DSK: Shuttlebusse mit neuem Haltepunkt

Der Deutsche Sportfahrer Kreis (DSK) setzt beim 24h-Rennen wieder seine kostenlosen Shuttlebusse ein. Sie stehen für jeden Besucher bereit und fahren jeweils zur vollen und halben Stunde ab Donnerstagvormittag (8:00 Uhr). Leicht geändert wurden die Routen der Busse: Sie fahren nicht mehr direkt in die Müllenbachschleife, sondern halten hinter der Tribüne 9 (am Fahrsicherheitszentrum II). Dort ist auch die neue Ausgabestation für die DSK-Tickets eingerichtet, die es nun nicht mehr in der Müllenbachschleife gibt.

Busroute 1: DSK-Zelt (Haltestelle FSZII) – Scharfer Kopf – Eifeldorf (Rückweg Haltestelle Welcome-Center) – Hatzenbach – Schwalbenschwanz – Pflanzgarten – Brünnchen und zurück

Busroute 2: DSK-Zelt (Haltestelle FSZII) – Scharfer Kopf – Quiddelbacher Höhe / Hatzenbach – Breidscheid (neue Haltestelle) – Adenau Schule / Adenauer Forst – Adenau Mitte Hauptstraße (neue Haltestelle) und zurück

Fahrplan
Donnerstag    08:00 bis 24:00 Uhr
Freitag        08:00 bis 01:00 Uhr
Samstag    08:00 bis 24:00 Uhr
Sonntag    00:00 bis 18:00 Uhr (letzte Fahrt)

Das große DSK-Zelt in der Müllenbachschleife hat sich für viele Rennbesucher – nicht nur DSK-Mitglieder – im Laufe der Jahre zum beliebten Treffpunkt entwickelt. Hier bleiben Besucher über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden und können mit Gleichgesinnten fachsimpeln. Eine große Motorsport-Party feiert der DSK im Zelt am Freitagabend: Im Anschluss an die Falken-Drift-Show lädt der DSK zum Feiern mit Live-Musik von der Band „Skybagg” in das Festzelt ein – der Eintritt ist natürlich kostenlos.

Öffnungszeiten DSK-Zelt
Mittwoch    15:00 bis 21:00 Uhr
Donnerstag    08:00 bis 24:00 Uhr
Freitag        08:00 bis 24:00 Uhr
Samstag    08:00 bis 24:00 Uhr
Sonntag    00:00 bis 16:00 Uhr
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Schaulaufen der Meister beim Adenauer Racing Day

„Rut un Wieß wie lieb ich dich“, singt die Kölner Band „Bläck Fööss“ in einem Song, der auch in der Eifel sehr populär ist. Doch „rot und weiß“ sind nicht nur die Farben der Domstadt, sondern stehen in diesen Tagen auch für Adenau: Die über 1000 Jahre alte Johanniterstadt am Fuße des Nürburgrings empfängt auch in diesem Jahr beim Adenauer Racing Day Fahrer und Fans der größten Motorsportveranstaltung der Welt in einem farbenfrohen und motor-sportlich geschmückten Stadtbild. „Das ist eine prima Werbung für Adenau und ein klares Bekenntnis zum Nürburgring“, sagt Andrea Thelen, die Vorsitzende des Gewerbevereins.

Die 2015 begonnene Aktion der rot-weiß lackierten Bordsteine rund um den Marktplatz
wurde dieses Jahr weiter ausgedehnt und umfasst nun auch den Kreisel am Ortseingang. Er erinnert optisch nun ebenfalls an die rot-weiß lackierten Curbs des Nürburgrings. „Außerdem wurden auf dem Marktplatz etliche Flaggen von Großveranstaltungen gehisst und entlang der Hauptstrasse sorgen übergroße schwarz-weiß karierte Zielflaggen für  Rennsport-Feeling mitten in der Stadt“, betont Andrea Thelen.

WTCC-Piloten und 24h-Stars gaben Autogramme
Im Herzen von Adenau herrschte auch diesmal wieder Volksfeststimmung beim Prolog für das 24h-Rennen. Über 3000 begeisterte Fans hatten sich entlang der Hauptstraße, die über den Marktplatz führt, versammelt. Sie warteten ab 16.00 Uhr schon ungeduldig auf die Ankunft der 20 Rennfahrzeuge unterschiedlicher Couleur sowie die anschließende Fahrervorstellung. Diese fand wie immer auf einer großen Showbühne statt, die diesmal allerdings nicht wie in den Vorjahren auf dem Platz hinter der katholischen Pfarrkirche aufgebaut war, sondern wie früher zentral auf dem Marktplatz. „Hier sind wir viel präsenter und noch volksnäher als bisher“, sagt Andrea Thelen.

Pünktlich um 15.30 Uhr hatte sich der Corso mit Fahrzeugen aus allen möglichen Klassen über die Nordschleife in Bewegung gesetzt. Ab der Ausfahrt Breitscheid ging es unter Polizei-Geleit weiter über die Hauptstraße bis zum Marktplatz. Auf der Showbühne begrüsste Moderator Olli Martini zunächst das fast komplette Starterfeld der WTCC, in dem nur Gaststarterin Sabine Schmitz fehlte: Sie ist durch TV-Aufnahmen verhindert und musste sich entschuldigen lassen. Alle WTCC Piloten saßen anschließend erneut an einer langen Tafel und erfüllen Autogramm- und Foto-Wünsche.

24h-Piloten freuen sich über den Kontakt zu den Fans
In einer zweiten Gesprächsrunde standen die 24h-Starter Rede und Antwort: „Wir Fahrer freuen uns jedes Jahr darauf, hierher nach Adenau kommen zu dürfen“, fasst Frank Stippler (Bad Münstereifel) zusammen, der in diesem Jahr einen Doppelstart auf den Audis # 5 und # 6 absolviert. „Diese Veranstaltung ist eine Verneigung vor den Fans, die von den Automobilherstellern sehr gerne unterstützt wird. Das ist ja das schöne am 24h-Rennen und auch an der VLN, dass es immer wieder Gelegenheiten gibt, wo wir Fahrer Kontakt zu den Fans haben“.  Zakspeed-Pilot Sebastian Asch (# 75) sieht es ähnlich: „Wahnsinn, diese Stimmung hier. Ich finde solche Veranstaltungen toll. Dies ist ein Event zum „Anfassen“. Hier können die Fans direkt zu den Fahrern kommen und sich ausgiebig mit ihnen unterhalten, was ab morgen im Fahrerlager nicht mehr immer möglich ist, da jeder unter Zeitdruck steht“. Lokalmatador Christian Menzel # 38 aus Kelberg war besonders gefragt und stets von einer Menschentraube umlagert. „Ich freue mich sehr für die Fans“, meinte er kurz und knapp, bevor er auch schon den nächsten Autogramm- und Selfie-Wünsche nachkommen musste.

Nürburgring Award stellt Preisträger 2016 vor

Zwei Tage vor der erstmaligen Verleihung des Nürburgring Awards geben die Veranstalter die drei Preisträger in den Kategorien „Ambassador of the Year“, „Brand of the Year“ und „Lifetime Achievement“ bekannt.

„Ambassador of the Year“ wird Michael Bernd Schmidt alias Smudo, Mitglied der erfolgreichen deutschen HipHop-Band „Die Fantastischen Vier“. Seit 2003 setzt der Rapper mit seinem Team „Four Motors“ auf nachhaltige Mobilität, nimmt regelmäßig mit eigens konzipierten Bioconcept-Cars an verschiedenen Serien auf Deutschlands berühmtester Rennstrecke teil und trägt den Mythos Nürburgring somit in Zielgruppen, die sich in erster Linie für Vollgas auf großen Konzertbühnen interessieren. Seinen Award erhält Smudo aus den Händen von Schauspielerin und Moderatorin Sophia Thomalla.

Der Preis „Brand of the Year“ geht an die High-Performance-Marke Mercedes-AMG, die in den vergangenen Monaten mit beeindruckenden Leistungen überzeugen konnte: Das in Affalterbach ansässige Unternehmen sicherte sich 2015 mit dem Mercedes AMG Petronas F1 Team den Konstrukteurs-Titel der Saison, noch bevor Mercedes-Pilot Lewis Hamilton die Formel-1-Weltmeisterschaft für sich entschied. Auch in der DTM fuhr mit Pascal Wehrlein 2015 ein Pilot im AMG-Mercedes den Weltmeister-Titel ein und ebnete sich seinen Weg in die Formel 1. Beim letztjährigen ADAC Zurich 24h-Rennen setzte die Hospitality-Fläche von Mercedes-AMG in puncto Fan-Nähe und Sales Marketing neue Maßstäbe in der Konzeption eines gelungenen Markenauftritts. Dr. Michael Ilgner, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Sporthilfe, wird den Award an Mercedes-AMG-Geschäftsführer Tobias Moers überreichen.

