Rowe Racing gewinnt viertes NLS-Rennen

Von Regen im Zeittraining bis zu strahlendem Sonnenschein beim Zieleinlauf – Das Eifelwetter zeigte beim vierten Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) seine zahlreichen Facetten. Genau die richtige Mischung in der Vorbereitung auf das ADAC TOTAL 24h-Rennen im September also, vor dem nun noch ein einzige NLS-Lauf als Vorbereitung verblieb. Die Vorzeichen für eine spannende Auflage des Klassikers sind sehr gut, denn in der Lauf am 1. August bot viel spannende Rennaction. Die anspruchsvollen Bedingungen meisterten Nicky Catsburg und Stef Dusseldorp am besten. Im BMW M6 GT3 von Rowe Racing verwies das niederländische Duo die Markenkollegen Christian Krognes, David Pittard und Mikkel Jensen im Walkenhorst-BMW um 21,877 Sekunden auf Platz zwei. 2,450 Sekunden dahinter passierten Patrick Assenheimer, Dominik Baumann und Dirk Müller für das Mercedes-AMG Team HRT AutoArena die Ziellinie. Einen Grund zum Feiern haben auch Christopher Rink, Danny Brink und Philipp Leisen, die im BMW 325i des Pixum CFN Team Adrenalin Motorsport den vierten Klassensieg in der V4 feierten und beim 6h-Rennen der NLS in vier Wochen als Halbzeitmeister in die zweite Saisonhälfte starten.

Bei schwierigen Bedingungen auf nasser Piste im Zeittraining schlug die Stunde von Nordschleifen-Ass Fabian Schiller. Im Mercedes-AMG GT3 von GetSpeed Performance fuhr der 23-Jährige der Konkurrenz davon und sicherte sich mit einer Zeit von 9:18,357 Minuten die Pole-Position. Um 5,445 Sekunden verwies Schiller Dennis Olsen im Porsche 911 GT3 R von KCMG auf Platz zwei. Im Rennen lieferten sich beide in der Anfangsphase ein sehenswertes Duell mit vielen Führungswechseln. Bei der Vergabe der Top-Positionen im Gesamtergebnis spielten beide dann allerdings keine Rolle mehr.

Von Position drei aus gestartet lieferte das Rowe-Team über die Vier-Stunden-Distanz die konstanteste Leistung ab. Eine reguläre Strategie mit Sieben- und Acht-Runden-Stints erwies sich als goldrichtig. „Der Start war sehr anspruchsvoll, weil einige Passagen noch feucht waren und wir uns für Slicks entschieden hatten“, sagt Catsburg. „Ich habe mich darauf konzentriert keine Fehler zu machen und das Auto auf der Strecke zu halten. Mein zweiter Stint am Schluss war dann sehr easy.“ Verantwortlich dafür war die starke Leistung seines Teamgefährten Dusseldorp: „Nachdem ich das Steuer übernommen hatte, war ich in Schlagdistanz zu dem HRT-Mercedes und dem KCMG-Porsche. Beide konnte ich in der ersten Runde direkt passieren und mich dann absetzen. Wir hatten ein sehr gutes Fahrzeug und perfekte Reifen.“

Walkenhorst und HRT, die beide den kurzen Stint an den Beginn des Rennens legten, kämpften in der Schlussphase Stoßstange an Stoßstange um Platz zwei. „Wir sind auf geschnittenen Slicks gestartet und mussten auf abtrocknender Strecke den ersten Boxenstopp vorziehen, um auf Slicks zu wechseln“, sagte Jensen. „Wir wussten von da an nicht genau, wo wir liegen. Sicherlich haben wir vor allem im ersten Stint etwas Zeit liegenlassen. In der zweiten Rennhälfte kamen noch Bremsprobleme hinzu, so dass wir nicht mehr richtig angreifen konnte. Platz zwei ist unter diesen Bedingungen okay.“ Den frühen Stopp von HRT erklärt Assenheimer: „Ich bin auf Slicks gestartet und wurde dann von einem Porsche etwas aufgehalten, sodass wir uns für einen frühen Stopp entschieden. Das Rennen war vor allem in der Startphase sehr interessant. Wenn es mit Slicks auf nasser Piste gutgeht, ist das okay. Ansonsten brauche ich das aber nicht allzu oft.“

Polesitter Schiller gewann zusammen mit Janine Hill und John Shoffner die GT3-Am-Wertung. Schnellstes Fahrzeug in der Pro-Am war am Ende der Huber-Porsche mit Marco Holzer, Lorenzo Rocco Di Torrepadula und Patrick Kolb. Hinter dem Spitzentrio belegte KCMG die Plätze vier und sechs. Dazwischen positionierte sich der Audi R8 LMS von Car Collection.

Den Sieg in der TCR-Klasse feierten Hannu Luostarinen, Ilkka Kariste und Lucas Waltermann im Opel Astra TCR von Lubner Motorsport. Gewinner des ersten Wertungslaufs in der Cayman GT4 Trophy by Manthey Racing waren Ivan Jacoma und Kai Riemer, die die Siegesserie von Mühlner in den Rennen eins bis drei beendeten. Thorsten Jung, „Max“ und Moritz Kranz mussten sich am Ende mit Platz zwei begnügen. Der Sieg im BMW M240i Racing Cup ging an das Team AVIA Sorg Rennsport mit den Piloten Heiko Eichenberg und Moritz Oberheim und den KTM X-Bow-Cup powered by Michelin gewannen Georg Griesemann und Reinhard Kofler.

NLS 4: Halbzeitmeister gesucht

In der verspätet begonnenen Saison 2020 der Nürburgring Langstrecken-Serie geht es Schlag auf Schlag. Schon am ersten Augustwochenende steht das vierte Rennen auf dem Programm, mit dem die erste Saisonhälfte abschließt. Nur ein weiterer NLS-Lauf bleibt danach, bevor im September das ADAC TOTAL 24h-Rennen den Saisonhöhepunkt markiert. Doch zunächst konzentrieren sich eine Reihe von Teams auf die gewohnte Vier-Stunden-Distanz und darauf, den Halbzeitmeister zu finden. Die vorläufige Teilnehmerliste umfasst 145 Fahrzeuge, die am Samstag um Punkte und Pokale kämpfen.

In der Gesamtwertung führen die Meister von 2018 die Tabelle an: Christopher Rink, Danny Brink und Philipp Leisen holten im BMW 325i des Pixum CFN Team Adrenalin Motorsport drei Siege in der V4. Die Klasse der VLN-Produktionswagen bis 2.500 ccm Hubraum war stets gut besetzt, sodass das Trio stets hoch punktete – denn gemäß der bewährten Wertung der NLS erhält das Team die meisten Zähler, das die meisten Teilnehmer in seiner Klasse hinter sich lässt. Rink, Brink und Leisen führen zudem die VLN-Produktionswagen-Trophäe an. Drei Siege holten auch Thorsten Jung, Moritz Kranz und Peter Terting im Porsche 718 Cayman GT4 CS in der Klasse Cup 3. Allerdings setzten Kranz und Terting, die auf zwei Fahrzeugen starteten, auf das falsche Pferd. Doppelstarter müssen sich vor dem Rennen entscheiden, mit welchem Fahrzeug sie gewertet werden möchten. So liegt Jung alleine aktuell auf Rang zwei der Gesamtwertung. Dritter ist Maro Engel, der in der mit vielen Fahrzeugen besetzten GT3-Klasse SP9 zwei Siege holte und einmal Zweiter wurde.

In der Rowe-Speed-Trophäe by VLN, der Sonderwertung für die Top-Fahrzeuge der Nürburgring Langstrecken-Serie, liegt Walkenhorst Motorsport mit dem BMW M6 GT3 #34 an der Spitze. David Pittard, Mikkel Jensen und Christian Krognes räumten in den bisherigen drei Rennen mit den Plätzen eins, zwei und drei einen kompletten Medaillensatz ab. Auf den Positionen zwei und drei liegen die beiden Mercedes-AMG GT3 von HRT (#16) und GetSpeed (#2). Den Markenmix an der Spitze der Rowe-Speed-Trophäe komplettiert Car Collection Motorsport mit dem Audi R8 LMS GT3 (#32).

