Siegerehrung für Fans

2018 wurde am Ende der der Boxengasse des ADAC Zurich 24h-Rennens ein großes Podest errichtet, welches gleich mehrere Zwecke erfüllen soll. Nachdem in den letzten Jahren die Siegerehrung der 24-Stunden-Hatz durch die grüne Hölle immer in der Mitte der Boxengasse stattfand, mit den jeweiligen Fahrzeugen „schwebend“ davor, haben sich die Organisatoren entschieden die Siegerehrung für 2018 noch freundlicher für die Fans zu gestalten.

Am Ende der Boxengasse wurde ein großes Podest errichtet, auf dem die Sieger des ADAC Zurich 24h-Rennens am Sonntagnachmittag gekürt werden. Zudem wird nach Ende des Rennens die Start / Ziel-Gerade für die Fans geöffnet und jeder Besucher kann so dicht an die Sieger und ihre Fahrzeuge heran, wie es sonst nur Pressevertretern und Teammitgliedern vorbehalten ist.

Aber das Podest wurde nicht nur für Champagnerduschen und die glücklichen Sieger aufgebaut. Am Samstagnachmittag wird es Smudo von den „fantastischen Vier“ für 30 Minuten als DJ-Pult während der Startaufstellung dienen. Weiter werden auch die übertragenden TV Stationen das Podium für ihre Anmoderationen nutzen, da das Podium mit seinem Blick auf die gefüllten Ränge, die Startaufstellung und die Boxengassen einfach ein spektakuläres Panorama bieten wird.

Erste Bestzeit für den Renault RS01 #35

Das 46. ADAC Zurich 24h-Rennen hat am Donnerstagnachmittag mit dem freien Training offiziell begonnen. Die erste Bestzeit des Wochenendes auf der Kombination aus Grand-Prix-Kurs und Nordschleife holte sich dabei auf am Ende abtrocknender Piste der Renault RS01 #25 (GTronix 360 mcchip-dkr) in 8:26,703 Minuten. Platz 2 ging an den Manthey-Porsche #12, auf Rang drei fuhr der Rowe-BMW #99.

4 – Engel / Christodoulou / Metzger / Müller (Mercedes-AMG GT3)
14:24 Uhr Manuel Metzger: „Ich habe mich mit der Reifenwahl schon schwer getan. Die Strecke ist zwar zu 70 Prozent trocken, aber es gibt zwei, drei Stellen, an denen es nieselt. Wir gehen jetzt auf geschnittene Slicks. Das müsste die richtige Wahl sein. Im Bereich Hatzenbach liegt viel Dreck auf der Strecke – da ist es extrem rutschig.“

24 – Winkelhock / Rockenfeller / Haase / Müller (Audi R8 LMS)
14:44 Uhr Christopher Haase: „Zu Beginn meines Stints war es noch relativ schwierig zu fahren. Die Ideallinie war zwar trocken, aber der Rest noch feucht. Aber in den letzten zwei Runden hat es schnell abgetrocknet.

25 – Mücke / Jöns / Fässler / Kaffer (Audi R8 LMS)
14:50 Uhr Marcel Fässler: „Ich bin jetzt einfach ein paar Runden gefahren. Die Strecke trocknet immer weiter ab. Es ist jetzt fast trocken, aber ein paar Stellen sind noch feucht. Man muss halt besonders aufpassen, wenn man von der Ideallinie abkommt.“

42 – Sasaki / Hiroki / Farnbacher / Farnbacher (Lexus RCF)
13:39 Uhr kommt mit Rauchentwicklung nach einer kurzen Runde über die GP-Strecke an die Box.

49 – Borum / Eden / Moore (BMW 335i)
14:19 Uhr Der Scangrip-BMW 335i hat die erste Runde geschafft. Im Vorjahr endete das freie Training 100 Meter hinter der Boxenausfahrt rechts in der Leitplanke, als aufgrund kalter Reifen das Heck ausbrach. Damals dauerte die Reparatur bis Samstagabend, ehe das Rennen aufgenommen wurde.

52 – Funke / Heldmann / Scheibner / Vancampenhoudt (BMW M4)
14:36 Uhr wird mit technischem Defekt zu Beginn der Döttinger Höhe von der Strecke gezogen.

80 – Vleugels / Warum / Welschar / Sapino (Porsche 997 GT3 Cup)
14:50 Uhr technischer Defekt auf der Döttinger Höhe.

96 – Chrzanowski / Jodexnis / Scharmach (Porsche 991 GT 3 Cup MR)
14:19 Uhr Dreher ausgangs Brünnchen.

134 – Vicenzi / Carobbio / Briody / Müller (Porsche Cayman S)
14:28 Uhr im Bereich Metzgesfeld mit technischem Defekt ausgerollt.

243 – Henriksson / Rühl / Legermann / Klotz (BMW M235i Racing)
14:45 Uhr technischer Defekt im Schwedenkreuz

831 – Larini / Lauck / Gülden / Terting (Hyundai i30N TCR)
14:19 Uhr Hyundai-Pilot Andy Gülden markiert im schnellsten Fronttriebler in 10.20,859 Minuten die 28. beste Zeit.
14:57 Uhr Der Hyundai TCR steht mit technischem Defekt ausgangs der Dunlop-Kehre.

RCN eröffnet Motorsportwochenende

Bei lückenloser Bewölkung eröffnete einmal mehr die Rundstrecken-Challenge Nürburgring (RCN) das Motorsportwochenende am Nürburgring. Bei rund 12 Grad Streckentemperatur, aber ohne Niederschlag, mussten die 172 Teams versuchen, ab der ersten Runde die Reifen auf Temperatur zu bekommen.

Am besten gelang dies insgesamt dem Opel Duo Ralf Kraus und Volker Strycek, die sich über den ersten Gesamtsieg bei Deutschlands ältester Rundstreckenserie freuen durften.
Ralf Kraus, der wie gewohnt den Startturn übernommen hat, konnte sich von Anfang an in die Spitzengruppe der Klasse RS3 A setzen und den Opel Astra TCR in aussichtsreicher Position an seinen Teamkollegen Volker Strycek übergeben.
Volker Strycek, der mit richtig starken Rundenzeiten in der zweiten Hälfte der Veranstaltung noch einmal zur Attacke schritt, machte damit den Erfolg perfekt.

„Für unser Team ist mit dem Opel Astra TCR alles noch etwas neu, aber wir haben den zweiten Klassensieg in der zweiten Veranstaltung geholt und dazu noch einen unglaublichen Gesamtsieg. Ich kann unseren Jungs von Automobile Theisen nur danken und ihnen gebührt der Erfolg, den wir heute Feiern dürfen!“

In der Klasse H3 konnten sich die amtierenden Meister Jürgen Schulten/Ludger Henrich im Opel Astra GSI gegen 16 Konkurrenten durchsetzen und somit einen weiteren Schritt Richtung Verteidigung des Titels machen.

Rennsport-Feeling „zum Anfassen“ beim Adenauer Racing Day

„Nirgends sonst gibt es die Idole so hautnah zum Anfassen wie beim Racing Day in Adenau“, heißt es in einem Werbe-Flyer der Rennstadt am Ring. Mit dieser Aussage haben die Organisatoren des einzigartigen Events vollkommen Recht, denn das fünftägige Rennsport-Spektakel in der Eifel beginnt traditionell am Mittwoch ab 16:00 Uhr mit dem spektakulären Fahrzeug-Corso der über 30 Rennboliden durch das dichte Spalier der begeisterten Fans. Ziel der zwei Kilometer langen Reise durch die Adenauer Innenstadt ist die große Show-Bühne auf dem Marktplatz. Die über 1.000 Jahre alte Stadt am Fuße des Nürburgrings empfängt auch diesmal wieder Fahrer und Fans der größten Motorsportveranstaltung der Welt in einem farbenfrohen und motorsportlich geschmückten Stadtbild. „Diese Veranstaltung hat eine sehr große Bedeutung für unsere Stadt, denn Adenau wird durch den Racing Day noch bekannter. Außerdem spülen die zahlreichen Fans Geld in die Kassen unserer Geschäfte, unserer Gastronomie und unserer Hotellerie“, sagt Peter Nett in Vertretung von Arnold Hoffmann, dem Bürgermeister der Stadt Adenau.

>> Hier geht es zu den Bildern des Adenauer Racing Days

Die 2015 begonnene Aktion der „rot-weiß“ lackierten Bordsteine rund um den Marktplatz und den Kreisel am Ortseingang wurde auch in diesem Jahr wiederholt. Die Farbgebung der Randsteine soll an die „rot-weiß“ lackierten Curbs des Nürburgrings erinnern. „Der Adenauer Racing Day ist eine Veranstaltung, die nur für die Fans gemacht wird. Deshalb gibt es auch keinerlei Barrieren, damit die Besucher hautnah an die Fahrer und Fahrzeuge herankommen“, betont Mitorganisator Marko Dressel. Im Rahmenprogramm gab es außerdem verschiedene Vorführungen der Sportholzfäller des Stihl-Timbersports-Teams. Wer wollte, konnte sich selbst eine Scheibe mit dem original 24h-Loge abschneiden – oder besser gesagt absägen.

Bei herrlichem Sonnenschein und fast schon frühsommerlichen Temperaturen (24 Grad) herrschte im Herzen von Adenau auch heute wieder Volksfeststimmung. Über 3.000 begeisterte Fans aus aller Welt hatten sich entlang der Hauptstraße, die über den Marktplatz führt, versammelt, um die über 30 Rennfahrzeuge unterschiedlicher Klassen zu empfangen und die anschließende Fahrervorstellung auf der großen Show-Bühne mitzuerleben. Diese wird seit zwei Jahren, wie früher, zentral auf dem Marktplatz aufgebaut. Um reibungslos zum Veranstaltungsort gelangen zu können, gab es auch diesmal wieder für alle Besucher den kostenlosen Bus-Shuttle des DSK, der von 14.30 Uhr bis zum Veranstaltungsende gegen 19.00 Uhr alle halbe Stunde entlang der bekannten DSK-Shuttle-Route mit zwei Bussen im Einsatz war.

Pünktlich um 15.30 Uhr hatte sich der aus allen Klassen bestehende Fahrzeug-Corso über die Nordschleife in Bewegung gesetzt. Ab der Ausfahrt Breitscheid ging es unter Polizei-Geleit weiter über die Hauptstraße bis zum Marktplatz.

