FIA WTCR verabschiedet sich mit Rennspektakel in der Slowakei in die Sommerpause

Drei Rennen und drei Sieger – darunter zwei Neulinge auf dem obersten Platz auf dem Podest – machten den FIA Tourenwagen Weltcup (WTCR) in der Slowakei zu einer abwechslungsreichen Angelegenheit. Bei der sechsten von zehn FIA-WTCR-Runden konnte der Spanier Pepe Oriola seinen ersten Sieg und damit auch den Premierenerfolg für einen Cupra TCR einfahren. Altmeister Gabriele Tarquini (ITA) zeigte sich mit seinem Hyundai i30 N TCR in Bestform, holte die Pole für Rennen 1 und den Sieg im zweiten Rennen. Und im überaus turbulenten dritten Rennen feierte mit Hyundai-Pilot Norbert Michelisz ein weiterer Pilot seinen ersten WTCR-Erfolg. In der Slowakei endete auch die europäische Saison des Weltcups, die ihren Höhepunkt beim 24h-Rennen im Mai auf der Nordschleife hatte. Bis Ende September geht die Serie in Sommerpause und wird dann im chinesischen Ningbo den Saisonendspurt einläuten.

Rennen 1: Erster Triumph für Cupra

Schon der erste Lauf der WTCR in der Slowakei am Samstagmorgen hatte es in sich. Polesitter Gabriele Tarquini erwischte ausnahmsweise einen schlechten Start und fiel zurück. So übernahm zunächst Aurélien Comte (Peugeot 308 TCR) die Führung. Lange konnte sich der Franzose daran aber nicht freuen, denn der von Platz drei gestartete Cupra-Pilot Pepe Oriole ging vorbei und verteidigte die Führung bis ins Ziel. Von einem „fantastischen Auto“, schwärmte der Spanier anschließend. „Ich freue mich sehr, dass ich für Cupra den ersten Sieg im WTCR einfahren konnte.“ Kurz nach Oriola war auch Jean-Karl Vernay mit seinem Audi RS3 LMS an Comte vorbeigegangen, und als Tarquini schließlich zurückschlug und auf Platz drei vorfuhr, war das Podium komplett. Auch eine Safety-Car-Phase konnte daran nichts ändern, die notwendig wurde, um ein gestrandetes Fahrzeug von der Strecke zu holen.

Rennen 2: Senior Tarquini siegt

Im zweiten Rennen am Samstagnachmittag rückte dann Tarquini die Verhältnisse aus seiner Sicht wieder ins rechte Licht und übernahm mit einem Sieg die Tabellenführung, mit der er schließlich auch aus der Slowakei abreisen sollte. Nach einem spannenden Duell mit Polesitter Norbert Nagy (HUN) setzte sich Tarquini durch und behielt die Führung bis ins Ziel. Dennoch war der ungarische Cupra-Pilot anschließend hoch zufrieden, fuhr er doch das beste WTCR-Ergebnis seiner bisherigen Karriere heraus. „Das war nicht einfach“, sagt Tarquini, der mit 56 Jahren der Senior im Feld ist. „In der Startaufstellung hatten wir ein Wasserleck, aber die Mechaniker haben ein Wunder vollbracht. Ich dachte, ich müsste aufgeben, aber sie haben gesagt: ‚Wir haben ein altes System wie dich eingebaut, das wird funktionieren!’“ Auf dem dritten Platz landete der viermalige Tourenwagen-Weltmeister Yvan Muller (FRA, Hyundai), der Nagy zwar stark unter Druck setzte, aber nicht vorbei gehen konnte.

Rennen 3: Turbulente Szenen

Wie schon im ersten Rennen auf dem Slovakiaring gab es auch im dritten Lauf des Rennwochenendes eine Premiere auf der obersten Stufe des Siegerehrungspodestes: Norbert Michelisz (HUN, Hyundai) gewann das turbulente Rennen nach einer souveränen Fahrt an der Spitze. Er ist der insgesamt elfte Fahrer, der in diesem Jahr einen der FIA WTCR-Läufe gewinnen konnte. Hinter ihm landete Aurélien Comte im Peugeot als ungefährdeter Zweiter, doch dahinter ging es mächtig zur Sache. Michelisz und Comte lagen nach dem Start von Beginn an vorne, während im Hinterfeld Gabriele Tarquini eine Massenkollision auslöste, in die zahlreiche Fahrer verwickelt wurden. Gleich vier der 26 TCR beendeten so nicht einmal die erste Runde. Gegen Ende der fälligen Safety-Car-Phase erwischte es dann Yvan Muller. Dank Tarquinis Ausfall hätte er zu diesem Zeitpunkt die Meisterschaftsführung sicher gehabt, doch noch vor dem Passieren der Ziellinie beim Restart verlor sein YMR-Hyundai das linke Vorderrad und landete im Kiesbett. Dritter wurde schließlich Frédéric Vervisch im Audi.

Cayman-Trophy: 3. Sieg für GetSpeed

[Teaminfo] Die Pseudonymfahrer „Max“ und „Jens“ feierten am Samstag ihren dritten Sieg im vierten Saisonrennen der Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing. Mit Gesamtrang 16 bei der 49. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy im Rahmen der VLN gewann das Duo vom Team GetSpeed Performance die Cayman-Wertung zum zweiten Mal in Folge. Den Silberrang sicherten sich die Schmickler-Performance-Piloten Kai Riemer und Ivan Jacoma. Dritter Porsche Cayman GT4 Clubsport im Ziel war das Auto von Moritz Kranz, Michael Rebhan und Peter Terting (Mühlner Motorsport).

Für „Max“ und „Jens“ bedeutete das Ergebnis den dritten Sieg bei der dritten Zielankunft, nachdem die beiden bei VLN 2 einen Ausfall zu verzeichnen hatten. Gestartet von Klassenrang drei zeigte das GetSpeed-Gespann zum wiederholten Male eine hohe Pace über die gesamte Renndistanz von vier Stunden. Die Paarung Kranz, Rebhan und Terting strich zum zweiten Mal die beiden Extrapunkte für die Pole-Position und die schnellste Rennrunde ein, konnte die gute Ausgangslage vor dem Rennen aber nicht in einen Sieg ummünzen. Noch als Führende zum ersten Stopp gekommen, blieb letztlich Platz drei.

Für Schmickler Performance griffen diesmal nur zwei Fahrer ins Lenkrad: Riemer und Jacoma teilten sich das Cockpit ihres rund 385 PS starken Sportwagens ohne die dritte Stammkraft Claudius Krach. Zudem mussten die beiden das Rennen vom Ende des Cayman-Feldes und somit aus der Mitte der zweiten VLN-Startgruppe aufnehmen. Wegen einer Geschwindigkeitsübertretung in der Boxengasse war das Fahrzeug nach dem Qualifying um zehn Plätze nach hinten versetzt worden. Riemer und Jacoma arbeiteten sich über die Distanz jedoch vor bis auf Rang zwei und knüpften damit an ihren dritten Platz bei VLN 3 an.

