rent2Drive: Durchwachsenes Ergebnis

[Teaminfo] Man hatte sich so viel vorgenommen… Am Ende des ADAC TOTAL 24h-Rennens durch die Grüne Hölle blieb nur eine Zieleinkunft für den BMW 325i in der Klasse V4 als Erfolgsbilanz zu vermelden.

Überglücklich fielen sich die Fahrer des blauen BMW 325i in der Klasse V4 in die Arme. Moritz Gusenbauer, Dale Lomas sowie Richard und Philipp Gresek hatten dem harten Rennen getrotzt und den Boliden ohne Kratzer ins Ziel gefahren. Zwischenzeitlich gab es zwar immer wieder kleinere technische Probleme, die vom Team jedoch professionell gelöst wurden. Der 7. Platz in der Klasse und der 88.Gesamtplatz war der verdiente Lohn.

Unglücklich verlief es für den Rest des Teams.
In der Klasse VT2 waren die Fahrer Axel Jahn, Andrei Sidorenko, Oliver Greven und Thomas Müller auf einem Renault Megane RS unterwegs. Bereits vor Einbruch der Dämmerung rollte der Franzose mit Motorschaden aus. Einer der Fahrer hatte sich verschaltet und kam in die Box. Startfahrer Axel Jahn versuchte es nochmals mit einer Testrunde über die Grandprix-Strecke, doch leider rollte das Fahrzeug ohne Vortrieb aus. Hier wäre alles möglich gewesen, denn zwischenzeitlich war der Renault in Schlagdistanz zur Spitze in der Klasse VT2 gefahren.

Auf einem ordentlichen zweiten Klassenplatz liegend fiel der Porsche 997 Cup in der Klasse SP6 aus. Hier quittierte zunächst das Steuergerät und später das gesamte Getriebe durch Überhitzungsprobleme seinen Dienst. Dies war besonders ärgerlich, da die Fahrer Dirk Vleugels, Andreas Riedl, Carsten Welschar und der Bommel die Nacht ohne Blessuren hinter sich gebracht hatten.

Auch in der Klasse SP8 lag man in aussichtsreicher Position. Nach der Poleposition im Qualifying konnte diese Position über den gesamten Rennverlauf ausgebaut werden. Zum Zeitpunkt des Ausfalls hatte der mit Dmitriy Lukovnikov, Csaba Walter, Jörg Wiskirchen und Teamchef David Ackermann besetzte Porsche GT3 Cup MR bereits acht Minuten Vorsprung. Gegen 01.00 Uhr in der Nacht kam der Porsche im Bereich Mutkurve auf eine Ölspur ab und rutschte in die Leitplanken. Leider war der Schaden vor Ort irreparabel, so dass man auch hier das Handtuch werfen musste.

„Die Situation ist wie verhext. Im Zweijahres-Rhythmus fallen wir aus, um dann im Folgejahr wieder mit Klassensiegen zu glänzen“, so ein zerknirschter Teamchef David Ackermann nach dem Rennen. „Aber wir werden nicht aufgeben diesen Fluch zu brechen. Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei und dann schauen wir weiter! Besonders freut mich die Zielankunft für Richard und Philipp Gresek, die ihr erstes24h-Rennen erfolgreich beendet haben. Vielen Dank an die gesamte Mannschaft, die Fahrer, Fans und Sponsoren, die uns so fleißig die Daumen gedrückt haben!“

Rowe Racing: Große Enttäuschung

[Teaminfo] Der Stachel der Enttäuschung sitzt nach dem frühen Aus beim 47.ADAC TOTAL 24h-Rennen tief, doch Rowe Racing blickt bereits wieder nach vorne. Schon in der kommenden Woche steht mit den offiziellen Testfahrten für das 24h-Rennen in Spa die nächste Aufgabe für die Mannschaft aus St. Ingbert an, die aber das Abschneiden in der Eifel noch intensiv analysieren wird. Eines verspricht Teamchef Hans-Peter Naundorf aber bereits:„ Rowe Racing bleibt der Nordschleife auf jeden Fall treu.“

Wie groß ist jetzt mit Abstand die Enttäuschung nach dem frustrierenden Abschneiden beim ADAC TOTAL 24h-Rennen, das für Rowe Racing bereits nach 3,5 Stundenvorbei war?

Hans-Peter Naundorf, Teamchef Rowe Racing:„Da müssen wir gar nicht drum herum reden: Dieses Rennen war für uns die größte Enttäuschung, seit wir Motorsport betreiben, und leider unser bisher kürzestes 24h-Rennen. In diesem Rennen steckten sechs Monate Vorarbeit, vor allem die letzten vier Wochen waren unheimlich intensiv. Wenn man dann schon nach 3,5 Stunden mit beiden Autos nur noch Zuschauer ist, dann frustriert das unheimlich. Aber wir haben gar keine Zeit, den Kopf lange in den Sand zu stecken, und das entspricht auch gar nicht unserem Naturell.“

Aber warum lief es denn am Nürburgring mit den BMWM6GT3 beim 24h-Rennen überhaupt nicht nach Plan, nachdem die Ergebnisse in der Vorbereitung mit einem Sieg und drei weiteren Podestplätzen so vielversprechend waren? Warum waren die BMW M6 GT3 plötzlich so viel langsamer als die Konkurrenten?

Naundorf:„Es war für alle sichtbar, dass vom Beginn des Wochenendes an eine deutliche Unausgeglichenheit im Vergleich zu anderen Hersteller vorhanden war. Woran es im Detail gelegen hat, dass wir gefühlt eher in einer GT3,5-Klasse als in der GT3 unterwegs waren, müssen und werden wir in den nächsten Wochen noch intensiv analysieren, um daraus die richtigen Schlüsse ziehen zu können. Wir können allerdings sagen, dass wir mit unseren Fahrzeugen die gleiche Performancehatten wie zuvor in den beiden VLN-Läufen und im 24h-Qualifikationsrennen. Warum das bei unseren Konkurrenten anscheinend anders war, darüber können wir nur spekulieren. Dass man dann bei solchen Rahmenbedingungen von Anfang an unter Druck steht und auf der Strecke die Defizite mit einem höheren Risiko kompensieren muss, ist nachvollziehbar. Und vor allem ist es menschlich, dass dabei dann auch mal kleine Fehler passieren, die in unserem Fall jeweils weitreichende Konsequenzen hatten. Da kann und werde ich unseren Fahrern überhaupt keine Vorwürfe machen.“

Warum hat das Team nicht versucht, die Fahrzeuge zu reparieren und das Rennen wiederaufzunehmen? Hatte das auch etwas mit dem Frust über die mangelnde Konkurrenzfähigkeit zu tun?

Naundorf:„Natürlich ist es nicht leicht, die Motivation im Team hochzuhalten, wenn generell in jeder Runde einige Sekunden auf die direkten Konkurrenten fehlen. Das hat aber die Entscheidung, das Rennen nicht fortzusetzen, nicht beeinflusst. Unsere #99 war bereits in der Startphase in der ersten Kurve heftig getroffen worden, die Kollision in der achten Runde hat dann das Fahrwerk und Teile des Motorumfeldes stark in Mitleidenschaft gezogen. Wir haben alles versucht, die Schäden zu beheben und sind nach 60-minütiger Reparaturpause noch einmal rausgefahren. Jedoch lief das Fahrzeug immer noch nicht einwandfrei, und wir mussten es wegen Sicherheitsbedenken dann leider stehenlassen. Bei der #98 waren wir nach den ersten Eindrücken von einem Motorschaden ausgegangen, und während eines Rennens einen Motor zu wechseln, ist sehr aufwändig und macht aus sportlichen wie aus finanziellen Gesichtspunkten wenig Sinn. Nach einer solchen Reparatur einfach nur aus Spaß dem Feld hinterherzufahren, kostet schließlich auch eine nicht unbedeutende Summe Geld. Aber ich kann natürlich auch die Enttäuschung unserer vielen Fans verstehen, die unsere Autos gerne weiterauf der Strecke gesehen hätten. Ich kann ihnen allerdings versprechen, dass sie dazu auf der Nordschleife bald auch wieder Gelegenheit haben werden.“

Was bedeutet das genau? Wie geht es für Rowe Racing auf der Nordschleife weiter?

Naundorf:„ Rowe Racing wird der Nordschleife auf jeden Fall treu bleiben, das ist sicher. Unsere Fans können sich schon auf den 3. August freuen, dann werden wir natürlich beim ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen, unserem Heimspiel in der VLN, wieder am Start sein. Und beim ADAC24h-Rennen nehmen wir im nächsten Jahr den zehnten Anlauf auf den Sieg. Wir stehen zur Nordschleife.“

Bonk: Erfolgreiches Wochenende

[Teaminfo] Bonk Motorsport erlebte beim 47. ADAC Total 24h-Rennen auf dem Nürburgring ein erfolgreiches Wochenende in der Eifel. Der angestrebte Klassensieg wurde zwar verpasst, aber alle drei Fahrzeuge sahen die Zielflagge und erreichten gute Positionen. „Unser Auftritt war gut und die Teamleistung wirklich zufriedenstellend. Leider hat es nicht für einen Klassensieg gereicht“, stellte Teamchef Michael Bonk am Ende fest.

