Bonk: Angriff auf Tabellenspitze

[Teaminfo] „Unsere Ziele sind auch beim fünften Rennen der VLN klar definiert. Mit dem Top-BMW von Michael Schrey/Marc Ehret wollen wir wieder die Klasse gewinnen, um so unsere Chancen auf die Titelverteidigung zu waren. Die anderen Fahrzeuge sollten möglichst die Zielflagge sehen und dabei eine gute Platzierung herausfahren“, stellt Michael Bonk, Teamchef von Bonk motorsport, vor dem fünften VLN-Lauf, dem Rowe 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen, fest. Nach zwei Ausfällen und zwei Klassensiegen strebt der amtierende VLN-Meister Michael Schrey mit seinem neuen Partner Marc Ehret im BMW M235i Racing Cup den dritten Sieg in Folge an. Noch ist die Titelverteidigung möglich.

Den zweiten Bonk-BMW pilotieren wie gewohnt Florian Naumann/Michael Fischer. Bonk: „Zuletzt lief es mit dem BMW deutlich besser. Ein weiteres Topresultat sollte möglich sein.“ Den Audi RS3 LMS TCR fahren diesmal Hermann Bock und Michael Bonk. Bonk: „Der Plan ist es, ohne Probleme über die Distanz zu kommen. Dann wollen wir schauen, wie das Resultat in der Klasse am Ende ausschaut.“

Der unter Bonk-Bewerbung fahrende Nett-Peugeot hat bislang eine einzigartige Pechsträhne erlebt. Der Peugeot 308 Racing Cup TCR hat in dieser Saison noch keinen einzigen Rennkilometer absolviert. Aber damit soll jetzt Schluss sein. Die Schwierigkeiten der letzten beiden Rennen wurden in der Sommerpause behoben. Jürgen Nett, Achim Nett und der Brite Bradley Philpot streben zuversichtlich den lang ersehnten ersten Sieg in der Klasse SP2T an.

Black Falcon: Acht Autos beim Saisonhighlight

[Teaminfo] Nach einem Sommer mit vielen Erfolgen kehrt das Black Falcon GT3-Team an diesem Wochenende zurück auf die Nürburgring-Nordschleife. Beim Saisonhighlight der VLN startet das Team mit einem Mercedes-AMG GT3 in der Top-Klasse SP9-Pro. In der Klasse SP10 treten für Black Falcon gleich drei Mercedes-AMG GT4 an. Das insgesamt acht Fahrzeuge starke Aufgebot der Mannschaft aus Meuspath wird mit vier Autos aus dem Hause Porsche komplettiert. Neben einem Porsche 991 GT3 Cup MR II kommen drei seriennahe Autos zum Einsatz: Zwei Porsche 911 Carrera sowie ein Porsche Cayman.

Die Black Falcon Speerspitze beim fünften VLN-Lauf ist der Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 6 von Adam Christodoulou, Hubert Haupt, Manuel Metzger und Gabriele Piana. Das Quartett trifft beim Kampf um den Gesamtsieg auf 14 weitere GT3-Autos. Eine besondere Herausforderung wartet bei diesem Rennen auf Metzger und Piana: Beide Fahrer starten auf jeweils einem weiteren Black Falcon Fahrzeug.

Unter der Bewerbung von Black Falcon Team TMD Friction starten zwei der drei Mercedes-AMG GT4 in der Klasse SP10. Im Auto mit der Startnummer 162 wechseln sich Carlos Gomez, Peter Ludwig, Mustafa Mehmet Kaya und Gabriele Piana ab. Die 164 pilotieren Alexander Kolb, Vincent Kolb, Axel König und Norbert Schneider. Der dritte AMG GT4 startet für das Black Falcon Team Identica und wird von Stefan Karg, Fidel Leib und Moritz Oberheim pilotiert. Leib absolviert bei diesem Rennen ebenfalls einen Doppelstart.

In der Klasse SP7 startet der Porsche 991 GT3 Cup MR II für das Black Falcon Team TMD Friction. Jürgen Bleul, Manuel Metzger, Aurel Schoeller und „Takis“ teilen sich das Cockpit des pfeilschnellen „Breitbau“-Porsche, mit dem Metzger beim dritten VLN-Lauf einen neuen Rundenrekord für die Klasse SP7 aufgestellt hatte.

Bei den seriennahen Fahrzeugen setzt Black Falcon beim fünften VLN-Lauf drei Autos ein. In der Klasse V6 kommt der Porsche 911 Carrera mit der Startnummer 395 zum Einsatz, den sich Alexander Akimenkov, Ronny Lethmate und Vasilii Selivanov teilen. Das Schwesterfahrzeug mit der Nummer 397 pilotieren Christoph Hoffmann, Uwe Lebens und Fidel Leib. Im in der Klasse V5 startenden Porsche Cayman mit der Nummer 448 wechseln sich Michael Meadows, Martin Meenen, Christian Reiter und Johannes Stengel ab.

Das 6-Stunden-Rennen wird auf der Webseite des Veranstalters live übertragen. Live-Informationen zu Black Falcon gibt es wie gewohnt auf den Black Falcon Social-Media-Kanälen. Wie bereits bei den vergangenen VLN-Veranstaltungen werden zwei Black Falcon -Fahrzeuge mit OnBoard-Kameras und Sendeeinheit ausgestattet. Während der gesamten Veranstaltung senden die Fahrzeuge Live-Bilder aus dem Cockpit, die auf YouTube und im offiziellen VLN Live-Stream zu sehen sein werden.

VLN-Saisonhöhepunkt: 6 Stunden Vollgas

[Teaminfo] Am kommenden Samstag beendet der fünfte Lauf der VLN die sechswöchige Sommerpause. Die Fans der weltweit größten Breitensportserie können sich beim Rowe 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen am 18. August 2018 auf zwei Stunden Bonusmaterial freuen. Das Highlight der Saison wartet mit einem echten Knaller auf, denn die erfolgreichen VLN-Teams, die jüngst beim 24h-Rennen in Spa-Francorchamps Erfolge feierten, geben sich ein Stelldichein.

Vom belgischen Langstrecken-Klassiker geht es für Walkenhorst Motorsport, Rowe Racing, Black Falcon und Co. sozusagen direkt rüber zur Mutter aller Rennstrecken, der Nürburgring Nordschleife. Für Walkenhorst Motorsport setzt sich Spa-Sieger Christian Krognes in der Eifel wieder hinters Lenkrad des BMW M6 GT3. Der Norweger wird unterstützt von Hunter Abbott, Jordan Tresson und David Pittard. Krognenes Spa-Mitstreiter Philipp Eng und Tom Blomqvist steigen um. Der DTM-Pilot und der Formel-E-Fahrer klettern ins Cockpit des BMW M6 GT3 des Teams ROWE-Racing, die in Spa Platz zwei belegten.