Auf der Showbühne begrüßten die Moderatoren Olli Martini und Patrick Simon zunächst die Piloten des neuen FIA-Tourenwagen-Weltcups (WTCR). Darunter auch den amtierenden DTM-Champion René Rast, der mit einer Wildcard an den insgesamt 3 Rennen über die legendäre Nürburgring-Nordschleife teilnimmt und einen Audi RS3-LMS (#33) vom Audi Sport Team WRT an den Start bringt: „Als ich die Anfrage bekommen habe, habe ich gedacht, warum nicht. Ich bin noch nie einen Weltmeisterschaftslauf auf der Nordschleife gefahren und deshalb will ich mir diese Chance nicht entgehen lassen“, erklärte Rast den Fans und schrieb weiter fleißig Autogramme.

Anschließend gehörte die Bühne den 24h-Piloten, die in einer zweiten Gesprächsrunde Rede und Antwort standen: „Ich bin jedes Jahr hier und es ist immer wieder faszinierend die Begeisterung der Fans zu erleben. Vor so einem Event die ganzen Eindrücke zu sammeln ist auch für die Fahrer ganz schön“, sagt Audi-Pilot Christopher Haase (#24). Porsche-Fahrer Wolf Henzler (#30) sieht es ähnlich: „Ich war jetzt schon lange nicht mehr hier. Was in der Stadt los ist, ist der Wahnsinn. Wie viele Leute hier kommen und Autogrammwünsche haben ist echt super und freut mich sehr. Für die Fans ist das toll – je mehr Autos kommen, umso besser. Ich hoffe, dass die Veranstaltung auch in Zukunft erhalten bleibt“. Porsche Markenkollege Jörg Bergmeister (#17) ist ebenfalls schwer beeindruckt: „Es ist immer wieder toll zu erleben, wie enthusiastisch die Leute sind. Schon auf der Strecke bis hierher in die Innenstadt war die Begeisterung der Fans riesengroß und ich kann es kaum erwarten, bis das Rennen endlich losgeht“.

Aston Martin und Glickenhaus 2019 mit neuen Fahrzeugen bei den 24h am Start
Für Aston Martin Racing ist es das letzte große Rennen mit dem GT3 Vantage, der in seiner sechsten Saison eingesetzt wird. „Unser Auto ist zwar schon etwas älter, aber ich bin nicht von BMW zu Aston Martin gewechselt, um wieder Zweiter zu werden“, sagte Maxime Martin. „Wir bekommen vollste Unterstützung vom Werk und wir möchten ganz vorn mitfahren. Und nächstes Jahr werden wir definitiv mit dem neuen Fahrzeug antreten.“ Teamkollege Nicki Thiim sorgte für großen Applaus der Menge: „Die 24h auf dem Nürburgring sind kein Vergleich mit Le Mans. Die Strecke, die Fans, die Atmosphäre: Ich fahre viel lieber hier in der Eifel.“
Auch für den SCG003c wird es der letzte 24h-Einsatz werden. „Wir kommen im nächsten Jahr mit einem neuen Fahrzeug“, sagte James „Jim“ Glickenhaus. „Wir bauen Autos für Fans. Wir lieben diese Atmosphäre. Und daher kommen wir in 2019 mit einem neuen Fahrzeug, welches ebenfalls begeistern wird. Dieses Jahr wollen wir nach Möglichkeit nicht nur die Pole wie im Vorjahr. Auch im Rennen soll es weit nach vorn gehen.“

Alle stehen in den Startlöchern

Alles bereit für das Rennen des Jahres: Das ADAC Zurich 24h-Rennen am kommenden Wochenende auf dem Nürburgring ist auch in diesem Jahr ein Höhepunkt der Motorsportsaison. 150 Fahrzeuge sind angemeldet, die sich gleichzeitig in den Kampf stürzen, an dessen Ende eine der begehrtesten Siegertrophäen des internationalen Motorsports vergeben wird. Werksteams und werksunterstützte Mannschaften von Vorjahressieger Audi sowie Aston Martin, BMW, Porsche und Mercedes-AMG fighten mit exzellenten Privatteams, die auch Exoten wie Ferrari, Lamborghini oder den bildschönen Einzelaufbau SCG003C einsetzen. Gut 200.000 Zuschauer werden für das Wochenende erwartet, die bereits seit Montag beginnen, die ruhigen Eifelwälder zu bevölkern. Spätestens wenn sich am Donnerstag zum ersten Mal die Räder am Nürburgring drehen, werden sie die längste und schönste Rennstrecke der Welt zu einer gigantischen Grillparty-Meile machen.

Den ersten Ausblick auf Teams und Fahrer gibt es bereits am Vorabend des ersten Veranstaltungstages: Am Mittwoch gibt es ab 16:00 Uhr beim Adenauer Racing Day in der nahegelegenen Rennstadt Adenau vieles zu sehen: Dann rollt ein Rennwagenkorso durch die schöne Eifelgemeinde bis zum Marktplatz, Fahrer geben Interviews und Autogramme, Teams und Fans treffen in entspannter Atmosphäre aufeinander. Mit dabei sind natürlich nicht nur Teams und Fahrer aus dem 24h-Rennen. Auch der FIA-Tourenwagen-Weltcup (WTCR) präsentiert seine Piloten, zu denen als Wildcardfahrer auch DTM-Champion René Rast gehören wird. Bereits am Donnerstag steht das erste WTCR-Rennen auf dem Programm, der zweite und dritte Lauf folgt dann am Samstag, bevor um 15:30 Uhr das 24h-Rennen freigegeben wird. Tickets in allen Kategorien gibt es an den geöffneten Tageskassen des Nürburgrings. Ob daheim oder am Ring: Hier auf der offiziellen Homepage informiert das 24h-Rennen immer brandaktuell mit Rennticker, Livetiming und umfangreichem Videostream. Im Free-TV überträgt Männersender NITRO das ADAC Zurich 24h-Rennen live in voller Länge.

Hochkarätiges Starterfeld
In den vergangenen Jahren wandelte sich das 24h-Rennen. „Es ist zu einem langen Sprintrennen geworden“, beschreibt es BMW-Pilot Augusto Farfus (BRA), der wie eine Reihe anderer DTM-Piloten nach dem Saisonauftakt in Hockenheim gleich zum 24h-Rennen weiterreiste. Er wird im BMW M6 GT3 bei der Jagd auf die Vorjahressieger mitmachen und dabei auch einem DTM-Kollegen hinterher sein: Der amtierende Champion der Serie, René Rast (AUT), ist zum Audi Sport Team Land gestoßen, dessen Audi R8 LMS die Startnummer #1 trägt. Christopher Mies (Düsseldorf) und die beiden Südafrikaner Kelvin und Sheldon van der Linde komplettieren die Mannschaft, die sich einer enorm starken Konkurrenz stellt. Über 30 GT3-Boliden fighten um den Sieg, selbst der engste Favoritenkreis für den Gesamtsieg dürfte weit über ein Dutzend Fahrzeuge umfassen. Porsche etwa schickt als Speerspitze einer enorm starken Abordnung das Manthey-Team ins Rennen, dessen beide 911 GT3 R zu Saisonbeginn mit Pole-Positions und einem Rennsieg in der VLN Langstreckenmeisterschaft ihre Ansprüche anmeldeten. Mercedes-AMG gewann dafür beim 24h-Qualifikationsrennen, das Yelmer Buurmann (NLD) gegen seinen Landsmann Nicky Catsburg (Rowe-BMW) in einem dramatischen Stoßstangenduell für sich entschied. Schon die Spitze des 24h-Starterfeldes ist so groß, dass anderswo eine ganze Rennserie damit hochzufrieden wäre. An diesem Wochenende sind diese Spitzenpiloten aber nicht alleine, sondern werden ergänzt durch Starter aus rund 20 unterschiedlichen Klassen, die jede für sich spannende Duelle um den jeweiligen Sieg ausfechten: Motorsportunterhaltung der Extraklasse ist garantiert.

Jede Menge Highlights im Zeitplan
Natürlich bietet auch das weitere Programm am Wochenende jede Menge Motorsport-Action und Fan-Unterhaltung. Donnerstags startet das sportliche Programm traditionell mit der Leistungsprüfung der RCN. Highlights sind Qualifying und Rennen 1 im FIA-WTCR sowie das abendliche Qualifying des 24h-Rennens, das ab 20:30 Uhr bis 23:30 Uhr zum ersten Mal pures Langstreckenfeeling vermittelt. Am Freitag folgt um 10:05 Uhr das Old- und Youngtimer-Rennen der ADAC 24h-Classic. Nachmittags geht es mit 24h-und WTCR-Qualifyings weiter, Höhepunkt ist das spektakuläre Top-30-Einzelzeitfahren um die Pole beim 24h-Rennen ab 19:00 Uhr. Die Falken Drift Show beschließt den Tag ab 19:50 Uhr. Bevor das 24h-Rennen am Samstag um 15:30 Uhr gestartet wird, gibt es den Audi Sport R8 LMS Cup auf der Grand-Prix-Strecke (8:25 Uhr) sowie die Läufe 2 und 3 des FIA-WTCR (Start um 11:00 Uhr bzw. 12:20 Uhr).

Nürburgring Award 2018 wird am Vorabend des 24h-Rennens feierlich verliehen

Nach seiner viel beachteten Premiere in 2016 und der erfolgreichen Fortsetzung im vergangenen Jahr, ehrt der Nürburgring Award erneut besondere Leistungen im Motorsport. Am Vorabend des ADAC Zurich 24h-Rennens würdigen die Veranstalter am 11. Mai 2018 Preisträger in drei bewährten Kategorien „Ambassador of the Year”, „Brand of the Year” und „Lifetime Achievement”. Vor circa 300 geladenen Gästen aus Medien, Sport und Wirtschaft führt Moderatorin Laura Wontorra im Kinosaal des ring°werks durch die Nürburgring Award Night. Die hochkarätige Jury des Nürburgring Awards, besetzt aus Motorsport-Experte und Ex-Mercedes-Formel-1-Chef Norbert Haug, DTM-Star Timo Glock und Formel-1-Reporter Kai Ebel, steht selbst wie kaum ein anderes Komitee für legendäre Rennsportmomente. Mit ihrer großen Kenntnis über die internationale Szene zeichnen sie sich in idealem Maße für die Auswahl der Preisträger aus. Auch Mark Webber, ehemaliger Formel-1-Fahrer und Nordschleifen-Fan, lässt es sich in diesem Jahr nicht nehmen, bei der Nürburgring Award Night vorbeizuschauen und eine der begehrten Trophäen zu präsentieren.

