Bonk: Schwarzer Samstag

[Teaminfo] „Uns scheint in diesem Jahr ein wenig das Glück verlassen zu haben. So einen schlechten Saisonauftakt in der VLN habe ich lange nicht mehr erlebt. Das zweite VLN-Rennen war sicherlich ein Tiefpunkt in der Historie von Bonk motorsport“, erläuterte ein ziemlich frustrierter Teamchef Michael Bonk nach dem 43, DMW 4-Stunden-Rennen. Der BMW M235i Racing Cup mit dem amtierenden VLN-Meister Michael Schrey blieb nach wenigen Runden mit einem technischen Defekt stehen. Der zweite BMW stand zu diesem Zeitpunkt bereits in der Box und der Audi RS3 LMS TCR sollte durch einen Unfall vorzeitig stranden. „Das Beste an diesem Renntag war die Verpflichtung von Marc Ehret als neuem Partner von Michael Schrey. Das gibt uns für diese Saison deutlich mehr Möglichkeiten“, so Bonk

Schrey/Ehret stellten den Bonk-BMW auf die Pole-Position im BMW-Markenpokal. Nach dem Start kämpfte das Duo um die Spitze, bis in der achten Runde der BMW am Streckenrand ausrollte. Schrey: „Das Glück aus den letzten Jahren scheint uns verlassen zu haben. Aber wir werden einfach weiterarbeiten und dann kommt auch das Glück zurück.“ Bonk: „Wahrscheinlich ein Elektronikproblem an dem BMW. Einfach nur ärgerlich.“ Florian Naumann/Michael Fischer hielten direkt nach dem Start Anschluss an die Spitzengruppe. Doch Vibrationen im Antriebsstrang beendeten den Vorwärtsdrang des zweiten Bonk-BMW vorzeitig. Bonk: „Wir haben ein Gelenk an der Kardanwelle getauscht, aber der Rückstand war viel zu groß.“

Der Audi RS3 LMS TCR von Hermann Bock und Max Partl hätte im Training fast die 9-Minuten-Grenze geknackt. Im Rennen war nach einem Auffahrunfall in einer Code-60-Zone frühzeitig Schluss. Bonk: „Schade, wir hätten in diesmal ein gutes Ergebnis herausfahren können.“

Der unter Bonk-Bewerbung fahrende Nett-Peugeot 306 S16 zeigte die erwartet solide Leistung. Das 20 Jahre alte Auto lief wie ein Uhrwerk und bescherte den Piloten Jürgen und Achim Nett einen Sieg in der Klasse V3. Jürgen Nett: „Das hat Spaß gemacht. Wir sind ohne ein einziges Problem über die Distanz gekommen. Und die gefahrenen Rundenzeiten waren gar nicht so schlecht.“

Beim Qualifikationsrennen zum ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Nürburgring am kommenden Wochenende wird Bonk motorsport mit zwei Fahrzeugen auflaufen. Den BMW M235i Racing Cup werden Michael Schrey, Florian Naumann und Michael Fischer fahren. Für den Audi RS3 LMS TCR sind Hermann Bock und Max Partl vorgesehen.

Sorg Rennsport: Sieg in der GT4-Klasse

[Teaminfo] Für Securtal Sorg Rennsport endete das zweite Rennen zur VLN sehr erfolgreich: Ein Klassensieg, zwei zweite Plätze und weitere gute Platzierungen sorgten bei frühsommerlichen Bedingungen für eines der besten VLN-Wochenenden überhaupt. „Mit dem heutigen Abschneiden sind wir sehr zufrieden“, sagte Benjamin Sorg. „Gute Resultate, fehlerfreie Fahrer und Mechaniker und dazu passte das Wetter. So darf es weitergehen.“

Besonders groß war der Jubel, als Heiko Eichenberg nach etwas mehr als vier Stunden im BMW M4 GT4 als Klassensieger den Zielstrich kreuzte. Für den BMW M4 bedeutete dieses gleichzeitig den ersten europäischen Erfolg in der GT4-Kategorie. Den Grundstein für den Erfolg hatte in der Anfangsphase Yannick Mettler mit einem Doppelstint gelegt.

Mit der nötigen Weitsicht und Cleverness der Sorg-Boxencrew hatte der 41-jährige Eichenberg zu Beginn der letzten Runde, in Führung liegend, die Boxen für einen kleinen Tankstopp angefahren. Routiniert meisterte Eichenberg den letzten Umlauf und hatte am Ende 32,8 Sekunden Vorsprung auf den zweitplatzierten Mercedes-AMG GT4. „Wir kommen mit dem M4 immer besser zurecht, haben einen Null-Fehler-Job abgeliefert und heute verdient gewonnen“, sagte Eichenberg.

Tristan Viidas absolvierte die Vier-StundenDistanz allein am Steuer des Gerri-BMW M235i und wurde in der gleichnamigen und mit 19 Fahrzeugen stark besetzten Klasse mit dem zweiten Platz belohnt. Daniel Sorg war voll des Lobes: „Tristan war für mich die Überraschung des Rennens. Trotz wenig Erfahrung eine Bestzeit von 9.10 Minuten, Platz zwei und keine Schramme im Auto.“ In der gleichen Klasse lenkten Christian Andreas Franz, Mark Benz und der Mexikaner Luis Ramirez den fruit2-go-BMW auf Rang neun.

Im mit 12 Fahrzeugen gut besetzten Porsche Cayman-Cup hängen die Trauben sehr hoch. Obwohl Stefan Beyer, Emin Akata und Torsten Kratz) im Sinziger-Porsche nur 2.51 Minuten Rückstand auf den Sieger hatten, reichte es dieses Mal nur zu Platz sechs. Mit 1,1 Sekunden Abstand zum Fünften.

Nach dem Pech vom Saisonauftakt lief es bei Björn Simon, Philipp Hagnauer und Thomas Müller im BGStechnicPorsche Cayman S dieses Mal gut. Bei den Produktionswagen bis 3500 ccm (Klasse V6) freute sich das Trio über Platz zwei von sechs Teilnehmern. Theoretisch fehlten nur 6,1 Sekunden auf den Klassensieg, praktisch addierten sich 80 Sekunden wegen eines Vergehens in einer Code 60-Zone hinzu.

Einzig das Abschneiden bei den Produktionswagen bis 2500 ccm (V4, 20 Starter) trübte etwas die gute Stimmung im Sorg-Team: Nur einer von drei BMW 325i sah das Ziel. Wobei das Trio Nicolas Griebner, Stefen Kerkemeier und Kris Richard mit Platz vier im Schaltwerk Bikes-325i Coupé absolut zufrieden war. Nach einer Kollision mit dem Landgraf-Mercedes GT3 im Bereich Stefan-Bellof-S schieden Cedric und Kevin Totz sowie Doppelstarter Kratz unfallbedingt in der neunten Runde aus.

Oliver Frisse, Sindre Setsaas und Emir Asari mussten in der sechsten Runde in Folge eines früheren Verschalters mit Motorschaden aufgeben. „Uns war bewusst, dass wir mit einem Risiko starten“, sagte Benjamin Sorg. „Aber wir wollten den Jungs eine mögliche Zielankunft bei dieser tollen Ausgangslage nicht von vornherein nehmen und sind deshalb doch auf eigene Gefahr gestartet.“

Am kommenden Wochenende findet mit dem ADAC-24h-Remme Qualifikationensrennen das letzte Rennen vor dem Int. ADAC Zurich 24h-Rennen (10.-13. Mai) statt. Securtal Sorg Rennsport wird mit sieben Fahrzeugen an den Start gehen: Neben dem V6-Porsche und zwei V4-BMW 325i werden nicht weniger als vier BMW M235i Racing Cup eingesetzt.

Manthey: Mit Pech auf Rang fünf

[Teaminfo] Manthey-Racing beendete das zweite Saisonrennen der VLN auf Gesamtrang fünf. Schlussfahrer Frédéric Makowiecki überquerte nach 27 Runden den Zielstrich im Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 912. Der Franzose besetzte beim 43. DMV Vier-Stunden-Rennen ein Auto mit Landsmann Patrick Pilet und dem Briten Nick Tandy. Das zweite Porsche-Werksfahrer-Trio kam hingegen nicht ins Ziel: Romain Dumas, Laurens Vanthoor und Earl Bamber mussten das Rennen anderthalb Stunden vor Schluss vorzeitig beenden, nachdem Vanthoor die Streckenbegrenzung touchiert hatte.

