24h-Countdown mit Streaming-Appetithappen!

Das Jahr 2020 wird in der Historie des 24h-Rennens ohne Zweifel einen besonderen Platz einnehmen: Die Corona-Pandemie sorgt dafür, dass alle Beteiligten – von den Organisatoren über die Teams und Piloten bis hin zu den Fans – umplanen müssen. Um die ungewohnt lange Wartezeit auf das Motorsport-Highlight des Jahres auf der Nordschleife ein wenig zu verkürzen, haben die Videoexperten im 24h-Team das Archiv auf den Kopf gestellt und bereits am ursprünglich geplanten 24h-Termin im Mai einen Streaming-Marathon zwei Mal rund um die Uhr geboten. Tausende Fans verfolgten am Himmelfahrtswochenende die Filme ständig live und hinterließen insgesamt 6.000 Kommentare. Während des 24stündigen Videomarathons wurden fast 380.000 Page Impressions gezählt.

Die tolle Resonanz hat die Organisatoren überzeugt weiterzumachen. Die besten Szenen aus zwei Jahrzehnten 24h-Rennen wird es deshalb noch einmal sukzessive geben: Jeweils Donnerstags um 19:24 Uhr geht ein Highlight-Film aus den Jahren 2001 bis 2019 auf dem offiziellen Youtube-Kanal (www.youtube.com/24hnbr) online. In den beiden Wochen vor dem Rennen im September sind es sogar zwei Filme, die dann jeweils dienstags und donnerstags veröffentlicht werden. Auf Youtube werden die jeweiligen Filme dann auch im Archiv weiter zur Verfügung stehen, sodass den Fans des 24h-Rennens eine wahre Schatzkiste an actionreichem Filmmaterial zur Verfügung steht!

Terminplan 24h-Highlights

Do., 28. Mai19:24 Uhr24h-Rennen 2001, International Highlight (Englisch)
Do., 4. Juni19:24 Uhr24h-Rennen 2002, International Highlight (Englisch)
Do., 11. Juni19:24 Uhr24h-Rennen 2003, International Highlight (Englisch)
Do., 18. Juni19:24 Uhr24h-Rennen 2004, International Highlight (Englisch)
Do., 25. Juni19:24 Uhr24h-Rennen 2005, International Highlight (Englisch)
Do., 2. Juli19:24 Uhr24h-Rennen 2006, International Highlight (Deutsch)
Do., 9. Juli19:24 Uhr24h-Rennen 2007, International Highlight (Deutsch)
Do., 16. Juli19:24 Uhr24h-Rennen 2008, International Highlight (Englisch)
Do., 23. Juli19:24 Uhr24h-Rennen 2009, International Highlight (Englisch)
Do., 30. Juli19:24 Uhr24h-Rennen 2010, International Highlight (Englisch)
Do., 6. August19:24 Uhr24h-Rennen 2011, International Highlight (Englisch)
Do., 13. August19:24 Uhr24h-Rennen 2012, International Highlight (Englisch)
Do., 20. August19:24 Uhr24h-Rennen 2013, International Highlight (Deutsch)
Do., 27. August19:24 Uhr24h-Rennen 2014, International Highlight (Deutsch)
Do., 3. September19:24 Uhr24h-Rennen 2015, International Highlight (Deutsch)
Di., 15. September19:24 Uhr24h-Rennen 2016, International Highlight (Deutsch)
Do., 17. September19:24 Uhr24h-Rennen 2017, International Highlight (Englisch)
Di., 22. September19:24 Uhr24h-Rennen 2018, International Highlight (Englisch)
Do., 24. September19:24 Uhr24h-Rennen 2019, International Highlight (Deutsch)
26. – 27. SeptemberADAC TOTAL 24h-Rennen

Streaming am Himmelfahrtswochenende: Der Sendeplan steht fest

Es ist kein Ersatz – aber ein kleiner Trost: Am ursprünglich geplanten Termin des ADAC TOTAL 24h-Rennens können Fans einen actionreichen Sendemarathon genießen. Auf dem offiziellen 24h-Youtube-Kanal (www.youtube.com/24hnbr) sind die Highlightfilme der vergangenen Jahre zu sehen: Ab Samstagnachmittag bis Sonntagmorgen gibt es so eine Motorsport-Zeitreise von 2001 bis 2019 mit den heißesten Szenen und den dramatischsten Ereignissen aus fast zwei Jahrzehnten! Ab Sonntagvormittag bis zum ursprünglich geplanten Zeitpunkt des Zieleinlaufs um 15:30 Uhr folgen dann besondere Schlaglichter: Der Film „Chamäleon“ von Jan Birkenstock zeigt das Rennen aus ungewohnten Perspektiven und vermittelt die Faszination des Geschehens auf der Nordschleife. Danach erleben die Zuschauer noch einmal die finalen Phasen der Rennen von 2016 bis 2019 – und damit einige der dramatischsten und actiongeladensten Stunden der 24h-Historie. Viel Spaß beim Zuschauen!

Sendeplan

14:30 UhrCountdown!
15:30 Uhr24h-Rennen 2001, International Highlight (Englisch)
16:22 Uhr24h-Rennen 2002, International Highlight (Englisch)
17:14 Uhr24h-Rennen 2003, International Highlight (Englisch)
18:07 Uhr24h-Rennen 2004, International Highlight (Englisch)
18:57 Uhr24h-Rennen 2005, International Highlight (Englisch)
19:48 Uhr24h-Rennen 2006, International Highlight (Deutsch)
20:38 Uhr24h-Rennen 2007, International Highlight (Deutsch)
21:31 Uhr24h-Rennen 2008, International Highlight (Englisch)
22:23 Uhr24h-Rennen 2009, International Highlight (Englisch)
23:16 Uhr24h-Rennen 2010, International Highlight (Englisch)
23:58 Uhr24h-Rennen 2011, International Highlight (Englisch)
00:50 Uhr24h-Rennen 2012, International Highlight (Englisch)
01:39 Uhr24h-Rennen 2013, International Highlight (Deutsch)
02:26 Uhr24h-Rennen 2014, International Highlight (Deutsch)
03:15 Uhr24h-Rennen 2015, International Highlight (Deutsch)
04:03 Uhr24h-Rennen 2016, International Highlight (Deutsch)
04:53 Uhr24h-Rennen 2017, International Highlight (Englisch)
05:45 Uhr24h-Rennen 2018, International Highlight (Englisch)
06:37 Uhr24h-Rennen 2019, International Highlight (Deutsch)
07:29 UhrChamäleon – Das 24h-Rennen am Nürburgring (Englisch)
08:16 Uhr24h-Rennen 2016: Das Rennfinale! (Deutsch)
10:12 Uhr24h-Rennen 2017: Das Rennfinale! (Deutsch)
12:00 Uhr24h-Rennen 2018: Das Rennfinale! (Deutsch)
13:40 Uhr24h-Rennen 2019: Das Rennfinale! (Deutsch)

 

 

Himmelfahrtswochenende: Statt 24h-Rennen buntes Fan-Programm im Internet

Auch wenn das ADAC TOTAL 24h-Rennen 2020 auf September verschoben wurde, können sich die Fans am ursprünglich geplanten Datum des 24h-Rennens (23. – 24. Mai) auf actionreiche Stunden freuen. Denn die Organisatoren des Rennens stellen das Wochenende unter das Motto „24h Rewind“, spulen also zurück zu den coolsten Szenen und der besten Action. Bei dem Riesenprogramm, das so zustande kommt, besteht zudem – typisch 24h-Rennen – die Qual der Wahl! Denn parallel zum Stream auf dem offiziellen 24h-YouTube-Kanal gibt es einen live ausgestrahlten Charity-Marathon.

