24h-Tickets bleiben gültig, Rückgabe möglich

Nicht nur die Organisatoren des ADAC TOTAL 24h-Rennens müssen derzeit sehr viele Details umplanen, um alles für die Verschiebung des Rennens auf den neuen Termin im September (24. – 27.09.2020) vorzubereiten. Auch vielen Fans hat die Corona-/Covid-19-Pandemie einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der ADAC Nordrhein hat deshalb mit allen am Ticketvorverkauf beteiligten Institutionen eine Regelung erarbeitet.

Grundsätzlich gilt: Alle bereits erworbenen Tickets behalten auch für den neuen Termin Gültigkeit. Wer also seinen geplanten Besuch nun in den September verschiebt, muss keinerlei Formalitäten beachten – die Eintrittskarten sind auch mit dem ursprünglichen Terminaufdruck gültig.

Manche stehen nun aber auch vor ungeahnten Problemen und können im September leider nicht dabei sein. Für die betroffenen Fans hat der ADAC Nordrhein eine Rückgabemöglichkeit geschaffen: Wer den neuen Termin nicht realisieren kann hat die Möglichkeit, das Ticket kostenlos zu stornieren. Das Verfahren ist denkbar einfach – Käufer wenden sich einfach an die Vorverkaufsstelle, über die die Eintrittskarte erworben wurde (Stationäre Vertriebsstelle / Entim-Onlineshop / Nürburgring). Da derzeit viele Veranstaltungen von Verlegungen oder Absagen betroffen sind, kann es bei der Rückabwicklung zeitweise zu Verzögerungen kommen – dafür bitten der ADAC Nordrhein und die Vorverkaufspartner um Verständnis.

[Alle Infos zum Ticket-Vorverkauf findest Du unter diesem Link (klicken)]

24h-Rennen wird verschoben

Die Organisatoren des ADAC TOTAL 24h-Rennens reagieren auf die Corona-Pandemie mit einer Änderung der Planungen für das Jahr 2020. Die ursprünglich für das Himmelfahrtswochenende geplante 48. Auflage des Langstreckenklassikers wird nach jetzigem Planungsstand auf den 24. bis 27. September verschoben. Das am letzten Aprilwochenende angesetzte ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen wird dagegen in diesem Jahr nicht stattfinden. Bereits erworbene Tickets für das 24h-Rennen behalten ihre Gültigkeit auch für den neuen September-Termin. Sowohl für das 24h-Rennen als auch für das Qualifikationsrennen können Eintrittskarten aber auch ohne Stornogebühren zurückgegeben werden. Der veranstaltende ADAC Nordrhein möchte mit dieser Reaktion auf die aktuelle Krisensituation dazu beitragen, dass die unvermeidlichen Folgen für die Region und die Akteure im Motorsport abgefedert werden. Weitere Details des neu angesetzten Rennwochenendes werden rechtzeitig hier auf der 24h-Homepage bekannt gegeben.

Die Entscheidung für eine Verlegung des 24h-Rennens ist ein Novum in der fast 50-jährigen Historie der Veranstaltung. Auch wenn noch viele Detailfragen zu klären sind, planen die Organisatoren nun, im September das 24h-Rennen nachzuholen: „Wir haben uns diesen Entschluss nicht leicht gemacht und schließlich die nun verabschiedete Variante als besten Kompromiss angesehen“, erklärt Peter Meyer, der Vorsitzende des veranstaltenden ADAC Nordrhein. „Derzeit sind wir optimistisch, das Rennen dann durchführen zu können, aber natürlich gibt es zahlreiche Faktoren, die einen Einfluss darauf haben werden. Nicht zuletzt hoffen wir nun auch auf die notwendige Kooperation aller Partner des Events, um die Folgen der aktuellen Situation etwas abzufedern und die Zukunft des Motorsports auf der Nordschleife zu sichern.“

Zweiteiliger Beschluss
Der Beschluss des ADAC Nordrhein ist zweiteilig und sieht zunächst einmal die Absage des 24h-Qualifikationsrennens im April vor: Der geplante Termin liegt unmittelbar nach dem Ende der aktuell ausgerufenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens. „Aktuell kann leider niemand absehen, ob diese Phase dann tatsächlich beendet ist und welche Maßnahmen und Auflagen anschließend gültig sein werden“, erklärt Meyer. Eine sorgfältige Vorbereitung des 24h-Qualirennens, zu der etwa auch viele persönliche Meetings gehören, wäre unter diesen Umständen nicht möglich gewesen. Für das 24h-Rennen konnte der 24. bis 27. September als neuer Termin mit der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG gefunden werden. Dieser neue Termin stellt den notwendigen Vorlauf für das umfangreiche Rennwochenende sicher. Denn sowohl für die Definition einer angemessenen BoP als auch für die Qualifikation zum Einzelzeitfahren sind im Vorfeld des 24h-Rennens absolvierte VLN-Läufe notwendig. Gleiches gilt für die persönliche Qualifikation vieler Piloten, die für das 24h-Rennen eine DPN (DMSB Permit Nordschleife) erwerben müssen. Die Verlegung soll aber nicht nur ein Signal an die Motorsportler auf und neben der Rennstrecke sein. „Wir empfinden als Veranstalter eines der größten Events auf dem Nürburgring auch eine langjährige Verbundenheit zur Region rund um den Ring“, erklärt Peter Meyer. „Deshalb wollen wir alles versuchen, das 24h-Rennen im September zu absolvieren – trotz des erheblichen finanziellen Mehraufwandes für den ADAC Nordrhein. Denn die vielen Verwerfungen mit ihren wirtschaftlichen Folgen, die sich aus der aktuellen Krisenlage ergeben, treffen natürlich auch die Eifel. Wir hoffen, gemeinsam mit den Partnern des ADAC TOTAL 24h-Rennens zumindest einen kleinen Beitrag zur Minderung der Folgen leisten zu können.“