Besonderes Highlight: der Lifetime Achievement Award

Für einen außergewöhnlichen Moment wird der Lifetime Achievement Award während der rund einstündigen Zeremonie sorgen. Nach Michael Schumacher (2016) und Hans Werner Aufrecht (2017) nimmt diese Ehrung für ein besonderes Lebenswerk nun Hans-Joachim Stuck entgegen. Als erst 19-Jähriger gewann er auf einem BMW die erste Ausgabe des 24h-Rennens am Nürburgring – Gesamtsiege 1998 und 2004 folgten. Mit seinem Humor und seiner lockeren Art, begeistert er seit jeher Motorsportfans auf der ganzen Welt. Die Motosportwelt verneigt sich mit dieser Auszeichnung vor Hans-Joachim Stuck und all den grandiosen Momenten, die er ihr während seiner langen Karriere bescherte.
Weitere Preisträger: Bekanntgabe im Rahmen der Award Night
Die weiteren Preisträger des Nürburgring Award 2018 sowie ihre Laudatoren werden im Rahmen der Veranstaltung bekannt gegeben. Der Nürburgring Award wurde im Jahr 2016 erstmals gemeinschaftlich vom Nürburgring-Eigentümer Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG, dem ADAC Nordrhein e.V. als Veranstalter des 24h-Rennens, den Medienpartnern RTL und Auto Bild Motorsport sowie von der Sporttotal AG als Promoter und Produzent des größten Autorennens der Welt initiiert

Liveübertragung im Videostream

Die Verleihung ist am 11.05.2018 ab 21:30 Uhr auf der Liveseite des 24h-Rennens übertragen. Angeschlossen an den Livestream sind dann auch Deutschlands größte Motorsport-Plattform Motorsport-Total.com, Auto Bild motorsport (Autobild.de/motorsport) sowie die offizielle Seite des Nürburgrings (Nürburgring.de).

Die Zuschauerplätze füllen sich

Schon seit dem Wochenende haben sich Parkplätze und Landstraßen rund um den Nürburgring gefüllt, nun hat das Warten ein Ende: Am Montagmorgen wurden die Bedarfscampingplätze rund um die Nordschleife freigegeben. Hatzenbach, Metzgesfeld, Wehrseifen, Brünnchen und Co. sind nun für eine Woche fest in der Hand der Fans. Und wie es sich gehört, haben sich natürlich viele Fangruppen wieder ganz besondere Aktionen einfallen lassen. Vom Whirlpool über die mobile Zapfanlage bis zur Open-Air-Disco ist an den schönsten 25 km Rennstrecke der Welt wirklich alles zu finden! Und wenn auch vielerorts die Plätze in der ersten Reihe natürlich gleich vergeben waren – Platz ist noch reichlich vorhanden. Auch wer also sein 24h-Camping-Wochenende erst am Mittwoch, Donnerstag oder Freitag beginnt, kommt auf jeden Fall noch am Nürburgring unter. Rund um den Ring sind die Bedarfscampingplätze detailliert ausgeschildert, und die noch offenen Plätze sind leicht zu finden.

Nürburgring und 24h-Rennen weisen in diesem Zusammenhang auf wichtige Regeln hin – denn ohne die geht es auch in den scheinbar endlosen Eifelwäldern nicht: Echt Fans beachten Natur- und Umweltschutz, nehmen Rücksicht aufeinander und respektieren Landschaft und Anwohner. Auf der 24h-Homepage sind wichtige Hinweise zum Thema Camping unter dem folgenden Link zu finden:

> Camping-Hinweise

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Bedarfscampingplätzen, alle Gebühren und Regeln gibt es ausführlich außerdem auf der Homepage des Nürburgrings:

> Camping- und Zuschauerzonen

Timo Bernhard: Ungewohnte Rolle für den Weltmeister

Auch Porsche gehört in diesem Jahr zum engen Favoritenkreis im Kampf um den Sieg beim ADAC Zurich 24h-Rennen. Eine der Speerspitzen des Einsatzes bildet das Rekord-Siegerteam von Manthey Racing. Fünf Mal holte die Mannschaft aus der Eifel den Sieg und jedes Mal saß dabei ein Pilot im Cockpit, der in diesem Jahr als Teamchef an die Nordschleife zurückkehrt: Timo Bernhard. Nach insgesamt zwölf Starts als Rennfahrer debütiert er mit seinem KÜS Team 75 nun in dieser neuen Rolle beim 24h-Rennen.

Timo Bernhard ist nach einigen Jahren Abstinenz wieder vertreten – allerdings nicht als Fahrer, sondern als Teamchef. Während Bernhard schon zwölf Starts und fünf Gesamtsiege auf dem Buckel hat, ist es für sein Team KÜS Team 75 eine Premiere. „Ich denke, es ist wichtig, dass ich am Kommandostand sitze“, so der Deutsche. „Wir sind fahrerseitig sehr gut aufgestellt und so kann ich dem Team die maximale Unterstützung bieten. Beim 24h-Rennen in Spa war ich auch schon in dieser Rolle.“

Motorsport-Weltstar: Zwei WM-Titel und Le-Mans-Sieg
Als der Moment kam, in dem es hieß „selbst hinterm Steuer sitzen oder nicht“, ist es Bernhard nicht schwergefallen, auf den Fahrersitz zu verzichten. Schließlich war er 2013 zum letzten Mal beim 24h-Rennen auf der Nordschleife am Start, der zeitliche Abstand erschien groß genug. In der Zwischenzeit war der Deutsche zu sehr in das enorm erfolgreiche Le-Mans- und Sportwagen-WM-Programm von Porsche eingebunden. Weltmeister 2015 und 2017, Le-Mans-Sieg 2017: Bernhard gehört zu den Weltstars der Vollgasbranche. Und wenn er auch in den modernsten Rennwagen aller Zeiten weltweit unterwegs war, so hängt sein Herz doch an der Nordschleife. „Ich war vor ein paar Tagen auf der Nordschleife und bin selbst gefahren“, erzählt er und lacht. „Jetzt bin ich froh, dass die Entscheidung da schon getroffen war. Sonst wäre es mir sicherlich schwerer gefallen. Aber man muss auch sagen, dass ich 2013 zum letzten Mal beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring angetreten bin. Von daher hatte ich schon etwas Abstand zu meinem letzten Einsatz am Ring.“

„Auf das genaue Timing auch in der Vorbereitung kommt es an“
Doch nicht nur während des Veranstaltungswochenendes ist seine jahrelange Nordschleifen-Erfahrung gefragt, sondern auch in den Wochen vorher. „Ich lege einen sehr großen Wert auf die Fahrzeugvorbereitung“, so Bernhard. „Zudem versuchen wir verschiedene Szenarien durchzugehen. Ich weiß, dass man sich beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring nicht auf alles vorbereiten kann, aber ich habe hier schon einiges erlebt. Mit einer guten Vorbereitung fühlt man sich auch besser.“ Nach wie vor ist die Nordschleife für ihn etwas ganz Besonderes. „Die Strecke ist einzigartig, und das Reglement ist auch anders als bei anderen Rennen, wie zum Beispiel in Spa oder beim GT Masters“, beschreibt Bernhard. „Da kommt es auf viele Details und das genaue Timing, auch in der Vorbereitung, an. Da habe ich durch meine 13 Starts beim 24h-Rennen auf der Nordschleife viel Erfahrung, vor allem aus der Fahrersicht.“

Freundschaftliche Bande bleiben
Nun tritt er im Riesenstarterfeld an und vergleicht sich mit einigen der besten GT-Teams der Welt. So auch gegen den Rennstall, mit dem er hier am Ring so erfolgreich war. Dennoch ist das Verhältnis freundschaftlich. Bernhard: „Bei Manthey habe ich tatsächlich alle meine Erfolge auf der Nordschleife gefeiert. Sie sind stark und gut aussortiert, da können wir von lernen. Wir setzen beide einen Porsche ein, und da gibt es an der ein oder anderen Stelle eine Zusammenarbeit.“ Bei der Zielsetzung hält sich der Teamchef noch zurück: „Wir gehen ergebnisoffen ins Rennen. Ich will, dass wir sauber durchkommen, und das ist schon schwierig genug.“

Bei den 24h schlägt die Stunde der Wahrheit

Das wird ein spannendes Rennwochenende! Gleich zwei Highlights gibt es am langen Himmelfahrtswochenende (10. – 13. Mai) auf dem Nürburgring. Das ADAC Zurich 24h-Rennen ist der Höhepunkt der deutschen Langstrecken-Saison, der auch in diesem Jahr voller Superlative ist: 150 Teams gehen auf der längsten und schönsten Rennstrecke der Welt gleichzeitig auf die Jagd nach Gesamt- und Klassensiegen, über 30 von ihnen alleine in den gesamtsiegfähigen Klassen. Nach Siegen von Porsche, BMW und Mercedes-AMG in den bisherigen Saisonrennen auf der Nordschleife deutet alles auf ausgeglichene Kräfteverhältnisse und ein entsprechend spannendes Geschehen hin. Denn auch Titelverteidiger Audi, für die das Land-Team im vergangenen Jahr spektakulär gewann, will natürlich den begehrten Sieg. Spannend wird es auch im zweiten Höhepunkt – den Läufen zum FIA-Tourenwagen-Weltcup (WTCR). Bereits am Donnerstag kämpfen die mehr als zwei Dutzend Piloten der internationalen Topklasse des Tourenwagensports zum ersten Mal um Punkte, am Samstag folgen unmittelbar vor dem 24h-Start die Läufe zwei und drei. Als Tabellenführer kommt Hyundai-Pilot Gabriele Tarquini (ITA) zum Ring, der sich mit einer starken Vorstellung beim letzten WTCR-Lauf in Ungarn ein wenig Luft auf die Verfolger verschaffte.

