rent2Drive-Famila-racing: Wechselhaftes Rennen

[Teaminfo] Mit sechs Fahrzeugen war das in Döttingen beheimatete Team rent2Drive-Famila-racing beim sechsten Lauf der VLN am Start. Erstmalig wurde dabei in der Klasse SP7 ein Porsche 991 Cup rund um Andreas Riedl eingesetzt. Bevor das Rennen überhaupt losging forderte das wechselhafte Regenwetter jedoch schon seinen Tribut: Der in der SP6 startende Porsche 997 Cup mit den Piloten Stefan Müller, Karl Pflanz und „dem Bommel“ war im Qualifying auf der regennassen Straße von der Strecke abgekommen und in die Leitplanken eingeschlagen. Leider hätten die Reparaturarbeiten zu viel Zeit in Anspruch genommen, sodass das Team schweren Herzens auf einen Start verzichtete.

Positiv verlief der erstmalige Start des Porsche 991 Cup. Andreas Riedel teilte sich das Cockpit mit Richard Gresek und Jörg Wiskirchen. Routiniert spulten die drei ihre Runden ab und landeten final auf dem fünften Platz in der Klasse SP7.

Ein wahres Wechselbad der Gefühle erlebte die SP8-Mannschaft mit dem Porsche GT3 Cup MR des Teams. Peter Terting, der die beiden Stammfahrer Dmitriy Lukovnikov und David Ackermann unterstützte, stellte den Porsche im Qualifying auf die Pole Position. Da er sehr gut mit den Witterungsbedingungen zurechtkam, übernahm er auch den Start und kam mit fast zwei Minuten Vorsprung auf den Klassenzweiten von seinem Stint zurück. Beim Boxenstopp ereignete sich dann das erste Drama: Die Zapfsäule funktionierte nicht! Zunächst wechselte das Team die Reifen und musste dann zur Nachbarbox tanken. Dadurch verlor man den mühsam herausgefahrenen ersten Platz in der Klasse und Dmitriy machte sich auf die Aufholjagd. Durch eine geschickte Boxenstrategie eroberte man die Klassenführung zurück, und Dmitriy übergab wieder an Peter Terting. Dieser schaffte es wieder einen Vorsprung herauszufahren, bis 30 Minuten vor Rennende ein Defekt an den Antriebswellen auftrat. Was für ein Drama!

Unbeschadet ins Ziel kamen die beiden BMWs aus der Klasse V4. Wieder war es diese Klasse, die mit 30 Nennungen das stärkste Starterfeld stellte. Moritz Gusenbauer, der sich mit Philipp und Doppelstarter Richard Gresek abwechselte, stellte den Boliden im Qualifying auf die dritte Startposition. Leider verlor man im Rennen einige Positionen, sodass final der zehnte Platz in der Klasse übrig blieb. Auf dem 14. Platz in der Klasse landete der zweite BMW mit Ersin Yücesan, Sergey Gorbunov und Kadir Akca. Die drei waren erstmalig in dieser Konstellation unterwegs und freuten sich entsprechend über die Zielankunft.

Highlight des Wochenendes war die Zielankunft des Renault Megane RS in der Klasse VT2. Endlich war der Bann gebrochen und ein dritter Platz in der stark besetzten Klasse war der verdiente Lohn. Bei diesem Rennen wurde Routinier Axel Jahn und Julian Koch vom türkischen Fahrer Caglayan Celik unterstützt. Bis auf einen kleinen Ausritt, der jedoch ohne Folgen blieb, meisterte Caglayan seinen ersten Start auf diesem Fahrzeug hervorragend und fügte sich sehr gut in seine Rolle ein.

„So ist Rennsport. Trotz guter Ausgangsposition haben wir final nicht das Ergebnis erreicht, das wir uns erhofft haben. Ein Grund war sicherlich die defekte Zapfsäule, was uns ab Mitte des Rennens sehr behindert und zu Zeitverzögerung geführt hat. Das haken wir jetzt ab und konzentrieren uns auf das nächste Rennen, wo wir wieder alles geben werden“, so Teamchef David Ackermann nach dem Rennen.

Pixum Adrenalin: Gelungener Start in die zweite Saisonhälfte

[Teaminfo] Das Pixum-Team Adrenalin Motorsport ist mit einem guten Ergebnis in die zweite Saisonhälfte gestartet. Trotz schwierigster Witterungsbedingungen beim sechsten VLN-Lauf gewann die amtierende VLN-Meistermannschaft mit dem Pixum-Porsche Cayman (Klasse V5) die Wertungsgruppe der Produktionswagen. Zudem sicherte sich die Truppe aus Heusenstamm in den Klassen V4, Cup5 sowie SP10 jeweils einen Podiumsplatz und verteidigte damit erfolgreich die Doppelführung in der VLN Gesamtwertung.

„Unter dem Strich können wir mit den Ergebnissen vom Wochenende durchaus zufrieden sein, wenngleich Petrus heute seinen Teil dazu beigetragen hat, dass uns die Klassensiege in der V4 und Cup5 leider verwehrt geblieben sind“, resümierte Teamchef Matthias Unger. „Natürlich ist das sehr ärgerlich, aber man kann angesichts der äußerst schwierig einzuschätzenden Wetterentwicklung und der mäßigen Sichtverhältnisse durch die aufkommende Gischt niemandem einen Vorwurf machen“.

So stand der sechste Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft ganz im Zeichen des wechselhaften Eifelwetters. Immer wieder einsetzende Regenfälle sorgten dabei nicht nur im morgendlichen Qualifying für eine deutlich erschwerte Zeitenjagd, sondern führten auch im Rennen zu einem wahren Reifenroulette. Aus dem Pixum-Team Adrenalin Motorsport kamen mit diesen Bedingungen Daniel Zils, Norbert Fischer und Oskar Sandberg am besten zurecht. Das Fahrertrio mit dem #444 Pixum-Porsche Cayman konnte bereits zum fünften Mal in dieser Saison den Klassenerfolg sichern. Zudem durfte man sich auch bei den VLN-Produktionswagen über den Wertungsgruppensieg freuen und ließ damit die leistungsmäßig stärkeren Fahrzeuge aus den anderen V-Klassen hinter sich.

„Es ist toll, dass es auch nach der Sommerpause so erfolgreich für uns weitergeht. Leider sind jedoch im Vergleich zum Saisonstart die Starterzahlen in unserer V5-Klasse etwas rückläufig, weshalb es für uns schwer sein wird, am Ende ganz vorne in der Gesamtwertung zu landen. Trotzdem werden wir versuchen, unsere Hausaufgaben bestmöglich zu machen und dann schauen wir, wozu es am Ende reichen wird“, so die drei Piloten, die ungeachtet der noch einzurechnenden Streichergebnisse weiterhin auf dem zweiten Rang in der VLN Gesamtmeisterschaft liegen.

Vor ihnen an der Spitze des Tableaus befinden sich auch nach dem sechsten VLN Lauf ihre Teamkollegen David Griessner und Yannick Fübrich (#650 CFN-Folientechnik), die dieses Mal den zweiten Platz im BMW M240i Racing Cup (Cup5-Klasse) belegten. Wie bei allen bisherigen Saisonläufen zeigte das eingespielte Fahrerduo erneut eine starke Performance. Während Fübrich sich von Beginn an einen faszinierenden Zweikampf mit den Konkurrenten um die Klassenspitze lieferte, konnte sich Griessner in der Endphase des Rennens deutlich von den Verfolgern absetzen und als Erster den Zielstrich überqueren. Durch eine Zeitstrafe wegen eines Überholvorganges unter gelber Flagge fiel man im Nachgang allerdings noch auf den zweiten Platz zurück. „Ich habe leider aufgrund der Gischt im Starkregen die Flagge nicht gesehen. Schade um den Sieg, aber wir waren auf der Strecke die Schnellsten und das stimmt mich positiv für die nächsten Rennen“, so Griessner anschließend.

