Das ist neu beim 24h-Rennen 2018

Typisch 24h-Rennen: Jedes Jahr lassen sich die Organisatoren Neuerungen einfallen, die das Event noch attraktive, noch spannender oder noch cooler für Zuschauer machen. Auch 2018 gibt es jede Menge Neuigkeiten. Einige sind dabei im Prinzip simpel, bringen aber trotzdem einen großen Fortschritt. Hier einige dieser Fortschritte, die es beim Mega-Event in diesem Jahr gibt

Wer ist wie fix? Top-Speed-Messung auf der Nordschleife
Die Installation von Zwischenzeit-Messpunkten war vor einigen Jahren ein großer Fortschritt für das Geschehen auf der Nordschleife. Schließlich ist seitdem für Teams und Fans transparenter, welches Fahrzeug in welchem Abschnitt Zeit gewinnt oder liegen lässt. Diese Messung ist nun noch einmal präzisiert worden: Einige Meter vor den Messunkten sind neue Speedschleifen installiert worden. Damit gibt es an diesen Punkten nun auch Topspeed-Messungen. Für das 24h-Rennen außerdem geplant: Eine weitere Messung am Ende der Döttinger Höhe. Was simpel klingt, bedeutet auf der 25-km-Nordschleife technisch einen Kraftakt – und dient auch einem sehr wichtigen Zweck: Die Daten werden bei der Festlegung der Balance of Performance benötigt, bei der die Datenanalyse auf immer mehr Einzelwerte bezogen werden kann.

Wer dreht denn da am Rad? Fahrer-ID
Auch diese Innovation klingt simpel, ist aber ein Riesenakt in einem Feld mit rund 600 Piloten: Ab 2018 ist ein zusätzlicher Transponder im Fahrzeug vorgeschrieben, der die Fahrer-ID des gerade aktiven Piloten überträgt. Das Team drückt dazu beim Fahrerwechsel einen kleinen Knopf im Cockpit, der das Signal entsprechend auf den korrekten Fahrer ändert. Diese Fahrer-ID wird danach bei jeder Zieldurchfahrt von der Zeitnahme erfasst. Das macht nicht nur das Zeitentableau viel transparenter. Es wird in Zukunft auch helfen, Mindestpausenzeiten und Einsatznachweise zu erfassen.

Im Dienste der Fairness: Technische Kommissare nutzen Messplatte
Rennphysik, 1. Semester: Der Abstand zwischen dem Fahrzeugunterboden und der Strecke, kann unter Umständen für den Verlust oder Gewinn von Sekunden im Rennen entscheidend sein, sorgt ein möglichst kleiner Abstand der Bodenplatte zum Untergrund doch durch den entstehenden Unterdruck dafür, dass ein Fahrzeug bessere Bodenhaftung hat. Auch beim 24h-Rennen gibt es strikte Vorgaben zur Bodenfreiheit, sie muss mindestens 70 mm betragen. Ab diesem Jahr wird zur Kontrolle eine besonders ebene Messplatte aus Stahl genutzt, die in einer Box zu Beginn der Boxengasse installiert wurde. Dort werden die teilnehmenden GT3 abgestellt und anschließend eine genormte Rolle unter dem Boden bewegt, um den Abstand zu messen. In Zweifelsfällen muss der Reifendruck auf exakt 1,8 bar eingestellt werden. Ebenfalls gemessen wird übrigens der Rake, also die Schrägstellung des Unterbodens, der einen bestimmten Winkel nicht überschreiten darf. Geprüft wird bei der technischen Abnahme und stichprobenartig auch während des laufenden Rennens.

Startaufstellung: Hommage an den Langstreckenklassiker
Die Generalprobe fand bereits statt: Das 24h-Rennen bekommt eine neue Startaufstellung. Bereits beim 24h-Qualirennen standen die ersten 30 Fahrzeuge nicht versetzt nebeneinander, sondern einzeln aufgereiht schräg zur Fahrtrichtung entlang der Start-Ziel-Gerade. Ein besondere Bild und Anlass für einen Gänsehautmoment – insbesondere, wenn im kurzen Moment der Ruhe während der Nationalhymne der ganze Nürburgring noch einmal den Atem anhält, bevor es 24 Stunden lang um Sekt oder Selters geht. Die Startaufstellung wurde dem großen Langstreckenklassiker von Le Mans entlehnt und ist eine kleine Verbeugung des deutschen 24h-Rennens an die französische Sportwagen-Legende. Auch anderswo ist diese Form übrigens schon lange bekannt. „Ich kenne diese Art von Start schon aus Amerika und freue mich umso mehr, dass er am Nürburgring jetzt auch so toll zelebriert wird“, findet etwa BMW-Pilot Martin Tomczyk.

Riesig, das Panorama: Riesenrad als Blickfang im Fahrerlager
Auch für die Fans gibt es einige schöne Neuerungen beim 24h-Rennen, die die Tage am Ring noch ereignisreicher und spannender machen. Diesmal lockt das Grand-Prix-Fahrerlager mit neuen Attraktionen. Am auffäligsten: das Ravenol-Riesenrad, das als echter Blickfang von weither sichtbar sein wird – und den Blick auf ein großartiges Eifel- und Nordschleifenpanorama ermöglicht. 4 Euro kostet eine Fahrt – und die lohnt sich ganz gewiss! Gleich nebenan findet sich übrigens eine weitere Neuerung: Der Audi Sport Campus mit vielen weiteren Angeboten für Fans der Marke mit den vier Ringen.

Klasse, die Klasse: KTM X-Bow beim 24h-Rennen
Auch eine neue Fahrzeugklasse ist beim 24h-Rennen zugelassen, die das Geschehen im Mittelfeld kräftig anheizt: Es sind die von einem Zweiliter-TFSI-Motor von Audi angetriebenen KTM X-Bow, für die in der VLN sogar ein eigener Cup stattfindet. Zwei der Neulinge beim 24h-Rennen werden mit prominenter Besetzung antreten: Audi-Stammpilotin und Ex-DTM-Fahrerin Rahel Frey spannt mit Lena Strycek (Tochter von Opel-Sportchef Volker) sowie den beiden erfahrenen Pilotinnen Laura Kraihamer und Naomi Schiff zusammen. In einem weiteren dieser „Miniatur-Sportwagen“ drehen mit Volker Strycek sowie den beiden Brüdern Ferdinand und Johannes Stuck nicht minder bekannte Piloten am Lenkrad, die Nordschleifen-Routinier Max Friedhoff zum Quartett ergänzt. Lena Strycek beschreibt das neue Auto: „Es ist großartig, sehr schnell und macht unheimlich viel Spaß. Die Team-Konstellation ist natürlich auch besonders und wir freuen uns alle vier auf die Herausforderung, die vor uns liegt!“

Top-30: Die Hälfte der Plätze ist belegt

Drei Rennen lang haben die Teams bereits um die begehrten Plätze im Top-30-Qualifying gekämpft. Das Reglement des 24h-Rennens erlaubt den jeweils ersten vier Teams der VLN-Zeittrainings sowie den zehn Trainingsschnellsten und den fünf Besten im 24h-Qualifikationsrennen den Direkteinzug. Doch traditionell werden nicht alle theoretisch möglichen Startplätze belegt: In diesem Jahr sind es 15 Fahrzeuge, die bereits vor Beginn des 24h-Rennens als Teilnehmer des Einzelzeitfahrens um die 24h-Pole feststehen.