Der unter der Flagge von „Hofor Racing by Bonk Motorsport“ startende BMW M4 GT4 in der Klasse SP10 von Michael Schrey, Michael Fischer, Thomas Jäger und Claudia Hürtgen fuhr im Zeittraining auf die Pole-Position der Klasse und auf Rang 54 im 155 Teilnehmer großen Starterfeld. Teamchef Michael Bonk: „Die Rundenzeit von 9.01,997 Minuten war richtig gut.“

Im Rennen lief es dann nicht optimal. Da das Tankvolumen für das Rennen verkleinert werden musste, machte die Betankung plötzlich Probleme. Bonk: „Wir haben bei den Tankstopps zunächst viel Zeit verloren, die wir dann auf der Strecke immer wieder aufholen mussten. Nachdem wir zum Schluss dann auch noch eine Bremsscheibe und zwei Radlager wechseln mussten, war die Chance auf den Klassensieg dahin. Aber unter diesen Umständen war Platz zwei in der Klasse und Rang25 in der Gesamtwertung durchaus ein Erfolg.“

Der unter der Nennung „Hofor Racing by Bonk Motorsport“ laufende BMW M240i Racing kam in der Klasse Cup5 ohne Probleme über die Renndistanz. Die Japaner Ryusho Konishi und Ryu Seya sowie Thomas Leyherr und Axel Burghardt fuhren auf Platz neun in der BMW-Cup-Klasse ins Ziel. Bonk: „Das Quartett hatte keinerlei Probleme und ist fehlerfrei gefahren. Platz 61 im Gesamtklassement war auch in Ordnung.“

Der Audi RS3 in der Klasse SP3T von Hermann Bock, Max Partl, Jürgen Nett und Achim Nett erlebte ein problemfreies Wochenende. Bonk: „Die Fahrer waren schnell und absolut sicher unterwegs. Aber gegen den Werks-Subaru hatten sie einfach keine Chance.“ Das Quartett startete von Platz zwei in der Klasse undspulte anschließend souverän die 24h-Distanz ab. Achim Nett: „Das war klasse. Wir haben nur zum Tanken und Reifenwechsel gehalten. Ein gutes Rennen.“ Am Ende fuhr der Bonk-Audi auf Platz zwei in der Klasse und Rang 30 in der Gesamtwertung.

Fazit von Teamchef Bonk: „Das Team und die Fahrer haben toll gearbeitet, die Technik hat funktioniert. Mit den Ergebnissen können wir zufrieden sein.

PIXUM Team Adrenalin: starkes Teamergebnis

Das Pixum Team Adrenalin Motorsport kann sich auch in diesem Jahr wieder über ein starkes Teamergebnis beim ADAC TOTAL 24h-Rennen auf dem Nürburgring freuen. So sicherte sich das amtierende VLN-Meisterteam beim härtesten Langstreckenrennen der Welt den Sieg im BMW M240i Racing Cup sowie in der hart umkämpften Produktionswagenklasse V4. Komplettiert wurde das starke Abschneiden mit dem dritten Platz in der Klasse V5. Dank der starken Konkurrenz sind sie diese Klassensiege umso mehr wert, da die Abstände zu den Konkurrenten immer innerhalb ein bis zwei Minuten lag, dies wurde auch mit der seltenen Auszeichnung „What a Win“ von BMW Motorsport ausgezeichnet.

„Es war wieder ein unglaublich hartes Wochenende für unsere gesamte Mannschaft. Das 24h-Rennen verlangt jedem einzelnen Teammitglied regelmäßig alles ab, vor allem weil wir uns zum dritten Mal in Folge der Mammutaufgabe mit neun Fahrzeugen gestellt haben. Daher möchte ich mich zunächst ganz herzlich bei unserer gesamten Mannschaft bedanken. Auch wenn wir dieses Mal leider nicht alle Fahrzeuge nach 24 Stunden ins Ziel bringen konnten, kann sich unsere Ausbeute mehr als sehen lassen. Das macht mich unheimlich stolz“, erklärt Teamchef Matthias Unger.

Vor allem die beiden hart erkämpften Klassensiege sorgten teamintern für große Freude. Mit der Pole Position und der schnellsten Rennrunde setzten sich Daniel Zils, Norbert Fischer, Oskar Sandberg und Yannick Fübrich mit dem #240 Pixum BMW 240I Racing nach Ablauf der Hatz zweimal rund um die Uhr mit gerade einmal 39 Sekunden Vorsprung gegen die Konkurrenz in der Klasse Cup 5 durch. Es war eine der knappsten Entscheidungen beim diesjährigen 24h-Rennen. „Wir hatten zu keinem Zeitpunkt die Möglichkeit Tempo herauszunehmen, was angesichts der hohen Außentemperaturen unser Fahrzeug ans Limit gebracht hat. Letztlich freuen wir uns riesig, dass wir am Ende die Oberhand behalten und den Klassensieg realisieren konnten“, war sich das Fahrerquartetett einig. Am Ende belegten die vier Piloten zudem einen starken 32. Gesamtrang. Dies wurde auch mit einem Pokal für das „Beste BMW Team“ belohnt, den Teamchef Matthias Unger bei der Siegerehrung in Empfang nahm.

Doch auch ihre Teamkollegen Marcel Lenerz, Thorsten Wolter, Francesco Merlini und Stefan Kruse hatten nach dem Zieleinlauf Grund zu feiern. Trotz einer etwas längeren Reparaturpause sahen sie nach einer fehlerfreien Vorstellung auf einem starken vierten Platz die schwarz-weiß karierte Flagge. Dank des starken Teilnehmerfelds von 13 Fahrzeugen kommt der vierte Platz einem Podiumsplatz gleich. Abgerundet wurde das starke Teamergebnis im BMW M240i Racing Cup mit dem zehnten Rang von Alessandro Cremascoli, ‚Jeff Young‘, Stephan Kuhs und Jacek Pydys.

In der Produktionswagenklasse V4 erfüllten sich Christoph Magg, Philipp Stahlschmidt, Philipp Kowalski und John Lee Schambony zusammen mit dem Pixum Team Adrenalin Motorsport einen großen Traum. Nach einigen starken Auftritten im Rahmen der VLN sicherten sie sich nun beim 24h-Rennen gemeinsam den Sieg. „Wir sind schon mit relativ großen Hoffnungen angetreten, trotzdem waren wir letztlich überrascht, dass wir an der ganz vorne an der Spitze mitfahren können. Es ist unbeschreibliches Gefühl beim 24h-Rennen den Klassensieg erreicht zu haben“, so Magg. Das Schwesterfahrzeug von Kevin Warum, Benjamin Lyons, Dan Berghult und Juha Miettinen fuhr auf den fünften Platz.

In der Produktionswagenklasse V5 gelang James P. Briody, Christian Teichert, Markus Zünd und Urs Zünd der Sprung auf das Podium. Nach 119 Umläufen wurden sie mit dem #140 Pixum Porsche Cayman auf dem dritten Rang abgewinkt. Die Fahrerbesatzung des #141 NEXEN-Tire Porsche Cayman Ulrich Korn, Charles Oakes, Einar Thorsen und Matthias Beckwermert zeigte ebenfalls eine gute Leistung, musste allerdings das Rennen nach einem Zwischenfall auf der Strecke vorzeitig aufgeben.

In den Klassen V6 und SP10 hatte das Pixum Team Adrenalin Motorsport ebenfalls heiße Eisen im Feuer, eine Top-Platzierung sollte jedoch verwehrt bleiben. Die amtierenden VLN-Meister Christopher Rink, Danny Brink, Philipp Leisen sowie BMW-Werkspilot Dirk Adorf lagen mit dem BMW M4 GT4 Langezeit auf Podiumskurs. Ein Radnabenbruch und weitere kleinere technische Probleme führten am Sonntagmorgen jedoch dazu, dass das Fahrzeug eine längere Standzeit in der Box aufweisen musste. Zur Schlussrunde wurde der BMW M4 GT4 dann noch einmal auf die Strecke geschickt, um sich bei den Fans und BMW Motorsport zu bedanken.

„Wir waren sehr gut unterwegs, leider hat es letztlich aber nicht zum erwünschten Podiumsplatz in der SP10 Klasse gereicht. Trotzdem hoffen wir, dass wir den Fans mit den Live Eindrücken von Dirk Adorf aus dem Cockpit heraus eine tolle Show bieten konnten. Als Gewinner der BMW Sports Trophy (Fahrerwertung) der vergangenen Saison sind wir stolz darauf, dass wir diesen Einsatz zusammen mit BMW Motorsport machen durften“, so Unger „Trotz des Ausfalls hat es uns viel Spaß gemacht und wir konnten einiges dazu lernen“.

