racing one: Erfolgreiche Bilanz 2018

[Teaminfo] Rund zwei Wochen nach dem Ende der Nordschleifensaison zieht das Team racing one aus Andernach eine zufriedene Saisonbilanz. Der blau-weiße Hella-Ferrari konnte bereits vor dem letzten Rennwochenende auf 13 Siege in Folge zurückblicken. Die Erwartungen von Team und Fahrern waren dementsprechend hoch: Sieg Nummer 14 beim traditionellen „Schinken-Rennen“ sollte den perfekten Abschluss für die erfolgreiche Mannschaft bilden.

Nach einem verspätet gestarteten Qualifying – eingeschränkte Sicht durch Nebel – konnte das Team den Ferrari #139 auf P1 in der Klasse und Gesamtrang 27 positionieren. Das Team hatte für dieses Rennen eine gewagte Strategie und holte den Ferrari schon nach Runde 4 zum Splash-and-Dash in die Box. Startfahrer Christian Kohlhaas konnte jedoch schnell wieder die Klassenführung übernehmen und übergab auf Gesamtplatz 23 an Mike Jäger. Stephan Köhler hatte die Ehre, die letzte Zielflagge mit der italienischen Diva zu passieren und somit den neunten Sieg der laufenden Saison nach Hause zu fahren. Aber nicht nur das, der Sieg brachte der Ferrari-Mannschaft erneut den Klassensieg in der SP8 und als fantastisches Sahnehäubchen Gesamtplatz drei in der VLN-Jahresendwertung. Mit einem solchen Ergebnis hätte man zu Beginn der Saison nicht gerechnet. „Ihr habt es euch sowas von verdient“, gratuliert Teamchef Martin Kohlhaas seinen Piloten.

Mike Jäger der eigentlich schon zu Beginn der Saison seinen Rennanzug an den Nagel hängen wollte, ist total Happy: „Die letzten beiden Rennen waren wir sogar Meisterschaftsführender, also wenn sich mein Comeback dafür nicht gelohnt hat!“

Das gesamte Team kann stolz auf eine fehlerfreie Saisonleistung zurückblicken. „Ausruhen werden wir uns auf diesen Lorbeeren sicherlich nicht. Seit Wochen bereits fokussieren wir uns auf die Pläne für das nächste Jahr. Mit unserem Europameistertitel in der GT4 European Series sind die Ansprüche an Fahrer, Team und Fahrzeuge gestiegen. Es ist aktuell nicht einfach das Puzzle zu vervollständigen, aber eines ist klar: der VLN Langstreckenmeisterschaft wird racing one treu bleiben. Wir fühlen uns hier in der Eifel zu Hause und die Nordschleife ist einfach die tollste Rennstrecke der Welt“, so Kohlhaas nach der Siegerehrung.

Securtal Sorg: Junior-Meister und zwei Klassen-Titel

[Teaminfo] Nach dem neunten und letzten Saisonrennen zur VLN gab es bei Securtal Sorg Rennsport viel zu feiern: Tristan Viidas (EST) gewann die Junior-Trophäe und den Klassen-Titel im BMW M235i Racing Cup. Heiko Eichenberg (Fritzlar) und Yannick Mettler (SUI) sicherten sich den Titel in der GT4-Klasse. In der Jahreswertung der über 300 verschiedenen Fahrzeuge kamen die beiden Teams auf diehervorragenden Ränge vier und fünf.

„Das war unsere bislang beste VLN-Saison. Ich bin sehr stolz auf diese Mannschaft“, sagte Daniel Sorg. „Mein Dank gebührt wirklich allen, die dazu
beigetragen haben.“ Mit bis zu zehn verschiedenen Fahrzeugen pro Rennen leistete die Wuppertaler Mannschaft jedes Mal eine Mammutaufgabe.
„Wir sind eine eingeschweißte und gut organisierte Truppe von bis zu 80 Personen pro Wochenende“, bestätigte Benjamin Sorg. „Ob Fahrer, Car-Chief,
Mechaniker oder Küchenhelfer: Jeder hat phantastisch gearbeitet. Es war eine Riesensaison hier in der VLN. Diverse erfolgreiche 24h-Rennen, 12h-Rennen,
RCN und NES kamen ja noch hinzu.“

In der Tageswertung des letzten Rennens feierten Eichenberg / Mettler in der GT4-Klasse mit dem BMW M4 GT4 (Startnummer #828) ihren fünften Saisonsieg. Dazu wurde das Duo viermal Zweiter. „Neunmal in den Top Zwei, das war eine super Saison“, freute sich Eichenberg. „Natürlich braucht man auch etwas Glück dazu, aber es passte alles. Leider war der BMW gegenüber dem Mercedes etwas schlecht eingestuft. Daher ist unser Erfolg noch höher anzusehen.“ Der Sinziger-BMW M4 von Stefan Beyer (Neustadt-Aisch), Emin Akata (Meckenbeuren) und Torsten Kratz (AUT) musste nach sechs Runden mit Kühlwasserproblemen abgestellt werden.

Im stark besetzten BMW M235i Racing-Cup freute sich Tristan Viidas über sein siebtes Top Drei-Ergebnis. Zusammen mit Inge Hansesaetre (NOR)
lenkte der 22-Jährige den Gerri-BMW dieses Mal auf Rang zwei. Christian Andreas Franz (Birkenfeld), Mark Benz (SUI) und Philip Schauerte (Eslohe) wurden im fruit2go-BMW Fünfter von 16 Teilnehmern.

Mathol: Tolle Teamleistung beim VLN-Finale

[Teaminfo] Beim VLN-Finale war Mathol Racing mit sechs Fahrzeugen am Start. Fünf Autos kamen nach starker Leistung ins Ziel. Teamchef Matthias Holle: „Beim Finale lief zwar nicht alles wunschgemäß, aber wir haben wieder eine tolle Teamleistung gesehen. Mein Dank gilt allen Fahrern und Mechanikern.“

Der Avia-Aston Martin Vantage V8 (Startnummer #188) erlebte 2018 eine denkwürdige Saison. Durch viel Pech konnte das Auto, das auf eine einzigartige Erfolgsbilanz zurückblicken kann, in diesem Jahr nur wenige positive Resultate einfahren. Auch beim Saisonfinale wurde der Avia-Aston von Wolfgang Weber, Thomas Krebs und Erik Johansson vom Pech verfolgt. Nachdem das Auto im Training auf einen guten vierten Platz in der Klasse der GT4-Fahrzeuge (SP10) gefahren war, konnte das Team im Rennen lange in der Spitzengruppe mithalten. Ein gebrochener Sicherungssplint – ein „Pfennigartikel“ – an einer Hydraulikleitung der Lenkung sorgte dann für das vorzeitige Aus. Matthias Holle: „Das war sicherlich nicht unser Jahr mit dem Aston.“

In der Cayman-Trophy beendete der Porsche Cayman GT4 CS (#966) von Marc Keilwerth / Marcos Adolfo Vazquez / „Montana“ das Rennen auf einem guten vierten Rang. Matthias Holle: „Das Team hat während der gesamten Saison eine konstant starke Leistung gezeigt. Auch diesmal lag das Trio wieder im Bereich der Spitzengruppe.“ Im zweiten Mathol-Cayman GT4 CS (#977) gaben Thomas und Maximilian Bernau ihr VLN-Debüt. Nach problemloser Fahrt kamen sie auf Platz sechs ins Ziel. Matthias Holle: „Ein gelungenes erstes Rennen. Beide Piloten haben keine Fehler gemacht und durchaus überzeugt.“