In der VLN-Junior-Trophäe führt Sindre Setsaas das Tableau an. Der 22-jährige Norweger holte mit dem BMW 240i Racing des Pixum CFN Team Adrenalin Motorsport einen Klassensieg und zwei zweite Plätze in der Cup 5. Auf Platz zwei liegt Timo Hochwind, der mit dem Volkswagen Scirocco R von mathilda racing konstant punktete. Dritter ist Marcel Marchewicz, der in der Cup 5 für Schnitzelalm Racing startet.

Die am stärksten besetzte Klasse beim 43. RCM DMV Grenzlandrennen ist die V4 mit 19 Fahrzeugen. 17 Renntourenwagen gehen in der VT2 (VLN-Produktionswagen bis 2.000 ccm Hubraum mit Turbo) an den Start und derer 16 in der SP9. Je 12 Rennboliden sind in den Cup-Klassen Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing und BMW M240i Racing Cup dabei.

„Oranje Boven“ – starke Niederländer in der Nürburgring Langstrecken-Serie

Eine Reihe von starken Niederländern gibt sich beim vierten NLS-Rennen die Ehre. Jeroen Bleekemolen startet zusammen mit Klaus Abbelen im Frikadelli Porsche 911 GT3 R. Im BMW M6 GT3 von Rowe Racing bilden zum ersten Mal Nick Catsburg und Stef Dusseldorp gemeinsam ein Team. Zusammen mit Benjamin Leuchter bereitet sich Tom Coronel im Volkswagen Golf TCR von Max Kruse Racing auf den Lauf der WTCR im Rahmen des 24h-Rennens vor. „Die Nürburgring-Nordschleife ist etwas ganz Besonderes für mich. Ich sage immer, man braucht zum Leben nur Wasser, Brot und die Nordschleife, das reicht schon“, so Coronel. „Deswegen freue ich mich ganz besonders, mit Benny Leuchter und Max Kruse Racing in der NLS an den Start gehen zu können.“ Abgerundet wird das Aufgebot unserer Nachbarn von Milan Dontje im Audi R8 LMS GT3 von Car Collection Motorsport, Marco Van Ramshorst in einem Porsche 911 GT3 Cup in der SP7, Job Van Uitert im Cup-5-BMW von Walkenhorst und Chris Rothoff im BMW 325i des MC Roetgen in der V4.

24h-Rennen stellt Ampeln auf „Grün“

Das ADAC TOTAL 24h-Rennen findet vom 24. bis 27. September 2020 auf der Nürburgring-Nordschleife statt. Diese Nachricht, auf die viele Teams, Organisatoren und Fans lange gewartet haben, ist nun offiziell. Die dafür notwendigen Vorbereitungen laufen weiterhin auf Hochtouren. Allerdings musste eine schwierige, aber notwendige Entscheidung getroffen werden – nach derzeitigem Stand wird es zu einem Rennen ohne Zuschauer kommen. Um den Fans, die rund um die längste Rennstrecke der Welt bislang stets für eine einzigartige Festivalatmosphäre gesorgt haben, im Ausnahmejahr 2020 dennoch ein spannendes Rennwochenende zu bieten, bereiten die Organisatoren beim ADAC Nordrhein gemeinsam mit ihren Livestream-Experten und mit TV-Partner NITRO eine intensive mediale Begleitung vor.

Rennleiter Walter Hornung sieht der nun anstehenden ganz besonderen Auflage des ADAC TOTAL 24h-Rennens mit gemischten Gefühlen entgegen: „Natürlich sind wir im Kreis der Organisatoren alle glücklich, dass wir das Rennen in diesem Jahr überhaupt durchführen können.“ Denn bis es soweit war, musste viel Abstimmungsarbeit geleistet werden. Wermutstropfen: „Leider müssen wir aber in diesem Jahr auf unsere treuen Fans verzichten“, erklärt der Rennleiter. „Wir werden sie besonders vermissen, denn mehr als bei jeder anderen Motorsport-Veranstaltung sind die Zuschauer beim 24h-Rennen ein Teil des Erlebnisses. Sie haben in den vergangenen Jahren rund um die Nordschleife traditionell für eine einzigartige Festival-Stimmung gesorgt.“

Automobil- und Reifenhersteller sowie Vermarktungspartner leisten starken Beitrag
Dennoch sieht der Vorsitzende des ADAC Nordrhein, Peter Meyer die positive Seite: „Uns war es enorm wichtig, den Teams und Piloten eine sportliche Perspektive zu bieten. Das ist uns nun gelungen.“ Beigetragen hat dazu auch das kurzfristige Engagement der Premium-Automobilhersteller Audi, BMW, Mercedes-AMG und Porsche, von Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG und Vermarktungspartner SPORTTOTAL, der beiden Reifenhersteller Falken und Michelin sowie des Teams Scuderia Cameron Glickenhaus. Sie alle beteiligen sich an einem gemeinsamen Fonds, der das höhere wirtschaftliche Risiko des Rennens abfedert. „Durch die nun fehlenden Zuschauereinnahmen und die spezifischen Kosten durch die Pandemie-Situation musste kurzfristig ein finanzieller Kraftakt bewältigt werden“, erklärt Organisationsleiter Mirco Hansen. „Das 24h-Rennen wird für uns mit einem großen finanziellen Aufwand verbunden sein. Die Partner, die sich an diesem Fonds beteiligen, leisten einen enorm wichtigen Beitrag, dies in Teilen aufzufangen und damit auch die Existenz des Rennens zu gewährleisten. Dafür sind wir unseren Partnern zu großem Dank verpflichtet.“

Appell an die Fans: Bleibt dem 24h-Rennen treu!
Ein wichtiges Augenmerk der Organisatoren gilt auch den Fans des ADAC TOTAL 24h-Rennens: Sie sind ein wichtiger Teil des Events und werden in diesem Jahr vor Ort allen Beteiligten fehlen. Für sie möchte der ADAC Nordrhein zwei wichtige Dinge garantieren: Das erste Versprechen gilt dabei natürlich den Ticketkäufern. Sie können ihre Eintrittskarte bis 2021 behalten, denn die Tickets sind auch bei der nächsten Auflage des 24h-Rennens gültig. Auch ein Umtausch ist selbstverständlich möglich. Zum zweiten sollen die Zuschauer das Rennen dennoch live in voller Länge und in allen Aspekten genießen können. Dazu wird es Online-Fan-Aktivitäten geben, die zur intensiven medialen Begleitung des Rennens hinzukommen: Ein umfangreicher Livestream, der Infoservice mit Timing und Ticker über die Homepage und – natürlich! – die kompetente und umfassende Berichterstattung im Free-TV bei Fernsehpartner NITRO sollen dafür sorgen, dass Zuschauer auch im heimischen Wohnzimmer die komplette Nordschleifen-Action genießen können. Darüber hinaus sind einige spezielle Fanaktionen geplant, die die Zuschauer zu Hause ganz nah an Fahrer und Teams heranbringen sollen.

