Black Falcon holt zweiten Gesamtsieg

Black Falcon hat beim siebten Rennen der VLN den zweiten Gesamtsieg der Saison erzielt. Während sich die GT3-Mannschaft über den Gesamtsieg freuen durfte, sicherte sich der Mercedes-AMG GT4 mit der Nummer 163 den dritten SP10-Klassensieg in dieser VLN-Saison.

Am frühen Samstagmorgen qualifizierten Maro Engel, Hubert Haupt und Manuel Metzger den Mercedes-AMG GT3 mit der Nummer 6 für Startplatz drei. Startfahrer Engel absolvierte vier Rennrunden, ehe ihn das Team aus taktischen Gründen an die Box beorderte. Nach weiteren acht Runden, in denen er im Fernduell in Führung ging, übernahm Metzger das Steuer von Engel und absolvierte einen hervorragenden Stint, in dem er die Führung ausbauen konnte. Für den Schlussspurt wurde er von Haupt abgelöst, der den Sieg mit einer fehlerfreien Performance nach Hause fuhr.

In der Klasse GT4 fuhren Stefan Karg, Fidel Leib und Moritz Oberheim ihren dritten Saisonsieg ein. Bereits im Qualifying war der Mercedes-AMG GT4 des Black FalconTeam Identica kaum zu schlagen und absolvierte die zweitschnellste Runde der Klasse SP10, die nur eine halbe Zehntelsekunde langsamer war als die des Polesetters. Im Rennen übernahm der AMG GT4 mit der Nummer 163 bereits in der ersten Hälfte die Führung. Fahrer und Team leisteten sich über die vierstündige Distanz keinen Fehler und sicherten sich mit dieser hervorragenden Leistung den dritten VLN-Saisonsieg. Das Schwesterauto, der Mercedes-AMG GT4 von Christoph Hoffmann, Axel König und Norbert Schneider, ging von Position fünf der Klasse ins Rennen. Im Rennverlauf machte die Mannschaft der Nummer 164 einen Platz in der Klasse gut und wurde Vierter.

In der Klasse SP7 startete der Porsche 911 GT3 Cup MR II Nummer 57 mit den Fahrern Jürgen Bleul, Mike Stursberg und „Takis“. Das Trio absolvierte ein fehlerfreies Rennen und überquerte die Ziellinie nach vier Stunden auf Platz vier der Klasse. Der Porsche 991 Carrera von Alexander Akimenkov, Ronny Lethmate und Vasilii Selivanov startete nach einem starken Qualifying von der Poleposition der Klasse V6. Nach einer ebenfalls starken Anfangsphase musste das Trio den Wagen vorzeitig abstellen, nachdem ein überfahrenes Trümmerteil einen technischen Defekt auslöste.

Mercedes: Gesamt- und Klassensieg

[Teaminfo] Das Mercedes-AMG Customer Racing Team Black Falcon feiert den zweiten Gesamtsieg der VLN-Saison 2018. Maro Engel, Hubert Haupt und Manuel Metzger pilotierten den Mercedes-AMG GT3 auf der Nürburgring-Nordschleife nach 28 Runden als Erste über die Ziellinie. Beim siebten Lauf der VLN sichert sich zudem das Black Falcon Team Identica mit dem Mercedes-AMG GT4 den dritten VLN-Klassensieg. Das Trio Stefan Karg, Fidel Leib und Moritz Oberheim beendet das 4-Stunden-Rennen auf Platz eins der SP10-Klasse.

Der Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 6 ging am Samstagmittag von Startplatz drei auf die 24,358 Kilometer lange Kombination aus Nürburgring Nordschleife und Kurzanbindung des Grand-Prix-Kurses. Startfahrer Maro Engel konnte zuvor im morgendlichen Qualifying die gute Ausgangsposition mit einer Zeit von 7:55.713 Minuten herausfahren. In der Spitzengruppe des 149 Teilnehmer starken Feldes zeigten sich kurz nach dem Start viele enge Duelle und Positionsverschiebungen. Das Black Falcon Team setzte früh als einziges Fahrzeug in der SP9-Klasse auf eine andere Strategie und führte den ersten Boxenstopp bereits nach vier Runden durch, um eine aufkommende Code 60-Phase auszunutzen und sich aus den zeitraubenden Duellen an der Spitze herauszuhalten. Maro Engel blieb im Mercedes-AMG GT3 zu einem Doppelstint hinter dem Lenkrad und übernahm anschließend in Runde neun das erste Mal die Gesamtführung.

In der Folge wechselte die Führung aufgrund der unterschiedlichen Boxenstopps immer wieder, aber auch nach dem Fahrerwechsel auf Manuel Metzger in Runde zwölf holte sich der Mercedes-AMG GT3 #6 die Führung zurück. Metzger erzielte in seinem Stint und bei trockenen Verhältnissen in der Eifel die schnellste Rennrunde des Black Falcon-Trios mit 8:02.087 Minuten. Nach 20 Rennrunden und dem letzten planmäßigen Boxenstopp übernahm Hubert Haupt das Fahrzeug und setzte an die fehlerfreie Leistung seiner Teamkollegen an. Zum Ende des Rennens zeichnete sich immer mehr ab, dass sich die Strategie von Black Falcon auszahlen sollte. Nach 28 Runden überquerte Haupt mit knapp 15 Sekunden Vorsprung die Ziellinie als Erster. Es ist bereits der zweite VLN-Gesamtsieg von Black Falcon mit Hubert Haupt und Manuel Metzger am Steuer, nachdem sie auch das Highlight mit dem 6-Stunden-Rennen Mitte August gewinnen konnten.

Dritter Klassensieg für den Mercedes-AMG GT4 in der SP10-Klasse
Das Black Falcon Team Identica war mit ihrem dritten Sieg und dem bereits fünften Podium in der SP10-Klasse der aktuellen VLN-Saison erneut erfolgreich. Das eingespielte Trio Stefan Karg, Fidel Leib und Moritz Oberheim zeigte dabei eine starke Performance mit dem Mercedes-AMG GT4 #163. Vom zweiten Klassenstartplatz aus fuhren sie ein fehlerfreies Rennen und kamen nach 26 Runden als SP10-Sieger (Gesamtplatz 23) ins Ziel. Der zweite Mercedes-AMG GT4 mit der Startnummer 164 vom Black Falcon Team TMD Friction beendete das 4-Stunden-Rennen auf dem 46. Gesamt- sowie vierten Klassenrang.

Maro Engel, Black Falcon #6: „Was ein Krimi am Ende. Wir haben die Strategie auf 28 Runden ausgelegt und es hat zum Glück auch genau gepasst. Mega Job von Manuel und Hubert, der das Rennen sehr abgezockt nach Hause gebracht hat. Auch Black Falcon hat einen fantastischen Job gemacht, der Mercedes-AMG GT3 war perfekt eingestellt. Es hat riesig Spaß gemacht das Auto auf dieser einzigartigen Rennstrecke zu fahren.“

Manuel Metzger, Black Falcon #6: „Ich freu mich riesig für das Team und meine Teamkollegen. Ich habe zum Schluss noch richtig mitgezittert als ich bei den Ingenieuren war und es nochmal knapp wurde, ob es bei 28 Runden bleibt oder doch noch eine Runde zusätzlich gefahren werden muss. Zum Glück hat uns in den letzten beiden Runden noch eine Code 60-Phase in die Karten gespielt.“

Hubert Haupt, Black Falcon #6: „Sensationell, es hat perfekt gepasst. Es war sehr knapp mit dem Sprit, aber es ist am Ende alles nach Plan aufgegangen. Riesen Kompliment an Black Falcon zu einer tollen Leistung und auch an Maro und Manuel zu einem super Rennen. Ich freu mich riesig.“

