Mercedes: Gesamt- und Klassensieg

[Teaminfo] Das Mercedes-AMG Customer Racing Team Black Falcon feiert den zweiten Gesamtsieg der VLN-Saison 2018. Maro Engel, Hubert Haupt und Manuel Metzger pilotierten den Mercedes-AMG GT3 auf der Nürburgring-Nordschleife nach 28 Runden als Erste über die Ziellinie. Beim siebten Lauf der VLN sichert sich zudem das Black Falcon Team Identica mit dem Mercedes-AMG GT4 den dritten VLN-Klassensieg. Das Trio Stefan Karg, Fidel Leib und Moritz Oberheim beendet das 4-Stunden-Rennen auf Platz eins der SP10-Klasse.

Der Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 6 ging am Samstagmittag von Startplatz drei auf die 24,358 Kilometer lange Kombination aus Nürburgring Nordschleife und Kurzanbindung des Grand-Prix-Kurses. Startfahrer Maro Engel konnte zuvor im morgendlichen Qualifying die gute Ausgangsposition mit einer Zeit von 7:55.713 Minuten herausfahren. In der Spitzengruppe des 149 Teilnehmer starken Feldes zeigten sich kurz nach dem Start viele enge Duelle und Positionsverschiebungen. Das Black Falcon Team setzte früh als einziges Fahrzeug in der SP9-Klasse auf eine andere Strategie und führte den ersten Boxenstopp bereits nach vier Runden durch, um eine aufkommende Code 60-Phase auszunutzen und sich aus den zeitraubenden Duellen an der Spitze herauszuhalten. Maro Engel blieb im Mercedes-AMG GT3 zu einem Doppelstint hinter dem Lenkrad und übernahm anschließend in Runde neun das erste Mal die Gesamtführung.

In der Folge wechselte die Führung aufgrund der unterschiedlichen Boxenstopps immer wieder, aber auch nach dem Fahrerwechsel auf Manuel Metzger in Runde zwölf holte sich der Mercedes-AMG GT3 #6 die Führung zurück. Metzger erzielte in seinem Stint und bei trockenen Verhältnissen in der Eifel die schnellste Rennrunde des Black Falcon-Trios mit 8:02.087 Minuten. Nach 20 Rennrunden und dem letzten planmäßigen Boxenstopp übernahm Hubert Haupt das Fahrzeug und setzte an die fehlerfreie Leistung seiner Teamkollegen an. Zum Ende des Rennens zeichnete sich immer mehr ab, dass sich die Strategie von Black Falcon auszahlen sollte. Nach 28 Runden überquerte Haupt mit knapp 15 Sekunden Vorsprung die Ziellinie als Erster. Es ist bereits der zweite VLN-Gesamtsieg von Black Falcon mit Hubert Haupt und Manuel Metzger am Steuer, nachdem sie auch das Highlight mit dem 6-Stunden-Rennen Mitte August gewinnen konnten.

Dritter Klassensieg für den Mercedes-AMG GT4 in der SP10-Klasse
Das Black Falcon Team Identica war mit ihrem dritten Sieg und dem bereits fünften Podium in der SP10-Klasse der aktuellen VLN-Saison erneut erfolgreich. Das eingespielte Trio Stefan Karg, Fidel Leib und Moritz Oberheim zeigte dabei eine starke Performance mit dem Mercedes-AMG GT4 #163. Vom zweiten Klassenstartplatz aus fuhren sie ein fehlerfreies Rennen und kamen nach 26 Runden als SP10-Sieger (Gesamtplatz 23) ins Ziel. Der zweite Mercedes-AMG GT4 mit der Startnummer 164 vom Black Falcon Team TMD Friction beendete das 4-Stunden-Rennen auf dem 46. Gesamt- sowie vierten Klassenrang.

Maro Engel, Black Falcon #6: „Was ein Krimi am Ende. Wir haben die Strategie auf 28 Runden ausgelegt und es hat zum Glück auch genau gepasst. Mega Job von Manuel und Hubert, der das Rennen sehr abgezockt nach Hause gebracht hat. Auch Black Falcon hat einen fantastischen Job gemacht, der Mercedes-AMG GT3 war perfekt eingestellt. Es hat riesig Spaß gemacht das Auto auf dieser einzigartigen Rennstrecke zu fahren.“

Manuel Metzger, Black Falcon #6: „Ich freu mich riesig für das Team und meine Teamkollegen. Ich habe zum Schluss noch richtig mitgezittert als ich bei den Ingenieuren war und es nochmal knapp wurde, ob es bei 28 Runden bleibt oder doch noch eine Runde zusätzlich gefahren werden muss. Zum Glück hat uns in den letzten beiden Runden noch eine Code 60-Phase in die Karten gespielt.“

Hubert Haupt, Black Falcon #6: „Sensationell, es hat perfekt gepasst. Es war sehr knapp mit dem Sprit, aber es ist am Ende alles nach Plan aufgegangen. Riesen Kompliment an Black Falcon zu einer tollen Leistung und auch an Maro und Manuel zu einem super Rennen. Ich freu mich riesig.“

Black Falcon zittert sich beim siebten VLN-Lauf zum Sieg

Hubert Haupt atmete erleichtert auf, als er nach Ablauf der Vier-Stunden-Distanz unter dem Siegerehrungspodest dem Mercedes-AMG GT3 von Black Falcon entstieg. „Das war knapp“, gestand der Münchner. Zusammen mit Maro Engel und Manuel Metzger feierte Haupt beim siebten VLN-Lauf 2018 den zweiten Saisonsieg für das Team aus Meuspath. Im Ziel betrug der Vorsprung auf die Zweitplatzierten Norbert Siedler und Lance David Arnold im Frikadelli-Porsche 14,749 Sekunden. Das Podium komplettierten Peter Dumbreck und Stef Dusseldorp im BMW M6 GT3 von Falken Motorsports. Vierte – und gleichzeitig das beste Premium-Team in der GT3-Klasse SP9 – wurden Georg Weiss, Oliver Kainz und Jochen Krumbach im Ferrari 488 GT3 des Wochenspiegel Team Monschau.