Der letzte Schlagabtausch der wichtigsten Protagonisten des 24h-Rennens fand Mitte April beim 24h-Qualifikationsrennen statt – und er brachte wenig Aufschluss bei der Favoritenfrage. Für Audi holte das WRT-Team mit DTM-Champion René Rast (AUT) und Robin Frijns (NLD) die Pole-Position. Doch im sechsstündigen Rennen lag am Schluss ein Mercedes-AMG GT3 des Black-Falcon-Teams vorne. Der Niederländer Yelmer Burman hatte sich auf den letzten Kilometern in einem hinreißenden Fight gegen seinen Landsmann Nicky Catsburg im Rowe-BMW M6 GT3 durchgesetzt: „Was für ein Kampf“, sagte er nach dem Windschattenduell. „Nicky war ganz dicht dran. Das war irre anstrengend. Insbesondere, weil wir in den letzten beiden Runden in den Verkehr hineingerieten: Da klebte Nicky plötzlich an meiner Stoßstange. Letztlich hatte ich dann aber etwas mehr Glück beim Überrunden und konnte das Rennen nach Hause fahren.” Und auch Catsburg konnte sich vorerst mit Rang zwei zufriedengeben. „Ich war nahe dran, konnte Yelmer aber nicht mehr überholen. Trotzdem war es ein fantastisches Rennen.“ Und sein Teamkollege Martin Tomczyk ordnete ein: „Es war eine sehr gute Generalprobe für das 24h-Rennen.“ Der Ex-DTM-Champion hatte dabei sicherlich auch im Blick, dass sein Team zuvor bereits einen Sieg eingesammelt hatte: Im Rahmen des zweiten Laufs zu der mit der nach gleichem technischen Reglement ausgetragenen Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN). Beim VLN-Saisonauftakt dagegen glänzte Porsche-Speerspitze Manthey-Racing mit Pole-Position und Sieg, dem zweiten VLN-Lauf sogar die Doppel-Pole folgte, und auch beim 24h-Qualirennen stand ein Manthey-Porsche in Startreihe eins: Die traditionsreiche Sportwagenschmiede gehört definitiv ebenfalls zum engen Favoritenkreis. „Das 24h-Rennen ist ein großer Auftritt für uns, denn die Nordschleife hat Tradition im Hause Porsche“, sagt denn auch Werkspilot Richard Lietz, der beim 24h-Rennen in einem der beiden extrem stark besetzten Manthey-911 GT3 R sitzt. „Wir haben fünf Teams, die insgesamt acht GT3-R einsetzen, die theoretisch alle um den Gesamtsieg mitfahren können.“

FIA-WTCR: Gaststarter René Rast (Audi) jagt mit nach Tabellenleader Hyundai
Zwei Wochen vor dem 24h-Rennen ging die FIA-WTCR auf dem Hungaroring in ihre zweite Runde. Die höchste Kategorie des internationalen Tourenwagensports wird seit diesem Jahr mit den TCR-Rennwagen ausgetragen, wie sie auch beim 24h-Rennen zugelassen sind. Die Serie tritt damit die Nachfolge der WTCC an, deren Tradition sie nun actiongeladen fortsetzt. Auch auf der Nordschleife stehen drei Läufe an – bereits am Himmelfahrts-Donnerstag starten die Weltcup-Piloten zum ersten Heat. Die Qualifyings für Lauf zwei und drei folgen dann am Freitag, bevor am Samstag unmittelbar vor dem Start zum 24h-Rennen die beiden Rennen folgen. Zu den 27 Piloten, die sich in das Abenteuer der mehr als 25 km langen Strecke stürzen, gehört dann auch der amtierende DTM-Champion. René Rast erhielt die Einladung, im Audi RS3 LMS des Audi Sport Team WRT am deutschen WTCR-Lauf teilzunehmen. Nach dem Auftakt zur DTM am Wochenende zuvor und dem 24h-Rennen am Himmelfahrtswochenende machen die drei Weltcup-Läufe seine Woche damit endgültig zum Mammuteinsatz. „Gegen die besten Fahrer der Welt im Tourenwagen anzutreten ist fantastisch“, freut sich der 31-Jährige über die „tolle Herausforderung. Im Starterfeld sind vier ehemalige Weltmeister und zahlreiche andere Titelträger dabei. Das sind große Namen, und ich freue mich darauf, in meiner Heimat gegen sie anzutreten.“ Einer der Titelträger ist Gabriele Tarquini. Der Tourenwagen-Weltmeister von 2009 hat die Umstellung der WM auf die TCR-Fahrzeuge am besten gemeistert und einen Blitzstart in die Saison hingelegt. Bei den beiden ersten Runden in Marrakesch und auf dem Hungaroring punktete der Hyundai-Pilot kräftig und kommt nun mit einem kleinen Vorsprung vor dem Franzosen Yann Ehrlacher (Honda Civic TCR) zum Ring. Ehrlacher konnte in Ungarn den ersten von drei Heats des Wochenendes gewinnen und freut sich besonders auf den Nürburgring. Schließlich feiert sein Team All-inkl.com Münnich Motorsport am in der Eifel sein Heimspiel. Und auch der Sieg des zweiten Ungarn-Rennens ging an einen Piloten, der sich sehr auf die Nordschleife freuen dürfte: Robert Huff (GBR, VW Golf GTI TCR) nahm mehrfach am 24h-Rennen teil und dürfte so manchem Konkurrenten in Sachen Streckenkenntnis etwas voraus haben.

Englische Wochen für die DTM-Piloten

Erst DTM, dann 24h: Für mehr als ein halbes Dutzend Piloten aus der Topserie des deutschen Motorsports bringen die nächsten Tage zwei aufregende Einsätze. Doch während in der DTM ein Rennen in normalerweise nach knapp einer Stunde beendet ist, dauert der Stint beim ADAC Zurich 24h-Rennen gerne doppelt so lange. Trotzdem – oder vielleicht auch gerade deshalb – sind die meisten der DTM-Stars kaum zu halten, wenn ein Start auf der legendären Nordschleife auf dem Plan steht.

Audi setzt mit dem amtierenden DTM-Meister René Rast, Mike Rockenfeller, Nico Müller und Robin Frijns gleich vier Fahrer ein. Bis auf Frijns konnten alle Piloten das 24h-Rennen bereits gewinnen. Während Müller (2015) und Rast (2014) im Audi R8 LMS siegte, gelang Rockenfeller sein Gesamtsieg 2006 mit dem Porsche 911 GT3. Augusto Farfus vertritt als einziger die DTM-BMW-Farben. „Zu Beginn des Jahres war ich sehr unglücklich, da es so aussah, dass ich nicht an den Start gehen werde“, erzählt der Brasilianer. „Aber in letzter Minute kam doch noch der Anruf.“ Für Mercedes gehen Daniel Juncadella und Edorado Mortara an den Start – beide warten zwar noch auf einen Sieg, standen aber jüngst beim 24h-Qualifrennen als Drittplatzierte auf dem Siegerpodest: Wenn das kein gutes Vorzeichen für den Start am Himmelfahrtswochenende ist!

Sensationelle Strecke und Atmosphäre
Der einzigartige Streckenverlauf, der starke Verkehr und die sensationelle Atmosphäre sind die Schlagworte, die allen Piloten sofort einfallen, wenn sie an das 24h-Rennen denken. „Die Strecke ist der absolute Wahnsinn“, schwärmt Juncadella, der im vergangenen Jahr zum ersten Mal am Hauptevent teilnahm, zuvor aber schon in der ADAC 24h-Classic angetreten war. „Eigentlich schafft man es nie, eine perfekte Runde hinzulegen, da so viele Fahrzeuge unterwegs sind.“ Auch Mortara ist begeistert: „Das 24h-Rennen ist für mich das motorsportlichste Event der Welt. Das ist noch Rennsport der alten Schule. Es ist genial. Die Strecke ist sensationell und verursacht viele Adrenalinschübe.“

Audi-Pilot Frijns weiß, wie hart die Nordschleife und das Eifel-Wetter zuschlagen können. „Letztes Jahr wurden wir Dritte, nachdem wir bis kurz vor Schluss geführt haben“, erzählt der Niederländer. „Es hat geregnet und wir waren auf Slicks und die anderen beiden auf Regenreifen unterwegs. Es tat weh, dabei zuzusehen, wie der Sieg in der letzten Runde verloren geht.“

Einzigartige Erlebnisse mit Fans
Viele Piloten lassen es sich nicht nehmen, in den Tagen vor dem Rennen mit Mountainbike um die Strecke zu fahren und die ersten Fans zu „begrüßen“. Dabei hatten sie schon einige verrückte Begegnungen. „Ich war dienstags unterwegs und da lag ein gut gebauter Herr auf seinem Liegestuhl“, erinnert sich Müller. „Es war sonnig und warm, und er war unglaublich verbrannt. Ich weiß nicht, wie der den Rest der Woche überlebt hat. Aber er war cool drauf und wir haben ein Bild zusammen gemacht. Das werde ich nie vergessen.“ Rockenfeller machte hingegen Bekanntschaft mit dem technischen Witz der Fans. „Es gibt dort viele verrückte Sachen“, erzählt „Rocky“. „Vor allem die ganzen Eigenbauten und die selbstgebastelten Fahrzeuge, wie zum Beispiel einen umgebaute Bierkiste mit Motor und vier Rädern.“

Die sieben DTM-Piloten sind in Teams unterwegs, die allesamt Chancen auf eine Top-Position haben. „Leider ist mir mit Audi dort noch nicht der Gesamtsieg gelungen. Es hat eben bislang nie sollen sein“, sagt Rockenfeller. „Die Konkurrenz ist brutal geworden. Um ehrlich zu sein, als ich da gewonnen habe, war es noch etwas leichter.“ Mussten die Piloten früher versuchen, einfach ihr Auto durchzubringen, um eine Chance auf den Sieg zu haben, ist der Stress heute um einiges größer. „Das 24h-Rennen ist zu einem langen Sprintrennen geworden“, meint BMW-Pilot Farfus. „Auf der Nordschleife gibt es, im Gegensatz zu anderen Langstreckenrennen, kein Safetycar. Das heißt, dass jede Sekunde, die man verliert, verloren bleibt.“

Spannende Vorzeichen für die FIA-WTCR auf der Nordschleife

Volles Starterfeld, actiongeladene Rennen und Piloten dreier verschiedener Marken auf dem obersten Treppchen des Siegerpodestes: Der FIA-Tourenwagen-Weltcup (WTCR) machte bei seiner zweiten Saisonrunde in Ungarn Werbung für diese höchste Kategorie des internationalen Tourenwagensports. Zwei Wochen bevor der WTCR im Rahmen des ADAC Zurich 24h-Rennens auf der Nordschleife gastiert, sorgte mit Norbert Michelisz (Hyundai i30 N TCR) ein einheimischer Pilot für Begeisterungsstürme. Der Ungar konnte auf heimischem Terrain in beiden Qualifyings die Pole Position einfahren und kam in zwei von drei Rennen auf das Siegerpodest. Der große Gewinner des Wochenendes war aber sein Kollege im BRC-Racing-Team, Gabriele Tarquini: Er kam als Tabellenführer an den Hungaroring und sammelte mit einem Rennsieg und guten weiteren Platzierungen mächtig Punkte. An die Nordschleife kommt der Hyundai-Pilot nun mit einem kleinen Vorsprung vor dem Franzosen Yann Ehrlacher (Honda Civic TCR), der den ersten von drei Heats des Wochenendes gewann und dessen Team All-inkl.com Münnich Motorsport am Ring sein Heimspiel feiert. Und auch der Sieger des zweiten Ungarn-Rennens ging an einen Piloten, der sich sehr auf die Nordschleife freuen dürfte: Robert Huff (GBR, VW Golf GTI TCR) nahm mehrfach am 24h-Rennen teil und dürfte so manchem Konkurrenten in Sachen Streckenkenntnis etwas voraus haben.