Beim Rennstart am Samstagmittag waren gleich beide Manthey-Porsche aus der ersten Startreihe losgefahren. Wie schon beim Auftaktrennen Ende März hatte Vanthoor im Zeittraining am Morgen die schnellste Runde auf der Nürburgring-Nordschleife gesetzt. Das Schwesterauto rangierte am Ende der Qualifikation eine knappe Sekunde hinter der Startnummer 911 und sicherte sich somit Platz zwei. Sowohl das Zeitfahren als auch der vierstündige Wertungslauf fanden bei trockenen und sonnigen Bedingungen statt.

Im ersten Stint saßen Dumas und Pilet am Steuer. Während Dumas als Erster auf die Nordschleife einbog, musste Pilet sich sogleich mehrerer Angriffe der Gegner erwehren. In der Anfangsphase wechselte die Rangfolge in der Spitzengruppe mehrfach: Dumas fiel im Zuge einer Überrundung zwischenzeitlich auf Platz fünf zurück, dafür übernahm Pilet die Führung. Wegen des dichten Verkehrs wurde der erste Boxenstopp der Nummer 911 etwas vorgezogen. Zur Halbzeit fuhren die Manthey-Porsche aber wieder geschlossen auf den Rängen eins und zwei.

Im Verlauf der zweiten Rennhälfte taten sich die beiden 911 GT3 R schwer. Das Auto der Pole-Setter musste letztlich wegen einer Berührung mit der Streckenbegrenzung zurückgezogen werden. Beim Versuch, den Anschluss an die Spitze nicht zu verlieren, war Vanthoor im Bereich Galgenkopf von der Fahrbahn abgekommen. Der Schwesterwagen verlor Zeit durch einen Dreher nach einem Zweikampf auf der Grand-Prix-Strecke, blieb dabei jedoch unbeschädigt und sicherte dem Team in der Folge die fünfte Gesamtposition.

Am kommenden Wochenende findet auf dem Nürburgring das offizielle Qualifikationsrennen zum Saisonhöhepunkt statt, dem ADAC Zurich 24h-Rennen am 12. und 13. Mai. Nächster VLN-Lauf ist der 60. ADAC ACAS H&R-Cup am 23. Juni.

Über den 2. VLN-Lauf:
Nicolas Raeder (Geschäftsführer Manthey-Racing): „Auch wenn das Qualifying die wahren Kräfteverhältnisse sicher nicht widergespiegelt hat, war das Ergebnis vom Morgen natürlich eine schöne Momentaufnahme. Das Rennen bot vielleicht ein etwas realistischeres Bild, aber im Grunde ist die Konkurrenz derzeit schlicht nicht einzuschätzen. Ansonsten haben wir einiges über unser Gesamtpaket gelernt, was es nun bis zum 24h-Rennen umzusetzen gilt. Darüber hinaus müssen wir etwas Aggressivität rausnehmen. Wir hatten zu viele Zwischenfälle zu verzeichnen.“

Nick Tandy (Porsche 911 GT3 R #912): „Das Rennen begann sehr gut für uns. Später haben wir dann ein paar Code-60-Phasen unglücklich erwischt, aber die haben uns in anderen VLN-Läufen dafür schon in die Karten gespielt. Unterm Strich hatten wir ein weitgehend sauberes Rennen, wodurch wir einige To-dos bezüglich des Set-ups abarbeiten konnten. Als Vorbereitung auf das 24h-Rennen war der zweite Lauf also gut, auch wenn wir nicht auf dem Podium gelandet sind.“

Earl Bamber (Porsche 911 GT3 R #911): „Wir nehmen sicherlich mit, dass das Qualifying sehr positiv für uns gelaufen ist. Was die Rennperformance angeht, haben wir noch Arbeit vor uns. Wir werden jetzt ganz genau schauen, was wir für das Qualifikationsrennen nächste Woche und vor allem für das 24h-Rennen selbst verbessern können. Unser Ausscheiden war natürlich ärgerlich. Besser, wir haben jetzt kein Glück als beim großen Highlight-Rennen im Mai.“

Podium für Manheller Racing

[Teaminfo] Das Team Manheller Racing im MSC Adenau e.V. hat am vergangenen Samstag beim zweiten Lauf zur VLN einen zweiten Platz in der Wertungsklasse V4 erreicht. Marcel Manheller und Carsten Knechtges starteten im WWS-BMW zunächst von der Pole Position, konnten diese aber nur in der ersten Rennhälfte behaupten. „Wir hatten viele Gelbphasen auf der Strecke und da dann wohl etwas mehr Pech als die anderen“, so Manheller. „Mit dem zweiten Platz in so einer starken Klasse stehen wir aber immer noch toll da“. Der zweite BMW des Teams mit Markus Fischer, Marco Zabel und Harald Barth beendete das Rennen nach technischen Problemen auf Rang 16.

Im morgendlichen Training wurde schnell klar, dass die Eifel mit fast 20°C und Sonnenschein diesmal perfekte Bedingungen bereitstellte. Manheller nutzte seine Chance: Mit einer Rundenzeit von 9:40 Minuten stellte er einen neuen Quali-Rekord in der Klasse auf und enteilte dem Rest des V4-Feldes auf sechs Sekunden. Die Pole-Position konnte das Duo auch am Start behaupten, fiel dann aber zwischenzeitlich auf Rang drei zurück. Bis zum Rennende konnten die Fahrer noch eine Position zurückerobern. Die schnellste Rennrunde ging mit 9:44 ebenfalls an den Rennstall aus Meuspath.

Der zweite BMW konnte zu Anfang Anschluss an die Spitzengruppe halten, fiel dann aber mit einer defekten Zündspüle zurück. „Dass es so schnell weiterging verdanken wir insbesondere der E-Unit des Nürburgrings, die uns an der Strecke mit Werkzeug ausgeholfen hat“, betonte Teamchef Manheller. Markus Fischer konnte seine notwendigen Pflichtrunden für das ADAC Zurich 24h-Rennen in der Eifel sammeln, auch hier wird das Team Manheller dabei sein.

In der Gesamttabelle belegen Manheller und Knechtges nun mit 0,5 Punkten Rückstand Rang zwei. „Wir wollen auch dieses Jahr ein Wort um die Meisterschaft mitreden, dafür haben wir heute ein gutes Ergebnis erreicht“, so Teamchef Manheller.

Der nächste Einsatz der Truppe ist schon am kommenden Wochenende; dann steht das Qualifikationsrennen für das 24h-Rennen auf dem Nürburgring auf dem Programm. Bis zum nächsten VLN-Lauf sind es derweil noch elf Wochen.

Cayman Trophy: Doppelpodium für Mühlner

[Teaminfo] Mühlner Motorsport hat den zweiten Wertungslauf der Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing gewonnen. Beim 43. DMV Vier-Stunden-Rennen im Rahmen der VLN waren Moritz Kranz und Michael Rebhan die siegreichen Piloten. Platz zwei holten wie schon beim Saisonauftakt Daniel Bohr, Fabio Grosse und Hendrik von Danwitz. Das Teichmann-Racing-Trio übernahm damit die Führung in der Meisterschaft. Mit Platz drei wiederholten auch Sascha Köhler, Timo Mölig und Felix Günther ihr Resultat aus VLN 1 und bescherten der Mühlner-Mannschaft so ein Doppelpodium.

Kranz und Rebhan waren bereits von Startplatz eins aus ins Rennen gegangen. Die Nummer 969 verbuchte damit auch den Extra-Meisterschaftspunkt für den Gewinn der Pole-Position. In der Anfangsphase war das Auto jedoch erst einmal aus der Spitzengruppe herausgefallen, da sich der Kommandostand des Mühlner-Teams mit einem frühen ersten Boxenstopp für eine asymmetrische Tankstrategie entschieden hatte. In einem von vielen Gelb- und Code-60-Phasen geprägten Rennverlauf sollte sich dies aber letztlich auszahlen: Als Erste überquerten Kranz und Rebhan die Ziellinie mit einem Vorsprung von rund einer Minute auf die Zweitplatzierten. Rebhan gewann damit gleichzeitig die Wertung der AM-Fahrer.