Jörg Kittelmann und Thomas Heinrich sahen erneut die Zielflagge, obwohl sie durch einen Radlagerschaden lange an der Box standen. Am Ende schaffte der Seat Cup Racer (#311) in der Klasse SP3T mit Platz drei noch den Sprung aufs Podium. „Wir haben nicht aufgegeben und unser Team hat alles gegeben. Wir freuen uns, dass wir wieder die Jahreswertung in der Klasse gewinnen konnten. Für uns ist das ein großer Erfolg.“

In der Klasse V6 fuhr der Zimmermann-Porsche Cayman S (#421) von Karl Pflanz / Rüdiger Schicht / Oliver Louisoder auf Platz drei. Das Trio musste im Rennen mächtig kämpfen, da ein defekter Schalthebel für einen Zusatzhalt an der Box sorgte. Matthias Holle: „Ein gutes Ergebnis. Aber ohne das kleine Problem hätte es einen Klassensieg gegeben.“

Der Toyota GT86 (#524) von Alexander Fielenbach/Roberto Falcone siegte in der Klasse V3. Teamchef Holle: „Der Toyota ist ein zuverlässiges und schnelles Auto. Die Piloten haben keinen Fehler gemacht, so war der überlegene Sieg die logische Konsequenz.“

Teamchef Matthias Holle: „Die VLN-Saison 2018 ist für Mathol Racing im Gegensatz zu den vorherigen Jahren eher ein ungewöhnliches Jahr. Wir haben mehrfach Pech gehabt und konnten nicht immer die gewünschten Ergebnisse einfahren. In der Winterpause werden unsere Piloten in Spanien hart trainieren und das Team die Fahrzeuge sorgfältig auf die neue Saison vorbereiten.“

rent2drive: Mit zwei Podestplatzierungen in die Winterpause

[Teaminfo] Mit einem zweiten Platz in der Klasse SP8, einem dritten Platz in der Klasse SP6 sowie ordentlichen Platzierungen in den Klassen VT2 und V4 erzielte rent2Drive-racing beim neunten und letzten Lauf der VLN einen erfolgreichen Saisonabschluss. Ganz so einfach, wie sich das Ergebnis liest, war der Tag jedoch nicht. Bereits im morgendlichen Qualifying musste das Team seinen mit Werner Gusenbauer, Moritz Oestreich und Axel Jahn besetzten VW Golf TCR aufgrund technischer Probleme abstellen.

Gleichzeitig rollte der Cup-Porsche aus der Klasse SP6 ohne Antrieb in Breitscheid aus. Hier versagten die Antriebswellen. In Windeseile wurde der Porsche von der Boxenmannschaft wieder fit gemacht. So war der Bolide pünktlich zur Startaufstellung wieder startklar. Stammfahrer Dirk Vleugels wurde unterstützt vom Vater/Sohn-Gespann Richard und Philipp Gresek, die in dieser Konstellation zum ersten Mal auf einem Cup-Porsche unterwegs waren. Beide machten Ihre Aufgabe sehr gut. So war der 3. Platz in der Klasse am Ende des Tages der verdiente Lohn.

Das Rennen hatte es in sich. Nach einer Stunde rollte der Renault Megane RS mit Startfahrer Holger Gachot in die Box. Auch hier hatten die Antriebswellen ihren Dienst eingestellt. Trotz Chancenlosigkeit für eine gute Platzierung entschied man sich zu einem Tausch. Es galt der alte Spruch „dabei sein ist alles“. So fuhren Michael Küchenmeister und erstmalig Peter Muggianu das Rennen erfolgreich zu Ende. „Trotz fehlendem ABS hat es Spaß gemacht und letzter in der Klasse sind wir auch nicht geworden“, so Küchenmeister nach dem Rennen.

Nicht nur in der Klasse SP6, sondern auch in der Meisterschaftsklasse V4 waren Richard und Philipp Gresek unterwegs. Auf dem BMW 325i wurden die beiden unterstützt durch Carsten Schmitt. Trotz eines leichten Leitplankenkontakts stand ein ordentlicher zwölfter Platz, bei insgesamt 22 Startern, am Ende auf der Liste.

Fehlerfrei verlief der Einsatz des Porsche GT3 Cup MR in der Klasse SP8. Vom vierten Startplatz gestartet, schaffte es Startfahrer Csaba Walter mit einem phantastischen Stint auf den zweiten Rang in der Klasse vorzufahren. Dmitriy Lukovnikov verwaltete kaltschnäuzig diese Position, bevor es Schlussfahrer David Ackermann schaffte, sogar noch einen Vorsprung zu seinen Verfolgern heraus zu fahren.

„Wir hatten ein wirklich tolles, erfolgreiches Jahr 2018“, so Teamchef David Ackermann nach dem Rennen. „Highlights waren sicherlich die beiden Klassensiege im 24h-Rennen, aber auch in der VLN haben wir ein sehr gutes Bild abgeben. So ist ein zweiter Platz in der Jahreswertung der Klasse SP8 für das erste Jahr gar nicht so schlecht. Unfallbedingt hatten wir etwas Pech mit unserem Cup-Porsche, aber das Auto ist immer noch für einen Klassensieg gut. Gleiches gilt für den Renault Megane RS und unseren BMW – hier haben sich beide in den stark besetzten Klassen, im Mittelfeld platziert. Das geht natürlich nicht ohne unser tolles Team! Ich möchte mich ganz herzlich bei meiner Crew bedanken, die wirklich alles gegeben hat. Mein Dank gilt natürlich auch den Fans, allen Partnern, Sponsoren und natürlich der Mannschaft rund um Thomas Müskens, dem Renault-Spezialisten Patrick Kirfel und der Firma Manthey-Racing, welche die beiden BMWs vorbereitet hat.“

Manheller Racing freut sich über gelungenen Saisonabschluss

[Teaminfo] Mit Platz zwei und drei beim letzen VLN-Rennen schloß das Team Manheller Racing im MSC Adenau e.V. die Nordschleifen-Saison ab. In der Klasse SP6 steuerten Kurt Strube und Stefan Manheller ihren BMW auf den Silberrang. Carsten Knechtges und Marcel Manheller belegten Rang drei in der Klasse V4. „Das war ein gelungener Saisonabschluss bei fantastischem Wetter“, fasste Teamchef Stefan Manheller zusammen.

Mit einer Rundenzeit von 8:59 Minuten startete das Duo Strube/Manheller auf dem WWS-BMW bereits von Rang drei ins Rennen. Nach dem Start fanden sich die Fahrer schnell im Rennen zurecht und konnten mit soliden Rundenzeiten die Platzierung in der Spitze halten. Nach vier Stunden betrug der Rückstand auf den Erstplatzierten nur 48 Sekunden. „Wir hätten heute auch gewinnen können, das holen wir dann nächstes Jahr nach“, so Manheller.

Nicht weniger spannend lief es in der Klasse V4, wo gleich zwei Manheller-BMWs antraten. Marcel Manheller musste sich im Qualifying mit Rang drei zufriedengeben: „Wir riskieren heute nicht alles, die Zeiten an der Spitze sind wirklich irre“, so der Pilot. Nach dem Start hielt sich das Duo konsequent in der Spitzengruppe und erreichte das Ziel nach einigen Positionswechseln auf Rang drei. Das Schwesterfahrzeug mit Marcus Fischer, Marco Zabel und Harald Barth konnte dagegen während des Rennens einige Plätze gutmachen und fand sich auf Position 7 von 22 im Ziel wieder.

„Die Klasse V4 hat sehr viel Spaß gemacht, mit tollen und fairen Fights, das Miteinander auf der Strecke auch mit den großen Klassen war nie ein Problem“, erzähle Marco Zabel nach dem Rennen. Auf dem vierten BMW des Teams griffen Josef Knechtges, Jens Noeske und Martin Owen ins Lenkrad. Auch hier feierte das Team mit Rang drei eine Podestplatzierung in der Klasse VT2.