Was nach außen hin souverän wirkte, war bei Black Falcon hinter den Kulissen eine Zitterpartie. Der Rennstall aus der Eifel wählte einen frühen ersten Boxenstopp nach vier Runden. Danach standen drei weitere Stints à acht Runden auf dem Plan. Aufgrund des reibungslosen Rennverlaufs mit wenigen Vorkommnissen auf der Strecke und perfekten Bedingungen auf der Nordschleife wären fast 29 Runden möglich gewesen. „Eine Code-60-Phase in den letzten zwei Runden hat uns den Sieg gerettet“, erklärte Haupt. Das Team hatte acht Runden vor Schluss für eine Distanz von 28 Runden getankt. Neun Runden sind mit einer Tankfüllung fast unmöglich. „Es war ein glücklicher Zufall, dass wir durch eine lange Code-60-Phase quasi Zeit schinden konnten“, sagte Engel. Eine Sekunde nach Ablauf der Zeit überquerte Hubert die Ziellinie und wurde abgewinkt. „Wenn er noch eine Runde hätte fahren müssen, wären wir ohne Sprit ausgerollt.“

Das Frikadelli-Duo hatte in der Schlussphase viel investiert, zu den Führenden aufgeschlossen und konnte am Ende nicht die Früchte der Arbeit ernten. „Natürlich hätten wir gerne gewonnen“, sagte Lance Arnold. „Und wir hätten sehr gute Chancen gehabt, wenn am Ende nicht die Code-60-Phase gewesen wäre.“ Siedler ergänzte: „Platz zwei ist okay. Eine tolle Teamleistung wurde mit einem Podestrang belohnt.“ Auch das Falken-Duo war mit Platz drei offensichtlich nicht zufrieden. „Auf eine Runde läuft unser BMW wunderbar“, sagte Dumbreck. „Da sind wir vorne mit bei der Musik, auch wenn unser Trainingsergebnis das mit Rang zehn nicht ganz wiederspiegelt. Wo wir hingegen Schwierigkeiten haben, ist das Überholen. Das war heute deprimierend.“

Rang fünf belegte der zweite Frikadelli-Porsche. Das Schwesterfahrzeug des Wochenspiegel-Teams belegte Rang sechs. Hinter dem Porsche 911 GT3 R von GetSpeed Performance auf Platz sieben belegten die beiden Walkenhorst-BMW die Positionen acht und neun. Die Top 10 komplettierte Falken Motorsports, die erstmals den neuen GT3-Porsche der Baureihe 991.2 einsetzten.

Auch in anderen Klassen war es am Ende richtig knapp
Zu einem sehr engen Zieleinlauf kam es in der Cayman GT4 Trophy by Manthey Racing. Moritz Kranz und Felix Guenther wurden im Mühlner-Auto gerade einmal 1,095 Sekunden vor Ivan Jacoma, Claudius Karch und Kai Riemer im Cup-Fahrzeug von Schmickler Performance powered by Ravenol abgewinkt. Spannung herrschte auch in der TCR-Klasse. Hier setzten sich zum dritten Mal in Folge die Norweger Håkon Schjærin, Atle Gulbrandsen, Norwegen und Kenneth Østvold im Audi RS 3 LMS durch. Diesmal gegen Andreas Gülden und Heiko Hammel im Seat Cupra TCR von mathilda racing, die in der Tourenwagenklasse ebenfalls drei Siege feierten.

Tabellenführung verteidigt: Ferrari weiter spitze
Mit ihrem siebten Sieg im siebten Rennen verteidigten Stephan Köhler und Christian Kohlhaas mit dem Ferrari 458 von racing one die Tabellenführung. Beim Reinoldus Langstreckenrennen wieder an ihrer Seite: Mike Jäger. Der langjährige VLN-Pilot hatte ein Rennen ausgesetzt, kann aber unter Umständen durch die Streichergebnisse zum Saisonende wieder mit seinen Teamgefährten in der Tabelle gleichziehen. Auf dem zweiten Rang liegen Heiko Eichenberg und Yannick Mettler, die im GT4-BMW des Teams Securtal Sorg Rennsport den siebten Podestplatz feierten. Auf der Haben-Seite des Duos sind nun vier Siege und mit dem Ergebnis von heute drei zweite Plätze.

Wenn die Streichergebnisse zum Saisonende eingerechnet werden, spielen auch zwei Teams aus der teilnehmerstarken V4 wieder eine Rolle, die in der laufenden Saison bereits einmal gepatzt haben. Christopher Rink, Danny Brink und Philipp Leisen gewannen für das Pixum Team Adrenalin Motorsport und ließen dabei 25 Fahrzeuge hinter sich. Ihre ärgsten Verfolger, Marcel Mannheller und Carsten Knechtges, wurden Zweite.

Der achte VLN-Lauf findet in zwei Wochen statt. Der 50. ADAC Barbarossapreis des MSC Sinzig führt am 6. Oktober über die gewohnte Distanz von vier Stunden.

VLN: Aus BMW M235i Racing Cup wird BMW M240i Racing Cup

[Herstellerinfo] BMW schlägt im kommenden Jahr ein neues Kapitel in Sachen Breitensport auf der Nordschleife auf: Der BMW M235i Racing Cup, seit 2014 ein fester Bestandteil der VLN, geht in eine neue Runde. BMW Motorsport hat den Vertrag mit der VLN um zwei weitere Jahre verlängert. Dank eines Evo-Pakets für das Fahrzeug bietet ab der kommenden Saison der neu benannte BMW M240i Racing Cup bis mindestens 2020 Teams und Fahrern die perfekte Möglichkeit, mit überschaubarem finanziellen Aufwand in den Rennsport einzusteigen.

„Mit dieser Vertragsverlängerung geben wir ein weiteres klares Bekenntnis zum Kundensport ab“, sagt BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt. „Der BMW M235i Racing war als seriennahes und damit bezahlbares Einstiegsmodell in den Motorsport von Anfang an ein großer Erfolg. Das sieht man zum einen daran, dass die entsprechende Klasse seit Jahren in der VLN mit rund 20 Fahrzeugen die am besten besetzte Cup-Klasse ist. Zum anderen beobachten wir mit großer Freude, dass die Cup-Teilnehmer den Fans an der Strecke immer wieder großartiges Racing bieten. Ich freue mich, dass wir unseren Kundenteams nun für zwei weitere Jahre Planungssicherheit bieten und sie für ihre Treue belohnen können. Mit der Einführung des BMW M240i Racing Evo-Pakets ab der Saison 2019 tragen wir zahlreichen Kundenwünschen Rechnung. Das Evo-Paket bringt für Teams und Fahrer einige Vorteile mit sich. Zudem wird der BMW M240i Racing die Marken- und Designelemente des Serienfahrzeugs tragen.“

Das BMW M240i Racing Evo-Paket beinhaltet unter anderem eine optimierte Motorsoftware. Neue Endplatten für den Heckflügel tragen dazu bei, dass die weltweit in Rennserien und Cup-Klassen eingesetzten Fahrzeuge optisch aufgewertet werden. Zudem bietet der BMW Kundensport optional einen neuen Fahrersitz im BMW M240i Racing Design an. Er soll den Sitzkomfort und die Passgenauigkeit erhöhen.