Hier der Stand der qualifizierten Teams vor dem 24h-Rennen:

Qualifiziert beim Zeittraining VLN 1
1#911Manthey RacingLaurens VanthoorPorsche 911 GT3 RSP9
2#22WochenspiegelJochen KrumbachFerrari 488 GT3SP9
3#102WalkenhorstChristian KrognesBMW M6 GT3SP9
4#47Mercedes AMG HTPDominik BaumannMercedes-AMG GT3SP9
Qualifiziert beim Zeittraining VLN 2
5#912Manthey RacingPatrick PiletPorsche 911 GT3 RSP9
6#4Mercedes AMG HTPDirk MüllerMercedes-AMG GT3SP9
7#48Mercedes AMG HTPMaximilian GötzMercedes-AMG GT3SP9
8Nicht vergeben
Qualifiziert beim Zeittraining 24h-Qualirennen
9#31Frikadelli RacingNorbert SiedlerPorsche 911 GT3 RSP9
10#7Aston Martin RacingNicky ThiimAston Martin GT3SP9
11#5Mercedes AMG Black FalconYelmer BuurmanMercedes-AMG GT3SP9
12#99Rowe RacingMartin TomczykBMW M6 GT3SP9
13#705Scuderia GlickenhausAndreas SimonsenSCG 003CSP-X
14#44Falken MotorsportsSven MüllerPorsche 911 GT3 RSP9
15#8Audi Sport WRTRobin FrijnsAudi R8 LMSSP9
16#98Rowe RacingNicky CatsburgBMW M6 GT3SP9
17Nicht vergeben
18Nicht vergeben
Qualifiziert beim Rennen 24h-Qualirennen *
19Nicht vergeben
20Nicht vergeben
21Nicht vergeben
22Nicht vergeben
23Nicht vergeben

 

*): Die nicht vergebenen Plätze bleiben frei – das 24h-Reglement sieht kein Nachrücken vor, wenn etwa der Trainings-Vierte eines VLN-Laufs bereits qualifiziert war. Dann wird der zu vergebende Top-30-Platz also nicht etwa an den Fünftplatzierten vergeben, sondern erst beim 24h-Rennen besetzt. Dort zählt dann das kombinierte Ergebnis aus Quali 1 und Quali 2, und die noch freien Top-30-Plätze werden in der Reihenfolge dieser Liste besetzt.

BMW: Mit fünf M6 GT3 zum Saisonhighlight

[Teaminfo] BMW ist beim ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Nürburgring in diesem Jahr erneut mit einem starken Aufgebot vertreten. Am Steuer der beiden BMW M6 GT3, die Rowe Racing mit Werksunterstützung durch BMW Motorsport einsetzt, wechseln sich größtenteils BMW Fahrer aus den GT-Werksprogrammen in der FIA World Endurance Championship und der IMSA WeatherTech SportsCar Championship ab. Insgesamt werden fünf BMW M6 GT3 in der „Grünen Hölle“ an den Start gehen. Neben Rowe Racing schickt auch Falken Motorsports ein Fahrzeug ins Rennen, Walkenhorst Motorsport setzt zwei BMW M6 GT3 ein. Am Steuer des Fahrzeugs im Design von Premium Technology Partner Shell kommt unter anderem Augusto Farfus zum Einsatz.
 
„Auch in diesem Jahr setzen wir im BMW M6 GT3 auf der Nordschleife wieder viele unserer besten GT-Fahrer ein“, sagt BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt. „Dazu zählen nahezu alle Stammpiloten aus der WEC und der IMSA-Serie, wie Augusto Farfus, Alex Sims, Martin Tomczyk oder Nick Catsburg sowie erfahrene Nordschleifen-Könner wie Richard Westbrook, Jens Klingmann und Markus Palttala. Wir sind davon überzeugt, dass sie im sehr engen Kampf um den Sieg und die Podestplätze eine entscheidende Rolle spielen können. Vier unserer Fahrer standen 2017 auf dem Podium, auch alle anderen verfügen über großes Talent und reichlich Erfahrung auf der anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt: Das sind die besten Voraussetzungen für ein starkes BMW Ergebnis.“
 
Sieben BMW Fahrer, die zum Einsatz kommen werden, sind in der Saison 2018 als Stammfahrer im neuen BMW M8 GTE unterwegs. Connor de Phillippi, John Edwards, Jesse Krohn und Alexander Sims treten für das BMW Team RLL in der IMSA-Serie an, Nick Catsburg, Augusto Farfus und Martin Tomczyk sitzen beim Comeback von BMW in der WEC am Steuer des BMW M8 GTE.
 
Mit einem Sieger und drei zweitplatzierten Fahrern aus dem Vorjahr tritt Rowe Racing an, um 2018 den 20. BMW Gesamtsieg beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring in Angriff zu nehmen. De Phillippi gewann 2017 in der Eifel und stieß zu Beginn der laufenden Saison zur BMW Familie. Bei seinem ersten 24h-Einsatz im BMW M6 GT3 hat er drei Piloten an seiner Seite, die im vergangenen Jahr mit Rowe Racing den zweiten Gesamtrang belegen konnten: Catsburg, Sims und Richard Westbrook. Die weiteren drei BMW Werksfahrer, die für Rowe Racing das 24h-Rennen am Nürburgring bestreiten werden, stehen ebenfalls für geballte GT-Power: Edwards, Krohn und Tomczyk komplettieren das siebenköpfige Fahreraufgebot.
 
Das Cockpit des BMW M6 GT3 von Falken Motorsports teilen sich der langjährige BMW GT-Fahrer Jens Klingmann, Stef Dusseldorp, Alexandre Imperatori und Peter Dumbreck. Im Shell BMW M6 GT3 wechselt sich Farfus mit Markus Palttala, Christian Krognes und Fabian Schiller ab. Walkenhorst Motorsport setzt noch ein zweites Fahrzeug mit den Fahrern Henry Walkenhorst, Jordan Tresson, Ralf Oeverhaus und Andreas Ziegler ein. Damit werden insgesamt fünf BMW M6 GT3 bei der diesjährigen Ausgabe des 24-Stunden-Klassikers dabei sein.
 
Das letzte Vorbereitungsrennen auf den Saisonhöhepunkt findet am kommenden Wochenende statt. Beim sechsstündigen 24h-Qualifikationsrennen steht unter anderem die Vergabe einiger der begehrten Startplätze für das Top-30-Qualifying im Vordergrund.