Für die Rowe-Mannschaft ist das 6-Stunden-Rennen eine Erfolgsgeschichte. Von 2012 bis 2015 gewann man den Saisonhöhepunkt viermal in Folge. Teamchef Hans-Peter Naundorf hofft auf eine Fortsetzung: „Für uns ist es der Höhepunkt der VLN-Saison, zum einen, weil es unser ‚eigenes‘ Rennen ist, zum anderen, da wir länger als sonst in der VLN auf dieser fantastischen Strecke unterwegs sein dürfen. Besonders freuen wir uns über die hochkarätige Fahrerbesetzung, mit der wir unseren BMW M6 GT3 auf die Nordschleife schicken können. Im vorigen Jahr sind wir in Führung liegend nach einem Unfall ausgeschieden, das wollen wir in diesem Jahr besser machen und um die Podiumsplätze mitkämpfen. Und vielleicht gelingt uns ja auch der erste Sieg, seit das 6h-Rennen quasi unser ‚eigenes‘ Rennen ist.“

Auch die Sieger des vierten VLN-Laufs, der 49. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy, sind wieder mit von der Partie. Lance-David Arnold und Norbert Siedler feierten im Porsche 911 GT3 R beim „Heimspiel“ den zweiten Sieg in Folge für das nahe des Nürburgrings in Barweiler beheimatete Frikadelli Racing Team. Dieses Mal fährt Siedler zusammen mit Alexander Müller, während Arnold sich im Schwesterauto mit Klaus Abbelen und Sabine Schmitz abwechselt. „Nach zwei VLN-Siegen in Folge sind wir nun die Gejagten“, weiß Teamchef Abbelen. „Trotz der 20 Kilogramm, die wir für das Sechsstundenrennen zuladen müssen, wollen wir natürlich auch weiterhin an der Spitze bleiben. Wir versuchen, es den anderen so schwer wie möglich zu machen – auch dem neuen 911 GT3 R, dessen Performance wir aufmerksam beobachten werden.“

Der von Abbelen angesprochene neue Elfer ist der Nachfolger des aktuellen GT3-Boliden aus Zuffenhausen. Manthey-Racing feiert mit der 2019er-Version des Porsche 911 GT3 R das Renndebüt auf der Nordschleife. Am Volant wechseln sich Frederic Makowiecki, Marco Seefried und Lars Kern ab. Der überarbeitete 911 GT3 R der Baureihe 991.2 belegte bereits bei den 24 Stunden von Portimão mit Alfred Renauer, Robert Renauer, Ralf Bohn und Mathieu Jaminet den zweiten Gesamtrang.

Manthey Racing gewann vor Jahresfrist den fünften Lauf zur VLN mit Romain Dumas, Kevin Estre und Mathieu Jaminet. Das wird in diesem Jahr aber wohl nicht der Fall sein. Aufgrund der Beschränkungen in der SPX wird der Porsche alle sechs Runden stoppen müssen. „Trotzdem wollen wir unter Rennbedingungen alle Komponenten und das Setup testen“, sagt Olaf Manthey. „Ziel ist es herauszufinden, wo wir uns im Vergleich zur Konkurrenz befinden. Das geht nur im direkten Duell.“

Als Tabellenführer reisen Norbert Fischer, Christian Konnerth und Daniel Zils nach vier Klassensiegen in Folge in die Eifel. Im Porsche Cayman des Pixum Team Adrenalin Motorsport ließ das Trio bei den VLN-Produktionswagen bis 3.000 ccm Hubraum bislang alle Mitstreiter hinter sich. Gleiches gilt für Mike Jäger, Stephan Köhler und Christian Kohlhaas, die mit dem racing one Ferrari 458 schon vier Mal die VLN-Specials über 4.000 ccm Hubraum gewannen. In der Tabelle belegen die Ferraristi mit einem knappen Rückstand von 0,17 Punkten Rang zwei.

Mitreißender Motorsport wird von den über 170 Teilnehmern auch in den kleineren Klassen geboten. 28 Rennwagen messen ihre Kräfte in der V4 (VLN-Produktionswagen bis 2.500 ccm Hubraum). Die GT4-Klasse SP10 wartet mit zwölf Sportwagen von Aston Martin, BMW, Mercedes-AMG und Porsche auf. In der Klasse der Alternativen Treibstoffe gibt Rapper „Smudo“ bei Care for Climate ein weiteres Gastspiel. In der mit 18 Autos ebenfalls stark frequentierten Cup 5 (BMW M235i Racing Cup) feiert Fabian Vettel, der jüngere Bruder von Formel-1 Star Sebastian Vettel, für das Pixum Team Adrenalin Motorsport sein Debüt auf dem legendären Eifelkurs. Vettel wird sich das Cockpit eines BMW M235i Racing mit Georg Bellof und Andre Duve teilen. Der 62 Jahre alte Bruder des tödlich verunglückten Stefan Bellof bestritt 2015 bereits zwei Läufe in der VLN.

Frikadelli: Den Hattrick im Visier

[Teaminfo] Mit zwei Gesamtsiegen hintereinander und einer ausgiebigen Sommerpause im Rücken blickt Frikadelli Racing dem Höhepunkt der VLN-Saison auf der Nordschleife ebenso entspannt wie mit hohen Erwartungen entgegen: Das Porsche-Kundenteam aus Barweiler am Fuße des Nürburgrings möchte beim sechsstündigen Ruhr-Pokal-Rennen den Hattrick komplettieren und mit einer weiteren Topplatzierung die zweite Hälfte der VLN 2018 eröffnen. Pilotiert werden die beiden Frikadelli-Porsche von bewährtem Personal: Den 911 GT3 R mit der Startnummer 30 teilen sich am Samstag Felipe Laser, Lance David Arnold und Teamchef Klaus Abbelen. Am Steuer der Startnummer 31 wechseln sich Norbert Siedler und Alex Müller ab. Möglicherweise erhalten sie durch Felipe Laser zusätzliche Unterstützung.