Im Zuge der Vertragsverlängerung hat BMW Motorsport auch das Preisgeld für die Teamwertung im BMW M240i Racing Cup erhöht. Die erfolgreichsten Teams erhalten ab der Saison 2019 100.000 Euro an Prämien, 25.000 Euro mehr als bisher. Die frühzeitige Festlegung auf eine weitere Zusammenarbeit mit der VLN sowie die Erhöhung des Preisgeldes sollen die ohnehin schon hervorragend besetzte Klasse noch attraktiver machen. Dazu trägt sicher auch die Kontinuität in der Zusammenarbeit mit Reifenpartner Dunlop bei, der seit der Debütsaison 2014 an Bord ist. Weiterer wichtiger Pluspunkt der BMW M240i Racing Cup Klasse ist und bleibt der Support durch BMW Motorsport. Die Ersatzteilversorgung an der Rennstrecke und ein vollumfänglicher Kunden-Support, inklusive Ingenieurs-Support, stehen den Teams auch weiterhin wie gewohnt zur Verfügung.

Bonk mit fünf Fahrzeugen bei VLN7 am Start

[Teaminfo] „Nachdem das Thema Titelverteidigung in der VLN vom Tisch ist, schauen wir jetzt nur noch von Rennen zu Rennen. Wir wollen möglichst viele gute Einzel-Resultate holen und die Saison möglichst erfolgreich zu Ende fahren“, stellt Michael Bonk, Teamchef von Bonk motorsport, vor dem siebten VLN-Lauf, dem ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen, fest.

Der noch amtierende VLN-Meister Michael Schrey will mit seinem Partner Marc Ehret den nächsten Klassensieg im BMW M235i Racing Cup holen. Bonk: „Wir kämpfen weiter. Schließlich geht es noch um eine gute Platzierung im BMW-Markencup.“

Im zweiten Bonk-BMW fahren wie gewohnt Florian Naumann/Michael Fischer. Bonk: „Wenn ein Rennen ohne Probleme gelingt, sollte endlich einmal ein Podiumsplatz möglich sein.“ Im dritten BMW M235i ist wieder Thomas Leyherr als Solist unterwegs. Bonk: „Nach dem tollen vierten Platz im letzten Rennen wird ein ähnlich gutes Resultat angestrebt.“

Den Audi RS3 LMS TCR fahren diesmal Hermann Bock und Rainer Partl. Ziel ist ein weiterer Sieg in der Klasse SP3T. Bonk: „Wenn die beiden ohne Schwierigkeiten über die Distanz kommen, ist ein weiterer Erfolg durchaus möglich.“

Der unter Bonk-Bewerbung fahrende Nett-Peugeot will die Erfolgsserie fortsetzen. Nach zuletzt zwei Klassensiegen streben Jürgen Nett, Achim Nett und der Brite Bradley Philpot im Peugeot 308 Racing Cup TCR den nächsten Erfolg in der Klasse SP2T an. Achim Nett; „Endlich funktioniert unser Paket auf der Nordschleife. Jetzt wollen wir weitere Erfolgserlebnisse.“

Timo Scheider bestreitet WTCR-Showdown für All-inkl.com Münnich

Timo Scheider ist wahrlich kein Neuling, wenn es darum geht, Tourenwagen mit Maximalperformance zu bewegen. Schließlich gehörte er mehr als eineinhalb Jahrzehnte zu den festen Größen in der DTM und krönte diesen Karriereabschnitt mit seinen zwei Meistertiteln 2008 und 2009. Doch nun betritt er Neuland: Bei den verbliebenen vier Saisonrennen der FIA WTCR geht er für das deutsche Team All-Inkl.com Münnich Motorsport an den Start. Der 39-Jährige wird einen dritten Honda Civic Type R TCR an der Seite von Yann Ehrlacher (FRA) und Esteban Guerrieri (ARG) pilotieren. Scheider soll seine Teamkollegen im Kampf um die Meisterschaft unterstützen.

Sein ersten Einsatz bringt für den Ex-DTM-Champion wahrlich neues Terrain, denn der gebürtige Lahnsteiner wird am letzten Septemberwochenende im chinesischen Ningbo erstmals mit einem vorderradgetriebenen Tourenwagen in ein Rennen gehen. Danach geht es Schlag auf Schlag – nur eine Woche später steht der nächste WTCR-Lauf in Wuhan (ebenfalls in China) im Kalender. Vom 27. bis 28. Oktober folgt die legendäre japanische Formel-1-Strecke in Suzuka und Mitte November der spektakuläre Saisonabschluss im Spielerparadies Macau.

„Wir haben Timo für die verbliebenen vier Runden der Meisterschaft zu uns ins Team geholt, weil wir glauben, dass er uns im Kampf um den FIA World Touring Car Cup-Titel unterstützen kann“, sagt Teammanager Dominik Greiner. „Er hat gewaltige Erfahrung im Tourenwagen-Sport. Sein Hauptfokus wird auf dem Saisonfinale in Macau liegen. Entsprechend dienen die nächsten drei Events in China und Japan eher zur Vorbereitung, da die Autos bereits auf dem Weg nach China sind und er somit im Vorfeld keine Testchance mehr bekommen wird.“

Für das All-inkl-Team ist die Zusammenarbeit mit Scheider keine neue Erfahrung: Er greift bereits in der World Rallycross Championship für den deutschen Rennstall ins Volant. Dort trat er Mitte September in Riga beim neunten Lauf der Serie an und konnte dabei prompt in die Punkte fahren. Bevor es dann nach China geht, wird der vielbeschäftige Rennfahrer einen Abstecher nach Hockenheim machen. Dort bestreitet er das Saisonfinale des ADAC GT Masters, in dem er als Sechstplatzierter im BMW M6 GT3 des Schnitzer-Teams sogar noch Außenseiterchancen auf den Titel 2018 hat.