Mammutprogramm für Bonk Motorsport

[Teaminfo] Die Vorbereitungen für die Motorsportsaison 2020 sind bei Bonk Motorsport zum größten Teil abgeschlossen. Der finale Terminkalender, speziell für die Rennen im europäischen Ausland, ist natürlich aufgrund der aktuellen Entwicklung mit dem Corona-Virus noch nicht endgültig fixiert. Teamchef Michael Bonk plant neben den Einsätzen in der Nürburgring Langstrecken-Serie auch, mit zwei Wagen in der ADAC GT4 Germany zu starten, um den Teamtitel zu verteidigen. Am Nürburgring setzt das Team einen Audi RS3 und einem BMW M4 GT4 ein. Für das 24h-Rennen kommt ein weiterer BMW hinzu.

In der Nürburgring Langstrecken-Serie startet wieder Hermann Bock mit dem Audi RS3 in der Klasse SP3T. Daneben wird ein BMW M4 GT4 mit Schrey in die Rennen gehen. Bei Bedarf kann noch ein zweiter Audi RS3 und ein BMW M240i Racing Cup hinzukommen. Für das 24h-Rennen sind ein Audi und zwei BMW vorgesehen. Teamchef Bonk: „Mit dem Audi streben wir Klassensiege an. Mit dem GT4-BMW warten wir erst einmal ab, wie sich die Konkurrenzsituation in der GT4-Klasse entwickelt. Die Fahrerbesetzungen sind noch nicht fix geplant.“

Auch für die 24h Endurance Series hat Bonk Motorsport ein Programm vorgesehen. Bei den europäischen Läufen sollen ein BMW M4 GT4, ein BMW M240i und ein Audi RS3 regelmäßig an den Start gehen.

FIA WTCR: Deutsches Team wächst / Coronel auf Audi

Rund sieben Wochen sind es noch bis zum Saisonstart der FIA WTCR in Ungarn (24. – 26. April), doch viele Rahmendaten der höchsten FIA-Meisterschaft für Tourenwagen werden nach und nach veröffentlicht. Dazu gehört auch dass sich viele Teams und Piloten zu ihren Saisonplanungen äußern. Für deutsche Fans besonders spannend: Das einzige deutsche Team im Cup verdoppelt in der kommenden Saison sein Engagement. All-inkl wird damit vier Hondas an den Start bringen. Wer es eher mit den deutschen Herstellern hält, der kommt auch nicht zu kurz: Tom Coronel wechselt 2020 auf einen Audi. Den Fans an der Nordschleife ist der Niederländer nach zehn Einsätzen beim 24h-Rennen (darunter Platz neun im vergangenen Jahr) gewiss kein Unbekannter.

Aus eins mach zwei: Das deutsche All-inkl-Team tritt in der diesjährigen WTCR mit vier Honda Civic Type R an. Sie werden getrennt voneinander unter zwei verschiedenen Namen (All-inkl.de und .com) agieren. Auch die Piloten stehen schon fest – und das Team hat sich prompt den Status der Local Heros beim Saisonauftakt in Ungarn gesichert: Attila Tassi (HUN) wechselt zum deutschen Team. Der 20-Jährige wird 2020 der Youngster im Fahrerkader sein.

Zweiter Neuzugang ist Tiago Monteiro (POR), der im vergangenen Jahr nach langer Verletzungspause sein umjubeltes Comeback in der WTCR feierte. Der 43-Jährige bewies 2019 sein Können im Cockpit eines TCR-Renners nicht zuletzt beim 24h-Rennen, als er im Honda-Werksteam den TCR-Klassensieg holte. Erhalten bleiben der All-inkl-Mannschaft die beiden Argentinier Esteban Guerrieri (35) und Néstor Girolami (30) und damit der Vizechampion und der Siebtplatzierte der Saison 2019. Über die Aufteilung der Piloten in die beiden getrennten Mannschaften hat das Team noch nicht entschieden.

Coronel mit 500. Start
Mit Tom Coronel (NED) bleibt auch einer der Publikumslieblinge der FIA WTCR 2020 erhalten. Gerade erst aus dem Dakar-Cockpit geklettert, verkündete er seine Pläne für den Rest des Jahres: Der Niederländer wechselt vom Cupra auf einen Audi RS 3 LMS und bleibt dabei dem belgischen Team Comtoyou Racing treu: „Im vergangenen Jahr passte es mit diesem Team super, und auch Audi ist für die Mannschaft keine unbekannte Marke. Für mich selbst übrigens auch nicht – ich fuhr 2001 bei den 24h von Le Mans einen Audi.“ Bei Reifentests in Spanien bewegte der 47-Jährige das Fahrzeug bereits und berichtete anschließend von „einem guten Gefühl“. Diese Saison dürfte aber aus einem Grund ohnehin eine besondere für Coronel werden. Denn er errechnete im Winter, dass er in seiner Karriere bislang 484 Rennen bestritt: „Mit den 20 WTCR-Rennen dieses Jahr werde ich also die 500 Rennen voll machen – das ist ein Kunststück, das wir gebührend feiern werden.