Q24h: Livestream, Fan-TV (DVB-T) und Radio Nürburgring

Beim ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen verpassen die Fans keine Sekunde der Rennaction. Bereits bei den Trainingssitzungen am Samstag laufen Ticker und Livetiming auf der Homepage (www.24h-rennen.de). Natürlich sind auch die Streckenkommentare über Radio Nürburgring (UKW 87,7 MHz) rund um die Nordschleife zu hören. Wer über einen DVB-T-Empfänger verfügt, kann am Sonntag über Kanal 27 vor Ort das Geschehen verfolgen (Ausstrahlung über DVB-T1, keine Umstellung auf DVB-T2).

Den Stream gibt es – ebenfalls nur am Sonntag – außerdem im Internet über die Liveseite der 24h-Homepage (www.24h-rennen.de). Dieser wird außerdem auf der Youtubeseite des 24h-Rennens, auf der Facebookseite des Nürburgrings sowie unter www.motorsport-total.com und www.motorsport.com gezeigt.

24h-Qualirennen: Starterliste ist online

Full House beim ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen vom 14. bis 15. April. Mehr als 90 Teilnehmer haben Ihre Nennung für den großen Prolog zum 24h-Rennen abgegeben. Alle Top-Teams sind vertreten und schicken exzellente Fahrerbesatzungen auf die Jagd nach dem Sieg im Sechs-Stunden-Rennen. Dabei geht es aber um weit mehr als die Ehre und den Vergleich beim letzten ausführlichen Kräftemessen vor den 24h – neben der vorzeitigen Direktqualifikation für das Einzelzeitfahren um die Pole Position beim Langstreckenklassiker ist auch um der Erwerb von Startzulassungen für Fahrer und Technik ein wichtiges Thema für die Teilnehmer.

Unter folgendem Link gibt es die jeweils aktuelle Starterliste zum ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen:

> Starterliste auf der 24h-Homepage

Wer sich gleich das PDF herunterladen möchte, kann das im folgenden tun:

> Starterliste 24h-Qualirennen als pdf downloaden

24h-Qualirennen: Statistik-Splitter

Das Jahr 2018 bedeutet für das ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen ein kleines Jubiläum: Zum fünften Mal wird der 24h-Prolog ausgetragen. Ein Blick auf die Zahlen offenbart: In den vergangenen beiden Jahren wurde hier eine Weichenstellung für das 24h-Rennen getroffen, denn die Marke, die den Prolog gewann, siegte auch beim Saisonhöhepunkt. Doch weder für Teams noch Fahrer brachte der Triumph einen Vorteil – bislang setze sich noch kein Sieger des Qualirennens bei den 24h durch. Bislang erfolgreichster Fahrer war übrigens der Österreicher Dominik Baumann, der das Qualifikationsrennen 2015 und 2016 im Siegerfahrzeug saß –im ersten Jahr noch im BMW Z4 GT3 und im zweiten Jahr im Mercedes-AMG GT3. Und auch in Sachen Pole-Position gab es erst einen Piloten, der zwei Mal beim 24h-Qualirennen ganz vorne lag: Maximilien Götz (Uffenheim) kam mit seinen jeweiligen Teams 2014 und 2015 im Mercedes-Benz SLS AMG GT3 in den Genuss.

Sieger ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen 2014 – 2017
2014Marc VDSMaxime Martin (BEL) / Uwe Alzen (Betzdorf) / Marco Wittmann (Fürth)BMW Z4 GT3
2015Schubert BMWDominik Baumann (AUT) / Claudia Hürtgen (München) / Jens Klingmann (Rosenheim) / Martin Tomzcyk (Kolbermoor)BMW Z4 GT3
2016HTP MotorsportMaximilian Buhk (Schwarzenbeck) / Christian Vietoris (Gönnersdorf) / Thomas Jäger (Putzbrunn) / Dominik Baumann (AUT)Mercedes-AMG GT3
2017Phoenix RacingMike Rockenfeller (SUI) / Nicolay Moeller Madsen (DEN) / Dennis Busch (Bensheim)Audi R8 LMS
Statistik: Pole Positions beim ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen 2014 – 2017
2014HTP MotorsportHarold Primat (SUI) / Maxi Götz (Uffenheim) / Kenneth Heyer (Viersen) / Roland Rehfeld (Blankenfelde)Mercedes-Benz SLS AMG
2015Haribo RacingUwe Alzen (Betzdorf) / Marco Holzer (AUT) / Mike Stursberg (Wermelskirchen) / Maximilian Götz (Uffenheim)Mercedes-Benz SLS AMG
2016ROWE RacingAlexander Sims (GBR) / Philipp Eng (Düsseldorf) / Maxime Martin (BEL)BMW M6 GT3
2017HTP MotorsportSebastian Asch (Ammerbuch) / Stefan Mücke (Berlin) / Christian Hohenadel (Quierschied)Mercedes-AMG GT3
Statistik: Pole und Sieg bei 24h-Qualirennen und 24h-Rennen im Vergleich
ADAC 24h-QualirennenADAC Zurich 24h-Rennen
Pole-PositionSieger RennenPole-PositionSieger Rennen
2014Primat / Götz / Heyer / RehfeldMartin / Alzen / WittmannEstre / Kox / Mullen / BertHaase / Mamerow / Rast / Winkelhock
HTP, Mercedes-BenzMarc VDS, BMWDörr, McLarenPhoenix, Audi
2015Alzen / Holzer / Stursberg / GötzBaumann / Hürtgen / Klingmann/ TomzcykFarfus / Müller / Catsburg / AdorfMies / Sandström / Müller / Vanthoor
Haribo, Mercedes-BenzSchubert, BMWMarc VDS, BMWWRT, Audi
2016Sims / Eng / MartinBuhk / Vietoris / Jäger / BaumannHaupt / Buurman / Engel / MüllerSchneider / Engel / Christodoulou / Metzger
ROWE, Mercedes-AMGHTP, Mercedes-AMGBlack Falcon, MercedesBlack Falcon, Mercedes
2017Asch / Mücke / HohenadelRockenfeller / Moeller Madsen / BuschWetphal / Mailleux / Simonsen / Laserde Phillippi / Mies / van der Linde / Winkelhock
HTP, Mercedes-AMGPhoenix, AudiGlickenhaus, SCGLand, Audi
Statistik: Fahrer nach Anzahl der Siege beim 24h-Qualirennen
2Dominik BaumannAUT2015 und 2016
je 1Uwe AlzenBetzdorf2014
Sebastian AschAmmerbuch2017
Maximilian BuhkSchwarzenbeck2016
Christian HohenadelQuierschied2017
Claudia HürtgenMünchen2015
Thomas JägerPutzbrunn2016
Jens KlingmannRosenheim2015
Maxime MartinBEL2014
Stefan MückeBerlin2017
Martin TomzcykKolbermoor2015
Christian VietorisGönnersdorf2016
Marco WittmannFürth2014
Statistik Pole Postions Fahrer 24h-Qualirennen
2Maximilian GötzUffenheim2014 und 2015
je 1Uwe AlzenBetzdorf2015
Sebastian AschAmmerbuch2017
Philipp EngDüsseldorf2016
Kenneth HeyerViersen2014
Christian HohenadelQuierschied2017
Marco HolzerAUT2015
Maxime MartinMON2016
Stefan MückeBerlin2017
Harold PrimatSUI2014
Roland RehfeldBlankenfelde2014

