[Teaminfo] HARIBO Racing holt zweiten Saisonsieg

Das HARIBO Racing Team – AMG hat den achten Lauf zur VLN gewonnen. Der Rennstall aus Bonn fuhr den zweiten Saisonsieg auf der legendären Nordschleife und die dritte VLN-Podiumsplatzierung in Folge ein. Dabei war der Mercedes-AMG GT3, auf dessen schwarzem Lack der schnellste Goldbär der Welt den Fans entgegenstrahlt, Hauptdarsteller eines spektakulären Motorsport-Krimis. Beim Herzschlagfinish wurde die Startnummer acht im packenden Kampf um den Sieg zunächst mit einem Rückstand von gerade einmal 0,371 Sekunden als hervorragender Zweiter abgewinkt.

Aber nach dem Rennen wurde dann von der Rennleitung gegen das erstplatzierte Team eine 35-Sekunden-Zeitstrafe wegen Überholens unter gelber Flagge verhängt. „Es war ein sehr spannendes Rennen und Porsche hätte verdient gewonnen. Zum Schluss ist so eine Entscheidung für die Betroffenen immer bitter“,  sagte Team-Inhaber Hans Guido Riegel. Somit wurden die HARIBO-Fahrer Uwe Alzen und Lance David Arnold bei der offiziellen Siegerehrung als Sieger des 48. ADAC Barbarossapreises geehrt. „Wenn man nach vier Stunden auf dem VLN-Podium steht, ist das ein Riesenerfolg“, sagte Uwe Alzen. „Wir wären nach diesem tollen Rennen auch mit Platz zwei zufrieden gewesen.“

Für den schwarzen HARIBO-Mercedes-AMG GT3 wurde im Qualifying die Top-Trainingszeit von 7:55.137 Minuten notiert. Damit ging Uwe Alzen erneut aus der ersten Startreihe in das Langstreckenrennen über die 24,358 Kilometer lange Kombination aus Grand-Prix-Kurs Kurzanbindung und der legendären Nordschleife. Der Mercedes-AMG GT3 lief in der „Grünen Hölle“ präzise wie ein Uhrwerk, und das gesamte Team arbeitete perfekt – sowohl beim Boxenstopp als auch am Kommandostand. Die Startnummer acht, die planmäßig zum ersten Mal bereits nach fünf Runden die Box ansteuerte, zeigte bei anhaltend spätsommerlichen Wetterbedingungen eine sensationelle Performance.

Lance David Arnold fuhr in der zweiten Rennhälfte ebenfalls fehlerfrei und lag stets auf einer der vorderen Positionen. Etwa eine Stunde vor Schluss rangierte der schnelle Duisburger erneut auf dem zweiten Platz. „Wir hatten heute keine Zeit zum Verschnaufen, mussten jede Runde am Limit fahren“, berichtete Arnold. Der 30-Jährige verkürzte in der spektakulären Schlussphase sukzessive den Rückstand auf den Führenden und lieferte sich im Kampf um den Sieg ein atemberaubendes Duell, bei dem er mit extrem knappen Rückstand als Zweiter über die Ziellinie fuhr. „Das war für die Zuschauer mega-spannend, aber für mich als Rennfahrer die Höchststrafe“, gestand Alzen. Etwa eine Stunde nach dem Rennen und der Entscheidung der Rennleitung wurden Alzen und Arnold dann als Sieger gewertet.

[Teaminfo] Turbulenter Lauf des TMG GT86 Cup

Minimales Risiko, maximale Punktausbeute – mit dieser Strategie wollten Manuel Amweg und Thomas Lampert als Spitzenreiter die letzten Saisonrennen im TMG GT86 Cup bestreiten. Beim achten der insgesamt zehn Läufe des Jahres ging diese Taktik voll auf. Das Duo vom Toyota Swiss Racing Team fuhr bei perfektem Rennwetter in der Eifel seinen vierten Saisonsieg ein und baute so den Vorsprung in der Gesamtwertung aus.

„Es war ein turbulentes Rennen mit vielen Gelbphasen. Deshalb bin ich froh, dass unsere Fahrer in keine Zwischenfälle verwickelt waren. So wie das Rennen gelaufen ist, ging es für uns letztlich nur darum, die Konzentration und den Rhythmus nicht zu verlieren und den sich abzeichnenden Sieg auch sicher nach Hause zu fahren. Das haben unsere Jungs prima hinbekommen“, zog Roland Baumann, Chef des siegreichen Toyota Swiss Racing Teams, zufrieden Bilanz.

Extrem spannende Rennen sind normalerweise das Kennzeichen des attraktiven Markenpokals der TOYOTA Motorsport GmbH (TMG). Das achte Rennen in diesem Jahr war die berühmte Ausnahme von der Regel. Während Amweg/Lampert von der Pole-Position aus ein fehlerfreies Rennen ohne Zwischenfälle absolvierten und so im TMG GT86 CS-Cup mit der Startnummer 535 einen ungefährdeten Erfolg einfuhren, hatten ihre Konkurrenten mit Problemen zu kämpfen.

So mussten Nils Jung und Florian Wolf schon zu einem frühen Zeitpunkt im Rennen wegen eines Elektrikproblems an ihrem Auto außerplanmäßig die Box aufsuchen. Zwar bekamen die Mechaniker vom Team Ring Racing das Auto wieder flott, dennoch verloren Jung/Wolf durch diese Reparatur so viel Zeit, dass sie im Kampf um den Klassensieg diesmal keine Rolle mehr spielten. Immerhin bewiesen sie bei der folgenden Aufholjagd ihre fahrerische Klasse und kämpften sich zurück auf den zweiten Rang.

Noch mehr Pech hatten die Tabellendritten „Brody“ und Bruno-Francesco Barbaro (Pitlane – AMC Sankt Vith), die das Rennen diesmal ohne den beruflich verhinderten Olivier Muytjens bestritten. Schon nach gut einer halben Stunde wurde Barbaro in einen Unfall verwickelt und der Toyota mit der Startnummer 532 krachte frontal in die Streckenbegrenzung. Barbaro blieb unverletzt und schaffte es, das an der Front stark beschädigte Auto zurück an die Box zu bringen. Dort bewies die belgische Mannschaft einmal mehr ihre herausragenden Fähigkeiten und reparierte den GT86 in schnellstmöglicher Zeit. Leider umsonst, denn mit einem Folgeschaden schied das Team später ebenso aus wie ihre Teamkollegen Kurt Dujardyn und Jacques Derenne, die das Rennen 45 Minuten vor Schluss mit einem technischen Defekt beenden mussten.

Nico Ehlert, Principal Engineer Kundenmotorsport: „Den Druck, dieses Rennen als Tabellenführer in Angriff zu nehmen, haben Manuel Amweg und Thomas Lampert hervorragend gemeistert. Nach einem starken Rennen sind sie verdienter Tagessieger und halten nun auch alle Trümpfe im Kampf um den Cup-Gesamtsieg in der Hand.“

WTCC China: Erster Volvo-Sieg und WM-Krone für Citroën

Der vorletzte Lauf der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) war ein schlagzeilenträchtiges Ereignis. Nachdem Citroën-Pilot José María López (ARG) bereits als Fahrer-Weltmeister feststand, konnte sich die französische Marke nach einem Dreifachtriumph im Hauptrennen auf der Rennstrecke in Schanghai (CHN) auch den Marken-WM-Titel sichern. Mehdi Bennani (MAR) konnte sich durch den dritten Platz im Hauptrennen endgültig in der Privatfahrer-Meisterschaft (WTCC Trophy) durchsetzen. Dass die WTCC auch im kommenden Jahr spannungsgeladen bleibt, wenn sie vom 25. bis 28. Mai 2017 auf die Nordschleife zurückkehrt, scheint ebenfalls garantiert: Im Eröffnungsrennen von China holte der Schwede Thed Björk den ersten Rennsieg für Volvo Polestar in der WTCC und bestätigte damit den Aufwärtstrend der nordeuropäischen Marke. Zudem hat Honda das WM-Engagement 2017 bestätigt und ist damit als dritter Hersteller in der Weltmeisterschaft fix.

