Frikadelli: Cayman mit starker Performance

[Teaminfo] Das Frikadelli Racing Team ist mit einem guten Ergebnis in das zweite Saisondrittel gestartet. So konnten sich Hendrik von Danwitz und „Jules“ beim vierten Lauf zur VLN den zweiten Platz in der Porsche Cayman GT4 Clubsport Wertung (Typ 981) sichern. Damit gelang es dem Frikadelli Racing Team die Führung in der Teammeisterschaft erfolgreich zu verteidigen.

„Insgesamt können wir mit dem Rennen wieder sehr zufrieden sein, auch wenn wir natürlich gerne unseren dritten Saisonsieg gefeiert hätten. Am Ende mussten wir uns jedoch mit gerade einmal drei Sekunden Rückstand ganz knapp geschlagen geben. Schade, aber trotzdem waren es für uns wieder wichtige Punkte im Kampf um den Titel in der Porsche Cayman GT4 Clubsport Wertung (Typ 981)“, erklärt Hendrik von Danwitz.

Der Auftakt ins Rennwochenende sollte gleich äußerst turbulent verlaufen. So wurde das Zeittraining nach nur acht Minuten mit der roten Flagge unterbrochen nachdem sich im Streckenabschnitt Kesselchen ein Unfall mit vier Fahrzeugen ereignet hatte. Erst nach Räumung der Unfallstelle sowie dem Vollzug einer notwendigen Leitplankenreparatur konnte das Training fortgesetzt werden. Aufgrund der hiermit verbundenen zeitlichen Verzögerung wurde seitens der Rennleitung die Entscheidung getroffen, die Restfahrzeit im Qualifying auf 45 Minuten zu verkürzen. Hendrik von Danwitz und „Jules“ ließen sich von diesen Umständen nicht aus der Ruhe bringen und stellten den #962 Porsche Cayman GT4 CS mit einer Rundenzeit von 8:59.245 min. auf die Pole Position in der Wertung für die 981-er Baureihe des Fahrzeugs.

Im Rennen konnten die beiden Piloten an diese starke Performance anknüpfen. Nahezu über die gesamte dreieinhalbstündige Distanz bestimmten von Danwitz und „Jules“ das Geschehen an der Spitze maßgeblich mit. Schlussendlich konnte man mit dem zweiten Platz in der Porsche Cayman GT4 Clubsport Wertung (Typ 981) sowie dem vierten Rang in der Cup3-Klasse ein mehr als beachtliches Ergebnis erzielen.

„Mit dem Abschneiden unseres Porsche Cayman können wir bislang wirklich sehr zufrieden sein. Hendrik und „Jules“ haben während der ersten vier Saisonrennen eine hervorragende Leistung geboten und führen nach zwei Siegen und einem zweiten Rang die Porsche Cayman GT4 Clubsport Wertung (Typ 981) zu Recht an. Wir werden teamseitig weiterhin alles geben, um die beiden Piloten bestmöglich bei ihren Einsätzen zu unterstützen.“, erklärt Teamchef Klaus Abbelen.

Mercedes triumphiert bei VLN 4

[Teaminfo] Mercedes-AMG Motorsport holt beim vierten Lauf der VLN neben einem Doppelsieg auch zwei Klassensiege in der SP8T und SP10. Mercedes-AMG schließt damit nahtlos an die hervorragenden Ergebnisse aus dem 24h-Rennen mit dem zweiten Gesamtplatz und einem Klassensieg an. Bei teilweise wechselhaften Bedingungen in der Eifel feierte das Black Falcon Team AutoArena Motorsport mit der Startnummer 6 den Gesamtsieg und zugleich den ersten Sieg für den Mercedes-AMG GT3 in der VLN-Saison 2019. Das Team GetSpeed Performance kam mit Platz zwei zu ihrem ersten Gesamtpodium auf dem Nürburgring, seitdem sie in dieser Saison zu Mercedes-AMG gewechselt sind. Komplettiert wurde das erfolgreiche Abschneiden der Performance- und Sportwagenmarke aus Affalterbach durch die Klassensiege der Startnummern 162 und 155 von Black Falcon.

Gleich zu Beginn der vierten Veranstaltung der VLN wurde der Ablauf durcheinander gewirbelt: Nach einem Unfall während des Qualifikationstrainings musste die Session für etwas mehr als eine Stunde unterbrochen werden. Schon vor der Unterbrechung setzte Manuel Metzger auf dem Black Falcon Mercedes-AMG GT3 #6 eine Rundenzeit von 8:03.990 Minuten, welche am Ende des Zeitfahrens für die dritte Startposition reichen sollte. Marek Böckmann konnte die Zeit mit seinem GetSpeed Performance Mercedes-AMG GT3 nochmal um knapp vier Zehntelsekunden unterbieten und ging von Position zwei in das durch die Verzögerungen auf 3,5 Stunden verkürzte Rennen. Fabian Schiller mit der Startnummer 23 vom Team GetSpeed Performance stellte sein Fahrzeug auf den fünften Gesamtrang.

In der Anfangsphase entwickelte sich an der Spitze mit Beteiligung der drei Mercedes-AMG GT3 ein enger Fünfkampf mit vielen Führungswechseln. Nach den ersten Boxenstopps und leichtem Regen in manchen Streckenabschnitten zeichnete sich eine Doppelführung durch die Startnummer 2 mit Marek Böckmann und der Nummer 6 mit Patrick Assenheimer am Steuer ab. Nach den letzten Fahrerwechseln ergab sich dann ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen um die Gesamtführung. Philip Ellis, der das Fahrzeug von Böckmann übernommen hatte, lieferte sich ein rundenlanges Duell mit seinem Markenkollegen Manuel Metzger, der Patrick Assenheimer am Steuer abgelöst hatte. Metzger konnte schließlich mit einem beherzten Manöver überholen und setzte sich ein wenig ab, bevor es wenige Runden vor Schluss doch wieder zu einem Dreikampf um die Führung kam.

Metzger verteidigte Position eins, während Ellis vorerst auf Platz drei zurückfiel. Die endgültige Entscheidung in einem äußert spannenden Rennen gab es aber erst knapp zehn Minuten vor dem Ende, als alle Fahrzeuge aus der Spitzengruppe die Box zu einem kurzen Tankstopp ansteuerten. Manuel Metzger profitierte durch seinen späteren Stopp, kam mit einem Vorsprung von gut einer Minute wieder auf die Strecke zurück und konnte die Führung souverän bis ins Ziel bringen. Philip Ellis setzte sich während seines Tankstopps auf die zweite Position und komplettierte damit den Doppelerfolg für Mercedes-AMG. Auf Platz zwölf (P3 in der SP9 Pro-Am) beendete der zweite GT3 von GetSpeed Performance mit Janine Hill, John Shoffner und Fabian Schiller das Rennen.

Zwei Klassensiege durch die Mercedes-AMG GT4 von Black Falcon
Vom ersten Startplatz ihrer Klasse SP10 gestartet, holte sich das Fahrertrio Tobias Müller, Tim Scheerbarth und Tristan Viidas in ihrem Mercedes-AMG GT4 vom Black Falcon Team Identica den Klassensieg und bauten damit ihre Tabellenführung in der Klasse aus. Auch in der Klasse SP8T feierte ein Mercedes-AMG GT4 den Klassensieg: Carlos Rivas, Ace Robey und Tobias Wahl, die ebenfalls unter der Bewerbung vom Team Black Falcon an den Start gingen, sicherten sich hier die erste Position.

Am 3. August geht es bei der VLN mit dem 5. Lauf der Saison in den Saisonhöhepunkt, dem ROWE 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen.

Manuel Metzger, Black Falcon Team AutoArena Motorsport #6: „Es war ein hartes Stück Arbeit gegen unsere Kollegen von GetSpeed Performance, gerade in den letzten Runden. Es war ein harter, aber fairer Kampf um den Sieg. Wir sind natürlich überglücklich, dass wir gewonnen haben.“

Patrick Assenheimer, Black Falcon Team AutoArena Motorsport #6: „Wir haben uns viel erhofft im Vorfeld, aber dass es dann so gut laufen würde, ist natürlich super. Das Team hat das Auto perfekt vorbereitet. Mein Start war nicht einfach, ich musste hart mit meinem Markenkollegen Marek Böckmann kämpfen. Ich konnte dann aber das Tempo halten, bin immer weiter rangefahren und konnte schließlich überholen und erst einmal Platz zwei übernehmen. Das war bisher einer meiner besten Stints bei der VLN, vielleicht sogar noch einen Tick besser als beim VLN-Sieg im letzten Jahr.“

Marek Böckmann, GetSpeed Performance #2: „Das war das härteste Rennen, das ich je gefahren bin. Es war alles dabei: Ein aufregender Start, ein wenig Regen und viele Zweikämpfe mit leichten Kontakten. Der Mercedes-AMG GT3 ist aber solide gebaut, deswegen gab es auch keine Probleme. Wir haben hart um den Sieg gekämpft, aber die Kollegen waren heute ein bisschen schneller als wir. Unser Ziel war das Podium und das haben wir geschafft. Das Team hat uns ein tolles Auto hingestellt und einen super Job gemacht. Wir sind einfach mega happy.“

Cayman Trophy: Teichmann feiert 1. Saisonsieg

[Teaminfo] Daniel Bohr, „Max“ und „Jens“ (#960, Teichmann Racing) feierten beim vierten Lauf der VLN ihren ersten Saisonsieg in der Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing. Platz zwei belegten Marc Keilwerth und Marcos Adolfo Vazquez in der Startnummer 966 (Mathol Racing), gefolgt von der Startnummer 978 von KKrämer Racing pilotiert von Karsten Krämer, Charles Ladell und Alexey Veremenko.