24h-Qualirennen: Livestream und Fan-Action

Besucher und Fans verpassen beim ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen vom 14. bis 15. April keinen Moment der Action: Am Sonntag gibt es den Livestream unter anderem über den 24h-Youtubekanal, auf der offiziellen Homepage (www.24h-rennen.de) wird dieser ergänzt durch einen Rennticker sowie die aktuellen Ergebnisse. Auch andere Seiten übernehmen den Stream, der die Action hautnah erlebbar macht. Die Fans an der Strecke genießen ebenfalls einen hervorragenden Infoservice. Ob über Internet, Radio (87,7 MHz) oder DVB-T – alle Informationen sind komfortabel und schnell zu erhalten. Im Fahrerlager lockt außerdem die Show des Falken Drift Teams, auf dessen Co-Piloten-Plätzen einige glückliche Fans sogar Platz nehmen können.

Für das 24h-Qualirennen stellt der veranstaltende ADAC Nordrhein erneut eine sehenswerte Berichterstattung sicher: Schon am Samstag gibt es für Fans am Ring und daheim das Timing und den Ticker ab dem ersten Qualifying (ab 18:45 Uhr) über die offizielle Homepage www.24h-rennen.de. Sonntags kommen dann die Livebilder von der Strecke hinzu. Der Livestream wird außer auf der Liveseite der Homepage auch auf dem 24h-Youtubekanal, der Facebookseite des Nürburgrings sowie von www.motorsport-total.com übernommen. Auch zahlreiche Medienpartner im In- und Ausland übernehmen den Stream – auf internationaler Ebene etwa die Seite www.motorsport.com. Vor Ort kommen die Fans natürlich in den Genuss des Livekommentars der Streckensprecher Oliver Martini und Eddi Mielke, die Lars Gutsche als Kommentator in der Boxengasse unterstützt. Während des gesamten Wochenendes sind sie über die UKW-Frequenz von Radio Nürburgring (87,7 MHz) im Radio zu empfangen. Parallel wird das Videosignal am Sonntag über den vorhandenen DVB-T-Sender ausgestrahlt. Die bei vielen Zuschauern vorhandenen DVB-T-Empfänger können auch 2018 genutzt werden, es erfolgt keine Umstellung auf DVB-T2.

Falken-Drifter zeigen ihre Show im Fahrerlager
Während des Wochenendes gibt es für Vollgas-Fans überdies noch einen besonderen Leckerbissen: Im Fahrerlager ist ein Drift-Areal abgesteckt, in dem das Falken-Drift-Team mit qualmenden Reifen seine Kunststücke zeigt. Da lohnt das Zusehen, und einige Plätze auf dem Beifahrersitz werden am Wochenende sogar verlost: Das entsprechende Gewinnspiel ist im Programmheft der Veranstaltung zu finden.

24h-Qualirennen: „Ring frei“ für den 24h-Prolog

Das ADAC Zurich 24h-Rennen (10. bis 13. Mai) gilt als das „Rennen des Jahres“ für alle, die bullige GT-Rennwagen, Langstreckensport und die Nürburgring-Nordschleife als spektakulärste Rennstrecke der Welt lieben. Weit über 160 Teams sind am Start, die sich akribisch auf diese Ausnahmeveranstaltung vorbereiten. Dabei nutzen sie nur zu gerne jede Gelegenheit für ausgiebige Tests unter Praxisbedingungen. Das ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen (14. bis 15. April) wurde genau zu diesem Zweck ins Leben gerufen und bietet vor allem eines: jede Menge Motorsport auf der legendären Nordschleife. Neben dem ersten großen Schlagabtausch vieler Favoritenteams gibt es außerdem wichtige Weichenstellungen für das 24h-Wochenende: für Motorsport-Fans also zwei Tage mit Genussfaktor. Tickets gibt es ab 15 Euro (Tageskarte Samstag oder Sonntag) über den Ticketshop des Nürburgrings (www.nuerburgring.de bzw. Freecall aus dem deutschen Festnetz unter 0800 2083200).

Audi, BMW, Porsche, Mercedes-AMG: Die großen deutschen Premiumhersteller sind allesamt im Feld der Favoriten vertreten. Dazu gesellen sich traditionell weitere Boliden, wie etwa die Sportmodelle von Aston Martin, Ferrari, Lamborghini oder Renault. Wie die Kräfteverhältnisse im Feld dieser GT3-Rennwagen in der aktuellen Saison aussehen, dazu gibt es vor dem 24h-Rennen nur wenige Hinweise. Neben zwei VLN-Läufen ist es das ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen, das den Fans Aufschluss gibt. Sechs Stunden lang geht es am Sonntagnachmittag auf der Nordschleife zur Sache. Zuvor können die Teams im Rahmen von drei Trainingssitzungen (Samstag, ab 12:15 Uhr und ab 18:45 Uhr sowie Sonntag ab 8:30 Uhr) ausgiebig an der Abstimmung feilen. Besonders das erste Qualifying am Samstagabend ist für die Zuschauer ein besonderes Highlight, denn es führt zweieinhalb Stunden bis in die Abenddämmerung und vermittelt damit schon jede Menge Nordschleifen- und Langstreckenflair.

Zusätzliche Spannung beim Qualifying
Am Sonntag gibt es dann durchgehende Action, denn ab dem zweiten Qualifying am Morgen geht es Schlag auf Schlag. Die 30 schnellsten Teams im kombinierten Ergebnis der beiden Qualifikationstrainings fahren in einem separaten Lauf um die Pole-Position. Dieses Top-30-Qualifying ist an das Prozedere angelehnt, das auch beim 24h-Rennen praktiziert wird – also ein weiterer Praxistest unter Einsatzbedingungen. Doch beim Qualifikationsrennen wird es noch spannender, weil es nach nur kurzer Pause unmittelbar nach dem Qualifying stattfindet. Anschließend rollen die 30 Teilnehmer dann auch nahtlos weiter in die Startaufstellung: Kein Auftanken, kein Reifenwechsel, sondern Racing pur ist dann angesagt. Und sowohl der Ausgang des Fights um die Startpositionen als auch das sechsstündige Rennen haben Relevanz für den Saisonhöhepunkt, denn es werden bis zu 15 Startplätze im Einzelzeitfahren des ADAC Zurich 24h-Rennens vergeben. Die zehn Bestplatzierten des Zeittrainings sowie die fünf ersten Teams des sechsstündigen Rennens qualifizieren sich direkt für das Top-30-Qualifying beim 24h-Rennen.