Mit zwei Qualifying-Sesssions und drei Rennen ist die aus der Tourenwagen-WM hervorgegangene FIA-WTCR noch actiongeladener als ihr Vorgänger und überzeugte auch in Ungarn wieder mit Türklinkenduellen im dicht gepackten Feld. Aber nicht nur die spannenden Positionskämpfe der 27 Renntourenwagen rissen die Fans von den Sitzen. Auch die Local Heros sorgten für Begeisterung. Norbert Michelisz konnte schon im ersten Qualifying die Pole Position für Rennen 1 erobern, als er den Argentinier Esteban Guerrieri (Honda, All-inkl.com Münnich Motorsport) um 0,256 Sekunden auf Platz zwei verwies. Die Sensations-Show im ersten Lauf aber lieferte dann dessen Teamkollege Yann Ehrlacher. Von Platz fünf aus gestartet, übernahm er schon nach zwei Kurven die Führung und lief schließlich vor Guerrieri im Ziel ein: Doppelsieg für das deutsche Team! Michelisz blieb immerhin der dritte Platz, für den seine Landsleute ihn feierten. Er hatte den Start gegen Guierrieri verloren, startete aber sofort den Gegenangriff. In der Anfahrt zur Kurve 2 mischte sich auch noch BRC-Racing-Teamkollege Tarquini in den Kampf ein: Das Trio berührte sich und wurde in der langen Linkskurve nach außen getragen. Dadurch öffnete sich auf der Innenseite in großes Loch für Ehrlacher, der keine weitere Einladung brauchte und mit seinem Honda Civic Type R TCR an allen drei vorbeiging. Ein atemberaubendes Duell, das beste Werbung für den Tourenwagen-Weltcup war.

Wildcard-Pilot mit glänzender Vorstellung
Auch im zweiten Qualifying war es Norbert Michelisz, der den heimischen Fans eine weitere Pole-Position schenkte – mit knappem Vorsprung vor Tabellenführer und Teamkolege Gabriele Tarquini. Hinter den Hyundai i30 N TCR sicherte sich das All-inkl.com-Team aus Guerrieri und Ehrlacher die zweite Reihe. Doch im zweiten Heat starten die Top-Ten des Qualifyings in umgekehrter Reihenfolge des Trainingsergebnisses, sodass es andere Protagonisten waren, die zunächst einmal die Hauptrollen übernahmen: Der Trainings-Zehnte Rob Huff (GBR, Sébastien Loeb Racing) spielte im VW Golf GTI TCR seine Erfahrung aus, als er die so gewonnene Pole in eine frühe Führung umsetzte. Er verteidigte die Spitzenposition gegen den ungarischen Wildcard-Piloten Dániel Nagy, der von P2 ins Rennen gestartet war. Der Jubel des Heimpublikums trug ihn ins Ziel und ließ ihn ein hinreißendes Rennen abliefern. Jedoch reichte es für den Hyundai-Piloten letztlich nicht mehr, den Golf GTI des Briten zu überholen. Huff siegt schließlich und strahlte: „Es lief brillant. Das Team hat mir an diesem Wochenende ein großartiges Auto zur Verfügung gestellt, das in der Lage war, den Hyundai hinter sich zu halten. Einige Male war es wirklich sehr eng, da Dániel wirklich gut gefahren ist. Für ihn ist es sicher toll, in seiner Heimat so eine gute Leistung abgeliefert zu haben.“ Das Podium komplettierte mit Yvan Muller (FRA) ein weiterer Hyundai-Pilot.

Dritter Sieg für Tarquini
Beim dritten Lauf schlug dann die Stunde des Tabellenführers: Gabriele Tarquini schlug im finalen Heat seinen Teamkollegen Norbert Michelisz. Mit dem Doppelsieg der beiden Hyundai baute der italienische Veteran seine Punkteführung aus. Der Schlüssel zum Sieg war einmal mehr Tarquinis Markenzeichen: ein blitzschneller Start. Damit ging er an Polesitter Michelisz vorbei und übernahm beim Anbremsen der ersten Kurve die Führung. Dahinter griff Yvan Muller die beiden All-Inkl.com-Hondas an und schob sich dabei an Yann Ehrlacher vorbei. Kurz darauf war er schon Dritter, da dessen Teamkollege Guerrieri einen Frühstart hingelegt hatte und nach der dafür fälligen Durchfahrtsstrafe ans Ende des Feldes zurückgefallen war. Nach rund einem Drittel der Distanz wurde der Heat regenbedingt unterbrochen und nach kurzer Pause hinter dem Safety-Car neu gestartet. Tarquini und Michelisz konnten beim Restart die Führung verteidigen und lieferten sich ein feines Windschattenduell, dass der italienische Ex-Formle-1-Pilot aber kontrolliert nach Hause fahren können: Der Dritte Rennsieg der jungen Saison war der Lohn. Hinter den beiden Piloten des BRC-Teams kam mit Yvan Muller (FRA) ein weiterer Hyundai als Drittplatzierter ins Ziel.

Die Starterliste ist veröffentlicht

Die Starterliste für das ADAC Zurich 24h-Rennen vom 12. bis 13. Mai auf dem Nürburgring steht fest. 150 Teams haben ihre Nennung abgegeben und stellen sich am Himmelfahrts-Wochenende einer der härtesten Herausforderungen im internationalen Motorsport. Auf der längsten und schönsten Rennstrecke der Welt werden Werksteams und werksunterstützte Mannschaften mit Audi, BMW, Mercedes-AMG und Porsche um den Sieg kämpfen. Allen voran das Audi Sport Team Land, wo die Vorjahressieger Christopher Mies (Düsseldorf) und Kelvin van der Linde (RSA) Verstärkung in Form des amtierenden DTM-Champions René Rast (AUT) erhalten. Als Vierter im Bunde nimmt Kelvins älterer Bruder Sheldon van der Linde (RSA) im Audi mit der Nummer #1 Platz. In der über 30 Fahrzeuge umfassenden Spitzengruppe werden sie es sehr schwer haben mit der Titelverteidigung, denn zu den Herausforderern gehören internationale Top-Piloten ebenso, wie Langstrecken-Stars und altgediente Nordschleifen-Spezialisten. Spannender Motorsport ist aber auch in den weiteren Klassen vorprogrammiert, denn dort vergleichen sich Privatfahrer und weitere Werksteams in den seriennahen und den Cup-Klassen.

Zum engen Kreis der Siegkandidaten dürften in diesem Jahr ein rundes Dutzend Fahrzeuge gehören, in denen die deutschen Premiumhersteller ihre Werkspiloten an den Start schicken. Doch sie erwartet nicht nur aus den Reihen der eigenen Marken harte Konkurrenz, sondern auch von anderen ambitionierten Einsätzen. Aston Martin, Ferrari, Lamborghini, der bildschöne SCG003C-Sportwagen der Scuderia Glickenhaus: In ihnen allen sitzen exzellente Piloten, die mit der Strecke und ihren Besonderheiten bestens vertraut sind. „Für mich ist der Nürburgring das härteste 24h-Rennen“, fasst deshalb auch DTM-Champion René Rast zusammen, der dem Land-Team bei der Titelverteidigung helfen möchte. „Das 24h-Rennen auf dem Nürburgring ist für mich das schönste und schwierigste Rennen des Jahres – ganz einfach „das“ Saison-Highlight.“ Dem stimmt auch ein anderer DTM-Pilot zu: Daniel Juncadella (ESP) nimmt in einem Mercedes-AMG GT3 des Mann-Filter-Teams Platz. Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre, als das Rennen jeweils in einer immer wieder dramatischen Schlussphase entschieden wurde, sagt er: „Wir wollen unser Bestes geben, um für die letzten zwei, drei Stunden in einer guten Ausgangsposition zu sein. Dann beginnt der echte Kampf und du musst voll angreifen.“ Das heißt: 22 Stunden lang hohe Geschwindigkeit vorlegen, und doch noch Reserven für den Endspurt haben. Sein Teamkollege Edoardo Mortara (SUI) pflichtet bei und betont, dass auf der Nordschleife vor allem eines gilt. „Fahrfehler vermeiden. Wenn dir das gelingt und du halbwegs schnell bist – du musst meiner Meinung nach nicht einmal der Schnellste sein – hast du eine gute Chance, in der Spitzengruppe dabei zu sein.“ Mit ihrem Podiumsplatz beim ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen Mitte April und dem Sieg für die Markenkollegen Yelmer Buurman (NED), Thomas Jäger (Putzbrunn) und Jan Seyffarth (Leimbach) hat Mercedes-AMG auf jeden Fall seine Ansprüche für dieses Jahr untermauert: den Sieg beim Nordschleifenklassiker.