„Wir hatten eine Saison mit Höhen und Tiefen, vor Allem aber einen gelungenen Saisonabschluss“, sagte Teamchef Manheller. Mit Einbruch der Winterpause stünden nun einige Projekte an. „Wir werden darüber berichten“, so Manheller.

Prosport: Vier A-Permits und Pokale zum Saisonfinale

[Teaminfo]  Die Freude im Team Prosport Performance war beim Finale der VLN groß: Weitere vier Fahrer haben das A-Permit erfolgreich absolviert und sind damit im Besitz der uneingeschränkten Vollgas-Lizenz für die anspruchsvolle Nordschleife. Alex Brundle, Sohn des ehemaligen Formel-1-Piloten Martin Brundle und 2017 Dritter bei den 24h von Le Mans, sowie Michele Beretta, Lamborghini-Pilot aus dem ADAC GT Masters, haben die erforderlichen Runden ebenso erfolgreich absolviert wie die beiden Chinesen Andy Yan und Sunny Wong. Diese vier Piloten reihen sich damit in eine lange Liste von teils namhaften Piloten aus unterschiedlichen Ländern ein, die unterstützt von Prosport Performance das seit 2015 erforderliche Permit-Prozedere bestanden haben. Dazu zählen beispielsweise André Lotterer, Earl Bamber, Jamie Green, Eduardo Mortara sowie Sheldon und Kelvin van de Linde.

Stolz waren beim neunten und letzten VLN-Rennen vor allem der Brite Alex Brundle und der Italiener Michele Beretta, die mit dem 280 PS starken Porsche Cayman von PROsport Performance den beachtlichen dritten Platz in der Klasse V5 und damit ihren ersten Pokal in der „Grünen Hölle“ eroberten. „Das war eine wirklich gute Leistung, auf die ich stolz bin. Wir hatten einen guten Speed und uns damit den dritten Platz redlich verdient“, so Alex Brundle. „Ich will wiederkommen und 2019 VLN-Rennen und die 24h Nürburgring fahren.“ Das will auch Michele Beretta: „Die Nordschleife begeistert mich, diese Strecke ist absolut einzigartig.“

Auch wenn nicht die Platzierung, sondern das Absolvieren der Pflichtrunden im Vordergrund stand, schlug sich auch das chinesische Duo Andy Yan und Sunny Wong beachtlich. „Wir haben uns stetig gesteigert und am Ende Rang fünf erreicht. Die beiden Rennen im Porsche Cayman waren eine sehr wertvolle Erfahrung. Jetzt ist das 24h-Rennen unser Ziel“, sagte Andy Yan und ergänzte: „Danke an Prosport für ein perfektes und zuverlässiges Auto sowie eine erstklassige Unterstützung.“

Gemischte Gefühle hatten dagegen Alexander Mies und Markus Oestreich, die mit dem Porsche Cayman Pro4 nicht ins Ziel kamen. Alexander Mies, VLN-Champion von 2016, fuhr im Qualifying die souveräne Klassenbestzeit heraus und auch im ersten Rennabschnitt der Konkurrenz davon. Nach zwölf Runden führten der 26-jährige Mies und der ehemalige DTM-Pilot Markus Oestreich bereits mit einer Runde Vorsprung, als die linke Antriebswelle kollabierte. „Das Auto war absolut top. Wir haben gezeigt, was damit möglich ist, eine 8:37-er Runde ist eine neue Bestmarke für unseren Cayman Pro4. Sehr schade, dass wir dafür nicht belohnt wurden.“

Teamchef Christoph Esser: „Am Ende der langen Saison auf der Nordschleife möchte ich vor allem meinem gesamten Team danken, das mit großem Einsatz für schnelle und zuverlässige Autos gesorgt hat und zudem fehlerfreie Boxenstopps absolviert hat. Das war echt klasse!“

Bonk: Durchwachsene Abschiedsvorstellung

[Teaminfo] „Das Abschneiden beim VLN-Saisonfinale war leider nicht so gut, wie wir uns das erhofft hatten. Insgesamt ist dieses VLN-Jahr nicht wunschgemäß verlaufen, aber das werden wir als Team wegstecken und in der nächsten Saison wieder angreifen“, stellte Michael Bonk, Teamchef von Bonk motorsport, nach dem 43. DMV Münsterlandpokal klar.

Michael Schrey und sein Teamkollege Marc Ehret sahen im BMW M235i Racing Cup wieder einmal keine Zielflagge. Dabei hatte der Renntag bei sonnigem Herbstwetter positiv begonnen. Schrey stellte den Bonk-BMW auf die Pole-Position. Doch Ehret, der diesmal den Start fuhr, hatte in der ersten Kurve Probleme und eine leichte Kollision mit einem Konkurrenten. Da Karosserieteile am Auspuff schliffen, musste der Bonk-Pilot aus Sicherheitsgründen die Box anlaufen, bevor der Rest des Feldes auf die Nordschleife abbog. Das Team fuhr anschließend zunächst weiter, der Zeitverlust war aber so groß, dass an eine vernünftige Platzierung nicht mehr zu denken war. Bonk: „Das hat gepasst. Das Jahr endete genauso wie es begonnen hatte.“

Der zweite BMW von Hofor Racing powered by Bonk motorsport mit Florian Naumann/Michael Fischer zeigte erneut eine starke Leistung und kam auf Rang vier ins Ziel. Bonk: „Die beiden haben zum Saisonende konstant gute Vorstellungen gezeigt. Und durch Platz vier haben sie beim Finale Platz drei für Bonk motorsport im BMW-Markencup gesichert.“

Hermann Bock und Rainer Partl hatten mit dem Audi RS3 LMS TCR in der Klasse SP3T großes Pech. Im Rennen lag das Duo überlegen in der Klasse in Führung, als der Audi nach einem Unfall nicht mehr weiter fahren konnte. Bonk: „Das war ärgerlich, den Klassensieg hatten wir schon so gut wie sicher. Trotz eines kleinen Elektronikproblems, Partl musste den Audi auf der Strecke einmal kurz neu starten, hatten wir einen deutlichen Vorsprung.“

Die VLN-Saison endete für den unter Bonk-Bewerbung startenden Nett-Peugeot mit einem Erfolgserlebnis. Jürgen Nett, Achim Nett und der Brite Bradley Philpot siegten mit dem Peugeot 308 Racing Cup TCR erneut in der Klasse SP2T. Das Trio sicherte sich damit auch die begehrte Jahreswertung in der Klasse. Jürgen Nett; „Durch den Sieg gab es für uns ein versöhnliches Ende einer schwierigen Saison. Zu Beginn hatten wir mit einigen Problemen zu kämpfen, doch bei den letzten vier Starts lief der Peugeot perfekt. Der Gewinn der Jahreswertung ist für uns ein wichtiger Erfolg.“

Ab 14.11. erhältlich: Das Buch zum 24h-Rennen 2018

Ab dem 14. November 2018 gibt es den besten Rückblick auf das 24h-Rennen 2018, den man sich wünschen kann. Denn dann erscheint das offizielle Jahrbuch, das so umfassend wie keine andere Quelle das Geschehen auf und rund um die Nordschleife zusammenfasst. Im Mittelpunkt steht natürlich das größte Autorennen der Welt, das in diesem Jahr erneut mit einem dramatischen Finale zu Ende ging: Nach einer zweistündigen Nebelunterbrechung wurde das Rennen in einem spektakulären 75-Minuten-Showdown entschieden, bei dem sich der Manthey-Porsche durchsetzte. 26 Sekunden Vorsprung hatte das Team schließlich und holte damit den zwölften Gesamtsieg der Sportwagenmarke und den sechsten Erfolg für Manthey. Die beiden besten Black-Falcon-Mercedes-AMG GT3 folgten auf den Rängen zwei und drei. Mit Platz vier feierte Aston Martin sein bestes Nürburgring-Ergebnis überhaupt. Die Vorjahressieger von Audi wurden dieses Mal nur Sechster.