GLP und RCN ergänzen das Programm: Jede Menge Motorsport am „Ring“
Das Wochenende des ADAC Qualifikationsrennens gibt einen umfassenden Ausblick auf das 24h-Rennen. Über zehn Stunden Fahrzeit stehen den Teams zur Verfügung – bereits im vergangenen Jahr ließen sich über 100 Teams diese Gelegenheit nicht entgehen. Attraktiv wird das Event aber auch durch das weitere Programm. Bereits bei der Gleichmäßigkeitsprüfung am Samstagmorgen (Start 8:15 Uhr) gibt es Motorsport auf der Nordschleife, während parallel auf der Grand-Prix-Strecke bei dreistündigen Test- und Einstellfahrten weitere Track-Time für 24h-Teams geboten wird. Am Samstagmittag ist dann dreieinhalb Stunden lang auf der Gesamtstrecke die Leistungsprüfung der RCN zu sehen.

Das Buch zum Rennen – ab sofort im Handel

Ab sofort ist das ultimative Nachschlagewerk zum spannendsten 24h-Rennen der Historie erhältlich. Der Gruppe C Motorsport Verlag hat in dem 272 Seiten dicken offiziellen Jahrbuch wirklich alles untergebracht, was es zur 45. Auflage des ADAC Zurich 24h-Rennens zu wissen gibt – und das ist bekanntlich eine Menge. Denn wer glaubte, beim Jahreshöhepunkt im Nordschleifen-Kalender schon alles erlebt zu haben, der wurde 2017 wieder einmal eines Besseren belehrt.

Nach einem spannenden Rennen schien Der Audi R8 des Land-Teams bereits als sicherer Sieger – doch ein technisches Problem ließ ihn zurückfallen. Das Blatt drehte sich aber noch einmal, als eine Stunde vor dem Fallen der Zielflagge ein kurzer, aber heftiger Regenschauer auf Teilen der Strecke niederging. Eine geistesgegenwärtige Reifenwahl beim Team von Wolfgang Land, das genau im richtigen Moment zum finalen Stopp an der Box stand, verlieh dem bereits als tragischem Verlierer bedauerten Audi Flügel – in einem fulminanten Schlussspurt drehten Connor De Philippi, Christopher Mies, Markus Winkelhock und Kelvin van der Linde das Geschehen und gingen schließlich als Sieger durchs Ziel. Nie zuvor hatten selbst die Konkurrenten den Siegern den obersten Platz auf dem Podium so sehr gegönnt!

Die 205.000 Zuschauer am Wochenende sahen aber nicht nur an der Spitze ein großartiges Rennen, und das offizielle Buch zum 24h-Rennen ist eine Einladung, auch das zu entdecken. Die rund 1.000 Farbfotos, der deutsch- und englischsprachige Text sowie der ausführliche Statistikteil dokumentieren das Geschehen umfassend, widmen sich Facts und Geschichten, Personen und Anekdoten. Seit 9. November ist das Buch für 40 Euro im Handel erhältlich (ISBN: 978-3-928540 90-2)

> Hier gibt es weitere Infos zum offiziellen 24h-Buch

Bestellungen sind auch > direkt über den Online-Shop des Gruppe-C-Verlags < möglich.

Nordschleifen-Terminkalender 2018 steht fest

Nach dem ADAC Zurich 24h-Rennen hat nun auch die Veranstaltergemeinschaft der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring den Terminkalender für das kommende Jahr veröffentlicht. In der achtmonatigen Saison 2018 stehen demnach neben dem 24h-Rennen und dem 24h-Qualifikationsrennen neun VLN-Läufe auf dem Terminkalender: Der erste und zweite VLN-Lauf (24. März bzw. 7. April) bilden dabei den perfekten Prolog für die 24h-Events. Denn das Qualifikationsrennen folgt am 14. / 15. April als dritte intensive Testmöglichkeit vor dem Saisonhöhepunkt bei den 24h (10. bis 13. Mai). Danach legt die Szene eine Verschnaufpause ein, bevor ab 23. Juni (VLN 3) der Kampf um Punkte und Meistertitel in der traditionsreichen Nordschleifen-Serie im Mittelpunkt steht.

„Wir konnten mit dem Rennstreckenbetreiber neun sehr gute Termine für die VLN-Rennen 2018 vereinbaren“, sagt Dietmar Busch, Geschäftsführer der VLN Veranstaltungs- und Vermarktungsgesellschaft mbH. „Zwei VLN-Veranstaltungen liegen vor dem 24h-Rennen Anfang Mai und bieten den Teams eine optimale Vorbereitungsmöglichkeit auf den Langstreckenklassiker.“

Auch zwei Jubiläen wird es in der VLN-Saison zu feiern geben. Der AC Altkreis Schwelm feiert mit dem H&R-Cup 60-jähriges Jubiläum. Zum 50. Mal jährt sich der Barbarossapreis des MSC Sinzig. Die weiteren Veranstalter sind der ADAC Westfalen, die Renngemeinschaft Düren, der MSC Adenau, der Rheydter Club für Motorsport, der MSC Ruhr-Blitz Bochum, der Dortmunder MC sowie der MSC Münster. Das ADAC Zurich 24h-Rennen sowie das ADAC 24h-Qualifikationsrennen werden wie immer vom ADAC Nordrhein veranstaltet.

Auch der Zeitplan für die VLN-Events bleibt im kompakten Eintages-Format. Im Zeittraining zwischen 8:30 und 10 Uhr werden die Positionen für die Startaufstellung ausgefahren, die Rennen beginnen stets um 12 Uhr. An den Freitagen vor den jeweiligen Rennen finden Test- und Einstellfahrten statt, bei denen die Teilnehmer die Möglichkeit haben, sich auf das Rennen vorzubereiten.

Langstreckentermine 2018
24.03.2018: VLN 1
07.04.2018: VLN 2
14.–15.04.2018: ADAC 24h-Qualifikationsrennen
10.–13.05.2018: ADAC Zurich 24h-Rennen
23.06.2018: VLN 3
07.07.2018: VLN 4
18.08.2018: VLN 5 (6h-Rennen)
01.09.2018: VLN 6
22.09.2018: VLN 7
06.10.2018: VLN 8
20.10.2018: VLN 9

24h-Termine: Sechs-Jahres-Plan veröffentlicht

Die Veranstalter des ADAC Zurich 24h-Rennens haben mit einer Vorabvereinbarung zu den Terminen der kommenden Jahre wichtige Weichen für die Zukunft des größten Rundstreckenrennens der Welt stellen können. Bis 2023 sind die 24h-Termine im Kalender der Eifelstrecke nun reserviert. Ein wichtiger Eckpunkt war dabei die Abstimmung mit den Organisatoren von „Rock am Ring“. Das Mammutkonzert hat – ebenso wie das ADAC Zurich 24h-Rennen – einen erheblichen Vorlauf für Aufbau und Logistik. Schon jetzt steht damit fest: Nach dem frühen Termin im kommenden Jahr (10. – 13. Mai) wird das Rennen fünf Mal in Folge später stattfinden. 2019 in der dritten Juni-Woche, 2020 am letzten Mai-Wochenende und ab 2021 dann jeweils zwischen Anfang und Mitte Juni.