Der Youtube-Kanal des 24h-Rennens bringt als Ersatz für das verlegte Rennen jede Menge Highlights aus den 24h-Auflagen seit dem Jahr 2001. Dazu wurden unter anderem knapp 1.000 Minuten Highlightfilme zusammengestellt, die ab dem geplanten Rennstart (Samstag, 23. Mai um 15:30 Uhr) chronologisch gezeigt werden und die beste Action und die spannendsten Szenen der jeweiligen Jahre bieten. Wenn es auf den Schluss des Sendemarathons zugeht, gibt es außerdem den spektakulären und emotionalen Film „Chamäleon“ von Jan Birkenstock sowie die heißesten finalen Rennstunden der vergangenen vier Rennen, was noch einmal jeweils eineinhalb bis zweieinhalb besonders actionreiche Stunden verspricht. Um auch den internationalen Fans ein besonderes Bonbon zu bieten, werden die Highlightfilme teilweise mit deutschem und teilweise mit englischem Kommentar gezeigt. Zu sehen ist all das unter youtube.com/24hnbr, wo Fans und Organisatoren sich auch live über die Kommentare austauschen können.

Live für den guten Zweck: „25,378“ auf #DABEI
Noch ein wenig früher als das offizielle 24h-Streaming startet Vermarktungspartner Sporttotal eine Marathon-Livesendung für den guten Zweck: Eve Scheer und Patrick Simon gehen ab 14:00 Uhr für 25,378 Stunden auf Sendung, und präsentieren prominente Gäste, Musik, Liveschaltungen an den Nürburgring und vieles mehr. Ausgestrahlt wird die Sendung auf dem Sender #DABEI, der für Kunden von Magenta TV über den Receiver empfangbar ist und für alle anderen Fans im Netz unter www.dabei-tv.de frei zugänglich ist. Direkt vom Nürburgring aus führen die bekannten Moderatoren durch ein höchst abwechslungsreiches Programm, das spannende Inhalte rund um das Rennen bietet. So wird die Geschichte des Rings ebenso beleuchtet, wie die des 24h-Rennens. Zahlreiche prominente Gäste sind vor Ort dabei oder per Liveschaltung in die Sendung eingeladen. Dazu gehören Teamchef-Legende Olaf Manthey, aber auch Profirennfahrer wie Frank Stippler, Rene Butler oder Privatfahrer und Teamchef Titus Dittmann. Ein besonderer Höhepunkt steht am Sonntag um 13:15 Uhr an, wenn die Kölner Mundartgruppe „De Höhner“ auftritt. Auch weitere musikalische Inhalte sind geplant, die die XXL-Sendung sehenswert machen. Eine Besonderheit dabei: Die Sendung ruft zu Spenden für den guten Zweck auf. Dazu gibt es virtuelles Racing, das zudem für weitere actionreiche Szenen sorgen wird. Die Erlöse kommen dem Marshal Club Nürburgring zugute – also jenen Streckenposten, die am Wochenende eigentlich für Sicherheit und Fairness am Ring sorgen würden.

24h-Rennen wird verschoben

Die Organisatoren des ADAC TOTAL 24h-Rennens reagieren auf die Corona-Pandemie mit einer Änderung der Planungen für das Jahr 2020. Die ursprünglich für das Himmelfahrtswochenende geplante 48. Auflage des Langstreckenklassikers wird nach jetzigem Planungsstand auf den 24. bis 27. September verschoben. Das am letzten Aprilwochenende angesetzte ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen wird dagegen in diesem Jahr nicht stattfinden. Bereits erworbene Tickets für das 24h-Rennen behalten ihre Gültigkeit auch für den neuen September-Termin. Sowohl für das 24h-Rennen als auch für das Qualifikationsrennen können Eintrittskarten aber auch ohne Stornogebühren zurückgegeben werden. Der veranstaltende ADAC Nordrhein möchte mit dieser Reaktion auf die aktuelle Krisensituation dazu beitragen, dass die unvermeidlichen Folgen für die Region und die Akteure im Motorsport abgefedert werden. Weitere Details des neu angesetzten Rennwochenendes werden rechtzeitig hier auf der 24h-Homepage bekannt gegeben.

Die Entscheidung für eine Verlegung des 24h-Rennens ist ein Novum in der fast 50-jährigen Historie der Veranstaltung. Auch wenn noch viele Detailfragen zu klären sind, planen die Organisatoren nun, im September das 24h-Rennen nachzuholen: „Wir haben uns diesen Entschluss nicht leicht gemacht und schließlich die nun verabschiedete Variante als besten Kompromiss angesehen“, erklärt Peter Meyer, der Vorsitzende des veranstaltenden ADAC Nordrhein. „Derzeit sind wir optimistisch, das Rennen dann durchführen zu können, aber natürlich gibt es zahlreiche Faktoren, die einen Einfluss darauf haben werden. Nicht zuletzt hoffen wir nun auch auf die notwendige Kooperation aller Partner des Events, um die Folgen der aktuellen Situation etwas abzufedern und die Zukunft des Motorsports auf der Nordschleife zu sichern.“

Zweiteiliger Beschluss
Der Beschluss des ADAC Nordrhein ist zweiteilig und sieht zunächst einmal die Absage des 24h-Qualifikationsrennens im April vor: Der geplante Termin liegt unmittelbar nach dem Ende der aktuell ausgerufenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens. „Aktuell kann leider niemand absehen, ob diese Phase dann tatsächlich beendet ist und welche Maßnahmen und Auflagen anschließend gültig sein werden“, erklärt Meyer. Eine sorgfältige Vorbereitung des 24h-Qualirennens, zu der etwa auch viele persönliche Meetings gehören, wäre unter diesen Umständen nicht möglich gewesen. Für das 24h-Rennen konnte der 24. bis 27. September als neuer Termin mit der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG gefunden werden. Dieser neue Termin stellt den notwendigen Vorlauf für das umfangreiche Rennwochenende sicher. Denn sowohl für die Definition einer angemessenen BoP als auch für die Qualifikation zum Einzelzeitfahren sind im Vorfeld des 24h-Rennens absolvierte VLN-Läufe notwendig. Gleiches gilt für die persönliche Qualifikation vieler Piloten, die für das 24h-Rennen eine DPN (DMSB Permit Nordschleife) erwerben müssen. Die Verlegung soll aber nicht nur ein Signal an die Motorsportler auf und neben der Rennstrecke sein. „Wir empfinden als Veranstalter eines der größten Events auf dem Nürburgring auch eine langjährige Verbundenheit zur Region rund um den Ring“, erklärt Peter Meyer. „Deshalb wollen wir alles versuchen, das 24h-Rennen im September zu absolvieren – trotz des erheblichen finanziellen Mehraufwandes für den ADAC Nordrhein. Denn die vielen Verwerfungen mit ihren wirtschaftlichen Folgen, die sich aus der aktuellen Krisenlage ergeben, treffen natürlich auch die Eifel. Wir hoffen, gemeinsam mit den Partnern des ADAC TOTAL 24h-Rennens zumindest einen kleinen Beitrag zur Minderung der Folgen leisten zu können.“

FIA WTCR: Deutsches Team wächst / Coronel auf Audi

Rund sieben Wochen sind es noch bis zum Saisonstart der FIA WTCR in Ungarn (24. – 26. April), doch viele Rahmendaten der höchsten FIA-Meisterschaft für Tourenwagen werden nach und nach veröffentlicht. Dazu gehört auch dass sich viele Teams und Piloten zu ihren Saisonplanungen äußern. Für deutsche Fans besonders spannend: Das einzige deutsche Team im Cup verdoppelt in der kommenden Saison sein Engagement. All-inkl wird damit vier Hondas an den Start bringen. Wer es eher mit den deutschen Herstellern hält, der kommt auch nicht zu kurz: Tom Coronel wechselt 2020 auf einen Audi. Den Fans an der Nordschleife ist der Niederländer nach zehn Einsätzen beim 24h-Rennen (darunter Platz neun im vergangenen Jahr) gewiss kein Unbekannter.