Ein besonders emotionaler Moment: der „Lifetime Achievement Award“
Die durch den Motorsport-Experten Norbert Haug verliehene Auszeichnung erhält der siebenmalige Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher, den mit dem Nürburgring ein ganz besonderer Superlativ verbindet: Mit fünf Siegen auf der Grand-Prix-Strecke ist Schumacher Nürburgring-Rekordsieger in der Formel 1. Im Namen von Michael Schumacher wird Sabine Kehm, langjährige Managerin und Vertraute der Familie, die durch Norbert Haug verliehene Lebenswerk-Auszeichnung vor circa 300 geladenen Gästen aus Medien, Sport und Wirtschaft im Kino des ring°werks am Nürburgring entgegen nehmen.

Live verfolgt werden kann der Award im Stream unter anderem bei motorsport- total.com

24h-Rennen sendet auf allen Kanälen

Pünktlich zu den Veranstaltungstagen hat das ADAC Zurich 24h-Rennen seine Internetseite überarbeitet: Unter www.24h-rennen.de gibt es nicht nur alles Wissenswerte zum aktuellen Geschehen sowie umfangreiche Hintergrund-Informationen. Insbesondere die Live-Seite wurde grundlegend neu programmiert und präsentiert sich nun als Vodafone Newsticker in neuem Gewand: Ticker, Videostreams, Zeitnahmedaten und Streckenkommentar informieren hier umfassend. Daneben gibt es eine Reihe von Informationsquellen, über die News zum 24h-Rennen erhältlich sind. Hier eine Übersicht:

www.24h-Rennen.de
Die frisch überarbeitete Internetseite des 24h-Rennens hält viele wichtige Infos für Fans und Interessierte bereit. Hintergründe, News, Ergebnisse, Fotos und Videos laden zum Stöbern ein. Während der Veranstaltungstage bleiben die Besucher über die Live-Seite ganz nah am Geschehen. Sie bietet neben dem Livestream aus der Ü-Wagen-Regie der TV-Experten von „_wige“ die Auswahl aus elf Onboard-Perspektiven und sogar einer Konferenzschaltung. Hier wird jeder Besucher zum Regisseur. Daneben bietet der Vodafone Newsticker umfangreiche und topaktuelle Infos. Natürlich ist auch das Livetiming hier zu finden. Der Kommentar kommt direkt vom Team der Streckensprecher, die das Geschehen sachkundig begleiten. Auf der englischen Live-Seite sitzen die Experten von „Radio Le Mans“ am Mikro.

Free-TV: Mediengruppe RTL ist Partner, RTL NITRO stellt Senderekord auf
Die Bilder von der Nordschleife strahlt in diesem Jahr ein neuer TV-Partner aus. Die Mediengruppe RTL berichtet umfassend. RTL NITRO stellt dabei einen Rekord auf und sendet 25 Stunden und 50 Minuten live vom Ring. Schon am Donnerstag und Freitag gibt es hier Zusammenfassungen aus dem Qualifying. RTL Television berichtet außerdem im Rahmen der Formel-1-Übertragung des Grand Prix von Monaco am Samstag vom Start und am Sonntag vom Zieleinlauf des ADAC Zurich 24h-Rennens. Darüber hinaus informieren auch die RTL-Infosendungen, der Nachrichtensender n-tv und die Online-Plattformen der Mediengruppe RTL Deutschland über das Event.

Die Sendezeiten auf einen Blick:

RTL NITRO:
Donnerstag (26.5.)        22:45 – 23:45 h:    24h-Qualifying
Freitag (27.5.)        19:30 – 21:10 h:    Top-30-Qualifying
Samstag / Sonntag (28. – 29.5.)    15:00 – 16:50 h:    24h-Rennen live

RTL (im Rahmen der F1-Übertragung aus Monaco):
Samstag (28.5.)    ab 15:25 h    Start 24h-Rennen
Sonntag (29.5.)    ab ca. 15:45 h    Ziel / Siegerehrung 24h-Rennen

Fan-TV über DVB-T und Radio Nürburgring
Für die Fans vor Ort gibt es weitere Informationskanäle, mit denen sie rund um die Uhr auf dem Laufenden bleiben: Das Fan-TV des 24h-Rennens ist über DVB-T rund um die Nordschleife zu empfangen. Gesendet wird ab dem Freien Training alles zum Thema 24h-Rennen, außerdem die WTCC, die ADAC 24h-Classic und der Audi Sport TT Cup. Den Streckenkommentar gibt es auch im Radio. RPR1 präsentiert Radio Nürburgring auf UKW 87,7 Mhz – hier sind die sachkundigen Infos der Streckensprecher zu hören, die Dirk Köster und Mike Fuhrmann unterstützen. Musik und Weltnachrichten zur vollen Stunde inklusive.

Soziale Medien: Please follow us!
Natürlich ist das 24h-Rennen auch in den wichtigsten sozialen Netzwerken zu finden. Auf Facebook findet eine wachsende Fangemeinde unter www.facebook.de/24hNurburgring das Rennen. Die besten Videos gibt es unter www.youtube.com/ADACZurich24hRennen. Bei Twitter – wie in allen sozialen Netzen – ist das 24h-Rennen unter dem Hashtag #24hNurburgring zu finden.

Das ist neu beim 24h-Rennen

Seit 1970 wird das 24h-Rennen auf der Nordschleife ausgetragen – und immer wieder haben die Organisatoren gemeinsam mit ihren Partnern Neuerungen eingeführt. Sie haben das Event zum größten Rennen am Nürburgring und zu einem der internationalen Motorsport-Highlights werden lassen. Auch in diesem Jahr gibt es eine Reihe von Neuerungen, die das Event noch interessanter machen:

  • Racing ohne Limits: Die im vergangenen Jahr gültigen Tempolimits auf der Nordschleife wurden nach umfangreichen Baumaßnahmen und organisatorischen Änderungen aufgehoben.
  • Mediengruppe RTL als Fernsehpartner: RTL NITRO sendet von Samstag auf Sonntag fast 26 Stunden live – das ist weltrekordverdächtig. Hinzu kommen weitere Sendungen vom Training, zusätzlich berichtet der Hauptsender RTL im Rahmen seiner Formel-1-Berichterstattung aus Monaco.
  • Audi Sport TT Cup: Die Rennserie für Nachwuchspiloten ist zum ersten Mal im Rahmenprogramm dabei. Trainings und Rennen werden auf dem Grand-Prix-Kurs abgehalten.
  • Sektorenzeiten: Es galt lange als technisch nicht realisierbar – bis es die Experten der „_wige“ umsetzten: Ab diesem Jahr weist die Zeitnahme erstmals Sektorenzeiten aus. Gemessen werden die Zwischenzeiten in fünf Teilabschnitten der Strecke.
  • Action wird beleuchtet: Die Boxengasse wird ab diesem Jahr in den Nachtstunden beleuchtet, auch auf der Grand-Prix-Strecke bringt zwischen Hohenrain-Schikane und Michael-Schumacher-S eine aufwändige Zusatzbeleuchtung Licht ins Dunkel für Fahrer und TV-Kameras.
  • Adenauer Racing Day auf der Hauptstraße: Der Prolog zum Rennen beim Adenauer Racing Day am Mittwoch (25. Mai) wurde für 2016 wieder auf die Hauptstraße im Ortskern der Rennstadt verlegt.
  • Fanangebote: Das umfangreiche Angebot wächst weiter. Im Eifeldorf Nürburgring lockt die „Family Fun Area“Familien mit Kindern. Die Sportholzfäller der Stihl Timbersports-Series sind in der Fan-Arena (historisches Fahrerlager) zu sehen.
  • Mannschaftszeitfahren in der WTCC: Nach dem WTCC-Qualifying am Freitag geht am um Punkte für die Herstellerwertung: Je drei Fahrzeuge von Citroën, Honda und Lada gehen im „MAC3“ („Manufacturers against the Clock“) auf die Strecke. Die Uhr hält erst an, wenn das dritte Fahrzeug die Ziellinie passiert.