Falken Motorsport mit neuem Porsche 911 GT3 R am Start

[Teaminfo] Nach dem souveränen Doppelsieg beim vergangenen VLN-Lauf folgt für Falken Motorsports das nächste Highlight: als erstes Kundenteam unterzieht das Rennteam des japanischen Reifenherstellers den neuen Porsche 911 GT3 R einem Testeinsatz auf dem Nürburgring. Die jüngste Entwicklungsstufe des „Renn-Elfers“ basiert auf der zweiten Generation der Modellreihe 991. Angetrieben wird der Bolide weiterhin von einem Vierliter-Sechszylinder-Boxermotor, der bis zu 550 PS leistet. Die größten Unterschiede im Vergleich zum Vorgänger liegen bei einer effizienteren Aerodynamik, einer verbesserten Fahrbarkeit, nochmals optimierter Sicherheit sowie einer Reduzierung der Service- und Ersatzteilkosten.

Bislang wurde das Entwicklungsfahrzeug vom Porsche-Werksteam Manthey-Racing bei ausgesuchten VLN-Rennen eingesetzt, nun folgt die Nordschleifen-Premiere auf Falken-Reifen. An der Vorderachse kommt nun eine größere Dimension (300/680R18 statt 300/660R18) zum Einsatz, die Reifengröße an der Antriebsachse bleibt unverändert. Optisch greift Falken das spektakuläre „Erlkönig-Design“ des gelben Manthey-Porsche auf und taucht den Boliden in das markentypische Türkis-Blau.

Mit diesem Praxistest, der von Manthey / Porsche und Schnabl-Engineering / Falken Motorsports gemeinsam durchgeführt wird, setzt das Unternehmen eine Erfolgsgeschichte fort, die bereits 2011 begann. Vorläufiger Höhepunkt war der erste Falken-Doppelsieg beim vergangenen VLN-Rennen durch Martin Ragginger (AUT) und Klaus Bachler (AUT) im Porsche 911 GT3 R vor den BMW-Teamkollegen Stef Dusseldorp (NED) und Alexandre Imperatori (SUI).

Da die 2019er-Ausbaustufe des 911er noch über keine gültige FIA-Homologation verfügt, startet Falken diesmal außer Konkurrenz in der SPX-Klasse und erhält pro Boxenstopp einen zusätzlichen Zeitzuschlag von 20 Sekunden. Am Steuer wechselt sich Falken-Pilot Martin Ragginger mit den Porsche-Werksfahrern Nick Tandy (GBR) und Laurens Vanthoor (BEL) ab. Den BMW M6 GT3 teilen sich planmäßig der Schotte Peter Dumbreck und Stef Dusseldorp.

Frikadelli: Dritter Saisonsieg im Visier

[Teaminfo] Der siebte von neun Saisonläufen läutet am Wochenende das letzte Saisondrittel in der VLN ein. Frikadelli Racing will dabei noch einmal zum Angriff blasen und nimmt erneut die oberste Stufe des Siegertreppchens ins Visier. Das Porsche-Kundenteam von Sabine Schmitz und Klaus Abbelen (beide Barweiler) hatte die VLN-Läufe vier und fünf gewonnen, zuletzt aber zweimal den Sprung aufs Podium teilweise knapp verpasst. Dies soll sich nun wieder ändern. Frikadelli schickt dafür wieder zwei 911 GT3 R ins vierstündige Rennen: Das Pro-Am-Auto mit der Startnummer 30 teilen sich „SpeedBee“ Schmitz – die nach ihrem Ausflug ins Cockpit des BMW 325i ihres Bruders Beat in den Porsche zurückkehrt – und Teamchef Abbelen mit Alex Müller (Rees). Im Profi-Auto mit der Nummer 31 wechseln sich Lance David Arnold (Duisburg) und Norbert Siedler (Österreich) ab, das Siegerduo des fünften VLN-Laufs.

„Wir haben uns zuletzt zweimal selbst ein Bein gestellt, was unseren Profi-Porsche betrifft, und nach den beiden Siegen zur Saisonmitte unsere Chancen auf weitere Topplatzierungen nicht genutzt“, weiß Teamchef Klaus Abbelen. „Dies wollen wir jetzt hinter uns lassen und blicken ebenso optimistisch wie ehrgeizig nach vorne. Dass wir es können und unser Gesamtpaket inklusive der Dunlop-Reifen konkurrenzfähig ist, haben wir ja bewiesen. Am kommenden Samstag setzen wir zudem auf eine neue Fahrwerksabstimmung, die wir anhand der Erkenntnisse aus dem vorherigen Lauf gemeinsam mit KW weiterentwickelt haben. Davon verspreche ich mir erneut einen Fortschritt und freue mich wie immer auf die neue Herausforderung.“

Adrenalin Motorsport freut sich über gutes Mannschaftsergebnis.

[Teaminfo] Beim sechsten VLN-Lauf konnte Adrenalin Motorsport ein weiteres Mal an die Erfolge aus der bisherigen Saison anknüpfen. Neben dem Klassensieg im BMW M235i Racing Cup sicherte sich die Mannschaft aus Heusenstamm drei weitere Podiumsplatzierungen bei den Produktionswagen. „Insgesamt können wir mit unserem Abschneiden wieder sehr zufrieden sein, auch wenn wir natürlich die Messlatte mit dem grandiosen Erfolg von vier Klassensiegen beim vorangehenden VLN-Rennen selbst sehr hoch gehangen haben. Uns ist jedoch bewusst, dass ein solch phänomenales Ergebnis nur sehr schwer in diesem Ausmaße zu wiederholen ist. Alle Klassen, in denen wir antreten, sind einfach enorm stark besetzt, und es kommen hier jeweils viele verschiedene Fahrzeuge für einen Sieg in Betracht. Angesichts dessen ist auch unser heutiges Mannschaftsergebnis, bestehend aus einem Klassensieg und drei weiteren Podiumsplatzierungen, wieder mehr als überzeugend gewesen“, bilanzierte Teamchef Matthias Unger.

Grund zu Freude hatten vor allem Yannick Fübrich und David Griessner, die im Rahmen dieses sechsten VLN Laufs mit ihrem Pixum-BMW M235i Racing bereits den vierten Saisonsieg feiern konnten. Das deutsch-österreichische Fahrergespann lieferte sich von Beginn an einen harten Fight mit der Konkurrenz und setzte sich schlussendlich mit rund 20 Sekunden Vorsprung durch. Dank des erneuten Erfolges übernehmen beide auch die Tabellenführung in der Fahrerwertung des BMW M235i Racing Cup. In der Mannschaftswertung liegt Pixum-Adrenalin nach sechs Läufen nun ganz vorne an der Spitze.

