bei den Fans gesorgt. Doch die Spannung wird durch Privateinsätze exzellenter Teams weiter befeuert: Phoenix (Audi), Walkenhorst (BMW), HTP, Black Falcon und Landgraf (Mercedes-AMG), Frikadelli (Porsche), WTM (Ferrari): Sie alle haben vorzügliche Kader für ihre GT3-Boliden angemeldet.

Reglement weiter optimiert
Dass die Teams so frühzeitig die Karten auf den Tisch legen, könnte auch an der nochmal gestiegenen technischen Transparenz liegen: „Das Reglement wurde im Vergleich zu 2016 in vielen Punkten optimiert“, beschreibt 24h-Rennleiter Walter Hornung. „Reifen, Aerodynamik, Fahrzeugleistung – viele Stellschrauben wurden bewegt und sorgen dafür, dass die Leistung der Fahrer noch wichtiger wird, als sie auf der hochkomplexen Nordschleife ohnehin schon war.“ ADAC Nordrhein, VLN und DMSB (Deutscher Motor Sport Bund e. V.) wirkten dabei zusammen, um die Regularien für die Saison 2017 mit Blick auf die Sicherheit aber auch auf die Einsatzkosten zu optimieren. Hornung: „In VLN und beim 24h-Rennen sollen auch weiterhin Privatteams zu realistischen Konditionen fahren können.“ Und das scheint zu fruchten, denn auch in den Produktionswagen- und Cup-Klassen ist das Interesse ungebrochen groß.

VLN-Auftakt: Das wird ein Fest

Die Vorfreude steigt: Am kommenden Samstag, 25. März 2017 geht es in der „Grünen Hölle“ endlich wieder rund. Nach langer Winterpause – fast fünf Monate lang blieben die Motoren auf der legendären Nürburgring Nordschleife stumm – startet die VLN mit der 63. ADAC Westfalenfahrt in ihre 41. Saison. Mehr als 190 Fahrzeuge haben für das Auftaktrennen genannt und werden den Fans ein Motorsportfest sondergleichen bereiten.

Mit von der Partie ist die Elite des europäischen Motorsports: erfolgreiche Topstars aus der internationalen Sportwagenszene, ehemalige Le Mans-Sieger und fast das halbe DTM-Fahrerfeld. Und Topfahrzeuge vom Schlage eines Audi R8 LMS, Bentley Continental GT3, BMW M6, Ferrari 488, Lamborghini Huracan, Mercedes-AMG GT3, Nissan GT-R Nismo und Porsche 911 GT3, garniert von Exoten wie dem Renault R.S. 01 und dem Glickenhaus SCG003C, lassen die Herzen der Fans rund um die Nordschleife höher schlagen. Nicht weniger als 36 hochkarätige Rennboliden aus der GT3 (SP9) und der SP-X-Klasse kämpfen um den Tagessieg. Da wird so manche reine GT-Serie neidisch.

Die wahren Helden fahren Kleinwagen
In der weltweit größten Breitensport-Rennserie sind die wahren Helden jedoch abseits der Spitzengruppe zu finden. Denn von den Top-Autos mit über 500 PS reicht die Bandbreite der Fahrzeuge in der VLN bis hin zum seriennahen Renntourenwagen mit gerade mal 1,8 Litern Hubraum.

Reiner Thomas aus Hürth und Manfred Schmitz aus Kerpen bilden in der Klasse V2 mit ihrem kleinen BMW 318is beim Saisonauftakt das andere Ende des Teilnehmerspektrums. Ihr seriennaher Produktionswagen leistet weniger als ein Drittel der hubraumstarken PS-Boliden in der Spitzengruppe, trotzdem sind die beiden mit mindestens ebenso großer Begeisterung dabei. Und wenn sie nach Ablauf der Vier-Stunden-Distanz die Zielflagge sehen, ist ihre Freude wohl um ein Vielfaches größer als bei den arrivierten Profirennfahrern. Thomas und Schmitz gehen seit 2013 regelmäßig in der VLN an den Start. 2016 haben sie bei allen Rennen die Zielflagge gesehen – als Sieger. Zugegeben, siebenmal hätten sie auch nur sich selber schlagen können, denn sie waren die einzigen Teilnehmer in der V2. Ihren Ehrgeiz schmälert das nicht im Geringsten, auch 2017 greifen sie wieder voll an.

Publikumslieblinge aus der Region
Man muss nicht unbedingt Kleinwagen fahren, um in der Gunst treuer und fachkundiger VLN-Fans ganz weit oben zu stehen. Das gelingt einem, natürlich, auch mit einem GT3-Auto, wie das WTM-Racing und Frikadelli-Racing traditionell auf und an der Nordschleife seit Jahren eindrücklich unter Beweis stellen.

WTM, das steht in diesem Jahr für „Wochenspiegel Team Monschau“. Teameigner Georg Weiß hat in der Winterpause Marke und Auto getauscht: Ferrari 488 GT3 statt Porsche 911 GT3 R. Dafür startet der Unternehmer aus Monschau weiterhin zusammen mit seinen langjährigen Weggefährten Oliver Kainz, Jochen Krumbach und Mike Stursberg in die neue VLN-Saison. Eine Platzierung in den Top-Ten scheint angesichts der geballten Macht der Gegner in der GT3-Klasse schon sehr schwierig. Trotzdem darf man sicher sein, dass die Fans die Fahrt des Amateur-Quartetts feiern werden, schließlich sorgt Weiß mit seinem flammneuen Ferrari für Abwechslung und untermauert seinen Individualismus.