Aufgrund einer Kollision zu Beginn des Zeittrainings wurde dieses unterbrochen und konnte erst um 10:15 Uhr wiederaufgenommen werden. In den verbleibenden 45 Minuten sicherte sich der Mühlner-Cayman mit der Startnummer 979 die Pole-Position und somit den Extra-Meisterschaftspunkt.

Durch die Verzögerungen am Morgen startete der auf dreieinhalb Stunden verkürzte, vierte VLN-Lauf für die 149 Teilnehmer mit 30 Minuten Verspätung um 12:30 Uhr. Die 50. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy war geprägt von zahlreichen Positionswechseln. Besonders die Podiumsplätze waren in den 23 gefahrenen Runden umkämpft. In einem spannenden Vierkampf zu Rennbeginn konnte das Mühlner-Trio (#979) zunächst Rang eins verteidigen. Nach einer Kollision mit der Startnummer 966 (Mathol Racing) fiel der Sportwagen zurück und konnte nach einem weiteren Zwischenfall das Rennen zwar beenden, wurde jedoch aufgrund der Unterschreitung der im Reglement vorgeschriebenen Distanz, die ein Teilnehmer für eine Wertung zurücklegen muss, nicht klassifiziert. Auch die Startnummer 917 lag lange Zeit aussichtsreich in Führung, musste jedoch 35 Minuten vor Rennende den Mittelmotor-Sportwagen abstellen. Die schnellste Rennrunde absolvierten Riebensahm, Ortmann und Moelig (#945, Overdrive Racing), die auch als Erster die Ziellinie überquerten. Jedoch wurde das Fahrzeug von den Sportkommissaren nach Rennende aus der Wertung genommen. Ihren Platz nahm das von Position drei gestartete Fahrer-Trio des Teichmann-Caymans mit der Startnummer 960 ein.

In dieser Saison ist sowohl der neue Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport als auch dessen Vorgängermodell startberechtigt, der Porsche Cayman GT4 Clubsport. In der Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing wird in drei verschiedenen Wertungen um Titel gekämpft: in der Fahrer-Gesamtwertung sowie in der Teamwertung für die bisherigen GT4-Cayman der Generation 981 und in der Teamwertung für Fahrzeuge der neuen Generation 982. Den ersten Platz in der Teamwertung 981 sicherte sich der Drittplatzierte Cayman mit der Startnummer 978 (KKrämer Racing).

„Max“ (Teichmann Racing), Platz 1: „Im ersten Stint sind wir nicht so gut durchgekommen, haben uns aber im zweiten nach vorne gekämpft. Es war ein gutes Rennen für uns und wir freuen uns sehr über den ersten Platz.“

Marc Keilwerth (Mathol Racing), Platz 2: „Die Anfangsphase war super spannend, vier Autos fuhren Kopf an Kopf über fast sieben Runden. Wir hatten ein bisschen Pech mit zwei kleineren Kollisionen, aber das Auto hat super gehalten. Wir sind sehr zufrieden mit dem zweiten Platz.“

Karsten Krämer (Teamchef und Fahrer KKrämer Racing), Platz 3: „Wir freuen uns riesig über den dritten Platz und den Sieg in der 981-Wertung. Mit diesem Ergebnis konnten wir an unsere gute Leistung vom 24h-Rennen anknüpfen. Es war ein spannender Fight mit dem Frikadelli-Cayman, den ich erst in der vorletzten Runde auf der Döttinger Höhe überholen konnte. Ich bin stolz auf das gesamte Team, es war ein tolles Rennen.“

VLN4: Spannende Entscheidung

[Teaminfo] Die Schlussphase der 50. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy war nichts für schwache Nerven. Drei Teams kämpften im Sekundenabstand um den Sieg – die Entscheidung fiel erst auf den letzten Metern. Am Ende jubelten Patrick Assenheimer und Manuel Metzger im Mercedes-AMG GT3 des Black Falcon Team AutoArena Motorsport. Mit einem Vorsprung von nur 2,023 Sekunden wurde das Duo vor Marek Böckmann und Philip Ellis in einem weiteren AMG GT3 von GetSpeed Performance abgewinkt. Platz drei beim vierten Lauf der VLN sicherten sich Christian Krognes, David Pittard und Jody Fannin im BMW M6 GT3 von Walkenhorst-Motorsport.

„Nachdem wir beim 24h-Rennen sehr viel Pech hatten, war der VLN-Sieg jetzt die richtige Antwort“, sagte Manuel Metzger, der seinen fünften Sieg in dem Nordschleifenchampionat holte. Assenheimer feierte seinen zweiten Erfolg. „Patrick hat in der Anfangsphase einen sehr guten Doppelstint gefahren. Ich hatte dann in der Schlussphase einen harten aber immer fairen Zweikampf mit Philip.“ Metzger, 2011 VLN-Champion, musste seine ganze Nordschleifen-Erfahrung ausspielen, um den Kontrahenten auf Distanz zu halten. „Ich habe mich auf das konzentriert, was ich am besten kann: sicher zu bleiben. Philip hat aus meiner Sicht etwas mehr riskiert – am Ende hatte ich die Nase vorne.“

Auch wenn er das Nachsehen hatte, war Ellis zufrieden: „Das war ein Megafight am Schluss. Wir haben uns hart duelliert. Auch wenn es kleinere Berührungen gegeben hat, lief es sehr fair uns respektvoll ab. Am Ende konnte ich nicht gegenhalten, auch wenn ich alles versucht habe. Dennoch ist Platz zwei für mich und das ganze Team ein sensationelles Ergebnis. Man darf nicht vergessen, dass GetSpeed erst in diesem Jahr zu Mercedes-AMG gewechselt ist und erst die zweite Saison in der GT3-Klasse unterwegs ist.“

Walkenhorst-Motorsport büßte beim letzten Boxenstopp zwei Runden vor Schluss wertvolle Zeit ein und verabschiedete sich aus dem Kreis der Siegkandidaten. „Bei der VLN einen Podestplatz einzufahren, ist ein großartiger Erfolg. Auch wenn der Sieg oder Platz zwei vielleicht drin gewesen wären, bin ich nicht unzufrieden“, sagt Pittard der im Qualifying mit 7:59,711 Minuten die Pole-Position errungen hatte. „Unsere Pace war perfekt und die Reifen haben gut funktioniert – wir sind vorne mit bei der Musik. In drei Wochen greifen wir in der gleichen Konstellation an. Mal sehen, was dann möglich ist.“

24h-Sieger Frank Stippler beendete das Rennen zusammen mit Vincent Kolb im Audi R8 LMS von Phoenix-Racing auf Rang vier. Das schnellste GT3-Pro-Am-Fahrzeug, den Lamborghini Huracan von Konrad-Motorsport, pilotierten Axcil Jefferies und Michele Di Martino auf Rang fünf. „Nachdem wir bei den ersten Rennen mit unterschiedlichen Problemen zu kämpfen hatten, ist das ein toller Erfolg für Franz Konrad und sein Team“, sagte Di Martino. „Wir konnten endlich zeigen, was mit dem Lambo möglich ist. Wir arbeiten in die richtige Richtung.“

Auf Platz sieben fuhren Marcel Hoppe, Moritz Kranz und Peter Terting im Porsche 911 GT3 Cup von Mühlner-Motorsport das besten Jahresergebnis für ein Cup-Fahrzeug ein. Auf Rang acht folgte mit Henry Walkenhorst, Andreas Ziegler und Jörn Schmidt-Staade im BMW M6 GT3 das schnellste Fahrzeug der SP9-Am-Kategorie.

Ähnlich eng wie die Entscheidung im Gesamtklassement war auch die Entscheidung in der GT4-Klasse. Tobias Müller, Tim Scheerbarth und Tristan Viidas im Mercedes-AMG GT4 des Black Falcon Team Identica überquerten 12,550 Sekunden vor Heiko Eichenberg und Erik Johansson im BMW M4 GT4 des Team AVIA Sorg Rennsport die Ziellinie. Platz drei ging auch hier an einen Walkenhorst-BMW mit den Fahrern Ben Tuck, Jörg Breuer und Will Tregurtha.

Wechsel an der Tabellenspitze: Adrenalin übernimmt die Führung
Das Pixum Team Adrenalin Motorsport startet als Tabellenführer in das zweite Saisondrittel. Mit ihrem dritten Klassensieg im BMW M240i Racing Cup haben Yannick Fübrich und David Griessner die Spitze übernommen. Das bis dato führende Trio vom Team AVIA Sorg Rennsport, Torsten Kratz, Oliver Frisse und Moran Gott, verpasste einen weiteren Klassensieg in der V4. Nach Platz zwei im Rennen steht nun auch Platz zwei in der Tabelle zu Buche.

Das Zeittraining wurde nach nur acht Minuten mit der Roten Flagge unterbrochen. Im Streckenabschnitt Kesselchen hatte sich ein Unfall mit vier Fahrzeugen ereignet. Die Strecke war blockiert, so dass die darauffolgenden Fahrzeuge nicht passieren konnten. Nach Räumung der Unfallstelle und einer notwendigen Leitplankenreparatur wurde das Training um 10:15 Uhr neu gestartet und auf 45 Minuten angesetzt. Der Rennstart erfolgte um 12:30 Uhr über die Distanz von 3:30 Stunden.

Das Ergebnis der 50. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy bleibt aufgrund einer routinemäßigen Dopingkontrolle der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) vorläufig. Sechs zufällig ausgewählte Fahrer wurden zur Kontrolle gebeten.