Ebenso fehlerfrei fuhren Bohr/Grosse/von Danwitz. Während das Trio auf dem Porsche Cayman mit der Nummer 960 sich den Silberrang sicherte, wurden ihre Stallgefährten von Teichmann Racing Jung/Rönnefarth/Sandberg Fünfte, ergatterten aber den Zusatzpunkt für die schnellste Rennrunde. Eine Aufholjagd leistete indessen das Gespann Köhler/Mölig/Günther im zweiten Mühlner-Auto: Bei einem Abflug gleich zu Beginn des Qualifyings war die Nummer 979 derart stark beschädigt worden, dass die Mechaniker den Cayman erst in letzter Minute in die Startaufstellung schicken konnten. Die Junioren-Paarung kämpfte sich im Rennen vom letzten Platz der Startgruppe aus vor bis aufs Podest.

Die beiden unter Pseudonym startenden Fahrer „Max“ und „Jens“ (GetSpeed Performance) konnten beim zweiten Durchgang der Saison nicht an ihren Sieg im Auftaktrennen anknüpfen. Nach einem Unfall im Bereich Wehrseifen musste das Duo vorzeitig aufgeben. Damit war die Startnummer 940 eines von drei Fahrzeugen, die in Folge eines Unfalls nicht gewertet wurden. Die Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing präsentierte sich an diesem Wochenende mit einem internationalen Teilnehmerfeld: Die 34 Fahrer kamen aus sieben verschiedenen Nationen.

Wenngleich das bevorstehende ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Nürburgring am 12. und 13. Mai nicht zur Meisterschaft zählt, sind die Teams dazu eingeladen, am Saisonhöhepunkt in der Eifel teilzunehmen. Punkte werden jedoch erst wieder beim dritten VLN-Lauf am 23. Juni, dem 60. ADAC ACAS H&R-Cup, vergeben.

Bernhard Mühlner (Teamchef Mühlner Motorsport), Platz 1: „Mit Platz eins und Platz drei sowie der Pole-Position sind wir mehr als zufrieden. Dass das Junioren-Team am Morgen einen Unfall hatte, gehört dazu – wir bilden die jungen Fahrer schließlich erst noch zu Profis aus, dabei ist mit Fehlern zu rechnen. Ein dritter Rang ist daher mehr als wir erwartet hatten. Unser Programm mit Moritz Kranz als Fahrercoach trägt da sicherlich schon erste Früchte.“

Moritz Kranz (Mühlner Motorsport), Platz 1: „Im Grunde ist der Tag perfekt gelaufen. Schon die Quali lief richtig gut. Ich war selten so schnell unterwegs. Gestartet bin ich dann in einem GT3-Cup-Porsche von Mühlner, weshalb ich erst mitten im Geschehen wieder in den Cayman gestiegen bin. Erst zwei oder drei Runden vor dem Ende, als ich dann noch mal im Cayman saß, habe ich gesagt bekommen, dass wir auf Platz eins liegen. Das war natürlich toll zu hören.“

Fabio Grosse (Teichmann Racing), Platz 2: „In der Qualifikation hatten wir etwas Pech, als wir mit frischen Reifen in einer Code-60-Phase hängen geblieben sind. Der Start von Platz drei aus war dann turbulent wie das ganzen Rennen, trotzdem sind wir zwischenzeitlich bis auf Platz eins vorgefahren. Es hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht heute, und wir sind zufrieden, denn mit Platz zwei haben wir gute Punkte abgegriffen.“

Sascha Köhler (Mühlner Motorsport), Platz 3: „Leider habe ich das Auto gleich in meiner zweiten Runde im Qualifying in die Leitplanke geworfen. Das Team hat daraufhin einen tollen Job geleistet und den Cayman gerade noch rechtzeitig reparieren können. Danke an die ganze Mannschaft und auch an meine Teamkollegen. Wir haben uns heute alle gemeinsam ganz stark zurückgekämpft.“

Ahrtal-Motorsport landet im Mittelfeld

[Teaminfo] Das Rennteam Ahrtal-Motorsport hat am vergangenen Samstag beim ersten Lauf zur VLN den achten Platz in der Klasse V4 belegt. Die Fahrer Marc Roitzheim und André Gies wurden dieses Mal von Uwe Petersen aus Wuppertal verstärkt, der sein erstes Rennen auf dem TopSpeed-Events BMW bestritt. Das zweite, vom Team eingesetzte, Fahrzeug mit Roitzheim und Andreas Schmidt wurde Zwölfter. „Es war ein schwieriges Rennen, angesichts dessen sind wir mit unseren Platzierungen im Mittelfeld doch sehr zufrieden“, sagte Teamchef Marc Roitzheim.

Im morgendlichen Qualifying, das diesmal bei perfekten Wetterbedingungen stattfand, testeten zunächst alle Fahrer das Auto und die vorgenommenen Verbesserungen – schlussendlich stand Startplatz zehn für das TopSpeed-Auto zu Buche. Der zweite BMW musste nach einer Berührung repariert werden. Das Team schaffte es, das Auto noch rechtzeitig aus der Box nachstarten zu lassen. Auch am TopSpeed-BMW traten nach dem Start Probleme auf und Ahrtal-Motorsport entschied sich für einen Kontrollstopp, der vorerst viele Plätze kostete. Startfahrer Uwe Petersen kam mit dem Auto anschließend immer besser klar und übergab das Auto an Roitzheim, der mit schnellen Runden noch viel aufholen konnte. Ex-GT-Masters Fahrer Gies übernahm das Fahrzeug dann kurz vor Ende und konnte noch drei Wettbewerber einholen. „Gerade für sein zweites Nordschleifen-Rennen eine richtig gute Leistung von André“, sagte Roitzheim. Der Teamchef startete an diesem Wochenende auf beiden Autos und lenkte den zweiten BMW ins Ziel.

Mit dem achten Rang verpasste Ahrtal-Motorsport einen Pokalplatz, dieser ist nun das erklärte Ziel für VLN drei: „Die Rundenzeiten waren sehr konstant, wir sind schon extrem nahe an der Grenze von zehn Minuten“, sagte Roitzheim. Es folgen nun noch sieben Läufe auf dem Nürburgring – am 23. Juni startet Runde drei der VLN.

BMW: 1. Saisonsieg für den BMW M6 GT3

[Teaminfo] Zweiter Saisonlauf der VLN, erster Sieg des Jahres für den BMW M6 GT3 auf der Nürburgring-Nordschleife: Jesse Krohn und Connor De Phillippi haben das 43. DMV 4-Stunden-Rennen gewonnen. Nach 27 Runden hatten sie im Rowe Racing BMW M6 GT3 mit der Startnummer 99 einen Vorsprung von knapp neun Sekunden. Es war gleichzeitig der erste Sieg von Rowe Racing mit dem BMW M6 GT3 auf dem Nürburgring.

De Phillippi war vom siebten Startplatz ins Rennen gegangen. Bei besten Bedingungen mit Sonne und frühlingshaften Temperaturen hatten er und Teamkollege Krohn ein reibungsloses Rennen. In der letzten Stunde setzte sich Krohn endgültig an die Spitze des Feldes und brachte den BMW M6 GT3 auf der ersten Position ins Ziel.