Fight um die Nordschleifen-Krone beginnt

Der Countdown für das größte Rennen der Welt läuft: Ab diesem Donnerstag drehen sich auf der legendären Nürburgring-Nordschleife die Räder beim ADAC Zurich 24h-Rennen. Bevor das mit rund 160 Fahrzeugen weltweit größte 24h-Starterfeld am Samstag (28. Mai, Start: 15:30 Uhr) ins Rennen startet, steht während der Trainings- und Qualifyingtage die finale Abstimmung der Boliden bevor. Gut 40 Siegkandidaten und eine wahre Heerschar von motivierten Privatiers wollen um Siege und Plätze nicht nur im Gesamtklassement, sondern auch in den vielen Klassen kämpfen. Die Top-Teams mit Audi R8 LMS, BMW M6 GT3, Mercedes-AMG GT3 und Porsche 911 GT3 R und ihre internationalen Konkurrenten bieten alles auf, was auf dem Fahrermarkt Rang und Namen hat: Ex-Formel-1-Piloten, DTM- und Le-Mans-Sieger, Nordschleifenspezialisten und Titelträger aus aller Welt geben sich die Ehre. Zu ihnen gehören auch die Stars der Tourenwagen-Weltmeisterschaft. Sie tragen zwei Läufe in der berüchtigten „Grünen Hölle“ aus. Die beiden Drei-Runden-Sprints auf der 25-km-Strecke sind am Samstagvormittag der erste Höhepunkt des Wochenendes. Karten für das ADAC Zurich 24h-Rennen sind an den Tageskassen des Nürburgrings erhältlich. Wer das Rennen nicht vor Ort verfolgen kann, erlebt die Action aus der Eifel bei den Sendern der Mediengruppe RTL – alleine RTL Nitro wird von Samstag auf Sonntag fast 26 Stunden live aus Sendung sein.

Seit Montagmorgen sind die Campingareale rund um die Nordschleife geöffnet, und nach und nach beziehen die vielen Fangruppen ihre Positionen in den idyllischen Eifelwäldern. Sie machen das Event traditionell zu einer gigantischen Motorsport-Party, die längst ihren Ruf als legendäres „Rockfestival unter den Motorsportevents“ erworben hat. Und natürlich fiebern sie alle den Tagen entgegen, wenn es endlich losgeht: Nach dem Prolog beim Adenauer Racing Day am Mittwoch (25. Mai ab 16:00 Uhr) gibt es ab Donnerstagmorgen (26. Mai, 8:00 Uhr) Motorsport auf der Nordschleife. Den Beginn macht traditionell die Leistungsprüfung der Rundstrecken Challenge (RCN). Die ersten Entscheidungen fallen bereits am Donnerstagabend im 24h-Nachtqualifying (ab 20:00 Uhr). Dann geht es um die Vergabe der Startplätze im Top-30-Qualifying, das den Höhepunkt des Programms am markiert: Insgesamt 17 Fahrzeuge von Audi, Bentley, BMW, Mercedes-AMG, Nissan, Porsche und der Scuderia Cameron Glickenhaus stehen als Teilnehmer des Einzelzeitfahrens bereits fest, noch 13 Plätze sind frei. Ihre Besetzung wird endgültig nach dem zweiten Qualifying am Freitagmorgen feststehen.

Im Qualifying werden die Karten auf den Tisch gelegt
„Wir alle haben uns gut vorbereitet, aber die Konkurrenz ist hart“, beschreibt Mercedes-AMG-Pilot Maximilian Götz die Spannung, die auch bei den Fahrern herrscht. Die Kräfteverhältnisse waren bei den ersten Rennen der Saison auf der Nordschleife sehr ausgeglichen, und insbesondere die Audi-, BMW- und Mercedes-AMG-Teams meldeten durch Rennsiege ihre Ambitionen an. „Noch weiß niemand, welche Zeiten am Ende im Qualifying gefahren werden“, sagt DTM-Pilot Götz deshalb. „Aber es ist wichtig, in so einem langen Rennen von Beginn an vorne dabei zu sein. An der Spitze geht es sehr eng zu.“ Deshalb werden wohl im Qualifying die Karten auf den Tisch gelegt. „In der Quali-Runde weiß man ja nicht, was die anderen machen. Also muss man dann alles geben“, erklärt Götz. Zumal nach dem Top-30-Qualifying für die Teams keine Zeit mehr bleibt, sich zu orientieren: Erst um 20:30 Uhr am Freitag stehen die Startpositionen fest – gerade einmal 19 Stunden vor dem Start des Rennens.

Spannung vor den beiden WTCC-Läufen
Auch in der FIA Tourenwagen-Weltmeisterschaft WTCC geht es vor den beiden Läufen auf der Nordschleife spannend zu. Der amtierende Weltmeister José María López (Citroën) kommt als Tabellenführer nach Deutschland. Der gewann im vergangenen Jahr eines der beiden Rennen in der Eifel, sein Markenkollege Yvan Muller (FRA) den zweiten Lauf. Doch gerade pünktlich zum Schlagabtausch auf der längsten Rennstrecke der Welt konterten die Verfolger: Tom Coronel (NED / Chevrolet RML Cruze TC1) konnte bei der marokkanischen WM-Runde das Eröffnungsrennen vor  López und Muller gewinnen. Im Hauptrennen von Marrakesch gab es einen Honda-Dreifachtriumph von Rob Huff (GBR), Norbert Michelisz (HUN) und Tiago Monteiro (POR). Letzterer verkürzte in der Fahrerwertung den Rückstand auf López (138 Punkte) auf nunmehr 14 Punkte, der Nordschleifenerfahrene Rob Huff rangiert mit 98 Zählern auf Tabellenplatz drei.

Stand Top-30-Qualifying vor dem 24h-Rennen

Nach dem dritten VLN-Lauf der Saison steht fest, wer sich bereits vor dem ADAC Zurich 24h-Rennen den Startplatz im Top-30-Qualifying gesichert hat. 17 der insgesamt 30 Fahrzeuge, unter denen im Einzelzeitfahren die Pole Position ausgefahren wird, stehen fest. Hier die Übersicht:

Aktueller Stand Top-30-Startplätze

Qualifikation über das Trainingsergebnis VLN 1
1) Montaplast by Land-Motorsport: Marc Basseng (Audi R8 LMS, SP9)
2) Bentley Abt: Christer Jöns (Bentley Continental GT3, SP9)

Qualifikation über das Trainingsergebnis 24h-Qualirennen
3) Rowe Racing: Maxime Martin (BMW M6 GT3, SP9)
4) Haribo Racing Team-AMG: Uwe Alzen (Mercedes AMG GT3, SP9)
5) Audi Sport Team WRT: Pierre Kaffer (Audi R8 LMS, SP9)
6) AMG-Team Black Falcon: Adam Christodoulou (Mercedes AMG GT3, SP9)
7) Walkenhorst Motorsport: Christian Krognes (BMW M6 GT3, SP9)
8) HTP Motorsport: Christian Hohenadel (Mercedes AMG GT3, SP9)
9) HTP Motorsport: Dominik Baumann (Mercedes AMG GT3, SP9)
10) Manthey Racing: Jörg Bergmeister (Porsche 911 GT3 R, SP9)
11) Nissan GT Academy Team RJN: Alex Buncombe (Nissan R35 GTR Nismo GT3, SP9)
12) Manthey Racing: Team (Porsche 911 GT3 R, SP9)

Qualifikation über das Trainingsergebnis VLN 2
13) Phoenix Racing: Frank Stippler (Audi R8 LMS, SP9)
14) Scuderia Cameron Glickenhaus: Jeff Westphal (SCG 003C, SP-X)
15) Team WRT: Frederic Vervisch (Audi R8 LMS, SP9)

Qualifikation über das Trainingsergebnis VLN 3
16) Schubert Motorsport: Jesse Krohn (BMW M6 GT3, SP9)
17) Schubert Motorsport: Lucas Luhr (BMW M6 GT3, SP9)

So werden die Startplätze vergeben:

Teams, die die Top-30-Teilnahme anstreben, müssen sich registrieren. Um einen der Startplätze zu erhalten, müssen danach folgende Voraussetzungen erfüllt werden:

  • Top-4-Platzierung im Qualifying eines VLN-Laufs vor dem 24h-Rennen
  • Top-10-Platzierung im Qualifying des ADAC Qualifikationsrennens
  • Top-5-Platzierung im sechsstündigen ADAC Qualifikationsrennen
  • Die Startplätze, die bis zum 24h-Rennen noch nicht vergeben sind, werden anhand des kombinierten Ergebnisses der beiden 24h-Qualifyings aufgefüllt.

Ein Fahrer kann maximal zwei Fahrzeuge durch die Qualifyingergebnisse der VLN bzw. des ADAC Qualifikationsrennens direkt für das Top-30-Qualifying des 24h-Rennens qualifizieren – vorausgesetzt dieser Fahrer nimmt auf beiden Fahrzeugen am 24h-Rennen teil.