Aus eins mach zwei: Das deutsche All-inkl-Team tritt in der diesjährigen WTCR mit vier Honda Civic Type R an. Sie werden getrennt voneinander unter zwei verschiedenen Namen (All-inkl.de und .com) agieren. Auch die Piloten stehen schon fest – und das Team hat sich prompt den Status der Local Heros beim Saisonauftakt in Ungarn gesichert: Attila Tassi (HUN) wechselt zum deutschen Team. Der 20-Jährige wird 2020 der Youngster im Fahrerkader sein.

Zweiter Neuzugang ist Tiago Monteiro (POR), der im vergangenen Jahr nach langer Verletzungspause sein umjubeltes Comeback in der WTCR feierte. Der 43-Jährige bewies 2019 sein Können im Cockpit eines TCR-Renners nicht zuletzt beim 24h-Rennen, als er im Honda-Werksteam den TCR-Klassensieg holte. Erhalten bleiben der All-inkl-Mannschaft die beiden Argentinier Esteban Guerrieri (35) und Néstor Girolami (30) und damit der Vizechampion und der Siebtplatzierte der Saison 2019. Über die Aufteilung der Piloten in die beiden getrennten Mannschaften hat das Team noch nicht entschieden.

Coronel mit 500. Start
Mit Tom Coronel (NED) bleibt auch einer der Publikumslieblinge der FIA WTCR 2020 erhalten. Gerade erst aus dem Dakar-Cockpit geklettert, verkündete er seine Pläne für den Rest des Jahres: Der Niederländer wechselt vom Cupra auf einen Audi RS 3 LMS und bleibt dabei dem belgischen Team Comtoyou Racing treu: „Im vergangenen Jahr passte es mit diesem Team super, und auch Audi ist für die Mannschaft keine unbekannte Marke. Für mich selbst übrigens auch nicht – ich fuhr 2001 bei den 24h von Le Mans einen Audi.“ Bei Reifentests in Spanien bewegte der 47-Jährige das Fahrzeug bereits und berichtete anschließend von „einem guten Gefühl“. Diese Saison dürfte aber aus einem Grund ohnehin eine besondere für Coronel werden. Denn er errechnete im Winter, dass er in seiner Karriere bislang 484 Rennen bestritt: „Mit den 20 WTCR-Rennen dieses Jahr werde ich also die 500 Rennen voll machen – das ist ein Kunststück, das wir gebührend feiern werden.

Für Demorunden: DTM der 80er und 90er kehrt auf die Nordschleife zurück

Die Tourenwagen Legenden bereichern 2020 das Rahmenprogramm des ADAC Total 24h-Rennens auf dem Nürburgring. Im Zuge dessen kehren die spektakulären Tourenwagen der Achtziger- und Neunzigerjahre in die Grüne Hölle zurück. Alfa Romeo 155 V6, Audi V8, BMW M3, Ford Sierra Cosworth sowie Mercedes 190 und C-Klasse lassen die Herzen der Motorsportfans, die fünf Tage lang rund um die Nordschleife das größte Rennsportfestival in Deutschland feiern, höher schlagen.

„Wir sind unheimlich stolz, beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring dabei zu sein“, sagt Jörg Hatscher, Geschäftsführer und selber Teilnehmer der Tourenwagen Legenden. „Das ist ein wichtiger Meilenstein in der noch jungen Geschichte unserer Serie, die 2020 erst in ihre zweite Saison startet. Für die Fans rund um den Nürburgring werden wir die Goldenen Jahre des Tourenwagen Sports wieder aufleben lassen. Und für unsere Teilnehmer wird es ein unvergessliches Erlebnis.“ Hatscher pilotiert bei den Tourenwagen Legenden eine AMG Mercedes C-Klasse DTM/ITC 1996. Die Nürburgring Nordschleife kennt er wie seine Westentasche. Von 2008 bis 2014 war er als Fahrer und zum Teil als Teamchef in der VLN und beim 24h-Rennen mit von der Partie und errang dabei 2 Klassensiege.

Die Tourenwagen Legenden bestreiten am Freitagnachmittag zwei Demonstrationsrunden in der Grünen Hölle. Daneben werden die historischen Rennfahrzeuge – begleitet von einer Reihe Ex-DTM-Stars – Teil des Adenauer Racing Days am Mittwoch, der Autogrammstunde im ring°boulevard am Donnerstag sowie an allen Tagen in der Fan-Arena im historischen Fahrerlager. Daneben werden zwei der spektakulären Boliden im DSK-Zelt in der Müllenbachschleife zu sehen sein.

Die Tourenwagen Legenden bestreiten 2020 zehn Rennen á 30 Minuten für die Meisterschaftswertung; je zwei auf dem Sachsenring (8.-10. Mai), in Spa-Francorchamps (26.-28. Juni), in Hockenheim (24.-25. Juli), im tschechischen Most (28.-30. August) und auf dem Nürburgring (16.-18. Oktober). Daneben umfasst die Veranstaltungsreihe ein Einladungsrennen im norwegischen Rudskogen, eine Demofahrt beim Bergrennen in Osnabrück, zwei Prüf- und Einstellfahrten am Bilster Berg und auf dem ATP-Testgelände in Papenburg sowie Messeauftritte bei der Techno Classica und der Essen Motor Show.

Zwei mal 911: Falken tritt auf Porsche an

[Teminfo] Die Reifenmarke Falken hat ihr Motorsportpläne für 2020 bekannt gegeben und wartet mit eine Überraschung auf: Das erfolgreiche Team tritt in der Nürburgring Langstrecken-Serie (ehemals VLN) und auch beim ADAC TOTAL 24h-Rennen mit zwei der neuesten GT3-Porsche 911 GT3 R an. Das Falken Motorsports-Team, das in diesem Jahr zum zehnten Mal in Folge von Schnabl Engineering getragen wird, hat dazu ein neues 991.2-Chassis bestellt. Es wird zusätzlich zum 2019er-Porsche eingesetzt. Beide Fahrzeuge werden in der Spezifikation identisch sein.

Die Entscheidung für den Einsatz von zwei identischen Porsche folgt auf drei Jahre, in denen neben einem Porsche 911 ein BMW M6 GT3 für das türkis-blaue Team an den Start rollte. Während der BMW den ersten VLN-Rennsieg von Falken und den fünften Platz in der letztjährigen VLN-Saison erzielte, glauben die Reifeningenieure, dass der Wettbewerb mit zwei identischen Fahrzeugen die Effizienz durch die Konzentration auf die Verbesserung der spezifischen Fahrzeug- und Reifenleistung verbessern wird.