Das Jahrbuch blickt natürlich umfassend auf das Geschehen und schildert das spannende Rennen mit 29 Führungswechseln und unzähligen weiteren interessanten Duellen. Dabei waren auch diesmal natürlich die Akteure innerhalb der 24 verschiedenen Klassen das Salz in der Suppe. Auch hier wurde geschraubt und gerichtet, gewechselt und improvisiert, gefeiert und geweint. Und es gab jede Menge Positionswechsel, vor allem in den teilnehmerstarken Klassen des BMW M235i Racing Cup und des Porsche Cayman Cup.

Auch wenn das Rennen zweimal rund um die Uhr im Mittelpunkt stand: Das ADAC Zurich-24h-Wochenende brachte die Hocheifel-Region eine Woche lang zum Beben. Auch rund um die Strecke gab es jede Menge zu entdecken. Das neue Ravenol-Riesenrad im Fahrerlager etwa, oder die zahllosen kreativen Ideen der Fans – und nicht zuletzt natürlich das bunte und abwechslungsreiche Rahmenprogramm vom Adenauer Racing Day am Mittwoch bis zur Falken Drift Show am Freitagabend. Nicht zu vergessen die Rahmenrennen von RCN, ADAC 24h-Classic, Audi Sport R8 LMS Cup sowie die Läufe des FIA-Tourenwagen-Weltcups WTCR: Das Jahrbuch lässt auch hier kein Detail aus.

Abgerundet wird das Buch mit einem umfassenden Statistikteil mit vielen Rundentabellen. Über 1.000 Fotos, Hintergrundinfos und exklusiven Interviews machen es zu absoluten Muss für jeden Motorsportfan. Das Jahrbuch ist ab dem 14. November im Buchhandel oder direkt beim Gruppe C Motorsport Verlag erhältlich.

Das Buch zum ADAC Zurich 24h-Rennen im Überblick

  • 272 Seiten
  • gebunden, Hardcover, Format 235 x 315 mm
  • rund 1000 Farbfotos
  • deutscher und englischer Text
  • ausführliche Statistik zum 24 Stunden Rennen
  • Preis: 40,00 €
  • ab 14. November im Handel erhältlich
  • ISBN: 978-3-928540 95-7

Neuer Qualifikationsmodus für das 24h-Rennen sorgt für noch mehr Ausgeglichenheit

Es gehört zum 24h-Rennen wie Grillwürstchen und Rennsportparty: Das Top-Qualifying bildet den spannungsreichen Höhepunkt im Vorspiel des Langstreckenklassikers. Das bei Fans und Fahrern beliebte Stechen um die Pole-Position wird auch künftig im Rahmen eines Einzelzeitfahrens ausgetragen, dessen Regelwerk ab 2019 noch einmal deutlich verfeinert wird. Bei den von den24h-Organisatoren in Zusammenarbeit mit Technikexperten und Teamvertretern erarbeiteten Regeln steht die Transparenz über die tatsächliche Leistungsfähigkeit eines Fahrzeuges ebenso im Fokus wie die Förderung der Breitensportler in den schnellsten Fahrzeugklassen. Die Qualifikation bei den vor dem 24h-Rennen stattfindenden VLN-Läufen und dem 24h-Qualirennen bleibt bestehen, hierbei werden jedoch künftig theoretische Rundenzeiten – also die Addition der jeweils besten Sektorenzeiten – aus dem Zeittraining und Rennen berücksichtigt. Ein fester Anteil der Startplätze im Top-Qualifying ist außerdem für Pro-Am-Teams reserviert, deren schnellste damit definitiv mit den Pro-Mannschaften um die Pole-Position streiten können. Flexibel wird in Zukunft die Zahl der startenden Fahrzeuge im Top-Qualifying: Sie beträgt jeweils 80 Prozent der Anzahl von Nennungen von Pro- und Pro-Am-Teams.

Das Pokern hat im Vorfeld des 24h-Rennens traditionell Hochkonjunktur. Welches Team gibt schließlich vor dem prestigeträchtigen Langstreckenklassiker schon gerne preis, welche Performance das eigene Fahrzeug tatsächlich hat? Davon weiß 24h-Rennleiter Walter Hornung ein Lied zu singen: „Einerseits möchte natürlich jeder die Konkurrenten im Ungewissen lassen und andererseits hält sich hartnäckig die Ansicht, dass die Parameter der Balance of Performance direkt aus den Rundenzeiten abgeleitet werden – was schon lange nicht mehr der Fall ist.“ Der Ablauf der Startplatzvergabe wurde deshalb verfeinert und hat mit den reinen Gesamtrundenzeiten nun nichts mehr zu tun. Jeweils drei Top-Quali-Plätze werden bei den VLN-Rennen vor dem 24h-Rennen vergeben, acht weitere sind im Rahmen des 24h-Qualirennens zu ergattern. Im Rahmen der VLN gibt es einen Platz im Qualifying und zwei im Rennen, wobei als Kriterium die theoretisch schnellste Zeit eines Fahrzeugs herangezogen wird. Diese wird als Mittelwert aus den besten Sektorenzeiten in Qualifying bzw. Rennen ermittelt. Im 24h-Qualirennen erhalten die drei schnellsten Teams des dort ausgetragenen Top-30-Qualifyings einen Startplatz, fünf weitere Plätze werden im Rennen vergeben – auch hier anhand der theoretisch schnellsten Rennrunden. „Das Verfahren ist transparent, weil es viele Störfaktoren eliminiert oder zumindest ihren Einfluss mindert“, erklärt der Rennleiter. „Wer auf einer ansonsten großartigen Runde etwa in einem Sektor auf der Nordschleife aufgehalten wird, dürfte sich darüber freuen. Ebenso mindern wir aber künstliches Verlangsamen, um über die eigene Performance zu täuschen.“

80 Prozent der Top-Teams künftig im Top-Qualifying
Nach den drei VLN-Läufen und dem 24h-Qualirennen stehen damit künftig 17 teilnehmende Fahrzeuge für das Top-Qualifying fest (je drei aus den VLN-Läufen, acht weitere aus dem 24h-Qualifikationsrennen). Die tatsächliche Anzahl der Teilnehmer wird ermittelt, sobald die Nennungsliste des 24h-Rennens geschlossen ist. Sie beträgt jeweils 80 Prozent der Nennungen von Pro-Teams und Pro-Am-Teams. Aus dem Vergleich mit den bis zu diesem Zeitpunkt qualifizierten Teams ergibt sich dann die Zahl der noch verfügbaren Top-Quali-Plätze in beiden Teilnehmergruppen. Vergeben werden diese Plätze anhand des kombinierten Ergebnisses der beiden Zeittrainings, wobei auch hier mit den Mittelwerten der fünf schnellsten Sektoren theoretische Rundenzeiten herangezogen werden. „In der Theorie hört sich das komplizierter an als es in der Praxis ist“, beschreibt Walter Hornung. „Ich freue mich auf jeden Fall, dass wir auf diese Weise sicherstellen, dass das Top-Qualifying nicht zur geschlossenen Veranstaltung der Profipiloten wird, sondern sich weiterhin internationale Stars mit Breitensportlern und Nordschleifenspezialisten messen. Auch die Förderung des sportlichen Wettbewerbs auf der Strecke lag uns am Herzen. Schließlich ist der direkte Vergleich zwischen faszinierenden Autos auf der schönsten Rennstrecke der Welt das, was alle Beteiligten vom Rennleiter bis zum Fan sehen wollen.“

