Black Falcon: Freude über Gesamtsieg und mehrere Klassensiege

[Teaminfo] Die europäische Motorsportsaison endete für Black Falcon mit einem krönenden Abschluss am Nürburgring: Die Mannschaft aus Meuspath holte beim Saisonfinale der VLN den vierten Gesamtsieg des Jahres. Bei strahlendem Sonnenschein fuhren Patrick Assenheimer (GER) und Maro Engel (GER) mit dem Black-Falcon-Team-AutoArena-Mercedes-AMG GT3 #6 in der letzten Runde von Platz drei auf Rang eins vor und sicherten dem Team damit die VLN Speed-Trophäe sowie den SP9-Pro-Meistertitel für Assenheimer. Das Schwesterfahrzeug, der AM-Solutions-Mercedes-AMG-GT3 #16 von Adam Christodoulou (GBR), Hubert Haupt (GER) und Dirk Müller (GER), kam auf Gesamtposition fünf ins Ziel.

In der Klasse SP10 gewannen Tobias Müller (GER), Tim Scheerbarth (GER) und Tristan Viidas (EST) mit dem Mercedes-AMG GT4 #162 nach einem intensiven Vierkampf um den Tagessieg ebenfalls zum vierten Mal in dieser Saison. Dank dieses Erfolges sicherten sie sich und dem Black-Falcon-Team Identica den Meistertitel in der GT4-Klasse.

In der Klasse SP8T holten sich Nico Bastian (GER), Mustafa Mehmet Kaya (TUR) und Mike Stursberg (GER) mit dem Black-Falcon-Team-Knuffi-AMG-GT4 #152 den Klassensieg. Ihre Teamkollegen Marek Böckmann (GER), Axel König (GER) und Tobias Wahl (GER) fuhren mit dem Knuffi-AMG-GT4 #155 auf Platz vier in der Klasse.

Auch in der stärksten Produktionswagenkategorie gab es Grund zur Freude: Alexander Akimenkov (RUS), Ronny Lethmate (GER) und Vasilii Selivanov (RUS) beendeten den neunten VLN-Lauf mit dem Black-Falcon-Team-Textar-Porsche 991 Carrera #395 auf Position zwei in der V6. Ihre Teamkollegen Uwe Lebens (GER) und Michael Lindmayer (GER) kamen im 911er mit der #394 auf Platz sieben über den Zielstrich.

Sorg: Drittbestes Team in der VLN-Jahreswertung

[Teaminfo] Torsten Kratz (AUT), Moran Gott (GBR) und Oliver Frisse (Rüthen) sorgten für den bislang größten Erfolg für das Team AVIA Sorg Rennsport in der VLN: Mit dem BGStechnic-BMW 325i wurde das Trio das drittbeste Fahrzeug der Jahreswertung. Somit landete die Wuppertaler Mannschaft erstmals in den Top Drei der populären Breitensportserie. In der GT4-Klasse freuten sich Heiko Eichenberg (Fritzlar) und Erik Johansson (SWE) über den Vizetitel.

Kratz, Gott und Frisse hatten vor dem Finalrennen sogar noch theoretische Meisterschaftschancen, ein Sieg in der Klasse V4 vorausgesetzt bei gleichzeitiger „Fremdhilfe“. Doch in der sonnendurchfluteten Eifel büßte Startfahrer Oliver Frisse eineinhalb Minuten auf die Spitze ein und übergab als nur Sechster an Torsten Kratz.

Dieser verbesserte sich auf Rang drei, den im letzten Drittel Moran Gott verteidigte. Da aber die „fremde Hilfe“ in einer anderen Klasse ausblieb, hätte selbst ein Klassensieg nicht zum Titel gereicht. In der mit 28 Fahrzeugen sehr stark besetzten Klasse landeten Jack Mitchell (GBR) und Aec Udell (USA) auf den guten siebten Platz.