Mathol: Schwieriger Renntag

[Teaminfo] Der sechste Lauf der VLN geriet für Mathol Racing zur echten Herausforderung. Zwar sahen die vier gestarteten Autos von insgesamt sechs Fahrzeugen die Zielflagge und kamen in die Wertung, allerdings lief nicht alles problemfrei. Teamchef Matthias Holle: „Wir hatten heute beim Rennen wenig Glück und am Ende kam dann auch noch Pech hinzu. Team und Fahrer haben das Beste gegeben, allerdings gab es keinen Klassensieg.“

Der Mercedes AMG GT4 (#170) von Christian Stingu, Domenico Solombrino und Reinhold Renger fuhr in der Klasse der GT4-Fahrzeuge auf Rang fünf. Im Training war das Trio auf Startplatz sechs gefahren. Nach problemloser Fahrt war das Team mit der Platzierung zufrieden. Matthias Holle: „Das war wieder eine solide Leistung. Das Team steigert sich von Rennen zu Rennen und macht keine Fehler.“

Der AVIA-Aston Martin Vantage V8 (#188) von Wolfgang Weber, Thomas Krebs und Erik Johansson wurde vor dem Start zurückgezogen. Bereits im Training zeigte sich ein Motorproblem, das vor Ort nicht zu beheben war. Um keinen größeren Schaden zu riskieren, verzichtete Mathol Racing auf das Rennen. Matthias Holle: „Wir haben in dieser Saison mit dem AVIA-Aston eine echte Pechsträhne. Beim nächsten Mal muss endlich wieder ein Klassensieg auf dem Programm stehen, das sind wir unserem Sponsor schuldig!“

In der Cayman-Trophy fuhr der Porsche Cayman GT4 (#966) von Marc Keilwerth/Marcos Adolfo Vazquez/„Montana“ auf den fünften Rang. Matthias Holle: „Das Trio hat eine starke Leistung gezeigt. Lange hat das Team in der Spitzengruppe mitgemischt. Leider mussten wir den vierten Platz abgeben, weil es für den Cayman noch eine Zeitstrafe für ein Vergehen in einer Code-120-Zone gab.“

Jörg Kittelmann und Thomas Heinrich fuhren im Seat Cup Racer (#311) in der Klasse SP3T erneut auf einen Podiumsrang. Das Duo freute sich im Ziel über Rang drei. Kittelmann: „Es hat wieder Spaß gemacht. Das Auto war perfekt vorbereitet und wir sind ohne Probleme über die Distanz gekommen.“

Der Toyota GT86 Alexander Fielenbach/Roberto Falcone belegte in der Klasse V3 Platz zwei. Teamchef Holle: „Eine ordentliche Leistung der beiden. Platz zwei war der gerechte Lohn.“

Der BMW M235i Racing Cup (#680) von Rüdiger Schicht/Alexander Walker konnte nicht starten, da der Wagen im Zeittraining unverschuldet auf einer Ölspur ausgerutscht war. Eine Reparatur bis zum Rennbeginn war nicht möglich.

Teamchef Matthias Holle: „Wir freuen uns, dass alle im Rennen gestarteten Autos unbeschädigt ins Ziel kamen. Auch wenn ein Topergebnis gefehlt hat.“

Bonk: Projekt Titelverteidigung beendet

[Teaminfo] „Nach dem dritten Ausfall unseres Top-BMW von Michael Schrey und Marc Ehret ist das Thema Titelverteidigung für uns von Tisch. So etwas gehört zum Sport dazu, man kann nicht immer gewinnen. Es tut mir für das Duo leid, denn die beiden haben wie das übrige Team wieder eine tolle Vorstellung geboten“, stellte Michael Bonk, Teamchef von Bonk motorsport, nach dem Ende des sechsten VLN-Laufs sachlich klar.

Im BMW M235i Racing Cup ging es an der Spitze wie fast immer äußerst eng zu. Schrey/Ehret sicherten sich den besten Startplatz und übernahmen auch im Rennen gleich die Topposition. In der Folge konnte sich das Duo ein wenig von der Konkurrenz absetzen. Es sah alles nach dem dritten Klassensieg in dieser Saison aus, bevor das Pech zuschlug. Schrey: „Dreiviertel des Rennens lief alles optimal. Dann mussten wir durch einen Reifenschaden den letzten Boxenstopp vorziehen und haben unseren Vorsprung eingebüßt. Als dann noch ein Radlager kaputt ging, war vorzeitig Schluss. Das war’s mit der Meisterschaft, jetzt versuchen wir noch einige Klassensiege zu holen.“

Der zweite BMW von Hofor Racing powered by Bonk motorsport von Florian Naumann/Michael Fischer landete am Ende auf Platz sieben. Anfangs mischte das Duo in der Spitzengruppe mit, fiel aber später zurück. Bonk: „Es gab einen Reifenschaden. Der BMW musste fast eine halbe Runde auf der Felge an die Box zurückfahren. Das hat viel Zeit gekostet, sonst wäre heute mehr möglich gewesen.“ Im dritten BMW M235i fuhr Thomas Leyherr als Solist. Im Ziel wurde er als Vierter und Sieger in der Gentlemen-Wertung abgewinkt. Leyherr: „Ziel war Platz fünf. Position vier fühlt sich für mich wie ein Sieg an.“

Der Audi RS3 LMS TCR von Hermann Bock, der von Michael Bonk unterstützt wurde, gewann zum zweiten Mal in Folge die Klasse SP3T. Bonk: „Ein problemloses Rennen. Bis auf einen kleinen Ausrutscher sind wir ohne Fehler durchgekommen. Schön, dass es zu einem weiteren Erfolg gereicht hat.“

Der unter Bonk-Bewerbung fahrende Nett-Peugeot holte den zweiten Klassensieg in Folge. Der Peugeot 308 Racing Cup TCR von Jürgen Nett, Achim Nett und dem Briten Bradley Philpot lief wieder wie ein Uhrwerk und dominierte erneut in der Klasse SP2T. Jürgen Nett; „Nach dem schwierigen Saisonbeginn funktioniert unser Paket mittlerweile richtig gut. So macht Motorsport Spaß.“

Mathol Racing: Gute Teamleistung

[Teaminfo] Zum Saisonhöhepunkt der VLN, dem Rowe 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen, war Mathol mit sechs Fahrzeugen in die Eifel gereist. Vier Autos kamen in die Wertung. Teamchef Matthias Holle meinte dazu: „Das Team und die Piloten haben wieder hervorragend gearbeitet, Leider gab es neben einigen Topplatzierungen diesmal keinen Klassensieg.“

Der AVIA-Aston Martin Vantage V8 (#188) von Wolfgang Weber, Thomas Krebs und Erik Johansson sah bedingt durch ein Elektronikproblem die Zielflagge nicht. Im Training fuhr das Trio in der Klasse SP10 der GT4-Fahrzeuge nur auf Platz zehn. Probleme mit dem ABS verhinderten eine bessere Trainingszeit. Im Rennen setzten sich die Schwierigkeiten mit dem ABS fort. Obwohl die Ingenieure von Bosch und die Mathol Racing-Techniker alles gegeben haben, konnte der Fehler nicht behoben werden. So zog das Team den Aston Martin nach vier Stunden aus Sicherheitsgründen zurück.