VLN4: Assenheimer / Metzger kämpfen sich zum Sieg

Die Schlussphase der 50. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy war nichts für schwache Nerven. Drei Teams kämpften im Sekundenabstand um den Sieg – die Entscheidung fiel erst auf den letzten Metern. Am Ende jubelten Patrick Assenheimer und Manuel Metzger im Mercedes-AMG GT3 des Black Falcon Team AutoArena Motorsport. Mit einem Vorsprung von nur 2,023 Sekunden wurde das Duo vor Marek Böckmann und Philip Ellis in einem weiteren AMG GT3 von GetSpeed Performance abgewinkt. Platz drei beim vierten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft sicherten sich Christian Krognes, David Pittard und Jody Fannin im BMW M6 GT3 von Walkenhorst-Motorsport.

„Nachdem wir beim 24h-Rennen sehr viel Pech hatten, war der VLN-Sieg jetzt die richtige Antwort“, sagte Manuel Metzger, der seinen fünften Sieg in dem Nordschleifenchampionat holte. Assenheimer feierte seinen zweiten Erfolg. „Patrick hat in der Anfangsphase einen sehr guten Doppelstint gefahren. Ich hatte dann in der Schlussphase einen harten aber immer fairen Zweikampf mit Philip (Ellis).“ Metzger, 2011 VLN-Champion, musste seine ganze Nordschleifen-Erfahrung ausspielen, um den Kontrahenten auf Distanz zu halten. „Ich habe mich auf das konzentriert, was ich am besten kann: sicher zu bleiben. Philip hat aus meiner Sicht etwas mehr riskiert – am Ende hatte ich die Nase vorne.“

Auch wenn er das Nachsehen hatte, war Ellis zufrieden: „Das war ein Megafight am Schluss. Wir haben uns hart duelliert. Auch wenn es kleinere Berührungen gegeben hat, lief es sehr fair uns respektvoll ab. Am Ende konnte ich nicht gegenhalten, auch wenn ich alles versucht habe. Dennoch ist Platz zwei für mich und das ganze Team ein sensationelles Ergebnis. Man darf nicht vergessen, dass GetSpeed erst in diesem Jahr zu Mercedes-AMG gewechselt ist und erst die zweite Saison in der GT3-Klasse unterwegs ist.“

Walkenhorst-Motorsport büßte beim letzten Boxenstopp zwei Runden vor Schluss wertvolle Zeit ein und verabschiedete sich aus dem Kreis der Siegkandidaten. „Bei der VLN einen Podestplatz einzufahren, ist ein großartiger Erfolg. Auch wenn der Sieg oder Platz zwei vielleicht drin gewesen wären, bin ich nicht unzufrieden“, sagte David Pittard, der im Qualifying mit 7:59,711 Minuten die Pole-Position errungen hatte. „Unsere Pace war perfekt und die Reifen haben gut funktioniert – wir sind vorne mit bei der Musik. In drei Wochen greifen wir in der gleichen Konstellation an. Mal sehen, was dann möglich ist.“

24h-Sieger Frank Stippler beendete das Rennen zusammen mit Vincent Kolb im Audi R8 LMS von Phoenix-Racing auf Rang vier. Das schnellste GT3-Pro-Am-Fahrzeug, den Lamborghini Huracan von Konrad-Motorsport, pilotierten Axcil Jefferies und Michele Di Martino auf Rang fünf. „Nachdem wir bei den ersten Rennen mit unterschiedlichen Problemen zu kämpfen hatten, ist das ein toller Erfolg für Franz Konrad und sein Team“, sagte Di Martino. „Wir konnten endlich zeigen, was mit dem Lambo möglich ist. Wir arbeiten in die richtige Richtung.“

Auf Platz sieben fuhren Marcel Hoppe, Moritz Kranz und Peter Terting im Porsche 911 GT3 Cup von Mühlner-Motorsport das besten Jahresergebnis für ein Cup-Fahrzeug ein. Auf Rang acht folgte mit Henry Walkenhorst, Andreas Ziegler und Jörn Schmidt-Staade im BMW M6 GT3 das schnellste Fahrzeug der SP9-Am-Kategorie.

Ähnlich eng wie die Entscheidung im Gesamtklassement war auch die Entscheidung in der GT4-Klasse. Tobias Müller, Tim Scheerbarth und Tristan Viidas im Mercedes-AMG GT4 des Black Falcon Team Identica überquerten 12,550 Sekunden vor Heiko Eichenberg und Erik Johansson im BMW M4 GT4 des Team AVIA Sorg Rennsport die Ziellinie. Platz drei ging auch hier an einen Walkenhorst-BMW mit den Fahrern Ben Tuck, Jörg Breuer und Will Tregurtha.

Wechsel an der Tabellenspitze: Adrenalin übernimmt die Führung

Das Pixum Team Adrenalin Motorsport startet als Tabellenführer in das zweite Saisondrittel. Mit ihrem dritten Klassensieg im BMW M240i Racing Cup haben Yannick Fübrich und David Griessner die Spitze übernommen. Das bis dato führende Trio vom Team AVIA Sorg Rennsport, Torsten Kratz, Oliver Frisse und Moran Gott, verpasste einen weiteren Klassensieg in der V4. Nach Platz zwei im Rennen steht nun auch Platz zwei in der Tabelle zu Buche.

Das Zeittraining wurde nach nur acht Minuten mit der Roten Flagge unterbrochen. Im Streckenabschnitt Kesselchen hatte sich ein Unfall mit vier Fahrzeugen ereignet. Die Strecke war blockiert, sodass die darauffolgenden Fahrzeuge nicht passieren konnten. Nach Räumung der Unfallstelle und einer notwendigen Leitplankenreparatur wurde das Training um 10:15 Uhr neu gestartet und auf 45 Minuten angesetzt. Der Rennstart erfolgte um 12:30 Uhr über die Distanz von 3:30 Stunden.

Das Ergebnis der 50. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy bleibt aufgrund einer routinemäßigen Dopingkontrolle der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) vorläufig. Sechs zufällig ausgewählte Fahrer wurden zur Kontrolle gebeten.

In drei Wochen, am 3. August 2019, steht der Saisonhöhepunkt der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring auf dem Programm. Das ROWE-6h-ADAC-Ruhr-Pokal-Rennen bietet Teams und Fans als einziges Rennen im Jahr eine 50 Prozent längere Distanz.

Mercedes-AMG Motorsport triumphiert auf dem Nürburgring

[Teaminfo] Mercedes-AMG Motorsport freute sich nach dem vierten VLN-Lauf über die starke Performance der Kundenteams. Neben einem Doppelsieg holten die Fahrer mit dem Stern auf der Motorhaube auch zwei Klassensiege in der SP8T und SP10. Damit schließt die Marke nahtlos an die hervorragenden Ergebnisse aus dem 24h-Rennen an, wo der zweite Gesamtplatz und einem Klassensieg (SP10) heraussprangen. Bei teilweise wechselhaften Bedingungen in der Eifel feierte das Black Falcon Team AutoArena Motorsport mit der Startnummer 6 den Gesamtsieg und zugleich den ersten Sieg für den Mercedes-AMG GT3 in der VLN-Saison 2019. Das Team GetSpeed Performance kam mit Platz zwei zu ihrem ersten Gesamtpodium auf dem Nürburgring, seitdem sie in dieser Saison zu Mercedes-AMG gewechselt sind. Komplettiert wurde das erfolgreiche Abschneiden der Performance- und Sportwagenmarke aus Affalterbach durch die Klassensiege der Startnummern 162 und 155 von Black Falcon.

Gleich zu Beginn der vierten VLN-Veranstaltung wurde der Ablauf durcheinander gewirbelt: Nach einem Unfall während des Qualifikationstrainings musste die Session für etwas mehr als eine Stunde unterbrochen werden. Schon vor der Unterbrechung setzte Manuel Metzger (GER) auf dem Black-Falcon-Mercedes-AMG GT3 #6 eine Rundenzeit von 8:03.990 Minuten, welche am Ende des Zeitfahrens für die dritte Startposition reichen sollte. Marek Böckmann (GER) konnte die Zeit mit seinem GetSpeed Performance Mercedes-AMG GT3 nochmal um knapp vier Zehntelsekunden unterbieten und ging von Position zwei in das durch die Verzögerungen auf 3,5 Stunden verkürzte Rennen. Fabian Schiller (GER) mit der Startnummer 23 vom Team GetSpeed Performance stellte sein Fahrzeug auf den fünften Gesamtrang.

In der Anfangsphase entwickelte sich an der Spitze mit Beteiligung der drei Mercedes-AMG GT3 ein enger Fünfkampf mit vielen Führungswechseln. Nach den ersten Boxenstopps und leichtem Regen in manchen Streckenabschnitten zeichnete sich eine Doppelführung durch die #2 mit Marek Böckmann und der #6 mit Patrick Assenheimer am Steuer ab. Nach den letzten Fahrerwechseln ergab sich dann ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen um die Gesamtführung. Philip Ellis, der das Fahrzeug von Böckmann übernommen hatte, lieferte sich ein rundenlanges Duell mit seinem Markenkollegen Manuel Metzger, der Patrick Assenheimer am Steuer abgelöst hatte. Metzger konnte schließlich mit einem beherzten Manöver überholen und setzte sich ein wenig ab, bevor es wenige Runden vor Schluss doch wieder zu einem Dreikampf um die Führung kam.

Metzger verteidigte Position eins, während Ellis vorerst auf Platz drei zurückfiel. Die endgültige Entscheidung in einem äußert spannenden Rennen gab es aber erst knapp zehn Minuten vor dem Ende, als alle Fahrzeuge aus der Spitzengruppe die Box zu einem kurzen Tankstopp ansteuerten. Manuel Metzger profitierte durch seinen späteren Stopp, kam mit einem Vorsprung von gut einer Minute wieder auf die Strecke zurück und konnte die Führung souverän bis ins Ziel bringen. Philip Ellis setzte sich während seines Tankstopps auf die zweite Position und komplettierte damit den Doppelerfolg für Mercedes-AMG. Auf Platz zwölf (P3 in der SP9 Pro-Am) beendete der zweite GT3 von GetSpeed Performance mit Janine Hill (GBR), John Shoffner (USA) und Fabian Schiller das Rennen.