Auch Christian Büllesbach, Andreas Schettler, Ioannis Smyrlis und Carlos Arimon fehlte beim Langstreckenklassiker das nötige Glück. Das Fahrerquartett schied mit dem #131 Veedol Porsche Cayman S nach einem Unfall in der Anfangsphase aus. Nun gilt es bei den nächsten VLN Rennen wieder die Klassenspitze in der V6 anzugreifen.

skate-aid mehrfach erfolgreich

[Teaminfo] Die Hoffnung, nach 24 Stunden regulär die Zielflagge zu sehen, war in diesem Jahr besonders groß. Dass das beim größten und härtesten Rennen des Motorsportzirkus, dem ADAC Total 24h-Rennen in der „grünen Hölle“ des Nürburgrings, allesandere als selbstverständlich ist, musste das Team um skate-aid Gründer Titus Dittmann erst im letzten Jahr schmerzlich erfahren. Ein unverschuldeter Unfall mit Totalschaden der Dodge Viper CC hatte das unfreiwillige, vorzeitige Aus bedeutet.

Davon aber letztlich nicht entmutigt, brachte der Rennstall das „Grüne Biest“, wie der Bolide liebe-und ehrfurchtsvoll genannt wird, 2019 mittels unzähliger ehrenamtlicher Arbeitsstunden wieder an den Start. Und wurde am Ende nicht enttäuscht. Ganz ohne Blessuren ging es aber auch dieses Mal nicht. Nach einem Differentialschaden konnte das Fahrzeug nicht mehr auseigener Kraft in die Box. Der benötigte Abschleppwagen ließ jedoch unverhältnismäßig lange auf sich warten: Zeitverlust gute vier Stunden. So wurde aus einem ordentlichen Startplatz 75 letztlich Rang 100 im Gesamtklassement von 155 Startern. Aber da auch in diesem Jahr die Maxime „Ankommen ist das Ziel“ galt, war die Freude beim Team und den vielen mit fiebernden Fans entsprechend groß.

Groß war die Freude auch bei skate-aid. Denn die Renn-Teilnahme dient in erster Linie der Öffentlichkeitsarbeit und dem Fundraising für Dittmanns Hilfsorganisation. Diese konnte erstmalig einen fünfstelligen Betrag für die gute Sache sammeln. Damit können die zahlreichen Projekte, die die pädagogische Kraft des Skateboardens im In-und Auslandeinsetzen, um Kinder stark zu machen, weiter finanziert werden.

Richtiges Pech hatte am Ende nur Dittmann selber. Traditionell wird er vom „Grünen Biest“ beider Fahrt in die Startaufstellung auf dem Skateboard gezogen. Als dessen Fahrer unvermittelt stark beschleunigte, konnte sich der Münsteraner nicht mehr auf dem Brett halten und stürzte schwer. Ein angebrochenes Brustbein und mehrere Prellungen verhinderten seinen Einsatz als Fahrer im Rennen. Der „Vater der deutschen Skateboard-Szene“ nahm es jedoch gelassen: „Bei einem Speed Wobble kannst du nix mehr machen, da knallst du einfach nur hin. Jeder weiß, wie sich ein zu schnell gezogener Anhänger aufschaukelt. Aber beim Skateboarden, im Leben sowieso und auch beim Rennsportgilt: Nach dem Hinfallen kommt das Wiederaufstehen. Wir rollen doch für skate-aid. Und da stimmt das Gesamtresultat in diesem Jahr definitiv.“

Schubert: Vom Defektteufel verfolgt

[Teaminfo] Schubert Motorsport ging in diesem Jahr vor 230.000 Zuschauern zum neunten Mal beim 24h-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife an den Start. Das Team aus Oschersleben in Sachsen-Anhalt feiert 2019 sein 20-jähriges Bestehen und wollte sich mit dem Klassensieg beim ADAC TOTAL 24h-Rennen selbst beschenken. Den komplett in Eigenregie aufgebauten M2 Competition pilotierten Christopher Dreyspring, Christopher Brück und Ricardo van der Ende.

Für Schubert Motorsport begann das lange Wochenende in der Eifel im Training mit dem dritten Rang unter den SP 8T-Fahrzeugen. Der erste Schlagabtausch mit der Konkurrenz war bereits nach 53 Minuten beendet. Nach starken Regenschauern stand Wasser auf der Strecke. Die Veranstalter brachen das Training daher ab. Die Qualifying-Sessions fanden dann bei abtrocknender Strecke statt und das Team sicherte sich Rang vier in der Klasse.

Dementsprechend ging der in den Farben des neuen Hauptsponsors Shell lackierte M2Competition mit der Startnummer 40 als vierter Bolide der SP 8T-Klasse in das Rennen zwei Mal um die Uhr. Trotz intensiver Vorbereitung auf das Jahreshighlight schlug nach etwa vierStunden der Defektteufel zu und das Team musste den Boliden in Führung liegend sicherheitshalber aus dem Rennen nehmen.

André Schubert (Team-Management): „Wir hatten leider überraschend einen Defekt an einem sicherheitsrelevanten Bauteil. Wir müssen noch genau analysieren, wie es dazugekommen ist und wie wir so etwas in Zukunft verhindern können. Es wäre ein zu großes Risiko gewesen, die Fahrer trotz des Defekts wieder auf die Strecke zu schicken. Daher haben wir das Auto sicherheitshalber zurückgezogen. Wir sind natürlich alle enttäuscht, denn wir hatten uns viel vorgenommen. Aber wir werden umso stärker zurückkehren.“

Cayman Trophy: Mathol Racing triumphiert

[Teaminfo] Der Porsche 718 Cayman GT4 mit der Startnummer 310 von Mathol Racing eroberte beim diesjährigen ADAC TOTAL 24h-Rennen am Nürburgring den Sieg in der mit den Teams aus der Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing besetzten Klasse CUP 3. Der Mittelmotor-Sportwagen pilotiert von Marc Keilwerth, Marcos Adolfo Vazquez, Rüdiger Schicht und „Montana“ überquerte nach 141 Runden vor Roger Kurzen, Rolf Buchstaller, Winfried Assmann und Kai Riemer in der Startnummer 306 (Schmickler Performance) die Ziellinie. Platz drei belegte das Team KKraemer Racing (#305) mit Karsten Krämer, Sascha Kloft, Noah Nagelsdiek und Alexey Veremenko, die zudem Sieger der 981-Wertung wurden.

Insgesamt starteten acht Fahrzeuge in der CUP 3 Klasse, darunter fünf Porsche Cayman GT4 Clubsport (Typ 981) und drei des Nachfolgemodells Porsche 718 Cayman GT4 (Typ 982). In Anlehnung an die Wertungen der Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing hat der Veranstalter sich entschieden auch im Rahmen des 24h-Rennens am Nürburgring eine gesonderte Wertung nach Modelltyp vorzunehmen.

Der ereignisreiche Langstreckenklassiker am Nürburgring startete am Samstag um 15:30 Uhr unter sonnigen und trockenen Bedingungen. Nach einem spannenden Zweikampf mit dem Schmickler-Fahrzeug (#306) um Position eins lag der von der Pole-Position gestartete Mühlner-Cayman (#303 – Kranz/Rebhan/Jung/Schula) lange Zeit in Führung. Bis dieser am Sonntagmorgen bedingt durch mehrere Zwischenfälle zurückfiel. Ab diesem Zeitpunkt übernahm die Startnummer 310 die Führungsarbeit und ging schließlich als Klassensieger aus dem 24h-Rennen in der Eifel hervor.

Das nächste Rennen der Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing ist der vierte VLN-Lauf am 13. Juli 2019.

Mattias Holle (Teamchef Mathol Racing,), Platz 1: „Wenn die ganze Anstrengung schon mit einer Platzierung belohnt wird, ist das schon toll. Jetzt ist es Platz eins geworden und das ist ein unbeschreibliches Gefühl. Das macht uns als gesamtes Team sehr stolz.“

Marc Keilwerth (#310 Mathol Racing), Platz 1: „Ich bin super glücklich, dass wir gewonnen haben. Es war zwar ein sehr anstrengendes, aber auch tolles Rennen und wir freuen uns riesig.“

Karsten Krämer (Teamchef und Fahrer #305 KKraemer Racing) Platz 1 981-Wertung: „Wir sind total zufrieden mit dem dritten Platz in der Cup 3 Klasse und dem Sieg der 981-Wertung. Trotz anfänglicher Probleme haben wir eine sensationelle Aufholjagd gestartet und sind in der Nacht wieder auf Platz drei vorgefahren. Eine besonders tolle Leistung haben unsere Fahrer Noah Nagelsdiek und Sascha Kloft in ihrem ersten 24h-Rennen abgeliefert.“

Sascha Kloft (#305 KKraemer Racing), Platz 1 981-Wertung: „Für mich war mein erstes 24h-Rennen eine ganz besondere Erfahrung. Der Cayman ist ein sehr angenehmes Auto, das sehr viel Spaß macht. Er lief über das gesamte Rennen tadellos, wie ein Uhrwerk, und hat uns nie im Stich gelassen. Einfach super.“

Team Engstler: Achterbahnfahrt der Gefühle

[Teaminfo] Nach 24 Stunden und 97 Rennrunden beendete das Hyundai Team Engstler den Langstreckenklassiker am Nürburgring auf dem dritten Rang mit dem Hyundai i30 Fastback N in der V2T-Klasse und dem 110.Gesamtplatz. Über die komplette Renndistanz kämpfte sich die Mannschaft mit dem seriennahen Tourenwagen mit der Startnummer 160 rund um das Fahrerquartett Guido Naumann, Byung-Hui Kang sowie Franz und Luca Engstler unverdrossen durch die Höhen und Tiefen der „Grünen Hölle“.