Das vierte Rennen der diesjährigen Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing fand bei überwiegend sonnigem Wetter und Temperaturen von 24 Grad Celsius statt. Geprägt wurde der Lauf durch viele Gelb- und Code-60-Phasen sowie durch ein hohes Tempo an der Spitze des Cayman-Feldes. In der Punktewertung führen weiterhin Bohr/Grosse/von Danwitz (Teichmann Racing). Kurz vor Saisonhalbzeit trennen die ersten drei Fahrerpaarungen jedoch nur vier Zähler. Am 18. August treffen sich die Teilnehmer zum VLN-Jahreshöhepunkt, dem ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen.

Adam Osieka (Teamchef GetSpeed Performance), Platz 1: „Ich freue mich sehr, dass die Zusammenarbeit zwischen Team und Fahrern mittlerweile so gut funktioniert. Besonders die Set-up-Arbeit klappt hervorragend, weshalb ‚Max‘ und ‚Jens‘ für uns zu wichtigen Entwicklungsfahrern geworden sind, die den Cayman weiter nach vorne bringen. Abgesehen davon haben die Jungs einfach jede Menge Spaß im Auto – auch das macht schnell.“

„Jens“ (GetSpeed Performance), Platz 1: „Drei Siege in vier Rennen: Das ist top! Wir haben uns von Startplatz drei aus vorgearbeitet. Das Rennen war aufgrund der vielen Gelbphasen anspruchsvoll. Hinzu kam, dass es wegen des guten Wetters sehr heiß war im Auto. Letztlich sind wir aber super durchgekommen. ‚Max‘ und ich haben erst vor sechs Jahren angefangen mit Motorsport – und jetzt fahren wir hier ganz vorne mit. Das ist wirklich toll.“

Kai Riemer (Schmickler Performance), Platz 2: „Platz zwei ist eine Performance, wie wir sie eigentlich von uns erwarten. Wir sind zum Saisonstart mit Unfällen und einer Verletzung im Team arg gebeutelt worden. Der zweite Rang gibt uns hoffentlich etwas Sicherheit zurück, sodass wir uns weiter steigern können. Diese Leistung trotz einer Strafversetzung vor dem Rennen: Das ist schon mal wirklich gut. Ein Sieg ist unser Ziel für die nächsten Rennen.“

Peter Terting (Mühlner Motorsport), Platz 3: „Es ging gut los: Ich konnte das Auto auf die Pole stellen und nach dem ersten Stint als Führender an meine Teamkollegen übergeben. Wie es in der VLN oft so ist, sorgten dann die Gelbphasen für etwas Durcheinander. Zudem absolvierten wir unseren ersten Stopp recht früh. Moritz Kranz konnte am Ende noch auf Platz drei vorfahren. Das ist aber nicht das Ergebnis, was wir gerne gehabt hätten.“

Bonk: Erfolgreiches Wochenende

[Teaminfo] Das Team aus Münster feierte beim vierten VLN-Lauf, der 49. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy, in der BMW-Cup-Klasse den zweiten Erfolg in Serie und brachte alle drei BMW ins Ziel. „Mit unserem Abschneiden können wir sehr zufrieden sein. Fahrer und Team haben einen tollen Job abgeliefert“, freute Michael Bonk, Teamchef von Bonk motorsport.

Beim VLN-Rennen trat Bonk motorsport mit drei BMW M235i Racing Cup an. Das Topauto vom amtierenden VLN-Meister Michael Schrey und Marc Ehret holte den zweiten Saisonsieg. Es war ein knapper Erfolg, im Ziel betrug der Vorsprung nur vier Sekunden. Im Training hatte das Duo den BMW auf die Pole gestellt, konnte sich aber im Rennen nie absetzen und sicherte den Erfolg erst in der letzten Runde. Schrey fuhr nur den mittleren Stint, da er sich direkt danach auf den Weg in Richtung Portugal machte, um auch dort einen Bonk-BMW zu pilotieren. „Ich bin erst heute Nacht aus Portimao gekommen. Nach meinem Einsatz geht es direkt zum Flugzeug, denn um 21 Uhr am Samstagabend muss ich schon wieder im Auto sitzen. Ich hoffe, der gesamte Aufwand lohnt sich.“ Tat er: Das Team gewann beim 24h-Rennen in Portimao.

Im zweiten Bonk-BMW fuhr Florian Naumann als Solist auf einen glänzenden vierten Platz. „Endlich hat das Auto wieder wunschgemäß funktioniert.“ Den dritten BMW M235i brachten Thomas Leyherr und die Franzosen Francois Perrodo und Matthieu Vaxiviere. Bonk nach problemloser Fahrt auf Rang zehn ins Ziel.

Die Pechsträhne des Peugeot 308 Racing Cup fand auch beim vierten VLN-Rennen seine Fortsetzung. Die unter Bonk-Bewerbung startenden Jürgen Nett/Achim Nett/Bradley Philpot blieben erneut ohne Rennkilometer, da der Peugeot auf dem Weg in die Startaufstellung einen Turboladerschaden erlitt.

Frikadelli: Sieg #2

[Teaminfo] Zwei Wochen nach dem Sieg beim dritten Lauf zur VLN hat Frikadelli Racing erneut die Ziellinie als Erster überquert: Norbert Siedler und Lance David Arnold  – der bereits zwei Wochen zuvor auf dem höchsten Treppchen stand – verteidigten mit ihrem Porsche 911 GT3 R die Führung von der Pole Position aus bis zum Ende der vierstündigen Renndistanz. Sabine Schmitz, Klaus Abbelen und Felipe Laser fuhren beim vierten VLN-Saisonlauf mit dem Nummer-30-Porsche von Frikadelli Racing nach einem von vielen Positionskämpfen geprägten Samstag auf den fünften Rang. Damit haben sie auch für dieses Auto das Resultat des vorherigen Rennens wiederholt.

Bereits im Qualifying hatten sich die beiden Frikadelli-Porsche eine hervorragende Ausgangsbasis geschaffen. Norbert Siedler drehte gleich zu Beginn der 90-minütigen Sitzung mit dem Nummer-31-GT3 R in 7.56,644 Minuten die schnellste VLN-Trainingsrunde der laufenden Saison und stellte den Neunelfer damit auf den ersten Startplatz. Im Schwesterauto fand Felipe Laser im dritten Anlauf eine ausreichend freie Runde und belegte mit einer Zeit von 8.00,601 Minuten lange Zeit den zweiten Rang, aus der erst in der Schlussphase des Qualifyings noch Startplatz drei wurde. Beide Fahrer übernahmen im Rennen auch den Start-Stint.