FIA WTCR: Nordschleife wird zweite Saisonrunde 2020

Die FIA WTCR hat ihren Terminkalender überarbeitet und hält dabei eine Überraschung für die europäischen Fans bereit: Der traditionelle Saisonstart in Marokko entfällt und wird durch einen Lauf auf dem österreichischen Salzburgring ersetzt. Der traditionsreiche Ring vor den Toren vor der Mozartstadt wird vom 24. bis 26. Juli als sechste Saisonrunde den Abschluss der europäischen WTCR-Rennen markieren. Damit erhalten auch die drei WTCR-Rennen beim ADAC TOTAL 24h-Rennen einen anderen Charakter: Einen Monat, nachdem der amtierende Champion Norbert Michelisz auf seiner Heimstrecke Hungaroring (24. – 26. April) das Projket Titelverteidigung startet, geht es am Nürburgring erst in die zweite Runde der Saison.

Den Abschied aus Marokko begründet die FIA WTCR vor allem mit dem Ausscheiden eines Local Heros: „Da Marokkos Top-Fahrer Mehdi Benanni 2020 leider nicht mehr in der WTCR dabei sein wird, wäre das Event ohne seine Teilnahme und Unterstützung nicht mehr in der Qualität durchführbar gewesen“, sagt Francois Ribeiro, Leiter des WTCR-Promotors Eurosport Events. Nun wurde der 4,241 km lange Salzburgring in den Kalender aufgenommen, der auch für viele deutsche Fans gut erreichbar ist. „Der Salzburgring ist für spektakulären Tourenwagensport wie maßgeschneidert“, weiß Ribeiro und erinnert sich dabei gerne an die Jahre, in denen die Strecke von der Vorgängerrennserie WTCC genutzt wurde. „Für die WTCR-Teams ist die zentrale Lage ideal, und wir freuen uns, die Partnerschaft mit der Rennstrecke nun zu erneuern.“

Im Zuge der nun veröffentlichten Änderungen wurde auch ein neuer Termin für das Rennwochenende in Ningbo (China) festgelegt, das nun vom 18. bis 20. September stattfindet (ursprünglich geplant: 4. – 6. September). So soll der Transport der Fahrzeuge von Europa nach Asien erleichtert werden. Der neue Kalender muss noch vom FIA World Motor Sport Council bestätigt werden und umfasst die folgenden zehn Stationen:

24.–26.04.2020: WTCR Race of Hungary (Hungaroring)
20.–23.05.2020: WTCR Race of Germany (ADAC TOTAL 24h-Rennen)
05.–07.06.2020: WTCR Race of Slovakia (Slovakia Ring)
19.–21.06.2020: WTCR Race of Portugal (Circuito Internacional de Vila Real)
03.–05.07.2020: WTCR Race of Spain (MotorLand Aragón)
24.–26.07.2020: WTCR Race of Austria (Salzburgring)
18.-20.09.2020: WTCR Race of China (Ningbo International Speedpark)
16.-18.10.2020: WTCR Race of South Korea (Inje Speedium)
19.-22.11.2020: WTCR Race of Macau (Circuito da Guia)
10.-13.12.2020: WTCR Race of Malaysia (Sepang International Circuit)

24h-Rennen trauert um Otto Flimm

Das 24h-Rennen trauert um Otto Flimm, der in der Nacht zum 10. Februar 2020 in Brühl verstorben ist. Der langjährige Präsident des ADAC und des Regionalclubs Nordrhein prägte in seinen 90 Lebensjahren nicht nur den Gesamtclub, sondern war insbesondere im Motorsport ein engagierter Funktionär mit zahllosen Verdiensten. Dazu zählt sein Einsatz für viele wichtige Baumaßnahmen am Nürburgring in den 70er- und 80er-Jahren ebenso wie seine Mitwirkung in vielen sportlichen Gremien. So gestaltete Flimm das ADAC TOTAL 24h-Rennen zwischen 1976 und 1995 als Leiter des Orga-Ausschusses und wirkte von 1996 bis 2004 als Orga-Kommitee-Mitglied mit.

Flimm wurde am 18. Mai 1929 als Sohn des Spirituosenherstellers Carl Flimm im Kölner Severinsviertel geboren. Bereits nach dem Krieg half er im elterlichen Betrieb aus und übernahm diesen später. In jungen Jahren entdeckte er auch seine Leidenschaft zum Motorradsport (Motocross). 1950 gründete er zunächst den Brühler Club für Motorsport und trat im gleichen Jahr in den ADAC Nordrhein ein. Als echter Vereinsmensch machte sich Flimm im Regionalclub schnell einen Namen und wurde 1959 Mitglied im Vorstand, 1967 Zweiter Vorsitzender und 1973 Vorsitzender des ADAC Nordrhein. Auch im Gesamtverein wurde er 1972 Vizepräsident und führte den ADAC von 1989 bis 2001 als Präsident. Für seine zahllosen Verdienste würdigten ihn der Gesamtclub mit dem Titel des Ehrenpräsidenten sowie der ADAC Nordrhein durch die Ernennung zum Ehrenvorsitzenden. Flimm war Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse und Erster Ehren-Vizepräsident der FIA.