Mit der Terminierung konnten die Veranstalter zweier wichtiger Events am Nürburgring nun frühzeitig etwaige Terminkollisionen minimieren. Insbesondere Aufbauüberschneidungen führten in der Vergangenheit immer wieder zu einem erhöhten Organisationsaufwand. „In diesem Jahr konnten wir zum Beispiel beim 24h-Rennen einige wichtige Parkflächen nicht nutzen“, beschreibt Rennleiter Walter Hornung, „und in den Vorjahren wurde es immer wieder bei der Nutzung von Fahrerlager und Nordschleife terminlich eng. Ich bin froh, dass wir dies mit unseren Partnern am Nürburgring und den Veranstaltern von Rock am Ring jetzt auf lange Sicht planen und weitgehend vermeiden konnten“. Die Terminvereinbarung hat dabei einen optionalen Charakter und wurde als Reservierung unabhängig von der Unterzeichnung weiterer Veranstaltungsverträge vereinbart. „Mit dieser Vereinbarung bringen aber natürlich alle Beteiligten den Willen zum Ausdruck, das ADAC Zurich 24h-Rennen als größtes Rundstreckenrennen der Welt auch in den kommenden Jahren mit unveränderten Rahmenbedingungen durchzuführen“, versichert Walter Hornung. „Teams, Organisatoren und Fans haben damit ein so großes Maß an Planungssicherheit wie nie zuvor.“

Auch auf Seiten der Rennstreckenbetreiber wird die Vereinbarung begrüßt. „Wir freuen uns sehr über die gemeinschaftliche Absprache mit zwei der wichtigsten Events in unserem Veranstaltungskalender“, sagt Mirco Markfort, der Geschäftsführer der capricorn Nürburgring GmbH. „Auch für uns als Streckenbetreiber bedeutete die große zeitliche Nähe von ADAC Zurich 24h-Rennen und Rock am Ring in den vergangenen Jahren immer wieder eine Belastungsprobe, die wir nun weitgehend vermeiden können. Wir bieten somit den Veranstaltern, aber auch den Besuchern, Rennteams und allen weiteren Beteiligten in den kommenden Jahren ein noch höheres Servicelevel an.“

Termine ADAC Zurich 24h-Rennen 2018 – 2023 *
10. – 13. Mai 2018    (Christi Himmelfahrt)
20. – 23. Juni 2019    (Fronleichnam)
21. – 24. Mai 2020    (Christi Himmelfahrt)
03. – 06. Juni 2021    (Fronleichnam)
16. – 19. Juni 2022    (Fronleichnam)
08. – 11. Juni 2023    (Fronleichnam)
*): Vorbehaltlich Vertragsabschluss

VLN: Manthey gewinnt Regenschlacht

Erfahrung war Trumpf beim ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen, dem fünften Lauf der VLN. Wechselnde Witterungsbedingungen rund um die anspruchsvollste Rennstrecke der Welt – das war eindeutig ein Fall für Manthey-Racing. Mit einer souveränen Strategie setzten sich Romain Dumas, Kevin Estre und Mathieu Jaminet im Porsche 911 GT3 R durch und wurden mit einem Vorsprung von 3:18,233 Minuten vor Martin Ragginger und Klaus Bachler im Elfer von Falken Motorsport abgewinkt. Rang drei sicherten sich Frank Stippler und Peter Terting im Audi R8 LMS von Phoenix-Racing.

Elfmal wechselte die Führung beim Saisonhighlight der Langstreckenmeisterschaft, am Ende stand der 13. Porsche-Sieg bei einem VLN-6h-Rennen zu Buche. Für Dumas war es der insgesamt sechste VLN-Sieg, Estre und Jaminet feierten Premiere auf der obersten Stufe des Siegerehrungspodests. „Unsere Strategie war einfach perfekt“, sagte Dumas und Estre ergänzte: „Die ersten drei Stints waren wir auf Slickreifen unterwegs, dann haben wir auf Regenreifen gewechselt und sind bis zum Schluss dabei geblieben. Es gab in den letzten drei Stunden keinen Zeitpunkt, wo man für mehr als eine Runde Slicks gebraucht hätte.“ Nach rund fünfeinhalb Stunden geriet der Manthey-Sieg kurzzeitig ins Wanken, als früher als erwartet die Benzinleuchte im Cockpit blinkte und Treibstoffmangel signalisierte. „Wir haben dann den Stopp vorgezogen und sind auf Nummer sicher gegangen.“

Die Strategie verhinderte einen möglichen Triumph der beiden Verfolgerteams. „Es gab heute viele Gelegenheiten, Fehler zu machen“, gestand Bachler, der für Falken Motorsport im Zeittraining die Pole-Position in 8:10,110 Minuten errungen hatte. Dabei ging es bei der Zeitenjagd eng zu: Die Top-10-Fahrzeuge bewegten sich in einem Intervall von nur 10,111 Sekunden. „Wir haben einmal auf die falschen Reifen gesetzt. Und um ehrlich zu sein, ich habe mir in dieser Phase fast in die Hose gemacht, als ich mit Slicks unterwegs war und im Schwedenkreuz plötzlich Wasser auf der Strecke stand. Ich hatte Aquaplaning, bin von der Strecke abgekommen und hatte einen leichten Leitplankenkontakt. Zum Glück ist dabei nichts passiert.“ Sein Mitstreiter Ragginger war unter den Umständen mit dem Ergebnis zufrieden: „Platz zwei ist ganz gut bei diesen Bedingungen. Andere hatten da deutlich weniger Glück.“

Stippler stimmte dem Österreicher zu: „Wir können mit Platz drei absolut zufrieden sein“, sagte er. „Auch wir haben nicht immer die richtige Reifenwahl getroffen und so Zeit liegenlassen. Bei trockener Strecke, waren wir bei der Musik. Mit Slicks im Nassen – da rutschst du auf der Nordschleife in fast jeder Kurve. Das war aufregend und ich bin froh, die Zielflagge gesehen zu haben.“

Hinter dem Spitzentrio verpasste das Haribo Racing Team mit dem Mercedes-AMG GT3 das Podium am Ende um nur 11,448 Sekunden. Fünfte wurden Norbert Siedler und Alexander Müller im Frikadelli-Porsche. Der Mercedes-AMG GT3 von Black Falcon wurde auf Position sechs abgewinkt, den zuletzt siegreichen BMW M6 GT3 von Falken Motorsports pilotierten Alexandre Imperatori und Jörg Müller auf Platz sieben. Das schnellste Pro-Am-Fahrzeug der GT3-Klasse fuhren Claudia Hürtgen, Felipe Fernandez Laser und Frederik Nymark auf Platz acht.