Die fünfwöchige Unterbrechung seit dem vierten VLN-Saisonlauf hat Frikadelli Racing einerseits dafür genutzt, die Batterien wieder aufzuladen. Andererseits wurden aber auch beide Porsche komplett zerlegt und revidiert. Hinzu kamen ausführliche Fahrwerkstests auf dem hochmodernen 7-Post-Fahrdynamik-Prüfstand von KW automotive, mit denen das Team auch auf die jüngste BoP-Anpassung für den Porsche 911 GT3 R reagiert hat: Die Rennwagen müssen mit einem um 20 Kilogramm höheren Mindestgewicht an den Start gehen. Bereits am Freitag stehen weitere Testfahrten auf dem Nürburgring auf dem Programm.

„Nach zwei VLN-Siegen in Folge sind wir nun die Gejagten“, weiß Teamchef Klaus Abbelen. „Trotz der 20 Kilogramm, die wir für das Sechsstundenrennen zuladen müssen, wollen wir natürlich auch weiterhin an der Spitze bleiben. Wir versuchen, es den anderen so schwer wie möglich zu machen – auch dem neuen 911 GT3 R, dessen Performance wir aufmerksam beobachten werden.“

Rowe Racing: Mit zwei alten Bekannten zum Heimspiel

[Teaminfo] Doppeltes „Heimspiel“ für Rowe Racing: 20 Tage nach dem zweiten Platz bei den 24 Stunden von Spa kehrt die Mannschaft aus St. Ingbert beim 5. Lauf der VLN auf dem Nürburgring nicht nur in ihr „Wohnzimmer“ Nordschleife zurück, sondern sie bestreitet auch ihr „eigenes“ Rennen. Seit 2016 ist die Rowe Mineralölwerk GMBH auch Namenssponsor des ROWE 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennens, das Rowe Racing zuvor von 2012 bis 2015 viermal in Folge gewonnen hatte, seitdem aber noch auf den ersten echten „Heimsieg“ wartet.

Rowe Racing schickt den BMW M6 GT3 mit der #99 ins Rennen und freut sich dabei auf eine hochkarätige Fahrerbesetzung aus zwei „alten“ Bekannten. Neben dem britischen BMW Werkspiloten Tom Blomqvist, der 2018 schon beim ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Nürburgring und im Blancpain GT Series Endurance Cup in Le Castellet für das Team im Einsatz war, kehrt erstmals in dieser Saison der langjährige Stammfahrer Philipp Eng zu Rowe Racing zurück. Der Österreicher hat im Winter erfolgreich den Sprung in die DTM geschafft und dort in diesem Jahr bereits für Furore gesorgt. Gemeinsam hatten Blomqvist und Eng zuletzt in Spa den Sieg geholt – vor der #99 von Rowe Racing, in die sie jetzt am Wochenende wieder einsteigen werden.

Nicht nur als Rowe Rennen ist der 5. VLN-Lauf für Rowe Racing etwas Besonderes, er ist zudem der Höhepunkt der VLN-Saison auf der Nordschleife des Nürburgrings. Als einziger Lauf des Jahres führt er nicht über die traditionellen vier Stunden, sondern dauert insgesamt sechs Stunden. Dabei wird die #99 auch wieder packende Bilder aus einer Onboard-Kamera produzieren, die genauen Links werden rechtzeitig über die bekannten Social Media Kanäle bekannt gegeben. Rennstart ist am Samstag wie gewohnt um 12.00 Uhr.

Fans von Rowe Racing können sich am Samstag am Nürburgring außerdem auch selbst mit Philipp Eng und Tom Blomqvist messen. Hinter den Boxen 1 bis 3 gibt es eine Simulator-Challenge, an der jeder Besucher teilnehmen kann. In RaceRoom Simulatoren geht es darum, die vorgelegten Rundenzeiten der beiden Rowe Racing Piloten zu unterbieten.

Hans-Peter Naundorf, Teamchef Rowe Racing: „Das Rowe 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen ist für uns der Höhepunkt der VLN-Saison, zum einen, weil es unser ‚eigenes‘ Rennen ist, zum anderen, da wir länger als sonst in der VLN auf dieser fantastischen Strecke unterwegs sein dürfen. Besonders freuen wir uns über die hochkarätige Fahrerbesetzung, mit der wir unseren BMW M6 GT3 mit der #99 auf die Nordschleife schicken können. Neben Tom Blomqvist, der ins Team zurückkehrt, ist erstmals seit seinem Wechsel in die DTM auch Philipp Eng wieder für uns im Einsatz, mit dem wir in den letzten Jahren sehr erfolgreich zusammengearbeitet hatten. Beide bringen sicher viel Motivation von ihrem Spa-Sieg mit in die Eifel. Im vorigen Jahr sind wir beim 6-Stunden-Rennen in Führung liegend nach einem Unfall ausgeschieden, das wollen wir in diesem Jahr besser machen und um die Podiumsplätze mitkämpfen. Und vielleicht gelingt uns ja auch der erste Sieg, seit das 6h-Rennen quasi unser ‚eigenes‘ Rennen ist.“

FIA WTCR verabschiedet sich mit Rennspektakel in der Slowakei in die Sommerpause

Drei Rennen und drei Sieger – darunter zwei Neulinge auf dem obersten Platz auf dem Podest – machten den FIA Tourenwagen Weltcup (WTCR) in der Slowakei zu einer abwechslungsreichen Angelegenheit. Bei der sechsten von zehn FIA-WTCR-Runden konnte der Spanier Pepe Oriola seinen ersten Sieg und damit auch den Premierenerfolg für einen Cupra TCR einfahren. Altmeister Gabriele Tarquini (ITA) zeigte sich mit seinem Hyundai i30 N TCR in Bestform, holte die Pole für Rennen 1 und den Sieg im zweiten Rennen. Und im überaus turbulenten dritten Rennen feierte mit Hyundai-Pilot Norbert Michelisz ein weiterer Pilot seinen ersten WTCR-Erfolg. In der Slowakei endete auch die europäische Saison des Weltcups, die ihren Höhepunkt beim 24h-Rennen im Mai auf der Nordschleife hatte. Bis Ende September geht die Serie in Sommerpause und wird dann im chinesischen Ningbo den Saisonendspurt einläuten.

Rennen 1: Erster Triumph für Cupra

Schon der erste Lauf der WTCR in der Slowakei am Samstagmorgen hatte es in sich. Polesitter Gabriele Tarquini erwischte ausnahmsweise einen schlechten Start und fiel zurück. So übernahm zunächst Aurélien Comte (Peugeot 308 TCR) die Führung. Lange konnte sich der Franzose daran aber nicht freuen, denn der von Platz drei gestartete Cupra-Pilot Pepe Oriole ging vorbei und verteidigte die Führung bis ins Ziel. Von einem „fantastischen Auto“, schwärmte der Spanier anschließend. „Ich freue mich sehr, dass ich für Cupra den ersten Sieg im WTCR einfahren konnte.“ Kurz nach Oriola war auch Jean-Karl Vernay mit seinem Audi RS3 LMS an Comte vorbeigegangen, und als Tarquini schließlich zurückschlug und auf Platz drei vorfuhr, war das Podium komplett. Auch eine Safety-Car-Phase konnte daran nichts ändern, die notwendig wurde, um ein gestrandetes Fahrzeug von der Strecke zu holen.