Als Mann klarer Worte und unermüdlicher Kämpfer für die gute Sache stand Flimm an der Spitze des Vereins „Ja zum Nürburgring“, der nach dem Feuerunfall von Niki Lauda 1976 in jahrelanger Arbeit maßgeblich dafür sorgte, dass die moderne Grand-Prix-Strecke gebaut werden konnte. Die Rettung des Nürburgrings gilt als eines seiner größten Lebenswerke. Die Zufahrtsstraße zum alten Fahrerlager am Dorint-Hotel trägt heute seinen Namen.

Foto: Herbert Piel

Für Demorunden: DTM der 80er und 90er kehrt auf die Nordschleife zurück

Die Tourenwagen Legenden bereichern 2020 das Rahmenprogramm des ADAC Total 24h-Rennens auf dem Nürburgring. Im Zuge dessen kehren die spektakulären Tourenwagen der Achtziger- und Neunzigerjahre in die Grüne Hölle zurück. Alfa Romeo 155 V6, Audi V8, BMW M3, Ford Sierra Cosworth sowie Mercedes 190 und C-Klasse lassen die Herzen der Motorsportfans, die fünf Tage lang rund um die Nordschleife das größte Rennsportfestival in Deutschland feiern, höher schlagen.

„Wir sind unheimlich stolz, beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring dabei zu sein“, sagt Jörg Hatscher, Geschäftsführer und selber Teilnehmer der Tourenwagen Legenden. „Das ist ein wichtiger Meilenstein in der noch jungen Geschichte unserer Serie, die 2020 erst in ihre zweite Saison startet. Für die Fans rund um den Nürburgring werden wir die Goldenen Jahre des Tourenwagen Sports wieder aufleben lassen. Und für unsere Teilnehmer wird es ein unvergessliches Erlebnis.“ Hatscher pilotiert bei den Tourenwagen Legenden eine AMG Mercedes C-Klasse DTM/ITC 1996. Die Nürburgring Nordschleife kennt er wie seine Westentasche. Von 2008 bis 2014 war er als Fahrer und zum Teil als Teamchef in der VLN und beim 24h-Rennen mit von der Partie und errang dabei 2 Klassensiege.

Die Tourenwagen Legenden bestreiten am Freitagnachmittag zwei Demonstrationsrunden in der Grünen Hölle. Daneben werden die historischen Rennfahrzeuge – begleitet von einer Reihe Ex-DTM-Stars – Teil des Adenauer Racing Days am Mittwoch, der Autogrammstunde im ring°boulevard am Donnerstag sowie an allen Tagen in der Fan-Arena im historischen Fahrerlager. Daneben werden zwei der spektakulären Boliden im DSK-Zelt in der Müllenbachschleife zu sehen sein.

Die Tourenwagen Legenden bestreiten 2020 zehn Rennen á 30 Minuten für die Meisterschaftswertung; je zwei auf dem Sachsenring (8.-10. Mai), in Spa-Francorchamps (26.-28. Juni), in Hockenheim (24.-25. Juli), im tschechischen Most (28.-30. August) und auf dem Nürburgring (16.-18. Oktober). Daneben umfasst die Veranstaltungsreihe ein Einladungsrennen im norwegischen Rudskogen, eine Demofahrt beim Bergrennen in Osnabrück, zwei Prüf- und Einstellfahrten am Bilster Berg und auf dem ATP-Testgelände in Papenburg sowie Messeauftritte bei der Techno Classica und der Essen Motor Show.

Zwei mal 911: Falken tritt auf Porsche an

[Teminfo] Die Reifenmarke Falken hat ihr Motorsportpläne für 2020 bekannt gegeben und wartet mit eine Überraschung auf: Das erfolgreiche Team tritt in der Nürburgring Langstrecken-Serie (ehemals VLN) und auch beim ADAC TOTAL 24h-Rennen mit zwei der neuesten GT3-Porsche 911 GT3 R an. Das Falken Motorsports-Team, das in diesem Jahr zum zehnten Mal in Folge von Schnabl Engineering getragen wird, hat dazu ein neues 991.2-Chassis bestellt. Es wird zusätzlich zum 2019er-Porsche eingesetzt. Beide Fahrzeuge werden in der Spezifikation identisch sein.

Die Entscheidung für den Einsatz von zwei identischen Porsche folgt auf drei Jahre, in denen neben einem Porsche 911 ein BMW M6 GT3 für das türkis-blaue Team an den Start rollte. Während der BMW den ersten VLN-Rennsieg von Falken und den fünften Platz in der letztjährigen VLN-Saison erzielte, glauben die Reifeningenieure, dass der Wettbewerb mit zwei identischen Fahrzeugen die Effizienz durch die Konzentration auf die Verbesserung der spezifischen Fahrzeug- und Reifenleistung verbessern wird.