Informationen zum Thema Tickets (Gültigkeit, Rückgabe, Abwicklung) findest Du hier auf der 24h-Homepage [Text anklicken]

Doppelsieg für HRT beim doppelten NLS-Lauf

Das war ein spektakuläres zweites Rennwochenende der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS): Zwei Läufe hintereinander standen an, und sie boten alles an Action und Dramatik, was sich die Zuschauer des Livestreams erhofft hatten. Beim zweiten NLS-Lauf am Samstag gab es einen Premierensieg für das neu gegründete Mercedes-AMG Team HRT. Die Mannschaft von Hubert Haupt gewann mit der Fahrerkombination Maro Engel, Manuel Metzger, Adam Christodoulou und Luca Stolz. Sie hatten im Ziel 34,244 Sekunden Vorsprung vor dem BMW M6 GT3 der Auftaktsieger von Walkenhorst Motorsport. Am Sonntag sah zunächst alles nach einem Sensationssieg für das Ferrari-Team Octane 126 aus: Björn Grossmann, Simon Trummer, Jonathan Hirschi und Luca Ludwig hatten sich bis zur Zielflagge gerade einmal 0,782 Sekunden Vorsprung auf die Sieger des Vortags m HRT-Mercedes erarbeitet. Doch im Rahmen der technischen Nachuntersuchung dann der Schock: Wegen Verwendung eines Reifens, der nicht den DMSB-Bestimmungen zum Musterreifen-Prozedere entsprach, wurde das Team aus der Wertung genommen. Auch der zweite Sieg ging so an HRT.

Samstag: Erster NLS-Sieg für das Mercedes-AMG Team HRT

Die frisch formierte Mannschaft von Hubert Haupt konnte dem Geschehen schon am Samstag seinen Stempel aufdrücken. Maro Engel, Manuel Metzger, Adam Christodoulou und Luca Stolz gewannen das 60. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen vor David Pittard, Mikkel Jensen und Christian Krognes (Walkenhorst-BMW M6 GT3). Ebenfalls zum zweiten Mal in Folge auf dem Podium: Fabian Schiller und Maximilian Buhk des Mercedes-AMG Team GetSpeed.

Von Position drei aus gestartet, schob sich Startfahrer Stolz bereits in der ersten Runde an die Spitze. Insgesamt führte das HRT-Quartett 18 von 28 Runden lang das Feld an. „Viel besser kann die Saison nicht starten“, sagte Metzger. „Luca hat einen sensationellen Start hingelegt und ich konnte ein gutes Polster herausfahren.“ Stolz ergänzte: „Wir haben schon gestern beim Test gemerkt, dass wir sehr stark sein würden. Heraus gekommen ist der erste Sieg für das Team HRT und der erste Nordschleifen-Erfolg für das Evo-Modell des Mercedes-AMG GT3“

Jensen war mit Platz zwei nicht hundertprozentig zufrieden. „Den Start habe ich leider versiebt“, gestand der Däne. „Es war mein erster Start bei einem Nordschleifenrennen und ich habe schlichtweg auf die falsche Ampel geschaut. Plötzlich hat Martin Tomczyk neben mir Gas gegeben und ich konnte nur noch reagieren. Ansonsten war es ein sauberes Rennen.“ Pittard sah das Ergebnis realistisch: „Der Mercedes war heute mit einem Werksaufgebot an Fahrern einfach zu stark. Mit Platz zwei können wir da als Kundenteam zufrieden sein. Aber das ist nicht unser Anspruch.“

Auch der drittplatzierte Buhk war mit seinem Start nicht zufrieden: „In Kurve eins habe ich mich für die falsche Seite entschieden und das bis in die Querspange bereut. Ich habe einige Plätze verloren. Danach fand ich dann aber in einen guten Rhythmus. Das Auto war im Vergleich zu Rennen eins noch einmal besser. Vor allem in den schnellen Passagen hatte ich Vertrauen ins Auto und konnte mehr pushen.“

Im Zeittraining, das von einigen Gelbphasen beeinträchtigt war, erwischte Augusto Farfus eine sehr gute Runde und durchbrach mit einer Zeit von 7:59,580 Minuten als einziger Fahrer die 8-Minuten-Schallmauer. Zusammen mit Martin Tomczyk und Sheldon Van der Linde fuhr der Brasilianer im Rennen auf Rang vier. Fünfte wurden Alexander Sims und Nick Yelloy im Rowe-BMW vor dem schnellsten Porsche. Michael Christensen, Kevin Estre und Felipe Fernandez Laser pilotierten den Frikadelli-Elfer auf Platz sechs. Schnellstes Pro-Am-Team war Huber Motorsport mit einem weiteren Porsche 911 GT3 R. Die Am-Wertung gewann der Ferrari 488 GT3 von Hela Pagid – racing one.

Volker Strycek hat Geschichte geschrieben

Führungswechsel in der ewigen Statistik der NLS-Klassensiege seit 1977: Gleich zweimal triumphierte Volker Strycek im Samstagsrennen und stieß damit Nordschleifen-Urgestein Johannes Scheid vom Thron, der auf 131 Klassensiege zurückblickt. „Ich freue mich riesig“, strahlte Strycek nach dem Rennen. „Johannes wartete bereits an der Box als ich nach dem Rennen hereinkam und hat mir gratuliert. Das ist wahre Größe unter Motorsportlern.“ Scheid sagte über seinen langjährigen Mitstreiter Strycek: „Ich gönne Volker den Erfolg von ganzem Herzen und kann mir keinen besseren vorstellen, um mich an der Spitze zu beerben.“ Strycek gewann zusammen mit seinen Kindern Lena und Robin die OPC-Klasse. Daneben triumphierte er auch an der Seite von Olaf Beckmann und Peter Hass mit dem Opel Manta in der Klasse H2. Strycek: „Die Konstellation ist einfach fantastisch und an diesen Tag werde ich mich noch lange erinnern. Heute Abend wird ein bisschen gefeiert. Morgen steht dann Rennen drei auf dem Programm. Mal sehen, ob wir dann nachlegen können.“

Sonntagsrennen: Erster Sieg für das Ferrari-Team Octane 126 vereitelt

Die erste Doppelveranstaltung der Nürburgring Langstrecken-Serie fand einen krönenden Abschluss, als Björn Grossmann durch die Corona-Boxengasse seine Ehrenrunde im Fahrerlager drehte: Er feierte mit seinen Kollegen den ersten großen Erfolg des Team Octane 126 in der NLS und den dritten Ferrari-Sieg in der Geschichte der traditionsreichen Nordschleifenserie. Mit einem hauchdünnen Vorsprung auf einen der HRT-Mercedes-AMG gingen sie über die Ziellinie, Platz drei ging an das Audi Sport Team CarCollection mit Mirko Bortolotti, Christopher Haase und Markus Winkelhock. Die Ernüchterung kam dann später: Das Team hatte einen Reifen verwendet, der nicht reglementskonform war und wurde deshalb aus der Wertung genommen. Der Sieg ging so erneut an HRT.

In der letzten Runde kam es zum Showdown zwischen Ferrari-Mann Grossmann und Mercedes-AMG-Pilot Christodoulou. Am Flugplatz nutzte der Schweizer seine Chance. „Ich habe im Verkehr eine Lücke genutzt und konnte Adam passieren“, sagte Grossmann. „Danach habe ich habe alles gegeben, um Platz eins ins Ziel zu retten.“ ‚Alles‘ war wenige Kilometer später fast zu viel. „Im Wippermann hat er sich einen kleinen Fehler geleistet und ich habe gedacht, er würde jetzt vielleicht nervös werden“, sagte Christodoulou. „Ich habe ohne Ende gepusht, schlussendlich hat es aber doch nicht gereicht.“ Der erfahrene Langstreckenpilot Engel zollte den Debütsiegern Respekt: „Die waren heute einfach ein bisschen schneller und wir mussten uns knapp geschlagen geben. Trotzdem hatten wir ein Superwochenende mit einem Sieg und einem zweiten Platz beim ersten NLS-Double-Header.“

Die ersten sechs Fahrzeuge wurden bei dem 52. ADAC Barbarossapreis innerhalb von nur 24,2 Sekunden abgewinkt. Hinter dem Spitzentrio waren dies der Walkenhorst-BMW von Christian Krognes und David Pittard, der GetSpeed-Mercedes mit den Fahrern Maximilian Götz und Raffaele Marciello sowie der Audi R8 LMS von Land-Motorsport mit den Fahrern Kelvin van der Linde, Christopher Mies und Mattia Drudi.