Einen Neuzugang gab es bei Frikadelli-Racing. Der Porsche des Fleischwarenfabrikanten Klaus Abbelen und seiner Lebensgefährtin Sabine Schmitz wird in diesem Jahr erstmals auch von Andreas Ziegler aus Remagen pilotiert. Der Newcomer im Team – der 46-jährige Lokalmatador zählt zu den erfahrenen Nordschleifen-Piloten – kehrt nach einem Jahr im Audi R8 LMS zum Neunelfer zurück, dessen unterschiedlichen Modelle er in den sechs Jahren davor pilotierte. 2015 fuhr er mit dem GT-Klassiker aus Stuttgart zu seinem bislang einzigen Klassensieg. Der Österreicher Norbert Siedler komplettiert das Frikadelli-Quartett.

Alter schützt vor Rennspeed nicht
Der mit Abstand älteste Rennwagen im bunt gemischten Starterfeld ist der Opel Manta von Olaf Beckmann. Das Sportcoupé ist seit 1994 in der Langstreckenmeisterschaft dabei und errang 51 Klassensiege in 113 Rennen – und ein Ende ist nicht abzusehen. Nicht nur der Wagen hat viele Jahre auf dem Buckel (mittlerweile weit über 50.000 Rennkilometer), auch Beckmann und seine Mitstreiter Peter Hass und Volker Strycek sind reich an Erfahrung. Zusammen vereinen sie 189 Lenze im Manta.

Volker Strycek tritt zudem auch in dieser Saison wieder den Beweis an, dass die VLN eine echte Familienangelegenheit ist. Zusammen mit Tochter Lena und Sohn Robin absolviert der ehemalige DTM-Meister im Opel Astra OPC Cup einen Doppelstart.

Die Meister gehen getrennte Wege
Während das Manta-Trio eine eingeschworene Mannschaft ist, gehen Alexander Mies und Michael Schrey, die amtierenden VLN-Meister und auch Gewinner des BMW M235i Racing Cup, 2017 getrennte Wege. Während Schrey dem Team Bonk-Motorsport und dem BMW Cup die Treue hält, ist Mies zum Gigaspeed Team GetSpeed Performance in die Porsche Cup-Klasse gewechselt. Dort fährt er zusammen mit Tim Scheerbarth, dem VLN-Champion von 2011, und dem Luxemburger Steve Jans einen Porsche 911 GT3 Cup. Vom eigenen Potenzial her hätte das Trio 2017 gute Aussichten auf den Titel, gäbe es da nicht das altbewährte Punktesystem der VLN, das die Fahrer am meisten belohnt, die in ihrer Klasse die meisten Konkurrenten hinter sich lassen. Beim Auftaktrennen ist die Porsche Cup-Klasse mit fünf Fahrzeugen dünn besetzt, so dass die Punkteausbeute selbst bei einem Sieg mager ausfallen würde.

Erlebnis VLN: Live vor Ort oder im Internet
In der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring steht der Begriff Fannähe nicht bloß für eine Marketing-Formel. In der VLN gibt es den Motorsport wirklich noch zum Anfassen. Solange die Motoren ruhen, haben Fans mit einem Fahrerlagerticket auch weiterhin Zutritt zur Boxengasse und sogar zur Startaufstellung. Für den familienfreundlichen Eintrittspreis von 15 Euro (Jugendliche bis 14 Jahren zahlen nichts) sind zudem auch die geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs frei zugänglich. Tickets sind vor Ort an den Eingängen zum Fahrerlager und zu den Tribünen erhältlich.

Für Daheimgebliebene bietet die VLN in diesem Jahr einen deutlich verbesserten Service: Über die offizielle Website VLN.de gibt es von 8:15 bis zirka 16:30 Uhr einen Livestream, der 2017 noch mehr Live-Bilder von Onboard-Kameras aus der „Grünen Hölle“ umfasst. Abgerundet wird die Online-Übertragung durch Livetiming und Liveticker.

Das Zeittraining findet von 8:30 bis 10:00 Uhr statt. Das Rennen startet um 12:00 Uhr für die Distanz von vier Stunden.

Sorg Rennsport bringt acht Fahrzeuge

Am kommenden Wochenende startet die VLN in die neue Saison. Europas populärste Breitensportserie feiert in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum. Neun Rennen, davon acht mit einer Distanz von vier Stunden sowie einem 6h-Rennen, stehen dieses Jahr auf dem Programm. Mit mindestens acht Fahrzeugen gehört Securtal Sorg Rennsport erneut zu den stärksten Mannschaften auf dem Eifelkurs.