WTCR in Japan: Fünf Marken auf dem Podium

Der FIA Tourenwagen-Weltcup (WTCR) war auch beim vorletzten Saisonlauf für Überraschungen gut: Im japanischen Suzuka konnte sich erstmals Alfa-Romeo-Pilot Kevin Ceccon einen Sieg sichern. Er gewann das erste von drei Rennen und stand in Rennen 3 als Drittplatzierter erneut auf dem Podium. Dabei verhinderte nur eine Zeitstrafe, dass der in Führung abgewinkte Italiener erneut ganz oben auf dem Treppchen stand. Stattdessen wurde sein Landsmann Gabriele Tarquini (Hyundai i30 N TCR) als Sieger gewertet, der so seine Führung im Championat ausbaute. Das Wochenende in Suzuka, mit dem die FIA Tourenwagen-Weltserie nach vier Jahren Abwesenheit nach Japan zurückkehrte, bot den 42.500 Zuschauern jede Menge Abwechslung und größte Ausgeglichenheit: Im zweiten Rennen konnte mit Rob Huff (GBR) ein VW-Pilot im Siegersekt duschen. Damit gingen die Siege erneut an drei verschiedene Hersteller, insgesamt schafften es fünf Marken auf das Podest (Alfa Romeo, Cupra, Hyundai, Peugeot und Volkswagen). Bescheiden fiel nur die Honda-Bilanz aus: Esteban Guerrieri schaffte für das deutsche All-Inkl-Team als bestes Ergebnis beim Heimspiel der japanischen Marke Platz vier im ersten Rennen.

Rennen 1: Erster Sieg für Kevin Ceccon

Mit dem Italiener Kevin Ceccon stand erstmals ein Alfa-Romeo-Pilot in der FIA WTCR auf dem obersten Platz des Podiums. Der für das Team Mulsanne startende 25-Jährige trug damit auch die siebte im WTCR-Feld vertretene Kundenmarke in der Siegerliste der Premierensaison ein. Ceccon ist bereits der 14. Fahrer, der in der äußerst abwechslungsreichen Saison einen Lauf für sich entschied. Er ging im ersten Lauf von Suzuka als Zweitplatzierter hinter Pole-Mann Aurelien Comte (Peugeot 308 TCR) ins Rennen und blieb dem Franzosen von Beginn an auf den Fersen. In Runde zwei konnte er erfolgreich angreifen und gab die Führung bis ins Ziel nicht mehr ab. „Wir sind sehr schnell in Japan“, freuts sich Ceccon anschließend. „Ich hatte einen guten und fairen Kampf mit Comte. Ich war in der Lage, die Führung zu übernehmen, aber dann musste das Safetycar mehrfach auf die Strecke kommen.“

Tatsächlich musste das Safety-Car zum ersten Mal in der dritten Runde den Lauf neutralisieren, nachdem Thed Björk einen Reifenstapel berührt hatte. Der zweite Einsatz wurde nötig, als Yann Ehrlacher in seinem All-Inkl-Honda Civic von der Strecke abgekommen war. Beide Male konnte Ceccon die Führung nach dem Re-Start verteidigen und siegte schließlich nach elf Runden mit einem Vorsprung von 0,728 Sekunden vor Comte. Dritter wurde Hyundai-Pilot Yvan Muller, der damit zeitweise Punktegleichheit mit Tabellenleader Gabriele Tarquini herstellte.

Rennen 2: Huff ausgebufft

Auch beim zweiten Lauf konnte sich der Polesitter nicht durchsetzen: Pepe Oriola (ESP) hatte sich im Qualifying auf Platz zehn platziert, was in der umgekehrten „Reverse Grid“-Startaufstellung des zweiten FIA-WTCR-Laufs traditionell die Pole-Postion bedeutet. Doch gleich neben ihm stand mit dem britischen VW-Piloten Rob Huff ein mit allen Wassern gewaschener Routinier, der in der ersten Kurve innen am Cupra TCR vorbei gehen konnte und die Führung anschließend nicht mehr hergab. „Glückwunsch an das Team, das Auto war toll“, sagt Huff nach seinem zweiten Saisonsieg. „Wir haben das Set-up auf den Punkt getroffen.“ Oriola zeigte sich zwar enttäuscht darüber, den Start verloren zu haben, war aber mit Platz zwei letztlich zufrieden. „Ich hatte einen echt guten Start, aber Robs Start war einfach nur erstaunlich“, sagt er.

Rob Huff hatte dabei insbesondere zu Beginn des Rennens seine liebe Not, den Sieg nach Hause zu fahren. Nach einer Kollision zwischen Mehdi Bennani und All-Inkl-Pilot Esteban Guerrieri kam es zu einer Safetycar-Phase, und beim Restart in Runde 3 setzte Oriola Huff unter Druck. Doch Huff blieb vorne, konnte den Vorsprung anschließend etwas ausbauen und gewann vor dem Cupra. Dritter wurde Norbert Michelisz (HUN, Hyundai), der den Spanier zwar bedrängen konnte, aber letztlich keinen Weg vorbeifand.

Rennen 3: Tarquini schlägt zurück

Bereits im zweiten Rennen hatte Gabriele Tarquini mit einem fünften Platz die Tabellenführung zurückerobert, und dies untermauerte der Italiener in Rennen 3 noch einmal: Er erbte den ersten Platz, nachdem der als Sieger abgewinkte Kevin Ceccon eine 5-Sekunden-Strafe erhielt, weil sein Fahrzeug beim Start nicht mit allen vier Rädern innerhalb der Markierung der Pole-Position gestanden hatte. So konnte sich Tarquini nicht nur über einen weiteren Rennsieg freuen, sondern auch über wertvolle Punkte im Meisterschaftskampf. Er geht nun als klarer Titelfavorit in die letzte WTCR-Runde im Macau. Platz zwei sicherte sich Aurélien Comte im Peugeot 308 TCR, Ceccon wurde als Dritter gewertet. Nach einem starken Kampf um die Führung konnte Tarquini sich mit Platz zwei zufriedengeben, als die Entscheidung der Rennleitung gegen Ceccon bekannt wurde. „Es tut mir für Kevin leid, denn er ist ein fantastisches Rennen gefahren“, sagt Tarquini. „Sie haben mir die Strafe am Boxenfunk mitgeteilt, deshalb habe ich ihn vorbeigelassen. Ich wusste, dass ich nur innerhalb von fünf Sekunden Abstand bleiben muss, um das Rennen zu gewinnen.“

Adrenalin Motorsport: VLN-Meister 2018

Die Motorsportsaison 2018 ist für das Pixum Team Adrenalin Motorsport mit einem grandiosen Ergebnis zu Ende gegangen. So sicherte sich die Heusenstammer Mannschaft nach einem traumhaften Jahr sowohl den Meistertitel als auch die Vizemeisterschaft in der VLN. Zudem durfte sich das Team rund um Matthias Unger über den Gewinn der Fahrer-und Teamwertung des BMW M235i Racing Cups freuen.