NLS-Premiere: Erste Doppelveranstaltung

Nach dem erfolgreichen Saisonauftakt Ende Juni geht es in der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) Schlag auf Schlag weiter. Am 11. und 12. Juli 2020 steht die erste Doppelveranstaltung in der Geschichte des Nordschleifen-Championats an. Samstag findet das 60. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen statt, tags drauf folgt der 52. ADAC Barbarossapreis. Beide Rennen führen über die Distanz von vier Stunden – eine intensive Vorbereitung für das ADAC TOTAL 24h-Rennen im September! Die vorläufigen Teilnehmerlisten versprechen jede Menge Motorsportaction: 155 Fahrzeuge haben sich den Samstag und 141 für den Sonntag angekündigt. Leider sind aufgrund der Corona-Pandemie nach wie vor keine Zuschauer an der Strecke zugelassen. Damit Fans die Rennen trotzdem verfolgen und mitfiebern können, wird an beiden Renntagen zusammen rund 16 Stunden im Livestream vom Nürburgring berichtet. An beiden Tagen entscheidet das Zeittraining von 08:30 bis 10:00 Uhr über die Startplätze. Rennstart ist am Samstag und Sonntag um 12 Uhr. Der Livestream auf VLN.de beginnt jeweils um 08:15 Uhr.

Zwei Langstreckenrennen an zwei Tagen – das ist kein Pappenstiel. Während sich Fans und Fahrer über einen hundertprozentigen Aufschlag Fahrspaß freuen, ist die Doppelbelastung für die Teams eine große Herausforderung. Quasi über Nacht muss der Rennbolide für den nächsten Tag fit gemacht werden. Und in dieser Rechnung ist ein möglicher Unfall oder technischer Defekt im ersten Rennen noch nicht berücksichtigt. Sollte dieser Fall eintreten, schlägt die Stunde der Techniker und Mechaniker – hier werden Helden geboren.

Packendes Racing garantiert: 29 GT3-Renner am Start

Nicht weniger als 29 GT3-Teams haben für das zweite Saisonrennen gemeldet. Neu dabei sind diesmal die Teams „RaceIng – powered by HFG“ (Audi R8 LMS), „KCMG – KC Motorgroup Limited“ (zwei Porsche 911 GT3 R), „Audi Sport Team Land Motorsport“ (Audi R8 LMS), BMW Team Schnitzer (BMW M6 GT3) und Konrad Motorsport (Lamborghini Huracan GT3 Evo). Sie alle jagen die erfolgreichen Teams des Auftaktrennens: Walkenhorst Motorsport sowie die Mercedes-AMG-Teams HRT und GetSpeed.

Ex-Meister, Publikumslieblinge und starke Klassen

Für die Meister der Saison 2014 steht der persönliche Saisonauftakt auf dem Programm. Rolf Derscheid und Michael Flehmer bringen zum ersten Mal in diesem Jahr ihren BMW 325i an den Start. In der Klasse V4 (VLN-Produktionswagen bis 2.500 ccm Hubraum) trifft das Duo auf 15 erfolgshungrige Konkurrenten. Ebenfalls zum ersten Mal mit von der Partie ist Familie Strycek. Der langjährige Opel Motorsportchef Volker Strycek fährt gemeinsam mit seinen Kindern Lena und Robin einen Opel Astra OPC. Natürlich wäre Volker Strcek nicht er selbst, wenn er nicht auch parallel das Rennen zusammen mit Olaf Beckmann und Peter Hass im Opel Manta bestreiten würde. Bei den Fans steht das Kult-Coupé aus Rüsselsheim hoch im Kurs.

Die Klasse mit den meisten Nennungen für Rennen 2 ist die VT2 (VLN-Produktionswagen bis 2.000 ccm Hubraum mit Turbo). Hier geht es erneut sehr bunt zu – es kämpfen Front- gegen Hecktriebler. Am Start sind Fahrzeuge der Marken BMW, Hyundai, Mercedes-Benz, Renault und VW. Neben vielen Privatiers sind unter anderem auch drei Teams mit von der Partie, die in den vergangenen Jahren in Sachen Meisterschaft ein Wörtchen mitgeredet haben: Pixum CFN Team Adrenalin Motorsport, Team AVIA Sorg Rennsport und Manheller Racing.

Volles Haus – Hygienekonzept angepasst

Die Teilnehmerzahlen der Nürburgring Langstrecken-Serie unter Corona-Bedingungen liegen deutlich über den Erwartungen. Lange hat die VLN dafür gekämpft, überhaupt Rennen austragen zu können. Die Teams danken es den Verantwortlichen mit großem Zuspruch. Das bei Rennen eins angewandte Hygiene-Konzept mit der Boxengasse im Fahrerlager war ein voller Erfolg, mit rund 140 Fahrzeugen war die zur Verfügung stehende Fläche allerdings auch nahe dem Limit. Um keine Nennungen ablehnen zu müssen, wurde das Konzept für die Rennen zwei und drei nun weiterentwickelt. Die GT3-Teams kehren in die Boxengasse zurück und richten sich hier unter unverändert strengen Hygienevorschriften ein. Dabei kommt es nicht zu einer Durchmischung unterschiedlicher Teams, denn jedes erhält mindestens eine eigene Box. Die weiteren Teams verbleiben in der erweiterten Boxengasse im Fahrerlager, wo ebenfalls für räumliche Distanz zwischen den Teams gesorgt ist.

Sieg für Walkenhorst-BMW beim denkwürdigen NLS-Auftakt

Der Saisonauftakt der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) glänzte nicht nur mit einem packenden Rennen und den strahlenden Sieger David Pittard und Mikkel Jensen im BMW M6 GT3 von Walkenhorst. Die Adenauer ADAC Rundstrecken Trophy war auch die erste Motorsportveranstaltung in Deutschland nach dem Corona-Lockdown und fand unter anspruchsvollen Auflagen statt. Das Hygiene-Konzept der VLN ging nach einhelliger Meinung aller Beteiligten voll auf. Zur guten Stimmung trug aber auch bei, dass die vorhergesagten Unwetter ausblieben und stattdessen Sonne und blauer Himmel vorherrschten. Und auch die Fans blieben keineswegs auf der Strecke. Wenn auch nicht am Nürburgring vor Ort, verfolgten sie den Livestream im Internet.

„Mein größter Dank geht heute an die Fans, die unserer Bitte nachgekommen sind, zuhause zu bleiben und das Rennen im Livestream zu verfolgen“, sagt NLS-Geschäftsführer Christian Stephani. „Wir haben einen fantastischen Renntag hinter uns. Mit dem Wetter hatten wir zugegeben riesiges Glück. Der Rest war das Ergebnis der Kompromissbereitschaft unserer Teilnehmer und der unermüdlichen Arbeit des Organisationsteams. Wir haben von allen Seiten viel Zuspruch erfahren und blicken nun mit Freude auf die bevorstehenden Rennen. Und – hier schließt sich der Kreis – hoffentlich bald auch wieder mit Fans an der Rennstrecke.“

Ein positives Fazit zieht auch Michael Bork, Leiter Sport und Renndirektor der NLS: „Nach der Freigabe unserer Veranstaltung durch die Kreisverwaltung standen die Telefone bei meinen Mitstreitern und mir kaum still. Wir haben viel Arbeit investiert, um das Auftaktrennen durchführen zu können. Die Bedingungen waren alles andere als einfach und natürlich sind uns hier und da auch Kleinigkeiten aufgefallen, die wir für die kommenden Rennen ändern möchten. Das Feedback unserer Teilnehmer war durchweg positiv und so muss man am Ende sagen, dass es eine rundum gelungene Veranstaltung gewesen ist. Aus Sicht der Rennleitung gab es keinerlei Probleme. Vor allem das Konzept mit der Boxengasse im Fahrerlager hat sehr gut funktioniert und war mit allen Rennfahrzeugen so umsetzbar.“

