Timo Bernhard: Ungewohnte Rolle für den Weltmeister

Auch Porsche gehört in diesem Jahr zum engen Favoritenkreis im Kampf um den Sieg beim ADAC Zurich 24h-Rennen. Eine der Speerspitzen des Einsatzes bildet das Rekord-Siegerteam von Manthey Racing. Fünf Mal holte die Mannschaft aus der Eifel den Sieg und jedes Mal saß dabei ein Pilot im Cockpit, der in diesem Jahr als Teamchef an die Nordschleife zurückkehrt: Timo Bernhard. Nach insgesamt zwölf Starts als Rennfahrer debütiert er mit seinem KÜS Team 75 nun in dieser neuen Rolle beim 24h-Rennen.

Timo Bernhard ist nach einigen Jahren Abstinenz wieder vertreten – allerdings nicht als Fahrer, sondern als Teamchef. Während Bernhard schon zwölf Starts und fünf Gesamtsiege auf dem Buckel hat, ist es für sein Team KÜS Team 75 eine Premiere. „Ich denke, es ist wichtig, dass ich am Kommandostand sitze“, so der Deutsche. „Wir sind fahrerseitig sehr gut aufgestellt und so kann ich dem Team die maximale Unterstützung bieten. Beim 24h-Rennen in Spa war ich auch schon in dieser Rolle.“

Motorsport-Weltstar: Zwei WM-Titel und Le-Mans-Sieg
Als der Moment kam, in dem es hieß „selbst hinterm Steuer sitzen oder nicht“, ist es Bernhard nicht schwergefallen, auf den Fahrersitz zu verzichten. Schließlich war er 2013 zum letzten Mal beim 24h-Rennen auf der Nordschleife am Start, der zeitliche Abstand erschien groß genug. In der Zwischenzeit war der Deutsche zu sehr in das enorm erfolgreiche Le-Mans- und Sportwagen-WM-Programm von Porsche eingebunden. Weltmeister 2015 und 2017, Le-Mans-Sieg 2017: Bernhard gehört zu den Weltstars der Vollgasbranche. Und wenn er auch in den modernsten Rennwagen aller Zeiten weltweit unterwegs war, so hängt sein Herz doch an der Nordschleife. „Ich war vor ein paar Tagen auf der Nordschleife und bin selbst gefahren“, erzählt er und lacht. „Jetzt bin ich froh, dass die Entscheidung da schon getroffen war. Sonst wäre es mir sicherlich schwerer gefallen. Aber man muss auch sagen, dass ich 2013 zum letzten Mal beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring angetreten bin. Von daher hatte ich schon etwas Abstand zu meinem letzten Einsatz am Ring.“

„Auf das genaue Timing auch in der Vorbereitung kommt es an“
Doch nicht nur während des Veranstaltungswochenendes ist seine jahrelange Nordschleifen-Erfahrung gefragt, sondern auch in den Wochen vorher. „Ich lege einen sehr großen Wert auf die Fahrzeugvorbereitung“, so Bernhard. „Zudem versuchen wir verschiedene Szenarien durchzugehen. Ich weiß, dass man sich beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring nicht auf alles vorbereiten kann, aber ich habe hier schon einiges erlebt. Mit einer guten Vorbereitung fühlt man sich auch besser.“ Nach wie vor ist die Nordschleife für ihn etwas ganz Besonderes. „Die Strecke ist einzigartig, und das Reglement ist auch anders als bei anderen Rennen, wie zum Beispiel in Spa oder beim GT Masters“, beschreibt Bernhard. „Da kommt es auf viele Details und das genaue Timing, auch in der Vorbereitung, an. Da habe ich durch meine 13 Starts beim 24h-Rennen auf der Nordschleife viel Erfahrung, vor allem aus der Fahrersicht.“

Freundschaftliche Bande bleiben
Nun tritt er im Riesenstarterfeld an und vergleicht sich mit einigen der besten GT-Teams der Welt. So auch gegen den Rennstall, mit dem er hier am Ring so erfolgreich war. Dennoch ist das Verhältnis freundschaftlich. Bernhard: „Bei Manthey habe ich tatsächlich alle meine Erfolge auf der Nordschleife gefeiert. Sie sind stark und gut aussortiert, da können wir von lernen. Wir setzen beide einen Porsche ein, und da gibt es an der ein oder anderen Stelle eine Zusammenarbeit.“ Bei der Zielsetzung hält sich der Teamchef noch zurück: „Wir gehen ergebnisoffen ins Rennen. Ich will, dass wir sauber durchkommen, und das ist schon schwierig genug.“

Audi: Volles Rennprogramm

[Teaminfo] Im Rahmen des ADAC Zurich 24h-Rennen treten die Audi Kundensport-Rennwagen bei der größten Rennsport-Veranstaltung der Welt zum ersten Mal in drei verschiedenen Wettbewerben an. Beim 24h-Rennen geht es für Audi um den fünften Gesamtsieg. Mit den drei Läufen zum neuen WTCR – FIA-Tourenwagen-Weltcup und den beiden Rennen des Audi Sport R8 LMS Cup enthält das Rahmenprogramm zugleich fünf packende Sprintrennen mit Beteiligung von Audi Sport.

„Audi Sport hat international und auch im einheimischen Motorsport eine riesige und treue Fangemeinde“, sagt Chris Reinke, Leiter Audi Sport customer racing. „Für viele ist das 24h-Rennen auf dem Nürburgring das Größte. Ihnen bieten wir in diesem Jahr mit mehr als 30 Rennwagen in drei Serien sowie unserem Audi Sport Campus mehr als je zuvor.“ Auf dem Campus können die Fans im Fahrerlager allen Audi-Piloten begegnen und die Tourenwagen wie auch die Cup-Rennwagen aus nächster Nähe bestaunen. Ihre Boxen liegen direkt neben der Audi Sport race hospitality und bieten Motorsport zum Anfassen.

In seinem Jubiläumsjahr blickt Audi Sport customer racing auf eine erstklassige Bilanz in der Eifel zurück: 2012, 2014, 2015 und 2017 ist Audi Sport mit dem R8 LMS jeweils der Gesamtsieg gelungen, hinzu kommen drei GT3-Klassensiege zwischen 2009 und 2011. Beim zehnten Start von Audi Sport customer racing bei dem Langstreckenklassiker ist die gesamte Vielfalt des Modellprogramms zu sehen. Sieben Audi R8 LMS sind in der GT3-Klasse genannt. Die vier Audi-Sport-Teams BWT, Land, Phoenix und WRT kämpfen mit insgesamt zwölf Fahrern um den Gesamtsieg. Darunter sind die acht früheren Gewinner Christopher Haase, Kelvin van der Linde, Christopher Mies, Nico Müller, René Rast, Mike Rockenfeller, Frank Stippler und Markus Winkelhock. Drei Einsatzteams haben den Klassiker in der Eifel bereits für sich entschieden, nur für das Audi Sport Team BWT ist es das Debüt. Hinzu kommen drei weitere Audi R8 LMS, einer aus dem Team BWT Mücke Motorsport und zwei von Car Collection Motorsport.

Auch die beiden anderen Modelle aus dem aktuellen Programm von Audi Sport customer racing sind im Feld zu sehen. Das Team Phoenix Racing stellt sich mit einem Audi R8 LMS GT4 nach einem 24h-Klassensieg in Dubai im Januar nun der Herausforderung auf dem Nürburgring. Die Teams Bonk Motorsport und Prosport Performance kämpfen mit je einem Audi RS 3 LMS um den Erfolg in der TCR-Klasse.

Spannung versprechen auch die Sprint-Wettbewerbe. Im WTCR – FIA-Tourenwagen-Weltcup messen sich die Teams mit Rennwagen von sieben Herstellern in zwei Qualifyings und drei Rennläufen auf der Nordschleife. Die Audi-Sport-Piloten Gordon Shedden, Jean-Karl Vernay und Frédéric Vervisch vertrauen ebenso wie ihre privaten Fahrerkollegen Nathanaël Berthon, Denis Dupont und Aurélien Panis auf den Audi RS 3 LMS. Zur Freude vieler Fans wird der aktuelle DTM-Champion René Rast als Gaststarter für ein Wochenende in diese Rennserie wechseln. Er steuert einen siebten Audi RS 3 LMS und wirbt für Esports WTCR Oscaro. Bei der Premiere dieses digitalen Rennspiels am Nürburgring treten Sim-Racer in Simulatoren gegen echte Rennfahrer an und können 25.000 Euro Preisgeld gewinnen.