„Das Rennen mit zwei Porsche wird es uns ermöglichen, ein effektiveres Reifenevaluierungsprogramm durchzuführen, verbunden mit der Chance, verschiedene Setups an den Fahrzeugen auszuprobieren und gleichzeitig eine weitere Variable auf einer Strecke zu entfernen, die so viele unvorhersehbare Elemente aufwirft. Außerdem profitieren wir von Kosteneinsparungen bei der Ersatzteilversorgung und der Logistik, sodass dies eine sehr praktische Entscheidung ist“, sagt Stefanie Olbertz, verantwortlich für das Motorsportprogramm von Falken Tyre Europe GmbH. „Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung von BMW, und der M6 wird bei Falken immer einen besonderen Platz einnehmen, da er unseren ersten Sieg auf der Nordschleife sowie mehrere andere große Triumphe errungen hat. Dazu gehören unser erster Doppel-Podiumsplatz sowie die fehlerfreie Leistung beim 24h-Rennen 2019 mit dem fünften Gesamtrang als schnellster BMW.“

Das Falken Motorsports-Team wird im Februar nach Portimao fahren, um dort den nun schon traditionellen Shakedown durchzuführen, bevor die neue Fahrerbesetzung für 2020 zum offiziellen NLS-Testtag am 14. März 2020 bekannt gegeben wird. Der erste Wettbewerbseinsatz für die neue 4,0-Liter-Maschine mit 550 PS ist für die erste NLS-Runde am 21. März geplant.

Formel 4 erstmals mit im Programm

Premiere beim ADAC TOTAL 24h-Rennen: Erstmals wird 2020 die Formel 4 zum Rahmenprogramm des Langstreckenklassikers gehören. Die Nachwuchstalente haben so die Chance, sich auf der ganz großen Bühne zu präsentieren. Ausgetragen werden die Läufe auf der Grand-Prix-Strecke. Auch der weitere Kalender der ADAC Formel 4 steht bereits fest. Die Serie ist bei sechs Events des ADAC GT Masters und ist auf vier Formel-1-Rennstrecken zu Gast. Saisonstart ist vom 24. bis 26. April in der Motorsport Arena Oschersleben. Bereits als zweiter Lauf folgt dann der Höhepunkt beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring. Danach folgen die Stationen auf den aktuellen oder ehemaligen Formel-1-Rennstrecken Red Bull Ring/Österreich, Nürburgring, Zandvoort/Niederlande und Hockenheimring. Das Finale findet auch 2020 auf dem Sachsenring statt, diesmal vom 2. bis 4. Oktober.

Termine ADAC Formel 4 2020 (Änderungen vorbehalten)

26.04.2020: Motorsport Arena Oschersleben
24.05.2020: ADAC TOTAL 24h-Rennen
07.06.2020: Red Bull Ring (A)
16.08.2020: Nürburgring*
23.08.2020: Circuit Zandvoort (NL)
20.09.2020: Hockenheim
04.10.2020: Sachsenring*

* = vorbehaltlich Vereinbarung mit dem Veranstalter

Rückkehr einer Legende: BMW startet 2020 neues Junior-Team

[Werksinfo] Nach über 40 Jahren haucht BMW 2020 dem legendären Junior-Team neues Leben ein: Mit völlig neuem Konzept werden die Nachfolger von Eddie Cheever (USA), Manfred Winkelhock (GER) und Marc Surer (SUI) auf große Aufgaben vorbereitet. Die Schule wird eine der härtesten sein, die der internationale Rennsport zu bieten hat: die Nürburgring-Nordschleife! Dan Harper (GBR), Max Hesse (GER) und Neil Verhagen (USA) absolvieren ein auf zwei Saisons angelegtes ganzheitliches, hochwertiges und intensives Ausbildungsprogramm, das neue Maßstäbe in der Förderung junger Talente setzt. Einer ihrer Mentoren wird der Mann sein, der 1977 das erste BMW Junior Team gegründet hat: Jochen Neerpasch.

Ziel des Ausbildungskonzepts ist, die Junioren gemeinsam in vielen verschiedenen Bereichen weiterzuentwickeln, sie individuell und ganzheitlich zu fördern und sie dadurch zu besseren und vor allem reiferen Rennfahrern zu machen. Das BMW Junior Team beginnt seine Ausbildung am 9. Januar mit dem Einzug in eine gemeinsame Wohnung in Viareggio (ITA), wo ein mehrwöchiges Trainingscamp mit Fitness- als auch Mentaltraining auf sie wartet. Eine Säule des Programms ist der Teamgegeist, der auch anschließend im Vordergrund steht: Dann ziehen die Junioren in eine gemeinsame Wohnung nahe des Nürburgrings, der zum Mittelpunkt ihrer Rennfahrerausbildung werden wird. Am Steuer verschiedener BMW Rennfahrzeuge – vom neuen BMW M2 CS Racing über den BMW M4 GT4 bis hin zum BMW M6 GT3 – fährt das BMW Junior Team die komplette Saison der Nürburgring Langstrecken-Serie sowie das ADAC TOTAL 24h- Rennen auf dem Nürburgring. Zu den Renneinsätzen kommen zahlreiche weitere Ausbildungsinhalte hinzu.

„Die Wiedergeburt des legendären BMW Junior Teams nach mehr als 40 Jahren ist für uns bei BMW Motorsport etwas ganz Besonderes“, sagt BMW Group Motorsport Direktor Jens Marquardt. „Umso mehr, da wir den Gründer des damaligen BMW Junior Teams und der BMW Motorsport GmbH, Jochen Neerpasch, als einen der Mentoren für die neue Generation gewinnen konnten. Damit treffen Tradition und Zukunft in einer aus unserer Sicht perfekten Konstellation aufeinander. Unser neues Konzept steht auf mehreren Säulen: dem Racing auf der Nürburgring-Nordschleife, dem Sim-Racing als einem neuen und zukunftsorientierten Bereich, dem Mental- und Fitnesstraining, Ausbildungsinhalten innerhalb der BMW Group sowie dem Teambuilding durch das Zusammenleben in einer WG. Mit diesem umfassenden Konzept heben wir unsere Nachwuchsförderung noch einmal auf eine neue Stufe.“

Jochen Neerpasch meint: „Als ich 1977 das erste BMW Junior Team gegründet habe, waren wir bei BMW Motorsport Pioniere in der Nachwuchsförderung. Zum ersten Mal haben wir die Ausbildung junger Rennfahrer auf eine professionelle Basis gestellt. Nun nach mehr als 40 Jahren erneut in die Förderung eines BMW Junior Teams involviert zu sein, freut mich sehr. Ich weiß aus meiner Erfahrung, dass junge Fahrer sehr viel schneller lernen, wenn sie als Team agieren, anstatt nur für sich selbst zu kämpfen. Auf dieser Grundlage ist gemeinsam mit den Verantwortlichen von BMW Motorsport die Idee entstanden, das BMW Junior Team wieder neu ins Leben zu rufen. Mich fasziniert der Gedanke, dass die drei Junioren gemeinsam auf der schwierigsten Rennstrecke der Welt lernen und darüber hinaus in vielen weiteren Bereichen ausgebildet werden. Ich bin mir sicher, dass die drei ihren Weg im professionellen Rennsport gehen werden. Wir werden alles tun, um ihnen dafür optimale Voraussetzungen mit auf den Weg zu geben.“

Das Trio, das das neue BMW Junior Team bildet, hat bereits Erfahrungen und erste Erfolge im Rennsport gesammelt. Der 19-jährige Dan Harper gewann 2019 den Titel im British Carrera Cup und erhielt für seine Leistungen eine Nominierung für die prestigeträchtigen Autosport Awards. Der 18-jährige Max Hesse feierte 2019 den Titelgewinn in der schnell wachsenden Tourenwagenserie TCR Germany. Zudem war er Förderkandidat des ADAC. Der ebenfalls 18-jährige Neil Verhagen belegte 2019 den sechsten Gesamtrang in der hochkarätig besetzten British F3 Championship und war Teil des Red-Bull-Juniorprogramms.