Stimmen nach dem Rennen
Klaus Abbelen (Teamchef und Fahrer Porsche 911 #30): „Ich hatte einen guten Stint, ohne zu viel Zeit zu verlieren. Der Porsche war perfekt abgestimmt. Wir hatten für mich eine Kleinigkeit modifiziert, als Sabine übernahm, haben wir das wieder geändert. Am Schluss aber standen eingangs der Start-Ziel-Gerade plötzlich Dutzende Autos vor mir herum, weil es eine Art Stau gab – das habe ich so auch noch nicht gesehen. Mit dem Team-Ergebnis kann ich nur zufrieden sein, das gleiche Resultat wie vor zwei Wochen: erster und fünfter Platz. Wir hatten keinerlei Probleme und sind glücklich.“

Sabine Schmitz (Fahrerin Porsche 911 #30): „Das Rennen lief für mich problemlos und hat Spaß gemacht – vielleicht war es wegen der vielen Code-60-Phasen etwas langweilig. Das Auto hatte eine ziemlich harte Abstimmung, ich bin ordentlich durchgeschüttelt worden. Ich war positiv überrascht, dass alles bei dieser Hitze über die Achtrundendistanz so gut gehalten hat, und auch die Dunlop-Reifen steckten das gut weg.“

Felipe Laser (Fahrer Porsche 911 #30): „Meine Qualifying-Runde und Platz drei waren sehr zufriedenstellend – auch wenn natürlich immer noch etwas mehr geht. In den ersten zwei Runden hatte ich mit sehr vielen Überholmanövern zu kämpfen, darum haben wir noch einen dritten Anlauf drangehängt. Da fehlte natürlich schon etwas Performance, deswegen finde ich die Rundenzeit und Rang drei ziemlich ok. Beim Start wurde ich von den beiden Ferrari eingekeilt, die von hinten angeflogen kamen. In der ersten Runde lieferte ich mir ein hartes Duell mit dem Audi von Frank Stippler. Doch wenn du nah hinter einem anderen Auto herfährst, wirkt sich das sofort auf die Aerodynamik aus. Mein zweiter Stint war ebenfalls aufregend. Ich dachte nach der guten Outlap schon, der vierte Platz wäre klar. Aber dann kamen doch noch zwei Autos vor mir zurück auf die Strecke – schon steckte ich wieder in einem Pulk fest. In der vorletzten Runde konnte ich mir Stippler schnappen und einen guten Abstand aufbauen. Dann bin ich jedoch auf einen Pulk langsamerer Autos aufgelaufen, schon war der Vorsprung wieder weg und auf der Döttinger Höhe ging der Audi dann wegen seines höheren Topspeeds an mir vorbei. Ich denke, wir können mit Platz fünf aber glücklich sein.“

Norbert Siedler (Fahrer Porsche 911 #31): „Ich bin zu Beginn des Qualifyings sofort herausgefahren, das war ziemlich gut. Ich hatte wenig Überrundungsverkehr, auch die Dunlop-Rennreifen funktionierten optimal, so kam dann die Pole Position zustande. Im Rennen bin ich entsprechend als Erster gestartet und habe den Porsche auch auf Platz eins weitergereicht, besser hätten wir uns meinen ersten Stint kaum vorstellen. Auch der zweite Turn lief gut, ich habe ziemlich attackiert. Die Balance des Porsche blieb bis zum Schluss perfekt.“

Lance David Arnold (Fahrer Porsche 911 #31): „Unser Plan war natürlich, dass wir uns an der Spitze halten – das hat schon in meinem ersten Stint gut funktioniert. Ich habe in einen guten Rhythmus gefunden und war reifenschonend unterwegs. Der Porsche lief tadellos und harmonierte auch in meinem zweiten Turn über acht Runden gut mit den Dunlop-Pneus, darum konnten wir konstant abliefern.“

Black Falcon: Zwei Klassensiege

[Teaminfo] Black Falcon hat beim vierten VLN-Lauf am vergangenen Samstag in den Klassen SP10 und V6 die Ziellinie als Sieger überquert. Der Mercedes-AMG GT4 von Stefan Karg, Fidel Leib und Moritz Oberheim feierte den zweiten Sieg dieser VLN-Saison, während Ronny Lethmate und Miguel Toril im Porsche 981 Cayman ihren ersten Klassensieg im Jahr 2018 erzielten. Der Porsche 911 Carrera von Alexander Akimenkov, Christoph Hoffmann, Uwe Lebens und Vasilii Selivanov beendete das Rennen ebenfalls auf dem Podium und wurde Dritter in der Klasse V6.

Bei hervorragenden Wetterbedingungen erzielten Stefan Karg, Fidel Leib und Moritz Oberheim ihren zweiten VLN-Saisonsieg. Das Fahrertrio des Black Falcon Team Identica kämpfte sich im vierstündigen Rennverlauf von Startposition drei bis an die Spitze vor. Mit einer Rundenzeit von 8:51.440 Minuten erzielten sie außerdem die schnellste Rennrunde der Klasse. Ihre Teamkollegen Peter Ludwig, Mustafa Mehmet Kaya und Gabriele Piana gingen im Mercedes-AMG GT4 des Black Falcon Team TMD Friction an den Start. Nach Position vier im Qualifying absolvierten sie ein fehlerfreies Rennen und wurden Fünfte.

Die beiden Porsche-Produktionswagen des Black Falcon Team TMD Friction beendeten das Rennen mit einem Doppelpodium in der Klasse V6. Ronny Lethmate und Miguel Toril gingen von Platz drei ins Rennen und fuhren schnell auf die zweite Position vor. In der letzten Rennstunde übernahmen sie schließlich die Führung und gaben diese bis zum Schluss nicht mehr ab. Ihre Teamkollegen Alexander Akimenkov, Christoph Hoffmann, Uwe Lebens und Vasilii Selivanov starteten von Startplatz vier und überquerten den Zielstrich nach einer fehlerfreien Leistung auf Platz drei.

Für den Porsche 911 GT3 Cup MR II von Jürgen Bleul, Manuel Metzger und „Takis“ begann der Tag nahezu perfekt: Von Position eins der Klasse gestartet setzte sich das Auto mit der Startnummer 57 schnell von seinen Konkurrenten ab und fuhr bereits kurz nach dem Start die schnellste Rennrunde der Klasse SP7. Leider verunfallte das Fahrzeug in der zweiten Rennstunde unglücklich auf einer Kühlmittelspur, die ein anderes Fahrzeug auf der Strecke hinterlassen hatte, und schied damit vorzeitig aus dem Rennen aus.