Das Team von Walkenhorst Motorsport sicherte sich ebenfalls eine Top-10-Platzierung. Jonathan Hirschi, Hunter Abbott und Christian Krognes fuhren im BMW M6 GT3 mit der Startnummer 35 auf den zehnten Gesamtrang. Zudem belegten ihre Teamkollegen Henry Walkenhorst, Rudi Adams und Andreas Ziegler im #36 BMW M6 GT3 Position eins in der SP9-Masters-Wertung. Einen Klassensieg holten auch Heiko Eichenberg und Yannick Mettler im BMW M4 GT4 vom Team 828 Racing by Sorg Rennsport in der SP10-Klasse. In der Klasse V4 gewannen Christopher Rink, Danny Brink und Phillipp Leisen im BMW 325i vom Pixum Team Adrenalin Motorsport. Der Sieg in der Klasse SP6 ging an Martin Kroll, Michael Kroll, Chantal Kroll und Roland Eggimann im BMW M3 GTR von Hofor-Racing. In der Klasse SP5 siegten Marco Petry, Michael Mönch und Jan von Kiedrowski im BMW 325i. Einen Klassensieg gab es auch in der SP4, für Olli Kangas und Robert Pentén im BMW 325.

In der BMW M235i Racing Cup Klasse hießen die Sieger wie beim Auftakt vor zwei Wochen David Griessner und Yannick Fübrich. Das Duo ist im Fahrzeug mit der Nummer 650 vom Pixum Team Adrenalin Motorsport im Einsatz. Platz zwei ging an Tristan Viidas vom Team Securtal Sorg Rennsport. Rang drei sicherten sich Tobias Müller, Nico Otto und Lars Peucker im #666 BMW M235i Racing vom Team Scheid – Honert Motorsport.

Stimmen zum 43. DMV 4-Stunden-Rennen.
Jesse Krohn (#99 Rowe Racing BMW M6 GT3): „Es ist einfach fantastisch – hier bei diesem tollen Wetter Rennen zu fahren, vor so vielen Zuschauern und mit einem Team, das so großartig arbeitet. Es war eine gute Vorbereitung auf das 24-Stunden-Rennen und der Sieg motiviert das Team noch mehr. Ich freue mich für die gesamte Mannschaft, die an diesem Wochenende wirklich sehr hart gearbeitet hat. Es war nicht einfach, aber das Team hat in Sachen Strategie einen tollen Job gemacht, und Connor ist richtig gut gefahren.“

Connor De Phillippi (#99 Rowe Racing BMW M6 GT3): „Es war mein zweites Rennen im BMW M6 GT3 hier auf der Nordschleife und mein erster Sieg mit meiner neuen BMW Familie. Das fühlt sich einfach großartig an. Ich bin glücklich für das Team, denn es hat sehr hart gearbeitet. Beim ersten VLN-Rennen haben wir nicht das erhoffte Resultat erzielt, aber wir haben uns mit einem Sieg zurückgemeldet.“

Mercedes: Rang zwei für den Mercedes-AMG

[Teaminfo] Bei perfekten Streckenbedingungen und Sonnenschein startete am Samstagmittag der zweite VLN-Lauf auf dem Nürburgring mit sechs Mercedes-AMG GT3 und drei Mercedes-AMG GT4. Im Starterfeld mit 182 Teilnehmern sicherten sich im morgendlichen Qualifying drei Mercedes-AMG GT3 Plätze in den Top Ten. Die Startnummer 14 des Mercedes-AMG Team Black Falcon nahm das Rennen von Rang drei auf, gefolgt von den beiden Fahrzeugen des Mercedes-AMG Team Mann-Filter auf den Plätzen vier und neun (#48 und #47).

Die gute Ausgangsposition nutzte Startfahrer Maro Engel mit der Startnummer 14 bereits in der Anfangsphase aus und ging in der zweiten Runde zum ersten Mal in Führung. Engel setzte sich mit seinen Teamkollegen Christodoulou, Metzger und Müller auch in der Folge in der Spitzengruppe fest und lieferte sich einen engen Kampf um die Führung. Mit fehlerfreien Boxenstopps und Stints fuhr das Quartett bis zum Ende um den Tagessieg. Lediglich unglückliche Gelbphasen am Ende des Rennens verhinderten den Sieg. Schlussfahrer Dirk Müller überquerte nach 27 Runden die Ziellinie auf dem zweiten Platz mit knappen acht Sekunden Rückstand und sicherte Mercedes-AMG Motorsport so bereits im zweiten Saisonrennen den ersten Podestplatz.

Das gute Ergebnis von vier Mercedes-AMG GT3 in den Top Ten komplettierten die Startnummer 48 vom Mercedes-AMG Team Mann-Filter mit Indy Dontje, Maximilian Götz und Christian Hohenadel auf Platz sieben. Auf den Rängen acht und neun folgten die zweiten vom Mercedes-AMG Team Black Falcon und vom Mercedes-AMG Team Mann-Filter eingesetzten Fahrzeuge. Yelmer Buurman, Thomas Jäger, Jan Seyffarth und Luca Stolz pilotierten die Startnummer 15 und Doppelstarter Indy Dontje, Dominik Baumann sowie Edoardo Mortara saßen hinter dem Steuer der #47.

Durch die Qualifying-Ergebnisse in den ersten beiden VLN-Läufen qualifizierten sich bereits drei Mercedes-AMG GT3 für das Top-30-Qualifying des ADAC Zurich 24h-Rennens vom 10. bis 13. Mai. Das Mercedes-AMG Team Mann-Filter mit der Startnummer 47 schaffte die Qualifikation bereits in der VLN 1 (vierter Platz im Qualifying zu VLN1). Die Startnummer 14 des Mercedes-AMG Team Black Falcon (Platz drei) und das zweite Fahrzeug des Mercedes-AMG Team Mann-Filter mit der Nummer 48 (Platz vier) im Qualifying zum zweiten VLN-Rennen an diesem Wochenende. Die weiteren freien Startplätze für den Shootout werden beim Qualifikationsrennen und direkt in den beiden Qualifyings beim 24-Stunden-Rennen vergeben.

Mercedes-AMG GT4 mit Klassensieg und Podium
Die Mercedes-AMG GT4 zeigten bei ihrem zweiten Rennen auf der Nordschleife erneut eine starke Performance. In der Klasse SP8T fuhren Jethro Bovington, Christian Gebhardt, Bernd Schneider und Patrick Simon mit der #155 als Erste nach 25 Runden über die Ziellinie, nachdem Schneider für das Mercedes-AMG Team Driving Academy die schnellste Klassenzeit im Qualifying eingefahren hatte. Auch in der SP10-Klasse waren zwei Mercedes-AMG GT4 erfolgreich: Black Falcon Team Identica holte sich mit Stefan Karg, Fidel Leib und Moritz Oberheim Rang zwei. Auf Position fünf fuhr das Black Falcon Team TMD Friction mit den Fahrern Kim-Luis Schramm und Alexander Kolb.

Maro Engel, Mercedes-AMG Team Black Falcon #14: „Dirk ist eine super Runde im Qualifying gefahren, die uns schon mal für das Top-30-Qualifying zum 24h-Rennen qualifiziert. Das war auch unser erstes Ziel und trägt zu einer guten Vorbereitung bei. Da kann man dann etwas entspannter ins 24h-Rennwochenende gehen. Denn beim 24h-Rennen ist es oft hart und auch stressig, sich die blaue Lampe zu sichern. Heute bei der VLN bin ich den Start gefahren, das hat richtig Spaß gemacht und war ein guter Fight an der Spitze. Der Mercedes-AMG GT3 fährt sich richtig gut, auch wenn wir natürlich noch etwas am Feintuning tun müssen. Adam, Dirk und Manuel haben anschließend auch einen richtig guten Job gemacht. Mit dem zweiten Platz sind wir happy.“

Dirk Müller, Mercedes-AMG Team Black Falcon #14: „Vielen Dank an die Fans für die großartige Unterstützung. Das Rennen hat Riesenspaß gemacht. Es war ein harter Kampf heute, aber ich bin über den zweiten Platz sehr zufrieden. Die letzte Runde war nochmal schwierig mit einer Gelbphase und einem verunfallten Auto am Streckenrand. Ich bin glücklich, dass alles gutgegangen ist und ich als Zweiter über die Ziellinie gefahren bin.“