Zwei Klassensiege durch die Black-Falcon-Mercedes-AMG GT4

Vom ersten Startplatz ihrer Klasse SP10 gestartet, holte sich das Fahrertrio Tobias Müller (GER), Tim Scheerbarth (GER) und Tristan Viidas (EST) in ihrem Mercedes-AMG GT4 vom Black Falcon Team Identica den Klassensieg und bauten damit ihre Tabellenführung in der Klasse aus. Auch in der Klasse SP8T feierte ein Mercedes-AMG GT4 den Klassensieg: Carlos Rivas (LUX), Ace Robey (USA) und Tobias Wahl (GER), die ebenfalls unter der Bewerbung vom Team Black Falcon an den Start gingen, sicherten sich hier die erste Position.

Manuel Metzger, Black Falcon Team AutoArena Motorsport #6: „Es war ein hartes Stück Arbeit gegen unsere Kollegen von GetSpeed Performance, gerade in den letzten Runden. Es war ein harter, aber fairer Kampf um den Sieg. Wir sind natürlich überglücklich, dass wir gewonnen haben.“

Patrick Assenheimer, Black Falcon Team AutoArena Motorsport #6: „Wir haben uns viel erhofft im Vorfeld, aber dass es dann so gut laufen würde, ist natürlich super. Das Team hat das Auto perfekt vorbereitet. Mein Start war nicht einfach, ich musste hart mit meinem Markenkollegen Marek Böckmann kämpfen. Ich konnte dann aber das Tempo halten, bin immer weiter rangefahren und konnte schließlich überholen und erst einmal Platz zwei übernehmen. Das war bisher einer meiner besten Stints bei der VLN, vielleicht sogar noch einen Tick besser als beim VLN-Sieg im letzten Jahr.“

Marek Böckmann, GetSpeed Performance #2: „Das war das härteste Rennen, das ich je gefahren bin. Es war alles dabei: Ein aufregender Start, ein wenig Regen und viele Zweikämpfe mit leichten Kontakten. Der Mercedes-AMG GT3 ist aber solide gebaut, deswegen gab es auch keine Probleme. Wir haben hart um den Sieg gekämpft, aber die Kollegen waren heute ein bisschen schneller als wir. Unser Ziel war das Podium und das haben wir geschafft. Das Team hat uns ein tolles Auto hingestellt und einen super Job gemacht. Wir sind einfach mega happy.“

Eine schrecklich schnelle Familie im Hyundai i30 Fastback N

[Teaminfo] Für Franz und Luca Engstler (beide Wiggensbach) war das diesjährige 24h-Rennen ein außergewöhnliches Highlight: Engstler Senior und Engstler Junior fuhren mit einem seriennahen Hyundai i30 Fastback N ihr erstes gemeinsames Rennen. Zusammen mit Guido Naumann (Nürnberg) und Byung-Hui Kang (Südkorea), den weiteren Piloten dieses Projektes des Hyundai Team Engstler, holten Vater und Sohn im Zweiliter-Turbo mit 275 PS den dritten Platz in der V2T-Klasse und schafften damit auf Anhieb den Sprung aufs Podium. „Es war immer mein Traum, mit meinem Sohn ein Langstreckenrennen zu bestreiten. Was wir auf dem Nürburgring geschafft haben, übertrifft aber all meine Erwartungen“, sagt der ehemalige DTM- und Tourenwagen-WM-Pilot Franz Engstler (57), der seit Ende 2015 nur noch gelegentlich im Renncockpit aktiv ist. „Auch für mich war es traumhaft und irgendwie verrückt, gemeinsam mit meinem Dad auf einem Auto ein Rennen zu fahren“, fügt Hyundai-Deutschland-Markenbotschafter und TCR-Pilot Luca Engstler (19) hinzu.

Sohn lernt vom Vater, Vater lernt vom Sohn
Speziell auf der Nürburgring-Nordschleife konnte der seit 2017 im Tourenwagensport aktive Luca Engstler von den fast vier Jahrzehnten Rennerfahrung seines Vaters profitieren. „Er hat mir genau erklärt, wie dieses große Langstrecken-Wochenende funktioniert“, sagt Luca. Der Junior machte seine Nürburgring-Hausaufgaben aber auch selbst und auf seine eigene moderne und digitale Art: „Ich bin viel Simulator gefahren und habe mir jede Menge Onboard-Videos angeschaut“, so der aktuelle Tabellenführer in der TCR-Asia-Meisterschaft. „Solch tolle Möglichkeiten gab es zu meiner aktiven Zeit noch nicht“, denkt Vater Franz an sein erstes 24h-Rennen Nürburgring im Jahr 1991 zurück. „Ich bin damals die komplette Nordschleife abgelaufen, hab mir alles angeschaut, aufgeschrieben und dann meine Notizen gebüffelt.“ Heute hat der routinierte Engstler Senior kein Problem damit, seinen Sohn um Tipps zum optimalen Training am Simulator zu bitten.

Auf dem Weg zu Platz drei teilte sich das Engstler-Duo auf dem Nürburgring ganz gezielt die Einsätze im Hyundai i30 Fastback N auf. Luca gab im Qualifying kräftig Gas. Mit seinem jugendlichen Speed holte der Nordschleifen-Neuling die Pole-Position in der V2T-Klasse. Der nordschleifenerfahrene Senior Franz übernahm das Steuer, als sonntags im Morgennebel die Aufholjagd des Hyundai Team Engstler begann und in der „Grünen Hölle“ die langjährige Routine eines zweimaligen Tourenwagen-Vizeweltmeisters gefragt war. Denn ein Elektronikproblem hatte den i30 Fastback N in der Nacht zu einem viereinhalbstündigen Aufenthalt in der Box gezwungen. „Ansonsten hätten wir sehr gute Chancen auf den Klassensieg gehabt“, betont Franz Engstler.

„Beeindruckend hohe Kurvengeschwindigkeiten“
Beide Engstlers sind deshalb fest überzeugt vom Potenzial des Hyundai i30 Fastback N, den ihr Team im Frühjahr 2019 in Kooperation mit der Hyundai Motor Company für das 24h-Rennen aufbaute. „Das Auto bietet noch enorme Möglichkeiten im Motorsport. Deshalb kann ich mir weitere gemeinsame Renneinsätze damit sehr gut vorstellen“, resümiert Vater Franz. Und Sohn Luca lobt: „Dieser Tourenwagen hat mich wirklich sehr positiv überrascht – vor allem mit seinen für ein seriennahes Fahrzeug beeindruckend hohen Kurvengeschwindigkeiten.“

Der seriennahe Hyundai i30 Fastback N hat beim 24h-Rennen Nürburgring 2019 auf einer der herausforderndsten Rennstrecken der Welt sein Leistungsvermögen eindrucksvoll bewiesen. Weitere Renneinsätze dieses Tourenwagens mit dem Hyundai Team Engstler sind möglich.

GetSpeed Performance hungrig nach Erfolg

[Teaminfo] GetSpeed Performance ist zurück auf der Heimstrecke. Und dies durchaus ambitioniert und aussichtsreich. Nach dem erfolgreichen Auftritt beim ADAC TOTAL 24h-Rennen startet das Team aus dem Gewerbepark am Nürburgring am Samstag, 13. Juli 2019, wieder in der VLN. Beide Mercedes-AMG GT3 haben bei Lauf vier der größten Breitensportserie der Welt sehr gute Chancen auf eine Platzierung auf dem Treppchen.

Ohnehin ist die Brust derzeit breit bei der Crew um Chef Adam Osieka nach einem starken 24h-Rennen in der Eifel. Ausdruck einer starken Teamleistung war der sechste Platz in der Gesamtwertung bei dem legendären Langstreckenklassiker. Nun will Osieka in der Eifel nach den Sternen greifen. „Wir kommen mit dem Auto immer besser zurecht. Es wird Zeit für den ersten Gesamtsieg von GetSpeed in der VLN. Dafür werden wir alles in die Waagschale werfen. Unser Mindestziel für das Rennen am Samstag ist ein Platz in den Top drei. Wir sind hochmotiviert.“

Gute Erinnerungen an den letzten VLN-Lauf hat Fabian Schiller. Der 21-Jährige behielt damals im Starkregen den Überblick und steuerte den #23 Rooster Rojo J2Racing-GT3 zusammen mit Janine Hill und John Shoffner auf Platz eins in der Klasse SP9 Pro-Am. Als Trio bestreiten sie jeden Testtag und die Trackdays zusammen. Es werden die Daten und die Onboard-Videos gemeinsam analysiert. „Ich bin eine Art Coach für die beiden und versuche Ihnen so viel Erfahrung wie möglich weiter zu vermitteln. Ich kann viel weiter geben, da ich schon seit drei Jahren im Mercedes-AMG GT3 unterwegs bin. Ich stehe ihnen immer mit Rat und Tat zur Seite.“

Im #2 Vodafone Mercedes AMG GT3 nehmen dieses Mal Marek Böckmann und Philip Ellis Platz. Der 22 Jahre alte Böckmann war bei VLN1 schon für GetSpeed im Einsatz und belegte zusammen mit Tristan Vautier und Luca Ludwig Platz 18. „Da konnte ich aufgrund der verkürzten Renndauer im letzten Stint nur sieben Runden fahren“, erinnert er sich. Nun bildet er mit Ellis ein schlagkräftiges Team. „Ich bin bei VLN1 in meinem Stint gegen ihn gefahren, er saß da in dem anderen GetSpeed-Mercedes. Da haben wir uns drei, vier Runden bekämpft und sind direkt hintereinander über die Ziellinie gerast. Auf der Strecke haben wir uns aber gut verstanden. Das ist schon eine gute Voraussetzung. Nun fahren wir zum ersten Mal im selben Auto“, sagt Böckmann.