Im BMW M240i Racing-Markenpokal zeigten Moritz Oberheim (Schermbeck) sowie die beiden Norweger Sindre Setsaas und Inge Hansesaetre ihre beste Saisonleistung. Zweieinhalb Stunden lang lieferten sie sich mit dem AVIA-BMW einen großartigen Kampf mit zwei Wettbewerbern um die Spitze. Startfahrer Setsaas und dann Hansesaetre lagen immer wieder in Führung.

Kaum hatte Oberheim übernommen, fiel die Entscheidung zu Ungunsten der Sorg-Mannschaft. Im Bereich der Kurzanbindung kam es zu einer Kollision mit einem Toyota GT86. Hierbei wurden hinten links Felge und Reifen beschädigt, über vier Minuten gingen verloren. Somit blieb nur Platz fünf von 16 Startern. In der Jahreswertung ist das Trio drittbestes Team der Klasse und neunbestes Fahrzeug der gesamten Serie. Die neuen Teamkollegen Marcel Marchewicz (Schwetzingen), Chandler Hull (USA-Dallas) und Doppelstarter Aec Udell wurden im Schnitzel-Alm-BMW Achter.

In der GT4-Klasse blieben Heiko Eichenberg und Erik Johannson ihrer Serie treu: Entweder Erster oder Zweiter! Dieses Mal hielt sich die Freude über den zweiten Platz allerdings etwas in Grenzen, denn mit einem Sieg hätte sich das Duo aus eigener Kraft den VLN-GT4-Titel sichern können. Die Wettbewerber waren aber dieses Mal zu schnell und hatten final 75 Sekunden Vorsprung. Unterm Strich sind der GT4-Vizetitel und elftbestes Team der Serie ein gutes Ergebnis.

Mit einem feinen Ergebnis in der Klasse V6 ging die Saison für den Eibach-Porsche Cayman S zu Ende: In der mit sieben Fahrzeugen gut besetzten Klasse, fuhren Philipp Hagnauer (SUI), Philip Schauerte (Eslohe) und Björn Simon (Weilerswist) und Emir Asari (ITA) als Dritte aufs Podium.

In der Klasse SP3T war das Rennen für Murat Ates (Troisdorf) und die beiden Italiener Ugo Vicenzi und Alberto Carobbio kurz nach Halbzeit der Vier-Stunden-Distanz zu Ende. Als Folgeschaden einer Kollision musste der Audi RS3 LMS abgestellt werden.

„Leider hat es nicht zum Titelgewinn gereicht. Wir haben alles gegeben, aber der Wettbewerber war einen Tick besser und wir gratulieren zur Meisterschaft“, sagten die Brüder Benjamin und Daniel Sorg. „Nichtsdestotrotz sind wir sehr stolz auf unsere Truppe. Alle Fahrer haben über die gesamte Saison gesehen einen hervorragenden Job gemacht. Die Boxenmannschaft hat jeden noch so großen Schaden behoben und erst dafür gesorgt, dass wir so lange um den Titel fahren konnten. Vielen Dank auch an unsere Küchenfeen und alle weiteren Helfer hinter den Kulissen. Und vielen Dank an alle Sponsoren für die tolle Unterstützung. Ohne euch würden wir nicht hier stehen. Wir freuen uns jetzt schon auf die neue Saison und hoffen auf ein glücklicheres Ende.“

rent2Drive-FAMILIA-racing: Zweifacher Klassenchampion

[Teaminfo] Auch wenn der Wunsch von Teamchef David Ackermann nicht in Erfüllung ging, so konnte man doch von einem sehr erfolgreichen Wochenende für rent2Drive-FAMILIA-racing sprechen. „Wie schön wäre es doch, wenn wir mal alle Fahrzeuge ins Ziel bekämen“, so die Worte des Teamchefs nach dem achten Lauf zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN). Leider ging dieser Wunsch nicht in Erfüllung. Auch das Saisonfinale zeigte dem Team wieder seine Schattenseiten, aber auch grandiose Meldungen.

Der sonst so zuverlässige BMW 325i mit Richard und Philipp Gresek, sowie Moritz Gusenbauer wurde Opfer eines Auffahrunfalls in einer Gelbzone. Leider ein typischer Unfall, den man immer wieder rund um die Nürburgring Nordschleife sieht. Der BMW war so stark beschädigt, dass man das Rennen in der stark besetzten Klasse V4 nicht weiter fortsetzen konnte.