„Während des Winters gingen bei uns in der Werkstatt die Lampen sehr häufig früh an und erst extrem spät aus“, sagt Benjamin Sorg, der wie gewohnt zusammen mit seinem Bruder Daniel die Geschicke des Wuppertaler Traditionsrennstalls leitet. „Die vorhandenen Fahrzeuge wurden überprüft und optimiert sowie neue aufgebaut. Wir freuen uns auch, einige neue Piloten im Team begrüßen zu dürfen. Wir sind gut vorbereitet, es kann am nächsten Samstag losgehen.“

Die erfolgreichste Paarung des Vorjahres ist unverändert mit an Bord: Heiko Eichenberg aus Wetzlar und „sein“ BMW M235i Racing Cup. Dem 42-jährigen Solisten gelang in 2016 als einzigem das Kunststück, die späteren Meister gleich zweimal zu besiegen. Der 22. Tabellenrang im Feld der fast 900 Teilnehmer war der verdiente Lohn für eine großartige Saison. „Ich freue mich auf 2017. Viele Podien und der eine oder andere Klassensieg wären schön“, sagt Eichenberg, dessen BMW nun in den auffälligen „fruit2go“-Farben foliert wurde.

In dieser hartumkämpften BMW-Cup-Klasse werden bis zu drei weitere Sorg-Fahrzeuge in das Geschehen eingreifen. Ein Cockpit wird zunächst von Marco Timbal und BMW-Junior Ricky Collard besetzt. Die Lenkradarbeit im Gedlich-BMW teilen sich Guido Wirtz und Felix Günther. Wirtz konnte seit 2002 bereits 19 VLN-Klassensiege feiern, Günther hat sein Nordschleifenhandwerk über das dmsj-Youngster-Team des Deutschen Motor Sport Bundes gelernt.

Gleich in drei Produktionswagenklassen ist Securtal Sorg Rennsport vertreten: Bis 2500 ccm (V4), bis 3000 ccm (V5) und bis 3500 ccm (V6). In der V4 kommen zwei BMW 325i zum Einsatz. Die Coupé-Variante wird von den aus der Youngtimer-Serie bekannten Olaf Meyer und Jochen Schnuck bewegt. Die Lenkradarbeit in der viertürigen BGS Technic-Limousine teilen sich der Norweger Oskar Sandberg sowie Torsten Kratz.

„Unser Ziel sind ganz klar Klassensiege“, sagt Sandberg. „Bei rund 15 Startern in der Klasse V4 ist die Konkurrenz natürlich groß, Erfolge bringen aber auch viele Meisterschaftspunkte.“

Torsten Kratz wird auch zu den Fahrern im Eibach-Porsche Cayman aus der Klasse V5 gehören. Die Teamkollegen sind Kevin Warum sowie Yannick Mettler. „Erste Testfahrten verliefen sehr vielversprechend. Die Sorg-Mannschaft hat ein hervorragendes Fahrzeug aufgebaut. Wie in der Klasse V4 sind auch hier Klassensiege das Ziel“, sagt Kratz. In der hubraumstärksten Klasse V6 bilden Nicolas Griebner, Björn Simon und Emin Akata das Cayman-Trio.

Securtal Sorg Rennsport kehrt zudem mit einem GT4-Boliden zurück. Nach dem zahlreichen Siegen mit dem legendären BMW M3 GT4 wurde nun ein Porsche Cayman GT4 neu aufgebaut. Legendär ist bei diesem Zuffenhausener auch der Sponsor: Nach rund 30-jähriger Abstinenz im Motorsport kehren die Sinziger Mineralbrunnen zurück. Daniel Sorg: „Sinziger hat damals Olaf Mantheys Karriere erst möglich gemacht. Wir sind stolz darauf, diese wirklich legendären Farben jetzt wieder vertreten zu dürfen.“ Stefan Beyer, Stefan Kenntemich, Peter Schepanek und Oliver Bender bilden hier abwechselnd die Fahrerpaarungen.

WTM: Der Saisonstart kann kommen

Das Wochenspiegel Team Monschau (WTM-Racing) trat bei den traditionellen Test- und Einstellfahrten auf dem Nürburgring mit zwei Fahrzeugen an. Den Wochenspiegel-Ferrari 488 GT3 fuhren Georg Weiss, Oliver Kainz, Jochen Krumbach und Mike Stursberg. Auf dem Wochenspiegel-Porsche Cayman GT4 wechselten sich René Offermann und Dirk Riebensahm ab.

Die äußeren Bedingungen in der Eifel waren sicherlich nicht ideal. Immer wieder setzte Regen ein, wodurch den gesamten Tag die Strecke nicht abtrocknete. Trotzdem spulten beide Fahrzeuge ein umfangreiches Testprogramm ab. Weiss: „Mit dem Ferrari arbeiten wir noch am Basisprogramm. Trotz des schlechten Wetters sind wir wieder einige Schritte weitergekommen. Für die beiden Cayman-Piloten ging es hauptsächlich darum, nach der Winterpause möglichst viele Runden zu absolvieren. Wir hatten einen guten Testtag ohne nennenswerte Probleme. Wir werden jetzt konsequent beim ersten VLN-Rennen weiterarbeiten.“

Für WTM-Racing, das in dieser Saison mit Rinaldi Racing zusammenarbeitet, steht der erste VLN-Lauf, schon am kommenden Wochenende an. Im Wochenspiegel-Ferrari werden alle vier WTM-Piloten – Weiss, Kainz, Krumbach, Stursberg – antreten. Auf dem Wochenspiegel-Cayman fahren Offermann und Riebensahm.