Bernd Schneider, Mercedes-AMG Team Driving Academy #155: „Wir sind natürlich richtig happy mit dem Klassensieg von heute. Ich bin zum ersten Mal zusammen mit meinen Teamkollegen auf dem Mercedes-AMG GT4 gefahren und wir haben natürlich einiges getestet und ausprobiert. Als Team konnten wir uns schnell aufeinander einstellen. Ziel war es, dass die Jungs viel Zeit im Fahrzeug bekommen und sich auch an die Strecke gewöhnen. Alle haben einen tollen Job gemacht und wir Fahrer fühlen uns sehr wohl und hatten Spaß im Auto. Bei den Reifen müssen wir noch etwas aussortieren. Wir sind aber zuversichtlich, dass das zum 24h-Rennen klappt.“

Stefan Wendl, Leiter Mercedes-AMG Customer Racing: „Unsere Generalprobe für das 24h-Rennen ist mit dem Podium und drei weiteren Teams in den Top Ten erfolgreich verlaufen. Das zeigt das enge Leistungsniveau unserer Mercedes-AMG GT3 Teams. Das Rennen an sich war durch viele Gelbphasen geprägt und es war vor allem für die Fahrer schwierig, sich auf die wechselnden Situationen einzustellen. Das haben die Fahrer und auch die Teams aber hervorragend gemeistert. Insgesamt muss ich ein Kompliment an unsere Kundenteams aussprechen, die sich durch ein vorbildliches Teamwork gegenseitig zu Höchstleistungen antreiben. In einer Woche folgt mit dem Qualirennen bereits der letzte Feinschliff für das Highlight mit dem 24h-Rennen im Mai.”

Rowe Racing: Nach Nachtschicht zum Sieg

[Teaminfo] Großer Tag für Rowe Racing: Die Mannschaft aus St. Ingbert hat im zweiten VLN-Lauf des Jahres ihren ersten Sieg auf der Nürburgring-Nordschleife mit BMW Motorsport gefeiert – und das nach einem großen Kraftakt in der Nacht vor dem Rennen. Die beiden BMW Werksfahrer Connor De Phillippi aus den USA und Jesse Krohn auf Finnland waren dank einer perfekten Rennstrategie am Ende die großen Gewinner im 43. DMV 4-Stunden-Rennen, nachdem die Mechaniker nach einem heftigen Unfall am Freitag bis 2.00 Uhr morgens den BMW M6 GT3 mit der #99 komplett neu aufgebaut hatten. Nur für die weiße Farbe auf der Motorhaube hatte es nicht mehr gereicht, aber am Ende wurde die ungewohnte schwarze Haube zum Glücksbringer.

Für Rowe Racing endete damit eine Wartezeit von 959 Tagen. Zuvor war in der Eifel am 22. August 2015 zum letzten Mal die deutsche Nationalhymne zu Ehren des Teams gespielt worden. Nach vier Rennstunden, bei diesmal strahlendem Sonnenschein in der „Grünen Hölle“, hatten Startfahrer De Phillippi und Jesse Krohn, die von Startposition sieben ins Rennen gegangen waren, am Ende 8,789 Sekunden Vorsprung auf den ersten Verfolger.

Schlüssel zum Erfolg war nach der nächtlichen Energieleistung im Rennen eine alternative Strategie des Teams. Krohn absolvierte als letzter Fahrer der Spitzengruppe erst drei Runden vor Ende des Rennens den dritten Boxenstopp und behauptete dabei die zwischenzeitlich eroberte Führung. Der „fliegende Finne“ baute in den folgenden zwei Runden seinen Vorsprung sogar noch aus und brachte den Sieg dann auf den letzten Kilometern souverän nach Hause. Für Krohn war es ebenso der erste Sieg mit Rowe Racing wie für De Phillippi, der sogar erst zum zweiten Mal überhaupt für das Team im Einsatz war.

35 Tage vor dem großen Saison-Höhepunkt mit dem 46. ADAC Zurich 24h-Rennen am 12./13. Mai hat Rowe Racing unter Beweis gestellt, dass die Mannschaft in der Lage ist, auf der Nordschleife ganz vorne zu sein. Das große Ziel ist es, sich beim „Eifel-Marathon“ gegenüber dem zweiten Platz des vorigen Jahres noch um eine Position zu steigern und den ersehnten ersten Gesamtsieg beim 24h-Rennen zu feiern. Auch das Schwesterauto mit der #98 und der britisch-amerikanischen Fahrerpaarung Richard Westbrook/John Edwards wäre vom Speed in der Lage gewesen, ganz vorne mitzufahren, doch ein elektrisches Problem zwang BMW Werksfahrer Edwards schon nach der zweiten Runde zu einem unplanmäßigen Boxenstopp. Nach einer 25-minütigen Reparatur nutzte das Team die restliche Zeit für Test- und Abstimmungsarbeiten unter Rennbedingungen.

Bereits am kommenden Wochenende steigt in der Eifel die Generalprobe für das 24h-Rennen. Im 24h-Qualifikationsrennen am 15. April, das sechs Stunden dauert, können die besten fünf Autos vorzeitig das Ticket für das wichtige Top-30-Qualifying des 24h-Rennens buchen, das die #98 am Samstag im Zeittraining des zweiten VLN-Laufes auf Platz fünf nur um 61 Tausendstelsekunden verpasst hatte. Der #99 fehlten auf Rang sieben nur knapp sieben Zehntelsekunden. Weitere zehn Plätze gehen auch noch an die zehn schnellsten Autos im Top-30-Qualifying des 24h-Qualifikationsrennens.

Hans-Peter Naundorf, Teamchef Rowe Racing: „Was für ein unglaubliches Wochenende! Nach dem heftigen Crash gestern hatten wir zuerst noch überlegt, ob wir das Auto für das Rennen wiederaufbauen sollen, aber Aufgeben kommt für dieses fantastische Team nicht in Frage. All unsere Mechaniker haben bis 2.00 Uhr morgens fieberhaft gearbeitet, das Fahrzeug wieder einsatzfähig zu machen, und einen grandiosen Job gemacht. Dafür möchte ich mich bei jedem einzelnen bedanken. Nur für eine weiße Motorhaube hatte es nicht mehr gereicht, aber die ungewohnte schwarze Haube hat ihren Zweck auch bestens erfüllt. Wenn man nie aufgibt und nicht nachlässt, kann man auch längere Durststrecken überwinden. Es war ein tolles Gefühl, nach so langer Zeit am Nürburgring mal wieder ganz oben zu stehen, und eine große Motivation für das Team. Im Rennen haben dann unsere Strategen einen tollen Job gemacht, den die Fahrer perfekt umgesetzt haben. Connor und Jesse haben heute keine Fehler gemacht und sind konstant auf höchstem Niveau gefahren. Unsere #98 hätte die gleiche Performance zeigen können, aber leider hatten wir gleich zu Beginn des Rennens ein elektrisches Problem. Nach dem Zeitverlust durch die Reparatur haben wir die restliche Renndauer und vor allem die guten Witterungsbedingungen genutzt, ausgiebig Abstimmungs- und Reifen-Varianten für das 24h-Rennen zu testen.“

Jesse Krohn, #99 Rowe Racing BMW M6 GT3: „Es ist einfach fantastisch – hier bei diesem tollen Wetter Rennen zu fahren, vor so vielen Zuschauern und mit einem Team, das so großartig arbeitet. Es war eine gute Vorbereitung auf das 24h-Rennen, und der Sieg motiviert das Team noch mehr. Ich freue mich für die gesamte Mannschaft, die an diesem Wochenende wirklich sehr hart gearbeitet hat. Es war nicht einfach, aber das Team hat in Sachen Strategie einen tollen Job gemacht, und Connor ist richtig gut gefahren.“

Connor De Phillippi, #99 Rowe Racing BMW M6 GT3: „Es war mein zweites Rennen im BMW M6 GT3 hier auf der Nordschleife und mein erster Sieg mit meiner neuen BMW Familie. Das fühlt sich einfach großartig an. Ich bin glücklich für das Team, denn es hat sehr hart gearbeitet. Beim ersten VLN-Rennen haben wir nicht das erhoffte Resultat geholt, aber wir haben uns zurückgemeldet – mit einem Sieg. Wir waren das ganze Rennen über stark, auch wenn wir mit den Code 60s Pech hatten. Doch wir konnten uns wieder nach vorne kämpfen.“

VLN2: Markenvielfalt an der Spitze

[Teaminfo] Die Nordschleife zeigte sich beim zweiten VLN-Lauf mit strahlendem Sonnenschein von ihrer besten Seite und die Fans erlebten ein wahres Motorsportfest. Drei unterschiedliche Marken auf dem Podium, am Ende des 43. DMV 4-Stunden-Rennens lediglich getrennt von 19,404 Sekunden. Ihren ersten Saisonsieg bejubelten Jesse Krohn und Connor De Phillippi im BMW M6 GT3 von Rowe Racing. Mit einem Vorsprung von 8,789 Sekunden überquerte das Duo den Zielstrich vor Maro Engel, Adam Christodoulou, Manuel Metzger und Dirk Müller im Mercedes-AMG GT3 von Black Falcon. Mit Platz drei errangen Klaus Bachler und Martin Ragginger im Porsche 911 GT3 R von Falken Motorsport ihren zweiten Podestrang in Folge. Sheldon van der Linde und Marcel Fässler verpassten im Audi R8 LMS von Land Motorsport das Treppchen nur knapp und wurden Vierte.