„Natürlich ist der Ausfall des Porsche 991 GT3 CUP MR II für uns ein Rückschlag, zumal wir weit in Führung lagen und der Crash nicht selbst verschuldet war“, so Teamchef Alex Böhm. „Der Sieg bei den Produktionswagen der Klasse V6 und auch der erneute Erfolg mit dem AMG GT4 in der Klasse SP10 machen diese Enttäuschung jedoch mehr als wett, unsere Fahrer und Techniker haben erneut eine tolle Leistung abgeliefert“.

Beim Saisonhighlight der VLN, dem 6h-Rennen am 18. August 2018, wird BLACK FALCON mit einem AMG GT3, drei AMG GT4 und vier Porsche-Fahrzeugen das zahlenmäßig stärkste Fahrzeugaufgebot des Jahres an den Start bringen.

Wie alle VLN-Läufe kann auch das 6h-Rennen live auf www.vln.de mitverfolgt werden. Zusätzlich besteht hier die Möglichkeit, die Fahrt des Black Falcon Porsche 991 GT3 Cup MR #57 und des AMG GT4 #163 live aus der Onboard-Perspektive zu verfolgen.

Mathol: Überzeugende Mannschaftsleistung

[Teaminfo] Mathol Racing war beim vierten Lauf der VLN, der 49. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy, wie gewohnt mit großem Aufgebot angereist. Sechs Fahrzeuge gingen in der Eifel an den Start, alle sechs Autos sahen die Zielflagge. Dabei gab es einen Klassensieg und gute Platzierungen. Teamchef Matthias Holle: „Die Teamleistung war großartig, Fahrer und Mechaniker haben gut gearbeitet.“

Der AVIA-Aston Martin Vantage V8 (#188) von Wolfgang Weber, Thomas Krebs und Erik Johansson fuhr In der Klasse SP10 der GT4-Fahrzeuge auf einen Podiumsrang. Das Trio stand nach dem Training nur auf Position sieben. Im Rennen kämpfte sich der AVIA-Aston während der 4-Stunden-Distanz Platz um Platz nach vorn. Am Ende reichte es schließlich zu Rang drei. Matthias Holle: „Wenn wir nicht ein kleines Temperaturproblem gehabt hätten, wäre auch Position zwei möglich gewesen. Die BoP ist auf dem richtigen Weg, wenn jetzt noch der nächste Schritt kommen würde, wären wir wieder voll konkurrenzfähig.“ Der Mercedes AMG GT4 (#170) von Christian Stingu, Domenico Solombrino und Jochen Herbst hatte keinerlei Probleme und belegte nach einer fehlerfreien Fahrt Platz sechs in der Klasse.

In der Klasse V6 verpasste der Zimmermann-Porsche Cayman S (#435) von Karl Pflanz, Oskar Sandberg und Rüdiger Schicht mit Rang zwei nur knapp den Erfolg in der Klasse. Matthias Holle: „Schade, der Sieg war drin. Aber die Konkurrenz hat clever zum Schluss frühzeitig etwas Tempo herausgenommen und sich so den letzten Tankstopp gespart.“

In der Cayman-Trophy hatte der Porsche Cayman GT4 (#966) von Marc Keilwerth/Marcos Adolfo Vazquez/„Montana“ mit einigen Problemen zu kämpfen. So war am Ende nicht mehr als Platz sechs machbar. Matthias Holle: „Am Freitag wurde ein defektes Steuergerät festgestellt. Das wollte Porsche am Samstag nach dem Training wechseln. Doch das hat nicht funktioniert. Auch der Start mit dem alten Steuergerät war mit großen Schwierigkeiten verbunden, da dies erst neu programmiert werden musste. Das Team musste aus der Boxengasse nachstarten und war mit dem nicht optimal laufenden Auto chancenlos. Porsche war da keine große Hilfe.“

In der Klasse V3 verpasste Mathol Racing knapp den Klassensieg. Alex Fielenbach/Roberto Falcon mussten im Toyota GT86 (#524) in Führung liegend aufgrund eines Temperaturproblems langsamer werden und belegten so am Ende nur Rang zwei. Matthias Holle: „Schade, normalerweise wäre das ein souveräner Erfolg geworden.“

Jörg Kittelmann zeigte mit Partner Thomas Heinrich im Seat Cup Racer (#311) die gewohnt starke Leistung. Nach problemloser und fehlerfreier Fahrt holten die beiden Mathol-Piloten den Sieg in der Klasse SP3T. Kittelmann: „Ein absolut ruhiger Nachmittag. Wir freuen uns über einen weiteren Klassensieg.“

Teamchef Matthias Hollemeint zusammenfassend: „Wir haben zwar keinen optimalen Renntag erlebt, waren aber trotzdem mit unserem Abschneiden sehr zufrieden.“

Platz vier für Ahrtal-Motorsport

[Teaminfo] Das Rennteam Ahrtal-Motorsport hat am vergangenen Samstag beim vierten Lauf zur VLN den vierten Platz von 20 Fahrzeugen in der Klasse V4 belegt. Die Fahrer Marc Roitzheim und Uwe Petersen wechselten sich auf dem BMW E90 ab. Das zweite vom Team eingesetzte Fahrzeug mit Andreas Schmidt am Steuer konnte das Rennen nach dem Training mit technischen Problemen nicht aufnehmen. „Heute war es wirklich hart, gerade bei den Außentemperaturen. Das Team hat einen perfekten Job gemacht“, sagte Teamchef Marc Roitzheim.

Im morgendlichen Qualifying, das bei perfekten Wetterbedingungen stattfand, konnte Roitzheim mit einer neuen Bestzeit auf dem Fahrzeug für ein Ausrufezeichen sorgen, der TopSpeed-Events BMW startete in der Spitzengruppe. Startfahrer Petersen musste beim Start einige Wettbewerber passieren lassen und übergab das Fahrzeug an Marc Roitzheim, der wieder von Position neun auf drei vorfuhr: „Ich hatte die ganze Zeit tolle Zweikämpfe mit Küpper Racing, das hat viel Spaß gemacht“, sagte er. Petersen übernahm das Fahrzeug für den Schlusssprint wieder und kämpfte um Platz drei, konnte aber vor Schluss nicht mehr überholen.

Mit dem vierten Rang verpasste Ahrtal-Motorsport zwar einen Podestplatz, sammelte aber viele Punkte und zwei Pokale: „Wir haben nun schon den zweiten vierten Platz in Folge erzielt, das nehmen wir als Ansporn für die kommenden Rennen“, sagte Roitzheim.