Rennen 2: Senior Tarquini siegt

Im zweiten Rennen am Samstagnachmittag rückte dann Tarquini die Verhältnisse aus seiner Sicht wieder ins rechte Licht und übernahm mit einem Sieg die Tabellenführung, mit der er schließlich auch aus der Slowakei abreisen sollte. Nach einem spannenden Duell mit Polesitter Norbert Nagy (HUN) setzte sich Tarquini durch und behielt die Führung bis ins Ziel. Dennoch war der ungarische Cupra-Pilot anschließend hoch zufrieden, fuhr er doch das beste WTCR-Ergebnis seiner bisherigen Karriere heraus. „Das war nicht einfach“, sagt Tarquini, der mit 56 Jahren der Senior im Feld ist. „In der Startaufstellung hatten wir ein Wasserleck, aber die Mechaniker haben ein Wunder vollbracht. Ich dachte, ich müsste aufgeben, aber sie haben gesagt: ‚Wir haben ein altes System wie dich eingebaut, das wird funktionieren!’“ Auf dem dritten Platz landete der viermalige Tourenwagen-Weltmeister Yvan Muller (FRA, Hyundai), der Nagy zwar stark unter Druck setzte, aber nicht vorbei gehen konnte.

Rennen 3: Turbulente Szenen

Wie schon im ersten Rennen auf dem Slovakiaring gab es auch im dritten Lauf des Rennwochenendes eine Premiere auf der obersten Stufe des Siegerehrungspodestes: Norbert Michelisz (HUN, Hyundai) gewann das turbulente Rennen nach einer souveränen Fahrt an der Spitze. Er ist der insgesamt elfte Fahrer, der in diesem Jahr einen der FIA WTCR-Läufe gewinnen konnte. Hinter ihm landete Aurélien Comte im Peugeot als ungefährdeter Zweiter, doch dahinter ging es mächtig zur Sache. Michelisz und Comte lagen nach dem Start von Beginn an vorne, während im Hinterfeld Gabriele Tarquini eine Massenkollision auslöste, in die zahlreiche Fahrer verwickelt wurden. Gleich vier der 26 TCR beendeten so nicht einmal die erste Runde. Gegen Ende der fälligen Safety-Car-Phase erwischte es dann Yvan Muller. Dank Tarquinis Ausfall hätte er zu diesem Zeitpunkt die Meisterschaftsführung sicher gehabt, doch noch vor dem Passieren der Ziellinie beim Restart verlor sein YMR-Hyundai das linke Vorderrad und landete im Kiesbett. Dritter wurde schließlich Frédéric Vervisch im Audi.

Cayman-Trophy: 3. Sieg für GetSpeed

[Teaminfo] Die Pseudonymfahrer „Max“ und „Jens“ feierten am Samstag ihren dritten Sieg im vierten Saisonrennen der Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing. Mit Gesamtrang 16 bei der 49. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy im Rahmen der VLN gewann das Duo vom Team GetSpeed Performance die Cayman-Wertung zum zweiten Mal in Folge. Den Silberrang sicherten sich die Schmickler-Performance-Piloten Kai Riemer und Ivan Jacoma. Dritter Porsche Cayman GT4 Clubsport im Ziel war das Auto von Moritz Kranz, Michael Rebhan und Peter Terting (Mühlner Motorsport).

Für „Max“ und „Jens“ bedeutete das Ergebnis den dritten Sieg bei der dritten Zielankunft, nachdem die beiden bei VLN 2 einen Ausfall zu verzeichnen hatten. Gestartet von Klassenrang drei zeigte das GetSpeed-Gespann zum wiederholten Male eine hohe Pace über die gesamte Renndistanz von vier Stunden. Die Paarung Kranz, Rebhan und Terting strich zum zweiten Mal die beiden Extrapunkte für die Pole-Position und die schnellste Rennrunde ein, konnte die gute Ausgangslage vor dem Rennen aber nicht in einen Sieg ummünzen. Noch als Führende zum ersten Stopp gekommen, blieb letztlich Platz drei.

Für Schmickler Performance griffen diesmal nur zwei Fahrer ins Lenkrad: Riemer und Jacoma teilten sich das Cockpit ihres rund 385 PS starken Sportwagens ohne die dritte Stammkraft Claudius Krach. Zudem mussten die beiden das Rennen vom Ende des Cayman-Feldes und somit aus der Mitte der zweiten VLN-Startgruppe aufnehmen. Wegen einer Geschwindigkeitsübertretung in der Boxengasse war das Fahrzeug nach dem Qualifying um zehn Plätze nach hinten versetzt worden. Riemer und Jacoma arbeiteten sich über die Distanz jedoch vor bis auf Rang zwei und knüpften damit an ihren dritten Platz bei VLN 3 an.

Das vierte Rennen der diesjährigen Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing fand bei überwiegend sonnigem Wetter und Temperaturen von 24 Grad Celsius statt. Geprägt wurde der Lauf durch viele Gelb- und Code-60-Phasen sowie durch ein hohes Tempo an der Spitze des Cayman-Feldes. In der Punktewertung führen weiterhin Bohr/Grosse/von Danwitz (Teichmann Racing). Kurz vor Saisonhalbzeit trennen die ersten drei Fahrerpaarungen jedoch nur vier Zähler. Am 18. August treffen sich die Teilnehmer zum VLN-Jahreshöhepunkt, dem ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen.