BMW konzentriert sich, Porsche greift an
Den Sieg wollen aber auch andere unbedingt einfahren: BMW zum Beispiel, die mit den BMW M6 GT3 des Rowe Teams zwar nur zwei Werksfahrerteams ins Rennen entsendet. Doch die haben es in sich. Nicky Catsburg (NED) und Martin Tomczyk (Kolbermoor) belegten im 24h-Qualirennen nach einem sehr spannenden Finale den zweiten Rang. Nun brennt die Mannschaft, zu der unter anderem auch der Vorjahressieger Connor De Phillippi (USA) hinzugestoßen ist, auf das „Rückspiel“ beim 24h-Rennen. Eine deutlich größere Equipe schickt dagegen Porsche an den Nürburgring. „Wir haben fünf Teams, die insgesamt acht 911 GT3-R einsetzen, die theoretisch alle um den Gesamtsieg mitfahren können“, beschreibt Richard Lietz (AUT). Er sitzt in einem der beiden Manthey-Porsche, die mit den Startnummern #911 und #912 antreten werden. Acht exzellente Langstreckenpiloten teilen sich die Cockpitarbeit im Rekordsiegerteam des 24h-Rennens. „Das Rennen ist ein großer Auftritt für uns, denn die Nordschleife hat Tradition im Hause Porsche“, sagt Lietz. Nicht nur in der Klasse der Gesamtsiegkandidaten werden die Zuffenhausener Sportwagen stark vertreten sein. Lietz: „Insgesamt rund 40 Porsche sind 2018 am Start. Wir Fahrer sind deshalb alle hochmotiviert, und es wäre schön, wenn wir mit dem sechsten Gesamtsieg für Manthey einen neuen 24h-Rekord aufstellen könnten. Aber das wird sehr schwer. Es wird mit Sicherheit ein spannendes Rennen.“

20 verschiedene Marken am Start
Die Fans dürfen sich aber nicht nur auf einen spannenden Kampf um den Gesamtsieg freuen. Denn auch wenn das Starterfeld in diesem Jahr etwas kleiner ausfällt als im Vorjahr, stimmt die sportliche Klasse. So ist die seriennahe SP3-Klasse etwa stark besetzt – in ihr starten 14 Fahrzeuge. Noch etwas stärker wird das Feld der BMW 235i Racing sein, wo 15 Teams antreten. Auch die GT4-Klasse, in der gewissermaßen die seriennahe Verwandtschaft der GT3 in der Topkategorie unterwegs sind, ist gut bestückt. Diesen Fahrzeugtyp entdecken immer mehr Hersteller als Betätigungsfeld für ihre Kundensportprogramme, und entsprechend sind neben den „altbekannten“ Porsche Cayman hier auch Audi R8 LMS GT4, BMW M4 oder Mercedes-AMG GT4 zu finden. Als ebenso zukunftsträchtig gilt die TCR-Klasse, in der mit neun Teilnehmern das Feld ebenfalls Zuwachs bekommen hat. Hier tritt unter anderem das Werksteam von Hyundai an, um den prestigeträchtigen Nordschleifensieg zu holen. In anderen Klassen konkurrieren Werksmannschaften von Subaru und Toyota: Auch dies ein Indiz für das Prestige, das mit dem 24h-Rennen verbunden ist. Insgesamt sind 20 unterschiedliche Marken am Start, die das Rennen auch 2018 zu einer vielfältigen, bunten und spannenden Angelegenheit machen.

Wolfgang Land: „Heute denke ich gerne an diese zwei Stunden zurück“

Es waren die „verrücktesten zwei Stunden“ seiner Motorsport-Karriere, in denen Wolfgang Land und sein Team beim ADAC Zurich 24h-Rennen 2017 vom Himmel in die Hölle und wieder zurück gerast sind. „Heute denke ich sehr gerne daran zurück, denn im Nachhinein weiß ich ja, dass es gut ausgegangen ist“, sagt der 65 Jahre alte Teamgründer und -chef. Nach dem lang ersehnten ersten Gesamtsieg von Land-Motorsport wird das Team in diesem Jahr mit der Startnummer 1 in die 46. Auflage des ADAC Zurich 24h Rennens (10. bis 13. Mai) gehen.

Nach 22 Renn-Stunden war das Quartett von Land-Motorsport im vorigen Jahr ungefährdeter Spitzenreiter beim Eifel-Marathon, als ein defekter Sensor am Audi R8 LMS mit der Nummer 29 den greifbar nahen Sieg scheinbar wieder einmal platzen ließ. Zu allem Überfluss ging dann auch noch der letzte Boxenstopp richtig schief, als Kelvin van der Linde (Südafrika) nach einem Missverständnis zu früh wieder losfahren wollte. „Der Tank war aber noch nicht voll, und wir mussten das Auto wieder zur Zapfsäule zurückschieben“, erinnert sich Land, früher einst selbst als zweimaliger Gesamtsieger im Porsche Carrera Cup erfolgreicher Rennfahrer.

„Regen, Regen, Regen!“
Aber dann kehrte plötzlich das Glück zurück. „Aus jeder Ecke der Box schrie plötzlich jemand: Regen, Regen, Regen!“, beschreibt Land die turbulenten Sekunden: „Das konnte man auf Fernsehbildern vom Pflanzgarten oder Brünnchen sehen. Aber alle Team-Mitglieder waren zu diesem Zeitpunkt ja mit dem Auto beschäftigt gewesen.“ Nachdem sich dann die Renningenieure auch noch einmal die Monitore angeschaut hatten, kam es zur letztlich goldrichtigen Entscheidung, die Wolfgang Land als Entscheidung des ganzen Teams bezeichnet: Van der Linde wurde mit Regenreifen als Dritter wieder auf die Strecke geschickt. Damit begann ein wahrer Triumphzug: auf der stellenweise komplett überfluteten Nordschleife holte er tatsächlich den vor ihm „schwimmenden“ Rowe-BMW und den führenden WRT-Audi wieder ein, die beide noch auf Slicks unterwegs waren. Gemeinsam mit dem Amerikaner Connor De Phillippi sowie Christopher Mies und Markus Winkelhock kletterten van der Linde und Teamchef Land bei der Siegerehrung schließlich auf das oberste Podest.

„Danach ging es Schlag auf Schlag: erst die offizielle Ehrung in der Bitburger-Stube, danach ein überwältigender Empfang in der Audi-Hospitality“, erzählt Land, der beim Feiern allerdings frühzeitig vom Gas ging: „Nach so intensiven 30 Stunden am Stück trinkt man zwei Bier und sackt dann innerlich irgendwie zusammen. Die Jungs haben aber zum Teil bis morgens um sechs durchgehalten.“

Weltweite Aufmerksamkeit für den Nordschleifen-Thriller
Der Bekanntheitsgrad des Teams ist durch diesen Erfolg schlagartig gestiegen. „Einer der ersten Gratulanten war Toto Wolf, der früher einmal bei uns gefahren war. Dass ein Mercedes-Motorsportchef das so wahrnimmt, hat mich riesig stolz gemacht. Und dass das halbe Formel-1-Fahrerlager in Monaco vor den Fernsehern dieses Rennen verfolgt hat, zeigt den besonderen Stellenwert des 24h-Rennens. Für den GT3-Sport ist es so wichtig wie Le Mans für die Prototypen. Und bei unseren anschließenden Renn-Auftritten in den USA habe ich erst gemerkt, wie viele Leute auch in Amerika dieses Rennen verfolgen.“

„Wir wollen die Nummer 1 behalten“
Für 2018 ist die Vorgabe nach dem Erfolg aus dem letzten Jahr klar. „Wir wollen natürlich die Nummer 1 behalten, aber dafür müssen wir noch mehr arbeiten. Wenn man nur ein halbes Prozent nachlässt, wird man bestenfalls Zweiter werden. Wir haben gezeigt, dass wir einen guten Job machen können, aber man muss noch akribischer daran arbeiten, dass keine Fehler passieren, auch wenn das eigentlich nie möglich ist, wenn ein Team 30 Stunden am Stück unter höchster Anspannung arbeitet. Selbst kleinste Fehler dürfen die Performance nicht beeinträchtigen“, sagt der Teamchef. Der Druck, den sich der Rennstall auch selbst für ein 24h-Rennen macht, hat sich durch den Sieg im vorigen Jahr nicht geändert. Die Erwartungshaltung ist nicht neu, aber man wird auch nach dem Erfolg auf keinen Fall nachlassen.

Guter Saisonauftakt
Mit dem Auftritt beim 1. VLN-Lauf war Land mit Blick auf das große Ziel im Mai recht zufrieden. „Wir waren bis eine Runde vor Schluss der schnellste Audi“, sagt Land über den vierten Platz, den Mies und van der Linde gemeinsam mit dessen jüngeren Bruder Sheldon herausgefahren hatten. Nicht ganz glücklich ist Wolfgang Land allerdings über die Aufstellung für das 24h-Rennen, bei dem sein Team anders als im vorigen Jahr nur mit einem Audi R8 LMS am Start sein wird. „Wir hätten gerne wieder zwei Autos eingesetzt, um eine Risikoverteilung zu haben“, sagt Land: „Aber Audi hat sich leider für ein anderes Modell entschieden.“ Die Ingolstädter setzen in diesem Jahr auf vier werksunterstützte Rennställe mit jeweils einem Auto.

Motorsport-Supershow am langen Wochenende

Das ADAC Zurich 24h-Rennen ist auch in diesem Jahr die Vollversammlung der Langstreckenasse und Motorsportstars. Rund zwei Dutzend Fahrzeuge im Feld der rund 160 Starter werden vom 12. bis 13. Mai auf dem Nürburgring als Gesamtsiegkandidaten um den prestigeträchtigsten Sieg im deutschen Langstreckensport kämpfen. Sportwagen-Weltmeister und DTM-Champions, ausgewiesene Nordschleifen-Spezialisten, Ex-Formel-1-Piloten und Le-Mans-Sieger wechseln sich durch Tag und Nacht am Steuer der bulligen GT-Rennwagen ab. Sie kämpfen nicht nur untereinander und gegen die Tücken der längsten, schönsten und anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt. Denn im dichten Getümmel sind zahlreiche Klassensiege auszufahren, um die mindestens genauso erbittert gekämpft wird. Tourenwagen-Zwerge, seriennahe Cup-Fahrzeuge, hochgezüchtete Turbo-GTs fahren ebenfalls mit und machen das Rennen zu einem faszinierenden Sport-Highlight.

Und die Vier-Tages-Show, die bereits am Himmelfahrtstag (10. Mai) beginnt, hat noch weit mehr zu bieten. An erster Stelle die Läufe zum FIA-Tourenwagen-Weltcup (FIA WTCR) – den einzigen Meisterschaftsläufen eines FIA-Prädikats auf der legendären Nordschleife. Bereits donnerstags gibt es Lauf 1, Nummer 2 und 3 folgen samstags unmittelbar vor dem Start der 24h. Ein riesiges Rahmenprogramm mit viel Motorsport erwartet die gut 200.000 Fans – Falken-Driftshow, Demoläufe, Racing mit Audi R8, Old- und Youngtimern und vieles mehr sind zu bestaunen. Zahlreichen weitere Highlights gibt es in der Fan-Arena oder auf der Fan-Meile zu entdecken. Im Fahrerlager lockt erstmals sogar ein Riesenrad zur Panoramafahrt. Der traditionelle Startschuss erfolgt mittwochs in der nahen Motorsport-Stadt Adenau mit dem „Racing Day“.