Stefan Kruse, Christian Müller und Ralph-Peter Rink konnten mit dem achten Platz im hart umkämpften BMW M235i Racing Cup ebenfalls ein vorzeigbares Resultat erzielen. Ihren Teamkollegen Daniel Attallah, Ken Fukuda und Klaus-Dieter Frommer gelang zudem auch der Sprung in die Top Ten. Lutz Marc Rühl, Thomas Henriksson und Ulrich Korn belegten am Ende den elften Rang und rundeten damit das gute Teamergebnis ab.

In der Produktionswagenklasse V4 ging es wie gewohnt äußerst eng und hart zur Sache. So kämpften Christopher Rink, Philipp Leisen und Danny Brink mit dem Pixum-BMW 325i E90 bis zum Schluss um den Klassensieg. Auch wenn sich das Fahrertrio den Klassensiegern im Ziel um gerade einmal 1,4 Sekunden geschlagen geben musste, sammelte es mit dem zweiten Platz viele wichtige Punkte im Hinblick auf die VLN-Produktionswagen-Trophäe.

Christoph Magg, Philipp Stahlschmidt und Oskar Sandberg sorgten dafür, dass sich Adrenalin Motorsport noch über einen weiteren Podiumsplatz in der Klasse V4 freuen durfte. Nach dem Pech beim vorausgegangenen VLN-Rennen konnte das Fahrertrio mit dem Motec-BMW 325i E90 nun die verdienten Früchte für eine fehlerfreie und starke Performance ernten. Am Ende sprang mit dem dritten Platz ein mehr als beachtliches Resultat heraus. „Schon beim fünften VLN-Lauf waren sie unheimlich stark unterwegs. Es war echt schade, dass sie hierfür nicht belohnt worden sind. Umso schöner ist nun dieser tolle Erfolg, den sie sich richtig verdient haben“, so Unger.

Auch das dritte Pixum-Fahrzeug aus der Klasse V4 sah nach Ablauf der vierstündigen Renndistanz erfolgreich die Zielflagge. Charles Oakes und Michael Klotz belegten schlussendlich den 13. Platz.

In der Produktionswagenklasse V5 konnte das Team ebenfalls einen Podiumsplatz für sich verbuchen. Dominic Tranchet und Andreas Ahremark fuhren mit dem Nexen-Porsche Cayman auf den dritten Rang. Das Schwesterfahrzeug, der Pixum-Cayman von Daniel Zils, Norbert Fischer und Christian Konnerth musste hingegen nach einem unverschuldeten Unfall im Streckenabschnitt Breidscheid vorzeitig aufgeben. „Norbert wurde von einem anderen Fahrzeug getroffen und ist dann im Bereich der Breidscheider Mauer eingeschlagen. Wir sind sehr froh, dass ihm hierbei nichts passiert ist und werden beim nächsten Rennen zusammen wieder voll angreifen“, so Zils.

Pech hatten dieses Mal auch Christian Büllesbach, Ioannis Smyrlis, Andreas Schettler und Carlos Arimon mit dem Veedol-Porsche Cayman S. Nach ihrem Wertungsgruppensieg beim 6h-Rennen musste das Fahrerquartett dieses Mal bereits nach dem Freitagstraining aufgeben. „Durch einen defekten Simmerring am Motor hatten wir beim Cayman S leider starken Ölverlust. Wir haben noch alles versucht, allerdings war eine Reparatur über Nacht leider unmöglich“, so Teamchef Matthias Unger.

Doppelsieg für Sorg-BMW M4 GT4

[Teaminfo] Sorg Rennsport untermauerte auch beim sechsen Saisonrennen der VLN seine Vormachtstellung in der GT4-Klasse: Nach etwas mehr als vier Stunden Fahrzeit feierten Heiko Eichenberg (Fritzlar) und sein Schweizer Teamkollege Yannick Mettler im 828-BMW M4 GT4 ihren vierten Saisonsieg. Mit Platz zwei sorgten Stefan Beyer (Neustadt/Aisch), Emin Akata (Meckenbeuren) und Torsten Kratz (Apellendorf) am Steuer des Sinziger-BMW M4 GT4 für den ersten Doppelsieg des Jahres.

„Nach den Remplern im vergangenen Lauf war das heute ein blitzsauberes und faires Rennen in der GT4-Klasse. Es ging eng, aber fair zu und unsere Piloten haben alles richtig gemacht“, sagte Daniel Sorg. Bruder Benjamin Sorg ergänzte: „Heiko und Yannick haben weiterhin intakte Chancen auf die Gesamtmeisterschaft. Und Stefan und Emin zeigen, dass sie mit dem BMW immer besser zu Recht kommen, der für sie nach wie vor noch recht neu ist. Torsten ist in der Schlussphase vom zweiten auf den vierten Rang vorgefahren. Das war ein
richtig gutes Rennen!“

Vier BMW M4, drei Mercedes-AMG GT4 sowie ein Aston Martin kämpften dieses Mal um den Sieg in der prestigeträchtigen Klasse. Mehrfach wechselte die Führung, es war ein Sprintrennen vom ersten Meter an. Mit vier ersten und zwei zweiten Plätzen ist das Duo Eichenberg/Mettler bislang der Klassenprimus. „Am Start habe ich ein paar Plätze verloren, weil der Fahrer vor mir fast den Motor abwürgte. So musste ich zunächst etwas Boden gut machen“,
sagte Mettler. „Über die Renndistanz waren Auto, Fahrer und Boxencrew perfekt, am Ende siegten wir mit 3.18 Minuten Vorsprung. Ich bin sehr glücklich.“

Ähnlich spannend war das Geschehen in der mit 18 Fahrzeugen stark besetzten BMW M235i Racing Cup-Klasse. Ein halbes Dutzend Teams kämpfte um die vorderen Plätze, mehrfach wechselte die Spitze. Am Ende freuten sich Tristan Viidas (Estland) und Inge Hansesaetre (Norwegen) im Gerri-BMW über den zweiten Platz, nur 21,391 Sekunden hinter dem Sieger. „Nach der zweitbesten Trainingszeit war ich optimistisch für das Rennen“, sagte Hansesaetre. „In der ersten Runde habe ich etwas den Anschluss an die Spitze verloren, fiel auf Platz sechs oder sieben zurück. Platz zwei ist daher richtig gut, mehr geht in einer solch engen Klasse nicht. Wir fahren ein Vier Stunden-Sprintrennen.“

Für die anderen beiden Cup-BMW lief es weniger gut. Christian Andreas Franz (Birkenfeld) und die beiden Schweizer Mark Benz und Florian Thoma schieden mit dem fruit2go-M235i nach einer Kollision in der siebten Runde aus. Ein Unfall warf Emir Asari (Italien), Oliver Frisse (Rüthen) und Sindre Setsaas (Norwegen) mit dem 828-BMW M235i auf Platz 13 zurück. Bei den Produktionswagen bis 2.500 ccm erzielten Nicolas Griebner (Großbritannien), Manuel Braun (Eppstein-Bremthal) und Doppelstarter Florian Thoma im BMW 325i Coupé einen guten fünften Rang bei 18 Startern. Nach einem technischem Defekt im Training konnten Kevin und Cedric Totz (beide Brakel) sowie Doppelstarter Torsten Kratz mit dem BGStechnic-325i nicht am Rennen teilnehmen.