Mit dem speziell für den 24h-Marathon entwickelten seriennahen Hyundai i30 Fastback N startete das Hyundai Team Engstler in das größte Autorennen Europas. Doch schon vor dem 24h-Marathon hatten die Tourenwagen-Experten aus Wiggensbach im Allgäu mit Problemen zu kämpfen. Im ersten Qualifying am Donnerstag kam Byung-Hui „Charlie“ Kang auf der teils noch regennassen Strecke von der Ideallinie ab und rutschte mit dem i30 Fastback N in die Streckenbegrenzungen. Der amtierende koreanische TCR-Campion blieb unverletzt. Der 275 PS (202 kW) starke Tourenwagen musste hingegen in einer Großreparatur wiederhergerichtet werden.

Dies war schwieriger als gedacht, weil das ramponierte Fahrzeug erst mitten in der Nacht im Fahrerlager ankam. Mit allen Kräften machten die Mechaniker die Front des Hyundai i30 Fastback N in einer langen Nachtschicht wieder startklar. Das massiv beschädigte Heck konnte allerdings erst am nächsten Morgen auf einer Richtbank im nahe gelegenen Ort Meuspath repariert werden. Mit Erfolg: Alle vier Hyundai Team Engstler Fahrer konnten im verbleibenden zweiten Qualifying ihre zweiPflichtrunden absolvieren. Der 19-jährige Nordschleifen-Neuling Luca Engstler holte sogar die Pole-Position in der V2T-Klasse.

Nach einem guten Start in die 47. Ausgabe des 24h-Rennens am Nürburgring konnte sich das Hyundai Team Engstler über fünf Rennstunden in der Spitzengruppe ihrer Klasse für seriennahe Tourenwagenbehaupten. In der Nachtphase folgte für die Mannschaft allerdings ein weiterer Rückschlag. Nach einemTankstopp machten sich Probleme in der Elektronik bemerkbar, welche die Bremskraft des Fahrzeuges falsch auf der Hinterachse verteilten.

Die Suche und Korrektur des Fehlers im Kabelbaum warfen den i30 Fastback N knapp viereinhalb Stunden zurück. Dank einer erneut starken Teamleistung konnte die #160 zurück auf die Strecke gebracht werden und die verbleibenden elf Rennstunden absolvieren. Am Ende überquerte das Hyundai Team Engstler die Ziellinie auf dem dritten Platz in der V2T-Klasse und sorgte trotz einiger Hürden für ein gelungenes Debütrennen des Hyundai i30 Fastback N.

Andreas Klinge, Manager des Hyundai Team Engstler sagte:„Ich bin extrem stolz, ein Teil dieses fantastischen Teams zu sein und bewundere den Kampfgeist jedes Einzelnen! Trotz mehrerer Rückschläge haben wir uns an diesem Wochenende nicht unterkriegen lassen und es am Ende sogar auf das Podium in unserer Klasse geschafft. Dies war nur dank der harten Arbeit des gesamten Teams und der tollen Unterstützung seitens Hyundai möglich. Ich möchte mich bei allen bedanken, die uns diesen Erfolg mit dem Hyundai i30 Fastback N ermöglicht haben.

Manheller: Klassensieg-Premiere

[Teaminfo] Das Rennteam Manheller Racing im MSC Adenau e.V. hat beim ADAC TOTAL 24h-Rennen auf dem Nürburgring einen Klassensieg gefeiert. Das Fahrerquartett Markus Fischer, Martin Owen, Yutaka Seki und Kurt Strube umrundete die Strecke 120 Mal und kam mit elf Runden Vorsprung ins Ziel. Es war der erste Einsatz eines BMW 330i in der Klasse V2T überhaupt. „Diese Wertungsgruppe und dieses Fahrzeug sind die Zukunft der Serienwagen bei 24h-Rennen und VLN. Wir sind sehr stolz, hier den Premierensieg errungen zu haben“, sagte Teamchef Stefan Manheller im Ziel.

Das Rennen begann Manheller am Samstag um 15:30 Uhr von Platz zwei aus. Startfahrer Markus Fischer konnte sich die Führung schon im Laufe der ersten Rennrunde sichern. Während des Nachmittages und des frühen Abends fuhren die Manheller-Piloten auf dem WWS-BMW sieben Runden Vorsprung heraus. In der Nacht entschied sich das Team daher, voll auf Sicherheit zu setzen und führte zur Rennhälfte einen halbstündigen Reparatur- und Servicestop durch. Am Vormittag wechselte das Team noch eine Antriebswelle und verlor dabei fünfzehn Minuten, der Vorsprung reichte aber komfortabel aus. Den letzte Stint fuhr Kurt Strube, der sich damit einen Traum erfüllte: „Das Gefühl, die sensationelle Leistung des Teams ins Ziel bringen zu dürfen, ist großartig.“ Fahrer Martin Owen startete das erste Mal beim 24h-Rennen und war von der Atmosphäre begeistert: „Die Fans, die anderen Autos, Sonnenauf- und Untergänge – für mich ist dieses Rennen eine fantastische Erfahrung. Der Klassensieg im ersten Anlauf ist da natürlich ein Sahnehäubchen.“

Die vierundzwanzigstündige Hatz durch die Grüne Hölle begann für das Team bereits am Donnerstag mit ersten Testrunden. Im ersten Qualifying konnten sich die Meuspather die vorläufige Pole-Position sichern. Der härteste Wettbewerber in der Klasse, das I30N-Werksauto von Hyundai Motorsport, verunfallte in dieser Session und wurde im Anschluss vom Team Manheller in der eigenen Werkstatt am Nürburgring wieder geradegebogen. Am Folgetag schnappte der frisch reparierte Hyundai I30N den Meuspathern dann die Pole-Position mit einer halben Sekunde Vorsprung vor der Nase weg. „Das war natürlich etwas ärgerlich. Aber für uns sind es genau diese Geschichten, die das 24h-Rennen ausmachen, und die es sonst wohl bei keinem Langstreckenrennen der Welt gibt“, fasste Teamchef Manheller zusammen. Schließlich gehe es vor allem darum, gemeinsam eine große Herausforderung bestehen.

Doppel-Podium für Hyundai

[Teaminfo] Hyundai Motorsport N erlebte beim 47. ADAC TOTAL 24h-Rennen auf dem Nürburgring eine Berg-und-Talfahrt. Der Hyundai Veloster N TCR #171 und der Hyundai i30 N TCR #170, beide in der wettbewerbsstarken TCR-Kategorie am Start, zeigten während des gesamten Wochenendes auf der legendären Eifelrennstrecke hohes Tempo und belegten am Schluss die Klassenränge zwei und drei. Der vor allem an der Spitze extrem hart geführte Kampf des insgesamt 158 Fahrzeuge umfassenden Starterfeldes kostete die beiden TCR-Autos von Hyundai Motorsport N letztendlich noch bessere Platzierungen.

Während der Freien Trainings und der Qualifyings waren die beiden von Hyundai Customer Motorsport aufgebauten Tourenwagen der Maßstab der TCR-Klasse. Peter Terting, der sich im i30 N TCR mit Andreas Gülden, Manuel Lauck und Hari Proczyk am Lenkrad abwechselte, erzielte mit 9.55,163 Minuten neben der Pole-Position auch einen neuen Rundenrekord in der TCR-Klasse. Marc Basseng, mit Moritz Oestreich, Nico Verdonck und Manuel Lauck die zweite Fahrercrew, fuhr den Veloster N TCR auf Startplatz zwei für TCR-Fahrzeuge.

In der Anfangsphase des traditionsreichen Ein-Tages-Klassikers behaupteten die #170 und #171 ihre Positionen und vergrößerten den Vorsprung auf ihre direkten Wettbewerber. Dann kosteten ein Elektrikproblem und ein deswegen nötiger außerplanmäßiger Boxenstopp den Veloster N TCR 15 Minuten. Der i30 N TCR konnte dagegen seine Führung innerhalb der TCR-Klasse bis kurz vor Ende der fünften Rennstunde weiter ausbauen.

Aufholjagd nach Reparatur-Marathon
Dann wurde die #170 in eine Kollision mit einem der schnelleren GT-Fahrzeuge verwickelt. Pilot Andreas Gülden prallte im Streckenabschnitt Brünnchen heftig in die Leitplanken. Dabei wurde der i30 N TCR vor allem auf seiner linken Seite stark beschädigt. Gülden konnte nicht weiterfahren. Nach dem Rücktransport der #170 begann an der Hyundai Motorsport N Box ein Reparatur-Marathon: Beide Radaufhängungen links, die linke Antriebswelle, die Lenkung, das Getriebe und der Kühler wurden ausgetauscht. Nach sechs Stunden Zwangspause ging Gülden gegen 2.30 Uhr wieder auf die Strecke und startete eine Aufholjagd.

