24h-Rennen trauert um Otto Flimm

Das 24h-Rennen trauert um Otto Flimm, der in der Nacht zum 10. Februar 2020 in Brühl verstorben ist. Der langjährige Präsident des ADAC und des Regionalclubs Nordrhein prägte in seinen 90 Lebensjahren nicht nur den Gesamtclub, sondern war insbesondere im Motorsport ein engagierter Funktionär mit zahllosen Verdiensten. Dazu zählt sein Einsatz für viele wichtige Baumaßnahmen am Nürburgring in den 70er- und 80er-Jahren ebenso wie seine Mitwirkung in vielen sportlichen Gremien. So gestaltete Flimm das ADAC TOTAL 24h-Rennen zwischen 1976 und 1995 als Leiter des Orga-Ausschusses und wirkte von 1996 bis 2004 als Orga-Kommitee-Mitglied mit.

Flimm wurde am 18. Mai 1929 als Sohn des Spirituosenherstellers Carl Flimm im Kölner Severinsviertel geboren. Bereits nach dem Krieg half er im elterlichen Betrieb aus und übernahm diesen später. In jungen Jahren entdeckte er auch seine Leidenschaft zum Motorradsport (Motocross). 1950 gründete er zunächst den Brühler Club für Motorsport und trat im gleichen Jahr in den ADAC Nordrhein ein. Als echter Vereinsmensch machte sich Flimm im Regionalclub schnell einen Namen und wurde 1959 Mitglied im Vorstand, 1967 Zweiter Vorsitzender und 1973 Vorsitzender des ADAC Nordrhein. Auch im Gesamtverein wurde er 1972 Vizepräsident und führte den ADAC von 1989 bis 2001 als Präsident. Für seine zahllosen Verdienste würdigten ihn der Gesamtclub mit dem Titel des Ehrenpräsidenten sowie der ADAC Nordrhein durch die Ernennung zum Ehrenvorsitzenden. Flimm war Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse und Erster Ehren-Vizepräsident der FIA.

Als Mann klarer Worte und unermüdlicher Kämpfer für die gute Sache stand Flimm an der Spitze des Vereins „Ja zum Nürburgring“, der nach dem Feuerunfall von Niki Lauda 1976 in jahrelanger Arbeit maßgeblich dafür sorgte, dass die moderne Grand-Prix-Strecke gebaut werden konnte. Die Rettung des Nürburgrings gilt als eines seiner größten Lebenswerke. Die Zufahrtsstraße zum alten Fahrerlager am Dorint-Hotel trägt heute seinen Namen.

Foto: Herbert Piel