„Das Rennen mit zwei Porsche wird es uns ermöglichen, ein effektiveres Reifenevaluierungsprogramm durchzuführen, verbunden mit der Chance, verschiedene Setups an den Fahrzeugen auszuprobieren und gleichzeitig eine weitere Variable auf einer Strecke zu entfernen, die so viele unvorhersehbare Elemente aufwirft. Außerdem profitieren wir von Kosteneinsparungen bei der Ersatzteilversorgung und der Logistik, sodass dies eine sehr praktische Entscheidung ist“, sagt Stefanie Olbertz, verantwortlich für das Motorsportprogramm von Falken Tyre Europe GmbH. „Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung von BMW, und der M6 wird bei Falken immer einen besonderen Platz einnehmen, da er unseren ersten Sieg auf der Nordschleife sowie mehrere andere große Triumphe errungen hat. Dazu gehören unser erster Doppel-Podiumsplatz sowie die fehlerfreie Leistung beim 24h-Rennen 2019 mit dem fünften Gesamtrang als schnellster BMW.“

Das Falken Motorsports-Team wird im Februar nach Portimao fahren, um dort den nun schon traditionellen Shakedown durchzuführen, bevor die neue Fahrerbesetzung für 2020 zum offiziellen NLS-Testtag am 14. März 2020 bekannt gegeben wird. Der erste Wettbewerbseinsatz für die neue 4,0-Liter-Maschine mit 550 PS ist für die erste NLS-Runde am 21. März geplant.

GetSpeed bringt Junior-Team zum 24h-Rennen

[Teaminfo] Am 21. März 2020 startet die Saison auf der Nordschleife mit dem ersten Lauf zur Nürburgring Langstrecken-Serie (ehemals VLN) in die heiße Phase. Auch für GetSpeed Performance beginnt dann endgültig die Vorbereitung auf das ADAC TOTAL 24h-Rennen, die in diesem Jahr besonders umfangreich ausfällt. Denn das in Meuspath beheimatete Team bringt gleich drei Mercedes-AMG GT3 an den Start. Neben dem Fahrzeug mit Janine Hill und John Shoffner sowie dem werksunterstützen Mercedes-AMG mit vier hochkarätigen Piloten, plant die Mannschaft rund um Teamchef Adam Osieka den Einsatz eines weiteren Junior-Teams. Dafür hat GetSpeed ein sowohl sportlich als auch finanziell sehr interessantes Paket geschnürt.

„Wir wollen dem talentierten Nachwuchs eine attraktive Chance geben, sich für höhere Aufgaben zu empfehlen und GT3-Erfahrungen in einem professionellen Umfeld zu sammeln. Wir haben bereits im letzten Jahr damit begonnen, professionelle Grundlagen für junge Fahrer zu schaffen. Die Piloten werden bei uns intensiv betreut und aufgebaut. Wir haben in der Grünen Hölle einen großen Erfahrungsschatz gesammelt, den wir gerne weitergeben wollen“, sagt Adam Osieka.

Der Einsatz des Junior-Teams umfasst zwei Performance-Tests, die ersten drei Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie und das 24h-Rennen auf der legendären Nordschleife. Der Clou dabei ist vor allem der Preis. Für bereits 89.000 Euro (zzgl. Mehrwertsteuer) sind die Fahrerplätze jeweils verfügbar.

Formel 4 erstmals mit im Programm

Premiere beim ADAC TOTAL 24h-Rennen: Erstmals wird 2020 die Formel 4 zum Rahmenprogramm des Langstreckenklassikers gehören. Die Nachwuchstalente haben so die Chance, sich auf der ganz großen Bühne zu präsentieren. Ausgetragen werden die Läufe auf der Grand-Prix-Strecke. Auch der weitere Kalender der ADAC Formel 4 steht bereits fest. Die Serie ist bei sechs Events des ADAC GT Masters und ist auf vier Formel-1-Rennstrecken zu Gast. Saisonstart ist vom 24. bis 26. April in der Motorsport Arena Oschersleben. Bereits als zweiter Lauf folgt dann der Höhepunkt beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring. Danach folgen die Stationen auf den aktuellen oder ehemaligen Formel-1-Rennstrecken Red Bull Ring/Österreich, Nürburgring, Zandvoort/Niederlande und Hockenheimring. Das Finale findet auch 2020 auf dem Sachsenring statt, diesmal vom 2. bis 4. Oktober.

Termine ADAC Formel 4 2020 (Änderungen vorbehalten)

26.04.2020: Motorsport Arena Oschersleben
24.05.2020: ADAC TOTAL 24h-Rennen
07.06.2020: Red Bull Ring (A)
16.08.2020: Nürburgring*
23.08.2020: Circuit Zandvoort (NL)
20.09.2020: Hockenheim
04.10.2020: Sachsenring*

* = vorbehaltlich Vereinbarung mit dem Veranstalter

Rückkehr einer Legende: BMW startet 2020 neues Junior-Team

[Werksinfo] Nach über 40 Jahren haucht BMW 2020 dem legendären Junior-Team neues Leben ein: Mit völlig neuem Konzept werden die Nachfolger von Eddie Cheever (USA), Manfred Winkelhock (GER) und Marc Surer (SUI) auf große Aufgaben vorbereitet. Die Schule wird eine der härtesten sein, die der internationale Rennsport zu bieten hat: die Nürburgring-Nordschleife! Dan Harper (GBR), Max Hesse (GER) und Neil Verhagen (USA) absolvieren ein auf zwei Saisons angelegtes ganzheitliches, hochwertiges und intensives Ausbildungsprogramm, das neue Maßstäbe in der Förderung junger Talente setzt. Einer ihrer Mentoren wird der Mann sein, der 1977 das erste BMW Junior Team gegründet hat: Jochen Neerpasch.