Der Veloster N TCR war zu diesem Zeitpunkt ebenfalls auf dem Vormarsch zurück nach vorne. Kurz vor Halbzeit des Rennens um 3.30 Uhr übernahm die #171 in der TCR-Wertung die Spitze. Knapp vor Erreichen der 18-Stunden-Marke brachte ein Radverlust am Veloster N TCR jedoch den nächsten Rückschlag. Am Abschlepphaken erreichte die führende #171 ihre Box und verlor letztendlich zwei Plätze. In den verbleibenden fünf Stunden brachten Basseng, Oestreich, Verdonck und Lauck den Veloster N TCR noch auf zweiten Platz ihrer Klasse.

Das Team Hyundai Motorsport N erzielte neben den Rängen zwei und drei in der TCR-Kategorie auch die schnellsten Rennrunden beim 24h-Rennen Nürburgring 2019. Der i30 N TCR lag dabei mit 9.05,873 Minuten knapp vor dem Veloster N TCR mit 9.06,016. Nach dem Erreichen des TCR-Klassenpodiums bereits im vergangenen Jahr bedeutet das Ergebnis von 2019 wieder einen gelungenen Auftritt in der „Grünen Hölle“ für die High-Performance-Marke N von Hyundai, deren Modelle auch im Hyundai Testzentrum am Nürburgring entwickelt werden.

Hyundai Motorsport Team Direktor Andrea Adamo sagte: „Schade, dass wir bei einem Event, bei dem wir die meiste Zeit dominiert haben, am Ende nur Zweiter und Dritter geworden sind. Ein Unfall mit einem GT-Fahrzeug und ein kleineres technisches Problem, das wir untersuchen müssen, haben uns den Sieg gekostet. Wir dürfen allerdings nicht vergessen: Platz zwei und drei bei solch einem wundervollen Event, der von Autos, Teams und Fahrern so viel fordert, ist sehr schön. Das ist jedes Jahr sehr emotional und stärkt weiterhin das Band zwischen den Hyundai N TCR Fahrzeugen und dem Nürburgring.“

Manthey: Enttäuschung trotz Rang zwei

[Teaminfo] Bei der 47. Ausgabe des ADAC TOTAL 24h-Rennens am Nürburgring überquerte Manthey-Racing nach einer spannenden Schlussphase am Sonntag als Zweiter die Ziellinie. Der von Earl Bamber, Michael Christensen, Kévin Estre und Laurens Vanthoor pilotierte Porsche 911 GT3 R lag bis zweieinhalb Stunden vor Rennende auf Siegkurs, verlor jedoch aufgrund einer Zeitstrafe wegen eines Gelbphasen-Verstoßes die Führung. Der rot-weiße Porsche mit dem Fahrerquartett rund um Otto Klohs siegte in der Pro-Am Wertung und belegte Gesamtrang fünf. Die Startnummer 1 musste das Rennen vorzeitig beenden.

Das ereignisreiche Rennen startete bei sonnigen und trockenen Bedingungen am Samstag um 15:30 Uhr. Estre ging vom dritten Platz ins Rennen und setzte sich gemeinsam mit seinen Teamkollegen in der Spitzengruppe fest. Nach gut fünf Stunden übernahm Estre mit einem spektakulären Überholmanöver auf dem Grünstreifen neben der Strecke die Führung. Diese Spitzenposition konnte Manthey-Racing bis knapp zweieinhalb Stunden vor dem Fallen der Zielflagge behaupten. Aufgrund einer Geschwindigkeitsüberschreitung in einer Gelbphase erhielt der Neunelfer eine Zeitstrafe von 5:32 Minuten und fuhr auf Position zwei liegend wieder auf die Strecke. Die Schlussfahrer Vanthoor und Estre starteten eine eindrucksvolle Aufholjagd und konnten den Rückstand auf den führenden Audi stetig verkürzen. Am Ende belegte der grün-gelbe Porsche mit dem Spitznamen „Grello“ nach 156 Runden Platz zwei.

Der Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 12, der von Otto Klohs, Matteo Cairoli, Lars Kern und Dennis Olsen gesteuert wurde, beendete den Langstreckenklassiker als Sieger der Pro-Am-Klasse. Das Fahrerquartett war von Position zwölf aus gestartet, arbeitete sich über das gesamte Rennen konstant nach vorne und überquerte auf Gesamtrang fünf die Ziellinie.

Die Siegfahrer des 24h-Rennens 2018 gingen im Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 1 von Position sieben ins Rennen. Jedoch war die Mission Titelverteidigung in Runde 61 vorbei. Richard Lietz, Frédéric Makowiecki, Patrick Pilet und Nick Tandy lagen zu Beginn des Wettbewerbs auf einem aussichtsreichen Platz drei, fielen jedoch durch einen frühen Reifenschaden auf Position 37 zurück. Die darauffolgende Aufholjagd wurde durch einen Unfall in der Nacht gestoppt. Richard Lietz blieb bei diesem Zwischenfall unverletzt, das Rennen konnte aufgrund der Unfallschäden jedoch nicht wieder aufgenommen werden.

Der Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 911 sammelte während der gesamten Renndistanz die meisten Führungskilometer und die schnellste Rennrunde gelang mit 8:17.745 Minuten dem Franzosen Kévin Estre (#911).

Mit sechs Gesamtsiegen, darunter vier Triumphen in Serie (2006 bis 2009), ist Manthey-Racing nach wie vor das erfolgreichste Team beim 24h-Klassiker, der seit 1970 in der Eifel ausgetragen wird.

Nicolas Raeder (Geschäftsführer Manthey-Racing GmbH): „Die Performance war über das gesamte Rennen hinweg sehr stark. Wir waren die schnellsten im Starterfeld und lagen lange Zeit auf Siegeskurs. Im ersten Moment schwingt die Enttäuschung natürlich mit, da mehr möglich war. Jedoch haben wir in den vergangenen zwei Jahren die zwei größten Langstreckenrennen in Le Mans und auf dem Nürburgring jeweils auf den Plätzen eins und zwei beendet, was eine starke Teamleistung ist und worauf wir sehr stolz sein können. Besonders erwähnenswert ist die Leistung unserer Startnummer 12 mit Otto Klohs, diese kam auf dem fünften Gesamtrang ins Ziel und sicherte sich zudem den Klassensieg in der Pro-Am.“

Laurens Vanthoor (Porsche 911 GT3 R #911, Platz 2): „Es war ein perfektes Rennen und es gab nur einen Fehler. Ich habe eine Flagge übersehen und das hat uns den Sieg gekostet. Im Ganzen war es aber eine einwandfreie und perfekte Leistung vom gesamten Team.“

Otto Klohs (Porsche 911 GT3 R #12, Platz 5): „Es war, wie immer, ein sehr spannendes und gutes 24h-Rennen für uns. Unser Rezept zum Erfolg war ein perfekt organisiertes Team sowie eine konstante Fahrweise. Unser Ziel war eine Platzierung unter den ersten Zehn und wir sind über Rang fünf insgesamt und den Klassensieg in der Pro-Am super zufrieden.“

Richard Lietz (Porsche 911 GT3 R #1, DNF): „Es war von Beginn an kein leichtes Rennen für uns. Nach dem frühen Reifenschaden wollten wir den Rückstand zur Spitze natürlich wieder verkleinern. Dann wurde ich bei einem Überholvorgang hinten links touchiert und es kam zu einer Kollision mit der Leitplanke, was zu unserem Ausfall führte. Das ist natürlich schade, da bei dem turbulenten Rennverlauf sicher noch einiges möglich gewesen wäre.“

Starke Performance von GetSpeed

[Teaminfo] Das Team GetSpeed Performance fuhr beim ADAC TOTAL 24h-Rennen auf dem Nürburgring zwei gute Ergebnisse ein. Vor 230.000 Zuschauern rund um die legendäre Nordschleife wurden Philip Ellis, Luca Ludwig, Jules Szymkowiak und Fabian Vettel im Knaus Mercedes-AMG GT3 nach 155 Runden auf Platz sieben abgewinkt. Damit war das Quartett das zweitbeste GT3-Pro-Am-Team. Im Rooster Rojo J2R Mercedes-AMG GT3 belegten Janine Hill, Markus Palttala, Fabian Schiller und John Shoffner am Ende Rang 14. „Das beste 24h-Ergebnis in unserer Teamgeschichte“, freute sich Teamchef Adam Osieka.

GetSpeed hat bei dem Langstreckenklassiker in der Grünen Hölle schmerzlich erfahren, wie nahe Freud und Leid beisammen liegen. Bis zum Ende der 21. Rennstunde rangierte die Speerspitze mit der Startnummer 16 auf möglichem Podiumskurs. Dann machte sich Ernüchterung breit. Renger van der Zande musste die #16 mit einem Defekt an der Batterie im Streckenabschnitt Bergwerk abstellen.