Sportlich setzten Patrick Assenheimer und Maro Engel im Mercedes-AMG GT3 des Mercedes-AMG Team HRT das erste Ausrufezeichen der Saison: Mit einer Rundenzeit von 7:59,191 Minuten sicherten sie sich die Pole-Position. Das Duo führte das Rennen auch zwölf Runden lang an und wurde in Führung liegend abgewinkt. Allerdings unterlief dem Team beim letzten Boxenstopp ein Fehler, sodass die Minimalzeit unterschritten wurde. Dafür erhielten Assenheimer und Engel eine 37-Sekunden-Strafe und mussten sich am Ende mit Platz zwei begnügen. „Es ist irgendwie schön, hier nach dem Rennen stehen zu können und sich über eine Zeitstrafe aufzuregen“, sagte Engel. „Denn das bedeutet auch, dass alle Beteiligten hier einen Riesenjob gemacht haben und wir endlich wieder Rennen fahren konnte. Ein sehr guter Einstand für das Team.“

Den Sieg erbten Pittard und Jensen, die im BMW M6 auf Platz zwei ins Ziel gekommen waren. Vor allem in der Startphase, in der die Strecke aufgrund von leichtem Nieselregen rutschig war, wuchs Pittard über sich hinaus, als er von Position fünf aus gestartet bis auf Rang zwei nach vorne sprintete. „Das erste Rennen in diesem Jahr und mein erster Sieg, was gibt es da noch groß zu sagen“, grinste er. „Es fühlte sich einfach großartig an, wieder im Rennwagen zu sitzen.“

Glück hatte auch das Mercedes-AMG Team GetSpeed. In der Schlussphase kämpften Fabian Schiller, Maximilian Buhk und Raffaele Marciello mit Michele Beretta und Kim Louis Schramm im Phoenix-Audi um den verbleibenden Podestrang. Nur wenige Sekunden trennten beide eingangs der letzten Runde. Am Ende wurde Beratta in eine Kollision verwickelt und fiel bis auf Rang sieben zurück. Mit Platz drei konnte auch GetSpeed den ersten Podestrang der Saison feiern. „Ich bin schnell in einen guten Rhythmus gekommen“, sagt Schiller. „Mit Platz drei können wir sehr zufrieden sein. Schließlich bereiten wir uns gerade auch auf das 24h-Rennen im September vor und haben heute sehr viel Erfahrungen gesammelt. Wir haben noch Potenzial im Auto, sodass wir uns bei den nächsten Rennen steigern können.“

Rang vier ging an Robin Frijns, René Rast und Nico Müller im Audi R8 LMS von Car Collection Motorsport. Philipp Eng und Nick Catsburg belegten im BMW M6 GT3 von ROWE Racing Platz fünf vor Julien Andlauer, Matt Campbell und Lars Kern im Porsche 911 GT3 R von Manthey-Racing. Das schnellste Pro-Am-Fahrzeug der GT3-Klasse war der Porsche 911 GT3 R von Frikadelli Racing mit den Klaus Abbelen, Lance David Arnold und Alex Müller. Schnellstes Am-Team war ein Ferrari 488 GT3 von racing one mit Christian Kohlhaas, Nicolaj Rogivue und Stephan Köhler.

Der Sieg in der Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing ging an Mühlner Motorsport mit den Fahrern Thorsten Jung, Moritz Kranz und Peter Terting. Erste Gewinner des BMW M240i Racing Cup sind Francesco Merlini, Sindre Setsaas, David Griessner und Yannick Fübrich vom Pixum CFN Team Adrenalin Motorsport. Im KTM X-Bow Cup powered by Michelin jubelten Stephan Brodmerkel, Hendrik Still und Michael Mönch von Teichmann Racing.

Die ersten Tabellenführer der Saison 2020 sind Carsten Knechtges, Marcel Manheller und Janis Waldow, die im BMW 330i von Manheller Racing die mit 19 Fahrzeugen am stärksten besetzte Klasse VT2 für sich entschieden. Ein Fahrzeug weniger war in der Klasse V4 am Start. Die Sieger, Christopher Rink, Danny Brink und Philipp Leisen im BMW 325i des Pixum CFN Team Adrenalin Motorsport, belegen in der Tabelle Rang zwei.

Planungen für das 24h-Rennen gehen weiter

In einer gemeinsamen Sitzung haben Bundesregierung und Ministerpräsidenten am 17. Juni beschlossen, das Verbot von Großveranstaltungen bis Ende Oktober 2020 zu verlängern. Zu den vielen betroffenen Veranstaltungen gehört auch das ADAC TOTAL 24h-Rennen, für das die Organisatoren dennoch die Vorbereitungen weiterführen. „In den drei Monaten seit Beginn der Pandemie-Lage haben sich die Voraussetzungen immer wieder geändert”, fasst Rennleiter Walter Hornung zusammen. „Nun haben wir es einmal mehr mit neuen Vorzeichen zu tun, denn der Beschluss sieht ausdrücklich vor, dass Veranstaltungen unter Beachtung der Hygienebestimmungen unter bestimmten Umständen durchgeführt werden können. Wir müssen aber zunächst einmal abwarten, wie sich der Beschluss der Ministerpräsidenten und der Bundesregierung auf die konkreten Regelungen des zuständigen Landes Rheinland-Pfalz und des Landkreises Ahrweiler auswirken wird.”

Parallel zu den weiter laufenden Vorbereitungen prüfen die Verantwortlichen des veranstaltenden ADAC Nordrhein unterschiedliche Szenarien für das Rennen. Rennleiter Walter Hornung: „Ganz sicher wird es beim diesjährigen 24h-Rennen in vielerlei Hinsicht anders zugehen als in der Vergangenheit. Die Erfahrung der vergangenen Wochen und Monate zeigt aber auch, dass sich die Regeln immer wieder geändert haben, und Verbote auch wieder gelockert wurden. In den rund drei Monaten bis zum 24h-Rennen kann noch viel passieren”, sagt Rennleiter Hornung. „Deswegen beobachten wir die Situation weiterhin genau und werden das 24h-Rennen nicht voreilig absagen. Wir sind uns dabei bewusst, dass das 24h-Rennen für sehr viele Aktive und für die ganze Region eine der wichtigsten Veranstaltungen des Jahres ist. Entsprechend verantwortungsvoll denken wir als Veranstalter über die Durchführung nach.”

Heiß auf den Saisonstart

Die Nordschleife wacht aus dem Corona-Schlaf auf: Mehr als 70 Fahrzeuge gingen bei den Testfahrten der Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS, ehemals VLN) an den Start. Die Möglichkeit zur Vorbereitung auf den Saisonstart am 27. Juni wurde intensiv genutzt: Acht Rennen absolviert die NLS rund um das ADAC TOTAL 24h-Rennen (24. – 27. September).

Wie in zwei Wochen beim Saisonauftakt, galten auch bei der Probe- und Einstellfahrt besondere Hygienebedingungen. „Das war in vielerlei Hinsicht ein guter Test“, sagt NLS-/VLN-Geschäftsführer Christian Stephani. „Wir haben positives Feedback von den Fahrern und Teams bekommen. Bei der Einstellfahrt sind viele Abläufe mit denen der Rennveranstaltungen vergleichbar. Wir können nun sagen, dass unsere Planungen für den Saisonauftakt in diesen Bereichen funktionieren werden.“

Im Gegensatz zum Auftaktrennen wurde bei der Probe- und Einstellfahrt noch die reguläre Boxengasse genutzt. Hier galt für alle Beteiligten ebenso Maskenpflicht in den Boxen. „Natürlich war das für unsere Mechaniker anfangs ungewohnt“, sagt Matthias Unger, Teamchef der Meister von 2018 und 2019. „Aber am Ende hat alles gut funktioniert. Wir haben in den letzten Wochen gelernt, mit Kompromissen umzugehen. Ich bin der VLN sehr dankbar, dass sie so viel Energie investiert hat, damit wir endlich wieder Rennen fahren können.“ Adrenalin Motorsport startet zum zweiten Mal in Folge mit der Startnummer eins in die Saison. Die Ehre wird 2020 den Meistern Yannick Fübrich und David Griessner zuteil, die zusammen mit Florian Naumann die Grüne Hölle in einem BMW M4 GT4 in Angriff nehmen.