Erst in der vorletzten Runde wurde in China der erste Heat des Wochenendes entschieden. Beim Eröffnungsrennen, bei dem die Top 10 in umgekehrter Reihenfolge des Qualifying-Ergebnisses tarten, übernahm zunächst Norbert Michelisz (HUN, Honda Civic WTCC) in Führung, der einen besseren Start als Polesetter John Filippi (FRA, Chevrolet RML Cruze) erwischt hatte. Lange sah es so aus, als ob der Ungar den zweiten Sieg für Honda in Folge im Eröffnungsrennen holen würde. Denn seine Widersacher machten sich gegenseitig das Leben schwer. Tom Chilton (GBR, Citroën C-Elysée WTCC) und Gabriele Tarquini (ITA, Lada Vesta WTCC) gerieten im Fight um Platz zwei aneinander und mussten zur Box. So rückte Thed Björk im Volvo Polestart auf den zweiten Platz vor, der in der Folge den Rückstand auf Michelisz verkürzen konnte. Zu Beginn der letzten Runde lag Björk schließlich in Angriffsposition, schloss endgültig zu Michelisz auf und presste sich vorbei, wobei an beiden Fahrzeugen Kampfspuren zurückblieben. Auf Platz drei und vier lagen die Citroën-Werkspiloten Yvan Muller (FRA) und José María López (ARG). Wenig Fortune hatte dagegen Polesitter Filippi. Er musste seinen Chevrolet nach einem Rempler früh im Rennen abstellen, was eine Safety-Car-Phase zur Folge hatte.

„Der Sieg ist absolut fantastisch für das Team“, freute sich Thed Björk nach dem historischen Sieg. „Sorry Norbert für die Berührung beim Überholen. Die letzte Runde war aber sehr, sehr schön.“ Mit der Entschuldigung konnte Michelisz leben: „Thed tat eben alles, um mich zu überholen, und ich habe alles gegeben, das zu verhindern. Natürlich: Es ist enttäuschend, den Sieg herzugeben, nachdem man 98 Prozent des Rennens geführt hat. In den letzten Runden fehlte mir ein wenig die Performance der Vorderreifen, sodass meine Pace etwas geringer wurde.“

Hauptrennen: Sieg für López siegt, Bennani holt Krone der Privatiers
Das Hauptrennen war im Anschluss eine klare Angelegenheit: José María López gelang ein dominanter Sieg, während Markenkollege Mehdi Bennani hinter Yvan Muller nicht nur den Dreifacherfolg der Franzosen komplettierte. Er sicherte sich durch den Podestplatz auch den Titel in der WTCC Trophy. Für López war der Start-Ziel-Sieg sein achter Triumph in der Saison und der 29. seiner WTCC Karriere. Welch ein Ausnahmefahrer er ist, bewies er mit dem Elf-Sekunden-Vorsprung vor seinem Teamkollegen Muller. Der hatte beim Start Lada-Pilot Nicky Catsburg (NED) von Platz zwei verdrängt, der beim Start Schwierigkeiten hatte. Auch Bennani konnte davon profitieren und den dritten Platz übernehmen. Er war es auch, der das Spitzentrio abschirmte und den Lada bis ins Ziel auf Distanz hielt. Gabriele Tarquini konnte sich im Rennen an Thed Björk vorbeiarbeiten und belegte im Ziel hinter seinem Teamkollegen Catsburg die fünfte Position. „Herzlichen Glückwunsch an Mehdi zu seinem Titelgewinn“, gratulierte der bereits als WTCC-Gesamtsieger feststehende José María López dem Markenkollegen im Anschluss. „Er hat einen hervorragenden Job gemacht und uns beim Gewinn der Herstellerwertung sehr geholfen. Mein Wochenende war sehr schön – ich hatte von Anfang an eine gute Performance. Nach einem aufregenden Eröffnungsrennen hatte ich dann im Hauptrennen weniger Druck. Der Start war sauber und ab da habe ich einfach nur versucht, einen Vorsprung herauszufahren.“

„Es sind meine letzten Runden in der WTCC, und ich versuche sie zu genießen“, sagte Weltmeister López bei der Pressekonferenz nach dem Rennen in China. Nachdem das Werksteam der Franzosen bereits frühzeitig seinen Ausstieg aus der Serie im Jahr 2017 bekannt gegeben hat, wird es im kommenden Jahr nur noch privat eingesetzte Citroën geben. Sie treten dann gegen die Werksautos von mindestens drei Herstellern an: Honda hat sein WTCC-Engagement nun offiziell verlängert. François Ribeiro, Chef des WTCC-Promoters Eurosport Events, freut sich über die Ankündigung: „Schön, dass Honda seine Engagement in der FIA-Tourenwagen-Weltmeisterschaft verlängert hat. Sie haben sicherlich festgestellt, welche Vorteile ein WTCC-Engagement dem Hersteller und dem legendären Civic Type R bringt. Ich erwarte 2017 einen sehr offenen und engen Kampf zwischen Honda, Volvo Polestar, LADA Sport und den früheren Werksautos von Citroën.“ Honda ist seit 2012 als Hersteller in der WTCC aktiv und hat bislang 14 Rennen gewonnen. Zudem errangen die Japaner 2013 den prestigeträchtigen FIA-Hersteller-Titel.

Weiter geht es für die Königsklasse des internationalen Tourenwagensports planmäßig vom 24. bis 25. November beim Saisonfinale in Katar. Das im Saisonkalender für den 3. / 4. Oktober geplante Gastspiel in Thailand dagegen wird aller Voraussicht nach ausfallen: Der WTCC-Promoter hat bei der FIA beantragt, den Lauf aus dem Kalender zu streichen, nachdem die Verhandlungen mit dem örtlichen Veranstalter endgültig gescheitert waren.

[Teaminfo] RaciNGK-Team: P2 in der Klasse

Bei durchgehend blauem Himmel zeigte das RaciNGK-Team zum achten VLN-Lauf des Jahres wieder Kampfgeist und echte Top-Leistung. Vier Stunden lang lieferten sich der schwarzrote Ferrari 458 Challenge ein Kopf an Kopf-Rennen mit dem sehr starken Weiland-Porsche. Nahezu identische Rundenzeiten machten dabei besonders die Boxenstopps zum strategischen Element. Der Porsche hatte letztlich die Nase vorn. Über den zweiten Platz in der Wertungsklasse SP8 und Position 22 in der Gesamtwertung kann das RaciNGK-Team in einem sehr starken Gesamtfeld jedoch zu Recht stolz sein.
Dabei gab es zumindest beim Qualifying eine kleine Schrecksekunde, als es bei einem Überholvorgang auf der Grand-Prix-Strecke zu einem kleinen Rempler kam. Nach einem kurzfristigen Check in der Box dann die Entwarnung: Minimale Blechschäden an der linken Seite sollten die gute Laune im Team nicht mindern.

„Der Nürburgring hat sich heute von der allerbesten Seite gezeigt. Traumwetter und ein nach den Problemen beim Gangwechsel in den letzten beiden Rennen ausgetauschtes Getriebe sorgten bei Fahrern und Team für beste Stimmung. Es bringt Spaß, mit dem Weiland-Porsche in der SP8 einen harten Gegner zu haben, der heute ebenfalls sehr stark gefahren ist“, so Teamchef Per Baar. „Wir nehmen die Herausforderung an und werden in den nächsten vier Wochen noch zweimal die Gelegenheit haben, Revanche zu fordern.“

In zwei Wochen startet das RaciNGK-Team am Nürburgring zum 9. VLN-Lauf 2016, dem Rennen um den 41. DMV Münsterlandpokal.

[Teaminfo] Sieg für Mercedes-AMG

[Teaminfo] Das HARIBO Racing Team-AMG feiert beim achten Lauf der VLN im Mercedes-AMG GT3 seinen zweiten Sieg in den letzten drei Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife: Uwe Alzen und Lance David Arnold erreichen beim 48. ADAC Barbarossapreis nach 28 Runden zunächst Platz zwei, profitieren aber von einer nachträglichen Strafe gegen das Siegerteam. Black Falcon scheidet in Führung liegend nach einem unverschuldeten Unfall aus.