Das Deutschland-Debüt des Audi Sport R8 LMS Cup rundet den Auftritt der Marke mit den Vier Ringen ab. Die Geschichte des einzigen Markenpokals weltweit, der auf GT3-Rennwagen setzt und seit diesem Jahr zusätzlich GT4-Modelle zulässt, begann im Jahr 2012 in Asien. In der siebten Saison starten die eingeschriebenen Teilnehmer zum ersten Mal auf dem Grand-Prix-Kurs des Nürburgrings und treffen dabei auf Gaststarter aus Deutschland. Packende Positionskämpfe in den 30-minütigen Sprints komplettieren ein volles Programm, das für die Fans und Audi Sport den größten Auftritt in diesem Jahr bedeutet.

Die Teams von Audi Sport customer racing beim ADAC Zurich 24h-Rennen Nürburgring

Audi R8 LMS #1 (Audi Sport Team Land)
Kelvin van der Linde/Sheldon van der Linde/Christopher Mies/René Rast

Audi R8 LMS #3 (Audi Sport Team Phoenix)
Christopher Haase/Nico Müller/Frank Stippler/Frédéric Vervisch

Audi R8 LMS #8 (Audi Sport Team WRT)
Robin Frijns/Kelvin van der Linde/René Rast/Dries Vanthoor

Audi R8 LMS #14 (Car Collection Motorsport)
Stefan Aust/Christian Bollrath/Ronnie Saurenmann/Peter Schmidt

Audi R8 LMS #15 (Car Collection Motorsport)
Christopher Friedrich/Pierre Kaffer/Adrien De Leener/Simon Trummer

Audi R8 LMS #24 (Audi Sport Team BWT)
Christopher Haase/Nico Müller/Markus Winkelhock/Mike Rockenfeller

Audi R8 LMS #25 (Team BWT Mücke Motorsport)
Marcel Fässler/Christer Jöns/Pierre Kaffer/Stefan Mücke

Audi R8 LMS GT4 #41 (Phoenix Racing)
Milan Dontje/Xiaole He/Nicolaj Møller Madsen

Audi RS 3 LMS #172 (Bonk Motorsport)
Hermann Bock/Max Partl

Audi RS 3 LMS #175 (Prosport-Performance GmbH)
Christoph Breuer/Markus Oestreich

Spannende Vorzeichen für die FIA-WTCR auf der Nordschleife

Volles Starterfeld, actiongeladene Rennen und Piloten dreier verschiedener Marken auf dem obersten Treppchen des Siegerpodestes: Der FIA-Tourenwagen-Weltcup (WTCR) machte bei seiner zweiten Saisonrunde in Ungarn Werbung für diese höchste Kategorie des internationalen Tourenwagensports. Zwei Wochen bevor der WTCR im Rahmen des ADAC Zurich 24h-Rennens auf der Nordschleife gastiert, sorgte mit Norbert Michelisz (Hyundai i30 N TCR) ein einheimischer Pilot für Begeisterungsstürme. Der Ungar konnte auf heimischem Terrain in beiden Qualifyings die Pole Position einfahren und kam in zwei von drei Rennen auf das Siegerpodest. Der große Gewinner des Wochenendes war aber sein Kollege im BRC-Racing-Team, Gabriele Tarquini: Er kam als Tabellenführer an den Hungaroring und sammelte mit einem Rennsieg und guten weiteren Platzierungen mächtig Punkte. An die Nordschleife kommt der Hyundai-Pilot nun mit einem kleinen Vorsprung vor dem Franzosen Yann Ehrlacher (Honda Civic TCR), der den ersten von drei Heats des Wochenendes gewann und dessen Team All-inkl.com Münnich Motorsport am Ring sein Heimspiel feiert. Und auch der Sieger des zweiten Ungarn-Rennens ging an einen Piloten, der sich sehr auf die Nordschleife freuen dürfte: Robert Huff (GBR, VW Golf GTI TCR) nahm mehrfach am 24h-Rennen teil und dürfte so manchem Konkurrenten in Sachen Streckenkenntnis etwas voraus haben.

Mit zwei Qualifying-Sesssions und drei Rennen ist die aus der Tourenwagen-WM hervorgegangene FIA-WTCR noch actiongeladener als ihr Vorgänger und überzeugte auch in Ungarn wieder mit Türklinkenduellen im dicht gepackten Feld. Aber nicht nur die spannenden Positionskämpfe der 27 Renntourenwagen rissen die Fans von den Sitzen. Auch die Local Heros sorgten für Begeisterung. Norbert Michelisz konnte schon im ersten Qualifying die Pole Position für Rennen 1 erobern, als er den Argentinier Esteban Guerrieri (Honda, All-inkl.com Münnich Motorsport) um 0,256 Sekunden auf Platz zwei verwies. Die Sensations-Show im ersten Lauf aber lieferte dann dessen Teamkollege Yann Ehrlacher. Von Platz fünf aus gestartet, übernahm er schon nach zwei Kurven die Führung und lief schließlich vor Guerrieri im Ziel ein: Doppelsieg für das deutsche Team! Michelisz blieb immerhin der dritte Platz, für den seine Landsleute ihn feierten. Er hatte den Start gegen Guierrieri verloren, startete aber sofort den Gegenangriff. In der Anfahrt zur Kurve 2 mischte sich auch noch BRC-Racing-Teamkollege Tarquini in den Kampf ein: Das Trio berührte sich und wurde in der langen Linkskurve nach außen getragen. Dadurch öffnete sich auf der Innenseite in großes Loch für Ehrlacher, der keine weitere Einladung brauchte und mit seinem Honda Civic Type R TCR an allen drei vorbeiging. Ein atemberaubendes Duell, das beste Werbung für den Tourenwagen-Weltcup war.

Wildcard-Pilot mit glänzender Vorstellung
Auch im zweiten Qualifying war es Norbert Michelisz, der den heimischen Fans eine weitere Pole-Position schenkte – mit knappem Vorsprung vor Tabellenführer und Teamkolege Gabriele Tarquini. Hinter den Hyundai i30 N TCR sicherte sich das All-inkl.com-Team aus Guerrieri und Ehrlacher die zweite Reihe. Doch im zweiten Heat starten die Top-Ten des Qualifyings in umgekehrter Reihenfolge des Trainingsergebnisses, sodass es andere Protagonisten waren, die zunächst einmal die Hauptrollen übernahmen: Der Trainings-Zehnte Rob Huff (GBR, Sébastien Loeb Racing) spielte im VW Golf GTI TCR seine Erfahrung aus, als er die so gewonnene Pole in eine frühe Führung umsetzte. Er verteidigte die Spitzenposition gegen den ungarischen Wildcard-Piloten Dániel Nagy, der von P2 ins Rennen gestartet war. Der Jubel des Heimpublikums trug ihn ins Ziel und ließ ihn ein hinreißendes Rennen abliefern. Jedoch reichte es für den Hyundai-Piloten letztlich nicht mehr, den Golf GTI des Briten zu überholen. Huff siegt schließlich und strahlte: „Es lief brillant. Das Team hat mir an diesem Wochenende ein großartiges Auto zur Verfügung gestellt, das in der Lage war, den Hyundai hinter sich zu halten. Einige Male war es wirklich sehr eng, da Dániel wirklich gut gefahren ist. Für ihn ist es sicher toll, in seiner Heimat so eine gute Leistung abgeliefert zu haben.“ Das Podium komplettierte mit Yvan Muller (FRA) ein weiterer Hyundai-Pilot.