Jens Klingmann: „Am Anfang gab es nur das Auto“

Spätestens nach dem Dreifach-Sieg bei der VLN gehört auch der jüngste GT3 aus dem Hause BMW zum Kreis der engen Siegkandidaten: Der BMW M6 GT3 tritt die Nachfolge des BMW Z4 GT3 an. Er wurde von Grund auf neu entwickelt. Werkspilot Jens Klingmann war von Anfang an in die Entwicklung des neuen Supersportwagens eingebunden. Im Interview erzählt er von den ersten Testfahrten, den Neuerungen und auch von den Schwierigkeiten, als Profirennfahrer auch an die Kunden zu denken.

???: Wie fährt sich der neue BMW M6 auf der Nordschleife?
Jens Klingmann: „Unser Auto ist im Feld im Vergleich zu unseren direkten Konkurrenten das jüngste. Deshalb haben wir noch mehr Aufgaben zu bewältigen. Als ich beim ersten VLN-Lauf 2016 den ersten Einsatz absolviert habe, war ich positiv überrascht. Wir hatten nur einen Nordschleifentest im vergangenen Jahr: ein halber Tag im Regen und der Test hat sich auch noch relativ schwierig dargestellt. Im Vergleich zum Z4 ist der M6 ein bisschen größer. Darauf muss man sich einstellen, vor allem im Rennbetrieb. Im Rennen kann man sich nicht in jede kleine Lücke hineinquetschen. Wir haben immer noch kleine Baustellen, die sich aufsummieren. So arbeiten wir derzeit zum Beispiel noch an der Traktionskontrolle. Aber grundsätzlich sind wir auf einem guten Weg.“

???: Was sind für dich die größten Weiterentwicklungen am M6?
Jens Klingmann: „Es ist eigentlich alles neu. Deswegen hat die Entwicklung auch so lange gedauert und brachte viel Arbeit mit sich. Wir konnten aus dem Z4 quasi nichts übernehmen – mechanisch sowie elektronisch ist alles neu. Der Motor ist beispielsweise viel besser. Der Z4 war in dem Bereich einfach am Limit und beim Topspeed waren wir nicht die Schnellsten. Mit dem V8-Biturbo haben wir jetzt Potenzial nach oben, je nach Balance of Performance. Auch das Drehmoment ist viel besser. Generell ist es aber schwer, einzelne Punkte herauszuheben. Wir haben in allen Bereichen einen Schritt nach vorne gemacht. Das ABS ist etwa ebenfalls neu und deutlich besser, das gilt auch für die Traktionskontrolle. Wir haben im M6 insgesamt auch viel mehr Einstellmöglichkeiten.“

???: Denkst du, dass bis zum 24h-Rennen alles aussortiert ist – oder plant ihr eher schon für die Saison 2017?
Jens Klingmann: „Ich glaube, wir sind bis zum 24h-Rennen einen großen Schritt weiter. Vielleicht noch nicht so weit, wie wir im kommenden Jahr sein werden. Aber wir müssten auf jeden Fall konkurrenzfähig sein. Das sind wir ja auch jetzt schon. Wir wollen auch 2016 gewinnen und richten den Blick nicht nur auf 2017.“

???: Du warst von Beginn an in die Testarbeit eingebunden. Wie war der Ablauf der Entwicklung des M6?
Jens Klingmann: „Am Anfang gab es nur das Auto. Es gab noch kein ABS, keine Traktionskontrolle und es war ein anderes Kühlpaket verbaut. Es ging nur darum, Daten zu sammeln. Ich saß in München im allerersten Prototypen – damals nur auf einen Holzsitz. Wir klärten grundsätzliche Dinge, wie »wie hoch muss das Lenkrad sein?« oder »wo müssen die Knöpfe hin« und »was sind überhaupt die wichtigsten Köpfe?«. Mit solchen Fragen fängt alles an. Später geht es auf die Rennstrecke, und man ist froh, mal fünf Runden am Stück zu fahren. Es ist schön zu beobachten, wie sich das Auto weiterentwickelt. Im Januar hast du noch Wünsche geäußert, die im Februar, März umgesetzt sind. Das fing mit den groben Sachen, wie der Balance und dem Fahrwerk, an. Danach haben wir verschiedene Systeme durchprobiert, um Referenzwerte zu gewinnen. Rundenzeiten waren zweitrangig, wir wollten einfach sehen, was man so machen kann.  Dann ging es immer mehr ins Detail. Anfangs gab es noch Kühlprobleme und der Motor lief heiß. Aber es gab ein großes Update – und alles war wieder gut. Wenn man ein ganz neues Auto hat, dann kann man all die Details, die einen in den vergangenen Jahren gestört haben, ändern. So fand ich im Z4 die Gurte immer unbequem, die haben mir persönlich nie richtig gepasst. Dann denkt man sich : »So, in den M6 müssen ordentliche Gurte rein.« Das sind Kleinigkeiten, die es aber auch ausmachen.“

???: Wenn man als Profirennfahrer einen neuen GT3-Sportwagen entwickelt, denkt man für den Kunden mit?
Jens Klingmann: „Über diesen Punkt haben wir viel nachgedacht. Man kann nicht immer alles radikal umsetzen, da ein Kunde vielleicht später überfordert ist. Daran muss man von der ersten Sekunde denken. Ein Beispiel sind die Schalter: Für uns Profis ist es kein Problem, pro Runde drei Mal daran zu drehen. Aber ein Kunde aus dem Privatfahrer-Lager könnte damit möglicherweise überfordert sein. Als Werksfahrer muss man dann auch mal sagen: »Okay, ich hätte es eigentlich gerne so, aber der Kunde kommt damit wohl nicht so gut klar.« Man kommt an den Punkt, da sind Bereiche sehr komplex oder das Auto ist vom Komfort her nicht so gut zu fahren, aber einfach schneller. In so einem Fall muss man einen Kompromiss finden.”

Glickenhaus-Trophy für die schnellste Runde über die legendäre Norschleife

Die Nordschleife und das ADAC Zurich 24h-Rennen sind Geburtshelfer für Legenden: Hier werden Mythen geboren, hier verfallen Piloten, Teammitglieder, Fans und Organisatoren immer wieder neu dem Zauber der legendären „Grünen Hölle“. Ein besonderer Preis wird in Zukunft jene ehren, die sich an diesem besonderen Ort hervorgetan haben. Die „Glickhaus-Trophy“ wird als Wanderpokal ab dem Jahr 2016 jeweils an den Piloten vergeben, der sich im Top-30-Qualifying des 24h-Rennens als Schnellster unter den Schnellen erwiesen hat – an den Fahrer, der die schnellste Runde auf der legendären Nordschleife absolviert hat.

Gestiftet wird die Trophäe von James Glickenhaus, der dem besonderen Zauber der Strecke und ihres größten Rennens seit Jahren erlegen ist. Der amerikanische Filmregisseur und -produzent setzt mit seiner Scuderia Cameron Glickenhaus selbst drei bildschöne Prototypen in der Klasse SP-X ein. „Wenn man zum Nürburgring kommt und in das Fahrerlager geht, steht man vor einer Wand voller Namen – in diesem Moment weiß man: Dies ist heiliger Boden“, schildert er, „es ist ein spezieller und wundervoller Platz“. Er schätzt das besondere Reglement, das beim 24h-Rennen den Fight zwischen faszinierenden Fahrzeugen ermöglicht: „Als kleines italienisch-amerikanisches Team können wir hier gegen Hersteller mit einer unglaublichen Tradition und Geschichte fahren. Wir haben Glück, dass die Veranstalter dieses Reglement geschaffen haben.“

Verleihung im Rahmen des Top-30-Qualifyings
Um die Männer zu ehren, die es in diesen Boliden mit der schwierigsten Rennstrecke der Welt aufnehmen, stiftete Glickenhaus die Trophäe, auf dem ab diesem Jahr der Pole-Fahrer mit seiner Rundenzeit verzeichnet wird. Eine Anregung, die der organisierende ADAC Nordrhein begeistert aufnahm. „Diese Idee sagt viel über die Strahlkraft des Rennens und der Strecke aus“, sagt Rennleiter Walter Hornung. „Wir haben die Idee sehr gerne aufgenommen und freuen uns über die Initiative.“ Um die Bedeutung der neuen Trophäe zu unterstreichen und die Piloten kurz vor den alles entscheidenden Kilometern anzuspornen, wird die Glickenhaus-Trophy vor dem Top-30-Qualifying präsentiert: Er wird einen Ehrenplatz auf einem Podest an der Start-Ziel-Geraden haben, wenn Walter Hornung die 30 Piloten mit der Flagge auf ihre beiden fliegenden Runden schickt. Übergeben wird die Trophäe unmittelbar nach dem Top-30-Qualifying im Rahmen der Pole-Position-Pressekonferenz im Pressezentrum von James Glickenhaus persönlich.