Das HARIBO Racing Team-AMG hat seine sehr gute Startposition zwei genutzt und nach vier fehlerfreien Stunden beim achten Lauf der VLN-Saison zwar als Zweiter die Ziellinie überquert, doch die Entscheidung um den Sieg fiel erst eine Stunde nach Rennende: Die vermeintlichen Sieger wurden nachträglich mit einer 35-Sekunden-Strafe wegen Überholen unter gelben Flaggen sanktioniert. Dadurch erbte der Mercedes-AMG GT3 #8 den Triumph. Für den Bonner Rennstall ist es nach dem Sieg beim sechsten Saisonlauf und Rang zwei beim Highlight-Rennen vor drei Wochen, der dritte VLN-Podiumserfolg in Serie.

Bei herrlichen Witterungsbedingungen und in einem von vielen Unfällen geprägten Rennen, entwickelten sich von Beginn an packende Duelle um die Spitzenposition – immer mit dabei: der Mercedes-AMG GT3 im Haribo-Design. Startfahrer Uwe Alzen verteidigte zu Beginn Rang zwei und lieferte dem zu diesem Zeitpunkt führenden Jesse Krohn rund 30 Minuten lang einen harten, aber fairen Kampf um den ersten Platz. Nach gut einer halben Stunde blieb der 49-Jährige etwas im Verkehr des 158 großen Teilnehmerfeldes stecken, rutsche eine Position nach hinten und wechselte sich kurz vor der Halbzeit mit Teamkollege Lance David Arnold auf Rang drei liegend ab. Arnold profitierte vom vorzeitigen Aus des bis dato führenden Mercedes-AMG GT3 #6, rutschte dadurch auf Rang zwei, verkürzte peu à peu mit tollem fahrerischen Einsatz den Rückstand auf den neuen Führenden und sorgte so für eine äußerst spannende Schlussphase. Der Schlussfahrer des HARIBO Racing Team-AMG ging mit einem Rückstand von 0,6 Sekunden in die letzte Runde und kämpfte verbissen um den Sieg. Letztendlich musste sich das Team zunächst mit einem extrem knappen Rückstand von nur 0,371 Sekunden geschlagen geben. 60 Minuten später durfte das Team um Uwe Alzen und Lance David Arnold doch noch den Sieg bejubeln.

Aussichtsreich ging auch der zweite Mercedes-AMG GT3 #6 ins Rennen. Adam Christodoulou von Black Falcon nahm von Startplatz fünf das Rennen auf. Dank der sehr guten Strategie mit einem frühen Boxenstopp, übernahm der Brite nach 70 Minuten erstmals die Führung und übergab den Mercedes-AMG GT3 #6 nach 1:45 Stunden an der Spitze des Feldes an Teamkollege Manuel Metzger. Der Deutsche fuhr die weiteren 50 Minuten vorne weg. Pech hatte er nach knapp zwei Drittel des Rennens als es kurz vor ihm einen Unfall an der Hohenrain-Schikane gab. Die vorhandene Ölspur wurde dem 30-Jährigen zum Verhängnis. Metzger blieb dank des hohen Sicherheitsniveaus des Mercedes-AMG GT3 unverletzt. Eine Weiterfahrt war jedoch unmöglich.

Uwe Alzen, HARIBO Racing Team-AMG #8: „Es war ein mega Fight, natürlich auch klasse für die Zuschauer. Ich wäre auch über den zweiten Platz total happy gewesen. Aber so sind halt die Regeln. Man braucht auch immer sehr viel Glück, die vielen Überholmanöver unfallfrei zu überstehen. Aber wenn du am Ende auf dem Podium stehst, hast du einen perfekten Job gemacht. Das waren heute wieder vier Stunden am Limit.“

Lance David Arnold, HARIBO Racing Team-AMG #8: „Wir haben heute alles gegeben. Ich habe gepusht ohne Ende, aber es hat auf der Strecke nicht ganz zum Sieg gereicht. Natürlich hätten wir lieber auf der Rennstrecke für die Entscheidung gesorgt.“

Jochen Bitzer, Leiter AMG Kundensport: „Der Sieg vom HARIBO Racing Team-AMG freut mich sehr – Glückwunsch an die komplette Mannschaft. Uwe und Lance haben wirklich eine tolle Show geboten. Auch Black Falcon war absolut top unterwegs. Leider hatte Manuel Metzger ziemliches Pech mit einer Ölspur. Wir sind froh, dass ihm nichts passiert ist.“

VLN: Filmreifes Finish

Der achte Lauf der VLN war gleich in mehrfacher Hinsicht filmreif. Handlungsstrang Nummer eins: In einem packenden Finish setzten sich Kevin Estre und Earl Bamber im Porsche 911 GT3 R von Manthey-Racing mit dem hauchdünnen Vorsprung von 0,371 Sekunden gegen Uwe Alzen und Lance David Arnold im Mercedes-AMG GT3 des Haribo Racing Teams durch. Die Freude über den Sieg währte aber nur kurz, denn gegen das Manthey-Duo wurde nach dem Rennen eine 35-Sekunden-Zeitstrafe wegen Überholens unter gelber Flagge verhängt. So blieb ihnen nur Platz zwei vor Peter Dumbreck und Martin Ragginger im Porsche 911 GT3 R von Falken Motorsports. Handlungsstrang Nummer zwei war der Kampf um die Meisterschaft. Alexander Mies und Michael Schrey fuhren nach sieben Klassensiegen in Folge beim 48. ADAC Barbarossapreis im BMW M235i Racing Cup nur auf Rang drei. Die erbeuteten Punkte reichen den beiden Piloten von Bonk-Motorsport jedoch, um ihre überlegene Spitzenposition in der Tabelle zu verteidigen. Unter normalen Umständen ist Mies und Schrey der Titel nicht mehr zu nehmen, die Chancen der Konkurrenten sind rein theoretischer Natur.

Christian Krognes hatte im BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop im Zeittraining mit einer Rundenzeit von 7:53,375 Minuten die Pole-Position errungen. Teampartner Jesse Krohn übernahm nach dem Start die Führung und verteidigte sie gegen den Haribo-Mercedes-AMG GT3, den Manthey-Porsche 911 GT3 R und den Lexus RC F GT von Dominik und Mario Farnbacher. Der Dritte im Walkenhorst-Fahrerteam, der Schwede Victor Bouveng, kam wegen eines Unfalls in Runde zwölf nicht mehr zum Einsatz. Der Farnbacher-Lexus, der für einen Umlauf die Führung übernahm, schied nach 14 Runden vorzeitig aus, als das Fahrzeug beim Boxenstopp Feuer fing. Dabei wurde ein Mechaniker verletzt, der mit Verbrennungen an den Händen im Krankenhaus stationär behandelt wird.

Führungskilometer sammelten ebenfalls der Frikadelli-Porsche (Klaus Abbelen, Patrick Huisman, Norbert Siedler und Sabine Schmitz wurden am Ende Sechste) und der Mercedes-AMG GT3 von Black Falcon, mit dem Manuel Metzger allerdings in Runde 18 in der Hohenrain-Schikane wegen Flüssigkeit auf der Strecke (nach einem vorangegangenen Unfall) in die Streckenbegrenzung flog.

„Die letzten Runden in der Box zu verfolgen, war für mich die Höchststrafe“, gestand Uwe Alzen. „Das war ein unglaubliches Finish.“ Teamkollege Lance David Arnold ergänzte: „Wir hatten heute keine Zeit zum Verschnaufen, mussten jede Runde am Limit fahren.“ Nach seinem Sieg beim sechsten Lauf feierte das Haribo Racing Team nicht nur den zweiten Saisonsieg, sondern auch den dritten Podestrang in Folge. „Das ist vor allem für unser Team ein großartiger Erfolg“, bilanzierte Alzen. „Wir haben lange dafür gearbeitet und in den letzten zwei Jahren auch den einen oder anderen Rückschlag hinnehmen müssen. Umso schöner, dass es aktuell für uns so gut läuft.“

Auch wenn es am Ende nicht den Sieg zu feiern gab, zeigte sich Kevin Estre erleichtert. „Ich bin nach meinem Crash beim 24h-Rennen zum ersten Mal wieder auf der Nordschleife gefahren“, sagte der Franzose. „Von daher fühlt es sich sehr gut an, das Rennen erfolgreich beendet zu haben.“ Mit der Performance des 911 GT3 R war auch der Drittplatzierte Peter Dumbreck zufrieden: „Unser Team hat den Porsche sehr gut weiterentwickelt, und wir haben einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht.“

Ein neuer Rundenrekord gelang Nico Verdonck im Ford GT von H&R Spezialfedern. Im zweiten Umlauf umrundete der Belgier die 24,358 Kilometer lange Kombination aus Kurzanbindung des Grand-Prix-Kurses und Nordschleife in 7:58,558 Minuten. Damit unterbot er die bisherige Bestzeit von Jens Klingmann, der 2014 mit einer Zeit von 7:59,045 Minuten als erster Fahrer die 8-Minuten-Marke geknackt hatte.