Adam Osieka (Teamchef GetSpeed Performance), Platz 1: „Ich freue mich sehr, dass die Zusammenarbeit zwischen Team und Fahrern mittlerweile so gut funktioniert. Besonders die Set-up-Arbeit klappt hervorragend, weshalb ‚Max‘ und ‚Jens‘ für uns zu wichtigen Entwicklungsfahrern geworden sind, die den Cayman weiter nach vorne bringen. Abgesehen davon haben die Jungs einfach jede Menge Spaß im Auto – auch das macht schnell.“

„Jens“ (GetSpeed Performance), Platz 1: „Drei Siege in vier Rennen: Das ist top! Wir haben uns von Startplatz drei aus vorgearbeitet. Das Rennen war aufgrund der vielen Gelbphasen anspruchsvoll. Hinzu kam, dass es wegen des guten Wetters sehr heiß war im Auto. Letztlich sind wir aber super durchgekommen. ‚Max‘ und ich haben erst vor sechs Jahren angefangen mit Motorsport – und jetzt fahren wir hier ganz vorne mit. Das ist wirklich toll.“

Kai Riemer (Schmickler Performance), Platz 2: „Platz zwei ist eine Performance, wie wir sie eigentlich von uns erwarten. Wir sind zum Saisonstart mit Unfällen und einer Verletzung im Team arg gebeutelt worden. Der zweite Rang gibt uns hoffentlich etwas Sicherheit zurück, sodass wir uns weiter steigern können. Diese Leistung trotz einer Strafversetzung vor dem Rennen: Das ist schon mal wirklich gut. Ein Sieg ist unser Ziel für die nächsten Rennen.“

Peter Terting (Mühlner Motorsport), Platz 3: „Es ging gut los: Ich konnte das Auto auf die Pole stellen und nach dem ersten Stint als Führender an meine Teamkollegen übergeben. Wie es in der VLN oft so ist, sorgten dann die Gelbphasen für etwas Durcheinander. Zudem absolvierten wir unseren ersten Stopp recht früh. Moritz Kranz konnte am Ende noch auf Platz drei vorfahren. Das ist aber nicht das Ergebnis, was wir gerne gehabt hätten.“

Bonk: Erfolgreiches Wochenende

[Teaminfo] Das Team aus Münster feierte beim vierten VLN-Lauf, der 49. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy, in der BMW-Cup-Klasse den zweiten Erfolg in Serie und brachte alle drei BMW ins Ziel. „Mit unserem Abschneiden können wir sehr zufrieden sein. Fahrer und Team haben einen tollen Job abgeliefert“, freute Michael Bonk, Teamchef von Bonk motorsport.

Beim VLN-Rennen trat Bonk motorsport mit drei BMW M235i Racing Cup an. Das Topauto vom amtierenden VLN-Meister Michael Schrey und Marc Ehret holte den zweiten Saisonsieg. Es war ein knapper Erfolg, im Ziel betrug der Vorsprung nur vier Sekunden. Im Training hatte das Duo den BMW auf die Pole gestellt, konnte sich aber im Rennen nie absetzen und sicherte den Erfolg erst in der letzten Runde. Schrey fuhr nur den mittleren Stint, da er sich direkt danach auf den Weg in Richtung Portugal machte, um auch dort einen Bonk-BMW zu pilotieren. „Ich bin erst heute Nacht aus Portimao gekommen. Nach meinem Einsatz geht es direkt zum Flugzeug, denn um 21 Uhr am Samstagabend muss ich schon wieder im Auto sitzen. Ich hoffe, der gesamte Aufwand lohnt sich.“ Tat er: Das Team gewann beim 24h-Rennen in Portimao.

Im zweiten Bonk-BMW fuhr Florian Naumann als Solist auf einen glänzenden vierten Platz. „Endlich hat das Auto wieder wunschgemäß funktioniert.“ Den dritten BMW M235i brachten Thomas Leyherr und die Franzosen Francois Perrodo und Matthieu Vaxiviere. Bonk nach problemloser Fahrt auf Rang zehn ins Ziel.

Die Pechsträhne des Peugeot 308 Racing Cup fand auch beim vierten VLN-Rennen seine Fortsetzung. Die unter Bonk-Bewerbung startenden Jürgen Nett/Achim Nett/Bradley Philpot blieben erneut ohne Rennkilometer, da der Peugeot auf dem Weg in die Startaufstellung einen Turboladerschaden erlitt.

Frikadelli: Sieg #2

[Teaminfo] Zwei Wochen nach dem Sieg beim dritten Lauf zur VLN hat Frikadelli Racing erneut die Ziellinie als Erster überquert: Norbert Siedler und Lance David Arnold  – der bereits zwei Wochen zuvor auf dem höchsten Treppchen stand – verteidigten mit ihrem Porsche 911 GT3 R die Führung von der Pole Position aus bis zum Ende der vierstündigen Renndistanz. Sabine Schmitz, Klaus Abbelen und Felipe Laser fuhren beim vierten VLN-Saisonlauf mit dem Nummer-30-Porsche von Frikadelli Racing nach einem von vielen Positionskämpfen geprägten Samstag auf den fünften Rang. Damit haben sie auch für dieses Auto das Resultat des vorherigen Rennens wiederholt.

Bereits im Qualifying hatten sich die beiden Frikadelli-Porsche eine hervorragende Ausgangsbasis geschaffen. Norbert Siedler drehte gleich zu Beginn der 90-minütigen Sitzung mit dem Nummer-31-GT3 R in 7.56,644 Minuten die schnellste VLN-Trainingsrunde der laufenden Saison und stellte den Neunelfer damit auf den ersten Startplatz. Im Schwesterauto fand Felipe Laser im dritten Anlauf eine ausreichend freie Runde und belegte mit einer Zeit von 8.00,601 Minuten lange Zeit den zweiten Rang, aus der erst in der Schlussphase des Qualifyings noch Startplatz drei wurde. Beide Fahrer übernahmen im Rennen auch den Start-Stint.

Stimmen nach dem Rennen
Klaus Abbelen (Teamchef und Fahrer Porsche 911 #30): „Ich hatte einen guten Stint, ohne zu viel Zeit zu verlieren. Der Porsche war perfekt abgestimmt. Wir hatten für mich eine Kleinigkeit modifiziert, als Sabine übernahm, haben wir das wieder geändert. Am Schluss aber standen eingangs der Start-Ziel-Gerade plötzlich Dutzende Autos vor mir herum, weil es eine Art Stau gab – das habe ich so auch noch nicht gesehen. Mit dem Team-Ergebnis kann ich nur zufrieden sein, das gleiche Resultat wie vor zwei Wochen: erster und fünfter Platz. Wir hatten keinerlei Probleme und sind glücklich.“

Sabine Schmitz (Fahrerin Porsche 911 #30): „Das Rennen lief für mich problemlos und hat Spaß gemacht – vielleicht war es wegen der vielen Code-60-Phasen etwas langweilig. Das Auto hatte eine ziemlich harte Abstimmung, ich bin ordentlich durchgeschüttelt worden. Ich war positiv überrascht, dass alles bei dieser Hitze über die Achtrundendistanz so gut gehalten hat, und auch die Dunlop-Reifen steckten das gut weg.“