„Das war ein charakterbildendes 24h-Rennen“, sagte Teamchef Adam Osieka. „Von Himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt. Es ist schade, dass wir das Top-Ergebnis der #16 nicht ins Ziel bringen konnten. In ein paar Tagen werden wir aber realisieren, was wir in unserem ersten 24h-Renneinsatz mit Mercedes-AMG geleistet haben. Als einziges Privatteam mit dem Mercedes-AMG GT3 haben wir nach den Sternen gegriffen und sind nur knapp gescheitert. Jetzt ist das ein schwacher Trost. Aber es zeigt, was das Paket zu leisten imstande ist. Ich bin den Fahrern, unserer gesamten Crew und Mercedes-AMG sehr dankbar für den unermüdlichen Einsatz in der Grünen Hölle. Jetzt blicken wir nach vorne. In der VLN stehen noch sechs Rennen auf dem Programm.“

Über weite Strecken hatte GetSpeed Performance auf die richtige Strategie gesetzt. In der hektischen Startphase des Rennens war für die Piloten oberstes Gebot, sich aus allen Rangeleien herauszuhalten. Auch in der Nacht, in der die Nordschleife ihre Tücken ausspielt, schwammen die Mercedes-AMG GT3 des Teams aus dem Gewerbepark am Nürburgring kontrolliert im Feld mit und hielten dabei stets die Schlagdistanz zur Spitze. In den Morgenstunden, als sich das Feld nach Unfällen und technischen Defekten ausgedünnt hatte, folgte dann die Attacke. „Unsere Rechnung ging auf“, analysierte Osieka. „Wir konnten mit schnellen Rundenzeiten auf die Spitze aufschließen. Dass wir am Ende mit der #16 die Früchte unserer Arbeit nicht ernten konnten, hat uns ein bisschen Glück gefehlt.“

Stimmen der Fahrer
Renger van der Zande (Startnummer 16, Vodafone Mercedes-AMG GT3): „Ich kämpfte um Platz vier und wir hatten vielleicht sogar Chancen, Platz drei zu erreichen. Das Auto lief super, als plötzlich die Batterie ihren Geist aufgegeben hat. Da ist das Auto im Bergwerk einfach ausgegangen. Das war dann das Ende unserer Geschichte – wirklich schade für das Team.“

Markus Palttala (Startnummer 17, Rooster Rojo J2R Mercedes-AMG GT3): „Es ist gut, in den Top 20 zu sein, denn das zeigt, dass Du überlebt hast. Eine kleine Belohnung für die harte Arbeit. Persönlich bin ich nicht ganz zufrieden, ich wäre lieber in den Top 10 gelandet, auch wenn das mit einem Pro-Am-Auto schon ambitioniert ist. John sagte zu Beginn des Rennens, dass eine Top-20-Platzierung für ihn okay sei. Das Rennen ist für uns auch ein Invest. Janine und John sind in der bisherigen Saison so wenig mit dem AMG GT3 gefahren, dass wir uns dazu entschlossen haben, ihnen in der Nacht und heute am Sonntag mehr Zeit einzuräumen. Sie brauchen jeden Kilometer und davon werden wir in der Zukunft dann profitieren.“

Fabian Vettel (Startnummer 18, Knaus Mercedes-AMG GT3): „Die letzten Runden des Rennens waren sehr emotional. Die Fans und die Marshalls, die über 24 Stunden für unsere Sicherheit gesorgt haben, winken uns zu. Das war ein Megagefühl. Ohne die Zeitstrafe, die wir für mein Code-60-Vergehen in den Morgenstunden erhalten haben, wären vielleicht noch ein oder zwei Plätze drin gewesen. Das war unnötig. Auf der anderen Seite, bei meinem ersten 24h-Rennen in einem so starken Feld auf Platz sieben zu fahren – Platz zwei in der Klasse – damit kann ich zufrieden sein.“

Porsche: Platz zwei und Pro-Am-Klassensieg

[Teaminfo] Porsche hat beim ADAC TOTAL 24h-Rennen am Nürburgring nach einer nahezu fehlerfreien Leistung den 13. Gesamtsieg nur knapp verpasst. Die neueste Generation des Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 911 vom Team Manthey-Racing lag in 105 von 157 gefahrenen Runden in Führung und musste sich am Ende mit Platz zwei begnügen. Drei Stunden vor Rennende verlor der bis dahin souverän führende Neunelfer nach einer Zeitstrafe die Spitzenposition und konnte den Rückstand aus eigener Kraft trotz der schnellsten Pace im Feld nicht mehr aufholen.

Von Beginn an hatte die Besatzung mit den beiden frischgebackenen Sportwagenweltmeistern Kévin Estre und Michael Christensen sowie Laurens Vanthoor und Earl Bamber keinen Zweifel daran gelassen, dass sie das prestigeträchtige Langstreckenrennen in der Eifel gewinnen will. Nach einem sensationellen Überholmanöver übernahm Kévin Estre nach gut fünf Stunden die Führung, die er mit seinen Fahrerkollegen zwei Drittel der Distanz mit fehlerlosen Stints und einem perfekt eingestellten Porsche 911 GT3 R sicher behauptete. Mit 8:17,745 Minuten fuhr Estre in seinem letzten Stint zudem die schnellste Rennrunde. Die harte Zeitstrafe von 5:32 Minuten aufgrund einer übersehenen gelben Flagge machte jedoch alle Hoffnungen auf den Sieg zunichte.

Jubel herrschte beim zweiten Porsche 911 GT3 R von Manthey-Racing. Das Fahrzeug mit der Startnummer 12 belegte den fünften Platz im Gesamtklassement und sicherte sich gleichzeitig den Klassensieg in der Pro-Am-Wertung. Die beiden Porsche Young Professionals Matteo Cairoli und Dennis Olsen zeigten zusammen mit den erfahren Piloten Otto Klohs und Lars Kern großen Kampfgeist. Bereits eine Woche zuvor beim 24h-Rennen in Le Mans konnte ein Porsche-Team den Sieg in der Amateurwertung für sich verbuchen. Die Mannschaft von Iron Force by Ring Police mit Jan-Erik Slooten, Lucas Luhr, Steve Jans und Adrien de Leener steuerte seinen Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer acht auf Platz zwölf, was den vierten Rang in der Pro-Am-Wertung bedeutete.

Doch nicht nur die insgesamt sieben Porsche 911 GT3 R drückten der Veranstaltung ihren Stempel auf. Auch in den seriennahen Kategorien waren es zumeist die Fahrzeuge aus Stuttgart-Zuffenhausen, die das Tempo machten. In acht von 24 Klassen wurden Porsche-Teams als Sieger gewertet.

Stimmen zum Rennen
Sebastian Golz (Projektleiter Porsche 911 GT3 R): „Wir haben über 24 Stunden eine extrem gute Perfomance mit dem Porsche 911 GT3 R gezeigt. Ein starkes Team hat toll zusammengearbeitet und die Leistung auf den Punkt gebracht. Das Glück war aber nicht auf unserer Seite, und zwei kleine Fehler haben am Ende dazu geführt, dass wir den Sieg nicht holen konnten. Ein guter zweiter Platz und der Klassensieg in der Pro-Am – in Summe ein gutes Wochenende für Porsche.“

Earl Bamber (Porsche 911 GT3 R #911): „Ich denke, wir hatten das beste Auto und die beste Crew in der Pitlane. Wir haben einen Fehler gemacht und der hat uns den Sieg gekostet. Wir standen 5:32 Minuten in der Box und haben mit einem Rückstand von gut 40 Sekunden verloren. Das zeigt deutlich, wie stark wir waren. Jeder von uns hätte den Fehler machen können, der zu dieser Strafe geführt hat. Es ist sehr schwierig, alle Slow-Zones und gelbe Flaggen zu sehen. Aber so ein Missgeschick spornt uns zusätzlich an, im nächstes Jahr kommen wir stärker zum Nürburgring zurück.“

Kévin Estre (Porsche 911 GT3 R #911): „Wir haben das Rennen über einen langen Zeitraum deutlich angeführt und hatten ein sehr gutes Auto. Leider hat uns ein Fehler den Sieg gekostet. Am Nürburgring ist es nicht immer leicht, die Flaggensignale zu sehen, besonders nachts ist es ein herausforderndes Rennen. Wie gut wir waren, zeigt meine schnellste Rennrunde, die allerdings heute leider zweitrangig ist.“

Michael Christensen (Porsche 911 GT3 R #911): „Das war ein verrücktes Rennen. In 24 Stunden kann so viel passieren, aber die Fahrer, die Mannschaft, alle zusammen haben das toll hinbekommen. Unser Auto war perfekt vorbereitet, die Ingenieure und Mechaniker haben uns optimal unterstützt. Es war heute einfach nicht unser Tag.“