Max Kruse Racing verdoppelt sich

[Teaminfo] Der „Güldene Leuchter“ von Max Kruse Racing bekommt Verstärkung: Ab dem vierten Lauf der VLN setzt das Team aus Reinbek zwei Volkswagen Golf GTI TCR ein. Gesteuert wird das Schwesterauto des „Güldenen Leuchters“ von der Schweizerin Jasmin Preisig und dem Nachwuchs-Piloten Loris Prattes aus Neuhemsbach.

Eine Chance für den Nachwuchs
Max Kruse Racing schlägt ab dem vierten VLN-Lauf am 13. Juli 2019 ein neues Kapitel auf. Neben dem bekannten und beliebten „Güldenen Leuchter“ mit Andy Gülden und Benny Leuchter setzt das Team einen zweiten Volkswagen Golf GTI TCR ein. Pilotiert wird das ebenfalls in der TCR-Klasse startende Auto von der Volkswagen-Markenbotschafterin für die Schweiz Jasmin Preisig und der deutschen Nachwuchshoffnung Loris Prattes. Beide Neuzugänge verfügen trotz ihrer Jugend bereits über eine Menge Erfahrung im TCR-Auto und werden eine echte Bereicherung für das Team darstellen. Damit wird Max Kruse Racing dem eigenen Anspruch gerecht, erfolgreiche Nachwuchsarbeit zu leisten. Bereits im Jahr 2018 setzte die Mannschaft in der ADAC TCR Germany ab Saisonmitte ein zweites Fahrzeug mit dem jungen Schweizer Florian Thoma ein, der mittlerweile über die GT4-Klasse den Weg in das hoch klassifizierte ADAC GT Masters gefunden hat.

Schnelle Renn-Amazone
Von ihrem Vater hat Jasmin Preisig das Benzin im Blut geerbt: Sie durfte schon früh erste «Erfahrungen» im Renn-Kart sammeln und hatte riesigen Spaß daran. Die Faszination ist ungebrochen und so betreibt sie schon seit zwölf Jahren aktiv Motorsport. Dabei durfte sie auch schon den einen und anderen Erfolg feiern. Trotz begrenzter Mittel machte Jasmin ihren Weg über den Kartsport in den Tourenwagensport – in der vergangenen Saison 2018 fuhr sie in der ADAC TCR Germany mit einem Opel Astra TCR. In diesem Jahr war Jasmin Bestandteil des von Volkswagen unterstützten Projektes „Girls Only – Ready to rock the Green Hell“, wo ein reines Frauenteam mit einem Volkswagen Golf GTI TCR beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring antrat und die Zielflagge sah. Darüber hinaus wurde die junge Schweizerin gerade zur Markenbotschafterin des Volkswagen-Importeuers in der Schweiz erklärt.

Nachwuchs-Hoffnung aus Deutschland
Loris Prattes stieg ebenfalls schon sehr früh in den Motorsport ein. Bereits seit 2006 betreibt der Schüler Kartsport. Bis 2015 arbeitete sich der Deutsche durch die verschiedenen Kart-Klassen und sammelte dabei viele Siege und Titel. Im Jahr 2016 erfolgte der Wechsel in den Automobilsport und Loris startete dort richtig durch. Schon im ersten Jahr sicherte sich der junge Rheinland-Pfälzer den Vizemeister-Titel im Dacia Logan Cup. Ein Jahr später stieg Loris in den Renault Clio Cup auf. Die TCR-Klasse stand 2018 das erste Mal auf dem Programm. In der hart umkämpften ADAC TCR Germany griff Loris in das Lenkrad eines Seat Leon Cupra TCR und wurde damit zum Gegner für seine heutige Teamkollegin Jasmin Preisig. Daneben erwarb er mit mehreren Starts bei der VLN die große Nordschleifen-Permitt, wodurch er nun auf den schnellen Autos in der VLN antreten darf.

Für die Mannschaft bedeutet die Verdoppelung der Fahrzeuge eine große Herausforderung, der man sich aber sehr gern stellt. Mit zwei Fahrzeugen und vier talentierten Piloten steigen zwar Aufwand und Kosten, aber auch die Möglichkeiten bei der Abstimmung und Entwicklung. Mit zwei Volkswagen Markenbotschaftern im Team wird Max Kruse Racing in Zukunft auf und abseits der Rennstrecke noch enger mit Volkswagen zusammenarbeiten.

Max Kruse, Teambesitzer: „Ab VLN 4 gehen wir als Team den nächsten Schritt und setzen ein zweites Auto ein. Es war von Anfang an unser Ziel und Anspruch, nicht nur um Top-Platzierungen zu kämpfen, sondern auch erfolgreiche Nachwuchsarbeit zu leisten. Nachdem wir damit im letzten Jahr in der TCR Germany mit Florian Thoma angefangen haben, setzten wir dieses Konzept jetzt auch in der VLN konsequent um. Loris und Jasmin sind zwei absolute Nachwuchs-Hoffnungen, die ganz sicher ihren Weg machen werden. Dass wir zudem mit Benny und Jasmin zwei Volkswagen Markenbotschafter im Team haben, macht uns besonders stolz. Nun müssen wir diese guten Voraussetzungen umsetzen und nach dem ganzen Pech endlich gute Ergebnisse einfahren.“

Benny Leuchter, Team-Gründer: „Ich freue mich sehr, dass wir 2019 wie schon im letzten Jahr ein zweites Auto einsetzen können. Zwei Autos im Langstreckensport bedeutet für das Team eine große Herausforderung, sowohl vom Equipment her als auch personell. Aber diese nehmen wir gern an und ich bin mir sicher, dass wir die richtigen Leute in der Mannschaft haben, um das zu meistern. Mit Jasmin und Loris haben wir zwei sehr gute Fahrer an Bord. Andy und ich werden unsere Erfahrungen und Kenntnisse auf der Nordschleife an sie weitergeben und die beiden werden sicher sehr schnell gute Ergebnisse bringen. Wir haben schon gezeigt, dass wir mit unserem VW Golf GTI TCR von der Performance her auf der Nordschleife ganz vorn mitfahren können. Ebenso froh bin ich über die Begeisterung unserer Partner über diesen Schritt, die uns da voll und ganz unterstützen. Vielen Dank dafür!“

Jasmin Preisig, Pilotin: „Ich freue mich mega darauf, den Rest der Saison mit Max Kruse Racing zu bestreiten! Auch das neue Design unseres Autos ist der Hammer und wird den Leuten sicher ins Auge stechen. Den VW Golf GTI TCR kenne ich ja mittlerweile sehr gut und bin zuversichtlich, sofort gute Leistungen bringen zu können. Vor dem Rennen haben wir noch ein Team-Meeting in der Werkstatt, um uns kennen zu lernen. Da bin ich schon sehr gespannt drauf und freue mich total auf die kommenden Rennen!“

Loris Prattes, Pilot: „Ich bin sehr froh, nun mit Max Kruse Racing in die VLN zu starten. Mit Benny Leuchter stehe ich seit der letzten TCR Germany Saison in Kontakt und Benny wollte mich unbedingt in seinem Team haben. Das ist eine große Ehre für mich, von einem Tourenwagen-Star wie Benny Leuchter gefördert zu werden und macht mich sehr stolz. Auch in einem derart bekannten Team wie Max Kruse Racing zu fahren, ist eine tolle Gelegenheit für mich, für die ich sehr dankbar bin. Meine Teamkollegin Jasmin kenne ich aus dem letzten Jahr in der TCR Germany. Dort waren wir zwar Gegner, verstanden uns aber schon super. Nun freue ich mich sehr darauf, mit ihr zusammen die VLN zu bestreiten und werde versuchen, das Bestmögliche herauszuholen!“

VLN: Nach 24h-Pause geht’s mit Volldampf weiter

Lange elf Wochen ist es her, dass die VLN Langstreckenmeisterschaft ihren dritten Lauf austrugt – und der stand noch ganz im Zeichen der Vorbereitungen auf das 24h-Rennen. Nachdem der Saisonhöhepunkt absolviert ist, kehrt die größten Breitensportserie der Welt zum Normalprogramm zurück: Am kommenden Samstag (13. Juli) heulen wieder die Motoren auf der legendären Nordschleife beim vierten VLN-Lauf der Saison. Passend dazu gibt es ein Jubiläum zu feiern. Der MSC Adenau veranstaltet zum 50. Mal die Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy. Die Teams schicken beim Jubiläum 158 Fahrzeuge ins Rennen.

„Das ist eine tolle Leistung des MSC Adenau. Ich habe das ja damals mit ins Leben gerufen, unter anderem in den Anfängen als Rennleiter. Grundsätzlich liegt mir aber natürlich die gesamte VLN Langstreckenmeisterschaft sehr am Herzen“, betont MSC-Gründungsmitglied Johannes Scheid, der ebenfalls sein 50. Jahr im Motorsport begeht. „Für mich ist das auch eine Ehre. Die Arbeit macht mir immer noch genauso viel Spaß wie am ersten Tag. Ich bin in diesem Jahr sehr zufrieden mit meinen Fahrern. Die jungen Burschen sind ehrgeizig. Wir wollen natürlich immer um den Sieg mitkämpfen. In der Klasse ist das aber schon schwierig. Es gibt jede Menge Fahrer auf dem selben Level“, so Scheid über seine Piloten im Eifelblitz. Nico Otto und Lars Peucker sind derzeit in der Wertung der Klasse Cup5 mit 18,29 Punkten Zweite.