Georg Weiss: „Bis jetzt hat mit dem Ferrari alles recht gut funktioniert. Ich bin sehr zufrieden. Für das erste Rennen habe ich keine großen Erwartungen. Viel wird davon abhängen, wie der Ferrari eingestuft wird. Ich würde mich über die Zielankunft sehr freuen. Für die weitere Saison wünsche ich mir dann einmal einen Platz auf dem Podium.“

Oliver Kainz: „Bis jetzt ist die Saisonvorbereitung gut gelaufen. Mit jedem Kilometer werden der Ferrari und die Fahrer besser. Für das erste Rennen erwarte ich eine fehlerfreie Vorstellung mit einem vorzeigbaren Ergebnis. In der weiteren Saison möchte ich dann um eine Podiumsplatzierung kämpfen.“

Jochen Krumbach: „Trotz der widrigen Bedingungen haben wir heute gute Fortschritte erzielt. Wir haben ein gutes Setup für Nässe gefunden und weiter einiges über den Ferrari gelernt. Erwartungen für das erste Rennen habe ich keine, denn im Moment geht es nur daran, möglichst viele Informationen zu sammeln. Bei den späteren Rennen möchte ich allerdings mit dem Ferrari um eine Topplatzierung kämpfen. Das sollte möglich sein.“

Mike Stursberg: „Mit dem Ferrari macht das Fahren Spaß. Beim ersten Rennen kann das Ziel für uns nur heißen, ankommen und Kilometer sammeln. Für die weitere Saison wünsche ich mir dann schon einige gute Ergebnisse. Allerdings wissen wir heute noch nicht wirklich, wo wir stehen.“

René Offermann: „Ich werde sicherlich von meinem Teamkollegen, der sehr erfahren ist, profitieren können. Zunächst ging es darum, nach der Winterpause wieder in Tritt zu kommen. Das gleiche gilt auch für das erste Rennen. Nichts kaputt machen und ins Ziel kommen. Ansonsten möchte ich mich in dieser Saison weiter verbessern.“

Dirk Riebensahm: „Nachdem ich fünf Jahre nicht mehr auf der Nürburgring-Nordschleife gefahren bin, musste ich mich erst einmal auf der Strecke wieder zurecht finden. Für mich war auch der Cayman neu. Ich bin möglichst viel gefahren, ohne etwas zu riskieren. Beim ersten Lauf geht es weiter darum, Erfahrungen zu sammeln. Später wollen wir mit um den Sieg in der GT4-Klasse fahren.“

Michele Rinaldi (Teamchef Rinaldi Racing): „Bisher sind die Vorbereitung und die Testphase mit dem neuen Ferrari gut verlaufen. Wir sind schon sehr weit. Ideal wäre es, wenn wir beim ersten VLN-Lauf ins Ziel kommen und weitere Testkilometer sammeln. Ansonsten hoffe ich für die Saison, dass das Projekt alle Beteiligten zufriedenstellt. Einige gute Ergebnisse natürlich eingeschlossen.“

Mercedes-AMG gibt Aufgebot für 24h-Rennen bekannt

Nach dem historischen Vierfach-Sieg des Vorjahres setzt Mercedes-AMG Motorsport auch 2017 auf ein bekannt starkes Team- und Fahreraufgebot für das ADAC Zurich 24h-Rennen Nürburgring. Mit Black Falcon, HTP Motorsport und dem HARIBO Racing Team sind drei Mercedes-AMG Performance Teams am Start. Geplant ist der Einsatz von insgesamt acht Mercedes-AMG GT3. Das Line-up der Fahrer ist eine ebenso schnelle wie erfahrene Mischung aus Mercedes-AMG Fahrern, DTM-Piloten und Nordschleifenexperten.

Das ADAC Zurich 24h-Rennen Nürburgring gilt als größtes und anspruchsvollstes Autorennen der Welt. Bei dem legendären Nordschleifen-Marathon erzielte der Mercedes-AMG GT3 vergangenes Jahr die Plätze 1, 2, 3, 4 und 6. Ein historisches Resultat, das es in dieser Form sicherlich kein zweites Mal geben wird. Dennoch stellt sich Mercedes-AMG Motorsport der großen Herausforderung und schickt ein starkes Team- und Fahreraufgebot in das diesjährige Saisonhighlight (25. – 28. Mai 2017).

An den Start gehen: die Vorjahressieger des Mercedes-AMG Teams Black Falcon und das Mercedes-AMG Team HTP Motorsport mit jeweils zwei Fahrzeugen sowie das HARIBO Racing Team Mercedes-AMG mit einem Fahrzeug. Somit werden fünf Mercedes-AMG GT3 mit erweiterter Werksunterstützung beim Langstrecken-Klassiker auf der legendären Nordschleife des Nürburgring starten.

Im hochkarätigen 24h-Rennen-Fahreraufgebot stehen mit Maro Engel und Edoardo Mortara unter anderem zwei Piloten des aktuellen Mercedes-AMG Motorsport DTM Teams. Ebenfalls für den Klassiker gesetzt sind Uwe Alzen, Lance David Arnold, Nico Bastian, Dominik Baumann, Maximilian Buhk, Yelmer Buurman, Adam Christodoulou, Maximilian Götz, Christian Hohenadel, Thomas Jäger, Manuel Metzger, Stefan Mücke, Dirk Müller, Edward Sandström, Jan Seyffarth und Renger van der Zande. Die finalen Startnummern der Fahrzeuge stehen noch nicht fest.