Das Saisonrennen Nummer acht war für Alexander Mies und Michael Schrey eine Zitterpartie. Nach sieben souveränen Klassensiegen im BMW M235i Racing Cup riss die Glückssträhne. Im Training kam Mies von der Strecke ab und beschädigte sein Auto. „Sieben Rennen lang hat unser BMW keinen Kratzer abbekommen und jetzt das“, ärgerte sich Mies. Die Bonk-Mannschaft leistete Großes und brachte den M235i rechtzeitig an den Start. Von Position drei aus gestartet, fiel das Duo in der Anfangsphase ans Ende des Feldes zurück: Mies musste auf der Strecke anhalten, um seinen Sitz neu zu justieren. Danach starteten er und sein Kollege eine fulminante Aufholjagd, die sie bis auf Rang drei in der mit 20 Fahrzeugen erneut stark besetzten Cup-Klasse nach vorne brachte. Damit liegen Schrey und Mies nach acht Rennen in der Meisterschaft praktisch uneinholbar in Führung. Zwar wäre es den Verfolgern rein rechnerisch möglich, den beiden den Titel noch streitig zu machen; bei den bisherigen Durchschnittszahlen in den in Frage kommenden Klassen ist dies jedoch nur theoretischer Natur, so dass für Bonk-Motorsport am Ende der Saison der vierte VLN-Titel zu Buche stehen wird.

Der Sieg in der BMW-Cup-Klasse ging an Heiko Eichenberg, der als Solist im M235i des Teams Securtal Sorg Rennsport seinen zweiten VLN-Klassensieg feierte. Die Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing entschieden Marc Hennerici und Moritz Oberheim erneut für sich. Ihr sechster Klassensieg bedeutet gleichzeitig den vorzeitigen Titelgewinn der in diesem Jahr neu eingeführten Cayman-Trophy. Derweil haben Manuel Amweg und Thomas Lampert vom Toyota Swiss Racing Team mit ihrem vierten Klassensieg 2016 die Tabellenführung im TMG GT86 Cup ausgebaut.

Der neunte Saisonlauf findet bereits in zwei Wochen am 8. Oktober statt. Das DMV 250-Meilen-Rennen – Ausrichter ist der MSC Adenau – führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden.

Vorschau VLN 8: Keine Langeweile

Die VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring wird auch bei ihrem achten Saisonlauf nicht langweilig. Sowohl für die Aktiven als auch für die Zuschauer verspricht der 48. ADAC Barbarossapreis am 24. September jede Menge Spannung. Sie kommt auch zustande, weil bekannte Piloten in unbewohnten Fahrzeugen Platz nehmen. So etwa Georg Weiss, Jochen Krumbach und Oliver Kainz. Die VLN-Urgesteine werden auch treue Fans im Starterfeld des achten Laufs suchen müssen. Denn sie nehmen die Nordschleife nicht wie üblich im Porsche 911 GT3 R unter die Räder, sondern wechseln erstmals in einen Ferrari 488 GT3. Das bedeutet eine doppelte Premiere, denn nicht nur den Markenwechsel des Trios gab es in dieser Saison noch nicht, auch das Fahrzeug startet erstmals in der VLN. Man darf gespannt sein, was der 488 GT3 mit seinem 3,9 Liter V8-Turbomotor im Feld der etablierten GT3-Boliden zu leisten im Stande ist. „Wir sind bisher ausschließlich mit Porsche unterwegs gewesen. Jetzt ist für uns der Zeitpunkt gekommen, einmal ein anderes Fahrzeug auszuprobieren“, sagt Georg Weiss, dessen neues Einsatzauto vom Team Rinaldi Racing für den VLN-Einsatz vorbereitet wird.

Routiniers im Testeinsatz
Zwei weitere routinierte VLN-Piloten betreten am Samstag ebenfalls Neuland. Heinz Otto (82 Klassensiege) und Jürgen Fritzsche (66 Klassensiege) absolvieren am kommenden Samstag ihren ersten VLN-Renneinsatz in diesem Jahr. Sie werden gemeinsam mit Hannu Luostarinen – 2015 verpassten sie mit dem Finnen den Sieg im Opel Astra OPC Cup um Haaresbreite – die Jungfernfahrt des Opel Astra TCR übernehmen. Der Einsatz soll im Rahmen der Entwicklung des Autos in erster Linie als Härtetest unter Wettkampfbedingungen dienen. Zudem treten die Fritzsches und Luostarinen in der SP3T unter anderem gegen zwei weitere TCR-Autos im direkten Vergleich an: die beiden Seat Leon TCR von mathilda racing, pilotiert von Andreas Gülden und Jordi Gené sowie Michael Paatz und Mattias Wasel.

Der nächste Schritt zum großen Traum
Die Eigenkonstruktionen der Scuderia Cameron Glickenhaus gehören zu den regelmäßigen, aber eher seltenen Gästen auf der Nürburgring Nordschleife und ziehen stets eine Menge Aufmerksamkeit auf sich. Beim 48. ADAC Barbarossapreis werden Franck Mailleux und Felipe Fernández Laser sowie Jeff Westphal und Thomas Mutsch zwei SCG 003C über die 24,358 Kilometer lange Kombination aus Kurzanbindung und Nordschleife pilotieren. Ein Gesamtsieg war den Exoten aus den USA bisher nicht vergönnt, doch Teamchef James Glickenhaus glaubt an seinen Traum und startet am Samstag einen erneuten Angriff auf die Spitze.

Mit Audi, BMW, Porsche und Mercedes-AMG haben bislang bereits vier deutsche Hersteller die Siege in der VLN 2016 unter sich aufgeteilt. Neben Glickenhaus und Weiß im Rinaldi-Ferrari schicken sich die Brüder Dominik und Mario Farnbacher an, den ersten Sieg für einen ausländischen Hersteller zu erringen. Zudem hoffen Jürgen Alzen, Mike Stursberg und Nico Verdonck darauf, den Erfolg mit ihrem Ford GT aus dem Vorjahr wiederholen zu können. Sollte diesen Startern ein Premieren-Sieg gelingen, wäre die VLN um eine weitere Überraschung reicher.

Die Langeweiler machen es spannend
Die einzigen, die für so gar keine Abwechslung sorgen wollen, sind Michael Schrey und Alexander Mies. Beide haben bisher jedes Rennen in der Klasse Cup5 gewonnen. Eine Tatsache, die die VLN nichtsdestotrotz eher interessanter als langweiliger macht. So hätte doch keiner im Vorfeld damit gerechnet, dass ein Team in der Lage sein würde, den BMW M235i Racing Cup in dieser Art und Weise zu dominieren. Gelingt Schrey und Mies der achte Klassensieg im achten Rennen, wären sie an der Tabellenspitze der VLN-Meisterschaft uneinholbar enteilt.

[Teaminfo] Walkenhorst: Ein Podium zum Geburtstag

[Teaminfo] Der Höhepunkt der VLN-Saison 2016, das 6-Stunden-Rennen, verlief für Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop bis auf einen kleinen Schönheitsfehler sehr positiv. Von den fünf eingesetzten Wagen kamen vier ins Ziel. Mit Gesamtrang drei enterte das Team aus Melle wiederholt das Podium. „Alles in allem können wir wirklich sehr zufrieden sein“, resümierte Teamchef Henry Walkenhorst.