Deutlich positiver schnitt der Mercedes AMG GT4 (#170) von Christian Stingu, Domenico Solombrino und Reinhold Renger ab. Nach Platz acht im Training hielt sich der Mercedes konstant im Bereich der Spitzengruppe auf und belegte schließlich nach fehlerfreier Fahrt Platz vier in der Klasse. Matthias Holle: „Reinhold Renger hat Thomas Herbst ersetzt, der sich bei einem Fahrradunfall den Arm verletzt hatte. Die Leistung war wirklich stark, die Rundenzeiten konnten sich sehen lassen. Speziell Christian Stingu hat sich enorm gesteigert.“

In der Cayman-Trophy fuhr der Porsche Cayman GT4 (#966) von Marc Keilwerth/Marcos Adolfo Vazquez/„Montana“/Marc Basseng auf einen glänzenden dritten Rang. Profi Basseng half diesmal aus und war am Ende durchaus begeistert: „Das hat Spaß gemacht. Der Cayman GT4 lief gut und wir konnten uns ohne Schwierigkeiten im Vorderfeld halten.“ Matthias Holle: „Ein gutes Ergebnis für das Team nach einem problemfreien Rennen in einer hart umkämpften Klasse.“

Der BMW (#360) im BMW M235i Racing Cup war diesmal fest in italienischer Hand. Luca Sadun, Edoardo Bugane, Francesco Bugane und Francesco Merlini fuhren nach einem starken, umkämpften Rennen auf einem ausgezeichneten fünften Platz unter 18 Cup-BMW über die Ziellinie. Matthias Holle: „Die vier Italiener hatten nach dem unglücklichen 24h-Rennen noch eine Rechnung mit dem Nürburgring offen. Mit dem tollen Resultat ist ihnen dies eindrucksvoll gelungen.“

Das Duo Jörg Kittelmann und Thomas Heinrich fuhren im Seat Cup Racer (#311) wie gewohnt fehlerfrei in der Klasse SP3T. Diesmal reichte es allerdings nicht zum Klassensieg für die beiden Mathol-Piloten. Teamchef Matthias Holle: „Der Seat ist unverschuldet in eine Kollision verwickelt worden. Der zusätzliche Sicherheitsstopp hat Zeit gekostet, ist aber für die Sicherheit aller Fahrer auf der Strecke unabdingbar.“

Der Zimmermann-Porsche Cayman S (#435) von Karl Pflanz/Matthias Mettlich/Roberto Falcon ging nicht an den Start. Pflanz verlor auf seiner Trainingsrunde die Kontrolle über den Cayman. Das Fahrzeug wurde beim Einschlag in die Leitplanke mit anschließendem Überschlag stark beschädigt. Dank der sehr guten Sicherheitsausstattung des Fahrzeuges konnte Pflanz das Fahrzeug alleine verlassen und wurde nach einem Check im Krankenhaus wieder an die Strecke entlassen. Matthias Holle: „Das war ärgerlich, passiert aber schon Mal. Ein Start war natürlich nicht möglich.“

Teamchef Matthias Holle: „Wir haben ein paar schöne Ergebnisse eingefahren. Das macht mich optimistisch für die Zukunft.“

Adrenalin Motorsport: Vierfacherfolg

[Teaminfo] Beim Saisonhighlight der VLN konnte das Pixum Team Adrenalin Motorsport ein grandioses Teamergebnis erzielen. So gewann die Mannschaft aus Heusenstamm beim 6h-Rennen die drei Produktionswagenklassen V4, V5, V6 und sicherte sich den Tagessieg im BMW M235i Racing Cup. VLN-Debütant Fabian Vettel spulte zudem mit dem Pixum Team Adrenalin Motorsport seine ersten Nordschleifenkilometer ab.

„Das 6 Stunden Rennen ist durch die deutlich längere Distanz gegenüber den acht anderen VLN Rennen der mit Abstand härteste Lauf eines Jahres. Ich bin daher unheimlich glücklich und stolz, dass wir hier ein solch fantastisches Ergebnis einfahren konnten. Diese vier Klassen sind so enorm stark besetzt, dass für einen Erfolg wirklich alles zusammen passen muss. Wir haben es heute geschafft, diese erstmalig alle in einem VLN Rennen zu gewinnen. Eine bemerkenswerte Leistung meiner Mannschaft“, freute sich Teamchef Matthias Unger.

In der Produktionswagenklasse V5 hatten einmal mehr Daniel Zils, Christian Konnerth und Norbert Fischer die Nase vorne. Die amtierenden Vizemeister setzten damit ihre Serie weiter fort und feierten mit dem Pixum Porsche Cayman im fünften Rennen den fünften Sieg. In der VLN Gesamtwertung liegen sie damit weiterhin in Führung und bauten ihren Vorsprung auf die Verfolger noch einmal leicht aus. „Es sieht momentan für uns natürlich sehr gut aus in Sachen Meisterschaft. Dennoch ist vorne alles sehr dicht beisammen, sodass es bis zum Schluss spannend bleiben wird“, schildert Zils.

In Sachen Teilnehmern war auch an diesem Wochenende wieder die Produktionswagenklasse V4 federführend. Christopher Rink, Danny Brink und Philipp Leisen setzten sich am Ende mit ihrem Pixum BMW 325i E90 nach einem spannenden Rennen gegen insgesamt 24 andere Konkurrenten durch. „Nach dem Unfall beim letzten VLN Rennen wirkt dieser Sieg beim 6h Rennen natürlich wie eine Art Balsam für uns. Wir freuen uns sehr, wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt zu sein“, so Rink. Im Ziel hatte das Fahrertrio knapp 26 Sekunden Vorsprung auf die Mannschaft von Manheller Racing, mit denen man sich schon bei den vorherigen Rennen einen engen Zweikampf um die Klassensiege geliefert hat. Das Schwesterfahrzeug, der MOTEC Wheels BMW 325i E90, von Christoph Magg, Philipp Stahlschmidt, John Lee Schambony und Oskar Sandberg wurde auf dem 17. Platz gewertet. Langezeit hatte das Fahrerquartett in den Top-5 gelegen bis ein Pfennigartikel den Dienst quittierte und eine längere Reparaturpause nach sich zog.

In der Klasse V6 konnten Christian Büllesbach, Andreas Schettler, Carlos Arimon und Ioannis Smyrlis mit dem Veedol Porsche Cayman S einen souveränen Start-Ziel Erfolg einfahren. „Ich bin super glücklich mit dem Ausgang des Rennens. Nachdem wir beim letzten Lauf noch kurz vor Schluss ausgefallen sind, bedeutet uns das heutige Ergebnis sehr viel“, freute sich Smyrlis. Neben dem Erfolg in der Klasse V6 durfte sich das Fahrerquartett erstmalig in dieser Saison auch über den Wertungsgruppensieg bei den VLN Produktionswagen freuen.

Auch David Griessner und Yannick Fübrich konnten sich mit einem bemerkenswerten Erfolg aus der Sommerpause zurückmelden. Das Fahrerduo sicherte sich mit dem Pixum BMW M235i Racing nach einer glänzenden Vorstellung den dritten Saisonsieg und machte damit das faszinierende Teamergebnis perfekt. „Wir sind natürlich sehr glücklich über diesen Erfolg nach einem wirklich harten sechsstündigen Rennen. Vielen Dank an die gesamte Mannschaft und das perfekt vorbereitete Fahrzeug“, so Fübrich.