Nicht nur das Meisterteam war bei der Probe- und Einstellfahrt im Einsatz: Rowe Racing, Walkenhorst Motorsport und Falken Motorsports spulten ebenso wie die am Nürburgring beheimateten Teams von Black Falcon, Manthey Racing und Phoenix Racing sowie weitere kleinen und großen Teams ein umfangreiches Test-Programm ab.

„Nach so langer Zeit endlich wieder im Auto zu sitzen, fühlt sich toll an“, sagt Dirk Werner, der einen der beiden Falken-Porsche pilotierte. „Ich hatte ein paar freie Runden und wir konnten unser Testprogramm problemlos abspulen.“ Auch für Patrick Assenheimer im Mercedes-AMG GT3 war der Testtag ein Erfolg: „Wir haben heute im Nassen begonnen und dann ist die Strecke abgetrocknet. Wir konnten so unter verschiedenen Bedingungen fahren – ein erfolgreicher Test. Jetzt freue ich mich auf den Saisonauftakt.“ Froh, wieder den Asphalt in der Grünen Hölle unter die Räder zu nehmen, war auch David Pittard (BMW M6 GT3, Walkenhorst Motorsport): „Als ich das erste Mal vom Pflanzgarten aus in Richtung Stefan-Bellof-S gefahren bin, hatte ich ein breites Grinsen auf den Lippen. Mann, fühlte sich das gut an. Das echte Feeling auf der Rennstrecke ist durch nichts zu ersetzen.“ Auch der Brite lobte das Engagement der Veranstalter: „Ich war sehr froh zu sehen, dass viele Teams dabei waren. Die VLN hat sich echt ins Zeug gelegt, dass es endlich wieder losgehen kann. Jetzt freue ich mich riesig auf das erste Rennen.“

Streaming am Himmelfahrtswochenende: Der Sendeplan steht fest

Es ist kein Ersatz – aber ein kleiner Trost: Am ursprünglich geplanten Termin des ADAC TOTAL 24h-Rennens können Fans einen actionreichen Sendemarathon genießen. Auf dem offiziellen 24h-Youtube-Kanal (www.youtube.com/24hnbr) sind die Highlightfilme der vergangenen Jahre zu sehen: Ab Samstagnachmittag bis Sonntagmorgen gibt es so eine Motorsport-Zeitreise von 2001 bis 2019 mit den heißesten Szenen und den dramatischsten Ereignissen aus fast zwei Jahrzehnten! Ab Sonntagvormittag bis zum ursprünglich geplanten Zeitpunkt des Zieleinlaufs um 15:30 Uhr folgen dann besondere Schlaglichter: Der Film „Chamäleon“ von Jan Birkenstock zeigt das Rennen aus ungewohnten Perspektiven und vermittelt die Faszination des Geschehens auf der Nordschleife. Danach erleben die Zuschauer noch einmal die finalen Phasen der Rennen von 2016 bis 2019 – und damit einige der dramatischsten und actiongeladensten Stunden der 24h-Historie. Viel Spaß beim Zuschauen!

Sendeplan

14:30 UhrCountdown!
15:30 Uhr24h-Rennen 2001, International Highlight (Englisch)
16:22 Uhr24h-Rennen 2002, International Highlight (Englisch)
17:14 Uhr24h-Rennen 2003, International Highlight (Englisch)
18:07 Uhr24h-Rennen 2004, International Highlight (Englisch)
18:57 Uhr24h-Rennen 2005, International Highlight (Englisch)
19:48 Uhr24h-Rennen 2006, International Highlight (Deutsch)
20:38 Uhr24h-Rennen 2007, International Highlight (Deutsch)
21:31 Uhr24h-Rennen 2008, International Highlight (Englisch)
22:23 Uhr24h-Rennen 2009, International Highlight (Englisch)
23:16 Uhr24h-Rennen 2010, International Highlight (Englisch)
23:58 Uhr24h-Rennen 2011, International Highlight (Englisch)
00:50 Uhr24h-Rennen 2012, International Highlight (Englisch)
01:39 Uhr24h-Rennen 2013, International Highlight (Deutsch)
02:26 Uhr24h-Rennen 2014, International Highlight (Deutsch)
03:15 Uhr24h-Rennen 2015, International Highlight (Deutsch)
04:03 Uhr24h-Rennen 2016, International Highlight (Deutsch)
04:53 Uhr24h-Rennen 2017, International Highlight (Englisch)
05:45 Uhr24h-Rennen 2018, International Highlight (Englisch)
06:37 Uhr24h-Rennen 2019, International Highlight (Deutsch)
07:29 UhrChamäleon – Das 24h-Rennen am Nürburgring (Englisch)
08:16 Uhr24h-Rennen 2016: Das Rennfinale! (Deutsch)
10:12 Uhr24h-Rennen 2017: Das Rennfinale! (Deutsch)
12:00 Uhr24h-Rennen 2018: Das Rennfinale! (Deutsch)
13:40 Uhr24h-Rennen 2019: Das Rennfinale! (Deutsch)

 

 

Himmelfahrtswochenende: Statt 24h-Rennen buntes Fan-Programm im Internet

Auch wenn das ADAC TOTAL 24h-Rennen 2020 auf September verschoben wurde, können sich die Fans am ursprünglich geplanten Datum des 24h-Rennens (23. – 24. Mai) auf actionreiche Stunden freuen. Denn die Organisatoren des Rennens stellen das Wochenende unter das Motto „24h Rewind“, spulen also zurück zu den coolsten Szenen und der besten Action. Bei dem Riesenprogramm, das so zustande kommt, besteht zudem – typisch 24h-Rennen – die Qual der Wahl! Denn parallel zum Stream auf dem offiziellen 24h-YouTube-Kanal gibt es einen live ausgestrahlten Charity-Marathon.

Der Youtube-Kanal des 24h-Rennens bringt als Ersatz für das verlegte Rennen jede Menge Highlights aus den 24h-Auflagen seit dem Jahr 2001. Dazu wurden unter anderem knapp 1.000 Minuten Highlightfilme zusammengestellt, die ab dem geplanten Rennstart (Samstag, 23. Mai um 15:30 Uhr) chronologisch gezeigt werden und die beste Action und die spannendsten Szenen der jeweiligen Jahre bieten. Wenn es auf den Schluss des Sendemarathons zugeht, gibt es außerdem den spektakulären und emotionalen Film „Chamäleon“ von Jan Birkenstock sowie die heißesten finalen Rennstunden der vergangenen vier Rennen, was noch einmal jeweils eineinhalb bis zweieinhalb besonders actionreiche Stunden verspricht. Um auch den internationalen Fans ein besonderes Bonbon zu bieten, werden die Highlightfilme teilweise mit deutschem und teilweise mit englischem Kommentar gezeigt. Zu sehen ist all das unter youtube.com/24hnbr, wo Fans und Organisatoren sich auch live über die Kommentare austauschen können.