In der Klasse bis 3.000 ccm lenkten Ugo Vicenzi (Italien), Jacek Pydys (Bergisch-Gladbach) und Philipp Hagnauer (Schweiz) den Porsche Cayman auf den vierten Platz von sechs Teilnehmern.

Rent2Drive freut sich über Klassen-Platz zwei

[Teaminfo] Ein zweiter Platz und ein vierter Platz in der jeweiligen Klasse sind die Ausbeute des rent2Drive-Teams beim sechsten Lauf zur VLN. Highlight des Wochenendes war dabei die hervorragende Platzierung des Renault Mégane RS in der Klasse VT2. Hier wurden das Vater-Tochter-Gespann aus Holger und Sophia Gachot von dem erfahrenen Saarländer Axel Jahn unterstützt. Die Zielsetzung war zunächst nur eine Zielankunft, da die beiden ihr erstes Rennen auf dem Renault und ihr insgesamt zweites VLN-Rennen bestritten. Axel Jahn, der zahlreiche Klassensiege auf dem Fahrzeug vorzuweisen hat, bereitete denn seine neuen Mitstreiter auch akribisch auf das Rennen vor – und die Arbeit wurde am Ende belohnt. Jahn legte mit einem schnellen ersten Stint den Grundstein während Holger und Sophia fehlerfrei nach vier Stunden das Rennen beenden konnten. Die Freude beim gesamten Team war riesengroß, dass der Renault Megane RS beim sechsten VLN-Lauf als Klassenzweiter über die Ziellinie fahren durfte.

Einen Platz im Mittelfeld erreichte der Porsche GT3 Cup MR des Teams. Nach einem hervorragenden Start schaffte es Jörg Wiskirchen vom Ende der ersten Startgruppe bis in Schlagdistanz zum 2. Platz in der Klasse SP8. Leider brach David Ackermann, der den zweiten Stint fuhr, nach wenigen Kilometern ein Federteller an der rechten Hinterachse. Er konnte so nicht mehr an die tolle Leistung seines Vorgängers anknüpfen. Ab sofort ging es nur noch darum, den Boliden heil ins Ziel zu bringen. Das gelang dem Trio dann auch. Schlussfahrer Dmitriy Lukovnikov steuerte den Boliden sicher über die Ziellinie – der MR landete auf einem ordentlichen vierten Platz in der Klasse.

Eine Zielankunft blieb dem BMW 325i aus der Klasse V4 leider verwehrt. Richard und Philipp Gresek sowie Carsten Schmitt werden aber den Kopf nicht hängen lassen. Bereits in drei Wochen, beim siebten VLN-Lauf wird das Team mit dem blauen Renner wieder am Start sein.

„Wir sind gespannt, was VLN-TV über unser Team zu berichten hat. Von Freitagmittag bis fast zum Rennende waren sie mit ihrer Kamera bei uns präsent und haben hinter die Kulissen geschaut!“ schmunzelte Teamchef David Ackermann nach dem Rennen. „Wir blicken jetzt nach vorne und freuen uns auf jeden Fall schon wieder auf das nächste Rennen, bei dem wir mit fünf Fahrzeugen vertreten sein werden.“

Mathol: Schwieriger Renntag

[Teaminfo] Der sechste Lauf der VLN geriet für Mathol Racing zur echten Herausforderung. Zwar sahen die vier gestarteten Autos von insgesamt sechs Fahrzeugen die Zielflagge und kamen in die Wertung, allerdings lief nicht alles problemfrei. Teamchef Matthias Holle: „Wir hatten heute beim Rennen wenig Glück und am Ende kam dann auch noch Pech hinzu. Team und Fahrer haben das Beste gegeben, allerdings gab es keinen Klassensieg.“

Der Mercedes AMG GT4 (#170) von Christian Stingu, Domenico Solombrino und Reinhold Renger fuhr in der Klasse der GT4-Fahrzeuge auf Rang fünf. Im Training war das Trio auf Startplatz sechs gefahren. Nach problemloser Fahrt war das Team mit der Platzierung zufrieden. Matthias Holle: „Das war wieder eine solide Leistung. Das Team steigert sich von Rennen zu Rennen und macht keine Fehler.“

Der AVIA-Aston Martin Vantage V8 (#188) von Wolfgang Weber, Thomas Krebs und Erik Johansson wurde vor dem Start zurückgezogen. Bereits im Training zeigte sich ein Motorproblem, das vor Ort nicht zu beheben war. Um keinen größeren Schaden zu riskieren, verzichtete Mathol Racing auf das Rennen. Matthias Holle: „Wir haben in dieser Saison mit dem AVIA-Aston eine echte Pechsträhne. Beim nächsten Mal muss endlich wieder ein Klassensieg auf dem Programm stehen, das sind wir unserem Sponsor schuldig!“

In der Cayman-Trophy fuhr der Porsche Cayman GT4 (#966) von Marc Keilwerth/Marcos Adolfo Vazquez/„Montana“ auf den fünften Rang. Matthias Holle: „Das Trio hat eine starke Leistung gezeigt. Lange hat das Team in der Spitzengruppe mitgemischt. Leider mussten wir den vierten Platz abgeben, weil es für den Cayman noch eine Zeitstrafe für ein Vergehen in einer Code-120-Zone gab.“

Jörg Kittelmann und Thomas Heinrich fuhren im Seat Cup Racer (#311) in der Klasse SP3T erneut auf einen Podiumsrang. Das Duo freute sich im Ziel über Rang drei. Kittelmann: „Es hat wieder Spaß gemacht. Das Auto war perfekt vorbereitet und wir sind ohne Probleme über die Distanz gekommen.“

Der Toyota GT86 Alexander Fielenbach/Roberto Falcone belegte in der Klasse V3 Platz zwei. Teamchef Holle: „Eine ordentliche Leistung der beiden. Platz zwei war der gerechte Lohn.“

Der BMW M235i Racing Cup (#680) von Rüdiger Schicht/Alexander Walker konnte nicht starten, da der Wagen im Zeittraining unverschuldet auf einer Ölspur ausgerutscht war. Eine Reparatur bis zum Rennbeginn war nicht möglich.