Dem Schicksal trotzten die beiden Italiener Stefano Croci und Aleardo Bertelli mit ihrem Renault Megane RS. Immer wieder wurden die beiden im Laufe des Jahres vom Pech verfolgt. So war „Ankommen“ die Devise dieses Rennes. Doch im morgendlichen Training schlug das Schicksal wieder zu: Einschlag im Bereich Schwedenkreuz. Doch die Crew gab nicht auf. Mit allen verfügbaren Mitteln wurde der Bolide wieder einsatzfähig gemacht und der vierte Platz in der Klasse VT2 war hier der verdiente Lohn.

Das Highlight des Tages setzte der Porsche 991 Cup in der Klasse SP7. Die Fahrer Andreas Riedl, Richard Gresek und der Bommel waren angetreten, um weitere Erfahrung zu sammeln. Dass am Ende des turbulenten Rennens ein Klassensieg in der starken Klasse SP7 raussprang, war eine Überraschung aber nicht unverdient. Mit ordentlichen Rundenzeiten hat sich die Mannschaft in den letzten Rennen sehr gut entwickelt.

Der erste Jahressieger stand bereits vor dem Rennen für die Klasse H4 fest. Da der einzig verbliebene Mitbewerber nicht zum Rennen antrat, konnten Karl Pflanz und der „Bommel“ den Titel auf dem Porsche 997 Cup in der Klasse H4 sicher nach Hause fahren. Im letzten Rennen der Saison wurden die beiden von Ersin Yücesan unterstützt. Die drei absolvierten ein ordentliches Rennen und fuhren auf einem zweiten Klassenplatz ins Ziel.

Genauso ging es Dmitriy Lukovnikov und Teamchef David Ackermann mit dem Porsche 991 GT3 Cup MR in der Klasse SP8. Gegen den übermächtigen Ferrari hatte man im Rennen keine realistische Chance. Aber die beiden hatten im gesamten Jahr fleißig Punkte gesammelt und stehen am Jahresende ganz oben auf dem Klassensiegertreppchen.

Zweifacher Jahresklassensieger und zahlreiche Einzelerfolge – ein tolles Rennsportjahr neigt sich dem Ende zu. Rent2Drive-FAMILIA-racing bedankt sich bei der gesamten Crew, den Fahrern, Fans, Partner und Sponsoren für das entgegengebrachte Vertrauen und die Unterstützung. Besonderen Dank sagt das Team Dieter Bläser, Thomas Müskens und Patrick Kirfel für die hervorragende Fahrzeugvorbereitung.

Bonk ohne Glück beim Finale

[Teaminfo] „Es hätte so ein schöner Saisonabschluss werden können, wenn es die beiden letzten Runden nicht gegeben hätte“, stellte Teamchef Michael Bonk nach dem VLN-Saisonfinale ernüchtert fest. „In der vorletzten Runde schied unser Audi deutlich in Führung liegend nach einem Unfall aus. Im letzten Umlauf erwischte es noch einen unserer BMW GT4 beim Kampf um den Klassensieg. Ein tragisches Ende eines an sich schönen Renntages.“

Beim VLN-Saisonfinale herrschten bei warmem Herbstwetter nahezu ideale Bedingungen. Lediglich zu Trainingsbeginn war die Fahrbahn durchgehend feucht. Unter der Flagge von Team Hofor Racing by Bonk Motosport fuhren erneut die zwei BMW M4 GT4 mit den vier Piloten Michael Schrey, Marc Ehret, Thomas Jäger und Michael Fischer. Drei Piloten waren auf beiden Autos gemeldet, lediglich Ehret konzentrierte sich auf einen BMW.