Dritter Sieg für Tarquini
Beim dritten Lauf schlug dann die Stunde des Tabellenführers: Gabriele Tarquini schlug im finalen Heat seinen Teamkollegen Norbert Michelisz. Mit dem Doppelsieg der beiden Hyundai baute der italienische Veteran seine Punkteführung aus. Der Schlüssel zum Sieg war einmal mehr Tarquinis Markenzeichen: ein blitzschneller Start. Damit ging er an Polesitter Michelisz vorbei und übernahm beim Anbremsen der ersten Kurve die Führung. Dahinter griff Yvan Muller die beiden All-Inkl.com-Hondas an und schob sich dabei an Yann Ehrlacher vorbei. Kurz darauf war er schon Dritter, da dessen Teamkollege Guerrieri einen Frühstart hingelegt hatte und nach der dafür fälligen Durchfahrtsstrafe ans Ende des Feldes zurückgefallen war. Nach rund einem Drittel der Distanz wurde der Heat regenbedingt unterbrochen und nach kurzer Pause hinter dem Safety-Car neu gestartet. Tarquini und Michelisz konnten beim Restart die Führung verteidigen und lieferten sich ein feines Windschattenduell, dass der italienische Ex-Formle-1-Pilot aber kontrolliert nach Hause fahren können: Der Dritte Rennsieg der jungen Saison war der Lohn. Hinter den beiden Piloten des BRC-Teams kam mit Yvan Muller (FRA) ein weiterer Hyundai als Drittplatzierter ins Ziel.

Mathol: Ein guter Test für das 24h-Rennen

[Teaminfo] Eine gute Leistung bot Mathol Racing beim letzten Test vor dem ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Nürburgring. Das Team aus Diez brachte beim 24h-Qualifikationsrennen drei Fahrzeuge an den Start. Letztlich überquerte nur ein Auto nach sechs Stunden die Ziellinie. Trotzdem überwog der positive Eindruck bei der Generalprobe. Teamchef Matthias Holle: „Wir haben wichtige Erkenntnisse für das 24h-Rennen im Mai gesammelt. Zudem hat der neue Mercedes AMG GT4 ein beeindruckendes Renndebüt abgeliefert. Unser Team hat wieder eine starke Vorstellung gezeigt.“

In der Klasse SP10 der GT4-Fahrzeuge war erstmals der neue Mercedes AMG GT4 am Start. Hinter dem Steuer lösten sich Christian Stingu, Domenico Solombrino, Thomas Heinrich und Jochen Herbst ab. Im Training fuhr das Quartett auf Rang vier in der Klasse, Nach einem über weite Strecken völlig problemlosen Rennen belegte der Mathol-Mercedes Platz fünf in der Klasse. Matthias Holle: „Ein ermutigender Auftakt mit dem neuen Auto. Die gefahrenen Rundenzeiten waren auf Anhieb gut und die Zuverlässigkeit hat auch gestimmt. Dazu haben die Piloten keinen Fehler gemacht.“

Weiterhin waren zwei BMW M235i Racing Cup am Start. Das erste Auto pilotierten Stephan Waldhausen, Michael Imholz und Daniel Schwerfeld. Nach Platz fünf im Training in der 14 Fahrzeuge großen Klasse des Markenpokal kam im Rennen früh das Aus. In der dritten Runde rutschte der BMW auf einer Ölspur aus und hatte Kontakt mit der Leitplanke. Dabei wurde der Spurstangenkopf abgerissen und es gab keine Möglichkeit, sich in die Box zu retten. „Das war einfach nur Pech“, so Matthias Holle.

Der zweite BMW kam deutlich weiter, aber auch nicht ins Ziel. Die Italiener Edoardo Buganè, Francesco Buganè und Nelson Merlini hatten mit dem BMW eine starke Leistung gezeigt und mit konstant schnellen Runden eine gute Platzierung inne, als in der letzten Runde im Karussell eine neuwertige Antriebswelle abscherte. Matthias Holle: „Schade, es wäre ein gutes Ergebnis geworden. Trotzdem können wir mit dem Renntag zufrieden sein, denn wir haben wertvolle Ergebnisse gesammelt.“

Bonk: Zurück in der Erfolgsspur

[Teaminfo] „Wir sind mit beiden gestarteten Autos ins Ziel gekommen. Die TCR-Klasse haben wir gewonnen und mit dem BMW M235i Racing Cup sind wir auf Platz zwei gefahren“, freute sich Teamchef Michael Bonk nach dem 24h-Qualifiaktionsrennen. Den Audi RS3 LMS TCR hatten Hermann Bock, Rainer Partl und Max Partl gefahren, im Cup-BMW waren Michael Schrey, Florian Naumann und Michael Fischer unterwegs. „Nach den letzten Misserfolgen in der VLN Langstreckenmeisterschaft war das ein Erfolgserlebnis zur rechten Zeit. Und natürlich eine gelungene Generalprobe für das 24h-Rennen“, so Bonk weiter.

Der Audi RS3 LMS TCR von Bock/Partl/Partl stand mit einer guten Trainingszeit von 9.20,629 Minuten auf der längeren 24h-Streckenvariante auf Platz drei in der Klasse, Im Rennen hatte das Team ein wenig Pech, als zur Halbzeit der Frontsplitter repariert werden musste. Der Aufenthalt kostete zwei Runden. Aber anschließend führ das Team die letzten drei Stunden auf Angriff und hatte am Ende der 6-Stunden-Distanz die Nase vorn. Bonk: „Ein tolles Ergebnis. Schließlich haben wir nach dem Unfall beim letzten VLN-Rennen die komplette Woche repariert und sind erst kurz vor dem ersten Training fertig geworden.“

Der Bonk-BMW stand nach dem Training in der stark besetzten Markenpokal-Klasse auf Starposition zwei. Im Rennen lag das Trio von Beginn an in der Spitzengruppe. Schrey: „Die Kämpfe auf der Strecke haben wieder viel Spaß gemacht.“ Im Ziel reichte es dann nur zum zweiten Platz. Bonk: „Schade, aber an diesem Tag war ein anderes Team schneller. Wichtiger war es, dass der BMW problemlos über die Distanz gekommen ist. Wir haben die Fehler der ersten beiden VLN-Rennen gefunden und hoffentlich endgültig eliminiert.“

Black Falcon: Sieg bei der Generalprobe

[Teaminfo] Bei der Generalprobe zum ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Nürburgring sicherten sich Yelmer Buurman, Jan Seyffarth und Thomas Jäger im Mercedes-AMG GT3 (#5) des Mercedes-AMG Team Black Falcon nach sechs spannenden Rennstunden den Gesamtsieg. Zwei weitere AMG GT3 aus dem Hause Black Falcon kamen in den Top-10 ins Ziel. In der Klasse V6 erzielten Stephan Köhler, Axel König, Norbert Schneider und Alexander Böhm im Porsche 911 Carrera einen Klassensieg für das Black Falcon Team TMD Friction.

Black Falcon war beim Prolog zum 24h-Rennen unter anderem mit drei Mercedes-AMG GT3 am Start. Neben den Gesamtsiegern Yelmer Buurman, Jan Seyffarth und Thomas Jäger traten Adam Christodoulou, Maro Engel und Manuel Metzger im Auto mit der Startnummer 4 an. Die beiden AMG des Mercedes-AMG Team Black Falcon zählten während des gesamten Wochenendes zu den schnellsten Fahrzeugen im Feld. Während Buurman, Seyffarth und Jäger nach sechs Stunden den Gesamtsieg davontrugen kamen ihre Teamkollegen mit knapp 50 Sekunden Abstand auf Platz acht ins Ziel. Eine weitere Top 10-Platzierung für Black Falcon sicherten sich Abdulaziz Al Faisal, Hubert Haupt, Erik Johansson und Gabriele Piana im Auto mit der Startnummer 6. Das Fahrerquartett zeigte eine hervorragende Leistung und ließ mit Gesamtrang 10 gleich mehrere werksunterstütze Fahrzeuge hinter sich.