Die Cup5-Klasse, in der ausschließlich BMW M240i Racing Cup antreten, ist mit 17 Nennungen die Klasse mit den zweitmeisten Fahrzeugen hinter der V4 (25) und überraschenderweise vor der H2 (15). In der Gruppe H starten Rennfahrzeuge, die in den beiden Hauptgruppen Specials und Produktionswagen aufgrund ihres Baujahres keine Zulassung mehr haben. In der H2 (bis 2.000 ccm) sind dies vorrangig der Honda Civic und der Renault Clio. Das Salz in der Suppe bilden Audi A3, Volkswagen Golf und Corrado. Mit letzterem gibt Publikumsliebling Jürgen Freiburg sein Renndebüt 2019.

Tabellenführer der VLN sind nach zwei gewerteten Läufen Oliver Frisse, Moran Gott und Torsten Kratz aus der Klasse V4 mit 19,53 Punkten, die im BMW 325i von Avia Sorg Rennsport antreten. Die härtesten Verfolger sind bislang Yannick Fübrich und David Griessner (19,43 Punkte) im BMW M240i Racing Cup des Pixum Team Adrenalin Motorsport.

Traditionell rücken nach dem 24h-Rennen auf dem Nürburgring bei der VLN die kleineren Teams und Fahrzeuge wieder mehr ins Scheinwerferlicht. Dennoch hat die Klasse der großen Boliden, die SP9, unter ihren zwölf Teilnehmern dieses Mal auch ein paar sehr interessante Paarungen zu bieten. Nach fünfjähriger Abstinenz kehrt Arno Klasen in die Königsklasse zurück. Zuletzt steuerte er 2014 einen McLaren in der SP9 über den Ring. In den vergangenen Jahren fuhr er Porsche 911 GT3 Cup und Cayman. Der 52-Jährige hat 26 Gesamtsiege und 55 Klassensiege in der VLN errungen. Im Team équipe vitesse von Andreas Herbst pilotiert der Mann aus Karlshausen mit Michael Heimrich ein „Vorjahresmodell“ des Audi R8 LMS. „Der R8 LMS ist ein geiles Auto, mit einer sehr guten Bremse“, sagt Klasen. „Wir wollen uns langsam rantasten. Vor allem müssen wir lernen, in den Kurven die Aerodynamik optimal zu nutzen. Unser Ziel ist es anzukommen. Vom Auto her mache ich mir da überhaupt keine Sorgen. Andreas kenne ich schon seit 20 Jahren“, sagt Klasen.

„Dieter Schmidtmann“ – immerhin auch schon mit zwölf Klassensiegen – hat Heiko Hammel im Lamborghini Huracán des Teams Mcchip-dkr an seiner Seite. „Das Team ist hoch motiviert, wir wollen das Beste herausholen und am Ende zeigen, dass wir bei der Musik dabei sind“, sagt Pseudonym-Fahrer „Schmidtmann“ kämpferisch.

Phoenix Racing bringt im Audi R8 LMS neben Vincent Kolb mit Frank Stippler einen frischgebackenen 24h-Rennsieger in die Startaufstellung. Neben dem Team aus Meuspath gibt das belgische WRT-Team sein Comeback. Zuletzt war das Audi-Kundenteam aus der DTM in der VLN bei der 64. ADAC Westfalenfahrt am 23. März 2018 mit von der Partie gewesen. Gemeldet wurden als Fahrer Francois Perrodo, Matthieu Vaxivière und Emmanuel Collard.

Einen weiteren Audi R8 bringt Car Collection Motorsport, beim 24h-Rennen drittplatziert, an den Start. Drei BMW M6 GT3 schickt Walkenhorst Motorsport in die Eifel, GetSpeed Performance zwei Mercedes-AMG GT3 und Black Falcon Team AutoArena Motorsport einen.

Black Falcon freut sich über Rang zwei

[Teaminfo] Black Falcon hat bei der 47. Auflage des 24h-Rennens auf dem Nürburgring den zweiten Gesamtrang erzielt. Maximilian Buhk, Hubert Haupt, Thomas Jäger und Luca Stolz sicherten sich mit dem Mercedes-AMG GT3 in einem actionreichen Rennen zunächst Gesamtrang drei, das Ergebnis wurde jedoch nachträglich vom veranstaltenden ADAC mit der Disqualifikation des bis dahin zweitplatzierten Porsche Startnummer 911 zugunsten von Black Falcon korrigiert.

In der Klasse SP10 gewannen Marek Böckmann, Yannick Mettler, Tobias Müller und Tristan Viidas mit dem Mercedes-AMG GT4 #70. Das Quartett lieferte sich über fast die gesamte Renndauer ein hochspannendes Duell um die Klassenführung. Bei den Produktionswagen der Klasse V6 feierte Black Falcon sogar einen Doppelsieg: Alexander Akimenkov, Ronny Lethmate, Carlos Rivas und Vasilii Selivanov gewannen mit dem Porsche 991 Carrera #133, ihre Teamkollegen Christoph Hoffmann, Carsten Palluth, Tobias Wahl und Robert Woodside überquerten die Ziellinie im baugleichen Auto mit der #132 auf Platz zwei. In der Klasse SP7 sicherten sich Peter Ludwig, Maik Rosenberg, „Takis“ und Dennis Trebing den dritten Platz. Der AMG GT4 #46 von Stefan Karg, Mustafa Mehmet Kaya, Reinhold Renger und Mike Stursberg kam in der SP8T nach einer unverschuldeten Kollision auf Platz sechs ins Ziel. Die beiden Mercedes-AMG GT3 mit den Startnummern 2 und 6 schieden durch Unfälle vorzeitig aus.

Ereignisreiches Rennen und Happy End für das Mercedes-AMG Team BLACK FALCON
Die Black Falcon GT3-Abteilung schickte gleich drei werksunterstütze Mercedes-AMG GT3 an den Start. Am Steuer des orangefarbenen AM-Solutions-AMG mit der Startnummer 2 sicherte Maro Engel sich und seinen Fahrerkollegen Adam Christodoulou, Manuel Metzger und Dirk Müller mit einer Rundenzeit von 8:10.910 Minuten die Pole-Position im Top-Qualifying am Freitagabend. Nach einem starken Auftakt gab die #2 in den ersten 8 Rennstunden das Tempo an der Spitze vor und führte das Rennen fast durchgängig an. Eine Kollision zerstörte nach Einbruch der Dunkelheit alle Titelträume, der AMG wurde mit Lenkungsbruch in der Box abgestellt.

Patrick Assenheimer, Yelmer Buurman, Nico Bastian und Gabriele Piana starteten mit dem AMG GT3 #6 von Position sechs und waren über das gesamte Rennen in den Top-10 zu finden. Als am Sonntagmorgen gleich mehrere GT3-Fahrzeuge an der Spitze des Feldes ausfielen kämpfte man kurzzeitig sogar um den Gesamtsieg, ehe auch hier ein Unfall zwei Stunden vor Schluss alle Siegträume frühzeitig beendete.

Der dritte AMG GT3 von Maximilian Buhk, Hubert Haupt, Thomas Jäger und Luca Stolz ging von Startposition acht ins Rennen. Das Vierergespann absolvierte ein fehlerfreies Rennen und kämpfte sich speziell in der zweiten Rennhälfte Stunde um Stunde weiter nach vorne. Schlussendlich überquerte die Startnummer 3 den Zielstrich auf Gesamtposition drei. Durch die Disqualifikation des bis dahin zweitplatzierten Porsche Startnummer 911, rutschte das Team einen Platz nach vorne.

Hattrick und Top-20 im Gesamtklassement für den AMG GT4 des Black Falcon Team Identica
In der Klasse SP10 für GT4-Fahrzeuge erlebten Marek Böckmann, Yannick Mettler, Tobias Müller und Tristan Viidas ein hochspannendes Rennen im Kampf um den Klassensieg. Nach durchwachsenem Qualifying nur von Klassenrang sechs gestartet, eroberte die Mannschaft des Disqualifikation des bis dahin zweitplatzierten Porsche Startnummer 911 Team Identica noch vor Einbruch der Nacht die Klassenführung. Im Rennverlauf entwickelte sich ein intensiver Zweikampf mit dem später zweitplatzierten BMW M4, der sich als Folge der harten Fahrweise einen Radlagerschaden einhandelte. Die Black Falcon -Piloten fuhren hingegen wesentlich materialschonender und konnten schließlich am Sonntagvormittag den entscheidenden Vorsprung herausfahren. Am Ende eines blitzsauberen Rennens standen ein hervorragender 17. Platz im Gesamtklassement sowie der Klassensieg zu buche, für Black Falcon war es in der prestige-trächtigen Klasse SP10 der GT4-Fahrzeuge nach 2017 und 2018 bereits der dritte Klassensieg in Folge.

Doppelsieg und fünfter Klassensieg in Folge für das Black Falcon Team Textar
Bei den Produktionswagen der Klasse V6 holten Alexander Akimenkov, Ronny Lethmate, Carlos Rivas und Vasilii Selivanov mit dem Porsche 991 Carrera #133 für das Black Falcon Team Textar den fünften Klassensieg beim 24h-Rennen Nürburgring in Folge. Seit dem Jahr 2015 ist Black Falcon damit in der schnellsten Produktionswagen-Klasse ungeschlagen. Erstmals gelang in 2019 sogar der Doppelsieg: Christoph Hoffmann, Carsten Palluth, Tobias Wahl und Robert Woodside sorgten mit Platz zwei im Schwesterauto #132 für ein perfektes Teamergebnis. Bereits im Qualifying sorgten die Piloten mit der Pole-Position und Startplatz drei für eine hervorragende Ausgangssituation. Dank einer hervorragenden Performance von Fahrern und Team liefen die bewährten 911er absolut problemlos und dominierten das Rennen schon ab den Abendstunden nach Belieben.