Im Training belegten die beiden Bonk-BMW die Plätze eins und drei in der Klasse SP10. Im Rennen mischten die zwei BMW über die gesamte Distanz in der Spitzengruppe mit. In der letzten Runde kämpfte die Startnummer #193 mit Schrey / Fischer / Jäger noch mit einem Konkurrenten um den Sieg. Doch wenige Kurven vor dem Ziel ging ein Manöver schief und der BMW schied nach einem Unfall aus. Der GT4-BMW mit der #192 von Ehret / Jäger / Fischer / Schrey wurde auf Position drei gewertet. Teamchef Bonk: „Das Finale lief sicherlich nicht wunschgemäß. So kurz vor Schluss ein Auto in aussichtsreicher Position zu verlieren, war schon ärgerlich. Vorher hat alles funktioniert. Wir haben während des Rennens einen Vergleichstest gefahren und wertvolle Erkenntnisse gesammelt.“

Hermann Bock fuhr den Audi RS3 LMS diesmal als Solist. In der Startaufstellung lag er auf Platz zwei in der Klasse SP3T. Im Rennen übernahm er schnell die Führung, die er im Verlauf des Rennens immer weiter ausbaute. Bis in der vorletzten Runde die Siegeshoffnungen ausgangs des Karussells jäh endeten. Teamchef Bonk: „Hermann hat einen tollen Job gemacht, der diesmal leider nicht belohnt wurde.“

Der unter Bonk-Bewerbung laufende Nett-Peugeot schaffte die perfekte VLN-Saison. Jürgen Nett, Achim Nett und der Brite Bradley Philpot steuerten den Peugeot 308 Racing Cup TCR zum achten Sieg in der Klasse SP2T. Damit blieb das Trio in diesem Jahr ungeschlagen. Jürgen Nett: „Ein toller Saisonabschluss. Der Peugeot lief perfekt, die Rundenzeiten waren wieder extrem gut. Dazu der achte Klassensieg. Wir sind sehr zufrieden.“

mathilda racing: Saisonende mit Titelgewinn

[Teaminfo] Auch, wenn mathilda racing das letzte VLN-Rennen des Jahres vorzeitig aufgeben musste, gab es für den Kölner Rennstall einiges zu feiern: Mit fünf Siegen in acht Läufen dominierte mathilda racing mit dem Cupra TCR in dieser Saison die TCR-Klasse der Langstreckenmeisterschaft und sicherte sich bereits ein Rennen vor Schluss die VLN-Klassensiegertrophäe – und zwar zum dritten Mal in Folge. Schon 2017 und 2018 stellte der Rennstall das beste TCR-Auto des Jahres.

Beim Finale hatte mathilda racing das Glück allerdings nicht auf seiner Seite. Nach einem tollen Rennen, bei dem die Fahrer auf der Strecke und das Team beim Boxenstopp wieder einmal mit einer starken Leistung überzeugten, wurde der Cupra TCR nur zwei Runden vor dem Ende vorsichtshalber abgestellt. „Ein Anstieg der Getriebeöltemperatur, ausgelöst durch einen offensichtlichen Getriebeölverlust, machte einen zusätzlichen Boxenstopp notwendig“, erklärte mathilda-Teamchef Michael Paatz. „Da das Spitzentrio sehr dicht beieinander lag und unsere Siegchancen dahin war, haben wir den Cupra TCR lieber abgestellt, um Folgeschäden zu vermeiden.“

Damit entging Matthias Wasel und Frederic Yerly, die beim Finale gemeinsam mit Mathias Schlaeppi am Steuer des Cupra TCR saßen, ein weiterer Sieg in der TCR Klasse. Denn wenige Minuten vor dem Ende lag das Trio auf dem zweiten Platz und in Schlagdistanz zum führenden Audi von Moller Bil Motorsport. „Es wäre ein sehr spannender Kampf um den TCR-Klassensieg geworden“, so Paatz. „Glückwunsch an die Konkurrenz von Moller Bil Motorsport und Max Kruse Racing – es war eine tolle Saison! Hoffentlich findet die TCR-Klasse im nächsten Jahr weiteren Zulauf.“

Nun steht für mathilda racing die verdiente Winterpause vor der Tür, um im kommenden Jahr wieder den Angriff auf den vierten TCR-Titel zu starten. „Wie bereits vor zwei Wochen verkündet, bleiben wir der TCR-Klasse in der VLN treu“, sagt Michael Paatz. „Wir bedanken uns bei allen Partnern, die uns in dieser erfolgreichen Saison begleitet haben und freuen uns schon jetzt auf die Saison 2020!“