Für das Black Falcon Team Identica gingen Carlos Gomez, Stefan Karg, Moritz Oberheim und Fidel Leib im Mercedes-AMG GT4 (#66) an den Start. Nach technischen Problemen im Qualifying startete das Fahrzeug vom Ende der ersten Startgruppe. Gleich zu Beginn begann das Team eine packende Aufholjagd und eroberte zwischenzeitlich die Führung in der Klasse SP10. Eine Kollision gegen Rennmitte bescherte der Mannschaft einige Minuten Zeitverlust, am Ende überquerte der Mercedes-AMG GT4 die Ziellinie auf Klassenrang vier.

Das Black Falcon Team TMD Friction schickte derweil zwei Porsche-Fahrzeuge ins Rennen. Der Porsche 911 GT3 CUP MRII (#64) von Saud Al Faisal und Jürgen Bleul war nach einem Unfall im Qualifying in der Kürze der Zeit nicht reparabel und musste das Wochenende frühzeitig beenden. Für Stephan Köhler, Axel König, Norbert Schneider und Alexander Böhm lief es derweil deutlich besser: Von Startplatz eins der Klasse gestartet absolvierten die vier Piloten ein fehlerfreies Rennen und sicherten sich mit großem Vorsprung den Sieg in der Klasse V6.

Nach der erfolgreichen Generalprobe ist die gesamte Black Falcon – Mannschaft nun auf das 24h-Rennen auf dem Nürburgring fokussiert. Das Saison-Highlight findet vom 10. bis 13. Mai statt und wird weltweit mit großer Spannung erwartet.

Sorg: Doppelsieg und zweimal Podium

[Teaminfo] Sieben Autos am Start, ein Doppelsieg und jeweils ein zweiter, dritter und vierter Rang sowie keine Schrammen an den Fahrzeugen: Das 24hQualifikationsrennen auf dem Nürburgring, welches über eine Distanz von 6 Stunden führte, hätte für Securtal Sorg Rennsport nicht besser verlaufen können. „Dieses Ergebnis hatten wir uns natürlich erhofft“, sagte Benjamin Sorg. „Aber das es dann wirklich so reibungslos und perfekt lief ist ein unglaublich schönes Gefühl. Das ganze Team hat einen Riesenjob abgeliefert.“

Bei den Produktionswagen bis 2500 ccm (Klasse V4) freute sich die Wuppertaler Mannschaft über einen ungefährdeten Start-Ziel-Doppelsieg sowie die schnellste Rennrunde. Die Cousins Kevin und Cedric Totz (beide Brakel), Heiko Eichenberg (Fritzlar) und Torsten Kratz (A-Pellendorf) nutzten ihre Klassen-Pole Position und übernahmen direkt die Führung. Diese sollte das Quartett am Steuer des Eibach-BMW 325i bis ins Ziel auch nicht mehr abgeben.

Die Teamkollegen Oliver Frisse (Ruthen), Christian Andreas Franz (Birkenfeld), Yannick Mettler (CH-Zürich) und Emir Asari (I-Mailand) hatten im Schaltwerk Bikes-BMW 325i Coupé nach sechs Stunden Fahrzeit nur 1.33,338 Minuten Rückstand. In 10.17,716 drehte Franz darüber hinaus die schnellste Rundenzeit der Klasse. Der Drittplatzierte hatte bereits mehr als eine Runde Rückstand.

In der Klasse V6 für Produktionswagen bis 3500 ccm lenkten Ugo Vicenci (IGorgonzola), Alberto Carobbio (I-Bergamo), Björn Simon (Weilerswist) und Philipp Hagnauer (CH-Basel) den BGStechnic-Porsche Cayman auf den zweiten Platz.

Für eine faustdicke Überraschung sorgten im BMW M235i Racing Cup die vier US-Amerikaner James Clay, Tyler Cooke, Charlie Postins und Cameron Evans. Im Feld der 14 Fahrzeuge fuhren Clay/Cooke als Dritte aufs Podium, Postins/Evans folgten als Vierte. Beim 24h-Rennen Mitte Mai werden sich die Vier ein Cockpit teilen. Daniel Sorg war hellauf begeistert: „Alle Vier haben noch nicht so viele Erfahrungen auf der Nordschleife sammeln können. Ihre Rundenzeiten und Leistungen heute waren ausgezeichnet. Das lässt sehr für die 24 Stunden hoffen.“

Nach mehreren Starts in der Einsteigerserie RCN bestritten Vater Ulrich Clemm und seine Söhne Dominik und Nicolas (alle Aufkirchen) sowie Florian Jung (München) ihr erstes Nordschleifen-Rennen. Um möglichst viele Rennkilometer zu sammeln, lenkten alle Vier sowohl den Gerri-BMW M235i als auch den fruit2go-BMW M235i. Beide Fahrzeuge sahen innerhalb von rund sechs Minuten das Ziel und landeten auf den Plätzen acht und neun.

Apropos RCN: Am Vortag startete Deutschlands älteste Rundstreckenserie auf dem Eifelkurs in die neue Saison. Securtal Sorg Rennsport schickte fünf Fahrzeuge mit zahlreichen Motorsport-Neueinsteigern ins Rennen. „Auch hier gab es ordentliche Leistungen und keine Schramme an den Autos“, freute sich Daniel Sorg.

Jetzt hat der Wuppertaler Erfolgsrennstall knapp drei Wochen Zeit, ehe im Fahrerlager der Stellplatz für das ADAC 24h-Rennen bezogen wird. Das Saisonhighlight steht vom 10. bis 13. Mai auf dem Programm.

Hyundai: Erfolgreiche Abstimmungsarbeiten

[Teaminfo] Hyundai setzte mit dem i30 N TCR seinen erfolgreichen Saisonstart auf der legendären Nürburgring-Nordschleife fort. Beim Qualifikationsrennen für das ADAC Zurich 24h-Rennen (10.–13. Mai) holten die beiden Fahrzeuge vom Team „Hyundai Motorsport N“ zwei Podestplätze in ihrer Klasse und stellten dabei einen Rundenrekord auf. Beide von Hyundai Motorsport Customer Racing gebauten Tourenwagen mit dem neu entwickelten Langstrecken-Kit wurden auf die Herausforderungen der „Grünen Hölle“ abgestimmt. Das Kit umfasst ein Renn-ABS, in die Frontschürze integrierte Zusatzscheinwerfer und ein Schnellbetankungssystem.

Der Rennwagen mit der Startnummer 830 wurde von Moritz Oestreich, Jae-Kyun Kim sowie den Journalisten Byung Hui Kang und Guido Naumann gefahren. Nicola Larini, Manuel Lauck, Andreas Gülden und Peter Terting teilten sich als besonders nordschleifenerfahrene Fahrerbesetzung das Cockpit des zweiten i30 N TCR mit der Nummer 831.

Bereits im ersten Zeittraining am Samstagabend zeigten die beiden Hyundai i30 N TCR ihre Leistungsfähigkeit und dominierten die TCR-Klasse. Andreas Gülden gelang mit 9.03,206 Minuten nicht nur die schnellste bisher gefahrene Rundenzeit eines TCR-Fahrzeugs, sondern er stellte eine neue Bestzeit für Autos mit Frontantrieb auf der 25,378 Kilometer langen Gesamtstrecke aus Grand-Prix-Kurs und Nürburgring-Nordschleife auf. Er verpasste dabei nur knapp einen Überraschungsplatz für das Top-30-Qualifying.

Beim 6h-Rennen am Sonntag starteten Terting und Oestreich auf den Hyundai i30 N TCR an der Spitze ihrer Gruppe und kämpften gegen leistungsstärkere GT4-Sportwagen. Dabei wurden das gute Handling und die auf den Geraden wie Döttinger Höhe oder Schwedenkreuz wichtigen hohen Spitzengeschwindigkeiten deutlich. Kleinere technische Probleme warfen beide Autos während des Rennverlaufs zurück. Dennoch sprangen am Ende die Plätze zwei und drei in der TCR-Kategorie heraus. Dem i30 N TCR mit der Startnummer 831 gelang mit 9.05,905 Minuten die schnellste TCR-Rennrunde.