Für die richtige Partystimmung am Morgen sorgten Jesse Krohn und Jörg Müller, die beide zusammen mit Teammanager Niclas Königbauer ihren Geburtstag feiern konnten. „Heute hat auch noch Augusto Farfus Geburtstag, aber der ist ja leider nicht hier“, meinte Müller fröhlich. Mit der guten Stimmung im Rücken konnte der Tag eigentlich nur gut werden.

Im Qualifying zeigte Walkenhorst Motorsport dann auch auf Anhieb, dass die beiden BMW M6 GT3 und der Z4 GT3 absolut bei der Musik dabei sind. Im Dunlop-BMW holten sich die beiden Geburtstagskinder Krohn und Müller zusammen mit Victor Bouveng und Felipe Fernández Laser Startplatz sechs. Direkt dahinter sortierten sich Matias Henkola, Michele Di Martino, George Richardson und Daniela Schmid im Playstation-BMW ein. Beide blieben unter der magischen 8-Minuten-Marke. „Die Autos gehen richtig gut und wir sind mit den Zeiten sehr zufrieden“, sagte auch Königbauer. Der liebevoll „Gebrauchtwagen“ genannte  Z4 GT3 von Teamchef Henry Walkenhorst, Peter Posavac, Anders Buchardt und Werner Hamprecht kam mit Rang 17 immer noch in die Top 20.

In der Klasse Cup 5 setzte Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop drei BMW M235i Racing Cup. Schnellster Walkenhorst-Wagen war der BMW von Marc Ehret und Alex Lambertz mit Startplatz sieben in der sehr hart umkämpften Cup-Klasse. Die beiden anderen Cup-BMW sortierten sich im Feld ein.

Beim Start zum längsten VLN-Rennen des Jahres ging vorne direkt die Post ab. Mitten im Geschehen der Dunlop-BMW. „Wir haben auf ein schnelles Rennen mit vielen Runden gehofft und daher eine etwas andere Taktik gewählt, als vielleicht üblich“, verriet Teammanager Königbauer später. Während fast die gesamte Spitze einen vollen Stint durchfuhr, steuerte der Dunlop-BMW deutlich früher die Box an. So wurde ein möglicher „Splash-and-Dash“ an den Anfang gezogen. Entsprechend rangierte im Rennverlauf der Dunlop-BMW dann zwischenzeitlich weiter hinten im Feld und dann auch wieder ganz vorne. Letztlich zahlte sich das Risiko aber aus und der schnellste Walkenhorst-Wagen enterte das Podium. Dass diese Taktik der Schlüssel zum Erfolg war, zeigte sich auch bei einem gegnerischen Audi, der 500 Meter vor dem Zielstrich auf Rang zwei liegend mit Spritmangel liegen blieb. „So etwas wünscht man natürlich keinem Konkurrenten, aber offensichtlich war die Taktik beim Audi anders“, kommentierte der Teammanager. Kleines Bonbon obendrauf: Mit 8:04.638 Minuten markierte der Dunlop-BMW die schnellste Rennrunde des Tages.

Der zweite BMW M6 GT3 sah die Zielflagge dagegen nicht. Aus bisher ungeklärter Ursache entwickelte sich am Kabelbaum des Playstation BMW ein Kabelbrand. Geistesgegenwärtig steuerte George Richardson, der sich grade auf der Grand-Prix-Strecke befand, die Box an. Doch aufgrund der starken Rauchentwicklung musste er den Wagen an der Boxeneinfahrt abstellen. Aus Sicherheitsgründen begann die Streckensicherung direkt mit massiven Löscharbeiten. „Letztlich war der Brand gar nicht so schlimm und der Löschschaum hat mehr kaputt gemacht, aber bei der starken Rauchentwicklung musste die Streckensicherung so vorgehen“, sagt auch Henry Walkenhorst, der der Löschmannschaft keinen Vorwurf macht. Sein Fahrer blieb bei dem Vorfall unverletzt. Erfreulich war dagegen das Abschneiden des Z4 GT3. Nach sechs Stunden Renndistanz kam das Trio im „Jahreswagen“ auf Gesamtrang zwölf.

Bester Cup-BMW aus Walkenhorst-Sicht war „Purple-Dot“ mit der Startnummer 681. Jazeman Jaafaz, Josh Caygill und Jordan Pepper bestritten ihr erstes VLN-Rennen gemeinsam. Die drei Nordschleifen-Neulinge schlugen sich wacker, hielten sich aus den zahlreichen Scharmützeln raus und belohnten sich mit Klassenrang sechs. Da vorne währen gerne auch Thomas Hetzer, Stefan Kruse und Henning Cramer gelandet, doch der „Knuffi“-BMW musste rund 30 Minuten an der Box repariert werden. Bei einem Ausrutscher hatte der Fahrer das Auto regelrecht eingeplankt, weshalb größere Reparaturarbeiten nötig wurden. „Ein Dankeschön an unsere Crew, die den Wagen trotz des Schadens wieder fit bekommen hat“, lobte der Teamchef. Marc Ehret und Alex Lambertz schieden vorzeitig aus.

[Teaminfo] Mathol: Starke Teamleistung

[Teaminfo] „Unsere Crew ist an diesem Wochenende wirklich an die Leistungsgrenze gegangen. Die gesamte Mannschaft hat einfach toll gearbeitet“, Matthias Holle lobte nach dem Rennen vor allem die Mechaniker und Techniker seiner Mannschaft. Denn ohne die Leistung der Mathol-Racing-Mitarbeiter wären nicht alle siebenFahrzeuge ins Ziel gekommen.

Der Defektteufel schlug schon im freien Training am Freitag zu. Sowohl im Zimmermann-Porsche Cayman von Claudius Karch und Ivan Jacoma, als auch beim Avia Aston zickte die Elektronik. Am Zimmermann-Porsche wurde über Nacht der Fehler gefunden und behoben. „Das Auto war am Samstagmorgen in einem perfekten Zustand, sodass Claudius und Ivan ihrem nächsten ungefährdeten Sieg entgegenfahren konnten“, freute sich Holle. Einziger Wehrmutstropfen war, dass die starke Konkurrenz von Aestetic-Racing frühzeitig aus dem Rennen war. „Wir wünschen uns, dass die Kollegen schnell wiederkommen und wir uns auf der Strecke duellieren können“, sagte Holle.

Im zweiten KW Porsche Cayman S kamen Rüdiger Schicht, Sebastian Schäfer und Thorsten Held zum Einsatz. Das Trio fuhr, wie auch Karch/Jacoma in der Klasse V6 und landete am Ende auf dem vierten Rang. „Das Auto ist ohne einen Kratzer ins Ziel gekommen und die Jungs haben einen guten Job abgeliefert.“ Zwar letzte in der Klasse aber dennoch gut unterwegs waren Marc Keilwerth, Carlos Gomez, Domenico Solombrino und Franz Josef Georges im Porsche Cayman GT4. Dieser GT4-Cayman sollte seinen Fahrern die nötige Erfahrung bringen, weshalb das Ergebnis letztlich zweitrangig war. Außerdem stand der Porsche nach einem Reifenschaden lange an der Box. „Die umherfliegenden Reifenteile haben ein wichtiges Kabel zerstört. Mir ist unbegreiflich, wieso Porsche an dieser Stelle das Kabel eingebaut hat“, meinte Matthias Holle. Trotzdem gelang es der Mannschaft das Auto wieder zu reparieren und ins Rennen zurückzuschicken.