Die übrigen BMW M240i Racing-Fahrzeuge trotzten ebenfalls erfolgreich den Wetterkapriolen. So fuhren Thomas Henriksson, Stefan Kruse, Vincent Schwartz und Tim Heinemann (#655 Pixum) nach einem fehlerfreien Rennen auf den siebten Platz. Rudolfo Funaro, Joachim Schulz und Laura Luft (#654 Motec Wheels) belegten im Schwesterfahrzeug den elften Rang vor ihren Teamkollegen Ben Bünnagel, Francesco Merlini und Davide Dehren (#652 SSB Wägetechnik), die auf der 12. Position gewertet wurden.

Einen überzeugenden Auftritt legten auch Thorsten Wolter und Marcel Lenerz mit dem Mainhattan-Wheels BMW M4 GT4 (#161) hin. So sah das Fahrerduo nach einem beherzten Rennen auf dem dritten Platz die Zielflagge und durfte sich damit über einen Podiumsplatz in der SP10 freuen.

Gleiches gilt auch für das amtierende Meistertrio Philipp Leisen, Danny Brink und Christopher Rink, das in der Produktionswagenklasse V4 mit dem Pixum-BMW 325i E90 (#1) auf den zweiten Platz fahren konnte. Vom fünften Rang aus gestartet kämpften sie sich im Verlauf des Rennens bis an die Klassenspitze nach vorne. In der Endphase fehlte den drei Piloten dann allerdings das letzte Quäntchen Glück in einer Code-60-Phase, weshalb man den Sieg kurz vor Schluss noch verlieren sollte. Der Motec-Wheels-BMW 325i E90 von Christoph Magg, Philipp Stahlschmidt und Philipp Kowalski mit der Startnummer #702 fuhr am Ende Platz zwölf ein.

Insgesamt brachte das Pixum-Team Adrenalin Motorsport damit acht der neun gestarteten Fahrzeuge erfolgreich ins Ziel. Einzig der #445 Nexen-Tire-Porsche Cayman musste nach einem elektrischen Problem vorzeitig an der Box abgestellt werden. Ulrich Korn, Charles Oakes und Matthias Beckwermert haben jedoch bereits in der Vergangenheit starke Auftritte in der Grünen Hölle gezeigt und werden daher sicherlich schnell wieder mit dem Porsche Cayman in die Erfolgsspur zurückfinden.

FIA WTCR: Lynk & Co nutzt Heimvorteil

Nach zwei Monaten Sommerpause ist der FIA Tourenwagen-Weltcup (WTCR) in seine Asientour gestartet: Vier Wochenenden inklusive des nun absolvierten im chinesischen Ningbo bleiben noch im Kampf um den Meistertitel. Und alles spricht für ein spannendes Finale! In Ningbo spielten die Fahrer der TCR-Rennwagen von Lynk & Co ihren Heimvorteil aus: Yvan Muller (FRA) holte die Pole in beiden Qualifyings und siegte im ersten Lauf und dritten Lauf des Wochenendes. Im zweiten Rennen, das traditionell für die Top 10 in umgekehrter Reihenfolge des Qualifying-Ergebnisses gestartet wird, konnte dann Norbert Michelisz triumphieren. Der Ungar wurde nach einem spektakulären Rennen schließlich vor Hyundai-Markenkollege Gabriele Tarquini (ITA) abgewinkt – und auch hier konnten sich Yvan Muller und Thed Björk (SWE) in ihren Lync & Co 03 TCR auf Platz drei und vier bestens in Szene setzen. Ein Wochenende zum Abhaken erlebte dagegen der bisherige Spitzenreiter: Esteban Guerrieri blieb nach einem 19. Platz und zwei Ausfällen punktelos – er ist vor dem WTCR-Wochenende in Japan (25. – 27. Oktober) nur noch auf Platz zwei der Tabelle hinter Michelisz. Nach der brillanten Vorstellung in China rangiert den Elsässer Muller auf Platz drei der Tabelle.

Genau so dürfte sich die Lynk&Co-Mannschaft das Heimspiel in China vorgestellt haben: Die knallblauen TCR-Tourenwagen von Cyan-Racing konnten dem Geschehen im Ningbo International Speedpark ihren Stempel aufdrücken. Schon im spannenden ersten Qualifying dominierte Yvan Muller, doch die Leistungsdichte auf der Vier-Kilometer-Strecke war hoch. 21 Autos lagen innerhalb von weniger als einer Sekunde. Gerade einmal 0,05 Sekunden trennten Muller vom Lokalmatador Ma Qinghua (CHN) in der Alfa Romeo Giulietta TCR.

Lauf 1: Muller siegt, Desaster für Tabellenführer Guerrieri
Im Rennen konnte Muller auf dem chinesischen Rennwagen an die starke Leistung anknüpfen: Muller verteidigte seine Führung das ganze Rennen über gegen Ma Qinghua, der keinen Weg an den Lynk & Co 03 TCR vorbei fand. Entscheidend war dabei der Start, den der Franzose gewann, während Alfa-Pilot Ma von Mikel Azcona (ESP, Cupra TCR) unter Druck gesetzt wurde. Der Chinese war aber schnell genug, um wieder auf den Führenden aufzuholen. Ma hing Muller die kompletten 13 Runden am Heck. „Das war alles andere als einfach“, so Muller. „Ma hat mich sehr unter Druck gesetzt. Es gab einen Punkt, an dem ich meinen Ingenieur gefragt habe, wie lange noch zu fahren ist. Seine Antwort war sechs Runden. Ich antwortete, dass das noch eine lange Fahrt wird. Ich musste mich voll fokussieren.“ Azcona komplettierte bei seinem Ningbo-Debüt das Podium. Er konnte sich im Cupra in den letzten Runden gegen Norbert Michelisz (Hyundai) durchsetzen, der mit Platz vier aber wichtige Punkte im Kampf um den Meistertitel holte. Denn gleichzeitig erlebte Spitzenreiter Esteban Guerrieri (ARG) ein Desaster: Beim Fahrer des deutschen Teams All-Inkl.com Münnich Motorsport wurde in der Startaufstellung der Feuerlöscher ausgelöst. Deshalb musste er mit seinem Honda Civic Type R TCR aus der Boxengasse starten. Abgewinkt wurde er schließlich auf Platz 19, was einen punktelosen Lauf bedeutete.

Lauf 2: Dramatische Szenen, ein strahlender Sieger
Auch im zweiten Rennen ging der Spitzenreiter leer aus – und verlor damit sogar die Meisterschaftsführung. In einem dramatischen Lauf gelang es Norbert Michelisz stattdessen, mit einem Sieg den ersten Tabellenplatz zu erobern. Eine ganze Reihe von Zwischenfällen in der ersten Runde führte zu einer starken Dezimierung des Feldes. So landete Guerrieri in den Leitplanken und fiel aus, während Michelisz sich im Kampf mit Pole-Sitter Andy Priaulx (GBR, Lynk & Co 03 TCR) durchsetzte. Während die beiden Spitzenreiter ungehindert davonzogen, ging es hinter ihnen rund: Benjamin Leuchter (Duisburg, VW), Augusto Farfus (BRA, Hyundai) und Tiago Monteiro (POR, Honda) gehörte zu den Leidtragenden. Von den 25 gestarteten Fahrzeugen sahen schließlich nur zehn die Zielflagge. An der Spitze bot der Fight der beiden Führenden ebenfalls beste Unterhaltung, und es war schließlich der Ungar, der sich durchsetzen konnte: Der dreifache Tourenwagen-Weltmeister Priaulx hatte schließlich ein Reifenproblem vorne rechts, bremste unerwartet früh, und Michelisz beschädigte seinen Hyundai stark, als er auffuhr. Tarquini, der den Teamkollegen bis dato abgeschirmt hatte, fand sich als Führender wieder, ließ Michelisz aber wieder vorbei, um ihm die wichtigen Meisterschaftspunkte zu sichern.