„Das Ergebnis ist ein Traum“, sagte De Phillippi. „Nach einem Unfall bei der gestrigen Einstellfahrt, hatten unsere Mechaniker eine Menge zu tun.“ Erst spät erloschen die Lichter in der Box von Rowe Racing, doch die Arbeit hat sich am Ende gelohnt. „Diesen Sieg widmen wir unseren Jungs!“ Nach einer zurückhaltenden Leistung beim Auftaktrennen, war BMW bei Lauf zwei von Beginn an bei der Musik. „Wir haben am Freitag mit beiden Fahrzeugen sehr konzentriert und konsequent am Fahrzeugsetup gearbeitet. Die Performance, vor allem im Zeittraining, stimmt. Was man durch einen schlechten Startplatz in der Anfangsphase des Rennens verliert, kann man innerhalb von vier Stunden kaum aufholen.“

Die späteren Sieger gingen von Platz sieben aus ins Rennen. Die Abstände im Zeittraining waren diesmal extrem eng. Die ersten 22 Fahrzeuge blieben innerhalb eines Intervalls von zehn Sekunden. Die Pole war hingegen kein Garant für den Erfolg. Wie bereits vor zwei Wochen fuhr Laurens Vanthoor im Porsche 911 GT3 R von Manthey-Racing die schnellste Runde im Zeittraining in 7:58,951 Minuten. Im Rennen war der Belgier dann der Pechvogel. Er verlor in Runde 14 die Kontrolle über den Elfer und schlug in die Streckenbegrenzung ein. Zwar schaffte er den Weg zurück an die Box, das Team diagnostizierte allerdings eine Beschädigung an der Aufnahme des Frontsplitters, die sich nicht vor Ort reparieren ließ.

Der Weg war so unter anderem frei für Black Falcon. „Ich habe in den letzten Runden wirklich alles gegeben, um den Rückstand auf die Spitze wettzumachen“, sagte Müller. „Leider hat es nur für Platz zwei gereicht. Eine Runde mehr und ich hätte Jesse vielleicht einholen können. Trotzdem ist das ein Topergebnis. Von den Rundenzeiten her liegen alle Fahrzeuge sehr dicht beieinander.“ Das Falken-Team wurde bei zunehmender Renndauer immer schneller. „Unsere Reifen sind bei kalten Temperaturen sehr sensibel. Das war heute vor allem im Zeittraining von Nachteil“, sagte Ragginger. „Im Rennen konnten wir von Runde zu Runde zulegen. Das Auto macht genau was wir wollen. Wir hoffen also für die bevorstehenden Rennen auf gutes Wetter.“

Die Professional-Fahrzeuge in der SP9 belegten die Positionen eins bis zehn. Auf elf folgte dann mit Steve Jans, Marek Böckmann und Neuzugang Fabian Schiller das schnellste Premium-Fahrzeug. Der Porsche 911 GT3 R des Gigaspeed Team GetSpeed Performance war so zum zweiten Mal in Folge erfolgreich. Gewinner der Masters-Kategorie waren Henry Walkenhorst, Rudi Adams und Andreas Ziegler im BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport.

Schnellstes Fahrzeug jenseits der GT3-Klasse SP9 war der Porsche 911 GT3 Cup von Christopher Gerhard und Ralf Schall in der Klasse H4. Schlussfahrer Schall musste auf den letzten Metern alles geben, um Platz 18 vor den Siegern der Porsche Carrera Cup-Klasse zu verteidigen. Beim Abwinken betrug sein Vorsprung hauchdünne 0,967 Sekunden vor Marcel Hoppe, Moritz Kranz und Tim Scheerbarth im Mühlner-Porsche.

Einen wahren Kraftakt meisterte Lokalmatador Andreas Gülden aus Reifferscheid nahe des Nürburgrings. Im Seat Cupra TCR von mathilda racing fuhr er im Alleingang zum Sieg in der TCR-Klasse. Nach Ablauf der Vier-Stunden-Distanz verwies er die zweitplatzierten Thorsten Wolter, Rudolf Rhyn und Thomas Jäger im Opel Astra TCR um 2:28,012 Minuten auf Platz zwei. Platz drei feierten die drei Norweger Håkon Schjærin, Alte Gulbrandsen und Kenneth Østvold mit ihrem Audi RS 3 TCR.

Tabellenführer nach VLN 2 sind Yannick Fübrich und David Griessner des Pixum Team Adrenalin Motorsport, die zum zweiten Mal in Folge die BMW M235i Racing Cup-Klasse für sich entschieden. Platz zwei belegen Carsten Knechtges und Marcel Manheller, die nach Platz eins beim Auftaktrennen jetzt Rang zwei in der Klasse V4 belegten.

Die VLN macht jetzt eine elfwöchige Pause vor dem dritten Lauf. Der 60. ADAC H&R-Cup führt am 23. Juni über die klassische Distanz von vier Stunden. Davor startet eine Reihe von VLN-Teams beim ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Nürburgring (10. bis 13. Mai 2018).

Sieben Mercedes-AMG GT3 beim Projekt Nordschleifensieg

Mit Mercedes-AMG hat ein weiterer großer Hersteller sein Programm für das ADAC Zurich 24h-Rennen bekanntgegeben. Den Siegen von 2013 und 2016 sollen die insgesamt sieben eingesetzten GT3 der Performance- und Kundensport-Teams den dritten Triumph folgen lassen. Das Aufgebot für dieses Projekt ist beeindruckend: Ein hochkarätiges Fahreraufgebot mit DTM-Profis und Nordschleifen-Experten bemannt insgesamt zehn Cockpits, denn neben den siegverdächtigen Mercedes-AMG GT3 gehen auch erstmals drei Mercedes-AMG GT4 ins Rennen.

Mercedes-AMG Motorsport hat sich also für das 24h-Rennen einiges vorgenommen. Zum engeren Favoritenkreis auf der Nordschleife dürften vor allem die Mercedes-AMG GT von Black Falcon und HTP Motorsport zählen. Denn bei HTP Motorsport greifen mit Daniel Juncadella (ESP) und Edoardo Mortara (ITA) zwei aktuelle DTM-Piloten ins Steuer. Ebenfalls in Diensten des Teams aus Altendiez sind Dominik Baumann (AUT), Maximilian Götz und Christian Hohenadel (alle GER) sowie die beiden Niederländer Indy Dontje und Renger van der Zande. Für Black Falcon gehen mit Adam Christodoulou (GBR), Maro Engel und Manuel Metzger (beide GER) drei der vier 24h-Sieger von 2016 am Start. Darüber hinaus verstärken Yelmer Buurman (NED), Thomas Jäger, Dirk Müller, Jan Seyffarth und Luca Stolz (alle GER) das erfolgreiche Langstreckenteam aus Meuspath.

Weitere Mercedes-AMG GT3 bringen Black Falcon, HTP und Landgraf Motorsport als private Kundensportfahrzeuge an den Start. Dazu gesellt sich außerdem der brandneue Mercedes-AMG GT4, der in diesem Jahr seine 24h-Premiere auf der Nordschleife feiert. Geplant ist der Start von drei Fahrzeugen, die in der Kategorie SP10 um den Klassensieg kämpfen werden.