Teamchef Matthias Holle: „Wir freuen uns, dass alle im Rennen gestarteten Autos unbeschädigt ins Ziel kamen. Auch wenn ein Topergebnis gefehlt hat.“

Bonk: Projekt Titelverteidigung beendet

[Teaminfo] „Nach dem dritten Ausfall unseres Top-BMW von Michael Schrey und Marc Ehret ist das Thema Titelverteidigung für uns von Tisch. So etwas gehört zum Sport dazu, man kann nicht immer gewinnen. Es tut mir für das Duo leid, denn die beiden haben wie das übrige Team wieder eine tolle Vorstellung geboten“, stellte Michael Bonk, Teamchef von Bonk motorsport, nach dem Ende des sechsten VLN-Laufs sachlich klar.

Im BMW M235i Racing Cup ging es an der Spitze wie fast immer äußerst eng zu. Schrey/Ehret sicherten sich den besten Startplatz und übernahmen auch im Rennen gleich die Topposition. In der Folge konnte sich das Duo ein wenig von der Konkurrenz absetzen. Es sah alles nach dem dritten Klassensieg in dieser Saison aus, bevor das Pech zuschlug. Schrey: „Dreiviertel des Rennens lief alles optimal. Dann mussten wir durch einen Reifenschaden den letzten Boxenstopp vorziehen und haben unseren Vorsprung eingebüßt. Als dann noch ein Radlager kaputt ging, war vorzeitig Schluss. Das war’s mit der Meisterschaft, jetzt versuchen wir noch einige Klassensiege zu holen.“

Der zweite BMW von Hofor Racing powered by Bonk motorsport von Florian Naumann/Michael Fischer landete am Ende auf Platz sieben. Anfangs mischte das Duo in der Spitzengruppe mit, fiel aber später zurück. Bonk: „Es gab einen Reifenschaden. Der BMW musste fast eine halbe Runde auf der Felge an die Box zurückfahren. Das hat viel Zeit gekostet, sonst wäre heute mehr möglich gewesen.“ Im dritten BMW M235i fuhr Thomas Leyherr als Solist. Im Ziel wurde er als Vierter und Sieger in der Gentlemen-Wertung abgewinkt. Leyherr: „Ziel war Platz fünf. Position vier fühlt sich für mich wie ein Sieg an.“

Der Audi RS3 LMS TCR von Hermann Bock, der von Michael Bonk unterstützt wurde, gewann zum zweiten Mal in Folge die Klasse SP3T. Bonk: „Ein problemloses Rennen. Bis auf einen kleinen Ausrutscher sind wir ohne Fehler durchgekommen. Schön, dass es zu einem weiteren Erfolg gereicht hat.“

Der unter Bonk-Bewerbung fahrende Nett-Peugeot holte den zweiten Klassensieg in Folge. Der Peugeot 308 Racing Cup TCR von Jürgen Nett, Achim Nett und dem Briten Bradley Philpot lief wieder wie ein Uhrwerk und dominierte erneut in der Klasse SP2T. Jürgen Nett; „Nach dem schwierigen Saisonbeginn funktioniert unser Paket mittlerweile richtig gut. So macht Motorsport Spaß.“

Vorverkauf 2019 ist eröffnet

Darauf warten viele Fans schon lange: Der Vorverkauf für das ADAC Zurich 24h-Rennen vom 20. bis 23. Juni 2019 ist eröffnet. Ab sofort kann sich jeder sein Ticket für das Rennen des Jahres auf der Nürburgring-Nordschleife sichern. Die Preise sind gegenüber dem Jahr 2018 übrigens unverändert – alles Details und Konditionen gibt es auf den folgenden Seiten der 24h-Vorverkaufspartner:

[Eventimsport]

[Nürburgring-Ticketshop]

Auch für das ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen vom 18. bis 19. Mai 2019 ist der Ticketkauf ab sofort möglich. Der Prolog bietet an zwei Tagen jede Menge Action mit den wichtigsten 24h-Teams inklusive des sechsstündigen Rennens am Sonntag – Nordschleifenfeeling pur.

[24h-Qualirennen im Nürburgring-Ticketshop]

Cayman Trophy: Fünfter Saisonsieg im sechsten VLN-Lauf

[Teaminfo] Die unter Pseudonym antretenden „Max“ und „Jens“ bauten beim sechsten VLN-Lauf ihre Erfolgsserie in der Cayman-GT4-Trophy weiter aus. In der von Manthey Racing betreuten Wertung konnte sich das Duo vor Moritz Kranz, Michael Rebhan und Felix Günther durchsetzen und so seine Führung in der Punktewertung verteidigten. Im drittplatzierten Porsche Cayman GT4 CS kamen Daniel Bohr, Fabio Grosse und Hendrik von Danwitz ins Ziel.

Nach dem Qualifying am Morgen waren „Max“ und „Jens“ von Rang zwei aus ins Rennen gegangen. Schon Startfahrer „Max“ gelang es im von GetSpeed eingesetzten Cayman, den von der Pole-Position gestarteten Mühlner-Cayman zu überholen. In der Folge hielt das letztlich siegreiche Duo eine knappe Führung. Erst gegen Rennende konnten die beiden einen Vorsprung von rund 50 Sekunden aufbauen. Schlussfahrer „Jens“ hielt diesen bis zum Ende: Auf der Linie betrug der Abstand zu Kranz, Rebhan und Günther 46,5 Sekunden. Bohr, Grosse und von Danwitz lagen etwa fünfeinhalb Minuten zurück.