Live für den guten Zweck: „25,378“ auf #DABEI
Noch ein wenig früher als das offizielle 24h-Streaming startet Vermarktungspartner Sporttotal eine Marathon-Livesendung für den guten Zweck: Eve Scheer und Patrick Simon gehen ab 14:00 Uhr für 25,378 Stunden auf Sendung, und präsentieren prominente Gäste, Musik, Liveschaltungen an den Nürburgring und vieles mehr. Ausgestrahlt wird die Sendung auf dem Sender #DABEI, der für Kunden von Magenta TV über den Receiver empfangbar ist und für alle anderen Fans im Netz unter www.dabei-tv.de frei zugänglich ist. Direkt vom Nürburgring aus führen die bekannten Moderatoren durch ein höchst abwechslungsreiches Programm, das spannende Inhalte rund um das Rennen bietet. So wird die Geschichte des Rings ebenso beleuchtet, wie die des 24h-Rennens. Zahlreiche prominente Gäste sind vor Ort dabei oder per Liveschaltung in die Sendung eingeladen. Dazu gehören Teamchef-Legende Olaf Manthey, aber auch Profirennfahrer wie Frank Stippler, Rene Butler oder Privatfahrer und Teamchef Titus Dittmann. Ein besonderer Höhepunkt steht am Sonntag um 13:15 Uhr an, wenn die Kölner Mundartgruppe „De Höhner“ auftritt. Auch weitere musikalische Inhalte sind geplant, die die XXL-Sendung sehenswert machen. Eine Besonderheit dabei: Die Sendung ruft zu Spenden für den guten Zweck auf. Dazu gibt es virtuelles Racing, das zudem für weitere actionreiche Szenen sorgen wird. Die Erlöse kommen dem Marshal Club Nürburgring zugute – also jenen Streckenposten, die am Wochenende eigentlich für Sicherheit und Fairness am Ring sorgen würden.

24h-Rennen wird verschoben

Die Organisatoren des ADAC TOTAL 24h-Rennens reagieren auf die Corona-Pandemie mit einer Änderung der Planungen für das Jahr 2020. Die ursprünglich für das Himmelfahrtswochenende geplante 48. Auflage des Langstreckenklassikers wird nach jetzigem Planungsstand auf den 24. bis 27. September verschoben. Das am letzten Aprilwochenende angesetzte ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen wird dagegen in diesem Jahr nicht stattfinden. Bereits erworbene Tickets für das 24h-Rennen behalten ihre Gültigkeit auch für den neuen September-Termin. Sowohl für das 24h-Rennen als auch für das Qualifikationsrennen können Eintrittskarten aber auch ohne Stornogebühren zurückgegeben werden. Der veranstaltende ADAC Nordrhein möchte mit dieser Reaktion auf die aktuelle Krisensituation dazu beitragen, dass die unvermeidlichen Folgen für die Region und die Akteure im Motorsport abgefedert werden. Weitere Details des neu angesetzten Rennwochenendes werden rechtzeitig hier auf der 24h-Homepage bekannt gegeben.

Die Entscheidung für eine Verlegung des 24h-Rennens ist ein Novum in der fast 50-jährigen Historie der Veranstaltung. Auch wenn noch viele Detailfragen zu klären sind, planen die Organisatoren nun, im September das 24h-Rennen nachzuholen: „Wir haben uns diesen Entschluss nicht leicht gemacht und schließlich die nun verabschiedete Variante als besten Kompromiss angesehen“, erklärt Peter Meyer, der Vorsitzende des veranstaltenden ADAC Nordrhein. „Derzeit sind wir optimistisch, das Rennen dann durchführen zu können, aber natürlich gibt es zahlreiche Faktoren, die einen Einfluss darauf haben werden. Nicht zuletzt hoffen wir nun auch auf die notwendige Kooperation aller Partner des Events, um die Folgen der aktuellen Situation etwas abzufedern und die Zukunft des Motorsports auf der Nordschleife zu sichern.“

Zweiteiliger Beschluss
Der Beschluss des ADAC Nordrhein ist zweiteilig und sieht zunächst einmal die Absage des 24h-Qualifikationsrennens im April vor: Der geplante Termin liegt unmittelbar nach dem Ende der aktuell ausgerufenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens. „Aktuell kann leider niemand absehen, ob diese Phase dann tatsächlich beendet ist und welche Maßnahmen und Auflagen anschließend gültig sein werden“, erklärt Meyer. Eine sorgfältige Vorbereitung des 24h-Qualirennens, zu der etwa auch viele persönliche Meetings gehören, wäre unter diesen Umständen nicht möglich gewesen. Für das 24h-Rennen konnte der 24. bis 27. September als neuer Termin mit der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG gefunden werden. Dieser neue Termin stellt den notwendigen Vorlauf für das umfangreiche Rennwochenende sicher. Denn sowohl für die Definition einer angemessenen BoP als auch für die Qualifikation zum Einzelzeitfahren sind im Vorfeld des 24h-Rennens absolvierte VLN-Läufe notwendig. Gleiches gilt für die persönliche Qualifikation vieler Piloten, die für das 24h-Rennen eine DPN (DMSB Permit Nordschleife) erwerben müssen. Die Verlegung soll aber nicht nur ein Signal an die Motorsportler auf und neben der Rennstrecke sein. „Wir empfinden als Veranstalter eines der größten Events auf dem Nürburgring auch eine langjährige Verbundenheit zur Region rund um den Ring“, erklärt Peter Meyer. „Deshalb wollen wir alles versuchen, das 24h-Rennen im September zu absolvieren – trotz des erheblichen finanziellen Mehraufwandes für den ADAC Nordrhein. Denn die vielen Verwerfungen mit ihren wirtschaftlichen Folgen, die sich aus der aktuellen Krisenlage ergeben, treffen natürlich auch die Eifel. Wir hoffen, gemeinsam mit den Partnern des ADAC TOTAL 24h-Rennens zumindest einen kleinen Beitrag zur Minderung der Folgen leisten zu können.“

FIA WTCR: Deutsches Team wächst / Coronel auf Audi

Rund sieben Wochen sind es noch bis zum Saisonstart der FIA WTCR in Ungarn (24. – 26. April), doch viele Rahmendaten der höchsten FIA-Meisterschaft für Tourenwagen werden nach und nach veröffentlicht. Dazu gehört auch dass sich viele Teams und Piloten zu ihren Saisonplanungen äußern. Für deutsche Fans besonders spannend: Das einzige deutsche Team im Cup verdoppelt in der kommenden Saison sein Engagement. All-inkl wird damit vier Hondas an den Start bringen. Wer es eher mit den deutschen Herstellern hält, der kommt auch nicht zu kurz: Tom Coronel wechselt 2020 auf einen Audi. Den Fans an der Nordschleife ist der Niederländer nach zehn Einsätzen beim 24h-Rennen (darunter Platz neun im vergangenen Jahr) gewiss kein Unbekannter.

Aus eins mach zwei: Das deutsche All-inkl-Team tritt in der diesjährigen WTCR mit vier Honda Civic Type R an. Sie werden getrennt voneinander unter zwei verschiedenen Namen (All-inkl.de und .com) agieren. Auch die Piloten stehen schon fest – und das Team hat sich prompt den Status der Local Heros beim Saisonauftakt in Ungarn gesichert: Attila Tassi (HUN) wechselt zum deutschen Team. Der 20-Jährige wird 2020 der Youngster im Fahrerkader sein.

Zweiter Neuzugang ist Tiago Monteiro (POR), der im vergangenen Jahr nach langer Verletzungspause sein umjubeltes Comeback in der WTCR feierte. Der 43-Jährige bewies 2019 sein Können im Cockpit eines TCR-Renners nicht zuletzt beim 24h-Rennen, als er im Honda-Werksteam den TCR-Klassensieg holte. Erhalten bleiben der All-inkl-Mannschaft die beiden Argentinier Esteban Guerrieri (35) und Néstor Girolami (30) und damit der Vizechampion und der Siebtplatzierte der Saison 2019. Über die Aufteilung der Piloten in die beiden getrennten Mannschaften hat das Team noch nicht entschieden.