Ziel des Ausbildungskonzepts ist, die Junioren gemeinsam in vielen verschiedenen Bereichen weiterzuentwickeln, sie individuell und ganzheitlich zu fördern und sie dadurch zu besseren und vor allem reiferen Rennfahrern zu machen. Das BMW Junior Team beginnt seine Ausbildung am 9. Januar mit dem Einzug in eine gemeinsame Wohnung in Viareggio (ITA), wo ein mehrwöchiges Trainingscamp mit Fitness- als auch Mentaltraining auf sie wartet. Eine Säule des Programms ist der Teamgegeist, der auch anschließend im Vordergrund steht: Dann ziehen die Junioren in eine gemeinsame Wohnung nahe des Nürburgrings, der zum Mittelpunkt ihrer Rennfahrerausbildung werden wird. Am Steuer verschiedener BMW Rennfahrzeuge – vom neuen BMW M2 CS Racing über den BMW M4 GT4 bis hin zum BMW M6 GT3 – fährt das BMW Junior Team die komplette Saison der Nürburgring Langstrecken-Serie sowie das ADAC TOTAL 24h- Rennen auf dem Nürburgring. Zu den Renneinsätzen kommen zahlreiche weitere Ausbildungsinhalte hinzu.

„Die Wiedergeburt des legendären BMW Junior Teams nach mehr als 40 Jahren ist für uns bei BMW Motorsport etwas ganz Besonderes“, sagt BMW Group Motorsport Direktor Jens Marquardt. „Umso mehr, da wir den Gründer des damaligen BMW Junior Teams und der BMW Motorsport GmbH, Jochen Neerpasch, als einen der Mentoren für die neue Generation gewinnen konnten. Damit treffen Tradition und Zukunft in einer aus unserer Sicht perfekten Konstellation aufeinander. Unser neues Konzept steht auf mehreren Säulen: dem Racing auf der Nürburgring-Nordschleife, dem Sim-Racing als einem neuen und zukunftsorientierten Bereich, dem Mental- und Fitnesstraining, Ausbildungsinhalten innerhalb der BMW Group sowie dem Teambuilding durch das Zusammenleben in einer WG. Mit diesem umfassenden Konzept heben wir unsere Nachwuchsförderung noch einmal auf eine neue Stufe.“

Jochen Neerpasch meint: „Als ich 1977 das erste BMW Junior Team gegründet habe, waren wir bei BMW Motorsport Pioniere in der Nachwuchsförderung. Zum ersten Mal haben wir die Ausbildung junger Rennfahrer auf eine professionelle Basis gestellt. Nun nach mehr als 40 Jahren erneut in die Förderung eines BMW Junior Teams involviert zu sein, freut mich sehr. Ich weiß aus meiner Erfahrung, dass junge Fahrer sehr viel schneller lernen, wenn sie als Team agieren, anstatt nur für sich selbst zu kämpfen. Auf dieser Grundlage ist gemeinsam mit den Verantwortlichen von BMW Motorsport die Idee entstanden, das BMW Junior Team wieder neu ins Leben zu rufen. Mich fasziniert der Gedanke, dass die drei Junioren gemeinsam auf der schwierigsten Rennstrecke der Welt lernen und darüber hinaus in vielen weiteren Bereichen ausgebildet werden. Ich bin mir sicher, dass die drei ihren Weg im professionellen Rennsport gehen werden. Wir werden alles tun, um ihnen dafür optimale Voraussetzungen mit auf den Weg zu geben.“

Das Trio, das das neue BMW Junior Team bildet, hat bereits Erfahrungen und erste Erfolge im Rennsport gesammelt. Der 19-jährige Dan Harper gewann 2019 den Titel im British Carrera Cup und erhielt für seine Leistungen eine Nominierung für die prestigeträchtigen Autosport Awards. Der 18-jährige Max Hesse feierte 2019 den Titelgewinn in der schnell wachsenden Tourenwagenserie TCR Germany. Zudem war er Förderkandidat des ADAC. Der ebenfalls 18-jährige Neil Verhagen belegte 2019 den sechsten Gesamtrang in der hochkarätig besetzten British F3 Championship und war Teil des Red-Bull-Juniorprogramms.

Als Mentoren konnte BMW Profis wie die Werksfahrer Philipp Eng (AUT) und Dirk Adorf (GER) gewinnen. „Ich freue mich riesig darauf, gemeinsam mit unseren Junioren durch das zweijährige Programm zu gehen“, sagt Adorf. „Die Jungs sind jetzt schon sehr stark und werden von uns in allem Bereichen ausgebildet, die das Umfeld von BMW Motorsport und der BMW Group zu bieten hat. Dazu kommt dann noch, dass sie auf der besten Rennstrecke der Welt lernen werden. Wenn sie dort schnell sind, finden sie sich sicher überall gut zurecht. Ich kenne mich rund um den Nürburgring sehr gut aus und stehe den Junioren dort als wichtiger Ratgeber immer zur Verfügung. Natürlich mit meiner Streckenkenntnis, aber sicher auch mit meiner Kenntnis der Region. Wenn sie dort in einer Wohnung leben, brauchen sie sicher auch jemanden, der ihnen ganz normale Alltagsfragen beantwortet. Ich denke, ich kann ihnen dabei helfen, viele Leute kennenzulernen und sich einfach auch ein wenig zu Hause zu fühlen.“

Jubiläum: Mercedes-AMG-Kundensportprogramm feiert sein Zehnjähriges

[Herstellerinfo] Mercedes-AMG feiert 2020 das zehnjährige Bestehen seines Kundensportprogramms und schickt dazu auch auf der Nordschleife den neu entwickelten Mercedes-AMG GT3 ins Rennen. Seine Premiere erlebt das neue Einsatzfahrzeug, das über zahlreiche technische Optimierungen verfügt, bereits Anfang Januar bei den 24 Stunden von Dubai. Dort setzen auch zahlreiche andere Teams aus der Nordschleifenszene den Startschuss für die Saison 2020.