Lauf drei: Ungefährdeter Sieg Nummer zwei für Muller
Das perfekte Wochenende krönte Muller schließlich mit seinem zweiten Rennsieg in Lauf drei: Die Tourenwagen-Legende hielt von der Pole-Position aus die Konkurrenz hinter sich und gewann vor seinem Lynk&Co-Teamkollegen Yann Ehrlacher, der außerdem sein Neffe ist. Die beiden Titelkandidaten Norbert Michelisz und Esteban Guerrieri gehörten dagegen zu den zahlreichen Fahrern, die es nicht ins Ziel schafften. „Es war ein fantastisches Wochenende“, freute sich der 50-Jährige. „Alle Jungs und Mädels bei Cyan Racing Lynk & Co verdienen das. Wir hatten einen harten Sommer, in dem wir darüber nachgedacht haben, was wir tun müssen. Wir sind fokussiert geblieben und haben an diesem Wochenende unser Ziel erreicht. Jetzt ist alles möglich.“ Muller und Ehrlacher erwischten einen sauberen Start, während es im Hinterfeld gleich zu Kollisionen kam: Jean-Karl Vernay und Daniel Haglöf hatten einen Kontakt, in dem dann auch noch Frederic Vervisch und Guerrieri verwickelt wurden. Sowohl Vernay als auch Haglöf mussten das Rennen aufgeben. Danach erwischte Michelisz zum zweiten Mal das Heck von Andy Priaulx im Lynk & Co. Der Hyundai krachte in die Mauer und auch Michelisz musste aufgeben. Nach einer Safetycar-Phase wurde das Rennen in Runde fünf wieder freigegeben, und prompt gab es eine Runde später einen Kontakt zwischen Tiago Monteiro und Niels Langeveld, der das Aus für den Comtoyou-Audi bedeutete. Danach krachte Monteiro nach einem Kontakt mit Mehdi Bennani heftig in die Mauer. Monteiro wurde nicht verletzt und Bennani bestraft: Es kam zu einer zweiten Safetycar-Phase, um die Autos zu bergen. In Runde zehn ging es weiter: Guerrieri musste wegen eines Folgeschadens aus einem früheren Kontakt aufgeben und verpasste so die Chance, am ausgefallenen Michelisz in der Tabelle wieder vorbeizuziehen. Während das Führungsduo ungefährdet vorneweg fuhr, gab es dahinter einen harten Kampf um die verbleibende Podiumsplatzierung. Nicky Catsburg hatte nach einem Kontakt mit Aurelien Panis einen Reifenschaden. Augusto Farfus erbte den dritten Platz, gab diese Position aber an seinen Hyundai-Kollegen Gabriele Tarquini ab. Der Italiener kam hinter Muller und Ehrlacher ins Ziel, während Farfus sicher auf Platz vier fuhr.

GetSpeed Performance feiert erneut Podiumsplatz

[Teamifno] Starker Regen machte den sechsten Lauf der VLN zu einer wahren Wasserschlacht. Die extrem anspruchsvollen Wetterbedingungen rund um den Eifelkurs hat die Mannschaft von GetSpeed Performance mit Bravour gemeistert: Philip Ellis und Dominik Baumann bewahrten stets die Übersicht und brachten den Vodafone Mercedes-AMG GT3 nach vier Stunden Renndistanz auf Platz drei ins Ziel. Für das Team aus dem Gewerbepark am Nürburgring ist es die zweite Podiumsplatzierung in diesem Jahr. Bereits im Zeittraining am Samstagmorgen zeigte Fabian Schiller seine Klasse: Er qualifizierte den Rooster Rojo J2R Mercedes-AMG GT3, den er sich mit Janine Hill und John Shoffner teilt, für Startplatz zwei.

„Wir können mit der Leistung am Wochenende absolut zufrieden sein, auch wenn wir unserem ersten Sieg in der VLN noch hinterherjagen. Im Qualifying waren wir das schnellste Mercedes-AMG-Team. Fabian ist ein überragender Fahrer und hat uns zum dritten Mal in Folge einen Platz in der ersten Startreihe gesichert. Dominik ist nach seinem Unfall direkt wieder mit von der Partie gewesen und hat seinen Teil zum hervorragenden dritten Platz beigetragen. Die Bedingungen waren extrem schwierig, trotzdem lief das Rennen gut für uns“, fasste Teamchef Adam Osieka den Renntag am Nürburgring zusammen.

Wie schwierig die Bedingungen waren, davon wusste Philip Ellis zu berichten: „Das war ein sehr anstrengendes Rennen. Nicht körperlich, aber mental. Ich bin beiden Stints im Regen gefahren und hatte – außer auf dem GP-Kurs – keine trockene Strecke. Da musste ich höllisch aufpassen die Reifen nicht kaputt zu machen. Das Wetter hat es fast unmöglich gemacht richtig zu pushen. Es regnete mal mehr, mal weniger. Wir konnten gegen Rennende noch einiges an Zeit gut machen, trotz teilweise heftigen Aquaplanings. Selbst die kleineren Autos hatten bei den Wetterbedingungen zu kämpfen, aus diesem Grund bin auch weniger Risiko eingegangen als sonst.“

Zufrieden mit seinem Comeback nach dem Unfall bei VLN1 war auch Dominik Baumann, der die ersten beiden Stints in der Startnummer zwei gefahren ist. „Die ersten Runden am Freitag haben sich auf Anhieb gut angefühlt. Der Renntag war insgesamt schwierig. Trotz der Wetterkapriolen habe ich mich im Qualifying schon sehr wohl gefühlt. Am Anfang des Rennens haben wir ein wenig gepokert mit den Boxenstopps. Das ging sich zum Schluss hin glücklicherweise sehr gut aus. Ein Platz auf dem Podium ist immer schön und für mich beim Comeback nach meinem Unfall ist es umso schöner.“

„Wir haben am Freitag bei bestem Wetter einige Sachen ausprobiert, auch im Hinblick auf das Rennen. Aber im Regen fehlt uns einfach noch etwas Erfahrung – da müssen wir mehr aus dem Auto rausholen“, sagte Osieka. „Wir konnten die Pace im Rennen nicht hundertprozentig mitgehen. Trotzdem haben alle einen super Job gemacht. Insbesondere Janine und John, auch wenn es das Ergebnis leider nicht zeigt.“

Nach dem Doppel-Stint von Fabian Schiller hatte Janine Hill das Steuer übernommen und den rot-weißen Mercedes-AMG auf Position vier im Gesamtklassement gehalten, aber nach Aquaplaning im schnellen Streckenabschnitt Schwedenkreuz und einer leichten Berührung mit der Leitplanke verlor sie viel Zeit. Nach einem kurzen Boxenstopp übernahm John Shoffner. Auf Aquaplaning touchierte er ebenfalls die Streckenbegrenzung und musste die Box ansteuern.

„Janine hat das Auto super auf der vierten Position gehalten und auch John war zunächst gut unterwegs. Als er nach seinem Ausrutscher an die Box kam, haben wir festgestellt, dass das Lenkrad schief stand. Wir konnten den Schaden nicht direkt lokalisieren und haben uns daher entschieden, das Rennen aus Sicherheitsgründen nicht wieder aufzunehmen.“

Freud und Leid bei Mühlner Motorsport

[Teaminfo] Klassensieg und Ausfall: Der sechste VLN-Lauf bescherte dem belgischen Team Mühlner Motorsport die ganze Bandbreite der Motorsport-Emotionen. Für den Porsche Cayman GT4 gab es einen Sieg und die Meisterschaftsführung. Der H&R-Porsche 911 GT3 allerdings fiel nach einem Unfall in der Carrera-Cup-Klasse aus.

Nach dem Start von der Pole Position wäre für den Cup-Porsche #123 von Hoppe, Hertenstein und Kranz die Fahrt im Streckenabschnitt Pflanzgarten beinahe beendet gewesen. Dort touchierte Jean Hertenstein die Leitplanke und beschädigte die hintere linke Radaufhängung stark. Er konnte den weidwunden 911er zwar noch zur Box bringen und die Mechaniker reparierten den mechanischen Schaden in Windeseile und schickten Marcel Hoppe für eine Testrunde zurück auf die Strecke, aber ein Folgeschaden im ABS-System sorgte dann für das endgültige Ende des Rennens.