Fahrer und Teams Mercedes-AMG beim ADAC Zurich 24h-Rennen

#4 – Mercedes-AMG Team Black Falcon
Adam Christodoulou (GBR)
Maro Engel (GER)
Manuel Metzger (GER)
Dirk Müller (GER)

#5 – Mercedes-AMG Team Black Falcon
Yelmer Buurman (NED)
Thomas Jäger (GER)
Jan Seyffarth (GER)
Luca Stolz (GER)

#47 – Mercedes-AMG Team Mann-Filter (HTP)
Dominik Baumann (AUT)
Daniel Juncadella (ESP)
Edoardo Mortara (ITA)
Renger van der Zande (NED)

#48 – Mercedes-AMG Team Mann-Filter (HTP)
Indy Dontje (NED)
Maximilian Götz (GER)
Christian Hohenadel (GER)
Renger van der Zande (NED)

#6 – Black Falcon
Abdulaziz Al Faisal (KSA)
Hubert Haupt (GER)
Erik Johansson (SWE)
Gabriele Piana (ITA)

#11 – HTP Motorsport
Patrick Assenheimer (GER)
Jeroen Bleekemolen (NED)
Raffaele Marciello (ITA)
Clemens Schmid (AUT)

# N.N. – Landgraf Motorsport
Sebastian Asch (GER)
Kenneth Heyer (GER)
Edward Sandström (SWE)
Tristan Vautier (FRA)

 

Alle in der Liste aufgeführten Teams starten auf Mercedes-AMG GT3

Zwei Mercedes-AMG GT3 in den Top 10

Mit zwei Top Ten-Platzierungen und dem ersten Klassensieg für den Mercedes-AMG GT4 blickt Mercedes-AMG Motorsport auf einen erfolgreichen Auftakt der diesjährigen VLN zurück. Bei der 64. ADAC Westfalenfahrt, dem ersten Lauf zur Langstreckenmeisterschaft, sicherte sich das Mercedes-AMG Team MANN-FILTER mit dem Mercedes-AMG GT3 #47 den fünften Gesamtplatz. Das Schwesterfahrzeug mit der Startnummer 48 machte mit dem achten Platz ein weiteres Top Ten-Ergebnis perfekt. Komplettiert wurde das gute Ergebnis vom ersten Klassensieg des Mercedes-AMG GT4.

Insgesamt drei Mercedes-AMG GT3 und zwei Mercedes-AMG GT4 gingen beim ersten Saisonlauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft an den Start. Nachdem im Vorfeld des Rennens winterliches Wetter den Nürburgring fest im Griff hatte, zeigte sich die Eifel am Samstagmittag von ihrer besten Seite.

Der Mercedes-AMG GT3 #47 nahm den vierstündigen Showdown in der Grünen Hölle bei Sonnenschein und Temperaturen um acht Grad Celsius von Platz vier aus in Angriff. Startfahrer Renger van der Zande (NED) und seine Teamkollegen Dominik Baumann (AUT) sowie Edoardo Mortara (ITA) lagen mit einer konstanten Leistung lange Zeit auf Podiumskurs. Nach einer spannenden Schlussphase mit mehreren Gelbphasen, durch die der Mercedes-AMG GT3 #47 wertvolle Zeit verlor, überquerte Schlussfahrer Edoardo Mortara die Ziellinie nach insgesamt 28 Runden schließlich auf dem fünften Platz.

Indy Dontje (NED), Christian Hohenadel (GER) und Doppelstarter Renger van der Zande beendeten das Rennen in dem Schwesterfahrzeug mit der Startnummer 48 auf dem achten Gesamtrang und somit ebenfalls in den Top Ten.

Mercedes-AMG GT4 mit erstem Klassensieg
Ein weiteres Highlight des Wochenendes war der weltweit erste Klassensieg für den neuen Mercedes-AMG GT4. Nico Bastian, Stefan Karg, Fidel Leib und Moritz Oberheim (alle GER) zeigten mit dem Mercedes-AMG GT4 #163 von BLACK FALCON Team IDENTICA eine überzeugende Vorstellung und sicherten sich den Sieg in der Klasse SP10. Gabriele Piana (ITA), Mustafa Mehmet Kaya (TUR) und Miguel Toril Boquoi (ESP) fuhren mit dem Mercedes-AMG GT4 #162 von BLACK FALCON Team TMD Friction den dritten Platz in der Klasse SP10 ein und schafften somit ebenfalls den Sprung aufs Podium.

Dominik Baumann, Mercedes-AMG Team MANN-FILTER #47: „Insgesamt können wir mit dem Rennen zufrieden sein – das Auto lief super und es hat alles sehr gut funktioniert. Leider haben wir durch ein paar Gelbphasen wertvolle Zeit verloren. Der fünfte Platz am Ende ist gut – wir haben das Podium gerochen, aber es sollte heute einfach nicht sein. Das Rennen war ein richtig guter Testeinsatz mit dem Mercedes-AMG GT3.“

Christian Hohenadel, Mercedes-AMG Team MANN-FILTER #48: „Der Mercedes-AMG GT3 ist sehr gut gelaufen – genau so, wie man es sich wünscht. Jeder Fahrer hat seine Kilometer bekommen und konnte nach dem Winter wieder zur Routine zurückfinden. Das war ein gelungenes und sehr solides erstes Saisonrennen.“

Stefan Wendl, Leiter Mercedes-AMG Customer Racing: „Mit unserem Start in die Rennsaison auf der Nordschleife können wir sehr zufrieden sein. Wir haben hier den ersten Klassensieg weltweit mit dem Mercedes-AMG GT4 gefeiert. Dass wir so früh in der Saison so gute Ergebnisse mit dem Fahrzeug einfahren, zeigt, dass wir gute Arbeit geleistet haben. Wir haben mit unserem GT3 in der Klasse SP9 PRO lange auf Podiumskurs gelegen, durch späte Gelbphasen wurde unsere Strategie jedoch beeinflusst, sodass wir am Ende auf dem fünften Platz ins Ziel gekommen sind. Wir haben einige Hausaufgaben mit nach Hause genommen, die wir jetzt abarbeiten werden, um für das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring optimal vorbereitet zu sein.”

Mathol Racing: Zwei Klassensiege in der Eifel

Beim Saisonauftakt der VLN, der 64. ADAC Westfalenfahrt, gelang Mathol Racing ein starker Einstand in das Langstreckenjahr. Acht Fahrzeuge standen am Start, sechs Fahrzeuge überquerten die Ziellinie. Es gab zwei Klassensiege und zwei weitere Podiumsplatzierungen für Mathol-Piloten. Teamchef Matthias Holle: „Mit dem ersten Saisonrennen können wir sehr zufrieden sein. Die Ankunftsquote unserer Autos war in Ordnung. Die Ergebnisse und die Leistung unseres Teams waren großartig. Darauf können wir aufbauen und auf eine gute Saison hoffen.“

Das Wetter präsentierte sich Ende März in der Eifel von seiner besseren Seite. Am frühen Morgen war es noch kalt und neblig, doch später kam die Sonne hervor. Insgesamt waren die Verhältnisse recht gut.