Felipe Laser (Fahrer Porsche 911 #30): „Meine Qualifying-Runde und Platz drei waren sehr zufriedenstellend – auch wenn natürlich immer noch etwas mehr geht. In den ersten zwei Runden hatte ich mit sehr vielen Überholmanövern zu kämpfen, darum haben wir noch einen dritten Anlauf drangehängt. Da fehlte natürlich schon etwas Performance, deswegen finde ich die Rundenzeit und Rang drei ziemlich ok. Beim Start wurde ich von den beiden Ferrari eingekeilt, die von hinten angeflogen kamen. In der ersten Runde lieferte ich mir ein hartes Duell mit dem Audi von Frank Stippler. Doch wenn du nah hinter einem anderen Auto herfährst, wirkt sich das sofort auf die Aerodynamik aus. Mein zweiter Stint war ebenfalls aufregend. Ich dachte nach der guten Outlap schon, der vierte Platz wäre klar. Aber dann kamen doch noch zwei Autos vor mir zurück auf die Strecke – schon steckte ich wieder in einem Pulk fest. In der vorletzten Runde konnte ich mir Stippler schnappen und einen guten Abstand aufbauen. Dann bin ich jedoch auf einen Pulk langsamerer Autos aufgelaufen, schon war der Vorsprung wieder weg und auf der Döttinger Höhe ging der Audi dann wegen seines höheren Topspeeds an mir vorbei. Ich denke, wir können mit Platz fünf aber glücklich sein.“

Norbert Siedler (Fahrer Porsche 911 #31): „Ich bin zu Beginn des Qualifyings sofort herausgefahren, das war ziemlich gut. Ich hatte wenig Überrundungsverkehr, auch die Dunlop-Rennreifen funktionierten optimal, so kam dann die Pole Position zustande. Im Rennen bin ich entsprechend als Erster gestartet und habe den Porsche auch auf Platz eins weitergereicht, besser hätten wir uns meinen ersten Stint kaum vorstellen. Auch der zweite Turn lief gut, ich habe ziemlich attackiert. Die Balance des Porsche blieb bis zum Schluss perfekt.“

Lance David Arnold (Fahrer Porsche 911 #31): „Unser Plan war natürlich, dass wir uns an der Spitze halten – das hat schon in meinem ersten Stint gut funktioniert. Ich habe in einen guten Rhythmus gefunden und war reifenschonend unterwegs. Der Porsche lief tadellos und harmonierte auch in meinem zweiten Turn über acht Runden gut mit den Dunlop-Pneus, darum konnten wir konstant abliefern.“

Black Falcon: Zwei Klassensiege

[Teaminfo] Black Falcon hat beim vierten VLN-Lauf am vergangenen Samstag in den Klassen SP10 und V6 die Ziellinie als Sieger überquert. Der Mercedes-AMG GT4 von Stefan Karg, Fidel Leib und Moritz Oberheim feierte den zweiten Sieg dieser VLN-Saison, während Ronny Lethmate und Miguel Toril im Porsche 981 Cayman ihren ersten Klassensieg im Jahr 2018 erzielten. Der Porsche 911 Carrera von Alexander Akimenkov, Christoph Hoffmann, Uwe Lebens und Vasilii Selivanov beendete das Rennen ebenfalls auf dem Podium und wurde Dritter in der Klasse V6.

Bei hervorragenden Wetterbedingungen erzielten Stefan Karg, Fidel Leib und Moritz Oberheim ihren zweiten VLN-Saisonsieg. Das Fahrertrio des Black Falcon Team Identica kämpfte sich im vierstündigen Rennverlauf von Startposition drei bis an die Spitze vor. Mit einer Rundenzeit von 8:51.440 Minuten erzielten sie außerdem die schnellste Rennrunde der Klasse. Ihre Teamkollegen Peter Ludwig, Mustafa Mehmet Kaya und Gabriele Piana gingen im Mercedes-AMG GT4 des Black Falcon Team TMD Friction an den Start. Nach Position vier im Qualifying absolvierten sie ein fehlerfreies Rennen und wurden Fünfte.

Die beiden Porsche-Produktionswagen des Black Falcon Team TMD Friction beendeten das Rennen mit einem Doppelpodium in der Klasse V6. Ronny Lethmate und Miguel Toril gingen von Platz drei ins Rennen und fuhren schnell auf die zweite Position vor. In der letzten Rennstunde übernahmen sie schließlich die Führung und gaben diese bis zum Schluss nicht mehr ab. Ihre Teamkollegen Alexander Akimenkov, Christoph Hoffmann, Uwe Lebens und Vasilii Selivanov starteten von Startplatz vier und überquerten den Zielstrich nach einer fehlerfreien Leistung auf Platz drei.

Für den Porsche 911 GT3 Cup MR II von Jürgen Bleul, Manuel Metzger und „Takis“ begann der Tag nahezu perfekt: Von Position eins der Klasse gestartet setzte sich das Auto mit der Startnummer 57 schnell von seinen Konkurrenten ab und fuhr bereits kurz nach dem Start die schnellste Rennrunde der Klasse SP7. Leider verunfallte das Fahrzeug in der zweiten Rennstunde unglücklich auf einer Kühlmittelspur, die ein anderes Fahrzeug auf der Strecke hinterlassen hatte, und schied damit vorzeitig aus dem Rennen aus.

„Natürlich ist der Ausfall des Porsche 991 GT3 CUP MR II für uns ein Rückschlag, zumal wir weit in Führung lagen und der Crash nicht selbst verschuldet war“, so Teamchef Alex Böhm. „Der Sieg bei den Produktionswagen der Klasse V6 und auch der erneute Erfolg mit dem AMG GT4 in der Klasse SP10 machen diese Enttäuschung jedoch mehr als wett, unsere Fahrer und Techniker haben erneut eine tolle Leistung abgeliefert“.

Beim Saisonhighlight der VLN, dem 6h-Rennen am 18. August 2018, wird BLACK FALCON mit einem AMG GT3, drei AMG GT4 und vier Porsche-Fahrzeugen das zahlenmäßig stärkste Fahrzeugaufgebot des Jahres an den Start bringen.

Wie alle VLN-Läufe kann auch das 6h-Rennen live auf www.vln.de mitverfolgt werden. Zusätzlich besteht hier die Möglichkeit, die Fahrt des Black Falcon Porsche 991 GT3 Cup MR #57 und des AMG GT4 #163 live aus der Onboard-Perspektive zu verfolgen.