Neben den fünf Mercedes-AMG GT3 der Performance Teams planen Black Falcon, HTP Motorsport und das Kundenteam Landgraf zudem den Einsatz von jeweils einem weiteren Mercedes-AMG GT3 als Kundensportfahrzeuge.

Fahrer-Team-Aufteilung Mercedes-AMG Motorsport 24h Nürburgring*:

Mercedes-AMG Team Black Falcon
Yelmer Buurman (NED), Adam Christodoulou (GBR), Maro Engel (GER), Manuel Metzger (GER)

Mercedes-AMG Team Black Falcon
Maro Engel (GER), Thomas Jäger (GER), Dirk Müller (GER), Jan Seyffarth (GER)

Mercedes-AMG Team HTP Motorsport
Dominik Baumann (AUT), Maximilian Buhk (GER), Edoardo Mortara (ITA), Edward Sandström (SWE)

Mercedes-AMG Team HTP Motorsport
Nico Bastian (GER), Dominik Baumann (AUT), Christian Hohenadel (GER), Stefan Mücke (GER)

HARIBO Racing Team Mercedes-AMG
Uwe Alzen (GER), Lance David Arnold (GER), Maximilian Götz (GER), Renger van der Zande (NED)

* vorbehaltlich kurzfristiger Änderungen

Rowe: Mit zwei BMW M6 GT3 zum 1. VLN-Lauf

Das Warten hat ein Ende: Genau 125 Tage nach dem siebten Platz von Nick Catsburg beim FIA GT World Cup in Macau ist für Rowe Racing am kommenden Samstag (25. März) die lange Winterpause endlich vorbei. Mit dem Start bei der 63. ADAC Westfalenfahrt, dem 1. Lauf der VLN auf dem Nürburgring, beginnt für das Team aus St. Ingbert die Rennsaison 2017.

Wie schon bei der offiziellen Probe- und Einstellfahrt am vorigen Samstag geht Rowe Racing mit zwei BMW M6 GT3 auf die Nordschleife, die über den Winter zusammen mit BMW Motorsport weiterentwickelt und verbessert wurden. Aufgrund der kühlen Temperaturen war es bei den Testrunden aber kaum möglich, bereits an der Rennabstimmung zu arbeiten.

Wichtiger war es allerdings, ein erstes Gefühl für die überarbeiteten Autos zu entwickeln, besonders für Neuzugang Marc Basseng, der am Samstag sein erstes Rennen für Rowe Racing bestreiten wird. Der 38 Jahre alte deutsche Nordschleifen-Spezialist, der mit 26 Gesamtsiegen auf Platz vier der ewigen Bestenliste der VLN liegt, teilt sich das Cockpit des BMW M6 GT3 mit der #99 mit BMW DTM-Pilot Maxime Martin aus Belgien und BMW Werksfahrer Alexander Sims. Der Brite war am vorigen Wochenende wie der Niederländer Catsburg noch in Sebring in den USA im Einsatz. Catsburg bildet im BMW M6 GT3 mit der #98 wie schon beim ADAC Zurich 24h-Rennen im vorigen Jahr ein Fahrerteam mit dem Briten Richard Westbrook und dem Finnen Markus Palttala, der wie Basseng und Martin am vorigen Wochenende schon die ersten Nordschleifen-Kilometer des Jahres sammeln durfte.

Die 63. ADAC Westfalenfahrt, die am Samstag um 12:00 Uhr gestartet wird und über eine Renndauer von vier Stunden führt, ist für das Team das erste von drei Vorbereitungsrennen auf den Saisonhöhepunkt, das 45. ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Nürburgring am 27./28. Mai. Es folgen noch der zweite VLN-Lauf am 8. April sowie das 24h-Qualifikationsrennen am 23. April, zudem am 2. April auch der Saisonauftakt der Blancpain GT Series im italienischen Misano.

Hans-Peter Naundorf, Teamchef Rowe Racing: „Es ist ein schönes Gefühl, dass nach der langen Winterpause jetzt endlich wieder das erste Rennen auf dem Programm steht. Das Kribbeln steigt langsam, die Vorfreude im ganzen Team ist sehr groß. Die Probe- und Einstellfahrt am vorigen Wochenende hat wegen der niedrigen Temperaturen zwar noch keine wichtigen Erkenntnisse für eine mögliche Rennabstimmung gebracht, dafür konnten wir den Fahrern die ersten Nordschleifen-Kilometer des Jahres ermöglichen. Das war besonders für unseren Neuzugang Marc Basseng wichtig, der ja nicht nur unser Team, sondern auch den BMW M6 GT3 erst einmal kennenlernen muss. Er hat sich aber bereits prima in unsere Mannschaft eingefügt und wird uns mit seiner großen Nordschleifen-Erfahrung sicher weiterhelfen können.“

VLN: 187 eingeschriebene Autos

Genau eine Woche vor dem Start der VLN in ihre 41. Saison, der 63. ADAC Westfalenfahrt am 25. März 2017, sind insgesamt 187 Fahrzeuge in der weltweit größten Breitensport-Rennserie eingeschrieben. Das sind 32 Einschreibungen mehr als zum gleichen Zeitpunkt 2016.