Manheller: Neuer Wagen erfolgreich eingesetzt

[Teaminfo] Das Manheller Racing Team im MSC Adenau e.V. hat bei der VLN am vergangenen Samstag gleich fünf Autos an den Start gebracht und einen Pokalrang in der V4 erreicht. Markus Fischer, Marco Zabel und Harald Barth pilotierten den BMW 325i auf Platz fünf in der mit zwanzig Fahrzeugen stark besetzten Klasse. Der erstmals eingesetzte BMW 328i F30 mit Josef Knechtges und Beat Schmitz beendete das Rennen auf dem dritten Rang der VT2. Stefan Manheller und Kurt Strube kamen auf Platz vier der SP6. Das Spitzenfahrzeug mit Marcel Manheller und Carsten Knechtges schied mit einem technischen Defekt in Führung liegend aus. „Ein durchwachsenes Wochenende, wir haben zwar einerseits eine gelungene Premiere für den neuen Produktionswagen gefeiert, andererseits müssen wir eine weitere Nullnummer für das Spitzenfahrzeug verkraften“, sagte Teamchef Stefan Manheller.

Im Training sah der Tag noch deutlich vielversprechender aus, der BMW V4 startete von der Pole-Position ins Rennen und konnte die Spitze lange Zeit halten. Erst kurz vor Ende des Rennens sorgte ein gebrochener Haubenhalter und so eine hochgeschlagene Motorhaube für das Aus. „Wir müssen analysieren, wie das passieren konnte, die Teile waren alle neu und wir fahren seit Jahren mit dieser Lösung“, sagte Manheller. Deutlich besser lief das Debüt für den neuen Produktionswagen F30, auf dem spontan Nordschleifenkenner Beat Schmitz startete. Die Rundenzeiten lagen auf Anhieb auf Augenhöhe mit der erfahrenen Konkurrenz. „Man muss sich an das Auto schon gewöhnen, aber es macht definitiv Spaß“, so Schmitz. Manheller ergänzte: „Die Klasse VT2 (Serienmotoren mit 2 Liter Hubraum und Turbo) ist die Zukunft der Produktionswagen, da wollen wir natürlich von Anfang an dabei sein.“

Einen erfolgreichen Tag erlebte auch das Fahrertrio Fischer, Zabel und Barth, die nach viel Pech bei den letzten Läufen nun für ein sauberes Rennen mit Rang fünf belohnt wurden.

Mit insgesamt fünf Fahrzeugen stellte die Meuspather Truppe eines der größten Aufgebote im Feld. Inzwischen belegt das Team eine ganze Box. „Wir fühlen uns in der VLN sehr wohl und fahren gerne hier“, betonte Manheller. Das Engagement bleibe daher hoch.

Mercedes: Klassensieg in der Grünen Hölle

[Teaminfo] Mercedes-AMG Motorsport feiert den nächsten Erfolg in der VLN: Beim vierten Saisonlauf auf der Nürburgring-Nordschleife fuhren Patrick Assenheimer und Christian Hohenadel mit dem Mercedes-AMG GT3 #13 von AutoArena Motorsport auf den sechsten Gesamtrang und sicherten der Performance-Marke aus Affalterbach damit ein weiteres Top 10-Ergebnis in der Grünen Hölle. Stefan Karg, Fidel Leib und Moritz Oberheim machten mit dem Mercedes-AMG GT4 #163 von Black Falcon Team Identica den Sieg in der Klasse SP10 perfekt.

Der Nürburgring bot beste Bedingungen für den vierten Saisonlauf zur VLN: Insgesamt 134 Fahrzeuge – darunter ein Mercedes-AMG GT3 und drei Mercedes-AMG GT4 – nahmen die 49. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen am Samstagmittag in Angriff.

Der Mercedes-AMG GT3 #13 von AutoArena Motorsport ging von Startplatz elf aus in das vierstündige Rennen. Nach einer unruhigen Anfangsphase mit mehreren Code 60-Phasen konnte Startfahrer Patrick Assenheimer in der ersten Rennhälfte mehrere Positionen gutmachen. Auf Platz fünf liegend übergab er den Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 13 an Christian Hohenadel. Der Deutsche knüpfte an die gute Leistung seines Teamkollegen an und beendete das Rennen auf Rang sechs. Der sechste Platz ist das bereits achte Top 10-Ergebnis für Mercedes-AMG Motorsport in der diesjährigen VLN.

Klassensieg für den Mercedes-AMG GT4
Eine überzeugende Leistung zeigten Stefan Karg, Fidel Leib und Moritz Oberheim in der hart umkämpften Klasse SP10. Startfahrer Stefan Karg nahm das Rennen mit dem Mercedes-AMG GT4 #163 von Black Falcon Team Identica von Startplatz 34 aus in Angriff. Er setzte sich von Beginn an in der Spitzengruppe der Klasse SP10 fest und lieferte sich einen spannenden Kampf ums Podium. Rund eine Stunde vor Rennende übernahm der Mercedes-AMG GT4 #163 die Führung und feierte nach insgesamt 27 absolvierten Runden den vielumjubelten Sieg in der Klasse SP10. In der Gesamtwertung belegte das Team den 22. Rang. Für Black Falcon Team Identica ist es nach Klassenplatz eins beim ersten VLN Lauf der bereits zweite Triumph in der Klasse SP10.

Patrick Assenheimer, AutoArena Motorsport #13:„Mit der heutigen Fahrer- und Teamleistung bin ich sehr zufrieden. Wir haben keinerlei Fehler gemacht, sodass es von unserer Seite aus ein Top-Rennverlauf war. Beim nächsten Rennen werden wir wieder angreifen.“

Christian Hohenadel, AutoArena Motorsport #13:„Das war heute eine solide Vorstellung des gesamten Teams. Patrick ist heute super gefahren. Wir haben alles aus dem Fahrzeug rausgeholt, werden aber weiter arbeiten. Mit dem Ergebnis heute können wir zufrieden sein.“

Fidel Leib, Black Falcon Team Identica #163:„Das Rennen war sehr anstrengend, weil es wahnsinnig eng zuging. Es war ein harter Kampf, den wir am Ende zum Glück für uns entscheiden konnten. Wir haben ein sehr ausgeglichenes Fahrer-Trio, alle drei haben einen richtig guten Job gemacht. Auch das Team hat wieder sehr gut gearbeitet, die Mechaniker haben bei den Boxenstopps Top-Leistung abgeliefert. Nach unserem unglücklichen Ausfall bei VLN 3 sind wir stark zurückgekommen. Wir haben unseren weltweit ersten Klassensieg aus dem ersten Saisonlauf bestätigen können und gezeigt, dass wir zurecht da oben stehen.