Laurens Vanthoor (Porsche 911 GT3 R #911): „Wir haben im gesamten 24h-Rennen nur einen Fehler gemacht. Ich habe die gelbe Flagge nicht gesehen. Ich weiß nicht, warum mir das passiert ist. Ich habe die Szene noch vor Augen, aber selbst da habe ich sie nicht bemerkt. Leider hatte das schwerwiegende Konsequenzen. Das Rennen war ansonsten perfekt – bis auf die übersehene Flagge.“

Nicki Raeder (Manthey-Racing): „Das ist schwer zu verdauen. Irgendwie eine Duplizität der Ereignisse. In Le Mans lagen wir auch lange Zeit in Führung, ehe eine Strafe uns zurückwarf. Man muss jetzt aber über die erste Enttäuschung hinwegkommen, denn ein zweiter Platz bei diesem Traditionsrennen am Ring ist ein Wahnsinnsergebnis und sollte gefeiert werden. Besondern freue ich mich darüber, dass wir mit Otto Klohs und seinen Jungs die Pro-Am-Klasse gewinnen konnten. Auch darauf können wir stolz sein.“

Sven Müller (Porsche 911 GT3 R #31): „Ich war in meiner Karriere im Motorsport noch nie so enttäuscht wie heute. Das ganze Team hat alles gegeben, das Auto war mega zu fahren, alle Boxenstopps waren perfekt. Wir hatten heute eine echte Chance auf den Sieg und dann stoppt uns ein Defekt, der die Folge eines Reifenschadens war. Einfach unfassbar.“

Robert Renauer (Porsche 911 GT3 R #30): „Für uns ist es leider nicht gut gelaufen. Wir hatten zwei Mal den gleichen Defekt, das ist sehr enttäuschend für alle, denn wir sind fehlerfrei durch das Rennen gekommen. Manchmal hat man das Glück aber nicht auf seiner Seite. Trotzdem hat es sehr viel Spaß gemacht und es war toll, ein Teil von Frikadelli Racing zu sein.“

Dennis Olsen (Porsche 911 GT3 R #12): „Wir freuen uns riesig über den fünften Platz. Unser Ziel, die Pro-Am-Klasse zu gewinnen, haben wir dadurch erreicht. Außerdem sind wir wirklich stolz, als Am-Fahrzeug in der Gesamtwertung so weit nach vorn gefahren zu sein. Und das mit dem Vorjahresmodell des Porsche 911 GT3 R.“

Jörg Bergmeister (Porsche 911 GT3 R #44): „Das Rennen ist nicht so gelaufen, wie wir es uns erhofft hatten. Aufgrund der Reparatur nach dem Reifenschaden haben wir zu Beginn des Rennens relativ viel Zeit verloren. Die Pace wurde mit zunehmender Renndauer immer besser, das war eine positive Entwicklung. Dass wir so kurz vor Rennende von der Strecke geflogen sind, ist natürlich sehr ärgerlich. Aber so ist das im Rennsport.“

Lucas Luhr (Porsche 911 GT3 R #8): „Am Anfang hatten wir ein paar Probleme mit der Balance und mussten einiges am Auto verändern. Das hat viel gebracht und auch durch die verschiedenen Reifenmischungen wurde unsere Pace besser. Die Strafe für eine Kollision in der Boxengasse war hart. Mittlerweile ist das hier ein Sprintrennen und fünfeinhalb Minuten Penalty kannst du dir nicht erlauben. Wir sind hier das erste Mal als Team an den Start gegangen und dafür ist unser Ergebnis sehr ordentlich.“

Mercedes: Podiumserfolg und Klassensieg

[Teaminfo] Nach 2018 steht Mercedes-AMG erneut auf dem Siegerpodium des härtesten Autorennens der Welt. Beim 47. ADAC TOTAL 24h-Rennen, das vor 230.000 Fans bei perfekten äußeren Bedingungen auf dem Nürburgring stattfand, konnte sich der Mercedes-AMG GT3 #3 von BLACK FALCON den dritten Platz in der Gesamtwertung sichern. In einem turbulenten Rennen, das in der Schlussphase von Favoriten-Ausfällen, Strafen und Code-60-Phasen geprägt war, bewahrten Maximilian Buhk, Hubert Haupt, Thomas Jäger und Luca Stolz die Nerven und holten mit dem Podium einen weiteren prestigeträchtigen Erfolg für die Performance- und Sportwagen-Marke aus Affalterbach. Komplettiert wird das Ergebnis durch einen zweiten Platz in der Pro-Am-Wertung der Klasse SP9 durch die #18 von GetSpeed Performance sowie durch den Klassensieg in der SP10 durch den Mercedes-AMG GT4 #70 des Black Falcon Teams Identica.

Das 24h-Rennen auf dem Nürburgring hielt für Mercedes-AMG Licht und Schatten bereit. Beim Top-Qualifying setzten sich zwei Mercedes-AMG GT3 gegen die starke Konkurrenz der besten Nordschleifen-Teams durch. Aus der ersten Startreihe nahmen die #2 des Mercedes-AMG Team Black Falcon und die #48 des Mercedes-AMG Team Mann-Filter die Hatz zweimal rund um die Uhr in Angriff. Während der ersten Rennhälfte konnten Adam Christodoulou, Maro Engel, Manuel Metzger und Dirk Müller 30 Führungsrunden über die Kombination aus Grand-Prix-Kurs und Nordschleife sammeln. In der Nacht bedeutete jedoch ein unglücklicher Unfall das vorzeitige Aus für die Sieganwärter.

In den letzten Stunden vor Ablauf der 24h-Distanz überschlugen sich die Ereignisse an der Spitze des Feldes: Auf Podiumskurs liegend erwischte es dabei auch die Mann-Filter „Mamba“ mit der #48 und den Piloten Lance David Arnold, Maximilian Götz, Christian Hohenadel und Raffaele Marciello. Bei einer Überrundung am Sonntagmorgen wurde die Lenkung der #48 beschädigt. Beim anschließenden Stint handelte sich Götz einen Folgeschaden ein und konnte im Streckenabschnitt „Hohe Acht“ einen Einschlag mit seinem Fahrzeug nicht mehr verhindern. Bis dato hatte das Quartett mit anhaltend schnellen Runden immer wieder Druck nach vorne machen können.

Im Kampf um das Podium hatte nun die #6 des Mercedes-AMG Team Black Falcon die besten Karten. Patrick Assenheimer, Nico Bastian, Yelmer Buurman und Gabriele Piana waren vom sechsten Platz in den Langstreckenklassiker gestartet und konnten sich mit weitgehend problemlosen Stints im Vorderfeld etablieren. Vier Stunden vor der 24-Stunden-Marke lag das Quartett auf dem vierten Rang mit guten Perspektiven auf eine Top-Platzierung, als das Unfallpech auch diesen Mercedes-AMG GT3 aus dem Rennen nahm.

Da auch die Konkurrenz in der turbulenten Schlussphase mehr und mehr Federn ließ, ergaben sich plötzlich realistische Podiumsperspektiven für den Mercedes-AMG GT3 #3 vom Mercedes-AMG Team Black Falcon und die #16 vom Team GetSpeed Performance. Im Vodafone-GT3 von GetSpeed hatten sich Kenneth Heyer, Jan Seyffarth, Tristan Vautier und Renger van der Zande mit einer starken Performance in den Top-Ten festgesetzt. Ein technischer Defekt zwei Stunden vor dem Ende bedeutete jedoch auch hier das Aus.

Vom „Fluch der Nordschleife“ verschont blieb hingegen der Black Falcon GT3 mit der Startnummer 3. Maximilian Buhk, Hubert Haupt, Thomas Jäger und Luca Stolz nahmen das Rennen vom achten Platz aus in Angriff und konnten sich über die gesamte Renndistanz in den Top-Ten behaupten. Eine halbe Stunde vor dem Ende konnte Schlussfahrer Haupt den Boxenstopp eines Konkurrenten nutzen, um auf den dritten Rang vorzurücken. Nach 156 Runden überquerte er die Ziellinie und sorgte mit dem Podium für das beste Ergebnis der insgesamt sieben gestarteten Mercedes-AMG GT3.

Eine starke Leistung ins Ziel brachte auch die #18 von GetSpeed Performance. Luca Ludwig, Jules Szymkowiak und die beiden 24h-Newcomer Fabian Vettel und Philip Ellis waren vom 14. Platz gestartet und beendeten den Langstreckenklassiker auf dem siebten Gesamtrang. Damit war das Quartett zugleich die zweitbeste Kombination in der Pro-Am-Wertung der Klasse SP9. Das Schwesterfahrzeug von GetSpeed, die #17 mit dem Rooster Rojo J2 Racing Design, hatte zu Beginn des Rennens mit einigen Problemen zu kämpfen. Mit zunehmender Dauer machten Janine Hill, John Shoffner, Markus Palttala und Fabian Schiller aber Boden gut und landeten im Ziel auf dem 14. Rang.