„Das Interesse an der VLN ist ungebrochen“, bekräftigt Karl Mauer, der Generalbevollmächtigte der VLN e.V. & Co. oHG. „Die Anzahl der eingeschriebenen Fahrzeuge liegt sieben Tage vor dem Saisonauftakt deutlich über dem Vorjahresniveau. Die VLN setzt den Trend der Saison 2016 also weiter fort und befindet sich, allen Unkenrufen mancher Kritiker zum Trotz, weiter im Aufwind.“

In der VLN gehen Fahrzeuge unterschiedlichster Hubraum- und Leistungsklassen an den Start. Die enorme und einzigartige Bandbreite erstreckt sich vom seriennahen Tourenwagen bis hin zum ausgewachsenen GT3-Rennboliden. Vor allem die Cup-Klassen sorgen in der VLN seit Jahren für packenden Sport auf der Nordschleife, der schönsten und anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt. Auch 2017 organisieren BMW, Opel, Porsche und Toyota in der VLN wieder fünf Cups, in denen bis heute 50 Fahrzeuge eingeschrieben sind.

Einen weiteren Löwenanteil stellen unverändert die Produktionswagen dar. Das 1994 von der VLN ins Leben gerufene Reglement für kostengünstige seriennahe Tourenwagen (seinerzeit noch unter dem Namen VLN-Serienwagen) erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Für 2017 haben die Teams 39 Produktionswagen in den unterschiedlichen Hubraumklassen eingeschrieben.

Eine große Zukunft wird der TCR in der VLN vorausgesagt. Das weltweit einheitliche Reglement für Rennfahrzeuge mit Zwei-Liter-Turbomotoren debütiert 2017 in der Langstreckenmeisterschaft mit einer eigenen Klasse. Am Start sein werden Fahrzeuge der Marken Audi, Honda, Opel, Peugeot, Seat und Volkswagen. Die Zahl der Einschreibungen beläuft sich aktuell auf elf Fahrzeuge.

Noch bis zum dritten Saisonlauf, dem 59. ADAC ACAS H&R-Cup am 24. Juni 2017, haben die Teams Zeit und Gelegenheit, ihre Autos in die VLN einzuschreiben. Nur so nehmen sie an der Geldwertung teil, mit der die VLN die erfolgreichsten Fahrerinnen und Fahrer am Ende der Saison mit Preisgeldern belohnt.

VLN-Livestream auf Deutsch und Englisch

Den Internet-Livestream aller Rennen der VLN wird es 2017 erstmals in deutscher und englischer Sprache geben. Für den internationalen Stream wurde Radio Le Mans engagiert. Zudem ist die Übertragung künftig nicht nur über die VLN-Website VLN.de zu sehen, sondern auch über Facebook Live.

Die VLN startet am 25. März 2017 in ihre 41. Saison, und die 63. ADAC Westfalenfahrt, der erste Lauf des Jahres, markiert einen Meilenstein in der Berichterstattung über die weltweit größte Breitensport-Rennserie: Ab der neuen Saison wird der Livestream im Internet deutlich aufgewertet, um den Fans und Zuschauern das Motorsport-Erlebnis VLN umfassender und eindrucksvoller auf den Bildschirm zu bringen. Die wichtigste Neuerung: Alle VLN-Rennen werden im Livestream in deutscher und englischer Sprache kommentiert; für den internationalen Kommentar konnten die Kommunikationsverantwortlichen der VLN die Kultkommentatoren von Radio Le Mans gewinnen. Und: Die Übertragungen sind künftig nicht nur über die VLN-Website VLN.de – hier wird das Angebot wie gewohnt durch Livetiming und Liveticker abgerundet – sondern auch über Facebook Live zu sehen.

„Die Rennen der VLN erlebt man idealerweise an der Rennstrecke“, sagt Dietmar Busch, der Geschäftsführer der VLN Veranstaltungs- und Vermarktungsgesellschaft. „Für diejenigen, die nicht bei allen Rennen am Nürburgring vor Ort sein können, hat der Livestream, den wir unseren Fans seit fünf Jahren zur Verfügung stellen, eine große Bedeutung.“ 2016 lag die Summe der Zugriffszahlen bei den Online-Übertragungen 70 Prozent höher als die addierten Einschaltquoten bei den Zusammenfassungen der Rennen im TV. Hinzu kamen gute Werte über den VLN-eigenen YouTube-Kanal.

„Diese Zahlen haben uns überzeugt“, erklärt Busch, „und wir haben uns entschieden, die TV-Übertragung in der bisherigen Form nicht fortzuführen. Wir bündeln die Ressourcen neu und setzen künftig voll auf Livestream und Online-Videos über unterschiedliche Verbreitungskanäle.“

Die Fans der VLN haben fortan die Möglichkeit, das komplette Geschehen an der Rennstrecke online zu verfolgen. Der Livestream startet in dieser Saison am Rennsamstag 15 Minuten vor Trainingsbeginn um 8:15 Uhr und endet mit der Siegerehrung im Anschluss an das Rennen gegen 16:30 Uhr (18:30 Uhr beim ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen am 19. August).