Versöhnlicher Saisonabschluss für Sharky-Racing

[Teaminfo] Versöhnlicher Saisonabschluss für Sharky-Racing: Beim Finale der VLN kehrte der Rennstall aus Kaifenheim zum letzten Mal in diesem Jahr auf die legendäre Nürburgring-Nordschleife zurück. Im Volkswagen Golf GTI TCR, der in der SP3T an den Start ging, wechselten sich Jens Wulf, Stefan Lohn und Andre Benninghofen ab. Den Renault Clio Cup aus der H2-Klasse steuerten Achim Ewenz, Stefan Endres und Tommy Fortchantre.

Im morgendlichen Qualifying, das auf abtrocknender Strecke stattfand, erzielten die Fahrer beider Fahrzeuge, die unter der Bewerbung des MSC Sinzig e.V. an den Start gingen, eine gute Ausgangsposition für das anschließende Rennen. Beim Saisonfinale der VLN, das als „Schinkenrennen“ bekannt ist, da es für die Rennsieger neben dem Pokal auch einen original westfälischen Schinken zu gewinnen gibt, überzeugten sowohl Team als auch Fahrer mit soliden Rundenzeiten und einer fehlerfreien Leistung.

Am Ende durften sich alle Piloten über solide Ergebnisse freuen: Jens Wulf, Stefan Lohn und Andre Benninghofen landeten mit dem VW Golf GTI TCR auf dem vierten Rang in der SP3T und verpassten den Sprung auf das Podium nur denkbar knapp. Achim Ewenz, Stefan Endres und Tommy Fortchantre, die zum ersten Mal mit dem Renault Clio Cup in der VLN am Start warten, erreichten den fünften Platz in der Klasse H2.

„Hinter uns liegt eine erfolgreiche, spannende und lehrreiche Saison auf der Nordschleife“, zieht Sharky-Teamchef Frank Hess eine erfolgreiche Bilanz. „Zu den Höhepunkten gehört natürlich auch in diesem Jahr wieder der Start beim legendären ADAC TOTAL 24h-Rennen, bei dem wir mit unserem Golf GTI TCR das bestplatzierte Fahrzeug aus dem Hause Volkswagen stellen konnten. Darüber hinaus konnten wir in der Rundstrecken-Challenge Nürburgring auch noch die Teamwertung in der Meisterschaft gewonnen. Vielen Dank an unsere Fahrer, alle Teammitglieder und Helfer sowie die starken Partner hinter unseren Projekten.“

Allerdings steht Sharky-Racing schon wieder in den Startlöchern, denn nach dem Rennen ist bekanntlich auch vor dem Rennen. „Im Januar 2020 planen wir eine Teilnahme am 6-Stunden-Rennen in Dubai, das im Rahmen des dortigen 24h-Rennens stattfinden“, verrät Hess. Dort möchte Sharky-Racing mit den beiden VW Golf GTI TCR teilnehmen und sucht kurzfristig noch Fahrer. „Interessierte Piloten können sich jederzeit bei uns melden. Wir freuen uns auf die neue Saison!“

Perfekter Saisonabschluss für Manheller Racing

[Teaminfo] Manheller Racing im MSC Adenau e.V. hat beim neunten Lauf der VLN einen weiteren Klassensieg in der Wertungsgruppe VT2 gefeiert. Auf dem EBS-Pitzen-BMW 328i gelang Marcel Manheller und Carsten Knechtges ein solider Start-Ziel-Sieg. Das Schwesterauto, der WWS-BMW mit Harald Barth, Martin Owen und Kurt Strube, kam auf Rang drei der Klasse ins Ziel. Zudem startete das Team in der Klasse V4. Hier nahmen Marco Zabel und Simon Reicher dank eines zehnten Rangs ebenfalls einen Pokal mit nach Hause. Teamchef Manheller: „Auf dieses Ergebnis haben wir hart hingearbeitet. Ich bin sehr stolz auf die Leistung der Mannschaft, die dieses Jahr mit zwei komplett neuen Autos eine so grandiose Leistung gezeigt hat. Besser hätte unsere Saison kaum laufen können.“

