Die Strecke in der Eifel zählt zu den schönsten und anspruchvollsten Rennstrecken weltweit. Seit ihrer Erbauung genießt sie den Ruf als furchteinflößende und unbarmherzige Strecke durch die Eifelwälder.

Uneinsehbare Kurven, blinde, tückische Kuppen, starke Neigungen und Gefälle sowie häufig wechselnde Fahrbahnbeläge machen die Nordschleife zu einer der anspruchsvollsten Herausforderungen für jeden Motorsportler.

Darüber hinaus erschweren ständige Wetterkapriolen mit Starkregen, Nebel, oder Schnee im Sommer das Rennen. Die 1927 eröffnete Strecke ist 20,832 Kilometer lang, hat offiziell 73 Kurven und weist Steigungen von bis zu 18 % auf. Der Formel-1-Legende Jackie Stewart war von der Strecke derart beeindruckt, dass er sie „Grüne Hölle“ taufte.

Seither ranken sich Mythen, Dramen und Heldengeschichten um die längste und schwierigste Strecke der Welt.

Nordschleife

Rennsportlegende Jochen Rindt sagte einst über die unvergleichliche Herausforderung, „Schwer zu fahren, leicht zu sterben“…Tatsächlich waren schwere, oft tödliche Unfälle keine Seltenheit. Deshalb folgten 1971 Umbauarbeiten, die die Nordschleife sicherer, aber auch deutlich schneller machten. Niki Lauda beschreibt seine Hassliebe zum Ring mit den Worten, „Wer behauptet, er liebt diese Strecke, der lügt. Die gefährlichste Strecke die es je gab, war der alte Nürburgring. Aber es war so geil zum Fahren.“ Mit seinem Feuer-Unfall 1976, folgten schwierige Jahre, in denen die Zukunft des Rennsportmekkas in der Eifel alles andere als gesichert war. Doch mit Hilfe des Landes Rheinland-Pfalz und des ADAC konnte 1984 der Ring in neuem Glanz erstrahlen.

Die darauffolgenden Jahre standen ganz im Zeichen der Umorientierung. Es folgten diverse Umbaumaßnahmen. Im neuen Jahrtausend wuchs der Nürburgring zu einer Freizeit- und Erlebnisdestination, die zahlreiche Attraktionen rund um die legendärste Rennstrecken der Welt bietet.