Teamchef Bernhard Mühlner: „Jean hat in den sieben Rennen, die er 2018 bei uns gefahren ist, keinen Kratzer ans Auto gemacht. Die Nürburgring-Nordschleife ist immer eine Herausforderung, aber besonders im Regen. Aber so ist das nun einmal und wir konzentrieren uns jetzt auf die restlichen Rennen der Saison um die Führung in der Carrera-Cup-Klasse zu behalten.“

Sieg in der Porsche Cayman GT4 Trophy

Wieder einmal war es ein nasser Renntag auf der Nürburgring-Nordschleife und wieder einmal konnten die Fahrer der #979 zeigen, dass sie im Regen besonders schnell sind: Moritz Kranz holte schon zum vierten Mal in der Saison die Pole Position und überzeugte erneut vom Start weg. Er fuhr auf nasser Strecke sofort einen Vorsprung heraus und konnte das Auto nach acht Runden mit knapp 80 Sekunden Vorsprung an Thorsten Jung übergeben. Dieser ging auf nun abgetrocknender Strecke auf Slicks ins Rennen und konnte den Vorsprung souverän verteidigen. Einsetzender Regen nach fünf Runden machte einen erneuten Reifenwechsel notwendig und Nico Menzel übernahm das Steuer.

Für den Schlussstint stieg Kranz erneut in den Cayman GT4. Er vergrößerte den Vorsprung zeitweise auf 2:30 Min. und überquerte als Sieger die Ziellinie: Platz eins in der Klasse und ein überraschender Gesamtrang neun inmitten der leistungsstärkeren GT3/SP9-Fahrzeuge für das Team von Renate-Carola und Bernhard Mühlner.

Bernhard Mühlner: „Es war ein superspannendes Rennen. Mit dem Sieg in der Cayman-GT4-Trophy haben wir unser Ziel erreicht und konnten die Führung in der Meisterschaft wieder übernehmen. Das Ganze wird getoppt durch einen hervorragenden neunten Platz in der Gesamtwertung – damit hatten wir nicht gerechnet. Unser Moritz ist im Regen einfach unschlagbar.“

Erfolgreicher sechster VLN Lauf für AVIA racing

[Teaminfo] Unter schwierigen Regenwetterbedingungen hat sich das Team AVIA racing beim sechsten VLN-Lauf ein fast perfektes Ergebnis auf dem Nürburgring erkämpft. In der Klasse SP 10 der VLN fuhr der AVIA-Sorg-Rennsport-BMW M4 GT4 #181 mit Erik Johansson (SWE) und Heiko Eichenberg (Fritzlar) als erster über die Ziellinie. Bei einem Starterfeld von 160 Fahrzeugen stand der 11. Gesamtrang zu Buche und somit eine Platzierung noch vor einigen stärkeren GT3-Fahrzeugen.

Der AVIA-Sorg-Rennsport-BMW M240i #695 mit den Piloten Moritz Oberheim (Schermbeck), Sindre Setsaas (NOR) und Inge Hansesætre (NOR) ging von der Pole Position in der Klasse ins Rennen und behauptete lange Zeit die Führung. Während einer Gelbphase verlor das Team dann im Rennverlauf den ersten Platz und Setsaas sah vorläufig als Zweiter in der Cup 5 Klasse das schwarz-weiß karierte Tuch. Aufgrund einer Strafe wegen überholen unter Code 60 gegen den Erstplatzierten wurde der Sieg kurz nach Rennschluss doch noch AVIA racing zugesprochen.

Der AVIA-Clio RS #620, pilotiert von Stephan Epp (Wuppertal), Michael Bohrer (Merzig) und Gerrit Holthaus (Lüdenscheid) überquerte in der Klasse H2 als Zweiter die Ziellinie.

„Über vier Stunden war es ein heißes und schwieriges Rennen unter widrigen Bedingungen. Viel Starkregen sorgte für so manche Taktikänderung, um bei den Boxenstopps die richtigen Reifen zu wählen.“ so Benjamin Sorg, Teamchef AVIA Sorg Rennsport, nach dem Rennen. Der Wuppertaler führt weiter aus: „Durch beeindruckende Leistung unserer Fahrer und des Teams behaupteten wir in beiden Klassen die Positionen an der Spitze, was am Ende mit zwei Klassensiegen belohnt wurde. Ein hervorragendes Resultat. Mit einem GT4 auf Gesamtrang elf von über 150 Fahrzeugen zu kommen und mit einem Cup5-Auto auf Gesamtrang 23 zu stehen – einmalig!“

Für den AVIA Clio RS sah es lange Zeit ebenso nach einem Klassensieg aus. Michael Bohrer erkämpfte in seinem Stint mit einem beachtenswerten Vorsprung von etwa zwei Minuten auf die Konkurrenten. Diese Pace konnte Gerrit Holthaus als Schlussfahrer nicht mitgehen und musste kurz vor Rennende die Führung abgeben.

„Es tut mir für das Team sehr leid, dass ich uns nicht einen Dreifachsieg bei diesem Rennen bescheren konnte. In diesem Fall schmerzt auch ein zweiter Platz. Besonders Michael hatte uns stark in Führung gebracht. Bedauerlicherweise konnte ich sein Tempo nicht halten.“ erklärt Gerrit Holthaus nach dem Rennen. „Wir werden bei der nächsten VLN stärker zurückkehren.“

Das Fazit von Stephan Hauke, verantwortlich für das AVIA Sportmarketing: „Es ist ein nahezu perfektes Ergebnis der AVIA racing Mannschaft. Wir sahen ein spannendes Rennen und sind mit dem Erreichten hochzufrieden. Der zweite Rang des Clio ist am Ende doch ebenfalls eine tolle Podestplatzierung und wir können zufrieden dem nächsten VLN-Lauf entgegensehen.“

mathilda racing: Technikteufel verhindert Top-Platzierung

[Teaminfo] Kleines Bauteil, große Wirkung: Ein technischer Defekt am Schaltgestänge des Cupra TCR hat mathilda racing beim sechsten Lauf der VLN eine Top-Platzierung gekostet. Nach vier Stunden überquerten Matthias Wasel und Frederic Yerly auf der vierten Position die Ziellinie. Die Führung in der VLN-Klassensieger-Trophäe konnte das Duo aber dennoch behaupten.

Beim sechsten Lauf der VLN hatte die Eifel ihr berüchtigtes, wechselhaftes Wetter für Teams und Fahrer aufgeboten. Im morgendlichen Zeittraining sorgte starker Regen für eine rutschige Strecke. Die beiden Stammfahrer Matthias Wasel und Frederic Yerly ließen es zwar vorsichtig angehen, konnten sich aber dennoch auf dem dritten Platz in der TCR-Klasse sowie auf dem 35. Gesamtrang platzieren.

Nach einem Regenschauer in der Anfangsphase des Rennens trocknete die Strecke nach und nach ab. Startfahrer Yerly schonte den Dunlop-Regenreifen zu Beginn des Rennens und blieb dabei in Schlagdistanz zu den beiden führenden Autos von Moller Bil und Max Kruse Racing. Nach der siebten Runde mussten die beiden zum Reifenwechsel in die Box und der mathilda-Cupra übernahm die Führung.

Doch wenige Minuten später folgte das Entsetzen im Team: Yerly konnte nicht mehr schalten und musste in die Box. Das Problem am Schaltgestänge konnte schnell lokalisiert und behoben werden. Doch gute zehn Minuten Reparaturpause sind gleichbedeutend mit einer Runde Rückstand und dem Ende aller Träume für eine Top-Platzierung. „Ich muss mich bei den Mechanikern und unseren beiden Fahrern bedanken, dass wir schlussendlich mit dem vierten Platz noch drei wichtige Punkte für die Meisterschaft sammeln konnten“, resümierte mathilda-Teamchef Michael Paatz.

In der VLN Klassensieger-Trophäe ist die Spitze nun dichter zusammen gerückt. Dennoch liegen Matthias Wasel und Frederic Yerly weiterhin mit einem deutlichen Vorsprung an der Spitze. Paatz ehrgeizig: „Wir haben es nach wie vor selber in der Hand und wollen die Führung in den kommenden Rennen bis zum Saisonende behaupten.“

Auch der Scirocco von mathilda racing war wieder mit von der Partie: Nach einem Ausrutscher im Qualifying fehlten dem VW ein paar Zentimeter der Heckpartie. „Zum Glück hat es fast nur Blech erwischt und das Auto konnte am Rennen teilnehmen“, zeigte sich Paatz erleichtert. Im Rennen konzentrierten sich die beiden Piloten Timo Hochwind und Lukas Niedertscheider auf das Wesentliche – ankommen und die notwendigen Runden für die „A“-Permit sammeln. Der siebte Platz in der Klasse VT2 war mit dem angeschlagenen Scirocco ausreichend. Damit dürfen sich die beiden Nordschleife-Neulinge zukünftig auch höheren Aufgaben zuwenden. Ab sofort sind sie in einem Cupra TCR startberechtigt. „Mal sehen, ob wir nicht die beiden in diesem Jahr noch in einem Cupra sehen“, so Paatz vielsagend. Bei nächsten VLN-Rennen muss Niedertscheider allerdings aussetzen, denn auf ihn wartet der Start bei der TCR Germany.