Nach der Gründung des Kundensportprogramms im Jahr 2010 geht die Performance- und Sportwagenmarke aus Affalterbach in ihre mittlerweile zehnte GT-Saison. Der legendäre „Flügeltürer“, der SLS AMG GT3, feierte in seiner Debütsaison bereits früh erste Erfolge und begeisterte Teams, Fahrer und Fans zudem mit seinem charakteristischen Design und Sound gleichermaßen. Die Nachfolgemodelle mit dem Mercedes-AMG GT3 und dem Mercedes-AMG GT4 legten ab 2016 beziehungsweise 2018 die Messlatte der Erfolge sogar noch höher. Zwei Mal gelang dem Team Black Falcon in dieser Zeit auch der Sieg beim ADAC TOTAL 24h-Rennen auf der Nordschleife: 2013 holten Bernd Schneider, Jeroen Bleekemolen, Sean Edwards und Nicki Thiim im „Flügeltürer“ den begehrten Glaspokal. Im Jahr 2016 gelang Schneider der Triumph gemeinsam mit Maro Engel, Adam Christodoulou und Manuel Metzger auf dem Nachfolgemodell.

In der Jubiläumssaison haben sich die AMG-Kundensportteams jede Menge vorgenommen: Neben dem prestigeträchtigen 24h-Rennen auf der Nordschleife stehen Einzelevents und Rennserien in rund 30 Ländern auf dem Programm. Neben dem Angriff auf die Langstreckenkrone am Nürburgring hat sich Mercedes-AMG die Titelverteidigung beim FIA GT World Cup in Macau im November ganz oben auf die Agenda gesetzt. Mit am Start in 2020 sind dabei auch erstmalig der neue Mercedes-AMG GT3 und der aufgefrischte Mercedes-AMG GT4. Den Auftakt der Saison bilden die 24 Stunden von Dubai (9.-11. Januar), die Rolex 24 At Daytona (22.-26. Januar) und die 12 Stunden von Bathurst in Australien (30. Januar – 2. Februar).

GetSpeed bleibt der Nordschleife treu

[Teaminfo] GetSpeed feierte 2019 gleich mehrere Achtungserfolge und möchte daran in diesem Jahr anschließen. Für 2020 hat sich Teamchef Adam Osieka mit seiner Mannschaft deshalb vorgenommen, die Aktivitäten noch einmal auszuweiten. Neben 24h-Rennen stehen natürlich auch diesmal vor allem Starts in der Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS) auf dem Programm. Daneben hat das Team die Teilnahme an einer Reihe von Langstreckenrennserien auf dem Programm.

Der Fokus richtet sich 2020 auch auf das ADAC GT Masters und die Blancpain-Serie als interessante und ausbaufähige Projekte. Adam Osieka war im Rahmen dieser bereits weit fortgeschrittenen Pläne über den Jahreswechsel hinaus überaus aktiv. Der Teamchef von GetSpeed führte mit mehreren schnellen Fahrern intensive Gespräche. Klar ist, Fabian Schiller steht für beide prestigeträchtigen Serien als Pilot in der Silber-Kategorie zur Verfügung. Der 22 Jahre alte Bonner hat sein exzellentes fahrerisches Können und auch seine Fähigkeiten als Coach – auf und abseits der Strecke – auf vielen Kursen dieser Welt unter Beweis gestellt.

Zudem hat GetSpeed weiter verstärkt sein Augenmerk auf die Fort- und Ausbildung von aufstrebenden Talenten und ehrgeizigen Gentleman-Fahrern. „Wir wollen den Bereich für junge Piloten sowie Gentlemen-Fahrer ausbauen. Wir haben professionelle Grundlagen geschaffen, um diese Fahrer intensiv zu betreuen. Das hat bereits 2019 große Früchte getragen. Uns geht es darum, die Fahrer kontinuierlich aufzubauen, und unsere gesammelten Erfahrungen weiterzugeben“, sagt Adam Osieka.

Nordschleife bleibt fester Bestandteil des Programms
Natürlich steht wieder das 24h-Rennen sowie die Nürburgring Langstrecken Serie (NLS) auf dem Programm. Gerade gegen Ende der Saison war GetSpeed auf der legendären Nordschleife die Mannschaft der Stunde. Mit Platz zwei beim achten VLN-Lauf feierten Philip Ellis und Maximilian Götz den dritten Podiumsplatz in Folge für den Vodafone Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 2. Beim VLN-Lauf Nummer 7 glückte Fabian Schiller und Dominik Baumann der erste VLN-Sieg der Teamgeschichte und beim sechsten VLN-Lauf stand der Österreicher Baumann mit Ellis als Dritter auf dem Podest. Daran will Adam Osieka 2020 mit zwei bis drei GT3s anknüpfen. „Für Janine Hill und John Shoffner setzen wir auch in diesem Jahr einen Mercedes-AMG GT3 ein. Darüber hinaus planen wir den Einsatz eines Fahrzeugs mit Profi-Rennfahrern und eines weiteren GT3 mit talentierten Junioren. Zusätzlich zu den Rennen in der Nürburgring Langstrecken Serie gehen wir auch beim 24h-Rennen in unserer motorsportlichen Heimat an den Start.“

Ausschreibung 2020 veröffentlicht: Feintuning am Reglement

Die Ausschreibung für das ADAC TOTAL 24h-Rennen 2020 ist veröffentlicht, und damit steht auch das Regelwerk für den Saisonhöhepunkt auf der Nordschleife fest. Wenn sich die Teilnehmer vom 21. bis 24. Mai 2020 ins Geschehen stürzen, dann bleiben praktisch alle wichtigen Regularien konstant. Natürlich haben die Organisatoren beim ADAC Nordrhein aber auch für die 48. Auflage des Klassikers wieder Feintuning betrieben. Es verspricht mehr Klarheit, Fairness und Spannung.