Als Mentoren konnte BMW Profis wie die Werksfahrer Philipp Eng (AUT) und Dirk Adorf (GER) gewinnen. „Ich freue mich riesig darauf, gemeinsam mit unseren Junioren durch das zweijährige Programm zu gehen“, sagt Adorf. „Die Jungs sind jetzt schon sehr stark und werden von uns in allem Bereichen ausgebildet, die das Umfeld von BMW Motorsport und der BMW Group zu bieten hat. Dazu kommt dann noch, dass sie auf der besten Rennstrecke der Welt lernen werden. Wenn sie dort schnell sind, finden sie sich sicher überall gut zurecht. Ich kenne mich rund um den Nürburgring sehr gut aus und stehe den Junioren dort als wichtiger Ratgeber immer zur Verfügung. Natürlich mit meiner Streckenkenntnis, aber sicher auch mit meiner Kenntnis der Region. Wenn sie dort in einer Wohnung leben, brauchen sie sicher auch jemanden, der ihnen ganz normale Alltagsfragen beantwortet. Ich denke, ich kann ihnen dabei helfen, viele Leute kennenzulernen und sich einfach auch ein wenig zu Hause zu fühlen.“

Ausschreibung 2020 veröffentlicht: Feintuning am Reglement

Die Ausschreibung für das ADAC TOTAL 24h-Rennen 2020 ist veröffentlicht, und damit steht auch das Regelwerk für den Saisonhöhepunkt auf der Nordschleife fest. Wenn sich die Teilnehmer vom 21. bis 24. Mai 2020 ins Geschehen stürzen, dann bleiben praktisch alle wichtigen Regularien konstant. Natürlich haben die Organisatoren beim ADAC Nordrhein aber auch für die 48. Auflage des Klassikers wieder Feintuning betrieben. Es verspricht mehr Klarheit, Fairness und Spannung.

Die Ausschreibung steht auf der 24h-Teaminfo-Homepage unter www.24h-information.de zum Download bereit.

Neu: Top Qualifying mit zwei Stufen

Das Top-Qualifying am Freitag bleibt auch 2020 ein Höhepunkt des 24h-Rennens, in ihm werden wie gehabt GT3-Fahrzeuge und die SP-X-Klasse zu sehen sein. Es wird 2020 zum ersten Mal zweistufig veranstaltet. Das eigentliche Stechen um die Pole und die besten Startplätze erfolgt im „Q2”, davor gibt es ein „Q1” für jene Teilnehmer, die sich nicht direkt für diesen Showdown qualifiziert haben. Für das Q2 werden wie bislang die Startplätze bei den VLN-Läufen und beim 24h-Qualirennen vergeben. Eine Liste der teilnahmeberechtigten Autos wird nach dem Qualifikationsrennen veröffentlicht. Insgesamt sollen je 40 Prozent der Pro- und Pro-AM-Teams einziehen. Alle Fahrzeuge, die sich nicht im Vorfeld qualifiziert haben, dürfen im Q1 fahren – hier werden vier weitere Plätze an die Schnellsten vergeben.

Neu: Mehr elektronische Helfer

Auch beim 24h-Rennen machen elektronische Helfer den Teams und Piloten das Leben etwas einfacher. So ist ab 2020 die Verwendung einer App zur Identifizierung und Zuordnung der verwendeten Rennreifen in den Topklassen verpflichtend. Übrigens müssen sich die Teams nach Abschluss des 24h-Qualirennens verbindlich für eine Reifenmarke entscheiden. Elektronische Unterstützung erhalten außerdem die Fahrer im Cockpit: Das so genannte „Smart Track Safety Display”ist für alle Teilnehmer verpflichtend. Es wird im Cockpit der Rennfahrzeuge eingebaut und weist die Piloten schon bei der Annäherung auf Gefahrenstellen hin. Wer VLN und 24h-Rennen verfolgt, weiß, dass es immer wieder zu Sportstrafen kommt, die etwa wegen nicht wahrgenommener Code-60-Signale ausgesprochen werden. Dies soll durch das neue Display minimiert werden.

Lexus: Auch 2020 mit Werkseinsatz am Start

[Teaminfo] Lexus kehrt auch 2020 in die „grüne Hölle“ zurück: Ein LC startet im nächsten Jahr beim ADAC TOTAL 24h-Rennen. Das Sportcoupé nimmt bereits im dritten Jahr in Folge am Langstreckenklassiker auf der wohl anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt teil. Die 24h am Nürburgring sind längst eine feste Größe im Rennkalender: Seit 2007 war das Werksteam Gazoo Racing jedes Jahr in der Eifel am Start, 2020 steht die 14. Teilnahme hintereinander an. Wie in den vergangenen beiden Jahren vertraut das Team dabei auf den Lexus LC, der für den ultimativen Härtetest nochmals verbessert wurde. Basierend auf den bisherigen Erfahrungen, kommt beispielsweise ein neu entwickelter V8-Motor mit Twin-Turboaufladung zum Einsatz. Neben aerodynamischem Feinschliff wurde außerdem an Gewicht und Steifigkeit des Rennwagens gefeilt, ein optimiertes Fahrwerk und Assistenzsysteme unterstützen die Kurvenhatz auf der Nordschleife.

Das Team setzt sich wie in den Vorjahren aus Mitarbeitern zusammen, die das Fahrzeug für das Rennen aufbauen und auch am Steuer Platz nehmen. Als Cheffahrer geht Hiroaki Ishiura ins Rennen, der zum sechsten Mal unweit der Nürburg startet. Masahiro Sasaki, Kazuya Oshima und Naoya Gamo komplettieren das Fahrerquartett. Die auf der Strecke gesammelten Erfahrungen fließen auch in die Serienfertigung von Straßenfahrzeugen mit ein.