Manthey-Racing: Kein Glück beim sechsten VLN-Lauf

[Teaminfo] Der Manthey-Racing-Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer #911, bekannt als „Grello“, pilotiert von Otto Klohs (Ludwigshafen), Kévin Estre (Frankreich) und Lars Kern (Weissach) musste das RCM DMV Grenzlandrennen aufgrund eines Unfalls vorzeitig beenden. Estre blieb bei diesem Zwischenfall am Samstag auf der Nürburgring-Nordschleife unverletzt.

Im 90-minütigen Zeittraining am Morgen kamen Klohs, Kern und Estre zum Einsatz. Klohs, der sonst am Steuer des rot-weißen Porsche mit der Startnummer #12 sitzt, feierte sein Debüt mit dem neuen Modell des Porsche 911 GT3 R. Der Pro-Am-Klassensieger des ADAC TOTAL 24h-Rennens zeigte sich nach den ersten Qualifying-Runden im „Grello“ begeistert. Porsche-Werksfahrer Estre erkämpfte bei nassen Streckenbedingungen mit einer Zeit von 9:24,854 Minuten Startplatz fünf.

Das sechste Rennen der Saison startete für alle 147 Teilnehmer um 12:00 Uhr bei typisch wechselhaftem Eifelwetter. Zu Beginn des Rennens regnete es, und Startfahrer Estre setzte sich bereits nach der ersten Runde an die Spitze des Feldes. Nach sieben Runden steuerte der Franzose die Box an, um auf Slicks zu wechseln. Danach baute er auf abtrockender Strecke seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Nach zwei Stunden Renndistanz stoppte ein Unfall bei erneut einsetzendem Regen den an der Spitze liegenden Neunelfer. Im Bereich Klostertal kam Estre von der Fahrbahn ab und kollidierte mit der Streckenbegrenzung. Aufgrund der am Fahrzeug entstandenen Schäden konnte das Rennen nicht wiederaufgenommen werden.

Stimmen nach dem Rennen

Nicolas Raeder (Geschäftsführer Manthey-Racing GmbH): „Wir haben uns sehr gefreut, nach der Sommerpause mit unserer Startnummer 911 wieder bei der VLN dabei zu sein. Das gesamte Team hat in den ersten beiden Rennstunden eine starke Performance gezeigt. Leider konnten wir aufgrund eines Unfalls bei plötzlich einsetzendem Regen das Rennen nicht beenden.“

Patrick Arkenau (Leitender Renningenieur): „Ein Rennen nicht bis zum Ende fahren zu können, ist immer ein enttäuschendes Ergebnis. Wir sind sehr gut gestartet und konnten in Führung liegend früh einen komfortablen Vorsprung rausfahren. Die Bedingungen waren sehr schwierig auf der Strecke, und wir haben entschieden, noch eine Runde auf Slicks draußen zu bleiben, um unseren Vorsprung auch zu halten. Bei Rennen auf der Nordschleife fährt immer ein gewisses Ausfall-Risiko mit. Das, was Kévin passiert ist, hätte jedem passieren können. Dennoch ziehen wir eine positive Bilanz aus diesem Wochenende: Es war unser erstes Rennen auf der Nordschleife, nachdem wir zwei VLN-Läufe ausgesetzt hatten und wir haben gezeigt, dass immer mit uns zu rechnen ist.“

Otto Klohs (Porsche 911 GT3 R #911): „Es war immer mein Wunsch, mal am Steuer des neuen 911 GT3 R Platz zu nehmen. Dass mir dies nun im legendären Grello angeboten wurde, hat mich umso mehr gefreut. Ich habe mich sehr schnell in dem neuen Auto zurechtgefunden und es war mir eine Ehre, das Cockpit mit meinen Teamkollegen Kévin Estre und Lars Kern zu teilen. Sicher wäre ich gerne noch ein paar Runden im Rennen gefahren. Durch die widrigen Bedingungen und den Ausfall war dies leider nicht möglich. Dennoch hat es mir sehr viel Spaß gemacht und es war eine tolle Erfahrung.“

Kévin Estre (Porsche 911 GT3 R #911): „Es war ein toller Start im Regen, ich konnte bereits nach der ersten Runde den führenden Audi überholen und einen guten Vorsprung auf nasser Strecke rausfahren. Beim ersten Stopp wechselten wir dann auf Slicks und auf abtrocknender Strecke haben wir eine starke Performance gezeigt. Kurz vor dem Ende meines Stints fing es stark an zu regnen und ich habe dann leider das Auto auf Slicks verloren. Leider konnten wir das Rennen aufgrund der Schäden nicht beenden.“

Lars Kern (Porsche 911 GT3 R #911): „Es ist natürlich schade, dass wir in Führung liegend ausgefallen sind. Aber das Wichtigste ist, dass es Kévin gut geht. In den ersten zwei Stunden konnten wir zeigen, wie stark wir sind. Das Auto war super und das gesamte Team hat hervorragend gearbeitet. Für mich war es der zweite Einsatz im 2019er-Modell auf der Nordschleife. Wir nehmen viele positive Dinge mit: Das Auto ist sehr schnell und die unglaubliche Unterstützung für den „Grello“ war beeindruckend. Das Ergebnis spiegelt nicht wider, was möglich gewesen wäre, dennoch können wir zufrieden mit unserer Leistung sein.“

Frikadelli Racing: Tabellenführung in der Cayman-Wertung ausgebaut

[Teaminfo] Beim sechsten VLN-Lauf konnten Hendrik von Danwitz und „Jules“ ihren dritten Saisonsieg in der Porsche Cayman GT4 Wertung (Typ 981) feiern. In einem von äußerst schwierigen Witterungsbedingungen geprägten Rennen leistete sich das deutsch-englische Fahrergespann keinerlei Fehler und sah nach Ablauf der vierstündigen Distanz als Erstes die Zielflagge. Damit konnte das Frikadelli Racing Team die Führung in der Gesamtwertung weiter ausbauen.

„Für uns war es natürlich mit der Pole Position und dem Rennsieg ein rund um perfektes Wochenende. Nachdem wir beim 6h-Rennen leider von technischer Seite aus mit ein paar Problemen zu kämpfen hatten, freut es uns sehr, dass wir uns mit einem solchen Erfolg an der Klassenspitze zurückmelden konnten“, war sich das Fahrerduo im Anschluss einig.

Der sechste VLN-Lauf geriet aufgrund der wechselhaften Wetterbedingungen zu einer wahren Pokerpartie. „Das Wetter hat wie so oft in dieser Saison auch heute wieder eine zentrale Rolle gespielt. Wir haben im Qualifying gleich am Anfang eine schnelle Zeit gesetzt, was im Nachgang die absolut richtige Entscheidung war. Im Rennverlauf ging es dann darum, ein einigermaßen glückliches Händchen bei der Reifenwahl zu haben“, schildert von Danwitz.

Von der Pole Position aus ins Rennen gegangen konnte „Jules“ beim Start die Führung mit dem Porsche Cayman GT4 CS erfolgreich verteidigen. Der Brite fand trotz des Starkregens schnell zu seinem Rhythmus und übergab nach sieben fehlerfreien Runden das Cockpit an seinen Teamgefährten von Danwitz. Dieser knüpfte an die starke Performance seines Teamkollegen an, ehe er zwischenzeitlich „Opfer“ der Bedingungen werden sollte.

