24 Stunden Nürburgring 2017, Qualifikationsrennen, Nürburgring-Nordschleife - Foto: Gruppe C GmbH

Rowe Racing feiert gute Generalprobe

Rowe Racing hat 34 Tage vor dem Start des 45. ADAC Zurich 24hRennens auf dem Nürburgring eine deutlich ansteigende Formkurve gezeigt. Bei der großen Generalprobe im 24h-Qualifikationsrennen fuhr das Team aus St. Ingbert am Sonntag mit einem seiner beiden BMW M6 GT3 einen starken sechsten Platz heraus und verfehlte mit dem Schwesterauto nach einer Aufholjagd um 14 Positionen bis auf Rang elf nur knapp die Top-10. Fünf Wochen vor dem Saisonhöhepunkt am 27./28. Mai in der Eifel war Rowe Racing das bestplatzierte BMW-Team.

Der aktuelle BMW DTM-Pilot Maxime Martin aus Belgien, der sich das Cockpit des BMW M6 GT3 mit der #99 mit den beiden BMW Werksfahrern Philipp Eng aus Österreich und Alexander Sims aus Großbritannien sowie dem neu zum Team gestoßenen deutschen Nordschleifen-Spezialisten Marc Basseng teilte, kämpfte in der Schlussphase noch mit einem Mercedes um den fünften Platz, der die vorzeitige Sicherung eines Platzes im Top-30-Qualifying des 24h-Rennens bedeutet hätte. Obwohl Martin, der für seine Crew auch schon von Startplatz 14 aus das Rennen eröffnet hatte, schneller war als sein Konkurrent, gab es in der letzten Runde auch auf der langen Geraden von der Döttinger Höhe herunter zum Ziel keine Chance zum Überholen. Am Ende fehlten ihm lediglich 1,027 Sekunden.

Noch weiter hinten musste der Brite Sims, der in beiden Fahrzeugen zum Einsatz kam, im Schwesterauto mit der #98 die Aufholjagd beginnen. Von Startplatz 25 hatte er den M6 bis zum ersten Fahrerwechsel schon bis auf Platz 17 nach vorne gebracht. Zusammen mit dem Niederländer Nick Catsburg, dem Finnen Markus Palttala und seinem Landsmann Richard Westbrook schob er sich im weiteren Rennverlauf noch bis auf den elften Platz nach vorn.

In der Zeit bis zum 24h-Rennen will sich das Team noch auf die Suche nach mehr Top-Speed für die lange Gerade machen, ohne die Stärken des BMW M6 GT3 in den vielen schnellen Kurven auf der 25,378 Kilometer langen Kombination aus GP-Strecke und Nordschleife zu verlieren. Bei der aktuellen Einstufung in der „Balance of Performance“ stellt das allerdings eine schwierige Aufgabe dar. Mit der Zuverlässigkeit der Autos und der fehlerfreien Arbeit der Fahrer und des Teams bei der Generalprobe waren die Verantwortlichen bei Rowe Racing dagegen sehr zufrieden.

Hans-Peter Naundorf, Teamchef Rowe Racing: „Unsere Tendenz mit Blick auf das 24h-Rennen ist definitiv positiv, wir haben uns in allem ein bisschen besser zusammengefunden. Mit der Leistung der Fahrer und des ganzen Teams, die sich keine Fehler erlaubt und konstant nach vorne gekämpft haben, bin ich absolut zufrieden, vor allem angesichts unserer Startplätze. Wir hatten uns im Qualifying nicht so sehr auf Spitzenzeiten versteift, sondern etwas mehr schon für das Rennen gearbeitet, was sich dort dann ja auch ausgezeichnet hat. Aber es war dann etwas unglücklich, dass einige andere Teams sich im zweiten Qualifying noch so gesteigert haben. Wenn wir etwas weiter vorne gestartet wären, dann wäre vielleicht auch noch ein bisschen mehr möglich gewesen. An unserer Performance müssen wir auf jeden Fall noch arbeiten, was aber auch auf die aktuelle BoP zurückzuführen ist. Wenn man mit einem schnelleren Auto auf der Geraden nicht überholen kann, dann wirft das schon Fragen auf.“

Alexander Sims: „Platz sechs ist ein solides Ergebnis. Natürlich hätten wir uns gerne schon hier den Startplatz für das Top-30-Qualifying beim 24h-Rennen gesichert, aber nun müssen wir das eben in gut vier Wochen erledigen. Ich denke, das sollten wir schaffen. Dafür haben wir im Rennen wertvolle Erkenntnisse gewonnen, die uns während des 24h-Rennens sicher sehr helfen werden. Wir haben zum Beispiel die Reifen im Rennen besser zum Arbeiten bekommen als im Qualifying, daher war unser Rennspeed auch besser. Alles in allem bin ich zufrieden mit dem Qualifikationsrennen.“