Klassenpodium für den „Breitbau“-Porsche des Black Falcon Team Textar
In der stark besetzten Klasse SP7 bestritten Peter Ludwig, Maik Rosenberg, „Takis“ und Dennis Trebing das 24h-Rennen im Porsche 991 GT3 Cup MR II. Der spektakulär auftretende Textar-„Breitbau“ ging von Klassenrang fünf ins Rennen und fuhr im Laufe der ersten Rennstunden bis auf Platz zwei vor. Diese Platzierung verlor man erst als ein Problem an der hinteren Radaufhängung die Mannschaft in den Morgenstunden weit zurückwarf. Dank guter Rundenzeiten kämpfte sich das Quartett im Anschluss wieder bis auf Position drei nach vorne. Neben dem dritten Rang in der Klasse sicherten sich Ludwig, Rosenberg, Takis und Trebing ein Top-25 Resultat im Gesamtklassement.

Unverschuldeter Unfall verhindert Top-Resultat für das Black Falcon Team Knuffi
Für Stefan Karg, Mustafa Mehmet Kaya, Reinhold Renger und Mike Stursberg hielt das 24h-Rennen eine Achterbahn der Gefühle bereit. Nach einer starken Vorstellung im Qualifying stand das Quartett mit dem Knuffi-AMG GT4 auf der Pole-Position in der Klasse SP8T. Die ersten Stunden verliefen ohne Probleme und das Team festigte die Führung mit jeder Runde, ehe der AMG kurz vor Einbruch der Dunkelheit unverschuldet von einem anderen Fahrzeug getroffen und aufgrund einer gebrochenen Radaufhängung aus dem Rennen befördert wurde. Nach einer über dreistündigen Reparatur schickte die Boxenmannschaft das Auto zurück auf die Strecke. Das restliche Rennen verlief ohne Zwischenfälle, sodass die Startnummer 46 nach 24 Stunden immerhin noch auf Klassenrang 6 und Gesamtposition 71 von 155 gestarteten Fahrzeugen ins Ziel kam.

Sean Paul Breslin (Teamchef Mercedes-AMG Team Black Falcon): „Wir wussten von Anfang an dass das Rennen in diesem Jahr wieder sehr herausfordernd werden würde. Der Ausfall der #2 und #6 war natürlich sehr ärgerlich, besonders weil beide Fahrzeuge zum jeweiligen Zeitpunkt sehr gute Chancen auf ein Podium-Resultat oder sogar den Gesamtsieg hatten. Dennoch können wir mit dem Ergebnis zufrieden sein – wir standen beim härtesten 24h-Rennen der Welt auf der Pole-Position und im Ziel erneut auf dem Podium, zudem holten wir zum siebten Mal in Folge das beste Ergebnis aller Mercedes-AMG Fahrzeuge bei den 24h Nürburgring.“

Alexander Böhm (Geschäftsführer Black Falcon GmbH & Co. KG): “Ich bin mit dem Ergebnis und der Leistung unseres Teams sowohl auf- als auch neben der Rennstrecke äußerst zufrieden. Wir waren sowohl in der Gesamtwertung als auch in den vier weiteren Klassen, in denen wir in 2019 angetreten sind, von Beginn an sehr konkurrenzfähig. Wie bereits in den letzten fünf Jahren konnten wir auch in 2019 wieder zwei Klassensiege beim 24h Rennen Nürburgring einfahren – das war besonders aufgrund der extrem hohen Ausfallquote alles andere als selbstverständlich. Unsere Fahrer sowie die Boxenmannschaft haben einen exzellenten Job gemacht! Ein großes Lob gilt auch unserer Event-Mannschaft: Im Laufe der 24h-Woche haben wir über 400 Gäste und Mitarbeiter an fünf verschiedenen Locations verpflegt, informiert und unterhalten. Last but not least gilt unseren Partnern aus der Industrie ein großes Dankeschön, die unseren erfolgreichen Auftritt bei dieser internationalen Großveranstaltung überhaupt erst möglich gemacht haben.“

Vielversprechende Newcomer beim 24h-Rennen

Der ADAC Nordrhein ist nicht nur als Veranstalter des ADAC TOTAL 24h-Rennen motorsportlich aktiv. Der Regionalclub engagiert sich vielfältig und in unterschiedlichsten Motorsportdisziplinen. Viel Wert wird dabei auch auf die Förderung von talentierten Nachwuchskandidaten gelegt. Zu ihnen gehören die jungen Nordrheiner Lars Peuker (23) und Finn Unteroberdörster (21), die beim diesjährigen 24h-Rennen gewissermaßen die „Gesellenprüfung“ ablegten. Nach einer Phase mit intensiver Betreuung stellte das 24h-Rennen den krönenden Abschluss ihrer Förderung dar.

Lars Peuker zeigte sein Können bereits sehr erfolgreich in der RCN, dort holte er fünf Klassensiege und drei zweite Plätze, sowie den Vizetitel der Nachwuchswertung. Seit 2018 nahm er als Förderkandidat an den Läufen der VLN teil. Aber auch Finn Unteroberdörster bringt alles mit, was ein erfolgreicher Motorsport-Youngster braucht: Er bewies mit vielen Klassensiegen in der RCN und auch nach dem anschließenden Einstieg in der VLN sein Talent. Noch dazu hat er familiär bedingt Benzin im Blut. Sein Vater holte 2000 den VLN-Meistertitel und nahm insgesamt 13 Mal am 24h-Rennen teil.

Für die Jungs, die am 24h-Rennwochenende für das Toyota Motorsport United Team an den Start gingen, ist die Teilnahme am 24h-Rennen etwas ganz Besonderes: „Für mich ist die Teilnahme eine große Ehre und ich bin froh das ich die Chance von Toyota bekommen habe! Ich freue mich total und bin gespannt was mich erwarten wird, insbesondere weil ich noch nicht in der Nacht auf der Nordschleife gefahren bin,“ berichtete Finn kurz vor dem Start des zweiten Qualifyings am Freitag. Auch Lars betonte, dass das nächtliche Fahren eine der größten Herausforderungen darstellt: „Es ist schwierig sich richtig auf das Rennen vorzubereiten, weil man so selten nachts fahren kann. Wir fahren beide in der VLN-Saison und kennen die Strecke, aber ansonsten kann man sich außer mit viel Sport und geistigen Aufgaben nicht besonders auf dieses Event vorbereiten.“

Im ersten Qualifying am Donnerstag ging es für Finn vor allem darum, sich an den für ihn neuen und heckgetrieben Toyota GT86 zu gewöhnen, war er doch aus der VLN einen Renault Megane mit Frontabtrieb gewohnt. Zeitlich konnte das Team durch die Code 60 Phase gegen Ende des Qualifyings nicht so viel rausholen wie erhofft, erreichten aber dennoch den fünften Platz der Klasse. Während des zweiten Qualifyings tüftelte das Team fleißig an der Software, da Leistung fehlte. Dies führte zu weitaus weniger Runden als ursprünglich geplant. Dennoch fuhren Lars, Finn und das Team einen Startplatz im oberen Mittelfeld ihrer Klasse SP3 raus.

Am Samstag hatte das junge Team einen sehr guten Start in das 24h-Rennen: „Alexander Fielenbach ist den Start und dann von Position acht auf fünf gefahren, Adrian Brusius konnte uns dann noch weiter auf Position zwei voranbringen. Wir versuchen mit den nächsten Stints noch weiter nach vorn zu kommen. Bisher läuft es also ziemlich gut für uns, noch besser als im Qualifying“, fasste Finn zwischenzeitlich zusammen.

Auch die Herausforderung Nachtfahrt gelang den beiden mit Erfolg. Nach einer recht ruhigen Nacht fuhr das Team an die Klassenspitze und konnte trotz Getriebeproblemen den Vorsprung halten: „Wir versuchten so gut es ging vorsichtig zu fahren und so die Getriebeprobleme weitestgehend zu umgehen“ erklärte Finn. Die vorsichtige Weiterfahrt gelang mit Bravour, und schließlich sprang in der SP3 ein Klassensieg mit deutlichem Vorsprung heraus. Mit diesem erfolgreichen Rennwochenende gelang ein echter Höhepunkt für die beiden 24h-Newcomer Finn und Lars, die sich damit sicherlich für kommende Aufgaben empfehlen konnten.