Der Renntag begann für das Team mit dem morgendlichen Qualifying auf zunächst feuchter Strecke. Als der Belag dann abtrocknete, zeigte Manheller, welches Potenzial in den neuen Serien-BMWs steckt und wie gut die Vorbereitung auf den letzten Lauf war: Mit den Plätzen eins und zwei belegten die BMWs zunächst die erste Startreihe. Die Freude währte indes nur kurz: Nachdem der zweitplatzierte BMW einen Hauch zu schnell eine Unfallstelle passierte, versetzen die Kommissare das Fahrzeug ans Ende der Startaufstellung.

Für die Fahrer ein Ansporn: Nach nur drei Runden lag der WWS-BMW wieder auf dem dritten Rang der mit neun Startern besetzten Klasse. Diese Position hielten die Fahrer auch bis zum Schluss. Das Spitzenfahrzeug verteidigte die erste Position von Start weg und konnte sich einen komfortablen Vorsprung erarbeiten. Mit dem dritten Platz beim „Schinkenrennen“, dem Finale der VLN, ging insbesondere für die Besatzung des WWS-BMW ein Traum in Erfüllung: „Meine erste Saison beim Team Manheller war einfach perfekt: Wir haben gemeinsam gesiegt und gekämpft, ich schätze das familiäre Umfeld sehr. So soll es nächstes Jahr weiter gehen“, sagte Schlussfahrer Martin Owen im Ziel.

Insgesamt erzielte das Team Manheller in der Saison 2019 fünf Klassensiege bei neun Rennen. Zwei Mal verhinderte der Defektteufel einen sicher geglaubten Sieg, dafür erzielte das Team viele weitere Podestplätze und gewann seine Klasse beim ADAC TOTAL 24h-Rennen. „Kleinere technische Defekte gehören zur ersten Saison eines neuen Fahrzeugkonzeptes sicher dazu. Für das kommende Jahr sind wir bestens sortiert und werden uns jetzt genau überlegen, wie wir die VLN-Saison 2020 in Angriff nehmen“, so Teamchef Manheller.

Frikadelli Racing: Gemischte Gefühle beim VLN-Finale

[Teaminfo] Nachdem das Frikadelli Racing Team bereits beim vorausgegangenen VLN-Lauf den Meistertitel in der Porsche Cayman GT4 Wertung (Typ 981) perfekt machen konnte, wollten sich Hendrik von Danwitz und „Jules“ beim Finale noch einmal mit einem guten Ergebnis in die Winterpause verabschieden. Ein Unfall zwei Runden vor Schluss verhinderte jedoch einen versöhnlichen Saisonabschluss des Fahrerduos. Deutlich besser lief es für Sabine Schmitz, die sich über den sechsten Platz in der äußerst stark besetzten Produktionswagenklasse V4 freuen durfte.

„Natürlich hätten wir Hendrik und „Jules“ zum Saisonabschluss noch einmal ein gutes Ergebnis gewünscht. Schade, aber ich denke dass unter dem Strich dennoch die Freude über den Meistertitel überwiegt. Wir haben damit unser gestecktes Saisonziel mit dem Porsche Cayman GT4 erreicht. Ein großes Dankeschön meinerseits nochmal an die beiden Piloten und meine gesamte Mannschaft für die hervorragende Leistung“, bilanziert Teamchef Klaus Abbelen.

Dabei sah es lange so aus als könnten von Danwitz und „Jules“ auch noch „das Sahnehäubchen“ auf die Saison setzen: Im Qualifying platzierte das Fahrerduo den Porsche Cayman GT4 nicht nur auf der Pole Position in der 981-er Wertung, sondern gleichzeitig auch auf einem starken vierten Rang in der Cup3-Klasse. Startfahrer von Danwitz zeigte im ersten Stint eine glänzende Vorstellung und brachte das Fahrzeug bis in die Top-drei der Klasse nach vorne. Sein Teamgefährte „Jules“ konnte im anschließenden Doppelstint ebenfalls mit starken Rundenzeiten überzeugen, ehe er für die Endphase das Cockpit wieder an von Danwitz übergab. Ein Unfall im Streckenabschnitt Pflanzgarten I brachte die beiden Piloten zwei Runden vor Schluss allerdings um den Lohn der Arbeit.