„Wir haben in den Vorjahren schon einige Erfolge zusammen feiern können, aber die diesjährige Ausbeute übertrifft einfach alles. Es ist sicherlich die erfolgreichste Saison in unserer Teamgeschichte und das Ergebnis richtig harter Arbeit. Ich möchte mich recht herzlich bei allen Teammitgliedern, Fahrern, Partnern und Sponsoren bedanken, die das alles ermöglicht haben und uns auf diesem Weg begleitet haben“, strahlt Teamchef Matthias Unger, seinerseits VLN-Champion 2008. „Als Meister der VLN auf dem Podium die Startnummer 1 überreicht zu bekommen, ist ein großer Traum für jeden Motorsportler. Ich durfte die Erfahrung selbst vor zehn Jahren machen und habe es seitdem immer wieder versucht, mit meinem eigenen Team zu erreichen. Nun haben wir es endlich geschafft. Ich gönne es den Jungs von ganzem Herzen und bin erleichtert, dass unserer Berufung nach dem letzten Lauf stattgegeben wurde. Damit herrscht auch hier Klarheit und unterstreicht, dass wir verdient gewonnen haben.“

VLN-Meister 2018: Rink/Brink/Leisen am Ziel ihrer Träume angekommen
Sechs Klassensiege und einige weitere starke Resultate in der Produktionswagenklasse V4 sorgten dafür, dass sich Christopher Rink, Danny Brink und Philipp Leisen am Ende mit dem Pixum BMW 325i E90 über den Meistertitel freuen durften. „Ich habe zehn Jahre auf diesen Tag hingearbeitet und bin einfach nur überglücklich, dass der Traum nun in Erfüllung gegangen ist. Vielen Dank an die gesamte Mannschaft“, so Rink. Sein Teamgefährte Brink ergänzte: „Die Saison war unheimlich hart für uns und unsere Konkurrenz megastark. Wir haben alles gegeben und sind echt stolz, dass es am Ende gereicht hat.“ „Ein toller Tag für uns Fahrer aber auch das gesamte Team. Alle haben fantastische Arbeit geleistet und zu diesem Erfolg beigetragen“, fügte Leisen hinzu.

Das Fahrertrio verabschiedete sich auch standesgemäß meisterlich in die Winterpause. So sicherten sich Rink, Brink und Leisen im letzten Kräftemessen der Saison noch einmal den Klassensieg in der V4. Neben der VLN Meisterschaft durften sich die drei Piloten auch über den Gewinn der Produktionswagenwertung sowie der Klassensieger-Trophäe in der V4 freuen.

Zils/Konnerth/Fischer zum zweiten Mal in Folge VLN-Vizemeister
Ihre Teamkollegen Norbert Fischer, Daniel Zils und Christian Konnerth machten mit der Vizemeisterschaft den Doppelsieg für das Pixum Team Adrenalin Motorsport in der VLN Gesamtwertung perfekt. Das Fahrertrio sammelte über das Jahr hinweg mit dem Pixum Porsche Cayman sieben Siege in der Produktionswagenklasse V5. „Nach einer so harten und langen Saison am Ende die ersten beiden Plätze in der VLN Meisterschaft belegen zu können ist ein wirklich grandioses Teamergebnis. Wir haben das Maximum herausgeholt, was für uns möglich war. Da die Klasse V4 im Schnitt mehr Teilnehmer hatte als unsere, haben sie sich diesen Erfolg mehr als verdient. Glückwunsch an unsere Teamgefährten zum Titelgewinn aber auch an unsere gesamte Mannschaft zu diesem einzigartigen Resultat“, war sich das Fahrertrio einig. Fischer, Zils und Konnerth belegten am Ende im Produktionswagen-Cup ebenfalls den zweiten Platz und sicherten sich den Meistertitel in der Klasse V5. Hieran konnte auch das Streichergebnis beim Saisonfinale nichts mehr ändern.

„Wir haben uns dazu entschlossen, den Porsche Cayman nach der Einführungsrunde in der Box abzustellen. Hintergrund unserer Entscheidung war, dass wir unbedingt verhindern wollten, dass Daniel Zils aufgrund seiner Verletzung am Ende weniger Punkte in der Endabrechnung hat, als seine beiden Fahrerkollegen Christian Konnerth und Norbert Fischer“, so Unger. Zils musste nach einer Handverletzung unter der Woche operiert werden und konnte dadurch beim Saisonfinale nicht aktiv ins Lenkrad greifen.

Fübrich/Griessner holen Meistertitel im BMW M235i Racing Cup
Nicht nur bei den Produktionswagen, auch im BMW M235i Racing Cup hatte das PIXUM Team Adrenalin Motorsport gleich mehrere Meistertitel zu feiern. So konnten Yannick Fübrich und David Griessner mit ihrem Klassensieg beim letzten VLN Saisonlauf die Fahrerwertung endgültig für sich entscheiden. Das Fahrerduo reiste zwar schon als Tabellenführer an, musste bis zum Schluss jedoch alles geben. „Da für den letzten Wertungslauf eines Jahres im BMW M235i Racing Cup doppelte Punkte vergeben werden, hatten David und Yannick zum Finale noch einmal ordentlich Druck. Sie haben dem aber perfekt standgehalten und konnten mit ihrem sechsten Saisonsieg alles klar machen. Glückwunsch an die Beiden zum Meistertitel“, so Unger, der sich auch über den Gewinn der Teammeisterschaft im BMW M235i Racing Cup freuen konnte. Zuletzt sicherte sich das PIXUM Team Adrenalin Motorsport die Team-und Fahrermeisterschaft im Jahre 2014. Für David Griessner sprang zudem auch noch der Gesamtsieg in der Junioren-Wertung des BMW M235i Racing Cup heraus.

Gute Einzelergebnisse beim Saisonfinale
Neben den bereits erwähnten Klassensiegen von Rink, Brink und Leisen in der V4 sowie von Griessner und Fübrich im BMW M235i Racing Cup konnte das PIXUM Team Adrenalin Motorsport beim Saisonfinale weitere starke Einzelergebnisse erzielen. So durften sich Christian Büllesbach, Andreas Schettler, Ioannis Smyrlis und Carlos Arimon mit dem Veedol Porsche Cayman S über den Wertungsgruppensieg bei den VLN Produktionswagen freuen. Das Fahrerquartett feierte somit nach dem Pech bei den letzten Rennen einen versöhnlichen Saisonabschluss. Auch Gabriele Piana, Norbert Fischer und Christian Konnerth konnten mit ihrem Auftritt auf dem BMW M4 GT4 sehr zufrieden sein. Am Ende belegten sie einen starken zweiten Platz in der SP10-Klasse.

Im BMW M235i Racing Cup sahen Lutz Marc Rühl, Thomas Henriksson, Jeff Young und Philipp Leisen auf dem elften Platz die Zielflagge. Einen Platz dahinter fanden sich Pavel Lefterov, Thorsten Wolter und Ben Bünnagel wieder. Pech hatten dieses Mal Cristian Müller, Stefan Kruse und Francesco Merlini, die mit ihrem BMW M235i Racing genauso wie Scott Smith, Sven Markert und Tim Heinemann unfallbedingt vorzeitig ausschieden.

In der Produktionswagenklasse V5 fuhren Markus Zünd, Ulrich Korn und Erki Koldits mit dem Nexen Tire Porsche Cayman auf Rang sechs. Zudem wurden Charles Oakes, Florian Bodin und Alf Marius Loe Sandberg auf Platz 17 in der Klasse V4 gewertet. Für Christoph Magg, Philipp Stahlschmidt und Oskar Sandberg war nach einem kleineren technischen Problem vorzeitig Schluss. Dennoch kann das Fahrertrio insgesamt auf einige vielversprechende Rennen zurückblicken.

Ausbildung: Als Sportwart hautnah dran an der Action

Wenn es im Motorsport brenzlig wird, dann sind die Sportwarte der Streckensicherung als Erste am Ort des Geschehens. Sie sorgen für Sicherheit und Fairness, sie helfen und bergen im Notfall. Und auch sonst sind sie vielen anderen Situationen intensiv ins Geschehen eingebunden. Mit anderen Worten: Ohne die Marshals geht an der Rennstrecke nichts.