Auch die übrigen BMW M235i Racing aus dem Hause des Pixum Team Adrenalin Motorsport konnten in der stark besetzten Klasse gute Ergebnisse erzielen. Während Christian Müller, Stefan Kruse, Andreas Winkler und Robert van Husen mit dem MOTEC Wheels Fahrzeug auf dem vierten Platz die Zielflagge sahen, schafften auch Lance Boicelli, Daniel Morad und Jan Sluis mit dem siebten Rang den Sprung in die Top-10. Damit durften sich Stefan Kruse, Andreas Winkler und Robert van Husen zugleich auch über den Sieg in der Gentleman Wertung des BMW M235i Racing Cup freuen. Das Schwesterfahrzeug von Lutz Marc Rühl, Thomas Henriksson, Ulrich Korn und Charles Oakes belegte am Ende den elften Platz in der stark besetzten Klasse.

Fabian Vettel lieferte unterdessen ein vielversprechendes Nordschleifendebüt ab und konnte vor allem mit starken Rundenzeiten auf sich aufmerksam machen. Der 19-Jährige, der normalerweise in der Lamborghini Super Trofeo unterwegs ist, teilte sich das Steuer eines BMW M235i Racing mit Andre Duve und Georg Bellof, Bruder von Nordschleifen-Legende Stefan Bellof. Zwar wurde Vettels Teamgefährte Duve nach 15 Umläufen unverschuldet in einen Unfall verwickelt, dennoch konnte der Heppenheimer an diesem Wochenende wertvolle Kilometer in der „Grünen Hölle“ zurücklegen.

„Es war für mich eine der unglaublichsten Erfahrungen, die ich in meinem bisherigen Leben gemacht habe. Das erste Mal überhaupt auf der legendären Nordschleife unterwegs zu sein war ein ganz spezieller Moment für mich. Vor allem der Start war unglaublich, als wir im Pulk bei über 200 km/h Stoßstange an Stoßstange unterwegs waren. Ich habe an diesem Wochenende unheimlich viel gelernt und bin wirklich fasziniert von dieser Rennstrecke, aber auch von der VLN allgemein. Für mich ist das purer Motorsport gespickt mit einer einzigartigen Fannähe“, so Vettel, der sich aber auch positiv überrascht vom Pixum Team Adrenalin Motorsport zeigte.

„Im ersten Moment habe ich schon gefragt, wie so etwas überhaupt funktionieren kann. 12 Fahrzeuge gleichzeitig bei einem Rennen einzusetzen ist eine echte Mammutaufgabe und bedeutet unglaublich viel Arbeit. Aber ich bin echt beeindruckt, wie diszipliniert und koordiniert das Ganze abgelaufen ist. Und der große Erfolg vom Wochenende beweist, dass die Performance darunter nicht gelitten hat. Im Gegenteil: das ganze Team hat einen großartigen Job gemacht und eine enorme Qualität bewiesen. Zudem hat es mich gefreut, dass auch alle neuen Fahrer im freien Training ein individuelles Coaching erhalten. Das ist in meinen Augen auch keine Selbstverständlichkeit.“

Bonk: Glück und Pech dicht beieinander

[Teaminfo] „Eigentlich haben wir ein gutes Wochenende erlebt. Wir haben alle Fahrzeuge ins Ziel gebracht und zwei Klassensiege geholt. Leider hatten wir in zwei Fällen Pech. Aber das gehört im Motorsport dazu“, zog Michael Bonk, Teamchef von Bonk motorsport, nüchtern das Fazit nach dem fünften VLN-Lauf, dem Rowe 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen. „Zwar hat der amtierende VLN-Meister Michael Schrey mit seinem neuen Partner Marc Ehret im BMW M235i Racing Cup den dritten Sieg in Folge knapp verpasst. Aber noch kommen in dieser Saison vier weitere Rennen. Da ist noch alles möglich.“

Im BMW-Markenpokal ging es wie immer äußerst knapp zu. Nach dem Training lagen die ersten vier BMW M235i innerhalb von einer Sekunde. Die zweitplatzierten Schrey/Ehret mischten von Beginn an in der Spitzengruppe mit und rechneten sich Chancen auf den dritten Klassensieg in Folge aus. Aber dann schlug das Pech zu. Schrey: „Ich bin unter gelber Flagge an einer Gruppe nicht vorbei gekommen und musste mich hinten anschließen. So habe ich über eine Minute innerhalb einer Runde auf den Spitzenreiter verloren. Damit war das Rennen für uns gelaufen. Denn bei der Leistungsdichte holst du keine Minute mehr auf. Wir haben zwar noch einmal alles probiert, aber mehr als Rang drei war nicht drin.“

Im zweiten Bonk-BMW verpassten Florian Naumann/Michael Fischer eine weitere Top-Platzierung. Gerade als das Duo einen Angriff auf Rang drei in der BMW-Klasse starten wollte, brach die Spurstange. Bonk: „Schade, es wäre auf jeden Fall Rang vier geworden. Aber durch den Reparaturaufenthalt ist der BMW auf Platz acht zurückgefallen.“

Der Audi RS3 LMS TCR wurde von Hermann Bock sowie Michael Bonk gefahren und startete in der Klasse SP3T. Bonk: „Wir wollten an dem Audi einiges austesten, was nicht mit der TCR-Reglement kompatibel war. Deshalb haben wir die Klasse gewechselt. Der Test war sehr aufschlussreich und zudem erfolgreich, denn wir haben die Klasse gewonnen.“

Für den unter Bonk-Bewerbung fahrenden Nett-Peugeot endete die bisherige Pechsträhne. Der Peugeot 308 Racing Cup TCR sah erstmals in dieser Saison die Zielflagge. Jürgen Nett, Achim Nett und der Brite Bradley Philpot holten darüber hinaus den ersten Sieg in der Klasse SP2T. „Aber es war ein hartes Stück Arbeit. 90 Minuten vor dem Rennende ist die Servolenkung ausgefallen. Aber mit großem Einsatz von Jürgen Nett haben wir den Peugeot erfolgreich ins Ziel gebracht“, so Achim Nett

Black Falcon gewinnt Saisonhighlight

[Teaminfo] Black Falcon hat das VLN 6-Stunden-Rennen gewonnen. Bei der Rückkehr in die Top-Klasse der VLN startete der Mercedes-AMG GT3 von der Poleposition und führte das Rennen über nahezu die gesamte Distanz an. In der Klasse SP10 erzielte Black Falcon mit dem zweiten Platz einen weiteren Podestplatz.

Bereits beim Qualifying am frühen Morgen war der Mercedes-AMG GT3 von Hubert Haupt, Adam Christodoulou, Manuel Metzger und Gabriele Piana nicht zu schlagen. Mit einer Zeit unter der 8-Minuten-Marke stellte Christodoulou das Auto mit der Startnummer 6 auf die Poleposition. Der Brite übernahm anschließend auch den Start und führte das 167 Fahrzeuge starke Starterfeld während seines gesamten Stints an. Nachdem Metzger, Haupt und Piana die Führung über die ersten fünf Rennstunden mit einer perfekten Teamleistung verteidigt hatten, übernahm Metzger noch einmal für den Schlussspurt und überquerte den Zielstrich schließlich mit fast zwei Minuten Vorsprung als Sieger des fünften VLN-Laufs.

Für das Black Falcon Team TMD Friction starteten zwei Mercedes-AMG GT4 und zwei seriennahe Porsche ins Rennen. In der Klasse SP10 setzte Black Falcon auf drei Mercedes-AMG GT4. Das Auto mit der Startnummer 163 des Black Falcon Team Identica ging von der Poleposition der Klasse ins Rennen. Stefan Karg, Fidel Leib und Moritz Oberheim fuhren ein fehlerfreies Rennen, das sie auf Gesamtposition 19 und Platz zwei in der Klasse beendeten. Carlos Gomez, Peter Ludwig, Mustafa Mehmet Kaya und Gabriele Piana im AMG GT4 mit der Nummer 162 wurden Achte. Der dritte AMG GT4 von Alexander Kolb, Vincent Kolb, Axel König und Norbert Schneider kam auf Position zehn ins Ziel.