Sehr erfolgreich verlief das Rennen für den Mercedes-AMG GT4 #70. In der Klasse SP10 konnte sich das Black Falcon Team Identica ab der 13. Runde immer wieder in der Klassenführung präsentieren. In der Schlussphase festigten Marek Böckmann, Yannick Mettler, Tobias Müller und Tristan Viidas den Spitzenplatz und machten schließlich die 24h-Titelverteidigung für den GT4 aus Affalterbach perfekt. In der Klasse SP8T landete der Mercedes-AMG GT4 #46 vom Black Falcon Team KnuffiI auf dem sechsten Rang.

Tobias Moers, Vorsitzender der Geschäftsführung der Mercedes-AMG GmbH: „Was für ein Wochenende – ich habe schon einige aufregende Rennen hier in der Eifel erlebt. Aber das diesjährige 24h-Rennen war definitiv eines der turbulentesten – nicht nur für Mercedes-AMG. Zweifellos haben wir diesem Langstrecken-Klassiker unseren Stempel aufgedrückt und unseren Fans packenden Motorsport geboten. Angefangen mit der ersten Startreihe, womit wir die Performance unseres Mercedes-AMG GT3 ein weiteres Mal eindrucksvoll unter Beweis stellen konnten. Über weite Teile dieses harten Rennens haben unsere Fahrer und Teams beeindruckend um die Spitze mitgekämpft – umso dramatischer natürlich, dass sie durch die unglücklichen Ausfälle für ihre harte Arbeit nicht mit einem Sieg belohnt wurden. Dennoch haben wir mit der #3 vom Mercedes-AMG Team Black Falcon einen Platz auf dem Podium errungen, was mich natürlich freut. Glückwunsch an die Sieger, die heute das nötige Quäntchen Glück zum Gesamtsieg hatten, und das Versprechen, dass wir uns im nächsten Jahr der Herausforderung am Nürburgring wieder stellen werden – dann mit unserem an diesem Wochenende präsentierten neuen Mercedes-AMG GT3.“

Stefan Wendl, Leiter Mercedes-AMG Customer Racing: „Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Wir haben einen Podiumserfolg gesamt erreicht, einen Klassensieg in der SP10, sind Zweiter GT3 in der Pro-Am-Wertung. Darauf können wir wirklich stolz sein. Jeder der hier war, hat gesehen, was für ein intensives Rennen das war und wie viele Autos verloren gingen. Wie viele Teams gescheitert sind, weil sie ein bisschen zu viel Risiko eingegangen sind. Weil der Wille so groß war, dieses Rennen zu gewinnen. Insofern können wir auf unsere Erfolge wirklich stolz sein. “

Thomas Jäger, Mercedes-AMG Team Black Falcon #3: „Zunächst meine Glückwünsche an die Erstplatzierten. Mit dem dritten Platz fühlen wir uns heute auch wie Sieger, denn das ist ein super Ergebnis bei dieser harten Konkurrenz. Beim 24h-Rennen muss man einfach ein fehlerfreies Rennen fahren und bis zum Schluss an das Unmöglich glauben – das haben wir getan und es hat sich ausgezahlt.“

Hubert Haupt, Mercedes-AMG Team Black Falcon #3: „Wir haben schon am Anfang des Rennens gemerkt, dass wir vielleicht nicht ganz den Speed der Konkurrenz hatten. Unsere Strategie war, dass wir nicht das letzte Risiko gehen. Wir hatten keinen einzigen Stopp, wo etwas repariert werden musste oder wir wegen eines Reifenschadens reinkommen mussten.“

Maximilian Buhk, Mercedes-AMG Team Black Falcon #3: „Das Podium ist ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk an Hubert, der vor kurzem seinen Fünfziger gefeiert hat. Erfahrung zahlt sich eben aus bei einem so verrückten Rennen wie diesem. Heute Abend wird gefeiert – trinkfest sind wir ja alle. Ich freue mich auf das erste Pils. Ich lade alle ein, es geht auf den Hubert!“

BMW: Bestes Fahrzeug auf Rang sechs

[Teaminfo] In einem ereignisreichen ADAC TOTAL 24h-Rennen auf dem Nürburgring war der #33 BMW M6 GT3 von Falken Motorsports der bestplatzierte BMW Vertreter. Jens Klingmann, Peter Dumbreck, Alexandre Imperatori und Stef Dusseldorp erreichten den sechsten Platz im Gesamtklassement. Der Sieg ging an den Audi mit der Nummer 4.

Die Startnummer 33 war der einzige BMW M6 GT3 aus der Top-Kategorie SP9, der die Zielflagge beim Langstrecken-Klassiker in der Eifel sah. Bereits vor Einbruch der Dunkelheit waren die beiden Fahrzeuge von Rowe Racing, der BMW M6 GT3 vom BMW Team Schnitzer sowie die Startnummer 101 von Walkenhorst Motorsport nach Unfällen vorzeitig ausgeschieden. In der Nacht verunfallte auch das zweite Walkenhorst-Auto und musste das Rennen aufgeben.

In vielen anderen Klassen konnten die BMW Teams Erfolge feiern. In der SP10-Kategorie fuhr der #71 BMW M4 GT4 von Hofor Racing by Bonk Motorsport als Zweiter auf das Podium. In der CUP5-Klasse, in der 13 BMW M240i Racing am Start waren, gewann die Startnummer 240 vom Team Adrenalin Motorsport. Weitere Klassensiege gelangen in den Kategorien SP4 (#325 BMW 325i, MRC RaceWorld), SP5 (#84 BMW 1M-Coupé, Leutheuser Racing&Events), V4 (#150 BMW 325i, Adrenalin Motorsport) und V2T (#162 BMW F30, Manheller Motorsport).

Stimmen zum 24h-Rennen auf dem Nürburgring:

Jens Marquardt (BMW Group Motorsport Direktor): „Das 24h-Rennen auf dem Nürburgring bot mit 230.000 Zuschauern genau die einzigartige Bühne für dieses GT-Saisonhighlight, auf die sich unsere Teams seit Monaten gefreut hatten. Wir sind sehr gut vorbereitet in die Eifel gekommen – und umso härter trifft uns dieses Gesamtergebnis in der SP9-Klasse. Ich freue mich für Falken Motorsports, das seinen BMW M6 GT3 auf Gesamtrang sechs ins Ziel bringen konnte. Für die fünf weiteren BMW M6 GT3 war das Rennen allerdings vorzeitig beendet. Tatsache ist einfach, dass man hier in der Grünen Hölle nur dann eine Chance hat, wenn man ohne jeden Fehler durchkommt. Das ist uns nicht gelungen. Wir haben zuletzt mehr als einmal gezeigt, dass wir ein 24h-Rennen gewinnen können – sei es in Spa-Francorchamps oder in Daytona. Auf der Nordschleife haben wir diesmal in der Top-Kategorie verloren. Dennoch stehen wir zu 100 Prozent hinter dieser Veranstaltung. Wir hatten weit über 40 Autos am Start, für uns war es wieder ein großartiges Kundensport-Fest. Die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kundenteams in Klassen wie in der SP10 mit dem BMW M4 GT4, wo wir den zweiten Platz erreichen konnten, war auch eine Bestätigung für unser Kundensport-Engagement. Dazu gratuliere ich allen Teams ganz herzlich. Was den Kampf um den Gesamtsieg angeht, kann ich nur sagen: Wir werden stärker wiederkommen. Glückwunsch an Audi zum Gesamtsieg.“

Jens Klingmann (#33 BMW M6 GT3, Falken Motorsports, 6. Platz): „Wir sind ein sauberes Rennen gefahren und haben uns keine Fehler geleistet. Unser Speed war konstant, hat aber leider nicht gereicht, um ganz nach vorne zu kommen. Wenn man jedoch bedenkt, dass wir von Startplatz 31 losfahren mussten, haben wir uns mit einem für uns nahezu optimalen Rennen stark verbessert. Letztlich können wir angesichts der Möglichkeiten, die wir hatten, mit Platz sechs zufrieden sein, auch wenn wir uns aus BMW Sicht natürlich bessere Ergebnisse gewünscht hätten.“

Timo Scheider (#42 BMW M6 GT3, BMW Team Schnitzer, Ausfall): „Es tut mir sehr leid für BMW und das BMW Team Schnitzer. Mein Unfall war sehr unglücklich. Ich war schon seit einigen Kurven hinter dem Hyundai und konnte im Brünnchen an ihm vorbeiziehen. Leider hat er mich nicht gesehen und mich getroffen.“

Jesse Krohn (#99 BMW M6 GT3, Rowe Racing, Ausfall): „Bei der Boxenausfahrt hatte ich einen Porsche vor mir, der langsam unterwegs war. Ich habe mich neben ihn gesetzt und wollte überholen. In Kurve eins bin ich so weit innen gefahren wie möglich, aber er zog rein und es kam zu einer Berührung. Es ist sehr schade, dass dieser Unfall unser Rennen beendet hat.“

Philipp Eng (#98 BMW M6 GT3, Rowe Racing, Ausfall): „Das war ein frustrierendes 24h-Rennen, von dem wir leider nur dreieinhalb Stunden auf der Strecke absolvieren konnten. Aber so etwas passiert, vor allem auf der Nordschleife. Als ich im Auto saß, fühlte es sich gut an, und wir waren in den Top-5 unterwegs.“