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Die neue WTCR startet auch beim 24h-Rennen

Die höchste internationale Tourenwagenklasse bleibt auch künftig ein Teil des ADAC Zurich 24h-Rennens. Darauf einigten sich die Betreiber der FIA WTCR mit den Organisatoren des ADAC Nordrhein nach Saisonabschluss der Tourenwagen-Königsklasse. Damit erleben auch die Fans am Nürburgring 2018 die neuen Fahrzeuge der Serie, die künftig als „FIA World Touring Car Cup (WTCR)“ durchstartet: Denn die Nachfolge der kostspieligen TC1-Rennwagen treten in Zukunft die Fahrzeuge der TCR-Klasse an, die sich in den vergangenen Jahren international sehr erfolgreich etabliert hat. Neben zahlreichen nationalen Championaten ist die Klasse auch beim ADAC Zurich 24h-Rennen startberechtigt.

Nach ihrem Debüt im Jahr 2014 hat sich die TCR-Klasse im internationalen Tourenwagensport in kürzester Zeit etabliert. Seit 2016 haben die fünftürigen Zweiliter-Fronttriebler auch beim ADAC Zurich 24h-Rennen einen Platz. Rund ein halbes Dutzend Teilnehmer wies die Klasse 2017 beim Langstreckenklassiker aus, vom Start der WTCR erhoffen sich die Organisatoren auch einen Impuls für ein weiteres Wachstum dieser attraktiven Kategorie. „Wir freuen uns sehr über die Einigung mit der FIA WTCR“, sagt 24h-Rennleiter Walter Hornung. „Damit können wir nicht nur unseren Fans an der Nordschleife tollen Rennsport mit internationalen Teilnehmern bieten. Wir treiben auch die Entwicklung in einer Klasse voran, die sich prächtig entwickelt hat und beim 24h-Rennen vielleicht künftig eine der wichtigen Plattformen für Privatteams sein könnte.“ Denn genau dies ist die Zielrichtung des TCR-Reglements. Die Fahrzeuge sind mit Preisen unter 100.000 Euro verhältnismäßig günstig, technisch beherrschbar und bieten attraktive Fahrleistungen: Perfekte Sportgeräte also, die sich auch auf der Nordschleife in den vergangenen Jahren bestens bewährt haben. Der siegreichen TCR-Teams belegten in den vergangenen beiden Jahren beim 24h-Rennen jeweils Positionen im vorderen Mittelfeld.

Rund 500 Fahrzeuge weltweit bereits im Einsatz
Die FIA WTCR hat nicht nur die Nachfolge der WTCC angetreten, sondern auch die der internationalen TCR-Serie. Aus der Fusion geht nun ein Weltcup hervor, der als wichtiges Detail die TCR-Philosophie hinsichtlich der Herstellerbeteiligung übernimmt. Werksteams sind verboten, eine Herstellerwertung nicht ausgeschrieben. Die Rolle der Automobilindustrie ist vielmehr, die Fahrzeuge im Rahmen ihrer Kundensportprogramme zu betreuen. Und diese Konstellation findet bei vielen Unternehmen Anklang. Zuletzt stellte etwa Hyundai ein neues TCR-Fahrzeug vor, beim ADAC Zurich 24h-Rennen starteten 2016 und 2017 auch Modelle von Audi, Seat und VW. Weitere TCR-Rennwagen im internationalen Geschäft stammen von Alfa-Romeo, Ford, Honda, KIA, Opel, Peugeot, Renault und Subaru: Reichlich Auswahl also für interessierte Teams, die zudem auf einen großen Bestand an existierenden Rennwagen zurückgreifen können. Rund 500 TCR-Fahrzeuge sind international bereits im Einsatz. Der FIA-Weltcup allerdings setzt auf Klasse statt Masse. Die Teilnehmerzahl wurde auf 26 Fahrzeuge beschränkt. Weitere potenzielle Betätigungsfelder in Deutschland sind etwa die attraktive ADAC TCR Germany, die 2018 bereits in ihre dritte Saison geht. Walter Hornung: „Das Potenzial an Teams und Piloten ist also auch in Deutschland vorhanden. Wir haben mit dem 24h-Rennen ein weiteres Betätigungsfeld für diese Fahrzeuge geöffnet und hoffen, damit auch unseren Teil zur Belebung und Entwicklung dieser attraktiven Fahrzeugklasse beizutragen.“