Erfolgreiche GT4-Premiere für das Team rund um Uwe Alzen
Eine erfolgreiche Premiere mit dem neuen Mercedes-AMG GT4 gelang dem Mercedes-AMG Testteam Uwe Alzen Automotive. Fabian Hambrecht, Mike Stursberg und Thomas Jäger absolvierten binnen der Sechs-Stunden-Distanz 35 Runden auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Nürburgring Sprintkurs und Nordschleife und belegten am Ende Rang 16. „Ich bin mit unserem ersten Einsatz des neuen GT4 sehr zufrieden“, sagte Jäger „Wir haben unheimlich viel gelernt. Es war der erste Regentest auf der Nordschleife. Das Auto hat eine gute Standfestigkeit gezeigt.“

Norwegisches Quartett holt ersten Audi-Sieg in der TCR-Klasse
Ihren ersten Sieg in der TCR-Klasse feierten die Norweger Håkon Schjærin, Atle Gulbrandsen, Kenneth Østvold und Anders Lindstad. Das Quartett aus dem hohen Norden setzte sich im Audi RS3 LMS gegen Bradley Philpot, Jürgen und Joachim Nett im Peugeot 308 Racing Cup durch, die ihren zweiten Platz fast wie einen Sieg feierten. Dritte wurden Roger Vögeli, Roland Schmid und Markus Oestreich im Honda Civic Type R TCR.

Bereits in zwei Wochen geht die VLN in die nächste Runde. Am 2. September steht das 40. RCM DMV Grenzlandrennen auf dem Programm und führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden.

Nürburgring-Gastspiel für López

Beim WTCC-Auftritt auf der Nordschleife war er in diesem Jahr nicht dabei, und dennoch musste Nürburgring-Fan José Maria López auf seine Lieblingsrennstrecke 2017 nicht verzichten. Am vergangenen Wochenende startete der Argentinier bei der FIA WEC im LMP1-Toyota von Toyota Gazoo Racing …

Nach drei Weltmeistertiteln und dem WTCC-Ausstieg des Werksteams von Citroën suchte José Maria López für die Saison 2017 eine neue Herausforderung. Sein Ziel: Le Mans! Und das nicht in irgendeinem Auto, sondern in einem der schnellsten und hochentwickeltesten Rennfahrzeuge der Gegenwart – im LMP1-Prototyp von Toyota Gazoo Racing. Seit Jahresanfang fährt der Argentinier nun für das in Köln-Marsdorf ansässige Toyota-Werksteam. Die sportlichen Ergebnisse fehlen zwar für den erfolgsverwöhnten Allround-Rennfahren noch, aber er weiß, dass es in einer Top-Serie wie der FIA-Langstrecken-WM Geduld und Fleiß benötigt: „Meine WM-Titel nützen mir in meinem neuen Umfeld gar nichts“, so López. „Das Fahren ist im Prototypen komplett anders als im Tourenwagen. Gewicht, Bremsen, Aerodynamik und nicht zu vergessen die unglaubliche Beschleunigung – das ist eine andere Welt. Deswegen erstarrt eben auch niemand in Ehrfurcht vor dem dreimaligen Weltmeister. In der WEC bin ich Rookie.” Neben den Veränderungen, die direkt mit seinem Fahrzeug zusammenhängen, hat der 34-Jährige aber noch einige andere Punkte ausgemacht, wo er Nachholbedarf hat: „Der Verkehr ist bei Langstreckenrennen nicht zu unterschätzen. Egal, ob in der WEC oder beim 24h-Rennen auf der Nordschleife: Du musst sehr genau wissen, wer da noch mit dir auf der Strecke ist. Wer fährt welche Linie? Wo kann man langsamere Fahrzeuge am besten überholen? Und das in jeder Runde! Das kann man auch im Simulator nicht lernen. Das kann ich nur im Rennauto, und das macht jede Rennrunde für mich im Moment besonders wertvoll.”

Für López ging das Wochenende übrigens recht gut aus. Die erste Podiumsplatzierung holte er mit seinen Teamkollegen Kamui Kobayashi (Japan) und Mike Conway (Großbritannien) hinter den beiden Werks-Porsche mit Timo Bernhard & Co. Mit dem Weltmeister von 2015 ist sich der Toyota-Pilot übrigens in einem einig. „Wenn der Veranstalter nicht aufpasst“, so López bei der Pressekonferenz vor dem WEC-Veranstaltung”, dann räumen Timo und ich nachts die Reifenstapel zur Seite und dann biegen wir mit unseren LMP1 nach der Veedol-Schikane links ab – auf die Nordschleife.”

Stimmen von der Sieger-Pressekonferenz

Das sagen die Fahrer der drei bestplatzierten Teams nach dem 45. ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Nürburgring.

Connor De Phillippi (Audi Sport Team Land): „Die Reifen haben dieses Jahr eine sehr große Rolle gespielt. Wir haben über das Wochenende die verschiedenen Reifen getestet und konnten uns dann definitiv für die beste Lösung entscheiden.“

Christopher Mies (Audi Sport Team Land): „Wenn man so lange geführt hat, ist es schon sehr enttäuschend mit anzusehen, wenn das Auto plötzlich keine Leistung mehr hat. Zum Glück haben unsere Jungs nicht aufgegeben und das Problem schnell gefunden. Beim letzten Boxenstopp hatten wir dann gleich nochmal Glück, denn wir hatten zunächst ein kleines Problem beim Tanken. Wir hatten schon die neuen Slicks montiert und haben uns dann doch noch im letzten Moment dafür entschieden, auf Regenreifen zu wechseln. Das war letztlich der entscheidende Punkt, warum wir doch noch den Sieg holen konnten.“

Markus Winkelhock (Audi Sport Team Land): „Ich bin absolut happy. Wir waren 22 Stunden lang in Führung, also fast die ganze Renndistanz. Dann hatten wir ein technisches Problem, das uns auf Platz drei zurückgeworfen hat. Wenn du hier beim 24h-Rennen startest, willst du ganz einfach gewinnen. Der zweite und dritte Platz ist zwar schön, doch dieses Rennen ist etwas ganz Besonderes, das du nur einmal im Jahr gewinnen kannst. Als es dann zu regnen begann saßen wir anderen Fahrer schon im LKW und konnten selber kaum glauben, was da draußen abgeht. Ehrlich gesagt bin ich jetzt noch etwas sprachlos.“

Kelvin van der Linde (Audi Sport Team Land): „Nach dem Problem mit dem Sensor habe ich ehrlich gesagt an gar nichts mehr gedacht, sondern nur gepushed. Wir wollten den BMW vor uns noch abfangen. Während des letzten Stopps hatten wir ein kleines Problem beim Tanken und uns spontan entschieden, auf Regenreifen zu wechseln, was sich im nachhinein als goldrichtig herausgestellt hat.“

Markus Paltalla (Rowe Racing): „Seit Freitag war das Land Motorsportteam einfach eine Klasse für sich und bei den warmen Bedingungen sehr stark. In der Nacht waren wir aber auch sehr gut. Wir haben das Maximum aus unserer Leistung herausgeholt und sind glücklich damit.“