Stimmen der WTCC-Piloten zur Nordschleife

Vorfreude, Motivation, Verehrung – und jede Menge Respekt: Das sind die Gefühle, mit denen die Stars der Tourenwagen-Weltmeisterschaft WTCC zur Nordschleife kommen. Am Samstag (28. Mai) stellen ihre beiden gemeinsam mit dem europäischen Tourenwagen-Cup (ETCC) ausgetragenen Läufe nicht nur einen Höhepunkt des Rennwochenendes dar. Für viele Piloten ist der Auftritt in Deutschland auch der Saisonhöhepunkt der WTCC. Jeweils drei Runden hetzen sie über die längste Rennstrecke der Welt. Hier die Statements der WTCC-Piloten.

José María López (Citroën Total WTCC, amtierender Weltmeister und Tabellenführer): „Das Rennen auf der Nordschleife war im vergangenen Jahr der unglaublichste Lauf, und ich freue mich sehr, hierher zurückzukehren. Alles an dieser Strecke ist besonders. Die 25 Kilometer Länge, der Beiname „Grüne Hölle“ – das ist anders als alles, was man zuvor erlebt hat. Im vergangenen Jahr war ich zum ersten Mal hier, und ich habe es genossen. Dann auch noch gewinnen zu können, war etwas Besonderes. Es ist unglaublich, auf diesem Kurs mit Vollgas unterwegs zu sein. Man hat Sprünge, schnelle Kurven, eine lange Gerade, eine wahnsinnig lange Runde – phantastisch. Klar: Fangio gewann hier, Carlos Reutemann gewann hier – die Nordschleife hat eine starke Verbindung mit meiner Heimat Argentinien. Sie ist ein sehr besonderer Ort für Argentinier.“

Tiago Monteiro (Castrol Honda World Touring Car Team, Tabellenzweiter): „Das ist die größte Herausforderung. Die Nordschleife ist definitiv die schwierigste Strecke der Erde, was das Erwerben von Streckenkenntnis, das Schnellsein und das Angreifenkönnen angeht. Ich wollte schon seit Jahren dort Rennen fahren, hatte aber nie die Gelegenheit. Als es bekannt gegeben wurde, habe ich die Gelegenheit ergriffen, hinzufahren und so viel wie möglich zu testen. Drei oder vier Mal war ich dort, und es war jedes mal wieder unglaublich. Die Nordschleife ist eine der ganz großen Herausfoderungen – wie etwa Macao – und deshalb fahren wir dort.“

Nicky Catsburg (Lada Sport Rosneft, 7. Platz der Tabelle): „Die Strecke ist sehr vielfältig, und als Fahrer kann man den entscheidenden Unterschied ausmachen. Um einmal den Vergleich zu ziehen: Die Eau Rouge – die schnellste Kurve in Spa – ist jedes mal eine Herausforderung und eine Stelle, über die jeder spricht. Aber eigentlich ist sie einfach: Man geht auf seine schnelle Runde, versucht es mit Vollgas – aber das ist nicht möglich – also nimmt man ein wenig Gas raus und hat damit das Limit gefunden. Auf der Nordschleife kann man das nirgendwo tun: Wenn es einen von der Strecke trägt, kann man an einem Baum oder einer Mauer landen. Was es noch schwieriger mach: Es gibt viele schnelle Kurven, wo man wirklich ein Risiko eingehen muss. Dazu kommt, dass man diese Kurven nur alle acht Minuten passiert. Deshalb ist es schwierig, sich schnell an das Limit heranzutasten. Aber ich liebe es – das ist eine so coole Strecke. Ich war schon immer ein Fan von schnellen Kurven, und diese Strecke hat sie alle. Und auch wegen der Atmosphäre mit den Fans liebe ich es, immer wieder zurückzukehren.“

Tom Coronel (ROAL Motorsport, Chevrolet, 9. Platz der Tabelle): „Das ist die beste Rennstrecke der Erde. Die Nordschleife ist die herausforderndste Strecke und wandelt sich ständig. Man kann dort nie eine perfekte Runde fahren – statt dessen passiert es einem zehn Mal in der Runde, dass man knapp davon kommt. Ich glaube, niemand kennt diese Strecke wirklich 100 Prozent – das ist unmöglich. Immer, wenn mich jemand fragt, ob ich die Nürburgring-Nordschleife fahre, bekomme ich automatisch ein Lächeln ins Gesicht. Wenn man vor dieser Strecke keinen Respekt hat, dann respektiert man nichts auf der ganzen Welt. Es ist die größte Herausforderung, die ein Fahrer finden kann. Man hat diese Furcht immer im Hinterkopf, fühlt aber auf der anderen Seite den Stolz, diese Strecke fahren zu dürfen.“

Thed Björk (Polestar Cyan Racing, 13. Platz der Tabelle): „Das ist die unglaublichste Rennstrecke der ganzen Welt. Es ist unglaublich, ich bin sehr glücklich darüber, dort mit der WTCC zu fahren. Denn das ist eine Erfahrung fürs Leben. Wenn man auch nur ein wenig an Autos interessiert ist, dann muss man diese Strecke einmal gefahren sein. Sie ist nicht furchteinflößend, aber man muss sich der Risiken sehr, sehr bewusst sein. Man muss einerseits ein hohes Tempo fahren, andererseits aber versuchen, das Auto nicht zu überfahren. Dazu kann dich die Strecke noch in Fehler hineintreiben. Also: Ruhig bleiben und es nicht übertreiben – das ist einfacher gesagt als getan, aber man muss eben Respekt vor der Strecke haben. Ich kenne die Nordschleife. Ich kann sie im Schlaf zeichnen – jede Kurve, jedes Detail. Ich liebe sie. Es hat mich viele Runden gekostet, die Strecke zu lernen. Aber jetzt kenne ich sie in- und auswendig.“

Das Rennen des Jahres auf dem Nürburgring

Das ADAC Zurich 24h-Rennen wird das „Rennen des Jahres“ für die Besucher. Der Titel – vergeben in der Leser-Umfrage eines Internetportals – erweist sich auch in diesem Jahr als treffend. Denn vier Tage lang geht es vom 26. bis 29. Mai auf der legendären Nürburgring-Nordschleife rund: Rund 160 Fahrzeuge im 24h-Rennen fighten um den prestigeträchtigen Sieg in diesem größten Rennen der Welt. Rund drei Dutzend Fahrzeuge gehören dabei zu den Sieganwärtern. Die atemberaubenden GT3 von Audi, BMW, Mercedes-AMG und Porsche stellen sich internationaler Konkurrenz: Supersportwagen von Bentley, Nissan, Lamborghini und Lexus sind ebenso darunter, wie die spektakulären Prototypen der Scuderia Cameron Glickenhaus. Nie zuvor gab es ein so hochkarätig besetztes Feld beim 24h-Rennen, nie zuvor waren die Prognosen für die Favoriten so schwer. Hinzu kommen zwei Läufe zur Tourenwagen-Weltmeisterschaft WTCC, die am Samstagmittag (28. Mai) einen weiteren Höhepunkt vor dem Start zum 24h-Rennen setzen.

Mit einem Dreifachsieg hat BMW beim dritten Lauf zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) zwei Wochen vor dem 24h-Rennen seine Ambitionen angemeldet: Drei hochkarätig besetzte BMW M6 GT3 gingen bei diesem letzten Testlauf vor dem Saisonhöhepunkt als Erste durchs Ziel – und sorgten für hochzufriedene Gesichter. Über ein „perfektes Rennen“, freute sich anschließend Jörg Müller, der den Sieger-M6 gemeinsam mit DTM-Champion Marco Wittmann und dem Finnen Jesse Krohn pilotierte. Die BMW-Teams holten mit dem Triumph den ersten VLN-Sieg eines brandneuen Autos. „Ein Podestplatz ist immer großartig – auch wenn das bei diesem Vorbereitungsrennen für uns nicht im Vordergrund stand“, gab Ex-DTM-Champion Martin Tomczyk anschließend zu, der mit Lucas Luhr und John Edwards (USA) auf Position zwei im Ziel einlief. „Wir wollten uns optimal auf den Saisonhöhepunkt vorbereiten. Die Generalprobe ist für uns erfolgreich gelaufen. Jetzt sind wir gespannt, wo wir beim 24-Stunden-Rennen im Vergleich zu unseren Konkurrenten stehen.“

Ausgeglichene Chancen in den Vorbereitungsläufen
Die vorsichtige Skepsis der BMW-Fraktion scheint berechtigt – denn bei den weiteren Vorbereitungsläufen konnten auch andere glänzen: Bei den weiteren VLN-Läufen landete zwei Mal ein Audi R8 LMS auf dem ersten Platz. Beim 24h-Qualifikationsrennen vor einem Monat waren es dann die Mercedes-AMG-Teams HTP und Haribo, die einen Doppelerfolg einfuhren. Immer in Schlagdistanz außerdem die Porsche-Teams – sie werden beim 24h-Rennen durch die amtierenden GT-Langstrecken-Weltmeister von Manthey Racing angeführt, die zwei Porsche 911 GT3 R im Werksauftrag einsetzen. Für die Fans bedeutet die offene Favoritenfrage vor allem eines: Sie dürfen sich auf ein sehr spannendes Geschehen am Ring freuen.