„Wir haben uns dazu entschieden, beim Fahrerwechsel auf Slicks zu gehen. Grundsätzlich war das zu diesem Zeitpunkt auch die richtige Entscheidung. Leider ist der Regen danach jedoch wieder deutlich stärker geworden, weshalb ich unterwegs mit starkem Aquaplaning zu kämpfen hatte und wir die Führung im zehnten Umlauf abgeben mussten.“ Doch der Tönisvorster steckte nicht auf und konnte nach einer glänzenden Aufholjagd in der vorletzten Runde die Führung zurückerobern. Damit war der Weg für Frikadelli Racing zum dritten Saisonsieg in der Porsche Cayman GT4 Wertung (Typ 981) frei.

Schubert-M2 auf dem Podium

[Teaminfo] Schubert Motorsport meldete sich beim sechsten Lauf der VLN mit dem selbstkonstruierten M2 Competition eindrucksvoll an der Spitze der SP8T-Klasse zurück. Christer Jöns, Ricardo van der Ende und Christopher Dreyspring trotzten den schwierigen Wetterbedingungen auf der Nürburgring-Nordschleife und durften am Ende des Vier-Stunden-Rennens im strömenden Regen den zweiten Platz in der hart umkämpften Klasse bejubeln. In der Gesamtwertung belegte das Team aus Oschersleben den hervorragenden 16. Platz.

Bereits im Zeittraining ließ der neuerlich weiterentwickelte M2 Competition mit starken Zeiten aufhorchen und am Ende reichte es mit einer Rundenzeit von 10:20,470 Minuten für den zweiten Startplatz der Klasse. Christer Jöns nahm als Startfahrer im M2 Competition Platz und legte auf nasser Strecke den Grundstein für die gute Endplatzierung. Von der vierten bis zur achten Runde führte Jöns das Rennen an und übergab das Auto am Ende seines Einsatzes auf Platz zwei an Ricardo van der Ende.

Der Niederländer konnte seinen Stint aufgrund der Wetterverhältnisse auf Slicks beginnen. Doch als der Regen erneut einsetzte, war er gezwungen, die Box vorzeitig zum Reifenwechsel aufzusuchen. Der Podestplatz war aufgrund der soliden fahrerischen Leistung bei schwierigen Bedingungen zu keiner Zeit in Gefahr und so übernahm Christopher Dreyspring als Schlussfahrer den M2 Competition.

Bei heftiger werdenden Regenfällen musste Dreyspring sehr vorsichtig fahren, meisterte diese Herausforderung aber souverän und überquerte im M2 Competition nach 4:18:04,490 Stunden die Ziellinie. Schubert Motorsport durfte sich somit über den zweiten Platz der Klasse SP8T freuen. Für das Team aus Oschersleben war es bereits der zweite Podestplatz nach dem Klassensieg beim dritten VLN-Lauf im April.

Stimmen nach dem Rennen

Christer Jöns: „Wir sind mit unserem M2 Competition schon am Freitag bei Sonnenschein gut in das Wochenende gestartet. Wir kannten allerdings die Wetterprognose für das Rennen, weshalb wir uns auf die Abstimmung des Autos auf nasse Bedingungen konzentriert haben. Am Samstag war es im Rennen tatsächlich sehr rutschig, doch wir sind damit gut zurechtgekommen und ich konnte für ein paar Runden sogar die Führung in unserer Klasse erobern. Leider kam der Regen früher als erwartet zurück, weshalb unser Konkurrenzwagen im Kampf um den Sieg beim ersten und zweiten Boxenstopp das glücklichere Händchen hatte. Wir sind mit Platz zwei in unserer Klasse aber auf jeden Fall zufrieden.“

Ricardo van der Ende: „Wir haben für meinen Stint Slicks aufgezogen, da große Teile der Strecke zu diesem Zeitpunkt trocken waren. Leider hat dann aber wieder Regen eingesetzt, sodass ich bereits nach sechs Runden an die Box musste, um mir Regenreifen abzuholen. Vor allem auf der Nordschleife war der Regen sehr heftig und in der Fuchsröhre gab es einen Moment, als sich der M2 Competition mit den Slicks auf nassen Stellen wie auf Eis bewegt hat. Ich liebe solch schwierige Bedingungen und freue mich über diesen zweiten Platz. Der M2 Competition hat sich diesmal noch besser angefühlt als zuletzt, denn es gab wieder viele Verbesserungen.“

Christopher Dreyspring: „Mit dieser Platzierung können wir hochzufrieden sein. Das Team hat tolle Arbeit geleistet, denn aufgrund der Wetterverhältnisse mussten wir sehr viel ausprobieren. Mein Gefühl für das Auto war diesmal zwar nicht ganz so gut, aber das lag wohl an den schwierigen Bedingungen, die im Rennen herrschten. Es war extrem schwierig und die Gefahr des Aquaplanings war immer gegeben. Zu Beginn meines Stints war es noch halbwegs in Ordnung, aber gegen Ende wurde der Regen immer schlimmer und man musste in einigen Passagen sehr aufpassen. Wir haben diese Herausforderung aber mit Bravour gemeistert.“

Mercedes-AMG: Dritter Triumph in Folge auf dem Nürburgring

[Teaminfo] Bei regennasser Strecke sicherten sich die Mercedes-AMG-Customer-Racing-Teams beim sechsten VLN-Lauf sehr gute Ausgangspositionen für das vierstündige Rennen. In seiner letzten Qualifikations-Runde setzte Fabian Schiller (GER) im Mercedes-AMG GT3 #23 von Rooster Rojo GetSpeed J2 Racing die zweitschnellste Zeit. Manuel Metzger (GER), der sich die Startnummer #6 von Black Falcon AutoArena Motorsport wie beim Sieg im vierten Lauf des Jahres mit Patrick Assenheimer (GER) teilte, beendete das Zeittraining auf Rang drei. Auch der dritte Mercedes-AMG GT3 platzierte sich in den Top 5 der Startaufstellung: Dominik Baumann (AUT) brachte die #2 von GetSpeed Performance auf dem fünften Platz zurück in die Box.

Pünktlich zum Rennstart öffnete der Himmel über der Nürburgring-Nordschleife noch einmal seine Schleusen. In einer packenden Anfangsphase mit einigen Positionswechseln behaupteten sich die Mercedes-AMG GT3 unbeeindruckt vom Wetter in der Spitzengruppe des Starterfeldes. Bei nun nachlassendem Regen kämpfte sich Startfahrer Assenheimer im Black-Falcon-#6 nach einer halben Stunde auf Rang zwei nach vorne und baute seinen Vorsprung auf den drittplatzierten Konkurrenten kontinuierlich aus. Auf der abtrocknenden Strecke kam die Spitzengruppe mit Assenheimer zeitgleich zu ihrem ersten Stopp in die Box. Der Sieger der letzten beiden Läufe blieb für einen Doppelstint im Auto und festigte in der Folge seine Position. Bei erneut teils heftigem Regen in manchen Streckenabschnitten profitierte Assenheimer vom Ausfall des Führenden und übernahm die Spitze, ehe er kurz darauf an Manuel Metzger übergab.

Metzger verteidigte die Führung fortan souverän und baute den Vorsprung weiter aus. Nach einem früh geplanten Boxenstopp brachte er Platz eins nach 25 absolvierten Runden ungefährdet ins Ziel und sicherte dem Black Falcon Team AutoArena Motorsport (#6) damit den dritten Sieg in der VLN in Folge. Für Metzger war es der zweite Erfolg in dieser Saison. Im Rennen um die VLN-Klassensieger-Trophäe 2019 liegt Patrick Assenheimer weiterhin an der Spitze des Tableaus.

Sehr konstant pilotierten Dominik Baumann und Philip Ellis (GER) die Startnummer #2 von GetSpeed über das vierstündige Rennen hinweg durch die Grüne Hölle. Zunächst schien der Mercedes-AMG GT3 durch frühe Boxenstopps ins Hintertreffen zu geraten, doch dank einer kontrollierten Performance behauptete sich das Duo zum Rennende hin im Feld der Top-Fahrzeuge. Mit Platz drei fuhr das Customer-Racing-Team zu seinem zweiten Gesamtpodium auf dem Nürburgring, seitdem es in dieser Saison zu Mercedes-AMG gewechselt ist.