Die Favoriten kämpfen auf Augenhöhe
Die Bewerberliste auf die Krone des deutschen Langstreckensports ist lang: Werksteams und werksunterstützte Mannschaften von Aston Martin, Audi, BWM, Mercedes-AMG und Porsche bringen ihre GT3-Boliden mit diesem Ziel an den Start. Privatteams auf Ferrari und Lamborghini oder auch der spektakuläre SCG003C-Sportwagen der Scuderia Glickenhaus wollen alles tun, um genau das zu vereiteln. Und sie sind dabei alles andere als chancenlos. Im vergangenen Jahr holte Glickenhaus die Pole beim 24h-Rennen und damit erstmals selbst die vom Teameigner James Glickenhaus vor einigen Jahren gestiftete „Glickenhaus Trophy“ für den schnellsten Nordschleifenpiloten des Jahres. Und bis auf Lamborghini schaffte es beim finalen Test – dem 24h-Qualifikationsrennen Mitte April – alle diese Fabrikate in die Top 10 des finalen Klassements. Im Ziel war es aber der Mercedes-AMG GT 3 von Black Falcon mit Yelmer Buurman, Thomas Jäger und Jan Seyffarth, der sich gegen den Rowe-BMW M6 GT3 von Martin Tomczyk und Nicky Catsburg durchsetzte. Vorausgegangen war ein harter Kampf um die Plätze, bei dem die Piloten trotz des Testcharakters der Veranstaltung alles gaben. 2,158 Sekunden trennten die beiden ersten nach einem 1.040-km-Sprint über sechs Stunden, die Verfolger lagen dichtauf: ein Vorbote für einen extrem spannenden Fight auch beim 24h-Rennen

Wo es die Champions hinzieht
Dass sich beim 24h-Rennen die Weltstars des Motorsports treffen, liegt nicht nur daran, dass sie im Werksauftrag in die Cockpits klettern. Viele von Ihnen brennen regelrecht darauf, sich auf der schwierigsten Rennstrecke der Welt mit den Besten ihrer Zunft zu messen. „Das 24h-Rennen am Nürburgring ist viel komplizierter als Le Mans“, sagt es der Franzose Romain Dumas (Porsche). „Die Strecke ist wesentlich anspruchsvoller, es sind viel mehr Autos auf der Strecke und das Wetter ist auch immer ein Faktor. Auf 25 km sind hier sämtliche Wetterbedingungen möglich, worauf man jederzeit vorbereitet sein muss. Die 24h am Nürburgring machen definitiv mehr Spaß als Le Mans.“ Und auch DTM-Champion Rene Rast (Audi) schwärmt: „Die Strecke ist unvergleichlich. Die ist für jeden Fahrer eine große Herausforderung.“ Und er mag den Einsatz nicht nur deshalb. „Die Fans sind wirkliche Motorsportfans, die dort Tag und Nacht campen und ihre Würstchen grillen.“ Er steht zudem vor einer zusätzlichen Herausforderung, startet er doch mit Wildcard im Feld der FIA-WTCR. „Fantastisch, im Tourenwagen auf die besten Piloten der Welt zu treffen“, blickt er voraus und verweist auf die Qualität im WTCR-Starterfeld: „Ich freue mich, bei meinem Heimrennen gegen vier Weltmeister und viele weitere Titelgewinner anzutreten.“

News + Stimmen Rennen 15:00 – 18:00 h

Nach 41 Runden über die 25,378 km lange Kombination aus Nordschleife und Grand-Prix-Kurs jubelte das Mercedes-AMG Team Black Falcon über den Sieg der #5. Yelmer Buurman, Thomas Jäger und Jan Seyffarth setzten sich im Mercedes-AMG GT3 der Lokalmatadore aus Meuspath durch. Mit einem Rückstand von 2,158 Sekunden wurde der Rowe-BMW M6 GT3 mit dem Fahrerduo Martin Tomczyk und Nicky Catsburg als Zweiter abgewinkt. Erst in der letzten Runde fiel die Entscheidung um den dritten Platz. Edoardo Mortara, Christian Hohenadel, Dominik Baumann und Daniel Juncadella schafften den Sprung auf das Siegerpodest. Der HTP-Mercedes-AMG GT3 mit der #47 sicherte sich nach einem sehenswerten Schlussspurt den dritten Platz.

4 – Engel / Christodoulou / Metzger / Müller (Mercedes-AMG GT3)
16:41 Uhr Adam Christodoulou hatte den Zweikampf von Juncadella und Frijns genutzt und auf die beiden aufgeholt. Er nutzte seine Chance und überholte Frijns auf der Nordschleife.
17:03 Uhr Der zweitplatzierte Adam Christodoulou kommt wie sein Teamkollege Seyffarth ebenfalls an die Box.
17:08 Uhr Manuel Metzger übernimmt das Steuer von Adam Christodoulou.

5 – Buurman / Jäger / Seyffarth (Mercedes-AMG GT3)
15:03 Uhr Thomas Jäger hat seinen Stint beendet und den Mercedes-AMG an Jan Seyffarth weitergereicht.
15:07 Uhr Thomas Jäger: „Es geht eng zu. Der Kampf an der Spitze war hart, ich habe wirklich alles versucht, am Audi vorbeizugehen. Beim Überrunden bin ich dann schließlich in Kurve 1 etwas besser rausgekommen und konnte in Führung gehen. Ich habe im Anschluss wirklich gepusht, um vielleicht einen Vorsprung herauszufahren. Das Auto geht sehr, sehr gut, wir sind vom Setup her aber auch am Limit unterwegs.”
16:59 Uhr Eine Stunde vor Rennende hat sich der Black-Falcon-Mercedes-AMG einen kleinen Vorsrpung herausfahren können: Im fünften Stint rangieren Baumann / Jäger / Seyffarth knapp mehr als eine Dreiviertelminute vor ihren Teamkollegen in der #4.
17:02 Uhr Der Führende Jan Seyffarth kommt an die Box.
17:08 Uhr Seyffarth hat an Yelmer Buurman übergeben.
18:05 Uhr gewinnt nach sechs Stunden das Qualifikationrennen 24h-Rennen!
18:10 Uhr Freude beim Siegerteam: Thomas Jäger: „Es war sehr eng heute. Wir sind das ganze Rennen über Flat-out gefahren. Jetzt freuen wir uns riesig. Es wäre schön, wenn es auch beim 24h-Rennen bei dieser Platzierung bleiben würde!” Jan Seyffarth: „6-Stunden-Rennen scheinen uns zu liegen, wir haben hier ja schon einmal gewonnen. Das Auto lief phantastisch.”
18:20 Uhr Yelmer Burman: „Was für ein Fight! Nicky war ganz dicht dran. Das war ein irre anstrengender Kampf. Insbesondere, weil wir in den letzten beiden Runden in den Verkehr hineingerieten: Da klebte Nicky plötzlich an meiner Stoßstange. Letztlich hatte ich dann aber etwas mehr Glück beim Überrunden und konnte das Rennen nach Hause fahren.”

6 – Haupt / Al Faizal / Piana / Johansson (Mercedes-AMG GT3)
15:46 Uhr Abdulaziz Al Faizal übergibt an Erik Johansson.
15:48 Uhr Al Feizal: „Mein Stint war okay. Bei meinem ersten Einsatz im Rennen hatte ein Reifen Luft verloren, und dann hatte ich auch noch eine Kollision. Jetzt lief es besser, aber durch die Kollision ist die Aerodynamik nicht mehr vollständig am Arbeiten.“

7 – Martin / Sörensen / Thiim / Turner (Aston Martin Vantage GT3)
17:05 Uhr Nicki Thiim überholt Nick Catsburg #99 im Bereich der GP-Strecke und übernimmt Rang fünf.
17:23 Uhr Nicki Thiim ist zum finalen Stopp an der Box.

8 – Rast / Frijns (Audi R8 LMS)
16:06 Uhr René Rast kommt zum Boxenstopp und übergibt an Robin Frijns.
16:11 Uhr Rene Rast: „Es ist gut gelaufen für uns. Wir haben uns immer in den Top 3 aufgehalten, von daher sind wir zufrieden.”
17:22 Uhr Robin Frijns kommt zum letzten Stopp an die Box.
18:08 Uhr Robin Frijns hatte kein Glück in der letzten Runde und fiel auf den sechsten Rang zurück.

30 – Abbelen / Camphell / Müller (Porsche 911 GT3 R)
15:10 Uhr Boxenstopp: Matt Camphell übergibt an Alexander Müller.
15:25 Uhr Matt Campbell: „Ich bin bislang den ersten sowie den dritten Stint gefahren und fühle mich sehr wohl im Auto und auf der Strecke, auch wenn es dort mit dem Überrundungsverkehr viel zu tun gab. Leider ist der Kontakt zur Spitze etwas abgerissen. Der Porsche liegt gut und ist auch schnell.”
16:21 Uhr Alexander Müller übergibt an Matt Camphell und erzählt: „Wir haben ein paar Sachen ausprobiert, ein bisschen mit dem Luftdruck gespielt. Das ging jetzt in die richtige Richtung. Es läuft nach Plan für uns und unsere 24h-Rennen-Vorbereitungen.”

33 – Dumbreck / Dusseldorp (BMW M6 GT3)
15:11 Uhr Boxenstopp: Peter Dumbreck übergibt an Stef Dusseldorp.
16:07 Uhr Boxenstopp: Stef Dusseldorp übergibt an Peter Dumbreck.

35 – Schmidtmann / Hammel / Wittmer (Renault RS01)
17:58 Uhr Ein Defekt im Bereich des Getriebes hat eine längere Reparaturpause erfordert. Der Defekt konnte im Bereich Streckenabschnitt Breidscheid behoben werden. Nichtsdestotrotz hat man sich entschieden, im Anschluss das Auto abzustellen und keine weiteren Schäden zu riskieren.

36 – Abt / Mies / Moller Madsen (Audi R8 LMS )
15:08 Uhr Alexander Mies klettert für Christian Abt ins Auto.
15:13 Uhr Christian Abt: „Es war etwas schwierig für uns, da der Funk nicht richtig funktioniert. Da habe ich etwa eineinhalb Minuten verloren, da ich nochmal über die GP-Strecke fahren musste. Dann bin ich auch noch in den Verkehr mit den GT3 reingekommen, das war anstrengend.”