Volles Programm: Von Mittwoch bis Sonntag jagen sich die Attraktionen
Noch bevor das sportliche Programm beginnt, gibt es am Mittwoch (25. Mai) das erste Highlight: Ab 16:00 Uhr begegnen sich Fans und Aktive beim Adenauer Racing Day in der Innenstadt von Adenau. Auch Teilnehmerfahrzeuge werden wieder mit einer Ausnahmegenehmigung im Korso von der Rennstrecke bis in den Ortskern der Rennstadt in der Eifel fahren. Ab Donnerstag drehen sich dann am Ring die Räder – Highlights sind das Freie Training (ab 15:45 Uhr) und das Nacht-Qualifying (ab 20:00 Uhr) des 24h-Rennens. Am Freitag wird dann die endgültige Startreihenfolge festgelegt: Nach dem zweiten Qualifying am Morgen stehen die Teams fest, die es in das Top-30-Qualifying (ab 19:50 Uhr) geschafft haben – das spektakuläre Einzelzeitfahren auf der Nordschleife entscheidet über die Startplätze in den ersten 15 Reihen. Schon zuvor geht es ab 12:45 Uhr beim Qualifying der WTCC um die Startplätze. Am Abend begeistern die Stihl Timbersports Show in der Fan-Arena (Historisches Fahrerlager) und die Falken Drift Show in der Müllenbachschleife die Besucher. Am Samstag geht es bereits früh los: Nach dem 24h-Warm-up (8:15 Uhr) folgen die beiden Rennen der WTCC (ab 11:25 Uhr). Der Start zum 24h-Rennen erfolgt um 15:30 Uhr.

19. Mai 2016

Nordschleife: Racing ohne Limits

Der Schreck war groß und die Maßnahmen waren drastisch: Im vergangenen Jahr galten auf der Nordschleife Tempolimits, die beim Qualifikationsrennen 2015 ihre Premiere hatten. Sie wurden notwendig, nachdem ein schwerer Unfall im Rahmen des VLN-Auftakts 2015 die Sicherheit von Aktiven und Zuschauern auf der Nordschleife infrage gestellt hatte. So beschloss die deutsche Motorsport-Hoheit DMSB gemeinsam mit dem Streckenbetreiber und den Veranstaltern von VLN und 24h-Rennen umfangreiche Sofortmaßnahmen. Sie gewährleisteten, dass Motorsport auf der schönsten und längsten Rennstrecke der Welt überhaupt möglich blieb. Nun – genau ein Jahr später – sind viele Punkte umgesetzt worden: Neue Regeln, neue Anforderungen an die Fahrer und Fahrzeuge, Umbaumaßnahmen an der Strecke, zusätzliche Sicherheitseinrichtungen: All dies sorgt dafür, dass es beim 24h-Qualirennen wieder ohne Tempolimit zur Sache gehen kann.

Mehrere Arbeitsgruppen haben im vergangenen Jahr die Maßnahmen erarbeitet, die nun wirksam werden. Wohl selten haben so viele Parteien an einem motorsportlichen Regelwerk gefeilt. „Das Paket beruht auf einem Prozess, an dem viele Experten beteiligt waren“, bestätigt DMSB-Präsident Hans-Joachim Stuck, der die Nordschleife als ehemaliger Rennfahrer selbst aus dem Eff-Eff kennt und liebt. „Die Spezialisten des DMSB haben mit dem Rennstreckenbetreiber, Serien- und Rennorganisatoren, Vertretern der Streckensicherung am Nürburgring, Fahrervertretern und Fahrzeugherstellern kooperiert, um viel Know-how einfließen zu lassen und zugleich einen großen Konsens zu finden. Das gemeinsame Ziel, den Motorsport auf der Nordschleife sicherer zu machen, ohne dass die Rennen für Fahrer und Fans an Attraktivität einbüßen, haben wir erreicht.” Zu den Ergebnissen gehören insbesondere eine Verbesserung des Zuschauerschutzes in verschiedenen Streckenabschnitten und eine deutliche Reduzierung der Performance der Top-Fahrzeuge. Auch die Fahrvorschriften wurden modifiziert.

Zusätzliche Sicherheitszonen am Nürburgring
Schon im Herbst 2015 rollten auf der Nordschleife die Bagger an: Nachdem das letzte Rennauto die Strecke verlassen hatten, wurden die Maßnahmen umgesetzt, die der Rennstreckenbetreiber gemeinsam mit Sicherheitsexperten erarbeitet hatte und die mit der Streckenkommission des Automobil-Weltverbandes FIA abgestimmt wurde. So wurde sichergestellt, dass die Streckenlizenz auch weiterhin für Top-Fahrzeugklassen wie die GT3-Kategorie gilt. Neben der Beseitigung von Bodenwellen gehörten dazu die Einrichtung von zusätzlichen Sicherheitszonen sowie die Installation zusätzlicher Leitplanken und FIA-Zäune an bestimmten Stellen. „Die Strecke macht auch nach dem Umbau riesigen Spaß“, beschreibt Dirk Müller (Mercedes-AMG GT3). „Die neue Passage am Flugplatz ist nicht ohne. Das ist eine sehr herausfordernde Kurve geworden. Ganz anders als vorher. Momentan ist noch nicht so viel Grip dort, der wird sich erst im Laufe der nächsten Rennen aufbauen. Der Winkel des Plateaus dort oben ist anders geworden.“

Fahrzeuge: Spannender Sport trotz Leistungsbeschneidung
In einer Arbeitsgruppe, in der unter anderem Vertreter der Automobilhersteller und Technikexperten des ADAC Nordrhein vertreten waren, wurde die Performance der Top-Klassen ins Visier genommen. In den Klassen SP7, SP-9/GT3, SP-Pro und SP-X wird die Motorleistung im Vergleich zum Saisonbeginn 2015 um zehn Prozent reduziert. Auch in puncto Aerodynamik werden diese Fahrzeuge eingeschränkt – dazu gehören etwa Luftöffnungen in den vorderen Radhäusern und die Festlegung eines Mindest-Bodenabstands. Der Attraktivität der Fahrzeuge tut das keinen Abbruch: Beim Auftakt zur VLN sahen die Fans spannenden Motorsport ohne Speedlimits – auch zur Freude der Fahrer. „Ich finde natürlich super, dass es keine Speedlimits mehr gibt“, formulierte etwa Maro Engel. Der FIA-GT-Champion von 2015 bringt auf den Punkt, was vielen Fahrern und Fans zuvor auf dem Magen lag: „Eine Rennstrecke mit Speedlimit ist natürlich ein Widerspruch in sich, und ich denke, dass alle Fahrer über die Abschaffung glücklich sind. Ein großes Lob an alle Beteiligten. Die Änderungen haben sich beim ersten VLN-Lauf bewährt, wir können uns auf ein tolles 24h-Rennen freuen.“

„Nordschleifen-Führerschein” wird überarbeitet
Die weltweit einzigartigen Verhältnisse bei Langstreckenrennen auf der Nordschleife hatten im Vorjahr zur Einführung der „DMSB Permit Nordschleife” (DPN) geführt – einer Art „Nordschleifen­Führerschein”, der für die verschiedenen Veranstaltungstypen mehrstufig aufgebaut ist. Das Grundprinzip – Aufstieg in höhere Rennklassen erst mit Nachweis einer gewissen Erfahrung – wurde nun verfeinert. Ausnahmen für Einsteigerklassen auf der einen und Profirennfahrer auf der anderen Seite wurden klarer formuliert. „Wir haben sehr viel detaillierter als bislang festgelegt, mit welchen Voraussetzungen Fahrer die Stufen A und B der Permit erlangen können”, so DMSB-Präsident Stuck. „Wichtig war aber allen Beteiligten, dass sich jeder Rennfahrer – egal, ob Newcomer oder erfahrener Pilot – mit den speziellen Verhältnissen auf der Nordschleife intensiv auseinandersetzt. Die große Anzahl der Fahrzeuge, die unterschiedliche Performance, das besondere Streckenlayout und nicht zuletzt die Signalgebung bei Gefahren: Die Kenntnisse über diese Besonderheiten für Langstreckenrennen auf der Nordschleife muss jeder Fahrer nachweisen.” Dazu wurde ein kostenloses E-Learning-Tool der DMSB Academy eingerichtet, mit dem sich jeder Lizenznehmer auf die schwierigste Rennstrecke der Welt vorbereiten muss.