Hyundai Motorsport Kundensportmanager Andrea Adamo: „Die Leistung des i30 N TCR an diesem Wochenende war sehr ermutigend und zeigt zusammen mit den starken Platzierungen in den vergangenen Wochen das Potenzial, das in diesem Rennwagen steckt. Die schnellste Runde für ein Fahrzeug mit Frontantrieb auf dieser Strecke sowie die Bestzeit für ein TCR-Modell zeigen deutlich, wie herausragend das Chassis und der Motor des i30 N TCR sind. Leider spiegelt das Endergebnis nicht unsere Rundenzeiten wider. Wir müssen jetzt die kleineren Probleme vom Wochenende beheben, damit wir beim 24h-Rennen die gesamte Performance des i30 N TCR unter Beweis stellen und unsere Kunden in anderen Rennserien durch die Erfahrungen beim Langstreckenklassiker unterstützen können.“

BMW: Podium bei der Generalprobe

[Teaminfo] Die BMW Teams haben den letzten Härtetest vor dem ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Nürburgring am 12./13. Mai erfolgreich absolviert. Beim Sechs-Stunden-Qualifikationsrennen belegte der #99 BMW M6 GT3 von ROWE Racing als bestplatziertes BMW Fahrzeug den zweiten Rang. Am Steuer saßen die beiden BMW WEC-Fahrer Martin Tomczyk und Nick Catsburg . Catsburg lieferte sich in den letzten Runden ein packendes Duell mit dem siegreichen Mercedes um Platz eins und feierte danach gemeinsam mit Tomczyk den Erfolg auf dem Podium. Augusto Farfus war ebenfalls auf der Nordschleife im Einsatz. Er bereitete sich gemeinsam mit seinen Fahrerkollegen Markus Palttala, Christian Krognes und Fabian Schiller auf den Start im Shell BMW M6 GT3 beim Langstreckenklassiker vor. Über weite Strecken lief dieser Test nach Plan, doch 90 Minuten vor Rennende schied das Fahrzeug nach einem Unfall aus.

Neben dem Rennen spielte das Qualifying diesmal eine entscheidende Rolle, denn alle Teams hatten die Chance, sich durch ein Top-10-Ergebnis im Zeittraining des Qualifikationsrennens bereits vorzeitig ihre heiß begehrten Startplätze im Top-30-Qualifying in vier Wochen zu sichern. Das gelang Rowe Racing mit beiden Fahrzeugen. Der Shell BMW M6 GT3, der von Walkenhorst Motorsport eingesetzt wird, hatte sich bereits im Vorfeld im Rahmen eines VLN-Rennens seine Startberechtigung gesichert. Darüber hinaus gelang dem #100 BMW Z4 GT3 von Walkenhorst Motorsport mit Jörg Müller, Peter Posavac, Rudi Adams und Alex Lambertz am Steuer dank eines starken vierten Platzes im Zeittraining am Samstagabend der Sprung in die Top-30. Die beiden BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport und Falken Motorsports, die noch nicht für das Top-30-Qualifying startberechtigt sind, können sich am Wochenende des 24h -Rennens noch ihre Tickets sichern.

Reaktionen auf das Qualifikationsrennen für das 24h-Rennen:

Martin Tomczyk: „Für das Team und mich war es heute am wichtigsten, dass wir uns die blaue Lampe als eines der 30 schnellsten Fahrzeuge beim 24h-Rennen sichern konnten. Das war das Hauptziel für das Wochenende. Darüber hinaus war es für mich wichtig, so viele Runden auf der Nordschleife absolvieren zu können. Auf dieser Strecke braucht man als Fahrer einen guten Rhythmus. Den habe ich nun wieder. Dass am Ende für uns sogar ein Podestplatz herausgesprungen ist, ist großartig und freut mich vor allem für das Team, mit dem ich super auskomme und das einen tollen Job macht.“

Nick Catsburg: „Die letzten Runden haben unglaublich viel Spaß gemacht. Ich habe gemerkt, dass ich Boden auf den führenden Mercedes gutmachen konnte, und alles gegeben. Am Ende konnte ich ihn leider nicht mehr einholen, aber auch der zweite Platz ist nach dem Sieg für das Fahrzeug beim vergangenen VLN-Rennen ein weiterer großer Erfolg, der uns für das 24h-Rennen Mut macht. Das war heute echtes Racing. Mit diesem Fahrzeug auf dieser Strecke zu fahren und dann auch noch so viele freie Runden zu haben, ist das größte Vergnügen, das man als Rennfahrer haben kann.“

Augusto Farfus: „Für mich ist die Arbeit in einer neuen Konstellation aus Fahrern, Fahrzeug und Team eine spannende Herausforderung. Ich hatte heute sehr viel Spaß auf der Strecke. Es ist immer etwas ganz Besonderes, auf der Nordschleife zu fahren. Wir haben am BMW M6 GT3 noch einiges an Abstimmungsarbeit zu erledigen, konnten im Laufe des Qualifikationsrennens aber bereits viele wichtige Erkenntnisse gewinnen. Natürlich ist es schade, dass wir nach dem Unfall das Rennen nicht beenden konnten. Aber insgesamt ist mein Eindruck sehr positiv. Ich habe starke Fahrerkollegen, und die Jungs von Walkenhorst Motorsport machen einen großartigen Job. Ich freue mich schon sehr darauf, zum 24h-Rennen hierher zurückzukommen.“

Falken: Durchwachsene Generalprobe

[Teaminfo] Mit jeweils einem dritten Platz bei VLN1 und VLN2 ist Falken gut in die Motorsportsaison 2018 gestartet. Beim ADAC 24h-Qualifikationsrennen, welches als Generalprobe für das ADAC Zurich 24h-Rennen diente, wurde dieser Erfolgstrend unterbrochen: Platz efl für Peter Dumbreck und Stef Dusseldorp im BMW M6 GT3.

Dabei verliefen die Trainingssessions zunächst nach Plan. Ohne unnötig großes Risiko einzugehen belegten Sven Müller und Dirk Werner im Porsche 911 GT3 R nach dem Top-30-Qualifying den zehnten Rang, Peter Drumbreck und Stef Dusseldorp folgten im BMW M6 GT3 auf der 18. Position.

Der Start zum Sechsstundenrennen erfolgte unter sonnigen und idealen Bedingungen, alle 89 Fahrzeuge reihten sich ohne größere Blessuren in das Nadelöhr der ersten Kurve ein. Beide Falken Rennwagen verteidigten gekonnt ihre Plätze und fuhren ein kontrolliertes Rennen.

Vor allem das Porsche-Duo brillierte im weiteren Rennverlauf mit einer Rekordzeit von 8:18.173 Minuten und gehörte damit zu den absolut schnellsten Fahrzeugen auf der Strecke. Auch der BMW wusste mit einer Bestzeit von 8:18.881 Minuten zu überzeugen und unterstrich einmal mehr, dass beide Fahrzeugkonzepte auf einem ähnlich hohem Performanceniveau unterwegs sind.

Nach sechs Stunden purer Rennaction kam der BMW M6 GT3 auf einem respektablen elften Platz ins Ziel und machte dank einer ausgeklügelten Rennstrategie sieben Plätze im leistungsdichten Feld der GT3-Fahrzeuge gut. Den Porsche ereilte 45 Minuten vor Schluss einen Reifenschaden, welcher zur vorzeitigen Aufgabe führte.

Rowe Racing: Gelungene Generalprobe

[Teaminfo] Rowe Racing hat vier Wochen vor dem 46. ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Nürburgring eine gelungene Generalprobe für den großen Saisonhöhepunkt auf der Nordschleife gefeiert. Das Team aus St. Ingbert ließ am Sonntag dem Sieg im 2. VLN-Lauf acht Tage zuvor Rang zwei im 24h-Qualifikationsrennen folgen und zeigte dabei erneut neben Schnelligkeit und Konstanz eine nahezu perfekte Strategie. Bereits zweieinhalb Stunden vor dem Rennen hatte Rowe Racing zudem bereits das wichtigste Ziel des Wochenendes erreicht und mit beiden BMW M6 GT3 vorzeitig das Ticket für das wichtige Top-30-Qualifying für den „Eifel-Marathon“ am 12./13. Mai gebucht.