In der Klasse V6 starteten Christoph Hoffmann, Uwe Lebens und Fidel Leib im Porsche 911 Carrera mit der Startnummer 395. Nach einer starken Anfangsphase mussten sie das Rennen zur Halbzeit mit einem technischen Defekt beenden. Der Porsche Cayman von Michael Meadows, Michael Meenen, Christian Reiter und Johannes Stengel ging in der Klasse V5 an den Start. Das Quartett kämpfte sich im Rennverlauf von Startposition acht auf den fünften Rang nach vorne.

Der Porsche 911 GT3 Cup MR II von Jürgen Bleul, Manuel Metzger, Aurel Schoeller und „Takis“ konnte nach einem Unfall im freien Training am Freitag nicht am Rennen teilnehmen. Das Auto von Alexander Akimenkov, Ronny Lethmate und Vasilii Selivanov, der Porsche 911 Carrera mit der Nummer 397, konnte wegen technischen Problemen nicht an den Start gehen.

Für Black Falcon steht bereits in zwei Wochen die Rückkehr auf die Nordschleife auf dem Programm. Der sechste VLN-Lauf führt über die reguläre Distanz von vier Stunden und findet am Samstag, 01.09., statt.

Podestplätze für Manheller Racing

[Teaminfo] Das Rennteam Manheller Racing im MSC Adenau e.V. hat beim fünften Lauf zur VLN zwei Podestplätze erreicht. Marcel Manheller und Carsten Knechtges kamen nach der sechsstündigen Renndistanz auf Rang zwei von 25 Teilnehmern in der Klasse V4 ins Ziel. Teamchef Stefan Manheller und Kurt Strube platzierten den WWS-BMW M3 auf Position drei der Klasse SP6. „Das war ein sehr langes Rennen mit vielen Überraschungen“, sagte Stefan Manheller im Ziel.

Auch beim Saisonhighlight, dem Rowe 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen, brachte das Team vier eigene und ein betreutes Fahrzeug an den Start. Schon im Qualifying bei strahlendem Sonnenschein zeigten Knechtges und Manheller mit einem zweiten Rang ihr Potential. Nach dem Start kämpfte das Duo über die gesamte Distanz um die Führung, die sie erst kurz vor Schluss abgeben mussten. Das Schwesterauto in der Klasse V4 mit Marcus Fischer, Marco Zabel, Harald Barth und Martin Owen qualifizierte sich auf Rang zehn und konnte im Verlauf des Rennens bis auf Rang sieben, und damit auf einen Pokalplatz, vorfahren.  Für Teamchef Manheller und Kurt Strube lief es in der SP6 zunächst weniger Rund: Nach dem Start ereilte ein Reifenschaden den BMW, der viel Zeit kostete. „Eigentlich wäre ein zweiter Platz auch hier Pflicht gewesen“, sagte Manheller. So sei man mit Platz drei aber sehr zufrieden. Der neue BMW-Turbo-Produktionswagen mit Nick Mercier, Bruce Ledoux, und Jens Noeske erreichte das Ziel diesmal nicht. „Das gehört aber dazu, das Fahrzeug ist schließlich noch neu und es gibt noch kaum Erfahrungswerte“, so der Teamchef. „Dank des vollen Starterfeldes werden für die Platzierungen auch mehr Punkte ausgeschüttet, wir haben heute wichtige Schritte für die Meisterschaft gemacht“.

In der bereinigten VLN-Tabelle liegt das Privatteam aus Meuspath nun wieder in der Spitzengruppe. Das erklärte Ziel, die Vizemeisterschaft in der Produktionswagenklasse aus dem letzten Jahr zu toppen, bleibt damit realistisch. „Das Team hat auch heute wieder einen gigantischen Job gemacht“, betonte Manheller. Die Gruppe aus Meuspath startet in zwei Wochen bereits erneut bei der VLN: Dann steht das 41. RCM DMV Grenzlandrennen auf dem Programm.

Mercedes: Sieg beim 6-Stunden-Rennen

[Teaminfo] Das Fahrer-Quartett im Mercedes-AMG GT3 #6 zeigte bei sommerlichen Temperaturen und besten Wetterbedingungen auf dem Nürburgring eine perfekte Leistung beim ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen: Pole Position, Führung nach dem Start verteidigt, zahlreiche Führungsrunden eingefahren und am Ende ein fehlerfreies Rennen von Fahrern und Team-Mitgliedern mit dem Gesamtsieg gekrönt. Adam Christodoulou war es, der das Fahrzeug aus Affalterbach im morgendlichen Qualifying auf die Pole Position setzte und anschließend am Samstag um 12 Uhr auch den Start des Langestreckenrennens mit 162 Teilnehmern fuhr. Der Brite konnte sich zunächst etwas von den Verfolgern absetzen und lieferte sich anschließend ein spannendes Duell mit einem Konkurrenten. Früh ließ sich absehen, dass der Zweikampf dieser beiden Fahrzeuge auch den Sieg des Rennens entscheiden sollte. Christodoulou konnte nach einem Doppelstint in Führung liegend auf seinen Teamkollegen Manuel Metzger übergeben.

Aufgrund unterschiedlicher Boxenstopp-Strategien wechselte in den nächsten Runden die Führung immer wieder zwischen drei, vier Fahrzeugen. Mittendrin und immer wieder mit weiteren Führungsrunden: der Mercedes-AMG GT3 #6 mit Metzger am Steuer. Der Nordschleifen-Experte konnte einen fehlerfreien Doppelstint absolvieren und nach 21 Runden auf Hubert Haupt übergeben. Auch Haupt reihte sich nahtlos in die gute Teamleistung ein und lenkte die Startnummer 6 unbeschadet über die 24,358 Kilometer lange VLN-Variante der Nürburgring-Nordschleife. In Führung liegend wechselte das Team nach 28 Runden auf Gabriele Piana, der 45 Minuten vor Rennende beim fünften und letzten Stopp auf Schlussfahrer Metzger übergab. Manuel Metzger kam als Führender mit knapp 27 Sekunden Vorsprung zurück auf die Strecke und ließ anschließend nichts mehr anbrennen: nach 42 Runden überquerte er mit dem Mercedes-AMG GT3 #6 die Ziellinie als Sieger.

Damit sicherte sich der Mercedes-AMG GT3 sowohl den ersten Saisonsieg als auch den ersten Sieg beim 6-Stunden-Rennen der VLN, nachdem Mercedes-AMG Motorsport zuletzt 2015 mit dem SLS AMG GT3 (Haupt/Bin Turki Al Faisal/Christodoulou/Buurman) beim Highlight-Rennen der VLN-Saison siegreich war. Bei der Statistik der Pole Position konnte der Mercedes-AMG GT3 bereits zum zweiten Mal von Platz eins in das 6-Stunden-Rennen gehen: 2016 sicherten sich ‚Gerwin’/Buurman/Haupt/Metzger in 7:54.497 Minuten die Pole Position. Insgesamt war es der 16. Gesamtsieg für Mercedes-AMG Motorsport bei der VLN mit dem SLS AMG GT3 und dem Mercedes-AMG GT3.