Mathol Racing: Platz 1 und 2 in der Cayman-Klasse

[Teaminfo] Mathol Racing reiste zum 47. ADAC TOTAL 24h-Rennen auf dem Nürburgring mit einer schlagkräftigen Gruppe an. Teamchef Mattias Holle über das Ergebnis: „Das 24h-Rennen ist der Höhepunkt der Langstreckensaison auf dem Nürburgring. Diesmal haben wir drei Porsche an den Start geschickt. Unser Ziel, einen Klassensieg zu holen, haben wir erfolgreich umgesetzt. Es wäre sogar ein zweiter Klassensieg möglich gewesen, aber leider hat uns da ein wenig das Glück gefehlt.“

In der Klasse V6 ging der Zimmermann-Porsche Cayman S mit dem Trio Wolfgang Weber/Daniel Schwerfeld/Roberto Falcon an den Start. Fahrer und Auto zeigten sich in Topform und belegten nach dem Training mit einer Rundenzeit von 9.44,931 Minuten Position 3 in der Klasse. Teamchef Holle dazu: „Die Zeit war o.k. Im Rennen zeigte sich aber schnell, dass noch deutlich bessere möglich waren.“

Nach sechs Stunden lag das Zimmermann-Auto in der Klasse klar in Führung. Doch manchmal entscheidet das Rennglück über Erfolg oder Misserfolg bei einer Veranstaltung. Durch eine missverständliche Situation auf der Döttinger Höhe wurde der Zimmermann-Cayman in einen kapitalen Unfall verwickelt und aus dem Rennen eliminiert. Teamchef Holle sagt: „Zum Glück ist nicht mehr passiert. Roberto Falcon konnte das Krankenhaus schon nach einer Nacht wieder verlassen. Trotzdem war es sehr schade, denn wir waren auf dem Weg zu einem souveränen Klassensieg beim 24h-Rennen.“

In der Klasse Cayman GT4 Trophy trat Mathol Racing mit zwei Autos an. Marc Keilwerth/Marcos Adolfo Vazquez/Rüdiger Schicht/„Montana“ fuhren mit dem neuen Modell (718), Henning Cramer/Thorsten Held/„Max Walter von Bär“/Jörg Kittelmann pilotieren das Vorjahresmodell des Porsche Cayman GT4 (981). Beide Mathol-Porsche kamen ohne Probleme über die Distanz. Am Ende siegten Keilwerth/Vazquez/Schicht/„Montana“ in der Klasse Cup 3 (neues Modell 718). Dabei fuhr das Quartett mit 9.06,636 Minuten auch noch die schnellste Rennrunde der Klasse. Das zweite Mathol-Auto belegte Rang 5 und fuhr dadurch auf Platz 2 in der Klasse der älteren Cayman-Generation (981).

Fazit von Teamchef Holle: „Mit Ausnahme des Unfalls des Zimmermann-Porsche haben wir ein großartiges Wochenende erlebt. Aber manchmal muss man auch kleinere Rückschläge verkraften. Auf jeden Fall hat das gesamte Mathol-Team großartige Arbeit geleistet.“

PROsport: Kein Happy-end in der „Grünen Hölle“

[Teaminfo] Vor der eindrucksvollen Kulisse von 230.000 Zuschauern entlang der legendären Nordschleife entwickelte sich die 47. Auflage des ADAC TOTAL 24h-Rennen bei besten Witterungsbedingungen zu einem Motorsport-Spektakel der Extra-Klasse, das an Spannung und atemberaubenden Szenen kaum zu überbieten war. Auch die beiden Aston Martin Vantage GT4 von PROsport Performance bereicherten das hochkarätige Starterfeld. Doch beim Debüt der britischen Sportwagen gab es für das Team aus Wiesemscheid am Nürburgring dieses Mal kein Happy-end in der „Grünen Hölle“.

Zwar kamen beide GT4-Sportwagen durch die Nacht, aber bevor der Sonntag so richtig erwacht war, schieden beide aus. Nach knapp 13 Stunden bedeutete ein technischer Defekt im Bereich der Turbolader das vorzeitige Ende für die #68 mit Jörg Viebahn, Nicolaj Möller-Madsen und Joonas Lappalainen. Drei Stunden später musste auch die #76 mit Christoph Breuer, Kay van Berlo, Alexander Miesund Mike David Ortmann nach einem Kontakt mit der Streckenbegrenzung abgestellt werden.

Teamchef Christoph Esser:„Gratulation an Ernst Moser! Wir freuen uns sehr für das siegreiche Team von Phoenix Racing, mit dem uns eine angenehme Zusammenarbeit verbindet. Wenn oder wäre–all das gilt nicht für uns. Es war schnell klar, dass das nicht unser Rennen werden würde, zu früh kamen die ersten Rückschläge. Wir haben im Debriefing bereits eine Aufgabenliste für 2020erstellt. Darauf freuen wir uns heute schon.“

Nicolaj Moller-Madsen (#68): „Ein tolles Rennen! Ich habe mich im Auto großartig gefühlt. Ohne Probleme hätten wir ein Wort um den Klassensieg mitreden können. Danke an PROsport und an meine beiden Teamkollegen.“

Joonas Lappalainen (#68): „Auf jeden Fall war das Rennen eine Enttäuschung für uns. Wir hatten ein ausgewogenes Auto für das Rennen und alle Chancen, um eine Top-Platzierung in der SP10-Klasse zu kämpfen. Das Glück war jedoch nicht auf unserer Seite. Die gesamte 24h-Veranstaltung ist unglaublich: Die zahlreichen Fans und die Atmosphäre sind wirklich einzigartig.“

Alexander Mies (#76): „Ein ganz dickes Dankeschön geht an Chris Esser für dieses Projekt und an die Mechaniker, denn wir haben denen kein leichtes Wochenende bereitet. Vor allem in der Nacht haben alle vier Fahrer durchgängig Zeit gut gemacht. Als wir wieder eine realistische Chance auf das Podium hatten, passierte der Unfall. So erbarmungslos ist die Nordschleife.“

Kay van Berlo (#76): „Die fünf Tage am Nürburgring waren sehr intensiv und lehrreich. Ich bin definitiv beeindruckt von all den vielen Fans rund um die Nordschleife. Natürlich bin ich zutiefst enttäuscht, dass ein Fehler von mir uns einen potenziellen Podiumsplatz gekostet hat. Ein großes Dankeschön an alle im Team von PROsport und natürlich an meine Teamkollegen.“

Sorg: Platz zwei im BMW Cup

Mit einem zweiten Platz im hartumkämpften BMW M240i Racing Cup endete für AVIA Sorg Rennsport das 47. Int. ADAC TOTAL 24h-Rennen auf dem Nürburgring. Am Ende entschieden ganze 39,9 Sekunden über den Sieg. Eswar die knappste Entscheidung aller 23 Klassen im Feld der 155 Starter.„Natürlich hätten wir gern wie im Vorjahr gewonnen, aber ein zweiter Platz bei13 Startern ist ein gutes Ergebnis“, waren sich die Brüder Benjamin undDaniel Sorg einig.

Vom Start an, begann im BMW-Cup der erwartete Dreikampf zwischen den Favoritenteams. Im Verlauf der Stunden wechselten mehrfach die Positionen. Im Gegensatz zu den Wettbewerbern, setzte das Sorg-Quartett Heiko Eichenberg, Sindre Setsaas, Inge Hansesaetre und William Tregurtha auf acht Runden-Stints im AVIA-BMW und damit eine mehr als die Kontrahenten. „Durch die etwas spritsparende Fahrweise konnten wir uns im Rennverlauf zwei Boxenstopps sparen“, erklärte Daniel Sorg. „Leider hat es trotzdem nicht ganzgereicht.“

Am Steuer des Gerri-BMW wurden die US-Amerikaner Cameron Evans, Lance Boicelli und Scott Smith sowie der Brite Charlie Postins bereits in der fünften Runde Opfer einer Karambolage im Yokohama-S. Der Porsche Cayman verpasste seinen Bremspunkt erheblich und krachte in die rechte Seite von Boicelli. Bis das Fahrzeug zurück im Fahrerlager war, vergingen rund 75 Minuten. Die anschließende Reparatur nur rekordverdächtige 15 Minuten. Die Porsche-Mannschaft wurde von der Rennleitung übrigens mit einer 5.32 Minuten-Penalty bestraft.

Nach ziemlich genau zehn Stunden mussten die Spanier Joaquin CapsiSegura, Alvaro Fontes, Antonio Castillo und Guillermo Aso den Nürburg-GateM240i unfallbedingt abstellen, nachdem Aso im Bereich Aremberg von der Strecke abkam.

Bei den Produktionswagen bis 2500 ccm (Klasse V4) verhinderte eine defekte Antriebswelle den 24h-Hattrick. In Führung liegend, strandete der BGStechnic-BMW 325i in der 19. Stunde im Streckenabschnitt Ex-Mühle. Die Bergung und die Reparatur dauerten fast zwei Stunden, somit nur Platz sechs von neun Startern für Torsten Kratz, Joseph Moore,Oliver Frisse und Björn Simon.

Der HS Gebäudetechnik-BMW 325i von Ersin Yücesan, EmirAsari, Lucas Schmidt und Mark Benz konnte nicht am Rennen teilnehmen, nachdem Schmidt im Qualifying sehr nachhaltig mit der Breidscheider Betonmauer Bekanntschaft gemacht hatte. Inder Klasse V6 musste der Eibach-Porsche Cayman S von Alberto Carobbio, Janghang Choi, Ugo Vincenzi und „StefanMeier“ in der sechsten Stunde wegen einer defekten Getriebe-Dichtung abgestellt werden.

Bei den Turbo-Specials bis 2000 ccm (Klasse SP3T) feierte der Audi RS3 mit Rang vier bei acht Startern ein gutes 24h-Debüt. Peter Haener, Christoph Hewer, Rudi Speichund Roland Waschkau verloren das mögliche Podest aufgrund von Pech. Benjamin Sorg: „Ein herumliegender Fremdkörper wurde bereits in der dritten Runde so ungünstig getroffen, dass der Splitter den dahinter liegenden Lüfter und einen Kühlwasserschlauch beschädigte. Die Reparatur dauerte 1.45 Stunden.

“In der mit diversen Profipiloten besetzten Klasse SP10 für GT4-Fahrzeugezeigten die Gentlemen-Driver Stefan Beyer, Emin Akata, Olaf Meyer und Fidel Leib mit dem Sinziger Mineralwasser-BMW M4 GT4 eine feine Leistung. Sie lagen nach zehn Stunden auf dem fünften Rang, ehe Akata in der Fuchsröhre mit einem Porsche Cayman, der möglicherweise auf einer Betriebsmittelspur die Kontolle verlor, kollidierte und in der Leitplanke landete.

Im Kundenauftrag wurde der Scangrip-BMW 335i von Michael Eden, Niels Borum und Wayne Moore mitbetreut. Aufgrund von Elektrikproblemen schaffte das Trio aber nur 25 Umläufe und musste vorzeitig aufgeben.