Der ehemalige DTM-Champion Martin Tomczyk in seinem erst zweiten Renneinsatz für Rowe Racing und sein BMW Werksfahrer-Kollege Nick Catsburg aus den Niederlanden schoben sich im BMW M6 GT3 mit der #99, der wie beim Erfolg im VLN-Rennen wieder – und diesmal als „Glücksbringer“ auch freiwillig – mit schwarzer Motorhaube an den Start gegangen war, schon in der ersten Runde des sechsstündigen Rennens von Startplatz 13 auf Rang neun vor und hielten sich danach immer im Bereich der erweiterten Spitzengruppe. Nach dem späten letzten Boxenstopp eine knappe halbe Stunde vor Schluss war Catsburg dann aber plötzlich in absoluter Schlagdistanz zum am Ende siegreichen Mercedes, dem er nach drei spektakulären letzten Runden mitten durch zahlreiche überrundete Autos nur um 2,158 Sekunden geschlagen geben musste.

Schon im zweigeteilten Qualifying am Samstagabend und Sonntagmorgen hatte der Bayer Tomczyk die #99 auf den fünften Platz gesteuert und damit den Einzug ins Top-30-Qualifying des 24h-Rennens gesichert. Die schnellsten 30 Fahrzeuge erhalten nämlich eine blaue Lampe für die Frontscheibe, die vor allem in der Nacht das Überholen der zahlreichen langsameren Fahrzeuge deutlich erleichtert. Als Zehnter des Qualifyings schnappte sich auch Catsburg für die #98 eine blaue Lampe. Damit kann sich das Team jetzt in den Trainings- und Qualifikationssitzungen beim 24h-Rennen ganz auf die Rennvorbereitung konzentrieren.

Hans-Peter Naundorf, Teamchef ROWE RACING: „Wir waren mit unserer schwarzen Motorhaube am letzten Wochenende bei der VLN nach vier Stunden auf dem Podest und jetzt beim Qualifikationsrennen nach sechs Stunden auch wieder auf dem Podium. Vier mal sechs sind 24 – und nach meiner Rennsport-Mathematik könnte es dann beim 24h-Rennen auch wieder klappen. Wir hatten jetzt auch noch die letzten beiden unserer sieben Fahrer im Auto und konnten ihnen viel Fahrzeit geben. Alle Jungs passen sehr gut zusammen, die Harmonie zwischen allen stimmt. Insgesamt war es für uns ein sehr gutes Vorbereitungsprogramm für das 24h-Rennen.“

Martin Tomczyk, #99 ROWE RACING BMW M6 GT3: „Für das Team und mich war es heute am wichtigsten, dass wir uns die blaue Lampe als eines der 30 schnellsten Fahrzeuge beim 24h-Rennen sichern konnten. Das war das Hauptziel für das Wochenende. Darüber hinaus war es für mich wichtig, so viele Runden auf der Nordschleife absolvieren zu können. Auf dieser Strecke braucht man als Fahrer einen guten Rhythmus. Den habe ich nun wieder. Dass am Ende für uns sogar ein Podestplatz herausgesprungen ist, ist großartig und freut mich vor allem für das Team, mit dem ich super auskomme und das einen tollen Job macht.“

Nick Catsburg, #99 ROWE RACING BMW M6 GT3: „Die letzten Runden haben unglaublich viel Spaß gemacht. Ich habe gemerkt, dass ich Boden auf den führenden Mercedes gutmachen konnte und alles gegeben. Am Ende konnte ich ihn leider nicht mehr einholen, aber auch der zweite Platz ist nach dem Sieg für das Fahrzeug beim vergangenen VLN-Rennen ein weiterer großer Erfolg, der uns für das 24h-Rennen Mut macht. Das war heute echtes Racing. Mit diesem Fahrzeug auf dieser Strecke zu fahren und dann auch noch so viele freie Runden zu haben, ist das größte Vergnügen, das man als Rennfahrer haben kann.“

Mercedes: Sieg und Platz drei

[Teaminfo] Das 6-Stunden-Qualifikationsrennen am Sonntag bot Spannung und Überholmanöver bis zum Schluss, bei denen die Mercedes-AMG GT3 mit den Startnummern 5 und 47 jeweils eine Hauptrolle spielten. Das Mercedes-AMG Team Black Falcon #5 mit den Fahrern Yelmer Buurman, Thomas Jäger und Jan Seyffarth konnte sich von Startplatz fünf schon früh in den Kampf um den Tagesgesamtsieg einmischen. Bereits nach zehn Runden übernahm das Trio zum ersten Mal die Führung. Die Spannung steigerte sich bis in die letzten Runden: Buurman konnte sich die Führung zurückholen, als der Erstplatzierte nochmal in die Box kam. Mit nur rund sechs Sekunden Vorsprung lieferte sich der Schlussfahrer dann ein Kopf-an-Kopf Duell. Buurman kam in der letzten Runde besser durch den Verkehr und konnte die Angriffe seines Kontrahenten erfolgreich verteidigen. Nach 41 Runden pilotierte er den Mercedes-AMG GT3 #5 als Sieger über die Ziellinie.

Auch der Mercedes-AMG GT3 #47 des Mercedes-AMG Team MANN Filter stand dem „Thriller“ in der Eifel in nichts nach. Dominik Baumann, Christian Hohenadel, Daniel Juncadella und Edoardo Mortara konnten mit Startplatz elf zwar nicht das gewünschte Top-30-Qualifying-Ergebnis einfahren, zeigten aber ein starkes Comeback. Das Quartett begann von Runde eins an ihre Aufholjagd, ehe Baumann zum Finale sein ganzes Können zeigte. Das Quartett arbeitete sich Stück für Stück bis auf Rang vier nach vorne, bevor ein starkes Überholmanöver des Österreichers zehn Minuten vor Rennende den dritten Rang sicherte. Baumann setzte sich zwei Runden vor Ende beim Anbremsen nach der Start-Ziel-Geraden neben seinen Konkurrenten und zog in der nächsten Kurve an ihm vorbei. Platz drei ließ er sich nicht mehr nehmen und machte damit das Doppelpodium für Mercedes-AMG Motorsport perfekt.

Die beiden weiteren Mercedes-AMG GT3 komplettierten das erfolgreiche Rennen ebenfalls in den Top Ten. Das Mercedes-AMG Team Black Falcon #4 kam mit den Fahrern Adam Christodoulou, Maro Engel und Manuel Metzger auf Rang acht ins Ziel. Der dritte GT3 von Black Falcon mit der Startnummer 6 und den Fahrern Abdulaziz Al Faisal, Hubert Haupt, Erik Johansson und Gabriele Piana beendeten das Rennen auf Platz zehn.

Auch der Mercedes-AMG GT4 konnte sein Testprogramm im Vorfeld des ADAC Zurich 24h-Rennens erfolgreich beenden: das Black Falcon Team Identica #66 landete auf Platz vier und das Team Mathol Racing e.V. #74 auf Rang fünf in der SP10-Klasse.

Die fünfte Auflage des Prologs zum ADAC Zurich 24h-Rennen bot die perfekte Möglichkeit für die Teams, letzte Feinabstimmungen an den Fahrzeugen vorzunehmen. Bei einem freien Training, zwei Qualifyings, einem Top-30-Qualifying und dem 6-Stunden-Rennen konnten die Teams vor dem Highlight mit dem 24h-Rennen im Mai ausgiebig und auch erfolgreich testen. Auf der rund 24 Kilometer langen Nürburgring-Nordschleife zeigten sich die Mercedes-AMG GT3 durchweg gut aussortiert. Das enge Teamergebnis der vier GT3-Fahrzeuge aus Affalterbach unterstreicht auch die hervorragende Arbeit und Absprache innerhalb der Mercedes-AMG Teams. Das ADAC Zurich 24h-Rennen findet in diesem Jahr vom 10. bis 13. Mai statt.