Das war auch beim Avia BMW wichtig. Marcos Adolfo Vazquez war aus Argentinien angereist. Bei einem Unfall rutschte der Wagen auf einer Ölspur aus und touchierte die Leitplanke. Daraus resultierten Elektronikprobleme, die dem Team letztlich eine Stunde Zeitverlust einbrachten. “Mir war aber wichtig, dass das Auto noch einmal auf die Strecke geht, um nach der Reparatur zu sehen, ob alles funktioniert. Ich habe die Mannschaft wirklich hart rangenommen, damit das auch klappt und am Ende fuhr das Auto ja auch wieder“, sagte Holle hinterher. Ohne die Hilfe von Scheid Motorsport wäre das aber nicht möglich gewesen. Denn dort bekam Mathol Racing schnell und unbürokratisch Ersatzteile, die selbst BMW nicht dabei hatte. Der Avia BMW sah so zwar die Zielflagge, kam aber wegen des Rückstands nicht in die Wertung. Dagegen kamen Mathias Mettlich und Frank Perera im Race Navigator BMW ohne Probleme über die lange Distanz. Beide waren zum ersten Mal in der VLN und wollten vor allem die Chance nutzen, Runden für die Permit Stufe A zu absolvieren. „Die beiden sind wirklich top gefahren und haben keinen einzigen Fehler gemacht.“

Fehlerfrei blieben auch Jörg Kittelmann, Klaus Müller und Thomas Heinrich im Seat Leon Supercopa. „Das Auto hat es an diesem Wochenende spannend gemacht“, beschreibt Holle die Situation. Schon am Freitag hatte sich die Servolenkung verabschiedet. Auch hier wurde bis spät in die Nacht repariert, um das Rennen zu ermöglichen. Während der sechs Stunden lief der Seat dann wie ein Uhrwerk. Nur die Heckschürze hatte das Auto unterwegs liegen lassen.

Viel Zeit verloren hatte der Avia Aston. Ein elektronisches Bauteil sorgte dafür, dass die komplette Elektronik des Autos verrücktspielte. „Wir hatten genau das gleiche Problem bereits einmal im vergangenen Jahr, konnten damals aber nicht verifizieren, woher es kommt“, vor einem Jahr hatte sich das Problem plötzlich von selbst erledigt. Diesmal allerdings nicht. Wolfgang Weber, Norbert Bermes, Daniel Schwerfeld und Max Walter von Bär mussten mit zusehen, wie sie von der führenden Position durchgereicht wurden. Am Ende kamen sie mit zehn Runden Rückstand auf Platz drei der Klasse ins Ziel.

„Ich bin mit der Leistung der Mannschaft mehr als zufrieden. Bei einer Ausfallquote von rund 30 Prozent alle eigenen Autos ins Ziel zu bringen ist aller Ehren wert“, freute sich Holle, der dann beim nächsten Mal allerdings gerne auf den Defektteufel verzichtet.

[Teaminfo] Klassensieg für Adrenalin Motorsport

[Teaminfo] Mit dem 6h ADAC Ruhr Pokal Rennen stand für das PIXUM Team Adrenalin Motorsport das Saisonhighlight im Rahmen der VLN an. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung konnte das Team aus Heusenstamm dabei den Sieg in der Produktionswagenklasse V5 erzielen und alle acht gestarteten Fahrzeuge über die Distanz bringen.

„Mich freut es sehr, dass es uns gelungen ist, alle acht Fahrzeuge erfolgreich ins Ziel zu bringen. Das 6h Rennen ist das Highlight der VLN Saison und verlangt aufgrund der langen Renndistanz von Fahrern und Material sehr viel ab. Das hat man auch an der Ausfallquote gemerkt, die insgesamt im Starterfeld bei ca.30% lag. Umso höher ist die Leistung unserer Mannschaft zu bewerten“, resümierte Teamchef Matthias Unger nach dem Rennen.

Den Glanzpunkt des Wochenendes setzten dieses Mal teamintern Daniel Zils , Andreas Schettler und Christian Büllesbach mit dem Porsche Cayman. Nachdem das Fahrertrio beim letzten VLN Rennen nach einem Unfall im Training erst gar nicht am Rennen teilnehmen konnte, lief nun beim siebten VLN Lauf wieder alles perfekt. Auf die Pole Position im Zeittraining folgten der Rennsieg sowie die schnellste Rennrunde innerhalb der Klasse V5.

„Mit dem Wochenende können wir wirklich sehr zufrieden sein. Wir konnten die Konkurrenz über das gesamte Rennen hinweg auf der Strecke kontrollieren und haben uns Runde um Runde mit unserem Porsche Cayman absetzen können. Nachdem unsere stärksten Kontrahenten von Thiemann Motorsport durch ein Motorenproblem ausgeschieden sind, war der Vorsprung dann noch deutlicher und es ist uns in der Endphase des Rennens sogar noch gelungen, den Zweitplatzierten in der Klasse zu überrunden“, freute sich Zils, der zudem im Qualifying mit einer Rundenzeit von 9.18,539 min. einen neuen Rekord innerhalb der Produktionswagenklasse V5 aufstellte. So war es die schnellste Trainingszeit des diesjährigen Jahres.

Auch das zweite Fahrzeug, dass das PIXUM Team Adrenalin Motorsport in der V5 an den Start brachte, sah nach Ablauf der sechsstündigen Distanz die Zielflagge. Michael Klotz, Stefan Lohn, Holger Kroth und Chris Allen belegten mit ihrem BMW Z4 Coupé den sechsten Platz.

Im BMW M235i Racing Cup fuhren Norbert Fischer, Christian Konnerth und Uwe Ebertz auf den fünften Rang. Mit diesem Ergebnis liegt man sowohl in der Fahrer-als auch in der Teamwertung des BMW M235i Racing Cups auf dem vierten Platz und in direkter Schlagdistanz zu den Top3. „Unser Ziel ist es, noch diesen dritten Platz in der Gesamtwertung zu erobern. Dafür werden wir bei den noch ausstehenden drei Rennen alles tun“, so Konnerth.

Mustafa Mehmet Kaya, Gabriele Piana, Philipp Leisen und Christopher Rink fuhren mit ihrem BMW M235i Racing nach ihrer Pole Position im Zeittraining auf den siebten Platz. Die beiden Schwesterfahrzeuge von Lance Bergstein , Jonathan Miller, David Thilenius und Robert van Husen sowie von Marco Timbal, Alberto Guarini, Luca Veronelli und Danny Brink wurden auf den Rängen zwölf und 16 abgewinkt.

In der Produktionswagenklasse V4 konnte die italienische Fahrerbsetzung Edoardo Bugane, Francesco Bugane und Luca Sadun nach einem fehlerfreien Auftritt mit dem BMW E90 325i auf den vierten Platz fahren. Kein Glück hatten dieses Mal hier hingegen Danny Brink, Christopher Rink und Gabriele Piana , die als Tabellenführer der VLN Produktionswagentrophäe zum 6h Rennen angereist waren.

„Das Team rund um Matthias Unger hat wirklich alles dafür getan, dass unsere tolle Serie weiter anhält. So haben wir vor dem Rennen extra ein frisch revidiertes Getriebe in das Fahrzeug eingebaut. Leider ist jedoch trotzdem in Runde sieben ein Problem mit dem dritten Gang aufgetreten, sodass wir das Getriebe noch einmal in der Box auswechseln mussten“, erklärt Brink. Nach der Reparaturpause konnte das Fahrertrio die Fahrt fortsetzen und das Rennen auf dem neunten Platz abschließen. „Bei den ausstehenden drei Rennen werden wir wieder voll angreifen“, so die drei Piloten.

[Teaminfo] Platz zwei für Mercedes-AMG

[Teaminfo] Zwei Wochen nach ihrem Sieg beim sechsten Saisonlauf der VLN feiert das HARIBO Racing Team-AMG im neuen Mercedes-AMG GT3 #8 nach einem packenden Finish erneut einen Podiumserfolg auf der Nürburgring-Nordschleife: Uwe Alzen, Lance David Arnold und Jan Seyffarth sichern sich beim ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen nach 43 Runden den zweiten Platz. Black Falcon erreicht im Mercedes-AMG GT3 #7 den sechsten Rang.

Beim Qualifying am Samstagmorgen setzten alle vier Mercedes-AMG ein deutliches Ausrufezeichen und landeten geschlossen in den Top-Fünf. Mit einer Fabelzeit von 7:54.497 Minuten brannte Manuel Metzger im Mercedes-AMG GT3 #7 für Black Falcon einen neuen Streckenrekord in den Asphalt der Nordschleife und sicherte sich die Pole-Position. Lance David Arnold kam mit nur 41 Hundertstel Rückstand auf Rang zwei. Den zweiten für Black Falcon gestarteten Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer #6 fuhr Maro Engel in 7:57.099 Minuten auf Platz vier. Eine Position dahinter folgte der Mercedes-AMG GT3 #16 vom AMG-Team HTP Motorsport mit einer Zeit von 7:58.193 Minuten.