Platz zwei für den Mercedes-AMG GT4
Nach drei Klassensiegen, einem zweiten und einem dritten Rang in der bisherigen VLN-Saison 2018 baute der Mercedes-AMG GT4 seine Erfolgsbilanz aus: Platz zwei für das BLACK FALCON Team IDENTICA #163 stand am Ende des 6-Stunden-Rennens in der SP10-Klasse auf dem Tableau. Dabei konnte die Startnummer 163 mit den Fahrern Stefan Karg (GER), Fidel Leib (GER) und Moritz Oberheim (GER), wie ihre Markenkollegen im GT3, die Pole Position in der Klasse SP10 einfahren. Nach 39 Runden kamen sie nach einer fehlerfreien Leistung mit rund 40 Sekunden Rückstand als Zweiter ins Ziel. Die weiteren Mercedes-AMG GT4 von BLACK FALCON Team TMD Friction mit den Startnummern 162 und 164 (Rang 4 und 10) sowie das Team Mathol Racing e.V. #170 (Rang 5) komplettierten das erfolgreiche Abschneiden in der SP10-Klasse.

Das nächste 4-Stunden-Rennen der VLN-Saison findet mit dem 41. RCM DMV Grenzlandrennen am 1. September statt.

Adam Christodoulou, BLACK FALCON #6: „Wir hatten ein tolles Rennen. Jeder Boxenstopp lief super, alle Fahrer haben einen tollen Job gemacht. Ich hatte am Morgen schon ein perfektes Qualifying mit meiner persönlichen Bestzeit, die für die Pole Position reichte. Ich erwischte einen guten Start ins Rennen und hatte etwas Glück mit dem Verkehr, wobei ich einen kleinen Vorsprung herausfahren konnte. Nach dem letzten Stopp war es für mich sehr nervenaufreibend, das Finale von der Box aus zu betrachten. Aber Manuel hat den Sieg souverän ins Ziel gebracht. Ich bin super happy über den ersten Platz und es ist ein Top-Ergebnis für das gesamte BLACK FALCON Team: Gesamtsieg und Platz zwei mit dem Mercedes-AMG GT4.“

Manuel Metzger, BLACK FALCON #6: „Wir wussten am Ende nicht wirklich, ob es reicht oder unser Konkurrent nochmal in die Box muss. Deswegen habe ich richtig gepusht bis der BMW doch in die Box fuhr. Dann konnte ich etwas Speed rausnehmen und es nach Hause fahren. Ein super Job vom gesamten Team. Ich freue mich riesig.“

Hubert Haupt, BLACK FALCON #6: „Wahnsinn. Adam und ich haben vor drei Jahren schon beim 6-Stunden-Rennen gewonnen und jetzt nochmal mit dem BLACK FALCON Team und Manuel und Gabriele. Das ist einfach nur geil. Es war ein perfektes Rennen.“

Gabriele Piana, BLACK FALCON #6: „Mir fehlen die Worte, ich bin so happy. Das ist mein erster Gesamtsieg mit einem GT3-Fahrzeug auf dem Nürburgring. Die Performance des Mercedes-AMG GT3 und des gesamten Teams war heute perfekt. Der Sieg freut mich wirklich riesig, ich bin sehr stolz.“

Rowe Racing fährt aufs Podium

[Teaminfo] Rowe Racing ist beim „eigenen“ Rowe 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen auf der Nordschleife des Nürburgrings nach einer starken Aufholjagd als Zweiter auf das Podium gefahren. Der BMW M6 GT3 mit der #99 von BMW DTM-Pilot Philipp Eng aus Österreich bei seinem ersten Einsatz für die Mannschaft aus St. Ingbert nach seinem Aufstieg in die DTM zu Saisonbeginn und BMW Werksfahrer Tom Blomqvist aus Großbritannien war das schnellste Auto im Feld von mehr als 160 Autos beim 5. Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft. Den möglichen fünften Sieg von Rowe Racing beim traditionellen Höhepunkt der VLN-Saison verhinderte aber ein unglücklicher Reifenschaden.

Von Startposition drei hatte Eng in den ersten Runden mit einer ganz starken Vorstellung zum von der Pole Position gestarteten Black-Falcon-Mercedes aufgeschlossen und den Spitzenreiter unter Druck gesetzt. Kurz nach dem ersten Fahrerwechsel beim zweiten Boxenstopp übernahm Blomqvist die Führung, über die sich das Team aber nicht lange freuen durfte. Denn nach einem schleichenden Plattfuß musste der Sohn des ehemaligen Rallye-Weltmeisters Stig Blomqvist fast die gesamte Nordschleife mit gedrosseltem Tempo absolvieren und danach zum Reifenwechsel die Box ansteuern. Insgesamt verlor die #99 dadurch mehr als zwei Minuten Zeit und fiel vom ersten auf den vierten Platz zurück.

Mit einer starken kämpferischen Leistung des gesamten Teams arbeiteten sich Blomqvist und Eng aber kontinuierlich wieder bis auf den zweiten Platz nach vorne. Mehr war nicht möglich, weil eine Viertelstunde vor Rennende noch ein zusätzlicher kurzer Tankstopp nötig wurde. Danach fuhr Eng aber Rang zwei hinter dem Black-Falcon-Mercedes souverän nach Hause. Für Rowe Racing war es nach dem Sieg beim 2. VLN-Lauf die zweite Podiumsplatzierung in der VLN-Saison 2018 und 20 Tage nach den 24 Stunden von Spa der zweite zweite Platz in Folge.

Hans-Peter Naundorf, Teamchef Rowe Racing: „Das war heute eine tolle Leistung der gesamten Mannschaft, die Fahrer waren hochmotiviert und haben eine klasse Performance gezeigt. Im Rennen waren wir sehr gut unterwegs und das schnellste Auto im ganzen Feld. Leider mussten wir dann kurz nach der Einfahrt in die Nordschleife einen Druckverlust im Reifen feststellen und Tom musste immer mehr Tempo rausnehmen, um noch die Box zu erreichen. Das hat uns insgesamt mehr als zwei Minuten gekostet, und dazu waren wir durch den unplanmäßigen Boxenstopp auch noch in einem so ungünstigen Rhythmus, dass wir kurz vor Schluss noch einen weiteren Tankstopp einlegen mussten. Am Ende sind wir hochzufrieden, noch vom vierten Platz auf das Podium gefahren zu sein. Beim Rowe-Rennen ist das für das Team und unseren Partner ein tolles Ergebnis. Für die ganzen Fans an der Nordschleife war es ein hochinteressantes Rennen und bis zum Ende eine große Show. Insgesamt war es für uns eine tolle Saison auf der Nordschleife. Immer, wenn wir ins Ziel gekommen sind, waren wir auch auf dem Podium.“

Tom Blomqvist, #99 Rowe Racing BMW M6 GT3: „Das Team hat einen großartigen Job gemacht, das Auto war wirklich klasse. Auch Philipp war ganz stark. Leider passieren manchmal solche Dinge, aber wir müssen mit dem zweiten Platz zufrieden sein, weil wir durch den Reifenschaden viel Zeit verloren haben.“

Philipp Eng, #99 Rowe Racing BMW M6 GT3: „Glückwunsch an Black Falcon für einen Top-Job, auch im Qualifying, wo sie schon richtig schnell unterwegs waren. Für uns war es auch ein gutes Rennen, jede Runde hat sehr viel Spaß gemacht. Tom war fehlerlos, das Team war fehlerlos, leider hatten wir einen Reifenschaden hinten rechts, der uns ein bisschen zurückgeworfen hat. Keine Ahnung, ob es sonst gereicht hätte. Aber wir sind zufrieden mit dem zweiten Platz, vielen Dank an das Team.“

Frikadelli holt Rang acht

[Teaminfo] Nach Siegen in den beiden vorangegangenen Rennen startete Frikadelli Racing mit einem achten Platz und einem Ausfall in die zweite Saisonhälfte der VLN.