„Ich freue mich, am 24-Stunden-Rennen 2020 am Nürburgring teilnehmen zu können. Da ich einige Zeit nicht mehr am Nürburgring war, bin ich sehr aufgeregt – auch angesichts der Verantwortung als führender Fahrer“, erklärt Hiroaki Ishiura. „Durch die alljährliche Teilnahme haben wir in diesem Projekt eine beachtliche Expertise gesammelt. Es gibt viele Elemente, die nur unter den rauen Bedingungen des 24h-Rennens am Nürburgring verfeinert werden können. Wir hoffen, diese Erfahrungen nutzen zu können, um noch schnellere und sicherere Autos zu entwickeln, die allen Spaß machen.“

Pole bei der Nennung: GT3-Viper hilft Kindern auf die Schulbank

Kaum war die Online-Nennung für das ADAC TOTAL 24h-Rennen 2020 eröffnet, da flatterte auch schon die erste Nennung ins Haus: Sie stammte auch diesmal vom Team rund um Bernd Albrecht, das mit seinen Viper-Einsätzen in den vergangenen Jahren viele Herzen rund um die Nordschleife gewonnen hat. Auch 2020 wird das Kult-Auto an den Start rollen und wieder ist das Team für einen guten Zweck unterwegs. Der Teamchef, der in den vergangenen Jahren für den Einsatz der grünen Viper zuständig war, widmet sich mit seiner Mannschaft dabei einem neuen, aufregenden Benefiz-Projekt. Der Hirrlinger, der seit 2000 beim 24h-Rennen am Start steht, wird sich mit seiner 40-köpfigen Mannschaft für die Stiftung »Fly & Help« einsetzen. Die fördert Schulprojekte in Entwicklungsländern und so steht der ehrgeizige Plan fest: Durch den Start beim ADAC TOTAL 24h-Rennen 2020 wollen Albrecht und seine Mitstreiter den Bau von mindestens einer ganzen Schule ermöglichen! mindestens 40.000 Euro sind dazu nötig – und wer die quirlige Truppe kennt weiß: Das Projekt unter dem Titel „white angel on road to green hell“ könnte definitiv funktionieren.

Die Basis des Projektes ist dabei seit Jahren bewährt: Teamchef Bernd Albrecht kann auf die Unterstützung von Mintgen Motorsport zählen. Und auch die von Manfred Sattler zur Verfügung gestellte Dodge Viper SRT 10 Competition Coupé GT3 hat die Feuertaufe in der Grünen Hölle längst hinter sich. Es handelt sich um die 2018 / 2019 komplett neu aufgebaute Giftschlange, die nach einem vorausgehenden Unfall beim 24h-Rennen längst wieder im alten Glanz erstrahlt. Angetrieben wird der Bolide nicht nur vom 8,3-Liter-Motor, der auch mit dem alternativem E20-Kraftstoff reichlich Leistung bereitstellt, sondern auch von der Unterstützung sehr vieler Fans.

Teamchef Bernd Albrecht erläutert: „Wir arbeiten in dem Projekt alle ehrenamtlich. Partner und Sponsoren sammeln mit uns den Spendenbetrag, den wir dann einer Hilfsorganisation übergeben möchten. Im kommenden Jahr werden wir die Stiftung »Fly & Help« unterstützen, die seit zehn Jahren sehr erfolgreich beim Bau von Schulen in Ländern aus der Dritten Welt unterwegs ist. Unser Ziel ist es, den Bau von mindestens einer neuen Schule mit unserer Spende zu finanzieren.“

Hinter »Fly & Help« steht eine Hilfsorganisation, die insgesamt schon über 330 Schulprojekte mit einem Fördervolumen von knapp 16 Millionen Euro umsetzen konnte. Durch die neuen Gebäude wird vielen tausenden Kindern in Afrika, Asien und Lateinamerika der Schulbesuch ermöglicht und der Grundstein für eine selbstbestimmte Zukunft gelegt – und nach dem 24h-Rennen 2020 hoffentlich auch in einer neuen Schule, deren Grundstein gewissermaßen in der Grünen Hölle gelegt wurde.

Gründer Reiner Meutsch ist Tourismusexperte, der mit seinem Unternehmen „Berge & Meer“ sehr erfolgreich Reisen vermarktete. Da er auch leidenschaftlicher Pilot ist, war er in aller Welt unterwegs und stellte fest: „Viele Traumreiseziele bieten den Einheimischen gar keine traumhaften Bedingungen“, so Meutsch. „Besonders tragisch finde ich es, wenn Kinder keinen Zugang zu Schulbildung haben – und damit keine Perspektive.“ So wurde sein Projekt geboren, das heute als Stiftung weltweit Schulprojekte auf die Beine stellt.

Das Fahrzeug – eine Dodge Viper SRT 10 Competition Coupé GT3, stellt Manfred Sattler zur Verfügung. „Ich hatte das Glück, ein erfolgreiches Unternehmen im IT-Bereich aufzubauen und mir damit auch den Wunsch zu erfüllen, als Rennfahrer unterwegs zu sein“, schildert er. „Zwölf Jahre lang war ich in verschiedensten Rennserien des GT-Motorsports, insbesondere auf dem vor unserer Haustür liegenden Nürburgring aber auch auf vielen anderen europäischen Rennstrecken mit dem Rennstall Vulkan-Racing unterwegs. Ich stelle die Viper sehr gerne für das Projekt White Angel zur Verfügung.” Für den Einsatz zeichnet Michael Mintgen zuständig, der mit seinem Team Mintgen Motorsport als Spezialist für die Viper gilt.

Weitere Informationen unter https://www.facebook.com/WhiteAngelViper/ und www.fly-and-help.de.

FIA WTCR: Hyundai-Pilot Michelisz holt den Titel

Mit einem superspannenden Finale ging der FIA Tourenwagen-Weltcup (WTCR) im malaysischen Sepang zu Ende. Bis zum letzten Rennen war der Kampf um den ersten Platz offen, am Schluss hatte Norbert Michelisz (HUN) die Nase vorne. Der Hyundai-Pilot konnte mit einem Sieg im ersten Rennen des Wochenendes und Platz vier im dritten Heat seinen schärfsten Rivalen Nestor Girolami auf Distanz halten, der aber den Titelkampf bis zuletzt offen halten konnte. In Sepang verabschiedete sich außerdem VW aus der Serie – und das mit einem echten Feuerwerk. Der Schwede Johan Kristoffersson schaffte im allerletzten WTCR-Lauf der Saison das Kunststück, von Startplatz 22 aus den Sieg zu holen. Zum Vizemeister wurde in Malaysia Esteban Guerrieri (ARG) gekürt, der für das deutsche Team All-inkl.com Münnich Motorsport an den Start geht. Der lange Zeit Tabellenführende musste seine Titelambitionen erst im allerletzten Lauf begraben, als er mit einem Motorproblem zurückfiel. Das Finale macht Lust auf die Fortsetzung, die es ab Anfang April gibt: Dann steht in Marokko der Saisonauftakt der Saison 2020 auf dem Programm.

Rennen 1: Michelisz legt den Grundstein

Schon im Qualifying deutete sich an, dass das Sepang-Wochenende spannend werden würde: Norbert Michelisz holte im ersten Qualifying die Pole für Lauf 1, während Rivale Guerrieri nur Platz zehn blieb. Bei der Entscheidung um die Startplätze für den zweiten und dritten Lauf lagen dann die Rivalen Kopf an Kopf: Michelisz auf P1 und Guerrieri auf P2 – das versprach einen Krimi zum Saisonabschluss. Den Anfang machte aber Michelisz mit einer souveränen Vorstellung: In Lauf 1 blieb er bei wechselhaftem Wetter fehlerfrei und holte den Sieg. Der Hyundai-Pilot kam vor Aurélien Panis (Cupra) ins Ziel, der als Zweiter gestartet war. Esteban Guerrieri verbesserte sich auf Rang vier, doch nach diesem Lauf hatte Michelisz 27 Punkte Vorsprung auf ihn, während Yvan Muller als dritter Titelaspirant noch einmal acht Punkte mehr Rückstand hatte. „Es war nicht einfach, die Bedingungen waren nicht ideal“, fasste Michaelisz zusammen. „Es gab Druck, aber ich bin sehr glücklich mit meiner Performance und dem Auto. Aurélien hatte eine gute Pace, also konnte ich nicht nachlassen und versuchte, mir einen Vorsprung herauszufahren, falls ich einen Fehler machen würde. Es war das perfekte Rennen.” Dritter wurde Gabriele Tarquini (Hyundai), der als amtierender Meister in die Saison gestartet war und in Sepang die Saison auf Platz acht abschloss.