Bei Sonnenschein und durchgehend trockenen Bedingungen war das mit sechs Stunden angesetzte Highlight-Rennen der VLN-Saison von ständigen Führungswechseln, unterschiedlichen Taktiken und einem dramatischen Finish geprägt. Nach dem Zeittraining schien das Rennen ein Duell zwischen Mercedes-AMG und Audi zu werden. Doch auch Porsche und BMW sorgten für reichlich Spannung und Abwechslung an der Spitze des 156 Teilnehmer starken Feldes – darunter 14 Fahrzeuge in der SP9 Klasse – und so für ein äußerst packendes und unterhaltsames Rennen, bei dem sich am Ende die Ereignisse überschlugen.

Lance David Arnold, Uwe Alzen und Jan Seyffarth zeigten über die gesamte Renndistanz eine fehlerfreie Vorstellung und lagen klar auf Podestkurs. Ein schleichender Plattfuß 25 Minuten vor Schluss zwang Schlussfahrer Alzen zu einem unplanmäßigen Boxenstopp, weshalb der Bonner Rennstall von Rang drei auf Platz fünf zurückfiel. Doch der 49-Jährige zeigte seine Klasse, überholte einen Konkurrenten und schob sich eine Position nach vorne.

In der dramatischen Schlussphase profitierte das HARIBO Racing Team-AMG von Fehlern der Konkurrenz. Mit 43 Runden wurde auf der Nürburgring-Nordschleife ein neuer Rundenrekord über sechs Stunden aufgestellt: Diese zusätzliche Runde war bei den bis dato auf Rang zwei und drei liegenden Autos nicht eingeplant. Eine Minute vor Rennende musste der Drittplatzierte einen zusätzlichen Tankstopp einlegen und das zuvor auf Rang zwei gelegene Fahrzeug blieb wenige hundert Meter vor der Ziellinie mit leerem Tank stehen. Somit war der Weg für Uwe Alzen und das HARIBO Racing Team-AMG auf Rang zwei frei.

Aussichtsreich lagen auch die drei weiteren Mercedes-AMG im Rennen, hatten jedoch nicht das nötige Glück auf ihrer Seite. Den von der Pole-Position gestarteten Black Falcon mit der Startnummer #7 warf ein Reifenschaden weit zurück. Doch Yelmer Buurman, Hubert Haupt, Manuel Metzger und Gerwin Schuring kämpften verbissen und erreichten am Ende den sechsten Rang. Der Mercedes-AMG GT3 #6 des AMG-Team Black Falcon wurde bereits nach 45 Minuten durch einen technischen Defekt abgeschlagen. Somit war für Abdulaziz Al Faisal, Maro Engel und Adam Christodoulou schon früh ein vorderer Platz aus greifbarer Nähe gerückt. Pech auch für den Mercedes-AMG GT3 #16 vom AMG-Team HTP Motorsport: Nach einer Berührung konnte das Team zunächst weiterfahren, musste aufgrund von Folgeschäden in Führung liegend aber erneut an die Box. Schließlich kamen Dominik Baumann, Nico Bastian, Clemens Schmid und Jules Szymkowiak auf Rang 23 ins Ziel.

Uwe Alzen, HARIBO Racing Team-AMG #8: „Absoluter Wahnsinn – das war ein Krimi, den ich nicht jedes Wochenende brauche, aber für die Zuschauer natürlich klasse Motorsport. Nach dem unplanmäßigen Stopp drei Runden vor Schluss habe ich nicht mehr daran geglaubt. Aber ich habe gepusht ohne Ende. Als ich den Audi dann kurz vor der Ziellinie am Seitenrand stehen gesehen habe, war ich natürlich super glücklich über Rang zwei.“

Jan Seyffarth, HARIBO Racing Team-AMG #8: „Wir mussten kurz vor Schluss mit einem schleichenden Plattfuß nochmal an die Box, was uns zurückgeworfen hat. Aber Uwe hat dann nochmal alles rausgehauen und tolle Überholmanöver gezeigt. Wir sind mega happy, aber wir hatten natürlich auch Glück, dass die Konkurrenz ausgefallen ist oder an die Box musste.“

Jochen Bitzer, Leiter AMG Kundensport: „Platz zwei und sechs sind angesichts des turbulenten Rennens sehr gute Ergebnisse. Unserer Teams haben klasse gekämpft. Leider hatten drei Autos heute ziemlich Pech. Umso schöner ist der zweite Platz vom HARIBO Racing Team-AMG, die ein sensationelles Finish hingelegt haben.“

[Teaminfo] Sorg: Platz 3 und 4 im BMW-Cup

[Teaminfo] Sechs Fahrzeuge beim Sechs-Stunden-Rennen: Securtal Sorg Rennsport bestritt den Saisonhöhepunkt zur VLN einmal mehr mit einem Großaufgebot. Im mit 22 Fahrzeugen bärenstark besetzten BMW M235i Racing Cup gab es mit den Rängen drei und vier die besten Ergebnisse. Teamchef Daniel Sorg war zufrieden: „Alle sechs Autos im Ziel, nahezu keine Probleme und gute Ergebnisse.“

Bei optimalen Witterungsbedingungen kämpften Heiko Eichenberg und Kevin Warum im Elsässer Filtertechnik-M235i sowie Max Kottmayr, Erik Johansson mit Doppelstarter Warum im Schwesterfahrzeug von Beginn an mit um die Podiumsplätze im ausgeglichenen Markenpokal. Nach einer fehlerfreien und problemlosen Fahrt wurden die beiden, nur durch 21,2 Sekunden getrennt, auf den Plätzen drei und vier abgewinkt.

„Die ersten beiden Teams sind derzeit noch ein bisschen schneller, aber den Rest der Klasse hatten wir im Griff“, sagte Technik-Chef Benjamin Sorg. „Mit etwas Glück können wir vielleicht sogar gewinnen. Drei Rennen kommen dieses Jahr noch, wir greifen weiter an!“

In einem dritten Cup-BMW wurden Christian Straube, Klaus Engelbrecht-Schnür und Robert Zwinger 14. Nach einer leichten Kollision auf der Döttinger Höhe ging die hintere Stoßstange fliegen. Bei den Produktionswagen bis 3500 ccm kamen Stefan Kenntemich, Peter Haener und Ulf Wickop mit dem fruit2go-Porsche Cayman nach zwei Reifenschäden nicht über Platz sechs von acht Startern hinaus.

Mit elf Startern gehörten die Produktionswagen bis 2500 ccm zu den bestbesetzten Klassen. Nach dem Unfall beim RCN-Lauf am letzten Samstag sorgte die Sorg-Mannschaft für eine großartige Leistung und brachte den BMW 325i Coupé in perfektem Zustand an den Start. Nicolas Griebner, Björn Simon und Doppelstarter Wickop lagen lange Zeit auf Platz fünf, fielen nach einem Zündspulenschaden aber noch zwei Positionen zurück. In der BMW 325i-Limousine „erbten“ Stefan Kerkemeier, TristianVautier und Stephan Epp Platz fünf.

[Teaminfo] RTR: 6. Klassensieg

[Teaminfo] Beim 7. VLN-Lauf ging das RTR Team mit drei Cayman Trophy Fahrzeugen an den Start. Das erfolgreiche RTR Duo Marc Hennerici und Moritz Oberheim konnte erneut die maximal Punktezahl mit nach Hause nehmen. Insgesamt ist es für RTR der 6. Sieg im 7. Rennen der Cayman Trophy. Für Marc Hennerici ist es auch der 25. Klassensieg in seiner VLN Geschichte – der 10. mit RTR.

Thorsten Jung, Dirk Vleugels, Torleif Nytröen und Karl-Heinz Teichmann überzeugten bei ihrem Cayman Debut mit sehr guten Leistungen und einem 7. Platz in der hart umkämpften Trophy. Für Marcel Hoppe und Moritz Gusenbauer lief es leider nicht ganz so gut. Am Ende konnten die beiden einen 9. Platz verbuchen und dennoch wichtige Meisterschaftspunkte mitnehmen.