VLN: Frikadelli-Sieg unter Vorbehalt

[Teaminfo] Norbert Siedler und Lance David Arnold wurden bei der 49. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy im Porsche 911 GT3 R des Frikadelli Racing Teams als Sieger abgewinkt. Nach 27 Runden auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Nürburgring Kurzanbindung und Nordschleife betrug der Vorsprung auf den Ferrari 488 GT3 des Wochenspiegel Team Monschau mit den Piloten Leonard Weiss, Christian und Nico Menzel 1:29,174 Minuten. Das Podium komplettierten Georg Weiss, Oliver Kainz und Jochen Krumbach im zweiten WTM-Ferrari.

Aufgrund mehrerer möglicher Verstöße gegen das Überholverbot bei Gelber Flagge in einer unübersichtlichen Situation kurz vor Ende der ersten Rennhälfte, ist das Ergebnis des vierten VLN-Laufs unter Vorbehalt. „Die Sportkommissare des DMSB werden die Geschehnisse, bei denen auch Fahrzeuge aus der Spitzengruppe involviert waren, aufarbeiten und das Resultat erst dann finalisieren“, sagt Michael Bork, Leiter Sport der VLN.

Frikadelli: Viele Gründe zu feiern

[Teaminfo] Frikadelli Racing hat am Samstag den dritten Lauf der VLN mit dem besten Ergebnis seit langer Zeit beendet: Lance David Arnold und Felipe Laser fuhren mit ihrem Nummer-31-Porsche 911 GT3 R nach einer tadellosen Vorstellung erstmals gemeinsam mit Reifenpartner Dunlop auf Platz eins. Das Duo übernahm 17 Minuten vor Ende des Vierstundenrennens auf teilweise regennasser Strecke die Führung. Wenig dahinter erreichte „SpeedBee“ Sabine Schmitz bei ihrem VLN-Comeback mit dem Schwesterauto gemeinsam mit Alex Müller und Klaus Abbelen die fünfte Position. Beide Frikadelli-Porsche flogen über einen Großteil des Rennens nur um Sekunden voneinander getrennt um die Nordschleife und die Kurzanbindung des Grand Prix-Kurses und sorgten mit spannenden Positionskämpfen für Kurzweile bei den Zuschauern.

Das Qualifying hatten die beiden Frikadelli-Porsche noch knapp außerhalb der Top 10 beendet. Felipe Laser, der die Zeitentabelle trotz einiger Gelbphasen über lange Zeit anführte, musste die Startnummer 31 in der sechsten Runde nach einem Kontakt im Bereich „Adenauer Forst“ abstellen. Das Schwesterauto mit der Nummer 30 rollte kurz vor Ende der 90-minütigen Session mit einem technischen Problem nahezu an der gleichen Stelle aus. In der Startaufstellung konnten sie dank einer überragenden Arbeit der Frikadelli-Mechaniker bereits wieder ihre designierte Position einnehmen.

Stimmen nach dem Rennen
Klaus Abbelen (Teamchef und Fahrer Porsche 911 #30): „Den ersten Sieg für unsere Startnummer 31 haben wir uns nach dem ganzen Ärger von heute Morgen mit dem Unfall verdient. Ich bin sehr zufrieden: Erster und fünfter Platz, da kann ich nicht meckern.“

Sabine Schmitz (Fahrerin Porsche 911 #30): „Mein erster Renneinsatz in diesem Jahr, und es war superklasse – endlich mal wieder den Geruch von einer heißen Kupplung im Cockpit! Ich konnte sogar meine Position auf der Strecke verbessern, habe einen Audi R8 und einen BMW M6 überholt und natürlich unsere Nummer 31 vorbeigelassen, wenn auch etwas widerwillig. Ich bin froh, dass alles gut ausgegangen ist und unsere beiden Porsche ins Ziel gefahren sind. Ich möchte mich ganz, ganz herzlich bei allen Fans und Frikadelli-Anhängern bedanken, die mir so guten Zuspruch gegeben haben mit Postkarten, Geschenken und Anrufen. Ich bin dafür wirklich sehr dankbar.“

Alex Müller (Fahrer Porsche 911 #30): „Meine Stints waren top, unser Frikadelli-Porsche lief absolut super. Von den Rundenzeiten her haben wir mit beiden Autos ein schönes Feuerwerk abgebrannt. Ich bin in meinem zweiten Turn schön an Lance herangefahren, ich glaube, er wurde auch schon nervös. In den letzten zwei Runden bin ich dann wieder in Überrundungsverkehr geraten, das war ein bisschen blöd. Aber der Abstand zwischen uns blieb im Großen und Ganzen gleich, die beiden Porsche sind wirklich absolut identisch. Die Jungs haben sie nach dem 24h-Rennen toll vorbereitet!“

Lance David Arnold (Fahrer Porsche 911 #31): „Beide Stints haben wirklich Spaß gemacht. Der GT3 R fühlt sich gut an. Bis zum Ende konnte ich pushen. Es ist eine angenehme Situation, wenn du mit dem Auto wirklich eins bist. Ich fühle mich sehr wohl. Das Ergebnis zeigt, dass beide Frikadelli-Porsche sehr konstant schnell sind und top Zeiten fahren. Dieses Resultat hat die Mannschaft wirklich verdient!“

Felipe Laser (Fahrer Porsche 911 #31): „Ich bin einfach nur happy. Ich kann mich nur beim Team bedanken, denn ich hatte im Qualifying auf meiner schnellen Runde ein kleines Problem. Die Jungs haben nicht lange überlegt, sondern sind nach Breitscheid geeilt – wo der Porsche stand – und gemeinsam haben wir das Auto schon auseinander gebaut, bevor wir zurück ins Fahrerlager gekommen sind. Jetzt stehen wir auf Platz eins. Besser hätte ich mich bei den Mechanikern kaum bedanken können. Ich glaube, jetzt haben sie mich alle wieder lieb.“

GetSpeed feiert zweiten Saisonsieg

[Teaminfo] Das Team GetSpeed Performance sicherte sich am Samstag seinen zweiten Saisonsieg in der Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing. Die Pseudonymfahrer „Max“ und „Jens“ gewannen beim 60. ADAC ACAS H&R-Cup im Rahmen des dritten Laufs der VLN. Das Duo verbuchte den Triumph nach einem Ausfall bei VLN 2 und machte damit verlorenen Boden in der Gesamtwertung wieder gut. In allen VLN-Klassen zusammen waren diesmal 148 Autos am Start. „Max“ und „Jens“ erreichten im besten Cayman GT4 Clubsport mit der Startnummer 940 den 21. Gesamtrang. Den zweiten Platz in der Trophy-Wertung holten zum dritten Mal in Folge Daniel Bohr, Fabio Grosse und Hendrik von Danwitz für Teichmann Racing. Auf Platz drei fuhren Kai Riemer, Ivan Jacoma und Claudius Krach (Schmickler Performance).