Yelmer Buurman, Mercedes-AMG Team Black Falcon #5: „Der Start war richtig gut, die Strecke schon komplett trocken und ich konnte früh ein paar Positionen gutmachen. Die letzten beiden Runden waren dann richtig anstrengend. Ich hatte den BMW im Rückspiegel und einiges an Verkehr vor mir. Diese Mal hatte ich etwas Glück und konnte die langsameren Fahrzeuge gut überholen, so dass ich auf der Döttinger Höhe genügend Vorsprung hatte. Ich bin super happy, dass wir heute gewinnen konnten. Danke an alle, das war eine super Leistung vom gesamten Team.“

Thomas Jäger, Mercedes-AMG Team Black Falcon #5: „Es ist ein Top-Ergebnis zum Ausklang der Vorbereitungen auf das 24-Stunden-Rennen. Der Mercedes-AMG GT3 fährt sich super. Wir haben heute Gas gegeben und sind am Limit gefahren. Es war sehr eng im Kampf um den Sieg. Dass es am Ende für ganz oben auf dem Podium gereicht hat, ist natürlich super. Aber heute lagen alle Mercedes-AMG GT3 insgesamt sehr eng beieinander. Für das 24-Stunden-Rennen im Mai sind wir gut vorbereitet.“

Dominik Baumann, Mercedes-AMG Team MANN-Filter #47: „In meinem Schlussstint hatte der Audi vor mir etwas Pech mit dem Verkehr. So kam ich nochmal an ihn ran. Es war dann ein richtig schönes Duell um den dritten Rang. Ich konnte mich zwei Runden vor Rennende nach der Start-Ziel-Geraden dann neben ihn setzen. Er hat mir genügend Platz gelassen und ich konnte in der nächsten Kurve vorbeiziehen. In der letzten Runde konnte ich es dann bis ins Ziel bringen. Das hat richtig Spaß gemacht und wir sind natürlich sehr glücklich – mit dem Ergebnis ebenso wie mit dem Mercedes-AMG GT3, der perfekt vom Team eingestellt war und sich sehr gut fährt.“

Daniel Juncadella, Mercedes-AMG Team MANN- Filter #47: „Ich hatte viel Spaß am Wochenende. Es war das erste Mal, dass ich in diesem Jahr auf der Nordschleife fahren konnte. Wir hatten heute nicht die beste Startposition und hingen deshalb zum Rennstart etwas im Verkehr fest. Ich hoffe natürlich, dass wir uns für das 24h-Rennen noch etwas steigern können, aber der Mercedes-AMG GT3 lief sehr gut. Mit dem dritten Platz können wir heute sehr zufrieden sein und sind gut vorbereitet für das 24h-Rennen.“

Maro Engel, Mercedes-AMG Team Black Falcon #4: „Wir hatten im Top-30-Qualifying leider Pech mit einer Code-60-Phase, weshalb wir dann von P14 starten mussten. Den Start zu fahren, hat Spaß gemacht. Es gab viele Positionskämpfe, aber dadurch sind wir natürlich auch etwas aufgehalten worden. Am Ende sind wir mit dem Ergebnis nicht ganz zufrieden. Wir konnten aber nochmal viele Daten im Vorfeld zum 24h-Rennen sammeln. Glückwunsch an die beiden Mercedes-AMG Teams zum Sieg und dritten Platz.“

Hubert Haupt, Black Falcon #6: „Wir sind von Platz zwölf gestartet. Mein Start war gut, ohne Probleme. Die Zeiten waren sehr gut und ich konnte mit den anderen Fahrzeugen, auch den Mercedes-AMG GT3 mithalten. Abdulaziz hatte dann leider eine leichte Berührung mit einem anderen Fahrzeug, weshalb wir einen zusätzlichen Stopp einlegen mussten. Das hat uns etwas zurückgeworfen und am Ende spiegelt unsere Platzierung nicht unsere eigentliche Leistung wider. Aufgrund der Zeiten und Performance bin ich insgesamt zufrieden mit dem letzten Test und freue mich jetzt auf das 24h-Rennen im Mai.“

Stefan Wendl, Leiter Mercedes-AMG Customer Racing: „Wir haben heute richtig gutes Racing gesehen. Wir sind am Limit gefahren und es war ein richtig harter Kampf um den Sieg und das Podium. Das Leistungsniveau der verschiedenen Hersteller ist enorm. Umso schöner, dass es heute nicht nur für den Sieg und Platz drei gereicht hat, sondern auch für zwei weitere Top-Ten-Platzierungen. Großes Kompliment an alle Teams und Fahrer für diese Leistung in diesem hart umkämpften Rennen. Wir dürfen uns jetzt aber nicht ausruhen, müssen die Daten von heute nochmal genau analysieren. Dann heißt es die Fahrzeuge optimal vorzubereiten, bevor wir zum 24h-Rennen wieder hier am Nürburgring sind.“

Manheller: Gelungener Testlauf

[Teaminfo] Das Rennteam Manheller Racing im MSC Adenau e.V. hat am vergangenen Wochenende beim 24h-Qualifikationsrennen auf dem Nürburgring den dritten Platz in der Klasse erreicht. Auf dem V4 BMW mit der Startnummer 156 bestritten David Quinlan, Bruce Ledoux und Nick Mercier das sechsstündige Rennen. Das Team nutze die Trainings auf der 24h-Streckenvariante dazu, das Auto für das Saisonhighlight nochmal ausgiebig zu testen und das Team weiter zu schulen. „Mit dem Ergebnis und vor allem mit dem reibungslosen Verlauf haben wir gut gezeigt, dass wir bereit für das 24h-Rennen sind“, sagte Teamchef Stefan Manheller.

Bei der Trainingssession für das Quailfikationsrennen testete jeder der Fahrer zunächst das Auto, zudem sicherte sich das Team auch schon die Startplätze und beendete das Training vorzeitig. „Wir sind so reibungslos durchgekommen, da waren wir einfach schon fertig“, erzählte Manheller.

Beim Rennen konnte sich das Fahrertrio von Anbeginn in den Top drei der Klasse halten, ein kleiner Fehler verhinderte ein besseres Resultat. „Aber darum geht es auch gar nicht, das ist heute ein Freundschaftsspiel“, so Manheller. „Wir haben unsere Leistungsfähigkeit wieder in vollem Umfang bei unseren Boxenstops unter Beweis stellen können“, ergänzte Strategiechef Michael Paffenholz.

Beim ADAC Zurich 24h-Rennen in vier Wochen wird das Team aus Meuspath mit einem eigenen Fahrzeug an den Start gehen, zudem betreut Manheller wie schon 2017 den Toyota von Milltek.

Rowe Racing mit starkem Fahreraufgebot

[Teaminfo] Rowe Racing geht mit einem starken Fahreraufgebot in das 46. ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Nürburgring. Am Steuer der beiden BMW M6 GT3, die die Mannschaft aus St. Ingbert mit Werksunterstützung durch BMW Motorsport einsetzt, wechseln sich größtenteils BMW Fahrer aus den GT-Werksprogrammen in der FIA World Endurance Championship und der IMSA WeatherTech SportsCar Championship ab. Zwei der insgesamt sieben Piloten gehen am 12./13. Mai erstmals mit Rowe Racing in den „Eifel-Marathon“, die übrigen Fahrer sind „alte Bekannte“.

Neu an Bord sind die beiden Amerikaner John Edwards und Connor de Phillippi, der im vorigen Jahr noch als Audi-Pilot Rowe Racing den Gesamtsieg vor der Nase weggeschnappt hatte. Diesmal wird er gemeinsam mit dem damals knapp geschlagenen Briten Alex Sims im Auto sitzen, der Finne Jesse Krohn und der ehemalige DTM-Champion Martin Tomczyk vervollständigen das Quartett. Im Schwesterauto sitzen wie beim zweiten Platz im vorigen Jahr der damalige Schlussfahrer Nick Catsburg aus den Niederlanden und der Brite Richards Westbrook, die von Edwards unterstützt werden.