#960 Maximal G Cayman
Nachdem Marc Hennerici im letzten Jahr zusammen mit Christian Menzel fünf Siege in der CUP 2 Klasse einfahren konnte, zog er nun zusammen mit Moritz Oberheim gleich und konnte den 5. Sieg in der CUP 3 Klasse erreichen. Bereits im Zeittraining am Samstagmorgen sicherte Moritz den Zusatzpunkt für die Trainingsbestzeit. Von Startplatz eins ins Rennen gegangen, konnte er schon in Runde zwei den weiteren Zusatzpunkt für die schnellste Rennrunde auf dem RTR Konto verbuchen.

Nachdem beim ersten Boxenstopp und Fahrerwechsel die Zapfsäule ihren Dienst verweigerte, gingen viel Zeit und Plätze verloren. Marc fand sich auf Position vier zurück im Renngeschehen. Abwechselnd kämpften sich Marc und Moritz in den folgenden Stints wieder bis an die Klassenspitze vor und siegten nach 40 Runden mit mehr als 20 Sekunden Vorsprung. Das Maximal G Duo führt in der Cayman Meisterschaft nun mit 31 Punkten Vorsprung.

#970 H&R Cayman
Marcel Hoppe und Moritz Gusenbauer ließen am Anfang des Qualifyings mit einer sehr guten, vorerst besten Rundenzeit aufhorchen. Allerdings wurde die Strecke aber später im Training deutlich schneller. So startete Marcel von Position sechs aus ins Rennen, konnte aber bereits beim Start einen Platz gut machen. Im Rennverlauf fuhren die beiden RTR Stammpiloten konstant schnelle Zeiten, so dass der vierte Platz greifbar war, bis sie von einem technischen Problem ereilt wurden. Nach ca. 20 minütiger Standzeit konnte es endlich weiter gehen.

Moritz befand sich nun ganz am Ende des Feldes und konnte nur noch Schadensbegrenzung betreiben. Dabei fuhr er zeitweise die schnellsten Rundenzeiten der Klasse. Am Ende reichte es für Platz neun und sieben Meisterschaftspunkte. Von Platz sechs in der Meisterschaft aus geht es bei VLN 8 ins Rennen und auf Podium-Jagd.

#980 H&R Cayman
Die beiden RTR Neuzugänge Thorsten Jung und Dirk Vleugels teilten sich das Cockpit des H&R Schwesterautos erstmalig mit Torleif Nytröen und Karl-Heinz Teichmann. Auch für Torleif und Karl-Heinz war der Cayman neu, so dass am Freitag alle vier Fahrer einiges lernen und sich auf das Auto einschießen durften.

Durch die Analyse von Daten und Videos mit Moritz Gusenbauer waren alle vier schnell bei der Musik und fühlten sich auf dem noch ungewohnten Fahrzeug wohl. Karl-Heinz Teichmann: „Es ist sehr hilfreich seine Daten mit einem schnellen Fahrer zu vergleichen. So findet man ganz schnell Verbesserungspotential. Ich denke genau das ist es, was uns so erfolgreich macht. Die Fahrer unterstützen sich gegenseitig enorm.“

Im Zeittraining ließ es die Mannschaft noch ruhig angehen und belegte Startplatz zwölf. Im Rennen konnte sich Startfahrer Dirk bereits in den ersten Runden unter den Top 10 etablieren. Auch die anderen drei Fahrer glänzten mit soliden Zeiten und bewegten sich kontinuierlich bis ins Mittelfeld der Klasse. Thorsten konnte den Wagen am Ende seines zweiten Stints auf einem hervorragenden siebten Platz ins Ziel bringen. Eine super Leistung die mit neun Punkten und Platz zehn der Meisterschaft honoriert wird.

[Teaminfo] Rowe Racing: Fehlerfreier Auftritt

[Teaminfo] Rowe Racing hat beim „eigenen“ Rennen im 7. Lauf der VLN auf dem Nürburgring einen guten fünften Platz belegt. Beim ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen, bei dem ROWE Mineralölwerk GmbH als Namenssponsor auftrat, zeigte das Team aus St. Ingbert mit seinem BMW M6 GT3 mit der #22 beim „langen Samstag“ in der Eifel eine fehlerfreie Leistung. Mit sechs Stunden Renndauer war es der längste VLN-Lauf des Jahres.

Nach dem elften Rang im Qualifying arbeitete sich Rowe Racing mit einer konstanten Fahrt bis auf den fünften Platz nach vorne. Den Anschluss an die Spitzenpositionen konnte die Mannschaft bei schönem Sommerwetter am Ring allerdings nicht herstellen.

Rowe Racing Teamchef Hans-Peter Naundorf: „Mit dem Verlauf des heutigen Rennens bin ich zufrieden. Es war ein fehlerfreier Auftritt unserer Fahrer und unseres Teams. Andere waren heute schneller. Man konnte schon im Qualifying sehen, dass einige Konkurrenten ein anderes Tempo anschlagen konnten. Dazu kam dann ein bisschen Pech bei einigen Gelb-Phasen, bei denen wir unglücklich den Kontakt nach vorne verloren haben. Dennoch haben wir uns gegenüber dem Qualifying noch gut nach vorne gearbeitet.“

[Teaminfo] Bonk: Weiterer Seig im BMW-Cup

[Teaminfo] „Sieben Siege in sieben VLN-Rennen in Folge. Das ist eine Wahnsinns-Serie“, freute sich Teamchef Michael Bonk von Bonk motorsport nach dem Ende des Rowe 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennens, dem siebten Lauf der VLN. „Alexander Mies und Michael Schrey haben mit dem BMW M235i Racing Cup erneut eine perfekte Vorstellung geboten. Die beiden scheinen in dieser Saison unschlagbar. So langsam müssen wir uns mit dem Gewinn des BMW-Markenpokals und der VLN-Meisterschaft auseinandersetzen.“

Mies/Schrey machten wieder keine Fehler. Nach Startplatz zwei im Training übernahm Startfahrer Mies schnell die Führung und baute sie anschließend aus. Schrey zeigte ebenfalls keine Schwächen und verbesserte die Position des BMW weiter. Im Ziel hatte das Duo fast zwei Minuten Vorsprung auf die Konkurrenz. „Wir haben wieder alles richtig gemacht. Jetzt wollen wir auch den achten Sieg und die perfekte Saison.“ Teamchef Bonk: „Die Arbeit mit den beiden macht dieses Jahr großen Spaß. Aber diesmal hatten wir auch ein wenig Glück. Gegen Trainingsende hatten wir einen Radlagerdefekt. Wenn das erst im Rennen aufgetreten wäre, hätten wir nur um die Platze gekämpft.“

Jürgen Mayer, Hermann Bock und Michael Bonk steuerten den Westfalen-BMW ohne Probleme über die Distanz. Nach sechs Stunden landeten sie auf Platz elf in der BMW-Markencup-Klasse. Den dritten Bonk-BMW M235i pilotierten Hubert Nacken und der Belgier Jan Sluis. Das Duo verlor wertvolle Zeit, als einer der Fahrer über Unwohlsein klagte und einen geplanten Boxenstopp vorziehen musste. So blieb am Ende nur Rang 13. Bonk: „Mit dem Abschneiden können wir zufrieden sein.“

Der Opel Astra OPC wurde diesmal von vier Piloten gefahren. Raphael Hundeborn, Marc Legel, Roman Löhnert und Moritz Oestreich. Oestreich war die erhoffte Verstärkung. Im Training kam der Bonk-Opel auf Startplatz zwei. Im Rennen konnte Startfahrer Oestreich den Opel lange in der Spitzengruppe halten. Doch dann hatte das Team einiges Pech. Zunächst gab es einen Reifenschaden, dann eine Fremdberührung mit anschließendem Reparaturaufenthalt. Bonk: „Dadurch waren die Hoffnungen auf ein Spitzenresultat natürlich hinfällig, Das Team hat in der Opel-Markenpokal-Wertung wieder an Boden verloren. Die Situation ist schwieriger geworden.“

Der unter Bonk-Bewerbung startende Peugeot 306 von Achim und Jürgen Nett landete wieder auf Platz zwei in der Klasse V3. Jürgen Nett: „Bei trockenen Verhältnissen ist der Toyota einfach überlegen. Um eine Chance zu haben, brauchen wir Regen.“