„Max“ und „Jens“ übernahmen erst spät im Rennen die Führung, als die Startnummer 969 rund anderthalb Stunden vor Schluss in Führung liegend unplanmäßig die Box ansteuerte: Die Sieger des zweiten Saisonlaufs, Moritz Kranz und Michael Rebhan, waren zusammen mit Peter Terting für Mühlner Motorsport von der Pole gestartet, verloren jedoch Zeit bei der Reparatur eines technischen Defektes. Für „Max“ und „Jens“ galt es in der Folge, die gewonnene Spitzenposition nach Hause zu fahren. Bohr, Grosse und von Danwitz hatten ebenfalls Chancen auf den Sieg, verloren jedoch in einer Gelbphase an Boden und kamen so mit 51,602 Sekunden Rückstand als Zweite ins Ziel. Auch Riemer, Jacoma und Krach profitieren vom Unglück ihrer Gegner: Das Auto der Mühlner-Junioren Sascha Köhler, Timo Mölig und Felix Günther fiel in der letzten Runde aus dem Rennen. Trotz einer Zeitstrafe schaffte es das Schmickler-Gespann so aufs Podest.

Bohr, Grosse und von Danwitz bauten ihre Tabellenführung bei VLN 3 aus. Rang zwei in der Gesamtwertung hielten Kranz und Rebhan. Wie bei VLN 2 strich die Startnummer 969 auch diesmal die beiden Extra-Meisterschaftspunkte für die Pole-Position und die schnellste Rennrunde ein. Die führenden Paarungen trennen nach dem Rennen sieben Punkte. Weitere vier Zähler zurück belegen nun „Max“ und „Jens“ Platz drei in der Meisterschaft. Das erste Rennen nach der VLN-Sommerpause war geprägt von spannenden Positionswechseln. Bei bewölktem Himmel und Temperaturen von circa 15 Grad Celsius traten in der Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing sieben Teams mit insgesamt zehn Fahrzeugen an, darunter eine Gaststarter-Paarung mit Christian Bjørn-Hansen, Runar Vatne und Uwe Flaig (Teichmann Racing). Nächster Lauf ist die 49. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy am 7. Juli.

Adam Osieka (Teamchef GetSpeed Performance), Platz 1: „Der zweite Sieg im dritten Rennen – das ist toll! Gerade für ‚Max‘ uns ‚Jens‘ freue ich mich unheimlich. Die beiden hatten zum Motorsport keinen Bezug, bevor sie in die Cayman Trophy gekommen sind. Und jetzt, im vierten Jahr, sind sie wettbewerbsfähig. Auch das Auto hat super funktioniert. Zusammen mit der Leistung der Fahrer ist dann dieses tolle Ergebnis zustande gekommen.“

„Max“ (GetSpeed Performance), Platz 1: „Moritz Kranz im Mühlner-Porsche fuhr mir am Start erst davon, sodass ich mich anfangs mit den Teichmann-Autos bekämpft habe. Lange Zeit war alles sehr eng zusammen. In meinem zweiten Stint habe ich dann aber etwas Vorsprung herausfahren können, den ‚Jens‘ glücklicherweise bis zum Schluss halten konnte. Der zweite Sieg im dritten Rennen freut uns natürlich riesig.“

Hendrik von Danwitz (Teichmann Racing), Platz 2: „Wir lagen im Rennen mehrfach auf Platz zwei, als wir zu den Stopps reingekommen sind. Von hier aus waren wir ja auch gestartet. Es wäre aber theoretisch der Sieg drin gewesen, wenn wir am Galgenkopf nicht in eine unglückliche Gelbphase geraten wären, die nicht rechtzeitig aufgehoben wurde. Dennoch sind wir zufrieden mit dem Ergebnis, besonders hinsichtlich der Meisterschaft.“

Kai Riemer (Schmickler Performance), Platz 3: „Das war für uns ein heilsames Rennen, nachdem wir in den ersten beiden Läufen unglücklicherweise zwei Unfälle hatten. Von daher war es unser primäres Ziel, anzukommen. Leider Gottes hatten wir eine 45-sekündige Zeitstrafe – vielleicht hat sich die Rennleitung hier etwas vertan. Dafür haben wir am Ende vom Pech eines Konkurrenten profitiert. Platz drei ist ein schönes, zählbares Ergebnis für uns.“

Schweres Rennen für Manheller

[Teaminfo] Das Team Manheller Racing im MSC Adenau e.V. hat am vergangenen Samstag beim dritten Lauf zur VLN auf dem Nürburgring einen vierten Platz erreicht. Kurt Strube und Stefan Manheller konnten auf dem neu aufgebautem WWS-BMW in die Nähe des Podiums der Klasse SP8 fahren. Die beiden BMW E90 aus der Klasse V4 beendeten das Rennen nach Unfällen nicht. Marcel Manheller und Carsten Knechtges verlieren so vorerst den zweiten Gesamtrang in der VLN-Tabelle. „Das haben wir uns natürlich anders vorgestellt, gerade bei so vielen Teilnehmern wären die Punkte sehr wichtig gewesen“, sagte Teamchef Manheller.

Im morgendlichen Zeittraining sah es zunächst nach einem erfolgreicheren Ausgang aus: Mit hauchdünnem Vorsprung sicherte sich das Duo Manheller/Knechtges Startplatz eins vor 21 Wettbewerbern in der Klasse. Das Schwesterfahrzeug mit Markus Fischer, Marco Zabel und Jens Noeske qualifizierte sich auf Rang zehn. Im Rennen konnte Manheller die Führung zunächst behaupten. Im dritten Umlauf war das Rennen für den Piloten aus Döttingen mit einem Unfall im Brünnchen vorbei. Für Markus Fischer endete dieser VLN-Lauf bereits eine Runde früher im Kiesbett: „Ich bin beim Anbremsen von der Strecke geschoben worden“, sagte Fischer. „Die Schäden sind gering, aber wir konnten nicht weiterfahren“. Beim Team Manheller/Strube lief das Rennen dagegen wie geplant, der WWS-BMW erwies sich als zuverlässig.

Auf die Meisterschaft hat das Resultat derweil noch wenig Einfluss, da hier nicht alle Rennen gewertet werden, sondern nur die besten sieben von neun. „Wenn das Ergebnis von heute gestrichen-, und bei den anderen das schlechteste Resultat abgezogen wird, sind wir immer noch Gesamtdritter in der Wertung“, erklärte Manheller. Jetzt müssten aber die beschädigten Fahrzeuge in kurzer Zeit wieder einsatzbereit gemacht werden. Der nächste Einsatz der Truppe ist schon in zwei Wochen; dann steht das VLN-Heimrennen des MSC Adenau, die 49. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy, auf dem Programm.