„Auch in diesem Jahr setzen wir im BMW M6 GT3 auf der Nordschleife wieder viele unserer besten GT-Fahrer ein“, sagt BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt. „Dazu zählen nahezu alle Stammpiloten aus der WEC und der IMSA-Serie, wie Alex Sims, Martin Tomczyk oder Nick Catsburg sowie erfahrene Nordschleifen-Könner wie Richard Westbrook. Wir sind davon überzeugt, dass sie im sehr engen Kampf um den Sieg und die Podestplätze eine entscheidende Rolle spielen können. Vier unserer Fahrer standen 2017 auf dem Podium, auch alle anderen verfügen über großes Talent und reichlich Erfahrung auf der anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt: Das sind die besten Voraussetzungen für ein starkes BMW Ergebnis.“

In die große Generalprobe für das ADAC Zurich 24h-Rennen geht Rowe Racing mit viel Rückenwind: Der erste VLN-Sieg auf der Nordschleife nach 959 Tagen am vorigen Samstag ist für die Mannschaft vor dem 24h-Qualifikationsrennen am Sonntag (15. April) zugleich Motivation und die Bestätigung, auch beim großen Saison-Höhepunkt am 12./13. Mai um den Sieg kämpfen zu können. Im vorigen Jahr war Rowe Racing auf Platz zwei so nah am großen Triumph in der Eifel wie nie zuvor.

Im Cockpit werden am Wochenende zwei hochkarätige BMW Werksfahrer sitzen: Martin Tomczyk und Nick Catsburg. Während der Niederländer Catsburg eine feste Größe in der Mannschaft aus St. Ingbert ist und im vorigen Jahr als Schlussfahrer im Regen-Chaos entscheidenden Anteil am zweiten Platz beim „Eifel-Marathon“ hatte, steht der Bayer Tomczyk vor seinem erst zweiten Renneinsatz für Rowe Racing – erneut auf dem Nürburgring. Im September 2016 hatte der DTM-Champion von 2011 im Langstrecken-Rennen der Blancpain GT Series auf der GP-Strecke sein Debüt im Team gefeiert und dabei als Startfahrer nicht weniger als 17 Plätze gutgemacht, unglaubliche neun davon allein in der ersten Runde.

Das Ziel des Teams für das Wochenende ist neben der weiteren Vorbereitung auf das 24h-Rennen und der Anpassung an spezielle Abläufe wie das Nacht-Training und das spezielle Qualifying-Format mit dem Einzelzeitfahren der schnellsten 30 Fahrzeuge vor allem die vorzeitige Qualifikation für eben dieses Top-30-Qualifying beim 24h-Rennen. Dafür müssten die beiden Autos von Rowe Racing entweder im Top-30-Qualifying des 24h-Qualifikationsrennens am Sonntagmorgen ab 10.15 Uhr zu den zehn schnellsten Fahrzeugen gehören oder im anschließenden Rennen, das um 12.00 Uhr beginnt und über sechs Stunden führt, unter die besten Fünf fahren.

Hans-Peter Naundorf, Teamchef Rowe Racing: „Jeder Teamchef kann sich einfach nur glücklich schätzen, mit einer so starken und hoch professionellen Fahrerbesetzung ins 24h-Rennen gehen zu dürfen. Neu dabei sind in diesem Jahr Connor de Phillippi, der im letzten Jahr den Tick glücklicher war als wir, und John Edwards, die beide in den beiden ersten VLN-Läufen schon in unseren Autos saßen. Sie haben sich schon sehr gut ins Team integriert und passen hervorragend zu uns. Bei allen anderen Piloten wissen wir ja schon länger, welche Qualitäten sie haben. Unser primäres Ziel am Wochenende ist es, beide Autos vorzeitig ins Top-30-Qualifying des 24h-Rennens zu bringen, was bei unserer zuletzt gezeigten Performance eine machbare Aufgabe sein sollte. Außerdem ist das Qualifikationsrennen perfekt geeignet, sich auch abseits der Rennstrecke bereits an einige besondere Abläufe des 24h-Rennens zu gewöhnen und eine gute Generalprobe durchspielen zu können.“

Black Falcon: Sieg knapp verpasst

[Teaminfo] Beim zweiten Saisonlauf zur VLN erzielte Black Falcon einen zweiten Gesamtrang, einen Klassensieg sowie mehrere Podestplätze. Der Mercedes-AMG GT3 (#14) von Adam Christodoulou, Maro Engel, Manuel Metzger und Dirk Müller beendete das vierstündige Rennen auf Gesamtposition zwei. In der Klasse SP10 erzielten Stefan Karg, Moritz Oberheim und Fidel Leib im Mercedes-AMG GT4 (#163) ebenfalls den zweiten Platz. Axel König und Norbert Schneider sicherten sich im Porsche 911 Carrera (#395) den Sieg in der Klasse V6.
 
Mit dem zweiten VLN-Saisonrennen begann auch für die Black Falcon GT3-Fahrer die Vorbereitung auf das ADAC Zurich 24h-Rennen Anfang Mai. Beim Qualifying am Samstagmorgen gingen gleich drei Mercedes-AMG GT3 auf Zeitenjagd. Das Quartett Christodoulou, Engel, Metzger und Müller schaffte es als einziger Mercedes-AMG GT3 unter die magische Grenze von acht Minuten und qualifizierte sich damit für Startplatz drei. Ihre Teamkollegen im Mercedes-AMG Team Black Falcon Yelmer Buurman, Thomas Jäger, Jan Seyffarth und Luca Stolz qualifizierten das Schwesterauto #15 derweil für Startplatz elf. Das dritte Fahrzeug, der Mercedes-AMG GT3 #6 von Abdulaziz Al Faisal, Hubert Haupt und Erik Johansson wurde bei einem Unfall im Training stark beschädigt und fiel für das Rennen aus.
 
Vom Start weg entwickelte sich ein packender Kampf um die Gesamtführung, der über die gesamte Renndistanz keine Fehler zuließ. Die #14 kämpfte bis zum Schluss um den Gesamtsieg und musste sich bei der Zieldurchfahrt nur um acht Sekunden geschlagen geben. Der Mercedes-AMG GT3 #15 beendete das Rennen auf Platz acht.
 
Der Mercedes-AMG GT4 (#163) des Black Falcon Team Identica startete nach dem Auftaktsieg beim ersten VLN-Lauf von Position vier der Klasse SP10. Karg, Oberheim und Leib machten im Rennverlauf zwei Positionen gut und sicherten sich mit Platz zwei erneut einen Platz auf dem Podium. Der von Alexander Kolb und Kim-Luis Schramm pilotierte Mercedes-AMG GT4 (#162) des Black Falcon Team TMD Friction war in der Qualifikation eine Sekunde schneller als die Teamkollegen und startete von Position drei der Klasse. Nach einem fehlerfreien Rennen sah das Duo die Zielflagge als Fünfter in der Klasse SP10.
 
Bei den Produktionswagen trat das des Black Falcon Team TMD Friction mit einem Porsche 911 Carrera (#395) in der Klasse V6 und einem Porsche Cayman (#448) in der Klasse V5 an. Axel König und Norbert Schneider sicherten sich mit dem 911er im Qualifying zunächst Startplatz drei. In einem fehlerfreien Rennen kämpften sich die beiden dann weiter nach vorne und konnten nach spanendem Kampf den Klassensieg feiern. Im Porsche Cayman fuhren Uwe Lebens und Fidel Leib ein makelloses Rennen. Schlussrang fünf bedeutete für Lebens zudem die Qualifikation für die Nordschleifen – Permit A.
 
Der Porsche 911 GT3 CUP MRII (#57) von Jürgen Bleul, Aurel Schoeller und „Takis“ konnte nach einem Unfall im Training nicht am Rennen teilnehmen.
 
Für Black Falcon geht die Vorbereitung auf das 24h-Rennen bereits am kommenden Wochenende in die finale Phase. Das ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen ist das dritte und letzte Vorbereitungsrennen vor dem Langstreckenmarathon im Mai. Die zweitägige Veranstaltung des ADAC Nordrhein findet am 14. und 15. April statt.