Mathol: Überzeugende Mannschaftsleistung

[Teaminfo] Mathol Racing war beim vierten Lauf der VLN, der 49. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy, wie gewohnt mit großem Aufgebot angereist. Sechs Fahrzeuge gingen in der Eifel an den Start, alle sechs Autos sahen die Zielflagge. Dabei gab es einen Klassensieg und gute Platzierungen. Teamchef Matthias Holle: „Die Teamleistung war großartig, Fahrer und Mechaniker haben gut gearbeitet.“

Der AVIA-Aston Martin Vantage V8 (#188) von Wolfgang Weber, Thomas Krebs und Erik Johansson fuhr In der Klasse SP10 der GT4-Fahrzeuge auf einen Podiumsrang. Das Trio stand nach dem Training nur auf Position sieben. Im Rennen kämpfte sich der AVIA-Aston während der 4-Stunden-Distanz Platz um Platz nach vorn. Am Ende reichte es schließlich zu Rang drei. Matthias Holle: „Wenn wir nicht ein kleines Temperaturproblem gehabt hätten, wäre auch Position zwei möglich gewesen. Die BoP ist auf dem richtigen Weg, wenn jetzt noch der nächste Schritt kommen würde, wären wir wieder voll konkurrenzfähig.“ Der Mercedes AMG GT4 (#170) von Christian Stingu, Domenico Solombrino und Jochen Herbst hatte keinerlei Probleme und belegte nach einer fehlerfreien Fahrt Platz sechs in der Klasse.

In der Klasse V6 verpasste der Zimmermann-Porsche Cayman S (#435) von Karl Pflanz, Oskar Sandberg und Rüdiger Schicht mit Rang zwei nur knapp den Erfolg in der Klasse. Matthias Holle: „Schade, der Sieg war drin. Aber die Konkurrenz hat clever zum Schluss frühzeitig etwas Tempo herausgenommen und sich so den letzten Tankstopp gespart.“

In der Cayman-Trophy hatte der Porsche Cayman GT4 (#966) von Marc Keilwerth/Marcos Adolfo Vazquez/„Montana“ mit einigen Problemen zu kämpfen. So war am Ende nicht mehr als Platz sechs machbar. Matthias Holle: „Am Freitag wurde ein defektes Steuergerät festgestellt. Das wollte Porsche am Samstag nach dem Training wechseln. Doch das hat nicht funktioniert. Auch der Start mit dem alten Steuergerät war mit großen Schwierigkeiten verbunden, da dies erst neu programmiert werden musste. Das Team musste aus der Boxengasse nachstarten und war mit dem nicht optimal laufenden Auto chancenlos. Porsche war da keine große Hilfe.“

In der Klasse V3 verpasste Mathol Racing knapp den Klassensieg. Alex Fielenbach/Roberto Falcon mussten im Toyota GT86 (#524) in Führung liegend aufgrund eines Temperaturproblems langsamer werden und belegten so am Ende nur Rang zwei. Matthias Holle: „Schade, normalerweise wäre das ein souveräner Erfolg geworden.“

Jörg Kittelmann zeigte mit Partner Thomas Heinrich im Seat Cup Racer (#311) die gewohnt starke Leistung. Nach problemloser und fehlerfreier Fahrt holten die beiden Mathol-Piloten den Sieg in der Klasse SP3T. Kittelmann: „Ein absolut ruhiger Nachmittag. Wir freuen uns über einen weiteren Klassensieg.“

Teamchef Matthias Hollemeint zusammenfassend: „Wir haben zwar keinen optimalen Renntag erlebt, waren aber trotzdem mit unserem Abschneiden sehr zufrieden.“

Platz vier für Ahrtal-Motorsport

[Teaminfo] Das Rennteam Ahrtal-Motorsport hat am vergangenen Samstag beim vierten Lauf zur VLN den vierten Platz von 20 Fahrzeugen in der Klasse V4 belegt. Die Fahrer Marc Roitzheim und Uwe Petersen wechselten sich auf dem BMW E90 ab. Das zweite vom Team eingesetzte Fahrzeug mit Andreas Schmidt am Steuer konnte das Rennen nach dem Training mit technischen Problemen nicht aufnehmen. „Heute war es wirklich hart, gerade bei den Außentemperaturen. Das Team hat einen perfekten Job gemacht“, sagte Teamchef Marc Roitzheim.

Im morgendlichen Qualifying, das bei perfekten Wetterbedingungen stattfand, konnte Roitzheim mit einer neuen Bestzeit auf dem Fahrzeug für ein Ausrufezeichen sorgen, der TopSpeed-Events BMW startete in der Spitzengruppe. Startfahrer Petersen musste beim Start einige Wettbewerber passieren lassen und übergab das Fahrzeug an Marc Roitzheim, der wieder von Position neun auf drei vorfuhr: „Ich hatte die ganze Zeit tolle Zweikämpfe mit Küpper Racing, das hat viel Spaß gemacht“, sagte er. Petersen übernahm das Fahrzeug für den Schlusssprint wieder und kämpfte um Platz drei, konnte aber vor Schluss nicht mehr überholen.

Mit dem vierten Rang verpasste Ahrtal-Motorsport zwar einen Podestplatz, sammelte aber viele Punkte und zwei Pokale: „Wir haben nun schon den zweiten vierten Platz in Folge erzielt, das nehmen wir als Ansporn für die kommenden Rennen“, sagte Roitzheim.

Manheller: Neuer Wagen erfolgreich eingesetzt

[Teaminfo] Das Manheller Racing Team im MSC Adenau e.V. hat bei der VLN am vergangenen Samstag gleich fünf Autos an den Start gebracht und einen Pokalrang in der V4 erreicht. Markus Fischer, Marco Zabel und Harald Barth pilotierten den BMW 325i auf Platz fünf in der mit zwanzig Fahrzeugen stark besetzten Klasse. Der erstmals eingesetzte BMW 328i F30 mit Josef Knechtges und Beat Schmitz beendete das Rennen auf dem dritten Rang der VT2. Stefan Manheller und Kurt Strube kamen auf Platz vier der SP6. Das Spitzenfahrzeug mit Marcel Manheller und Carsten Knechtges schied mit einem technischen Defekt in Führung liegend aus. „Ein durchwachsenes Wochenende, wir haben zwar einerseits eine gelungene Premiere für den neuen Produktionswagen gefeiert, andererseits müssen wir eine weitere Nullnummer für das Spitzenfahrzeug verkraften“, sagte Teamchef Stefan Manheller.