Im fünften von neun Meisterschaftsläufen kreuzte der Porsche von Norbert Siedler, Lance David Arnold und Alex Müller nach einer sechsstündigen Aufholjagd als Sechster die Ziellinie, wurde allerdings nur als Achter gewertet. Der Hintergrund: Aufgrund einer Code-60-Strafe hatte das Trio mit dem Porsche 911 GT3 R aus der Boxengasse starten müssen. Weil der Porsche mit der Nummer 31 damit automatisch nicht an der Einführungsrunde teilnahm, sieht das Reglement die Addition von einer Minute zur Fahrzeit vor. Phasenweise lag der Frikadelli-Porsche an Position vier im Rennen, verlor beim letzten Boxenstopp allerdings zusätzlich Zeit, weil sicherheitshalber Bremsbeläge gewechselt wurden.

Das Schwesterauto von Teamchef Klaus Abbelen und Sabine Schmitz sowie Felipe Laser war von Position sechs zum einzigen Sechsstundenrennen der Saison gestartet. Sabine Schmitz übernahm die Startnummer 30 nach dem Eröffnungsstint von Felipe Laser an sechster Position. In der 14. Runde kollidierte sie mit einem anderen Porsche und blieb mit gebrochener Lenkung im Kiesbett stecken.

Stimmen nach dem Rennen
Klaus Abbelen (Teamchef und Fahrer Porsche 911 #30): „Es war leider nicht unser Wochenende, wir konnten nicht an die tollen Leistungen vor der Sommerpause anknüpfen. Bei der 31 addierte sich zu der Strafe im Qualifying noch der Wechsel der Bremsbeläge als Sicherheitsmaßnahme. Sabines Ausfall mit der 30 war natürlich sehr schade, aber ein Rennunfall, wie er eben passieren kann.“

Felipe Laser (Fahrer Porsche 911 #30): „Mein Start war okay. Auf meinen ersten Stint hielt mich dann ein Falken-Porsche auf, aber das ist im Nachhinein egal. Wir kommen wieder!“

Sabine Schmitz (Fahrer Porsche 911 #30): „Der Ausfall ist super ärgerlich. Ich wollte gegen Ende meines ersten Stints die erste Kurve nach Start-und-Ziel anbremsen, aber das Auto hat einfach nicht so verzögert, wie ich mir das vorgestellt hatte. Es tut mir leid, dass ich Steve Jans getroffen habe, ich war auch gleich zum Entschuldigen bei ihm. An meinem Auto brach die Aufhängung vorne links.“

Norbert Siedler (Fahrer Porsche 911 #31): „Ich konnte bei meinem ersten Acht-Runden-Stint bis auf Platz neun aufholen – nach dem Start aus der Boxengasse war es nicht einfach, sich durch den Verkehr zu fädeln. Leider haben die Reifen recht früh abgebaut, der Reifendruck war etwas zu hoch. Mein zweiter Stint war sauber, keine besonderen Vorkommnisse. Wir hatten den Reifendruck reduziert, das half. Mein Fehler im Qualifying tut mir leid für das Team. Ich hatte die Code-60-Flagge bedauerlicherweise nicht gesehen und war etwas zu schnell. Danke ans Team für die super Arbeit am Wochenende.“

Lance David Arnold (Fahrer Porsche 911 #31): „Ich war als zweiter und als letzter Fahrer an der Reihe. Über die Distanz kam ich nicht gut zurecht mit den Reifen, auf eine einzelne Runde war es besser. Wir hatten heute nicht das Tempo der vergangenen beiden Rennen und müssen das jetzt genau analysieren. Es war kein schönes Wochenende für die Mannschaft.“

Alex Müller (Fahrer Porsche 911 #31): „Ich denke, dass die herrschenden Temperaturen und unser Reifen heute nicht optimal zusammenpassten. Dennoch verlief mein Stint zur Halbzeit des Rennens gut, ich kam der Spitze näher. Die Freude darüber blieb natürlich relativ, denn wir sind mit einigem Rückstand aus der Box losgefahren und erhielten am Ende noch eine Strafminute für die gesparte Einführungsrunde.“

VLN: Black Falcon gewinnt Saisonhighlight

[Teaminfo] Vier Piloten strahlten am Ende des Rowe 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennens mit der Sonne um die Wette. Hubert Haupt, Adam Christodoulou, Manuel Metzger und Gabriele Piana fuhren beim Saisonhöhepunkt der VLN den ersten Mercedes-AMG-Sieg 2018 ein. Von der Pole-Position aus gestartet, ließ das Black-Falcon-Quartett zu keinem Zeitpunkt etwas anbrennen und setzte sich nach 42 Runden – umgerechnet 1023,036 Kilometern – mit einem souveränen Vorsprung von 1:53,266 Minuten gegen die Verfolger durch. In einem spannenden Finish hatte Rowe Racing mit den Fahrern Philipp Eng und Tom Blomqvist im BMW M6 GT3 gegen die Markenkollegen von Falken Motorsport die Nase vorne. Stef Dusseldorp und Alexandre Imperatori fehlten mit Platz drei nur 11,136 Sekunden auf Rang zwei.

„Ein fantastisches Rennen“, freute sich Haupt. „Wir haben sechs Stunden lang keine Fehler gemacht und hatten ein perfektes Auto. Den Grund für unseren Triumph hat aber eindeutig Adam mit seiner fantastischen Pole-Zeit gelegt.“ Christodoulou hatte bei perfekten Bedingungen im Zeittraining in 7:55,723 Minuten die Bestzeit markiert. „Das war die schnellste Nordschleifenrunde, die ich je gefahren bin“, sagte der Brite. Die starke Konkurrenz im Nacken war für Nordschleifen-Routinier Metzger eher Ansporn als Grund zur Sorge. „Wir wissen, was wir können“, so der Schweizer. „Wir kennen unsere eigenen Stärken und Schwächen genauso wie die der Konkurrenz. Am Ende hatten wir einfach das beste Gesamtpaket.“

Von 2012 bis 2015 gewann Rowe Racing das 6-Stunden-Rennen viermal in Folge. Seit 2016 ist der Mineralölkonzern Titelsponsor der Veranstaltung und fährt dem „Heimsieg“ hinterher – so auch in diesem Jahr. „Ein Reifenschaden nach 17 Runden hat uns heute leider einen Strich durch die Rechnung gemacht“, sagte Eng. „Das war ärgerlich und uns war schnell klar, dass wir unter normalen Umständen keine Chance mehr auf den Sieg haben würden. Über Rang zwei freuen wir uns trotzdem.“ Der Österreicher bestritt sein erstes Nordschleifenrennen 2018 und war nach seinen großen Erfolgen in der DTM froh, wieder in der Grünen Hölle Rennen zu fahren. „Das war megacool und im BMW M6 GT3 habe ich mich auf der Strecke auf Anhieb wieder wohlgefühlt. Das ist allerdings nicht verwunderlich, ich habe in diesem Cockpit glaube ich mehr Zeit verbracht als in einer meiner Wohnungen.“

Als sich in der letzten halben Stunde der Abstand auf den vorausfahrenden Rowe-BMW verkürzte, keimte bei Falken Motorsport kurzzeitig Hoffnung auf, Platz zwei noch erringen zu können. „Wir haben Vollgas gegeben und in einer Runde 13 Sekunden aufgeholt“, sagte Imperatori. „Dann haben wir aber schnell gemerkt, dass unsere Mitstreiter ihren Vorsprung nur verwaltet haben. Am Ende sind wir aber mit Platz drei sehr zufrieden. Ein tolles Ergebnis für ein tolles Team.“

Hinter den beiden Porsche 911 GT3 R von Falken Motorsport und Manthey-Racing pilotierten Georg Weiss, Oliver Kainz und Jochen Krumbach im Ferrari 488 GT3 des Wochenspiegel Team Monschau das schnellste Fahrzeug der GT3-Premium-Kategorie.