Janine Hill (GBR), die das Steuer der Startnummer #23 von Schiller übernahm, ereilte in Runde 18 Pech auf Höhe Schwedenkreuz. Sie musste nach einem Dreher Gesamtplatz drei und die Führung in der Klasse SP9 Pro-Am abgeben. Auch Schlussfahrer John Shoffner (USA) hatte mit den Folgen eines leichten Einschlags zu kämpfen. Am Ende entschied man sich das Fahrzeug vorzeitig abzustellen.

SP8T: Klassensieg für Black Falcon
Bereits zum vierten Mal in dieser Saison ging der Sieg in der Klasse SP8T an einen Mercedes-AMG GT4. In der Startnummer #152 von Black Falcon Team Knuffi überquerten Mustafa Mehmet Kaya (TUR), Gabriele Piana (ITA) und Miguel Toril Boquoi (ESP) die Ziellinie als Wertungserste. Das Schwesterauto mit der Startnummer #162 vom Black Falcon Team Identica kam mit Tobias Müller, Tim Scheerbarth (beide GER) und Tristan Viidas (EST) am Steuer auf den zweiten Platz in der Klasse SP10.

Stimmen nach dem Rennen

Patrick Assenheimer, Black Falcon Team AutoArena Motorsport #6: „Wir wussten, dass wir wieder eine sehr gute Performance haben. Aber in der Grünen Hölle weiß man natürlich nie, wie es ausgehen wird mit den Wetterkapriolen. Dass wir es so gut überstanden haben, ist natürlich perfekt.“

Manuel Metzger, Black Falcon Team AutoArena Motorsport #6: „Es hätte nicht besser laufen können. Patrick hat wieder einen sehr guten Job gemacht und einen großen Vorsprung herausgefahren. Es war mit den Bedingungen am Schluss nicht einfach, den Sieg ins Ziel zu bringen. Das hat zum Glück gut funktioniert.“

Dominik Baumann, GetSpeed Perfomance #2: „Das Auto lief am Ende richtig gut. Am Anfang haben wir ein wenig gepokert mit den Boxenstopps. Das ging sich zum Schluss hin glücklicherweise sehr gut aus. Ein Platz auf dem Podium ist immer schön und für mich beim Comeback nach meinem Unfall ist es umso schöner.“

Philip Ellis, GetSpeed Perfomance #2: „Es waren sehr schwierige Wetterbedingungen. Wir waren früh zum ersten Stopp in der Box. Dadurch, dass es am Ende wieder sehr stark geregnet hat, konnten wir uns allerdings wieder heranfahren und haben das Beste aus der Situation gemacht.“

Manheller Racing freut sich über Klassensieg

[Teaminfo] Das Rennteam Manheller Racing im MSC Adenau e.V. hat beim sechsten Lauf der VLN einen weiteren Klassensieg gefeiert. Auf dem Pitzen-BMW 328i konnten sich die Fahrer Marcel Manheller und Carsten Knechtges gegen die Wettbewerber in der Gruppe VT2 durchsetzen. Das Schwesterauto, der WWS-BMW mit Jens Noeske, Martin Owen und Kurt Strube, freute sich nach vier Stunden Renndistanz über Rang neun. Teamchef Stefan Manheller: „Das die Klasse der Serienautos mit zwei Litern Hubraum immer weiterwächst, haben wir schon geahnt. Jetzt freuen wir uns umso mehr, von Anfang an bis jetzt vorne dabei zu sein.“

Der regnerische Tag begann für das Team schon mit einem neblig-feuchten Training, in dem die Fahrer sich zunächst auf die Autos einstellen konnten. Mit den Plätzen zwei und neun qualifizierten sich die beiden BMWs auf aussichtsreichen Positionen. Auch der Rennstart erfolgte bei nassen Bedingungen, doch schon nach wenigen Runden trocknete die Strecke ab. Carsten Knechtges, Startfahrer auf dem Pitzen-BMW, nutzten die Gelegenheit, um noch einen Platz gut zu machen und die Führung zur Halbzeit zu übernehmen. Pünktlich zur Rennmitte öffneten sich die Schleusen des Himmels dann endgültig, was für Hochbetrieb an den Boxen und viel Action auf der Strecke sorgte. Das Team Manheller blieb davon unbeeindruckt und wechselte routiniert wieder auf Regenreifen. Die Bedingungen auf der Strecke verschlechterten sich jedoch zunehmend: „In den letzten Runden sind wir wie auf Eis gefahren, das war ein Abenteuer“, sagte Schlussfahrer Martin Owen. „Wir haben aber insgesamt wieder ein sehr schönes Rennen genossen und viel Spaß gehabt.“ Mit einem souveränen Vorsprung von etwa einer Minute brachte Marcel Manheller schließlich den Klassensieg für das Team über die Ziellinie und beschenkte sich einen Tag nach seinem dreißigsten Geburtstag nachträglich selbst. „Bei diesen Wetterbedingungen müssen Fahrer, Mechaniker und Strategen perfekt harmonieren. Das hat bei uns heute toll geklappt“, sagte Teamchef Stefan Manheller.

AVIA Sorg: Drei Klassensiege bei wechselnden Witterungsbedingungen

[Teaminfo] Welch ein Tag für das Team AVIA Sorg Rennsport: Beim sechsten Saisonrennen der VLN feierte die Wuppertaler Mannschaft drei Klassensiege sowie jeweils einen dritten, vierten und fünften Rang. „Unglaublich, phantastisch! Und das bei diesen wechselnden Witterungsbedingungen“, freuten sich die beiden Brüder Benjamin und Daniel Sorg. „Fahrer und Team haben einen wunderbaren Job abgeliefert, einfach perfekt!“

Mit zwei Pole-Positions in den jeweiligen Klassen durch Moritz Oberheim und Moran Gott hatte der Renntag im verregneten Qualifying bereits gut angefangen. Und auch im Vier-Stunden-Rennen zeigten die Sorg-Teams, dass sie zur jeweiligen Klassenspitze zählen. Alle voran die Speerspitze des Teams, der BGStechnic-BMW 325i von Torsten Kratz (AUT), Oliver Frisse (Rüthen) und Moran Gott (GBR). Das Trio wollte mit einem weiteren Sieg in der mit 27 Fahrzeugen am stärksten besetzten Klasse der Produktionswagen bis 2.500 ccm (Klasse V4) ihre Titelambitionen nachhaltig untermauern.

Startfahrer Kratz führte zunächst im Nassen, fiel aufgrund nachlassender Reifen bei trockener Strecke aber auf Rang zwei zurück. Oliver Frisse büßte ab der sechsten Runde mit Slicks im Trockenen 46 Sekunden ein und übergab nach zwölf Umläufen bei einsetzendem Regen als Vierter das Cockpit an Moran Gott. Der Israeli mit britischem Wohnsitz wurde seinem Ruf als „Regengott“ einmal mehr gerecht. In der 19. von 22 Runden übernahm Gott die Klassenführung. Im Ziel betrug der Vorsprung 51,54 Sekunden. Emir Asari (ITA), „Stefan Meier” (Bottrop) und Björn Simon (Weilerswist) lenkten in der gleichen Klasse den HS-Gebäudetechnik-BMW 325i auf den fünften Rang.

Eichenberg holt zehnten GT4-Klassensieg
In der Klasse SP10 für GT4-Fahrzeuge feierten Heiko Eichenberg (Fritzlar) und Erik Johansson (SWE) am Steuer des AVIA-BMW M4 GT4 ihren zweiten Sieg in Folge. Es gab das gewohnte und über vier Stunden andauernde Duell mit einem Mercedes und mehrfachen Führungswechsel. Trotz einer leichten Reifenstapelberührung und eines Drehers ohne Fremdkontakt hatte das Sorg-Duo schließlich 12,86 Sekunden Vorsprung. Für Heiko Eichenberg war es der zehnte VLN-Klassensieg.

BMW Racing-Cup: nachträglicher Sieg
Im BMW M240i Racing Cup führten die Polesitter Moritz Oberheim (Schermbeck), Inge Hansesaetre und Sindre Setsaas (beide NOR) mit dem AVIA-M240i zeitweise die Klasse an, mussten sich im Ziel aber einem Wettbewerber zunächst geschlagen geben. Da dieser wegen Überholens unter Doppel-Gelb eine Strafzeit kassierte, wurde das Trio nachträglich zum Sieger erklärt.