Coronel mit 500. Start
Mit Tom Coronel (NED) bleibt auch einer der Publikumslieblinge der FIA WTCR 2020 erhalten. Gerade erst aus dem Dakar-Cockpit geklettert, verkündete er seine Pläne für den Rest des Jahres: Der Niederländer wechselt vom Cupra auf einen Audi RS 3 LMS und bleibt dabei dem belgischen Team Comtoyou Racing treu: „Im vergangenen Jahr passte es mit diesem Team super, und auch Audi ist für die Mannschaft keine unbekannte Marke. Für mich selbst übrigens auch nicht – ich fuhr 2001 bei den 24h von Le Mans einen Audi.“ Bei Reifentests in Spanien bewegte der 47-Jährige das Fahrzeug bereits und berichtete anschließend von „einem guten Gefühl“. Diese Saison dürfte aber aus einem Grund ohnehin eine besondere für Coronel werden. Denn er errechnete im Winter, dass er in seiner Karriere bislang 484 Rennen bestritt: „Mit den 20 WTCR-Rennen dieses Jahr werde ich also die 500 Rennen voll machen – das ist ein Kunststück, das wir gebührend feiern werden.

Für Demorunden: DTM der 80er und 90er kehrt auf die Nordschleife zurück

Die Tourenwagen Legenden bereichern 2020 das Rahmenprogramm des ADAC Total 24h-Rennens auf dem Nürburgring. Im Zuge dessen kehren die spektakulären Tourenwagen der Achtziger- und Neunzigerjahre in die Grüne Hölle zurück. Alfa Romeo 155 V6, Audi V8, BMW M3, Ford Sierra Cosworth sowie Mercedes 190 und C-Klasse lassen die Herzen der Motorsportfans, die fünf Tage lang rund um die Nordschleife das größte Rennsportfestival in Deutschland feiern, höher schlagen.

„Wir sind unheimlich stolz, beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring dabei zu sein“, sagt Jörg Hatscher, Geschäftsführer und selber Teilnehmer der Tourenwagen Legenden. „Das ist ein wichtiger Meilenstein in der noch jungen Geschichte unserer Serie, die 2020 erst in ihre zweite Saison startet. Für die Fans rund um den Nürburgring werden wir die Goldenen Jahre des Tourenwagen Sports wieder aufleben lassen. Und für unsere Teilnehmer wird es ein unvergessliches Erlebnis.“ Hatscher pilotiert bei den Tourenwagen Legenden eine AMG Mercedes C-Klasse DTM/ITC 1996. Die Nürburgring Nordschleife kennt er wie seine Westentasche. Von 2008 bis 2014 war er als Fahrer und zum Teil als Teamchef in der VLN und beim 24h-Rennen mit von der Partie und errang dabei 2 Klassensiege.

Die Tourenwagen Legenden bestreiten am Freitagnachmittag zwei Demonstrationsrunden in der Grünen Hölle. Daneben werden die historischen Rennfahrzeuge – begleitet von einer Reihe Ex-DTM-Stars – Teil des Adenauer Racing Days am Mittwoch, der Autogrammstunde im ring°boulevard am Donnerstag sowie an allen Tagen in der Fan-Arena im historischen Fahrerlager. Daneben werden zwei der spektakulären Boliden im DSK-Zelt in der Müllenbachschleife zu sehen sein.

Die Tourenwagen Legenden bestreiten 2020 zehn Rennen á 30 Minuten für die Meisterschaftswertung; je zwei auf dem Sachsenring (8.-10. Mai), in Spa-Francorchamps (26.-28. Juni), in Hockenheim (24.-25. Juli), im tschechischen Most (28.-30. August) und auf dem Nürburgring (16.-18. Oktober). Daneben umfasst die Veranstaltungsreihe ein Einladungsrennen im norwegischen Rudskogen, eine Demofahrt beim Bergrennen in Osnabrück, zwei Prüf- und Einstellfahrten am Bilster Berg und auf dem ATP-Testgelände in Papenburg sowie Messeauftritte bei der Techno Classica und der Essen Motor Show.

Zwei mal 911: Falken tritt auf Porsche an

[Teminfo] Die Reifenmarke Falken hat ihr Motorsportpläne für 2020 bekannt gegeben und wartet mit eine Überraschung auf: Das erfolgreiche Team tritt in der Nürburgring Langstrecken-Serie (ehemals VLN) und auch beim ADAC TOTAL 24h-Rennen mit zwei der neuesten GT3-Porsche 911 GT3 R an. Das Falken Motorsports-Team, das in diesem Jahr zum zehnten Mal in Folge von Schnabl Engineering getragen wird, hat dazu ein neues 991.2-Chassis bestellt. Es wird zusätzlich zum 2019er-Porsche eingesetzt. Beide Fahrzeuge werden in der Spezifikation identisch sein.

Die Entscheidung für den Einsatz von zwei identischen Porsche folgt auf drei Jahre, in denen neben einem Porsche 911 ein BMW M6 GT3 für das türkis-blaue Team an den Start rollte. Während der BMW den ersten VLN-Rennsieg von Falken und den fünften Platz in der letztjährigen VLN-Saison erzielte, glauben die Reifeningenieure, dass der Wettbewerb mit zwei identischen Fahrzeugen die Effizienz durch die Konzentration auf die Verbesserung der spezifischen Fahrzeug- und Reifenleistung verbessern wird.

„Das Rennen mit zwei Porsche wird es uns ermöglichen, ein effektiveres Reifenevaluierungsprogramm durchzuführen, verbunden mit der Chance, verschiedene Setups an den Fahrzeugen auszuprobieren und gleichzeitig eine weitere Variable auf einer Strecke zu entfernen, die so viele unvorhersehbare Elemente aufwirft. Außerdem profitieren wir von Kosteneinsparungen bei der Ersatzteilversorgung und der Logistik, sodass dies eine sehr praktische Entscheidung ist“, sagt Stefanie Olbertz, verantwortlich für das Motorsportprogramm von Falken Tyre Europe GmbH. „Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung von BMW, und der M6 wird bei Falken immer einen besonderen Platz einnehmen, da er unseren ersten Sieg auf der Nordschleife sowie mehrere andere große Triumphe errungen hat. Dazu gehören unser erster Doppel-Podiumsplatz sowie die fehlerfreie Leistung beim 24h-Rennen 2019 mit dem fünften Gesamtrang als schnellster BMW.“

Das Falken Motorsports-Team wird im Februar nach Portimao fahren, um dort den nun schon traditionellen Shakedown durchzuführen, bevor die neue Fahrerbesetzung für 2020 zum offiziellen NLS-Testtag am 14. März 2020 bekannt gegeben wird. Der erste Wettbewerbseinsatz für die neue 4,0-Liter-Maschine mit 550 PS ist für die erste NLS-Runde am 21. März geplant.

Formel 4 erstmals mit im Programm

Premiere beim ADAC TOTAL 24h-Rennen: Erstmals wird 2020 die Formel 4 zum Rahmenprogramm des Langstreckenklassikers gehören. Die Nachwuchstalente haben so die Chance, sich auf der ganz großen Bühne zu präsentieren. Ausgetragen werden die Läufe auf der Grand-Prix-Strecke. Auch der weitere Kalender der ADAC Formel 4 steht bereits fest. Die Serie ist bei sechs Events des ADAC GT Masters und ist auf vier Formel-1-Rennstrecken zu Gast. Saisonstart ist vom 24. bis 26. April in der Motorsport Arena Oschersleben. Bereits als zweiter Lauf folgt dann der Höhepunkt beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring. Danach folgen die Stationen auf den aktuellen oder ehemaligen Formel-1-Rennstrecken Red Bull Ring/Österreich, Nürburgring, Zandvoort/Niederlande und Hockenheimring. Das Finale findet auch 2020 auf dem Sachsenring statt, diesmal vom 2. bis 4. Oktober.

Termine ADAC Formel 4 2020 (Änderungen vorbehalten)

26.04.2020: Motorsport Arena Oschersleben
24.05.2020: ADAC TOTAL 24h-Rennen
07.06.2020: Red Bull Ring (A)
16.08.2020: Nürburgring*
23.08.2020: Circuit Zandvoort (NL)
20.09.2020: Hockenheim
04.10.2020: Sachsenring*

* = vorbehaltlich Vereinbarung mit dem Veranstalter