Was ohnehin für jede Motorsportveranstaltung gilt, das ist beim ADAC Zurich 24h-Rennen noch wichtiger. Denn nicht nur, dass hier die volle Mannschaft rund um die Nordschleife vorhanden sein muss. Hier geht es auch vier Tage und eine ganze Nacht lang rund! Kein Wunder, dass – vom Rennleiter bis zum Helfer im Fahrerlager, von den Interventioncar-Fahrern bis zum Marshal – rund 2.000 Personen in die Organisation eingebunden sind. Sie sind ein verlässliches, familiäres Team, das bei Wind und Wetter begeistert bei der Sache ist. Wer Lust hat, in diesem verantwortungsvollen Bereich mit dabei zu sein, der kann im November 2018 eine wichtigen Grundlage dafür schaffen: Der Motorsportverband NRW (MVNW) bietet am 24. und 25. November Seminare zur Ausbildung / Fortbildung von Sportwarten an. Wer den Kurs erfolgreich absolviert, kann anschließend seine persönliche Sportwartlizenz beantragen und als Marshal der Streckensicherung nicht nur an der Nordschleife, sondern auch bei vielen anderen Motorsportveranstaltung hautnah am Geschehen sein. Informationen zu den Lehrgängen gibt es unter dem folgenden Link:

Hier klicken um zur Homepage des MVNW zu gelangen

Mercedes: Platz zwei und drei beim Finale

[Teaminfo] Die Eifel zeigte sich pünktlich zum Start des Finallaufs der VLN von ihrer besten Seite. Nachdem aufgrund von Frühnebel das Qualifying und somit auch der Rennstart um eine Stunde verschoben werden mussten, konnten die insgesamt 155 Teilnehmer – darunter zwei Mercedes-AMG GT3 – das vierstündige Rennen bei optimalen äußeren Bedingungen in Angriff nehmen.

Das Mercedes-AMG Team HTP Motorsport #47 hatte sich mit Platz drei im Qualifying eine sehr gute Ausgangsposition für das Rennen gesichert. Startfahrer Maximilian Götz behauptete den dritten Platz am Start und setzte sich in der Spitzengruppe fest. Nach zehn absolvierten Runden inklusive eines taktischen frühen Boxenstopps konnte der Mercedes-AMG GT3 #47 die Führung übernehmen – dicht gefolgt von Luca Stolz im Mercedes-AMG GT3 #6 von Black Falcon, der von Platz sechs aus ins Rennen gegangen war.

Patrick Assenheimer übernahm das Steuer von Maximilian Götz und lieferte sich mit Hubert Haupt im Black Falcon Mercedes-AMG GT3 #6 ein spannendes, aber faires Duell an der Spitze. Durch mehrere Code 60-Phasen in der zweiten Rennhälfte büßten der Mercedes-AMG GT3 #47 und der Mercedes-AMG GT3 #6 jedoch etwas Zeit ein und fielen auf den zweiten beziehungsweise dritten Platz zurück. Schlussfahrer Raffaele Marciello machte in der Startnummer 47 des Mercedes-AMG Team HTP Motorsport mit Top-Rundenzeiten Druck auf die Spitze, konnte die Lücke zum Führenden jedoch nicht mehr ganz schließen. Nach 28 Rennrunden überquerte er die Ziellinie an Position zwei und sicherte dem Mercedes-AMG Team HTP Motorsport den ersten VLN-Podiumserfolg der Saison. Yelmer Buurman beendete das Rennen für Black Falcon #6 auf dem dritten Platz. Für das Mercedes-AMG Customer Racing Team war es nach dem Sieg beim Saisonhighlight, dem VLN-6-Stunden-Rennen, sowie dem Sieg beim fünften VLN-Lauf der bereits dritte Podiumserfolg in der Gesamtwertung. Hinzu kommt ein zweiter Platz für das Mercedes-AMG Team Black Falcon beim zweiten Saisonlauf.

Mit dem Doppelpodium feierte Mercedes-AMG Motorsport einen erfolgreichen Saisonabschluss in der VLN. Bei den neun VLN-Läufen konnten die Mercedes-AMG GT3 insgesamt vier Gesamtsiege sowie weitere drei Podiumsplatzierungen einfahren – eine starke Bilanz.

Die VLN verabschiedet sich nach dem neunten und letzten Lauf in die Winterpause. Ein Wiedersehen in der Eifel gibt es am 23. März 2019, wenn der Startschuss zum ersten Rennen der neuen Saison, der 65. ADAC Westfalenfahrt fällt.

Raffaele Marciello, Mercedes-AMG Team HTP Motorsport #47: „Ich habe mich im Mercedes-AMG GT3 heute wieder sehr wohlgefühlt. Ich bin immer noch ein Rookie auf der Nordschleife und muss noch viel dazulernen, vor allem was die schwierigen Streckenabschnitte betrifft. Der Podiumsplatz ist ein gutes Ergebnis.“

Patrick Assenheimer, Mercedes-AMG Team HTP Motorsport #47: „Es hat sehr viel Spaß gemacht, gegen Hubert Haupt zu fahren. Ein markeninterner Kampf ist natürlich immer etwas Schönes. Es gab mehrere Code 60-Phasen und viele Überrundungen, bei denen mal der eine, mal der andere Vorteile hatte, aber es war immer ein fairer Kampf.“

Yelmer Buurman, Black Falcon #6: „Wir haben in den Code 60-Phasen etwas Zeit verloren. Danach war es schwierig, nach vorne zu fahren, der Abstand war zu groß. Am Ende sind wir kein großes Risiko mehr eingegangen, wir wollten das Fahrzeug sicher nach Hause bringen. Und genau das ist uns auch gelungen.“

Hubert Haupt, Black Falcon #6: „Mit dem heutigen Ergebnis können wir sehr zufrieden sein. Die VLN Saison war insgesamt super, wir haben das VLN Highlight, das 6-Stunden-Rennen, sowie den siebten Saisonlauf gewonnen. In der kommenden Saison werden wir mit dem Mercedes-AMG GT3 wieder angreifen.“

Schmickler Performance gewinnt Camyan GT4 Trophy in der VLN

[Teaminfo] Moritz Kranz und Mühlner Motorsport sind die Champions der Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing 2018. Beim finalen VLN-Lauf genügten Kranz und dem belgischen Rennstall Platz drei zur erfolgreichen Verteidigung der Meistertitel in der Fahrer- und Teamwertung. Den Tagessieg beim 43. DMV Münsterlandpokal sicherten sich Ivan Jacoma und Claudius Karch vom Team Schmickler Performance. Zweite im Porsche Cayman GT4 CS wurden die Pseudonymfahrer und AM-Champions „Max“ und „Jens“ (GetSpeed Performance).

Der letzte Renntag der diesjährigen VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring begann für alle 163 Teilnehmer mit einer Verzögerung: Aufgrund dichten Nebels musste das Qualifying um eine Stunde verschoben und um 30 Minuten verkürzt werden, sodass die Piloten diesmal nur anderthalb Stunden Zeit hatten für eine möglichst schnelle Umrundung der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Nordschleife und Sprintstrecke des Grand-Prix-Kurses. Die Bestzeit im Qualifying gelang schließlich der siegreichen Paarung Jacoma und Karch mit einer Rundenzeit von 8:43,275 Minuten.