Rennen 2: Guerrieri machte es spannend

Auch in Lauf zwei spielte das Wetter eine Hauptrolle. Nachdem bereits Lauf eins hinter dem Safetycar begonnen hatte, war diesmal sogar eine Unterbrechung notwendig. Von all dem ließ sich Esteban Guerrieri nicht beirren, der mit seinem Honda schließlich als Sieger abgewinkt wurde. Er konnte damit das Titelduell noch einmal spannend machen, rückte er doch bis auf zehn Punkte an Michelisz heran. Von Platz neun in der Startaufstellung fuhr Guerrieri im Regen nach vorne, während es dunkel wurde und unter Flutlicht gefahren wurde. Michelisz wurde nur Achter. „Unglaublich“, sagte Guerrieri. „Ich habe alles gegeben. Ich habe schon gesehen, was in der ersten Runde kommen wird, und es ist auch so passiert. Es war das Rennen meines Lebens.“ Ein dickes Lob bekam von ihm die Mannschaft von All-inkl.com Münnich Motorsport: „Das Auto war unglaublich! Danke an mein Team.” Auch sein Teamkollege machte eine gute Figur: Beim Start übernahm Néstor Girolami zunächst die Führung. Er überholte Polesitter Ma Quinghua in Kurve 1. Doch da einige Piloten im starken Regen von der Strecke abgekommen waren, wurde der Lauf mit der Roten Flagge unterbrochen. Die neue Startaufstellung sah die Teamkollegen Girolami und Guerrieri in der ersten Startreihe, Tabellenführer Michelisz – der beim ersten Start zurückgefallen war – startete nur von P17. Aufgrund von Problemen anderer Fahrer rückte er beim Neustart hinter dem Safetycar auf P13 nach vorne. Beim Neustart ließ Girolami Guerrieri vorbei, der anschließend einen komfortablen Vorsprung aufbaute und den Sieg nach Hause fuhr. Hinter ihm gab es viel Action. Mikel Azcona (Cupra) und Johan Kristoffersson (VW) duellierten sich hart. Sie überholten Girolami und standen mit Guerrieri auf dem Podium.

Rennen 3: Sensationssieg für VW-Pilot Kristoffersson

Das letzte Saisonrennen der WTCR enthielt dann alles, war Tourenwagensport spannend macht. An der Spitze setzte sich VW-Pilot Kristoffersson in einem spektakulären Vierkampf um den Sieg durch, der gleichzeitig Esteban Guerrieri seine Titelchance kostete. In den ersten Runden schwang das Pendel zwischen Guerrieri und Michelisz fast in jeder Kurve hin und her. Schließlich verlor der Honda-Pilot aber Motorleistung, wohl weil Guerrieri nach einem Kontakt mit Kristoffersson durch das Gras fuhr und dadurch der Kühler möglicherweise verstopft wurde. Vom Start weg kam es zu einem direkten Schlagabtausch der beiden Titelaspiranten, die sich die erste Startreihe teilten. Pole-Mann Michelisz verlor in Kurve eins, als sich Guerrieri auf der Außenbahn durchsetzte. Dabei zog er auch Mikel Azcona auf den zweiten Platz mit. Zum Trio gesellte sich bald Kristoffersson, der aus dem Nirgendwo kam, nun an der Spitze kräftig mitmischte und Michelisz einen weiteren Platz kostete. Nach einer kurzen Safetycar-Phase zeigten die vier ein unglaubliches Spektakel. Der Schlüsselmoment war ein Duell zwischen Guerrieri und Kristoffersson. Der VW-Pilot berührte den Argentinier, dessen Honda für einen Moment aufs Gras abkam. Später funkte Guerrieri, dass er Leistung verliert. Er fiel immer weiter zurück. Nachdem der Kühler gesäubert war, fuhr er zwar noch die schnellste Rennrunde, aber mehr als Platz 22 sprang nicht mehr heraus. Sein Pech bedeutete, dass Michelisz auf Titelkurs war. Er fiel auf den fünften Platz zurück, während sich vor ihm ein Dreikampf um den Sieg entwickelte, denn zu Kristoffersson und Azcona hatte sich auch der Alfa Romeo Giulietta Veloca TCR von Kevin Ceccon gesellt. Am Ende konnte der Schwede den Lauf für sich entscheiden und vor Ceccon und Audi-Pilot Frederic Vervisch durchs Ziel gehen. „Glückwunsch an Esteban – seine Performance in Rennen zwei und drei waren unglaublich stark“, zollte der neue Meister Michelisz seinem Titelrivalen anschließend Respekt. „Es war ein echt harter Kampf, wir haben beide alles gegeben.“

FIA WTCR: Titelentscheidung vertagt – Lynk-Piloten dominieren in Macau

In den Häuserschluchten von Macau trafen sich an diesem Wochenende die Piloten des Tourenwagen-Weltcups (FIA WTCR) zur vorletzten Meisterschaftsrunde. Auf dem spektakulären Innenstadt-Kurs im Herzen der ehemaligen portugiesischen Kolonie am Perlflussdelta hätte eine Vorentscheidung im Titelkampf zwischen den beiden Tabellenführern fallen können. Doch sowohl Hyundai-Werkspilot Michelisz (HUN) als auch der Argentinier Esteban Guerrieri im Honda des deutschen Teams All-inkl.com Münnich Motorsport hatten es schwer. Statt ihrer brillierten die Piloten der chinesischen Marke Lynk & Co, die alle drei Rennsiege auf dem 6,2-km-Kurs einfuhren. Yvan Muller (FRA) konnte zwei Läufe für sich entscheiden, Markenkollege Andy Priaulx (GBR) siegte im dritten Heat. Muller schloss damit zur Spitze auf, aus dem Titelfight wird ein Dreikampf. Beim Finale im malaysischen Sepang (13. – 15. Dezember) wird sich nun zeigen, wer sich endgültig durchsetzen kann – der WTCR steht ein äußerst spannendes Finale bevor!

Norbert Michelisz, der als Tabellenführer nach Macau kam, konnte im ersten Rennen des Wochenendes am Samstag den zweiten Platz erobern, musste aber bereits im Qualifying für die Sonntagsläufe einen herben Rückschlag einstecken. Nach einem Unfall konnte er die Hoffnung auf eine große Punktausbeute begraben – am Ende reichte es zu einem zehnten und einem zwölften Platz. Auch Titelrivale Esteban Guerrieri hatte sich das Wochenende gewiss anders vorgestellt: Im ersten Rennen schaffte er es nicht bis ins Ziel, dafür war er am Sonntag erfolgreicher. Als Zehnter des zweiten Qualifyings hatte er die Pole-Position für Rennen 2 erobert, das in der WTCR jeweils für die Top 10 in umgekehrter Reihenfolge des Quali-Ergebnisses gestartet wird. Doch eine Grid-Strafe warf ihn auf Platz vier zurück, auf dem er das Rennen auch beendete. In Rennen drei sah er die Zielflagge als Zehnter. Er erntete damit insgesamt 19 Punkte am Wochenende, während Michelisz 30 Zähler sammelte und seinen knappen Vorsprung ein wenig ausbauen konnte.