Nick Catsburg (Rowe Racing): „Es war ein richtig tolles Wochenende für mich. In der WTCC die Siege und jetzt auch noch bei den 24h-Rennen auf dem Podium. Obwohl ich gestehen muss, dass wir nach Samstag nicht unbedingt damit gerechnet hatten, so weit nach vorne zu kommen.“

Alexander Sims (Rowe Racing): „Spa und Nürburgring, das sind die größten GT3-Rennen der Welt. Auf beiden Treppchen zu stehen ist fantastisch. Wir haben nicht damit gerechnet, hier am Nürburgring auf dem Podium zu stehen, aber fest daran geglaubt. Dieses Resultat ist exzellent.“

Richard Westbrook (Rowe-Racing): „Wir hatten einen sehr guten und strikten Plan für dieses Rennen, nur hat es am Ende leider zum Teil an der Umsetzung gehapert. Wir haben versucht, so weit wie möglich zu pushen. Aber die Hitze des Tages hatte mehr Auswirkungen auf die Reifen als wir geahnt hatten. Ich denke, wir sind ein tolles Rennen gefahren. Diese Jungs hier neben mir, sind mein Team, und jeder hat sein Bestes gegeben.“

Nico Müller (Audi Sport Team WRT): „Die Teamleistung war klasse. Alle haben perfekte Arbeit abgeliefert. Bis auf die letzte Entscheidung, leider. Das Rennen lief bis dahin hervorragend. Das Ergebnis ist sehr schmerzhaft.“

Marcel Fässler (Audi Sport Team WRT):

Robin Frijns (Audi Sport Team WRT): „Es tut weh, zu wissen, dass man so nah am Sieg vorbeigefahren ist. Wir wären selbstverständlich gern als erstes Team ins Ziel gefahren. Wir hätten den Sieg ebenso verdient gehabt, denn wir haben stark gekämpft. Leider haben wir durch den Regen die falsche Entscheidung getroffen, und das hat uns dann am Ende zurückgeworfen.“

René Rast (Audi Sport Team WRT): „Das ganze Rennen lagen wir hinter dem Land-Audi. Aufgrund von Gelbphasen hatten wir eine Minute Rückstand, dieser Zeit sind wir hinterhergefahren. Rund 90 Minuten vor Schluss haben wir aufgrund eines Problems bei Land die Führung übernehmen können. Beim letzten Stopp war die Strecke noch überwiegend trocken. Hier haben wir eine Fehlentscheidung getroffen. Wir hätten auf Intermediates wechseln sollen. Ich sehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf unsere Platzierung.“

Dramatisches Finale beim 24h-Rennen

Erst tief betrübt, dann im Land der Träume: Dank eines geistesgegenwärtigen Pokers beim letzten Boxenstopp zwei Runden vor Schluss erkämpften sich Markus Winkelhock, Kelvin van der Linde, Christopher Mies und Connor de Phillippi doch noch den Sieg beim 45. ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Nürburgring, der eigentlich schon verloren schien. 90 Minuten vor Schluss hatte ein defekter Sensor am Audi R8 LMS mit der #29 das Team von Wolfgang Land noch nach vielen Stunden an der Spitze die Führung gekostet und den Traum vom Sieg scheinbar hatte platzen lassen. Als zwei Runden vor Schluss aber plötzlich Regen einsetzte, zog das Team beim eigentlich schon verpatzten Boxenstopp in letzter Sekunde noch Regenreifen auf und holte die schon enteilten Konkurrenten doch wieder ein. Dem zu dieser Zeit führenden WRT-Audi #9 rutschte der greifbar nahe Sieg auf profillosen Slicks noch durch die Finger. Schlussfahrer René Rast musste sogar noch Rang zwei an Nick Catsburg im BMW M6 GT3 #98 von Rowe Racing abgeben, nachdem beide für die letzte Runde auch auf Regenreifen gewechselt hatten.

„Ich weiß gar nicht was ich sagen soll, für mich war das Rennen eigentlich schon verloren“, sagte ein fast sprachloser Markus Winkelhock nach seinem insgesamt dritten Nürburgring-Triumph nach 2012 und 2014, den 205.000 Zuschauer am gesamten Wochenende miterlebten. Für Christopher Mies war es der zweite Erfolg am Ring nach 2015, Kelvin van der Linde, Connor de Philippi und Teamchef Wolfgang Land kletterten zum ersten Mal ganz oben auf das Podest.

Hitchcock-Krimi in den letzten Minuten
„Jetzt habe ich endlich verstanden, warum der Nürburgring ‚Grüne Hölle‘ heißt“, meinte de Phillippi. „Ich habe nur noch über Funk das Kommando bekommen: Push, push, push“, verriet Schlussfahrer van der Linde. „Das war ein echter Hitchcock-Krimi. Ich bin erleichtert und riesig stolz auf meine Truppe, die nie aufgegeben und immer gesagt hat: Das Rennen ist erst bei der schwarz-weiß-karierten Flagge zu Ende. Jetzt wird nur noch gefeiert“, sagte Wolfgang Land.
Der dreimalige Le-Mans-Sieger Marcel Fässler, der sich die #9 neben Rast mit Nico Müller und Robin Frijns geteilt hatte, ging auch am Tag nach seinem 41. Geburtstag in der Eifel wieder leer aus. Trotz aller Enttäuschung gönnte der Schweizer den Erfolg den Markenkollegen, „die den Sieg verdient haben“. Riesenjubel herrschte dagegen bei Rowe Racing. „Das war absolutes Chaos. Man hat nur noch nach Gefühl entschieden. Der zweite Platz ist für alle ein Gewinn. Die Show war gigantisch. Das war Motorsport der Extraklasse“, sagte Teamchef Hans-Peter Naundorf nach der bislang besten Platzierung seiner Mannschaft am Ring, die Catsburg mit Markus Palttala, Alexander Sims und Richard Westbrook erkämpfte.

„Das war im sprichwörtlichen Sinne ein heißes Rennwochenende! Unglaublich tolles Wetter, harte Positionskämpfe bis zur letzten Minute und Fans, die eine Riesenparty gefeiert haben: Das 24h-Rennen war ein echtes Motorsportfest”, sagte Rennleiter Wolfgang Hornung, der nach 23 ¾ Stunden mit Eifel-untypischem Sonnenschein noch ein spektakuläres Finale im Regen erlebte. Denn ein Wolkenbruch in den letzten Minuten stellte den Rennverlauf noch einmal auf den Kopf. Während Rast und Catsburg in der vorletzten Runde mit profillosen Slicks fast hilflos im Schneckentempo über die Nordschleife rutschten, kämpfte sich van der Linde im Land-Audi mit seinen Regenreifen doch wieder an die Spitze zurück.

Bester Mercedes-AMG war der Vorjahressieger von Black Falcon mit der #1 auf dem fünften Platz direkt vor dem Frikadelli-Porsche #31 auf Rang sechs. Der Wochenspiegel-Ferrari #22 erkämpfte sich Position sieben, bester Bentley war die #37 von Abt auf dem 16. Platz.