Wegen der Verschiebung am Morgen startete das vierstündige Rennen erst um 13:00 Uhr statt um 12:00 Uhr, dafür jedoch ohne Nebel und mit Sonnenschein bei circa zwölf Grad Celsius. Jacoma und Karch mussten sich gleich nach dem Start den Attacken ihrer Verfolger erwehren: Daniel Bohr, Hendrik von Danwitz und Fabio Grosse (Teichmann Racing) übernahmen im ersten Rennviertel die Führung, fielen im weiteren Verlauf jedoch zurück auf die vierte Position. Kranz und Rebhan dagegen wurden in der Anfangsphase von klassenfremden Autos aufgehalten und fanden erst über die Distanz den Anschluss zur Spitze wieder.

Am Ende eines fehlerfreien Rennens hatten Jacoma und Karch bei ihrem zweiten Sieg in Folge 39,275 Sekunden Vorsprung auf „Max“ und „Jens“, die den gesamten Tag über im Bereich der Podestplätze rangierten. Das GetSpeed-Duo hatte sich bereits bei VLN 8 zu den neuen AM-Champions gekrönt, konnte jedoch im Finale nicht mehr verhindern, dass Kranz mit Platz drei die Gesamtwertung gewann. Während Kranz und Mühlner Motorsport ihre 2017 errungenen Titel in der Fahrer- und Teamwertung verteidigten, lösten „Max“ und „Jens“ Marc Keilwerth und Marcos Adolfo Vazquez (Mathol Racing) als beste AM-Piloten der Vorsaison ab.

Die Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing im Rahmen der VLN wird auch in der Saison 2019 wieder ausgetragen werden.

Markus Schmickler (Teamchef Schmickler Performance), Platz 1: „Zu Platz eins im Training gehörte sicher etwas Glück dazu: Unsere Runde war weitgehend frei von Verkehr. Im Rennen haben wir dann aber einfach alles richtig gemacht, vor allem bei den Stopps. Schade, dass unser dritter Pilot Kai Riemer diesmal nicht dabei sein konnte. Wir hatten einen tollen Tag.“

Claudius Karch (Schmickler Performance), Platz 1: „Nach dem Start war alles Stoßstange an Stoßstange, erst die Boxenstopps sowie einige Gelbphasen haben das Feld etwas entzerrt. Unsere Strategie war gut, denn am Ende hatten wir so viel Vorsprung, dass wir uns die Pace einteilen konnten. Wir sind happy – auch für Kai und das gesamte Team.“

Bernhard Mühlner (Teamchef Mühlner Motorsport), Meister Teamwertung: „Wir freuen uns riesig, dass wir unsere Titel verteidigen konnten. Im Vorjahr haben wir die Meisterschaft noch dominiert, diesmal mussten wir bis zur letzten Runde zittern und bangen. Umso schöner ist es, dass es am Ende geklappt hat.“

Moritz Kranz (Mühlner Motorsport), Meister Fahrerwertung: „Das war eine harte Saison, und ich bin wirklich froh, dass sie so erfolgreich zu Ende gegangen ist. Auch das letzte Rennen war sehr schwierig, weil wir immer wieder zu viel Zeit unter Gelb verloren haben. Ich bin aber grundsätzlich passiv gefahren – die Priorität lag auf dem Titelgewinn.“

Thomas Raquet (Leiter Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing): „Wir haben eine extrem spannende Saison mit vielen aufregenden Fights gesehen. Gratulation an die Tagessieger sowie an die Sieger aller Wertungen! Sportlich gesehen hat dieses Jahr die Messlatte für die nächste Saison sehr hoch gelegt. Wir freuen uns schon jetzt auf die Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing 2019.“

Manthey Racing: Testkilometer gesammelt

[Teaminfo] Manthey-Racing verfehlte beim VLN-Saisonfinale 2018 knapp eine Top-Ten-Platzierung. Der Porsche 911 GT3 R von Otto Klohs (Ludwigshafen), Porsche-Testfahrer Lars Kern (Weissach) und Porsche-Young-Professional Dennis Olsen (Norwegen) wurde beim 43. DMV Münsterlandpokal auf Platz zwölf abgewinkt. Auch der neuerlich zu Test- und Entwicklungszwecken in der SPX-Klasse eingesetzte Porsche 911 GT3 R des Jahrgangs 2019 erreichte das Ziel. Pilotiert wurde das neue Auto diesmal von Porsche-Werksfahrer Michael Christensen (Dänemark) und Porsche Young Professional Mathieu Jaminet (Frankreich).

Das Qualifying am Samstagmorgen nahmen die 163 Teilnehmer mit Verspätung auf: Wegen Nebels über der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Nordschleife und Sprintstrecke des Grand-Prix-Kurses war die Session um eine Stunde verschoben worden. Die Startnummer 12 um Klohs, Kern und Olsen glänzte zwar mit schnellen Sektorzeiten, erwischte aber keine freie Runde und qualifizierte sich somit auf Position 14. Der Testwagen mit der Nummer 911 war ähnlich schnell unterwegs, musste reglementbedingt jedoch vom Ende der ersten Startgruppe ins Rennen gehen.

Die Freigabe des 43. DMV Münsterlandpokals erfolgte ebenfalls mit einer Stunde Verspätung um 13:00 Uhr. Bei nun klaren und sonnigen Bedingungen sowie Temperaturen von rund zwölf Grad Celsius gelang Olsen ein problemfreier Start. Kern, der das Auto in der Folge übernahm, musste nach rund einer Stunde und 20 Minuten wegen eines Reifenschadens vorne links unplanmäßig die Box ansteuern. Bis zum Ende des vierstündigen Rennens holten Olsen, Kern und Klohs aber wieder auf: Trotz des Zeitverlusts verbesserte sich das Trio im Ziel um zwei Plätze gegenüber der Startposition.

Für die Startnummer 911 lief das letzte von neun Saisonrennen der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring hingegen nach Plan: Die Ingenieure sammelten erneut wertvolle Daten zur weiteren Entwicklung des Porsche-Kundensport-Renners für die Saison 2019. Das Programm sah unter anderem einen verlängerten Boxenstopp für Arbeiten im Bereich der Bremse vor. Während Christensen die erste Rennhälfte bestritt, kletterte Jaminet für den zweiten Teil ins Cockpit der Nummer 911. Wie die Spitzengruppe absolvierte der Testwagen insgesamt 28 Rennrunden.

Stimmen nach dem VLN-FInale:

Nicolas Raeder (Geschäftsführer Manthey-Racing): „Sicherlich hatten wir uns zum Saisonabschluss etwas mehr erhofft. Die Startnummer 12 erwischte im Training keine freie Runde und hatte im Rennen einen Reifenschaden – das war Pech, denn das Auto lag sehr gut. Für den Testwagen mit der Nummer 911 ist der Tag dagegen verlaufen wie geplant.“

Otto Klohs (Porsche 911 GT3 R #12): „Es ist wirklich schade, dass wir diesen Reifenschaden hatten. Davon abgesehen bin ich aber rundherum zufrieden, denn unterm Strich sind wir die Saison sauber zu Ende gefahren. Und wenn man mit diesem Auto hier seine Runden drehen darf, dann hat man sowieso stets ein großes Grinsen im Gesicht.“

Lars Kern (Porsche 911 GT3 R #12): „Der Tag lief leider nicht optimal, was schade ist, weil unser Auto diesmal perfekt abgestimmt war. Schon im Qualifying waren wir schnell, fanden aber keine freie Runde. Der Reifenschaden im Rennen hat zwei bis drei Minuten gekostet. Da ein Loch im Reifen war, habe ich wahrscheinlich ein Teil überfahren.“

Michael Christensen (Porsche 911 GT3 R #911): „Für uns ging es darum, möglichst viele Kilometer und Daten zu sammeln, um das neue Auto weiter feinzutunen. Wir haben uns besonders auf Abstimmungsarbeit im Bereich der Kupplung und der Vorderachse konzentriert. Ich selbst bin das neue Auto zum ersten Mal gefahren.“