Besser lief es für den großen Sieger des Wochenendes: Yvan Muller setzte im Lynk & Co seine mit fünf Meisterschaftszählern belohnte Pole-Position in Rennen 1 in einen makellosen Sieg um. In Rennen zwei schaffte er es auf dem schwierigen Stadtkurs, die fünfte Startposition in einen zweiten Rennsieg umzumünzen. In Rennen drei schließlich wurde er sechster und konnte sich damit nochmals zehn Punkte gutschreiben lassen, sodass am Ende 65 Meisterschaftszähler und die unmittelbare Schlagdistanz auf Tabellenplatz zwei zusammenkamen. Hoch zufrieden dürfte auch Kevin Ceccon (Team Mulsanne) aus Macau abgereist sein, der in seiner Alfa Romeo Giulietta TCR zwei Mal den Sprung aufs Podium schaffte.

Huff: Rekord nicht ausgebaut
Der Brite Rob Huff trat in Macau an, um seinen eigenen Rekord zu knacken: Mit einem zehnten Rennsieg hätte er seine erstaunliche Erfolgsbilanz noch einmal ausbauen können, doch soweit kam es nicht: Es blieb bei insgesamt neun Triumphen, nachdem er die Pole Position in Rennen drei nicht umsetzen konnte – am Ende blieb dem VW-Piloten mit Platz zwei dennoch ein Podestplatz und der Trost, weiterhin der erfolgreichste Fahrer aller Zeiten auf dem legendären Stadtkurs zu sein. Jean-Karl Vernay (FRA) eroberte in diesem dritten Lauf Rang drei für das Team Audi Sport. Huffs Volkswagen-Teamkollege Johan Kristoffersson, der zweifache Rallycross-Weltmeister, schloss das Wochenende mit Platz fünf in Rennen zwei und Rang vier im dritten Umlauf als bester Rookie ab. Der deutsche Rookie Luca Engstler, der von Hyundai als Ersatzmann für Augusto Farfus nominiert worden war, konnte im dritten Rennen seine ersten WTCR-Punkte sammeln: Zwei Zähler bekam er für den 14. Platz, nachdem er zuvor in Rennen 1 als 16. abgewinkt wurde und in Rennen 2 einen Ausfall hinnehmen musste.

VLN: Yannick Fübrich und David Griessner sind Meister 2019

Die neuen Meister der VLN heißen Yannick Fübrich und David Griessner. Sie holten beim Meisterschaftsfinale für das im BMW M240i Racing Cup ihren siebten Klassensieg. Damit verwiesen sie die Verfolger – ihre Teamkollegen Philipp Leisen, Danny Brink und Christopher Rink sowie Torsten Kratz, Oliver Frisse und Moran Gott vom Team Avia Sorg Rennsport – auf die Plätze zwei und drei. Griessner ist zudem Junior-Champion, Leisen, Brink und Rink gewannen die VLN-Produktionswagen-Trophäe. Den Laufsieg beim 44. DMV Münsterlandpokal errangen Patrick Assenheimer und Maro Engel im Mercedes-AMG GT3 des Black Falcon Team AutoArena Motorsport.

Die Entscheidung um die Meisterschaft war bis zum letzten Rennen offen, mit der besseren Ausgangsposition für Fübrich / Griessner. Sie gingen als Tabellenführer in das letzte Rennen der Saison. Dennoch mussten sie noch ein Top-Ergebnis einfahren, um den Sack zuzumachen. Gerade in der Anfangsphase zeigte sich jedoch, was den BMW M240i Racing Cup bei den Fans so beliebt macht: Duelle Stoßstange an Stoßstange. „Das war ein echt harter Kampf“, gestand Fübrich. „Da war Durchsetzungsvermögen gefragt. Am Ende bei so vielen starken Fahrern in der VLN Meister zu werden – da fehlen mir einfach die Worte.“

Teamkollege Griessner sagt: „Das fühlt sich großartig an. Ich bin den Schlussstint gefahren und der dauerte gefühlt eine Ewigkeit. Von diesem Erfolg haben wir lange geträumt – jetzt sind wir endlich am Ziel.“ Aus Sicht des Teamchefs Matthias Unger – seinerseits selber VLN-Champion 2008 – kam der Erfolg aber nicht unerwartet. „Es klingt komisch, wenn ich sage, dass wir die Titelverteidigung geplant haben. Aber es ist so. Natürlich gehört auch das gewisse Quäntchen Glück dazu, aber wir haben drei Fahrzeuge mit absoluten Top-Besatzungen in drei unterschiedlichen Klassen ins Rennen geschickt. Am Ende belegen wir damit die Plätze eins, zwei und vier in der Tabelle – besser geht es kaum.“ Besagte Vierte sind Norbert Fischer, Oskar Sandberg und Daniel Zils, die im Porsche Cayman sieben Siege in der Klasse V5 feierten.

Neben der Meisterschaftsentscheidung war auch der Kampf um den letzten Tagessieg der Saison ein Krimi. In Führung liegend geriet Lars Kern im Porsche 911 GT3 R von Manthey-Racing in der letzten Runde mit einem zu überrundenden Fahrzeug aneinander. Weidwund rettete er den liebevoll „Grello“ getauften Elfer ins Ziel und wurde am Ende Sechster.

Den Sieg erbten Patrick Assenheimer und Maro Engel, die eine Podiumsplatzierung nach einem unplanmäßigen Stopp in der Anfangsphase schon fast verloren geglaubt hatten. Im Kühlergrill des Mercedes-AMG GT3 hatte sich Laub angesammelt, das von den Black-Falcon-Mechanikern entfernt werden musste, weil die Motortemperatur bedrohlich anstieg. „Damit haben wir nicht gerechnet“, sagte Assenheimer. „Unser Tag hat sehr mäßig begonnen, als wir im Qualifying eine kleine Kollision hatten. Das Team hat alles darangesetzt, dass wir noch eine schnelle Runde fahren konnten. Im Rennen dann der unplanmäßige Stopp nach nur einer Runde. Das war deprimierend. Ich wusste in meinem Stint nicht, wo wir stehen und war am Ende positiv überrascht.“

Der Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer #6 sicherte sich mit dem vierten Saisonsieg von Assenheimer den Titel in der Rowe-Speed-Trophy by VLN. Platz zwei ging an den Audi R8 LMS von Phoenix Racing #5. Vincent Kolb und Frank Stippler fuhren beim Finale auf den zweiten Rang vor Christian Krognes, David Pittard und Jody Fannin im BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motortsport. Als Vierte gewannen Michele Beretta, Steve Jans und Kim Louis Schramm im zweiten Phoenix-Audi die Pro-Am-Wertung der SP9. Hubert Haupt, Adam Christoudoulou und Dirk Müller belegten am Ende im zweiten Black-Falcon-Mercedes-AMG Rang fünf.

Der Falken-Porsche von Sven Müller und Patrick Pilet wurde auf Platz zwei abgewinkt. Aufgrund eines Gelbvergehens wurde dem Duo aber nachträglich eine 185-Sekunden-Strafe auferlegt. In der Endabrechnung stand so am Ende nur Rang sieben zu Buche.

Sieger der VLN-Junior-Trophäe ist Meister David Griessner, der sich gegen das Scheid-Motorsport-Duo Nico Otto und Lars Peucker durchsetzte. Die VLN-Produktionswagen-Trophäe ging ebenfalls an das Pixum Team Adrenalin Motorsport mit den scheidenden Champions Rink, Brink und Leisen.