TCR-Klassensieg für den MSC Ruhr-Blitz Bochum
Ein Fahrer, für den das Rowe 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen ein waschechtes Heimspiel ist, feierte in der TCR-Klasse einen Heimsieg. Der Norweger Håkon Schjærin, seit Jahren Mitglied im Traditionsverein aus dem Ruhrgebiet, gewann zusammen mit seinen Landsleuten Alte Gulbrandsen, Kenneth Østvold und Anders Lindstad im Audi RS 3 LMS die aufstrebende Tourenwagenklasse. Platz zwei ging an den Seat Cupra TCR von FEV-Racing vor einem der zwei Opel Astra TCR von Lubner Motorsport.

In der Tabelle bleibt es weiter spannend
Die beiden erstplatzierten Teams in der VLN-Fahrerwertung haben souverän abgeliefert. Norbert Fischer, Christian Konnerth und Daniel Zils gewannen im V4-BMW des Pixum Team Adrenalin Motorsport ihre Klasse genauso wie Mike Jäger, Stephan Köhler und Christian Kohlhaas im SP8-Ferrari von racing one. Ihr Rückstand ist allerdings von 0,17 Punkten auf 0,38 Punkte angewachsen, da in der V5 zehn Fahrzeuge am Start waren, in der SP8 hingegen nur sieben.

Auch in der am stärksten besetzten Klasse war das Pixum Team Adrenalin Motorsport erfolgreich. Christopher Rink, Danny Brink und Philipp Leisen setzten sich bei den VLN-Produktionswagen bis 2.500 ccm Hubraum gegen sage und schreibe 24 Gegner durch. Platz zwei ging an Manheller Racing. Das Podium komplettierte das Team Securtal Sorg Rennsport.

Der sechste Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring findet bereits in zwei Wochen statt. Am 1. September geht die Saison 2018 mit Vollgas in die zweite Saisonhälfte. Das 41. RCM DMV Grenzlandrennen des Rheydter Club für Motorsport führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden.

Bonk: Angriff auf Tabellenspitze

[Teaminfo] „Unsere Ziele sind auch beim fünften Rennen der VLN klar definiert. Mit dem Top-BMW von Michael Schrey/Marc Ehret wollen wir wieder die Klasse gewinnen, um so unsere Chancen auf die Titelverteidigung zu waren. Die anderen Fahrzeuge sollten möglichst die Zielflagge sehen und dabei eine gute Platzierung herausfahren“, stellt Michael Bonk, Teamchef von Bonk motorsport, vor dem fünften VLN-Lauf, dem Rowe 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen, fest. Nach zwei Ausfällen und zwei Klassensiegen strebt der amtierende VLN-Meister Michael Schrey mit seinem neuen Partner Marc Ehret im BMW M235i Racing Cup den dritten Sieg in Folge an. Noch ist die Titelverteidigung möglich.

Den zweiten Bonk-BMW pilotieren wie gewohnt Florian Naumann/Michael Fischer. Bonk: „Zuletzt lief es mit dem BMW deutlich besser. Ein weiteres Topresultat sollte möglich sein.“ Den Audi RS3 LMS TCR fahren diesmal Hermann Bock und Michael Bonk. Bonk: „Der Plan ist es, ohne Probleme über die Distanz zu kommen. Dann wollen wir schauen, wie das Resultat in der Klasse am Ende ausschaut.“

Der unter Bonk-Bewerbung fahrende Nett-Peugeot hat bislang eine einzigartige Pechsträhne erlebt. Der Peugeot 308 Racing Cup TCR hat in dieser Saison noch keinen einzigen Rennkilometer absolviert. Aber damit soll jetzt Schluss sein. Die Schwierigkeiten der letzten beiden Rennen wurden in der Sommerpause behoben. Jürgen Nett, Achim Nett und der Brite Bradley Philpot streben zuversichtlich den lang ersehnten ersten Sieg in der Klasse SP2T an.

Black Falcon: Acht Autos beim Saisonhighlight

[Teaminfo] Nach einem Sommer mit vielen Erfolgen kehrt das Black Falcon GT3-Team an diesem Wochenende zurück auf die Nürburgring-Nordschleife. Beim Saisonhighlight der VLN startet das Team mit einem Mercedes-AMG GT3 in der Top-Klasse SP9-Pro. In der Klasse SP10 treten für Black Falcon gleich drei Mercedes-AMG GT4 an. Das insgesamt acht Fahrzeuge starke Aufgebot der Mannschaft aus Meuspath wird mit vier Autos aus dem Hause Porsche komplettiert. Neben einem Porsche 991 GT3 Cup MR II kommen drei seriennahe Autos zum Einsatz: Zwei Porsche 911 Carrera sowie ein Porsche Cayman.

Die Black Falcon Speerspitze beim fünften VLN-Lauf ist der Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 6 von Adam Christodoulou, Hubert Haupt, Manuel Metzger und Gabriele Piana. Das Quartett trifft beim Kampf um den Gesamtsieg auf 14 weitere GT3-Autos. Eine besondere Herausforderung wartet bei diesem Rennen auf Metzger und Piana: Beide Fahrer starten auf jeweils einem weiteren Black Falcon Fahrzeug.

Unter der Bewerbung von Black Falcon Team TMD Friction starten zwei der drei Mercedes-AMG GT4 in der Klasse SP10. Im Auto mit der Startnummer 162 wechseln sich Carlos Gomez, Peter Ludwig, Mustafa Mehmet Kaya und Gabriele Piana ab. Die 164 pilotieren Alexander Kolb, Vincent Kolb, Axel König und Norbert Schneider. Der dritte AMG GT4 startet für das Black Falcon Team Identica und wird von Stefan Karg, Fidel Leib und Moritz Oberheim pilotiert. Leib absolviert bei diesem Rennen ebenfalls einen Doppelstart.

In der Klasse SP7 startet der Porsche 991 GT3 Cup MR II für das Black Falcon Team TMD Friction. Jürgen Bleul, Manuel Metzger, Aurel Schoeller und „Takis“ teilen sich das Cockpit des pfeilschnellen „Breitbau“-Porsche, mit dem Metzger beim dritten VLN-Lauf einen neuen Rundenrekord für die Klasse SP7 aufgestellt hatte.

Bei den seriennahen Fahrzeugen setzt Black Falcon beim fünften VLN-Lauf drei Autos ein. In der Klasse V6 kommt der Porsche 911 Carrera mit der Startnummer 395 zum Einsatz, den sich Alexander Akimenkov, Ronny Lethmate und Vasilii Selivanov teilen. Das Schwesterfahrzeug mit der Nummer 397 pilotieren Christoph Hoffmann, Uwe Lebens und Fidel Leib. Im in der Klasse V5 startenden Porsche Cayman mit der Nummer 448 wechseln sich Michael Meadows, Martin Meenen, Christian Reiter und Johannes Stengel ab.

Das 6-Stunden-Rennen wird auf der Webseite des Veranstalters live übertragen. Live-Informationen zu Black Falcon gibt es wie gewohnt auf den Black Falcon Social-Media-Kanälen. Wie bereits bei den vergangenen VLN-Veranstaltungen werden zwei Black Falcon -Fahrzeuge mit OnBoard-Kameras und Sendeeinheit ausgestattet. Während der gesamten Veranstaltung senden die Fahrzeuge Live-Bilder aus dem Cockpit, die auf YouTube und im offiziellen VLN Live-Stream zu sehen sein werden.