Im Training sah der Tag noch deutlich vielversprechender aus, der BMW V4 startete von der Pole-Position ins Rennen und konnte die Spitze lange Zeit halten. Erst kurz vor Ende des Rennens sorgte ein gebrochener Haubenhalter und so eine hochgeschlagene Motorhaube für das Aus. „Wir müssen analysieren, wie das passieren konnte, die Teile waren alle neu und wir fahren seit Jahren mit dieser Lösung“, sagte Manheller. Deutlich besser lief das Debüt für den neuen Produktionswagen F30, auf dem spontan Nordschleifenkenner Beat Schmitz startete. Die Rundenzeiten lagen auf Anhieb auf Augenhöhe mit der erfahrenen Konkurrenz. „Man muss sich an das Auto schon gewöhnen, aber es macht definitiv Spaß“, so Schmitz. Manheller ergänzte: „Die Klasse VT2 (Serienmotoren mit 2 Liter Hubraum und Turbo) ist die Zukunft der Produktionswagen, da wollen wir natürlich von Anfang an dabei sein.“

Einen erfolgreichen Tag erlebte auch das Fahrertrio Fischer, Zabel und Barth, die nach viel Pech bei den letzten Läufen nun für ein sauberes Rennen mit Rang fünf belohnt wurden.

Mit insgesamt fünf Fahrzeugen stellte die Meuspather Truppe eines der größten Aufgebote im Feld. Inzwischen belegt das Team eine ganze Box. „Wir fühlen uns in der VLN sehr wohl und fahren gerne hier“, betonte Manheller. Das Engagement bleibe daher hoch.

Mercedes: Klassensieg in der Grünen Hölle

[Teaminfo] Mercedes-AMG Motorsport feiert den nächsten Erfolg in der VLN: Beim vierten Saisonlauf auf der Nürburgring-Nordschleife fuhren Patrick Assenheimer und Christian Hohenadel mit dem Mercedes-AMG GT3 #13 von AutoArena Motorsport auf den sechsten Gesamtrang und sicherten der Performance-Marke aus Affalterbach damit ein weiteres Top 10-Ergebnis in der Grünen Hölle. Stefan Karg, Fidel Leib und Moritz Oberheim machten mit dem Mercedes-AMG GT4 #163 von Black Falcon Team Identica den Sieg in der Klasse SP10 perfekt.

Der Nürburgring bot beste Bedingungen für den vierten Saisonlauf zur VLN: Insgesamt 134 Fahrzeuge – darunter ein Mercedes-AMG GT3 und drei Mercedes-AMG GT4 – nahmen die 49. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen am Samstagmittag in Angriff.

Der Mercedes-AMG GT3 #13 von AutoArena Motorsport ging von Startplatz elf aus in das vierstündige Rennen. Nach einer unruhigen Anfangsphase mit mehreren Code 60-Phasen konnte Startfahrer Patrick Assenheimer in der ersten Rennhälfte mehrere Positionen gutmachen. Auf Platz fünf liegend übergab er den Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 13 an Christian Hohenadel. Der Deutsche knüpfte an die gute Leistung seines Teamkollegen an und beendete das Rennen auf Rang sechs. Der sechste Platz ist das bereits achte Top 10-Ergebnis für Mercedes-AMG Motorsport in der diesjährigen VLN.

Klassensieg für den Mercedes-AMG GT4
Eine überzeugende Leistung zeigten Stefan Karg, Fidel Leib und Moritz Oberheim in der hart umkämpften Klasse SP10. Startfahrer Stefan Karg nahm das Rennen mit dem Mercedes-AMG GT4 #163 von Black Falcon Team Identica von Startplatz 34 aus in Angriff. Er setzte sich von Beginn an in der Spitzengruppe der Klasse SP10 fest und lieferte sich einen spannenden Kampf ums Podium. Rund eine Stunde vor Rennende übernahm der Mercedes-AMG GT4 #163 die Führung und feierte nach insgesamt 27 absolvierten Runden den vielumjubelten Sieg in der Klasse SP10. In der Gesamtwertung belegte das Team den 22. Rang. Für Black Falcon Team Identica ist es nach Klassenplatz eins beim ersten VLN Lauf der bereits zweite Triumph in der Klasse SP10.

Patrick Assenheimer, AutoArena Motorsport #13:„Mit der heutigen Fahrer- und Teamleistung bin ich sehr zufrieden. Wir haben keinerlei Fehler gemacht, sodass es von unserer Seite aus ein Top-Rennverlauf war. Beim nächsten Rennen werden wir wieder angreifen.“

Christian Hohenadel, AutoArena Motorsport #13:„Das war heute eine solide Vorstellung des gesamten Teams. Patrick ist heute super gefahren. Wir haben alles aus dem Fahrzeug rausgeholt, werden aber weiter arbeiten. Mit dem Ergebnis heute können wir zufrieden sein.“

Fidel Leib, Black Falcon Team Identica #163:„Das Rennen war sehr anstrengend, weil es wahnsinnig eng zuging. Es war ein harter Kampf, den wir am Ende zum Glück für uns entscheiden konnten. Wir haben ein sehr ausgeglichenes Fahrer-Trio, alle drei haben einen richtig guten Job gemacht. Auch das Team hat wieder sehr gut gearbeitet, die Mechaniker haben bei den Boxenstopps Top-Leistung abgeliefert. Nach unserem unglücklichen Ausfall bei VLN 3 sind wir stark zurückgekommen. Wir haben unseren weltweit ersten Klassensieg aus dem ersten Saisonlauf bestätigen können und gezeigt, dass wir zurecht da oben stehen.

VLN: Frikadelli-Sieg unter Vorbehalt

[Teaminfo] Norbert Siedler und Lance David Arnold wurden bei der 49. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy im Porsche 911 GT3 R des Frikadelli Racing Teams als Sieger abgewinkt. Nach 27 Runden auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Nürburgring Kurzanbindung und Nordschleife betrug der Vorsprung auf den Ferrari 488 GT3 des Wochenspiegel Team Monschau mit den Piloten Leonard Weiss, Christian und Nico Menzel 1:29,174 Minuten. Das Podium komplettierten Georg Weiss, Oliver Kainz und Jochen Krumbach im zweiten WTM-Ferrari.

Aufgrund mehrerer möglicher Verstöße gegen das Überholverbot bei Gelber Flagge in einer unübersichtlichen Situation kurz vor Ende der ersten Rennhälfte, ist das Ergebnis des vierten VLN-Laufs unter Vorbehalt. „Die Sportkommissare des DMSB werden die Geschehnisse, bei denen auch Fahrzeuge aus der Spitzengruppe involviert waren, aufarbeiten und das Resultat erst dann finalisieren“, sagt Michael Bork, Leiter Sport der VLN.