Die langjährigen VLN-Streckensprecher Lars Gutsche und Olli Martini kommentieren zusammen mit den beiden Experten Patrick Simon und Dirk Adorf (die sich bei den Rennen abwechseln) den Stream in deutscher Sprache. Aufgewertet wird das Programm unter anderem durch Experten-Gesprächsrunden nach dem Training und spannende Einblicke hinter die Kulissen mit eigens dafür produzierten Clips. „Für die Fans der Langstreckenmeisterschaft sind unsere Streckensprecher Kult“, weiß Dietmar Busch. „Daher setzen wir sie auch weiterhin für den deutschen Kommentar ein.“

Was Martini, Gutsche und Co. für die VLN-Fans sind, das ist das Team von Radio Le Mans in der weltweiten Langstrecken-Szene. Jonny Palmer und John Hindhaugh, die als Stammteam den englischen Kommentar übernehmen werden, sind Motorsport-Experten und absolut nordschleifen-affin. „Mit dem englischsprachigen Stream werden wir die internationale Reichweite der VLN signifikant steigern“, ist der Geschäftsführer der VLN VV überzeugt.

Radio Le Mans wurde Mitte der 80er-Jahre als lokaler Radiosender beim britischen Formel 1-Grand Prix ins Leben gerufen und war bald auch bei anderen wichtigen Rennen aktiv. 1997 wagten die Radiomacher als Erste im Motorsport den Schritt ins World Wide Web. Seitdem ist Radio Le Mans aus der Berichterstattung von Langstreckenrennen nicht mehr wegzudenken. Neben der VLN stehen 2017 auch die weltweit wichtigsten 24h-Rennen und populäre internationale Rennserien auf dem Übertragungsprogramm der Engländer.

Der Nürburgring mit seiner legendären Nordschleife übt weltweit eine große Faszination aus. Bereits im vergangenen Jahr wurde rund ein Drittel der Zugriffe beim VLN-Livestream im Ausland generiert. Diese Quote spiegelt sich auch in der aktuellen Teilnehmerstruktur der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring wider: Etwa ein Drittel der rund 900 Rennfahrer in der VLN kommen aus 40 Ländern der Welt.

Neben dem Livestream wird 2017 auch das Online-Angebot an bewegten Bildern weiter ausgebaut. Zwischen den Rennen sind informative Clips auf den Social-Media-Plattformen YouTube und Facebook zu sehen. Und die Rennübertragungen bleiben selbstverständlich als komplette Wiederholungen online stehen.

BMW: Fahrer-Team-Zuteilungen für 24h-Rennen stehen

BMW Motorsport geht am 27. und 28. Mai mit einem großen und hochkarätigen Aufgebot in das ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Nürburgring. Nach der Bekanntgabe der Fahrer- und Teamnamen vor einigen Wochen steht nun fest, welche Piloten auf den einzelnen Fahrzeugen eingesetzt werden.

Das BMW Team Schnitzer, ROWE Racing und Schubert Motorsport sind bereit, mit der Unterstützung von BMW Motorsport in die heiße Phase vor dem 24h-Rennen auf dem Nürburgring zu starten. Zur Vorbereitung der sechs BMW M6 GT3 stehen die Test- und Einstellfahrten (18. März), die ersten beiden Läufe der VLN (25. März, 8. April) sowie das 24h-Qualifikationsrennen (23. April) zur Verfügung.

Insgesamt 21 Fahrer werden auf die drei Teams und sechs Fahrzeuge aufgeteilt, darunter fünf aktuelle BMW DTM-Fahrer sowie zahlreiche Piloten mit jahrelanger Erfahrung innerhalb der BMW Familie. Erstmals für BMW dabei sind der zweimalige DTM-Champion Timo Scheider sowie Marc Basseng, Alex Lynn und Tom Onslow-Cole.

Drei BMW Werksfahrer werden innerhalb ihrer Teams auf beiden BMW M6 GT3 eingesetzt. Beim BMW Team Schnitzer übernimmt BMW DTM-Fahrer Augusto Farfus, der das 24h-Rennen 2010 bereits einmal gewinnen konnte, diese Rolle. Sogar zwei Siege beim Marathon-Klassiker hat Jörg Müller vorzuweisen. Er wird bei Schubert Motorsport im Doppeleinsatz sein. Bei ROWE Racing stellt sich Alexander Sims, der Sieger der 24 Stunden von Spa-Francorchamps 2016, dieser besonderen Aufgabe.

Neben den sechs werksunterstützten BMW M6 GT3 von ROWE Racing, Schubert Motorsport und dem BMW Team Schnitzer werden auch Falken Motorsports und Walkenhorst Motorsport mit dem Top-Modell der BMW Motorsport Produktpalette in der „Grünen Hölle“ antreten.
Die Fahrerbesetzungen im Detail:

BMW Team Schnitzer:
Marco Wittmann, Tom Blomqvist, Martin Tomczyk, Augusto Farfus
Augusto Farfus, Alex Lynn, António Félix da Costa, Timo Scheider

ROWE Racing:
Maxime Martin, Philipp Eng, Marc Basseng, Alexander Sims
Alexander Sims, Richard Westbrook, Markus Palttala, Nick Catsburg

Schubert Motorsport:
John Edwards, Jens Klingmann, Tom Onslow-Cole, Jörg Müller
Jörg Müller, Kuno Wittmer, Bruno Spengler, Jesse Krohn

Mann-Filter greift wieder mit HTP Motorsport an

(Teaminfo) Im Mann+Hummel Technologiezentrum in Ludwigsburg haben Mann-Filter und HTP Motorsport das neue Rennfahrzeug und die Fahrerpaarungen der Motorsport-Saison 2017 bekanntgegeben. Die Filtermarke aus dem schwäbischen Ludwigsburg und das Rennteam aus Altendiez in Rheinland-Pfalz haben sich verbündet, um als Mann-Filter Team HTP gemeinsam auf den Rennpisten Europas für Furore zu sorgen.