In der Klasse SP10 der GT4-Fahrzeuge ging Mathol Racing diesmal leer aus. Der Avia-Aston Martin Vantage V8 konnte in Führung liegend nach einem Unfall das Rennen leider nicht mehr fortsetzen. Die Piloten Wolfgang Weber/Thomas Krebs/Daniel Schwerfeld hatten im Training noch Platz fünf belegt. Im Rennen übernahm der Avia-Aston aber mit konstant schnellen Rundenzeiten bald die Führung und schien bis zum Ausfall auf dem sicheren Weg zum nächsten Klassensieg. Teamchef Matthias Holle: „Auch gegen die neue starke Konkurrenz der GT4-Autos von Mercedes, Audi und BMW hat das Team gezeigt, dass wir konkurrenzfähig und vorne dabei sind. Schade, dass wir den Klassensieg nicht nach Hause bringen konnten.“

In der Klasse V6 gab es wieder einen Klassensieg für Mathol Racing. Aber diesmal saßen Rüdiger Schicht/Sebastian Schäfer hinter dem Steuer des Zimmermann-Porsche Cayman S (435). Die beiden Piloten überzeugten mit einer fehlerfreien Leistung und brachten den Cayman sicher ins Ziel. Teamchef Matthias Holle: „Ein guter Auftakt für das Team.“

In der Klasse V3 gelang Mathol Racing gleich ein Dreifacherfolg. Den Sieg holten sich Raffaele Marciello//Roberto Falcon/Philip Ellis/Alexander Fielenbach im Toyota GT86 (524). Platz zwei für den zweiten Toyota (525) von Raffaele Marciello//Roberto Falcon/Philip Ellis/Immanuel Vinke. Auf Rang drei fuhr der Honda Civic Type R (523) von Michael Imholz/Christian Stingu/Immanuel Vinke. Teamchef Matthias Holle äußerte sich zufrieden: „Ein tolles Resultat. Wichtig war es, dass alle Autos ins Ziel gekommen sind, da es auch um die Permit für die Nordschleife ging.“

In der Cayman-Trophy startete nur der Mathol-Porsche Cayman GT4 Clubsport (966) von Marc Keilwerth/Marcos Adolfo Vazquez/“Montana“. Das Trio fuhr zunächst im Mittelfeld der hart umkämpften Klasse, bevor sie durch einige Zeitstrafen zurück geworfen wurden. Probleme mit der Benzinversorgung führten dann zum vorzeitigen Rennende.

Die beiden von Mathol Racing eingesetzten BMW M235i Racing Cup kamen ohne Probleme im 20 Fahrzeuge starken Feld des BMW-Markenpokals ins Ziel. Christian Stingu/Domenico Solombrino/Karl Pflanz (699) fuhren auf Rang 10, Michael Imholz/Stephan Waldhausen/Jochen Herbst (680) belegten im Ziel Platz 13. Teamchef Matthias Holle: „Damit können wir zufrieden sein. Die Autos sind unversehrt geblieben, die Fahrer haben die notwendigen Runden für die Nordschleifen-Permit zurückgelegt und dabei noch eine gute Leistung gezeigt.“

Als Neuzugang hatte der neue Mercedes AMG GT4, der erst am Donnerstagabend in Affalterbach von AMG übernommen werden konnte, am Freitag seine erste Ausfahrt auf der Nürburgring-Nordschleife. Nach dem Rollout startete gleich die erste Phase des Testprograms. Teamchef Matthias Holle: „Der Mercedes macht einen guten Eindruck. Es sind aber noch einige Testkilometer notwendig. Somit war das erste Rennwochenende der Saison 2018 durchaus erfolgreich. Insbesondere die gute Arbeit des Teams, die intensive Vorbereitung und unser Winterprogramm sind Voraussetzung für eine erfolgreiche Saison.“

Bonk: Drama auf der Zielgeraden

„Bis ein paar Sekunden vor Schluss sah alles nach einem perfekten Saisonauftakt aus. Aber dann ist Michael Schrey mit dem BMW M235i Racing Cup 100 Meter vor der Ziellinie einfach stehen geblieben“, fasste ein sichtlich erschütterter Michael Bonk, Teamchef von Bonk motorsport, das Geschehen nach dem Ende des ersten Rennens der VLN zusammen. Statt eines triumphalen Siegs blieb für den amtierenden VLN-Meister nur eine Nullrunde.

Dabei hatte das Projekt Titelverteidigung für Bonk motorsport bei der 64. ADAC Westfalenfahrt fast ideal begonnen. Bei guten äußeren Bedingungen stellte Schrey den BMW von Hofor Racing powered by Bonk motorsport mit einer Rundenzeit von 9.07,707 Minuten auf die Pole-Position der BMW-Klasse, die mit 20 Fahrzeugen wieder bestens gefüllt war. Von Beginn an verteidigte Schrey die Führung. Er konnte sich aber nie absetzen und zeitweise führten der Bonk-BMW und seine Verfolger einen harten Zweikampf im Sekundenabstand. Kurz vor Schluss schien dann die Entscheidung gekommen zu sein. Der amtierende VLN-Meister Schrey ging mit gut sieben Sekunden Vorsprung in die letzte Runde. Doch dann endete der Traum vom Sieg kurz vor der Zielflagge. Bonk: „Was für ein Drama. Sicherlich war es knapp mit dem Sprit, aber normalerweise sollte genug Benzin an Bord gewesen sein. Auf jeden Fall war die Enttäuschung im Team groß.“

Der zweite Bonk-BMW von Florian Naumann/Michael Fischer kam auf einem starken fünften Platz ins Ziel. Eine noch bessere Platzierung verhinderte ein Missgeschick kurz nach dem Start. Der BMW hatte nach einem tollen Training Startplatz drei in der Klasse belegt, kam aber bereits vor dem Abbiegen auf die Nordschleife zurück an die Box. Bonk: „Ein defektes Reifenventil sorgte für einen Reifenschaden. Die Aktion hat leider viel Zeit gekostet, die nicht mehr aufzuholen war.“

Der Audi RS3 LMS TCR mit Hermann Bock und Michael Bonk zeigte eine solide Vorstellung und landete am Ende auf Rang fünf in der TCR-Klasse. Bonk: „Mit dem sequenziellen Getriebe waren wir schneller als in der Vorsaison. Wir sind konstant schnelle Runden gefahren, aber auf die Spitze fehlt uns noch ein wenig.“

Manheller holt Klassensieg

Das Team Manheller Racing im MSC Adenau e.V. hat am vergangenen Samstag beim ersten Lauf zur VLN einen Sieg in der Serienklasse V4 erkämpft. Mit nur sieben Sekunden Vorsprung nach vier Stunden Fahrzeit überquerte der BMW mit dem Fahrerduo Marcel Manheller und Carsten Knechtges die Ziellinie. Der zweite Serien-BMW erreichte Rang neun von 17 Startern, der WWS-BMW mit Kurt Strube und Stefan Manheller musste das Rennen auf Klassensiegkurs vorzeitig beenden. „Wir freuen uns sehr über den Sieg, heute hat eigentlich alles gepasst, sogar das Wetter hat mitgespielt“, sagte Marcel Manheller.

Bereits im Training, das wegen Nebel um eine halbe Stunde verschoben wurde, machte Manheller seinen Anspruch deutlich und stellte den BMW auf die Pole Position der V4. Nach der Startphase fanden beide Fahrer gut ins Rennen, die neu aufgestellte Boxencrew konnte auf Anhieb die Leistungen des letzten Jahres bestätigen. „Wir haben heute gezeigt, dass unser Ergebnis des letzten Jahres kein Zufall, sondern richtig gute Teamarbeit war“, sagte Michael Paffenholz, Leiter der Boxencrew. Zum Ende wurde es für das Team noch mal spannend, als Marcel Manheller rundenlang mit einem Wettbewerber um die Führung kämpfte. Am Ende reichte es für den Sieg mit knappem Vorsprung. Das zweite V4-Fahrzeug wurde nach dem Start in einen Unfall verwickelt, konnte die Fahrt aber fortsetzen und beendete das Rennen im Mittelfeld der Klasse. Der WWS-BMW M3 mit Kurt Strube und Stefan Manheller erreichte im Qualifying P2 und führte die Klasse im Rennen souverän an, bevor Motorprobleme alle Hoffnungen begruben.

„Wir haben jetzt nur zwei Wochen bis zur nächsten VLN, das wird viel Arbeit“, erklärte Teamchef Stefan Manheller. „Das Ergebnis macht uns aber trotzdem sehr froh, wir konnten an die Leistungen des Vorjahres nahtlos anknüpfen.“ Manheller konnte 2017 die V4 fünf Mal gewinnen und wurde Dritter in der VLN-Gesamtwertung. Mit dem aktuellen Ergebnis reiht sich das Fahrerduo ebenfalls auf Rang drei ein und führt in der Produktionswagenmeisterschaft. Es folgen allerdings noch acht Läufe auf dem Nürburgring – am 7. April startet Runde zwei der VLN.