Fahrer erarbeiteten neue Code-60-Regeln
Wenn es auf der Nordschleife zu einem Unfall gekommen ist, dann zeigen die Streckenposten während der Bergungs- und Aufräumarbeiten das Code-60-Signal. Gegenüber der bisherigen Praxis wurden die Regelungen dazu deutlich verändert. Ab 2016 wird bei Gefahr die gelbe Flagge doppelt geschwenkt, dann gilt maximal Tempo 120. In den Fällen, wo an anderen Rennstrecken das Safetycar zum Einsatz käme, wird die gelbe Flagge und zusätzlich eine Code-60-Flagge gezeigt, ab dort gilt Tempo 60. Die grüne Flagge hebt Tempolimits und Überholverbot auf. Durch diese Temporeduktion in zwei Stufen soll die Gefahr von Auffahrunfällen reduziert werden, gleichzeitig wird die Anzahl der Code-60-Zonen drastisch verringert, weil sie nur noch ausgelöst werden, wenn etwa Marshalls auf der Strecke agieren oder die Rennstrecke tatsächlich blockiert ist. Frank Stippler (Audi R8 LMS) hat – wie seine Kollegen – die neuen Regelungen beim ersten VLN-Lauf kennen gelernt und bestätigt: „Die neue Code-60-Regelung mit einer zweistufigen Geschwindigkeitsreduzierung ist sehr gut: Jetzt muss man nicht aus Topspeed direkt auf 60 km/h herunterbremsen, sondern zunächst einmal auf 120.“

Der 24h-Prolog lockt an die Nordschleife

In der Vorbereitung auf das ADAC Zurich 24h-Rennen am Fronleichnamswochenende Ende Mai hat für die Teams die heiße Phase der Vorbereitung begonnen: Beim Auftakt zur VLN-Langstreckenmeisterschaft Nürburgring trafen die Konkurrenten zum ersten Mal aufeinander, nur zwei Wochen später steht nun der nächste Test unter Praxisbedingungen auf dem Programm. Das ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen (16. – 17. April 2016) bietet Teams und Fahrern über neun Stunden Fahrzeit auf der legendären Nordschleife – darunter das sechsstündige Rennen. In blendender Form zeigte sich zu Saisonbeginn Audi. Ein Doppelsieg für die R8 LMS von Phoenix war eine klare Ansage an die Konkurrenz: Die 24h-Siegermarke des Vorjahres ist auch in diesem Jahr das Maß, mit dem gemessen wird. Doch auch der brandneue Mercedes-AMG GT3 ist ein Siegkandidat: Black Falcon holte beim VLN-Auftakt den dritten Podestplatz. Starke Mannschaften mit BMW, Bentley und Porsche, aber auch bildschöne Exoten wie die Prototypen der Scuderia Glickenhaus sorgen zusätzlich für reichlich Spannung.

Beim 24h-Qualifikationsrennen spielen Punkte keine Rolle, Teams und Fahrer können sich deshalb voll auf die Vorbereitungen für das 24h-Rennen konzentrieren. Zwei Qualifyings, ein sechsstündiges Rennen und zusätzliche Test- und Einstellfahrten auf dem Grand-Prix-Kurs geben dazu reichlich Gelegenheit. Und diese Möglichkeiten lassen sich die Topteams nicht entgehen: Die beiden beim ersten VLN-Lauf siegreichen Phoenix-Audi R8 LMS sind natürlich dabei. Auch das Audi Sport Team WRT tritt mit zwei Fahrzeugen an – sie konnten mit ähnlicher Besetzung das 24h-Rennen im vergangenen Jahr gewinnen. „Beim VLN-Auftakt war ich mit dem Auto überglücklich“, strahlte Phoenix-Pilot Frank Stippler nach dem Sieg zu Saisonbeginn. „Ich hoffe, wir können daran beim 24h-Rennen anknüpfen.“ Doch auch „Stippi“ weiß, dass viele den Erfolg beim prestigeträchtigen Klassiker auf der Nordschleife wollen: „Die Konkurrenz ist extrem, wie in den vergangenen Jahren auch schon“, erklärt er. „Mercedes und BMW unternehmen riesige Anstrengungen, um hier gut auszusehen. Das gibt einen tollen Kampf.“

Maro Engel: „Die Konkurrenz ist härter denn je“
Tatsächlich sind auch andere Top-Hersteller im Feld vertreten und bringen gemeinsam mit Kundenteams neue GT3-Boliden an den Start. Der neue Mercedes AMG GT3 schaffte beim ersten VLN-Rennen hinter den beiden Phoenix-Audi auf Anhieb den Sprung aufs Podest. Für den Boliden war es der erst dritte Einsatz auf der Nordschleife, doch das Team  Black Falcon zeigte sein Potenzial auf. „In diesem Jahr erwartet uns eine Konkurrenz, die härter ist, als sie je war“, bestätigt auch Maro Engel, der mit Bernd Schneider, Manuel Metzger und Adam Christodoulou den dritten Platz einfuhr. „Alle großen Werke sind vertreten, und wir mit dem neuen Mercedes-AMG GT3. Das Auto macht auf der Nordschleife riesigen Spaß. In der VLN bereiten wir uns auf das 24h-Rennen vor. Das ist das große Ziel: Dort um den Sieg mitzufahren und ihn vielleicht auch für AMG nach Hause zu holen.“

Starke Teams versprechen Spannung auf der Strecke
BMW präsentierte auf der IAA 2015 den neuen M6 GT3, der ab dieser Saison auf der Nordschleife unterwegs ist. Das Debüt beim VLN-Rennen verlief noch durchwachsen: Walkenhorst Motorsport brachte ihn auf Rang sieben ins Ziel und sorgten somit für die einzige Top-10-Platzierung des bayrischen Herstellers. Mit ROWE Racing, Schubert Motorsport und Walkenhorst Motorsport gehen gleich drei starke Teams mit dem neuen BMW beim Qualirennen an den Start. Und Schubert-Pilot Lucas Luhr ist sich sicher: „Der neue BMW M6 GT3 ist schnell und konkurrenzfähig. Aber wie das so ist bei einem neuen Auto: Noch haben wir wenige Kilometer gesammelt, und die Nordschleife ist eine sehr spezielle Strecke. Da gibt es noch ein, zwei Dinge auszusortieren.“ So auch beim VLN-Auftakt. „Da hat uns zum Beispiel ein Defekt an der Servolenkung 20 Minuten Standzeit in der Box gekostet. Zum Glück haben wir aber noch ein wenig Zeit – und wer BMW kennt der weiß: Das bekommen wir in den Griff.“ Unter Wert geschlagen waren beim VLN-Auftakt auch die Porsche-Teams. Manthey Racing, das zwei neue Porsche 911 GT3 R einsetzt, gelang gerade so der Sprung in die Top 10. Keine Frage: Da ist ganz sicher mehr Potenzial drin. Denn beide 911er fielen durch Reifenschäden zurück. Gut aussortiert präsentierte sich das Bentley Team Abt, das beim VLN-Auftakt auf die sechste Position fuhr. Die Allgäuer setzen in dieser Saison zum ersten Mal die Bentley Continental GT3 ein – und das Team kann deshalb jeden Testkilometer gut gebrauchen. Nissan gab unmittelbar nach dem ersten VLN-Lauf die Teilnahme an Qualifikations- und 24h-Rennen bekannt. Für den Einsatz ist unter anderem das Zakspeed-Team verantwortlich. Und auch Toyota wird das Qualifikationsrennen nutzen und mit mehreren Fahrzeugen anreisen.