Das markante und dynamische gelb-grüne Mann-Filter-Design ziert in diesem Jahr einen der spektakulären Mercedes-AMG GT3 von HTP Motorsport. Der von einem rund 550 PS starken 6,2-Liter-V8-Motor angetriebene Sportwagen wird in verschiedenen Rennserien und mit einer Mischung aus jungen und erfahreneren Piloten an den Start gehen.

Mit den ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Nürburgring wartet am 27./28. Mai ein weiteres echtes Saisonhighlight auf Kenneth Heyer, Indy Dontje und Patrick Assenheimer. Der Marathon zweimal rund um die Uhr auf der schönsten, aber auch härtesten Rennstrecke der Welt, der legendären Nordschleife des Nürburgrings, ist eine Tortur für Mensch und Maschine – und damit eine willkommene Herausforderung für das Mann-Filter-Team HTP. Mit dem Nordschleifen-affinen Trio Heyer/Dontje/Assenheimer und dem Mercedes-AMG GT3, der seine Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit bereits beim Vierfachsieg im Vorjahr unter Beweis gestellt hat, ist die Mannschaft bestens für den Eifel-Klassiker gerüstet. Der vierte Fahrer wurde am Abend der Veranstaltung bekanntgegeben: Es handelt sich um die DTM-Legende Bernd Schneider.

Im ADAC GT Masters teilen sich der Niederländer Dontje und der Deutsche Marvin Kirchhöfer das Cockpit des Mann-Filter-Mercedes-AMG GT3. Die „Liga der Traumsportwagen“ zählt mittlerweile zu den quantitativ und qualitativ stärksten GT3-Meisterschaften weltweit. Im ADAC GT Masters werden pro Rennwochenende zwei Ein-Stunden-Rennen mit Fahrerwechsel ausgetragen. Der Saisonauftakt findet am 29./30. April in Oschersleben statt.

Das Mann-Filter-Team HTP wird auch in der europäischen Blancpain GT Endurance Series an den Start gehen. Hier wird sich der erfahrene Langstreckenpilot Heyer, der bereits seit einigen Jahren die gelb-grünen Mann-Filter-Fahnen hoch hält, das Cockpit mit Dontje und Assenheimer teilen. In der Blancpain Endurance Serie, die am 23. April im italienischen Monza beginnt, werden fünf Langstreckenrennen über unterschiedliche Distanzen gefahren. Die legendären 24 Stunden von Spa-Francorchamps in Belgien am letzten Juli-Wochenende bilden den Saisonhöhepunkt.

„Ich freue mich sehr über die Zusammenarbeit mit Mann Filter“, sagt HTP Motorsport-Teamchef Norbert Brückner. „Beide Partner verbinden gemeinsame Werte – Wettbewerbsgeist, Dynamik und höchster Leistungsanspruch. Wir haben uns viel vorgenommen in diesem Jahr. Die Basis ist da um Erfolg zu haben. Nun wird es an der gesamten Mannschaft des Mann-Filter-Team HTP liegen, aus diesen hervorragenden Voraussetzungen auf den Rennstrecken das Beste zu machen. Und genau das haben wir vor.“

„Eine tolle Veranstaltung, ein wunderschönes Auto in unseren gelb-grünen Mann-Filter-Farben und vielversprechende Fahrerpaarungen sowohl für die ADAC GT Masters als auch für die Langstreckenrennen am Nürburgring und in ganz Europa – wir sind einfach begeistert“, sagt Jörg Engels, Director Brand Management Automotive Aftermarket bei Mann+Hummel. „Unser Engagement im Motorsport passt hervorragend zu Mann-Filter und rief in den vergangenen Jahren eine unglaublich große und positive Resonanz hervor. Neben den Markenkommunikations-Aktivitäten werden wir die Plattform Motorsport in diesem Jahr sehr intensiv für Kundenveranstaltungen und Trainings rund um die Rennwochenenden nutzen. Mit der Partnerschaft mit HTP Motorsport machen wir deshalb nun den nächsten großen Schritt, von der nationalen auf die internationale Bühne des Motorsports. Wir freuen uns sehr darauf.“

Kenneth Heyer: „Ich freue mich sehr über das tolle Programm der neuen Saison, sowohl fahrerisch als auch auf der Marketingebene. Ich bin schon seit Jahren mit der Marke Mann-Filter stark verbunden und werde überall mit einbezogen. Rücken an Rücken gab es schon tolle Erfolge zu feiern. Mit HTP Motorsport schließt sich für mich ein weiterer Kreis. Auch hier gab es schon zahlreiche Erfolge und wir als Familie Heyer sind seit Jahrzehnten mit Teamchef Norbert Brückner befreundet, sodass sich auch hier starke Werte miteinander verbinden. Mit den 24h-Nürburgring, den 24h-Spa, der Blancpain Endurance Series und den ADAC GT Masters fahren wir zwei der größten Langstreckenrennen und mit der Blancpain Endurance Series die stärkste Langstrecken-GT3-Serie der Welt. Mit der ADAC GT Masters haben wir eine der tollsten Marketing-Plattformen und sportlich eine der stärksten GT3 Sprintserien. Alles in allem ein wirklich tolles Jahr 2017.“