SP8T: Solider Fahrt des Sinziger-BMW
Der Sinziger-BMW M4 GT4 startete erstmals in der Klasse SP8T. Die beiden Gentleman-Driver Stefan Beyer (Neustadt/Aisch) und Emin Akata (Meckenbeuren) fuhren ein taktisch kluges und fehlerfreies Rennen. Doppelstarter Torsten Kratz konnte im letzten Renndrittel den späteren Klassensieger überholen und sich somit einmal zurückrunden. Am Ende wurde das Trio mit dem vierten Rang belohnt.

Glück für das Team des Eibach-Cayman
Bei den hubraumstärksten Produktionswagen, der Klasse V6 bis 3.500 ccm, fuhren Doppelstarter Björn Simon, Philipp Hagnauer (SUI), Philip Schauerte (Eslohe) und Murat Ates (Troisdorf) mit dem Eibach-Porsche Cayman S als Dritte aufs Podium. Das Quartett hatte allerdings großes Glück, dass ein 720 Grad-Dreher im Kesselchen kurz vor dem Ende ohne Leitplankeneinschlag ausging.

Cayman-Trophy: Dritter Saisonsieg für Mühlner

[Cup-Info] Der sechste VLN-Lauf bedeutete auch eine weitere Runde für die Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing, die hier als separat gewertete Klasse ausgetragen wird. Im stark besetzten Cup gab es den dritten Saisonsieg für das Team von Mühlner Motorsport, das im Gesamtklassement bis auf Rang neun vorfuhr. Die siegreichen Piloten auf dem Nürburgring waren Moritz Kranz, Thorsten Jung und Nico Menzel (#979). Den zweiten Platz belegte das Schmickler-Trio Ivan Jacoma, Claudius Karch und Kai Riemer (#917). Dritter wurde die Mathol-Mannschaft (Marc Keilwerth/Marcos Adolfo Vazquez/Timo Mölig) in der Startnummer #966.

Im pünktlich gestarteten Zeittraining am Morgen sicherte sich der Mittelmotor-Sportwagen mit der Startnummer #979 die Pole-Position. Somit ging der Extra-Meisterschaftspunkt für die schnellste Trainingszeit bereits zum vierten Mal in Folge an Mühlner Motorsport.

Das RCM DMV Grenzlandrennen startete für alle 147 Teilnehmer um 12 Uhr bei Regen. Eifeltypisch wechselten sich nasse und abtrocknende Streckenbedingungen bei Temperaturen von circa zwölf Grad Celsius ab. Das vierstündige Rennen war geprägt von zahlreichen Positionswechseln und besonders die Podiumsplätze waren umkämpft. Moritz Kranz (#979) konnte seine Führung von Beginn an behaupten und früh einen Vorsprung auf seine Konkurrenten rausfahren. So kam der Mühlner-Cayman nach 24 Runden als Erster über die Ziellinie.

In dieser Saison sind sowohl der neue Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport als auch dessen Vorgängermodell, der Porsche Cayman GT4 Clubsport, startberechtigt. In der Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing wird in drei verschiedenen Wertungen um Titel gekämpft: in der Fahrer-Gesamtwertung sowie in der Teamwertung für die bisherigen GT4-Cayman der Generation 981 und in der Teamwertung für Fahrzeuge der neuen Generation 982.

Den ersten Platz in der Teamwertung 981 sicherte sich Frikadelli Racing mit der Startnummer 962 („Jules“/von Danwitz) und verteidigte damit die Tabellenführung in der 981-Wertung. Mit dem Sieg im sechsten Wertungslauf eroberte Mühlner Motorsport die Tabellenspitze in der 982-Wertung. Die Fahrerwertung wird derzeit von Moritz Kranz und Nico Menzel angeführt.

Stimmen nach dem Rennen

Bernhard Mühlner (Teamchef Mühlner Motorsport), Platz 1: „Es war ein super spannendes Rennen. Mit dem Sieg in der Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing haben wir unser Ziel erreicht und konnten wichtige Punkte für die Meisterschaft sammeln. Das Ganze wird getoppt durch einen hervorragenden neunten Platz in der Gesamtwertung – damit hatten wir nicht gerechnet. Unser Moritz ist im Regen einfach unschlagbar.“

Nico Menzel (#979 Mühlner Motorsport), Platz 1: „Platz neun insgesamt und einen Klassensieg ist das Maximum, was man an einem solchen Wochenende rausholen kann. Großes Lob an Moritz, der die meiste Zeit im Auto saß und ein super Rennen gefahren ist. Wie immer hat das Team eine fehlerfreie Leistung abgelegt und wir konnten nach den letzten etwas unglücklich verlaufenen Rennen endlich wieder zurückschlagen.“

Kai Riemer (#917 Schmickler Performance), Platz 2: „Wir sind zufrieden mit Platz zwei im heutigen Rennen. Zu Beginn sind wir ein wenig gestrauchelt, was uns auf Position fünf zurückwarf. Am Ende des Tages konnten wir mit einer super Teamleistung wieder nach vorn fahren, um wichtige Punkte zu sammeln.“

Marc Keilwerth (#966 Mathol Racing), Platz 3: „Insgesamt sind wir mit einem dritten Platz und den gesicherten Meisterschaftspunkten zufrieden. Auf der Strecke herrschten für alle schwierige Verhältnisse, daher sind wir froh, durchgekommen zu sein.“

Ergebnis VLN 6: Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing

1. – #979 Kranz/Jung/Menzel (Mühlner Motorsport)*
2. – #917 Jacoma/Karch/Riemer (Schmickler Performance)
3. – #966 Keilwerth/Vazquez/Mölig (Mathol Racing)
4. – #960 Bohr/„Max“ (Teichmann Racing)
5. – #962 „Jules“/von Danwitz (Frikadelli Racing)**
6. – #978 Krämer/Veremenko/Tönges (KKrämer Racing)
7. – #955 Cramer/„Montana“ (Mathol Racing)
8. – #964 Friedhoff/Friedhoff/Strycek (Aimpoint Racing)

* Sieger Wertung 982
** Sieger Wertung 981

Pole-Position – 10:05,457 Minuten
#979 Kranz/Jung/Menzel (Mühlner Motorsport)

Schnellste Rennrunde – 8:55,548 Minuten
#917 Jacoma/Karch/Riemer (Schmickler Performance)

Falken freut sich über gute Regenperformance

[Teaminfo] Beim sechsten Saisonlauf der VLN auf dem Nürburgring demonstrierte das Rennteam der japanischen Reifenmarke Falken die gute Performance seiner Regenpneus eindrucksvoll: Vierter Platz für den Porsche 911 GT3 R, fünfter Rang für den BMW M6 GT3.

Dabei empfing die Eifel die Fans und 160 Rennteams der VLN einmal mehr mit widrigen Wetterbedingungen. Viel Regen und Temperaturen unter 10 Grad sollten die Piloten über die gesamte Veranstaltung begleiten. Im verregneten Zeittraining meisterten beide Falken-Fahrzeuge diese Herausforderung mit Bravour. Klaus Bachler (AUT) und Martin Ragginger (AUT) im Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer #4 sicherten sich den siebten Startplatz (9:26.429 Min.), Peter Dumbreck (GBR) und Alexandre Imperatori (SUI) im BMW M6 GT3 #3 qualifizierten sich für die zwölfte Position (9:51.617 Min.).

Auch das Rennen, welches über die gewohnte Vier-Stunden-Distanz führte, wurde durch den ständigen Wechsel zwischen Regen und abtrocknender Nürburgring-Nordschleife geprägt. Die Rennstrategen der Falken-Mannschaft bewiesen bei der heiklen Reifenwahl eine glückliche Hand und setzten auf die richtigen Pneus. Dabei überzeugte insbesondere die Performance der Regenreifen, welche für maximalen Grip und schnelle Rundenzeiten sorgten.

Nach 25 Runden überquerten schließlich Bachler / Ragginger im Porsche auf dem guten vierten Platz die Ziellinie, direkt gefolgt von Dumbreck / Imperatori im BMW.