Bonk: Erster Klassensieg der Saison

[Teaminfo] „Endlich das ersehnte Erfolgserlebnis. Nach zwei Ausfällen konnten wir den ersten Sieg in der BMW-Cup-Klasse einfahren. Diesmal hatten wir das Glück auf unserer Seite. Jetzt versuchen wir wie im Vorjahr, eine Aufholjagd zu starten“, freute sich Teamchef Michael Bonk nach dem dritten VLN-Lauf. Der von Hofor Racing powered by Bonk motorsport eingesetzte BMW M235i Racing Cup von Michael Schrey und Marc Ehret hatte zuvor den ersten Saisonerfolg eingefahren.

Bereits im Training ließ das Duo mit einer Rundenzeit von 9.04,500 Minuten aufhorchen. Bonk sgate: „So schnell war hier noch kein BMW.“ Im Rennen gab es dann den erwarteten Zweikampf mit dem BMW von Adrenalin Motorsport. Vom Start weg setzten sich die beiden Autos vom übrigen Feld ab. Bonk dazu: „Wir hatten einige Male im Verkehr Pech und haben in einer Code-60-Zone fast 15 Sekunden verloren. Deshalb lagen wir im Ziel knapp zurück, obwohl wir eigentlich die Schnelleren waren.“ Bei der Nachuntersuchung wurde dann eine Unregelmäßigkeit am Tank des Siegers festgestellt, dadurch rückte das Bonk-Duo auf und holte den ersten Klassensieg. Noch einmal Bonk: „Das erklärt vielleicht auch, dass die Konkurrenten bisher immer mit dem Spritverbrauch im Vorteil waren.“

Auch der Bonk-Audi RS3 LMS TCR überzeugte an diesem Tag. Hermann Bock und Michael Bonk waren schnell unterwegs. Bonk meinte: „Wir sind erstmals im Rennen unter neun Minuten geblieben. Leider hat ein Reifenschaden eine bessere Platzierung verhindert.“ Am Ende belegte der Bonk-Audi Rang fünf in der TCR-Klasse.

Der Bonk-BMW von Florian Naumann/Michael Fischer hatte diesmal mit größeren Problemen zu kämpfen. Nachdem das Auto im Training mit fehlendem Ladedruck in die Box gekommen war, wechselten die Mechaniker schnellstmöglich den Turbolader. Bonk: „Die Jungs haben einen tollen Job gemacht, war allerdings erst fertig, als das Rennen schon vier Runden lief. Wir sind noch einige Testrunden gefahren und dann aufgehört.“

Den dritten BMW M235i pilotierte Thomas Leyherr zusammen mit den Franzosen Emmanuel Collard und dem Briten Francois Perrodo auf Platz sechs in der BMW-Klasse. Bonk: „Das Trio ist ohne Probleme durchgekommen. Da es für die beiden Gaststarter auch um das Nordschleifen-Permit ging, war es wichtig ins Ziel zu kommen.“

Der Einsatz des unter der Bonk motorsport-Bewerbung startende Nett-Peugeot 308 Racing Cup in der Klasse SP2T war schon nach dem Training beendet. Die Fahrer Jürgen Nett, Achim Nett und dem Briten Bradley Philpot blieben Tag nahezu arbeitslos, da der Peugeot bei einer Kollision auf der ersten Trainingsrunde beschädigt wurde.

Teichmann: Cup 3-Führung ausgebaut

[Teaminfo] Am Ende der vier Stunden des dritten VLN Laufes stand für den aerodynamischen Renner aus Österreich doch tatsächlich Gesamtrang 13 in den Ergebnislisten. Eine beeindruckende Leistung, der beiden Piloten Dennis Trebing und Marc Hennerici da.

Gedacht war der Einsatz des KTM als Test und Abstimmungsfahrt. Dennis Trebing allerdings war so angetan von dem Fahrzeug und gab voller Enthusiasmus vor dem Start den Plan aus, ein Ergebnis in den Top 15 einzufahren. Marc Hennerici, der als Erster im Auto saß, tat während seines Stints alles dafür, genau dieses Ziel zu erreichen! Nach dem Fahrerwechsel war es dann an dem jungen US-Boy die Position zu halten bzw, noch weiter nach vorne zu fahren. Platz 13 beim Fallen der Zielflagge – ein absolute Sensation! Die beiden Fahrer waren mehr als begeistert, da sie sich sogar einige heiße Zweikämpfe mit den GT3 Fahrzeugen liefern konnten. Grinsend stieg Dennis Trebbing aus dem KTM: „Das war ein cooler Fight mit dem Porsche GT3.“

Eine beachtenswerte Performance wenn man allein den Leistungsunterschied bedenkt. „Da hat wirklich alles zusammengespielt“, freute sich Michael Teichmann nach dem Rennen. „KTM hat mit dem Slogan „ready to race“ wirklich nicht zu viel versprochen! Ein perfektes Kundensportauto!“

Weiteren Grund zum Jubeln gab es in der Cup 3 – Klasse, der Cayman GT4 Trophy by Manthey. Mit den Plätzen zwei, vier und sechs kann man von einem gelungenen Wochenende sprechen. Zumal das Trio der #960 Danwitz/Bohr/Grosse nun die Klassen-Wertung mit sieben Punkten Vorsprung anführt. Die drei ambitionierten Rennfahrer zeigten schon im Qualifying mit Platz zwei, dass mit Ihnen zu rechnen ist. Das Rennen war an Spannung kaum zu überbieten. Zum Teil trennten die Protagonisten der Cup 3 nur wenige Zehntel-Sekunden Abstand auf der Strecke. Der letztliche Angriff auf den Sieg wurde leider durch eine Code 60 Phase gestoppt. Trotzdem können alle sehr zufrieden sein, die Performance stimmt und beim nächsten Mal ist bestimmt auch wieder das kleine Quäntchen Glück auf der Seite des jungen Trios.

Nicht weniger erfolgreich und mit Platz vier sehr gut unterwegs, war das Schwesterauto #970 pilotiert von Rönnefarth/Jung/Sandberg. Die zweitschnellste Rennrunde sicherten sich die Herren ebenfalls. Das Potential vorne mitzufahren und ein Wörtchen bei der Cayman GT4 Trophy by Manthey mitzureden, ist auf jeden Fall da! Abgerundet wurde der starke Auftritt der Cayman – Piloten von der #980 – Flaig/Bjorn-Hansen/Vatne. Platz sechs in der hart umkämpften Cup 3 kann sich absolut sehen lassen!