Das am Ende drittplatzierte Teichmann-Trio war nach einem Defekt im Bereich der Benzinzufuhr zwischenzeitlich auf Platz fünf zurückgefallen. So entschied sich der Kampf um den dritten Platz auf dem Podium erst in der letzten von 26 Runden: Auf dem Grand-Prix-Kurs gelang es Grosse, die beiden vor ihm fahrenden Cayman der Teams KKrämer Racing und Mathol Racing wieder zu überholen. Für die Gesamtwertung bedeutete das Ergebnis eine unveränderte Reihenfolge: „Max“ und „Jens“ liegen weiterhin auf Platz eins (110 Punkte) vor Kranz und Rebhan (97 Punkte) sowie Bohr, Grosse und von Danwitz (79 Punkte).

Aufgrund noch ausstehender technischer Nachuntersuchungen steht das Ergebnis in der Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing unter Vorbehalt.

Stimmen nach dem Rennen

Adam Osieka (Teamchef GetSpeed Performance), Platz 1: „Natürlich schielen wir jetzt langsam auf die Tabelle, aber das ändert nichts an der Taktik für die nächsten Rennen: Wir müssen das Auto stets top vorbereiten, und die Jungs müssen auf der Strecke konstant performen. Das hat zuletzt hervorragend geklappt. Wenn wir so weitermachen, sind wir nur schwer zu schlagen.“

„Max“ (GetSpeed Performance), Platz 1: „Im Vergleich zu den letzten Rennen haben wir uns insofern verbessert, als dass wir im Qualifying diesmal noch eine Position weiter vorne standen. Nachdem ich am Mühlner-Cayman vorbei war, konnte ich unsere starke Pace ausnutzen. In der Tabelle stehen wir jetzt gut da, aber weil es keine Streichergebnisse gibt, kann sich das schnell ändern.“

Felix Günther (Mühlner Motorsport), Platz 2: „Der Verlust unseres zweiten Mühlner-Caymans beim Freitagstest zu VLN 5 war ein echter Rückschlag, weshalb Platz zwei für mich ein geradezu ideales Ergebnis ist. Da ich das Auto noch nicht allzu gut kenne, war der Start gegen die Routiniers nicht einfach für mich. Aber unterm Strich ist das Ergebnis sehr zufriedenstellend.“

Hendrik von Danwitz (Teichmann Racing), Platz 3: „Nach dem unverschuldeten Unfall bei VLN 5 hatten wir diesmal Pech mit der Technik – das Ergebnis bedeutet für uns Schadensbegrenzung. Fabio ist erst in der letzten Runde wieder auf Rang drei vorgekommen. Es hätte also schlimmer kommen können. Von der Pace her waren wir definitiv vorne mit dabei.“

Ergebnis VLN 6*: Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing

01. – #940 „Max“/„Jens“ (GetSpeed Performance)
02. – #969 Kranz/Rebhan/Günther (Mühlner Motorsport)
03. – #960 Bohr/von Danwitz/Grosse (Teichmann Racing)
04. – #978 Krämer/Tönges/Veremenko (KKrämer Racing)
05. – #966 Keilwerth/„Montana“/Vazquez (Mathol Racing)
06. – #981 Grassl/Breuer/Oberheim (Manthey-Racing)

Nicht gewertet:
#959 Riemer/Jacoma/Krach (Schmickler Performance)
Pole-Position – 8:39,486 Minuten
#969 Kranz/Rebhan/Günther (Mühlner Motorsport)
Schnellste Rennrunde – 8:47,107 Minuten
#969 Kranz/Rebhan/Günther (Mühlner Motorsport)

*Ergebnis technischer Nachuntersuchungen steht noch aus

VLN6: Zwei Siege für Manheller Racing

[Teaminfo] Für Mannheller Racing hat sich der Einsatz beim sechsten VLN-Lauf gelohnt, das Rennteam im MSC Adenau e. V. konnte gleich zwei Klassensiege verbuchen. Nach der Renndistanz von vier Stunden kreuzten Marcel Manheller und Carsten Knechtges die Ziellinie der Klasse V4 als Führende, Josef Knechtges, Martin Owen und Jens Noeske triumphierten in der VT2 mit dem neuen BMW-Serienfahrzeug. „Das war ein grandioser Tag mit einem nahezu perfekten Ergebnis. Wir haben heute einiges probiert und sind so auch für die kommenden Rennen gut aufgestellt“, sagte Teamchef Stefan Manheller.

Mit vier eigenen und einem betreuten Fahrzeug war das Team diesmal angetreten – in der V4 konnte so auch noch ein vierter Platz für Markus Fischer, Marco Zabel und Harald Barth gefeiert werden. Der WWS-BMW M3 GTR mit Kurt Strube und Stefan Manheller am Steuer erreichte nach Motorproblemen das Ziel allerdings nicht.

Bereits im morgendlichen Qualifying stellten die Fahrer die beiden später siegreichen Autos auf die Pole der jeweiligen Klasse. Nach dem Start mussten sich beide Besatzungen aber zunächst weiter hinten einsortieren. „Ich hatte einen anstrengenden ersten Stint und viele faire Zweikämpfe mit den anderen Fahrern der V4“, berichtete Marcel Manheller. „Wir konnten insbesondere mit den schnellen Boxenstopps unserer Crew punkten und uns dann absetzen.“ Das Schwesternfahrzeug war von Platz zehn gestartet und arbeitete sich zwischenzeitlich bis auf Rang drei vor. „Schlussendlich mussten wir zwar einen Konkurrenten noch ziehen lassen, es hat aber trotzdem sehr viel Spaß gemacht“, sagte Markus Fischer. Der VT2-BMW verfolgte dagegen eine konservative Strategie und machte insbesondere durch seine Zuverlässigkeit Positionen gut. Für Fahrer Martin Owen, der erst seinen zweiten VLN-Einsatz absolvierte, ging mit dem Sieg ein Traum in Erfüllung: „Heute hat einfach alles gepasst, die Rennserie macht extrem viel Spaß und das Team hat einen perfekten Job gemacht.“ Das betreute Fahrzeug mit Bernd Kleeschulte und Florian Quante startete nach einem Getriebeschaden erst spät aus der Box nach und nutzte die verbleibenden Kilometer zum Testen.

In der VLN Tabelle belegen Manheller und Knechtges aktuell Rang 27 – vorerst. Denn das Wertungssystem sieht vor, dass zwei Ergebnisse gestrichen werden. Berechnet man diese ein, stehen die Chancen für das Duo auf die Meisterschaft nach wie vor gut. „Wir müssen uns bei den letzten drei Rennen aber besonders anstrengen und dürfen uns auch keine Fehler mehr erlauben“, so Teamchef Manheller. Nächster Einsatz des Teams ist VLN 7 am 22. September.