Die Ausschreibung steht auf der 24h-Teaminfo-Homepage unter www.24h-information.de zum Download bereit.

Neu: Top Qualifying mit zwei Stufen

Das Top-Qualifying am Freitag bleibt auch 2020 ein Höhepunkt des 24h-Rennens, in ihm werden wie gehabt GT3-Fahrzeuge und die SP-X-Klasse zu sehen sein. Es wird 2020 zum ersten Mal zweistufig veranstaltet. Das eigentliche Stechen um die Pole und die besten Startplätze erfolgt im „Q2”, davor gibt es ein „Q1” für jene Teilnehmer, die sich nicht direkt für diesen Showdown qualifiziert haben. Für das Q2 werden wie bislang die Startplätze bei den VLN-Läufen und beim 24h-Qualirennen vergeben. Eine Liste der teilnahmeberechtigten Autos wird nach dem Qualifikationsrennen veröffentlicht. Insgesamt sollen je 40 Prozent der Pro- und Pro-AM-Teams einziehen. Alle Fahrzeuge, die sich nicht im Vorfeld qualifiziert haben, dürfen im Q1 fahren – hier werden vier weitere Plätze an die Schnellsten vergeben.

Neu: Mehr elektronische Helfer

Auch beim 24h-Rennen machen elektronische Helfer den Teams und Piloten das Leben etwas einfacher. So ist ab 2020 die Verwendung einer App zur Identifizierung und Zuordnung der verwendeten Rennreifen in den Topklassen verpflichtend. Übrigens müssen sich die Teams nach Abschluss des 24h-Qualirennens verbindlich für eine Reifenmarke entscheiden. Elektronische Unterstützung erhalten außerdem die Fahrer im Cockpit: Das so genannte „Smart Track Safety Display”ist für alle Teilnehmer verpflichtend. Es wird im Cockpit der Rennfahrzeuge eingebaut und weist die Piloten schon bei der Annäherung auf Gefahrenstellen hin. Wer VLN und 24h-Rennen verfolgt, weiß, dass es immer wieder zu Sportstrafen kommt, die etwa wegen nicht wahrgenommener Code-60-Signale ausgesprochen werden. Dies soll durch das neue Display minimiert werden.

Lexus: Auch 2020 mit Werkseinsatz am Start

[Teaminfo] Lexus kehrt auch 2020 in die „grüne Hölle“ zurück: Ein LC startet im nächsten Jahr beim ADAC TOTAL 24h-Rennen. Das Sportcoupé nimmt bereits im dritten Jahr in Folge am Langstreckenklassiker auf der wohl anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt teil. Die 24h am Nürburgring sind längst eine feste Größe im Rennkalender: Seit 2007 war das Werksteam Gazoo Racing jedes Jahr in der Eifel am Start, 2020 steht die 14. Teilnahme hintereinander an. Wie in den vergangenen beiden Jahren vertraut das Team dabei auf den Lexus LC, der für den ultimativen Härtetest nochmals verbessert wurde. Basierend auf den bisherigen Erfahrungen, kommt beispielsweise ein neu entwickelter V8-Motor mit Twin-Turboaufladung zum Einsatz. Neben aerodynamischem Feinschliff wurde außerdem an Gewicht und Steifigkeit des Rennwagens gefeilt, ein optimiertes Fahrwerk und Assistenzsysteme unterstützen die Kurvenhatz auf der Nordschleife.

Das Team setzt sich wie in den Vorjahren aus Mitarbeitern zusammen, die das Fahrzeug für das Rennen aufbauen und auch am Steuer Platz nehmen. Als Cheffahrer geht Hiroaki Ishiura ins Rennen, der zum sechsten Mal unweit der Nürburg startet. Masahiro Sasaki, Kazuya Oshima und Naoya Gamo komplettieren das Fahrerquartett. Die auf der Strecke gesammelten Erfahrungen fließen auch in die Serienfertigung von Straßenfahrzeugen mit ein.

„Ich freue mich, am 24-Stunden-Rennen 2020 am Nürburgring teilnehmen zu können. Da ich einige Zeit nicht mehr am Nürburgring war, bin ich sehr aufgeregt – auch angesichts der Verantwortung als führender Fahrer“, erklärt Hiroaki Ishiura. „Durch die alljährliche Teilnahme haben wir in diesem Projekt eine beachtliche Expertise gesammelt. Es gibt viele Elemente, die nur unter den rauen Bedingungen des 24h-Rennens am Nürburgring verfeinert werden können. Wir hoffen, diese Erfahrungen nutzen zu können, um noch schnellere und sicherere Autos zu entwickeln, die allen Spaß machen.“