Für Fans gibt es jede Menge zu erleben
Spannung verspricht das 24h-Qualirennen aber nicht nur, weil hier viele Akteure des 24h-Rennens hautnah bei ihren Vorbereitungen zu erleben sind. Das Geschehen hat nämlich auch direkten Einfluss auf das 24h-Rennen. Denn die fünf besten Fahrzeuge im Rennen sichern sich einen Platz im Top-30-Qualifying. Für die Fans wird am Quali-Wochenende aber noch mehr geboten. So findet am Samstag parallel zu den Test- und Einstellfahrten auf dem Grand-Prix-Kurs eine GLP auf der Nordschleife statt. Anschließend startet die RCN ab mittags zur Leistungsprüfung. Das erste Zeittraining zum Qualifikationsrennen findet am Samstagnachmittag statt, das zweite Qualifying am Sonntagvormittag. Das sechsstündige Hauptrennen wird um 12:00 Uhr freigeben. Besonders attraktiv: Der Fahrerlagereintritt ist im Preis bereits enthalten. Dort locken unter anderem die Driftkünstler von Falken. Ab 10:50 Uhr dürfen alle Besucher mit gültigem Ticket durch die Startaufstellung schlendern. Karten für das Qualifikationsrennen sind ab 15 Euro (Tageskarte Samstag oder Sonntag) erhältlich. Das Wochenendticket kostet 25 Euro.

Manthey: Großaufgebot zum 20-jährigen Jubiläum

(Teaminfo) Auch in dieser Saison ist Manthey-Racing mit einem Großaufgebot in der VLN am Start. Beim ersten Lauf feierte das Team aus Meuspath sein 20-jähriges Bestehen mit einem imposanten Einsatz: Sieben Porsche-Rennfahrzeuge brachte das Team an den Start, darunter zwei Werkswagen.

Das Zeittraining zum ersten VLN-Lauf verlief problemlos. Traditionsgemäß setzt Manthey-Racing einige Kundenfahrzeuge ein: Bereits zum Inventar gehört der Wochenspiegel-Porsche 911 GT3 R von Georg Weiss / Oliver Kainz / Jochen Krumbach / Mike Stursberg, die sich passend zur Startnummer den 21. Platz sicherten, gefolgt von „Steve Smith“ / Reinhold Renger / Nils Reimer (#59) im Porsche 911 GT3 Cup MR (34. Platz) und #12 Otto Klohs / „Dieter Schmidtmann“ / Robert Renauer (36. Platz) in einem weiteren Porsche 911 GT3 R. Darüber hinaus brachte Manthey-Racing noch zwei Porsche Cayman GT4 Clubsport in der Klasse „SP-X“ an den Start: #169 Weiss / Krumbach / Stursberg (85. Platz) und #170 für Christoph Breuer und Christian Gebhardt (60. Startplatz).

Neben den Kundenfahrzeugen werden bis zum 24h-Rennen in diesem Jahr auch zwei Werksfahrzeuge eingesetzt. Earl Bamber und Patrick Pilet sicherten sich im Fahrzeug mit der Startnummer 911 und einer Rundenzeit von 8:10.640 Minuten den siebten Startplatz. Das Schwesterauto von Jörg Bergmeister und Fred Makowiecki (#912) belegte Rang zwölf.

Der Start zum Rennen über eine Distanz von vier Stunden verlief für alle Manthey-Porsche ohne Zwischenfälle, was bei einem beeindruckenden Teilnehmerfeld von 171 Fahrzeugen nicht selbstverständlich ist. Während sich die Werks-Porsche in den Top-10 hielten und das Tempo der Spitze mitgehen konnten, fiel der Wochenspiegel-Porsche (#21) in der zweiten Runde ausgangs der Fuchsröhre einem Unfall zum Opfer. Dagegen konnte die Fahrerbesetzung der #59 „Smith“ / Renger / Reimer durch kontinuierlich schnelle Rundenzeiten für positive Aufmerksamkeit sorgen.

Während des Rennverlaufs hatten sich #911 Bamber / Pilet nach vorne gekämpft und konnten in der zehnten Runde sogar die Führung übernehmen. Ein späterer Reifenschaden vereitelte jedoch alle Chancen auf das Podium, die #911 beendete das Rennen auf dem zehnten Rang. Ein ähnliches Schicksal erlitt auch die #912, Platz 11 blieb am Ende für Bergmeister / Makowiecki.

Sehr zufrieden zeigte sich die Mannschaft rund um die #59 „Smith“ / Renger / Reimer. Sie fuhren ein grundsolides Rennen und wurden mit dem dritten Platz in der Klasse „SP7“ und Gesamtrang 28 belohnt. Ebenfalls ins Ziel kamen #170 Breuer / Gebhardt, während die #12 Klohs / „Dieter Schmidtmann“ / Renauer vorzeitig durch einen Unfall ausschieden. Der WTM Cayman #169 konnte auf Grund eines Unfallschadens nicht ins Rennen geschickt werden.

Der nächste Einsatz für Manthey Racing auf der Nordschleife findet am 17. April beim Qualifikationsrennen für das ADAC 24h-Rennen statt.

Nissan kommt mit drei Fahrzeugen zum 24h-Rennen

(Herstellerinfo) Ein Trio für die „grüne Hölle“: Zwei Nissan GT-R Nismo GT3 sowie ein seriennaher Nissan GT-R starten beim diesjährigen 24h-Rennen Neben dem werksunterstützten Nismo Team RJN wollen Schulze Motorsport und das traditionsreiche Team Zakspeed, das erstmals als Nissan Kundenteam unterwegs ist, beim Langstreckenklassiker in der Eifel um Siege mitfahren.

„Der Nürburgring ist eine der anspruchsvollsten Rennstrecken der Welt – und das 24h-Rennen ist eine noch größere Herausforderung. Allein die Tatsache, dass mit mehr als 150 Teilnehmern nahezu jede Marke am Start ist, zeigt die Bedeutung dieses Rennens“, meint Nissan Motorsport-Chef Michael Carcamo. „Wir wollen auf dem neunten Platz des Vorjahres aufbauen.“

Die Voraussetzungen waren nie besser: Bei der 44. Auflage des Langstreckenklassikers startet nicht nur das von Nissan werksunterstützte Team RJN Motorsport aus England in der Königsklasse SP9 (FIA-GT3), sondern auch der neue Motorsportkunde Zakspeed. Das Niederzissen beheimatete Team blickt auf eine fast 50-jährige Erfolgsgeschichte im Motorsport zurück. Das von Erich Zakowski gegründete Unternehmen feierte bislang mehr als 426 Einzelsiege und 23 nationale und internationale Meistertitel. So konnte Zakspeed, das von 1985 bis 1989 auch in der Formel 1 unterwegs war, den Langstreckenklassiker am Nürburgring bereits in den Jahren 1999, 2001 und 2002 gewinnen.

Einer der Siegfahrer bei allen drei Erfolgen war der heutige Geschäftsführer und Teamchef Peter Zakowski. „Wir sind sehr erfreut über die Zusammenarbeit mit Nissan Deutschland und blicken mit viel Spannung auf die neue Herausforderung. Die Nordschleife ist wie keine andere Rennstrecke auf der Welt und genauso etwas Besonderes ist auch der Nissan GT-R Nismo GT3. Seit langer Zeit lag uns dieses Projekt am Herzen und umso mehr sind wir jetzt froh über den Saisonstart“, so der 49-Jährige.

Rundenrekord-Fahrer Michael Krumm wieder im Team RJN
Während sowohl RJN als auch Zakspeed mit dem nordschleifenerprobten Nissan GT-R Nismo GT3 ins Rennen gehen, wird Schulze Motorsport mit einem seriennahen Nissan GT-R in die Eifel zurückkehren. Das Ziel in der SP8T-Klasse: als schnellstes Nicht-GT3-Fahrzeug den Klassensieg einfahren. Dass der GT-R das Potenzial dafür hat, bewies der deutsche Fahrer Michael Krumm bereits 2013, als er den Ring in 7:08,679 Minuten umrundete. Er ist auch der erste bestätigte Nissan Pilot, die weitere Besetzung aller drei Teams wird noch bekanntgegeben.

„Ich freue mich, im Nissan GT-R NISMO GT3 auf den Nürburgring zurückzukehren. Die Strecke ist eine gewaltige Herausforderung, aber auch eine unglaubliche Chance für jeden Fahrer“, sagt Krumm. „Im vergangenen Jahr haben wir eine tolle Leistung hingelegt und beendeten das Rennen unter den Top Ten. Obwohl der Wettbewerb in der GT3-Klasse erneut härter geworden ist, wird der GT-R sehr konkurrenzfähig sein. Das Fahrzeug holte im vergangenen Jahr einige Titel in Europa und Japan. Und in dieser Saison haben wir mit dem GT-R bereits Podiumsplätze in Bathurst in Australien oder in den USA in der World Challenge.“