40 – Cate / Chadwick / Dralle (Aston Martin Vantage V8)
15:55 Uhr Boxenstopp: Peter Cate rein, Jamie Chadwick raus.

41 – Dontje / Moller Madsen / Viebahn (Audi R8 LMS GT4)
15:27 Uhr Der Phoenix Audi führt in der Klasse der GT4 Fahrzeuge

44 – Müller / Werner (Porsche 911 GT3 R)
15:17 Uhr Aktuell ist Sven Müller der schnellste Fahrer auf der Strecke.
16:41 Uhr Dirk Werner übergibt das Fahrzeug an Sven Müller.
16:44 Uhr Dirk Werner: „Wir hatten einen etwas längeren Stopp, als ich ins Auto gegangen bin. Ich weiß nicht warum, da ich schon im Fahrzeug saß. Dadurch mussten wir unsere gute Position aufgeben. Jetzt wird es schwierig. Auf der Strecke waren jetzt auch ein paar Unfälle mit Code-60-Phasen. Aber wir probieren unsere verschiedenen Reifenmischungen aus.”
17:20 Uhr Langsame Fahrt im Bereich der Döttinger Höhe. Sven Müller ist am Steuer.
17:33 Uhr Sven Müller: „Wir hatten vorne links einen Reifenschaden. Wir wissen aber nicht warum. Es liegen viele Teile auf der Strecke und vielleicht sind wir über eins drübergefahren. Hoffen wir mal, dass es dieses Problem war. Wir haben beschlossen, das Rennen zu beenden. Wir haben genug Daten gesammelt.”

47 – Mortara / Hohenadel / Baumann / Daniel (Mercedes-AMG GT3)
15:32 Uhr Christian Hohenadel ist am Führenden Franck Mailleux #705 dran.
15:53 Uhr Verabschiedet sich aus dem Kampf an der Spitze und fährt zum Boxenstopp. Daniel Juncadella übernimmt von Christian Hohenadel.
16:57 Uhr Boxenstopp: Daniel Juncadella raus und Dominik Baumann rein.
17:50 Uhr Dominik Baumann kann im Bereich der GP-Strecke den dritten Platz von Robin Frijns #8 übernehmen.
18:17 Uhr Teamchef Günther Aberer: „Die Fans haben ein sensationelles Rennen gesehen. Die Top 7 liegen so eng beieinander. Es war richtig spannend. Wir können uns aufs 24h-Rennen freuen. Wir haben jetzt viele Daten, die wir noch auswerten müssen. Es war wichtig, dass wir durchgekommen sind.”

54 – Autumn / Hennerici (Porsche 997 GT3 Cup)
16:55 Uhr Alex Autumn raus und Marc Hennerici rein.

55 – Putmann / Maassen / Foster (Porsche 911 GT3 Cup)
18:11 Uhr Der Porsche von Prosport-Performance aus Wiesemscheid gewinnt die Klasse SP7.

56 – Tsuchiya / Matsui / Gamou (Lexus LC)
18:07 Uhr Klassensieg in der SP-Pro für das Lexus Team

73 – Frommer / Hoffmeister / Enzinger (BMW M4-GT4)
15:53 Uhr Markus Enzinger: „Es lief sehr gut. Wenig Verkehr, aber es gab Probleme beim Überrunden. Da bin ich kein unnötiges Risiko eingegangen. Ich bin mit meiner Rundenzeit nicht so zufrieden, aber die Reifen hatten schon viele Runden drauf.”

74 – Hetzer / Pohler / Weber / Owens (BMW M4 GT4)
18:10 Uhr Der BMW M4 GT4 von Walkenhorst Motorsport gewinnt die GT4-Klasse.

90 – Van Dam / Schrick (Subaru WRX STI)
15:36 Uhr Der Führende der Klasse SP3T wird rückwärts in die Box geschoben.
15:41 Uhr Tim Schrick: „Wir haben Probleme mit dem Getriebe. Der 5. Gang macht Probleme. Wir schauen jetzt mal, ob wir es auf die schnelle beheben können, oder ob der Tag für uns frühzeitig beendet ist.”

93 – Schulz / Wolff (Opel Astra J OPC Cup)
16:41 Uhr steht in der Box.

99 – Catsburg / Tomczyk / Collard (BMW M6 GT3)
17:31 Uhr Boxenstopp für den Rowe-BMW
17:49 Uhr In der vergangenen Runde konnte Nicky Catsburg den Abstand auf den führenden Buurman #5 halbieren.
17:58 Uhr ist am führenden Dominik Baumann dran. Im Paarflug geht es in die letzte Runde.
18:10 Uhr Teamchef Hans-Peter Naundorf: „Wir haben bei der VLN, einem Vierstunden-Rennen, den ersten Platz gemacht. Jetzt, beim Sechstunden-Rennen, den zweiten Platz. Vier mal sechs ist 24 – mal sehen, ob wir es wieder aufs Podium schaffen. Wir sind nach dem Wochenende sehr zufrieden.”
18:15 Uhr Auch die Zweitplatzierten sind happy. Nicky Catsburg: „Das war ein fantastisches Rennen. Ich bin so viel gefahren, da Martin und ich uns lange zwei Autos geteilt haben. Leider konnte ich Yelmer nicht mehr überholen, aber ich kam nah dran.” Martin Tomczyk: „Der Verkehr war einfach typisch Nordschleife – manchmal klappt es und manchmal nicht. Aber es war eine sehr gute Generalprobe.“

100 – Posavac / Müller / Lambertz / Adams (BMW Z4 GT3)
17:07 Uhr Ist im Bereich Aremberg von der Strecke abgekommen und wird anschließend zur Tasche Fuchsröhre gezogen. Fahrer war Rudi Adams.

102 – Krognes / Farfus / Palttala / Schiller (BMW M6 GT3)
16:23 Uhr Markus Palttala in langsamer Fahrt auf der Döttinger Höhe.

123 – Smittachartch / Charoensukhawatana / Kulapalanont / Hortongkum (Toyota Corolla Altis)
16:31 Uhr Wurde mit der schwarzen Flagge aus dem Rennen genommen, das Fahrzeug war zu laut.

138 – Köhler / Axel / Böhm / Norbert (Porsche 991 Carrera)
15:43 Uhr Stephan Köhler übernimmt von Axel König

153 – Smyrlis / Deuster / Legermann / Heinrich (BMW E90 325i)
16:31 Uhr Unfall im Bereich Stefan-Bellof-S.

155 – Totz / Totz / Eichenberg / Kratz (BMW 325i)
15:51 Uhr Der Eibach-BMW von Sorg Rennsport hat mittlerweile über zwei Minuten Vorsprung in der Klasse V4.
17:22 Uhr Thorsten Kratz ist in seinem finalen Stint unterwegs und führt in der Klasse weiterhin mit mehr als zwei Minuten Vorsprung.
18:15 Uhr Wie schon beim 24h-Rennen im vergangenen Jahr gewinnt das Team Securtal Sorg Rennsport die Klasse V4 – und das mit fast zwei Minuten Vorsprung.

164 – Stein / Schmidt / Schneider (Opel Astra J OPC)
16:00 Uhr Das Team zieht das Auto aus dem Rennen zurück, da es Probleme mit dem Kühler gibt.

172 – Bock / Partl / Partl (Audi RS3 LMS)
17:25 Uhr Rund 35 Minuten vor Ende liegt in der TCR Klasse der Audi RS3 LMS in Führung, vor #831 Hyundai.
18:15 Uhr Große Überraschung am Ende des Rennens: Das Amateurduo Bock/Partl gewinnt am Ende gegen die Werkswagen von Hyundai in der TCR-Klasse.

190 – Tiger / Stursberg (Mercedes AMG GT)
16:07 Uhr Mike Stursberg: „Es haben sich Teile vom Frontsplitter gelöst, deshalb musste ich unplanmäßig an die Box. Jetzt müssen wir mal schauen, was der Grund dafür ist. Mal sehen, ob es heute noch weitergeht für uns.”

201 – Kraihamer / Schiff / Friedhoff / Strycek (KTM X-Bow GT4)
16:23 Uhr Laura Kraihammer hat jetzt erstmalig die Top 25 erreicht.
18:10 Uhr Sieger in der Cup-X Klasse und gleichzeitig bestes Cup-Fahrzeug

242 – Rink / Brink / Leisen / Fübrich (BMW M235i Racing)
18:11 Uhr Bester BMW M235i Cup

302 – Kranz / Mölig / Müller (Porsche Cayman GT4 CS)
15:20 Uhr „Der Mühlner-Porsche ist aktuell das schnellste Cup-Fahrzeug.
Die Mannschaft aus Aachen war im vergangenen Jahr beim 24h-Rennen schwer gebeutelt, nachdem man bereits am Donnerstag ein Auto im Training verloren und dann am frühen Sonntagmorgen das letzte Auto nach einem Unfall in der Fuchsröhre verloren hatte.”

705 – Mutsch / Mailleux / Simonsen / Westphal (SCG003c SCG003c)
15:29 Uhr Frank Mailleux, der aktuell im SCG 003C sitzt, hat im letzten Jahr die Pole-Position im Top-30-Qualifying erfahren.
15:59 Uhr Der Führende Franck Mailleux kommt an die Box und übergibt an Andreas Simonsen.
17:13 Uhr Simonsen kommt an die Box. Kurz zuvor hatte er auf der Döttinger Höhe Robin Frijns überholt.
18:07 Uhr Jeff Westphal sichert seinem Team in der letzten Runde noch Rang 4.
18:07 Uhr Der SCG 003C holt auch den Klassensieg in der SP-X Klasse.

830 – Kim / Oestreich / Kang / Naumann (Hyundai i30 N TCR)
15:20 Uhr Führungswechsel in der TCR Klasse. Nachdem seit Rennbeginn die #831 geführt hatte, führt nun das Schwesterauto.
15:25 Uhr Langsame Fahrt im Bereich Adenauer Forst.
15:51 Uhr Laut Peter Terting, der im Schwesterauto an den Start geht, gibt es ein Problem mit der Antriebswelle. Wir müssen jetzt analysieren woher das kommt, da das Problem an beiden Autos aufgetreten ist. Aber besser, es tritt jetzt und nicht beim 24h-Rennen auf.“

912 – Lietz / Makowiecki / Dumas (Porsche 911 GT3 R)
17:26 Uhr erhält eine Zeitstrafe von 35 Sekunden, da das Team in der Boxengasse einen Konkurrenten behindert hat.
17:31 Uhr sitzt die Zeitstrafe vor dem Boxenstopp ab.