Diesen konnte sich Sabine Schmitz gemeinsam mit ihrem Bruder Beat Schmitz und Andre Sommerberg in der prallgefüllten Produktionswagenklasse V4 sichern. Schlussendlich stand für das Fahrertrio von Speedbeat Motorsport ein starker sechster Platz zu Buche. Insgesamt waren in der Klasse 28 Fahrzeuge am Start.

Stimmen nach dem Wochenende:

Hendrik von Danwitz (Fahrer #962 Porsche Cayman GT4): „Wir hätten uns natürlich einen besseren Saisonabschluss gewünscht. Ich war auf der Innenseite unterwegs und das andere Fahrzeug hat mich nicht gesehen. Ein typischer Rennunfall, bei dem wir uns leider den Kühler beschädigt haben und aufgeben mussten. Trotzdem denke ich, dass wir auf eine fantastische Saison zurückblicken können. Vielen Dank noch einmal an das gesamte Frikadelli Racing Team für die tolle Arbeit. Ich habe mich vom ersten Moment an wohl gefühlt und diesen Schritt absolut nicht bereut.“

„Jules“ (Fahrer #962 Porsche Cayman GT4): „Es ging sehr gut los für uns, leider hatten wir dann in der Endphase diesen unglücklichen Zwischenfall. Dadurch, dass wir den Meistertitel allerdings schon sicher hatten, lässt sich dieser Ausfall zum Glück noch verschmerzen. Rückblickend betrachtet habe ich ein tolles erstes Jahr in der VLN erlebt, wie ich es mir besser hätte kaum vorstellen können. Gemeinsam mit Frikadelli Racing hat es mir einfach unheimlich viel Spaß gemacht.“

Sabine Schmitz (Fahrerin #477 BMW 325i E90): „Teilweise hatten wir heute mit ziemlichem Untersteuern zu kämpfen. Trotzdem können wir mit unserer Leistung sehr zufrieden sein. Wir waren nahezu die ganze Zeit im Bereich der Top-fünf unterwegs und freuen uns sehr die Saison mit einem guten sechsten Platz beenden zu können. Nun geht „unsere Gisela“ in den wohlverdienten Winterschlaf.“

GetSpeed: Finale mit Höhen und Tiefen

[Teaminfo] Allen Widrigkeiten zum Trotz hat GetSpeed Performance beim letzten VLN-Lauf der Saison erneut eine Top-Ten-Platzierung sowie einen Podiumsplatz in der SP9 Pro-Am erreicht. Janine Hill, John Shoffner und Fabian Schiller sprangen beim DMV Münsterlandpokal als Gesamt-Achte und Zweite in der Klasse mit dem Rooster Rojo J2R Mercedes-AMG GT3 (Startnr. #23) für die Teamkollegen in die Bresche. Von einer Pechsträhne verfolgt war nämlich die Speerspitze des Teams aus dem Gewerbepark am Nürburgring. Das Rennen von Philip Ellis und Dominik Baumann endete im Vodafone Mercedes-AMG GT3 #2 aufgrund einer unverschuldeten Kollision schon im zweiten Umlauf.

„Das Abschlussrennen der Nordschleifen-Saison hatte ich mir etwas schöner vorgestellt und hätte die Nummer 2 gerne im Ziel gesehen. So ist der Rennsport, das bist du machtlos. Wir haben aber erneut gezeigt, dass die Pace da ist. Fabian Schiller hat das Rennen elf Runden lang souverän angeführt und kontrolliert. Er ist in seinem Doppel-Stint exzellent gefahren und hat John und Janine damit eine gute Ausgangsposition verschafft. Darüber sind wir sehr glücklich. Wir nehmen viel an Erfahrung und vor allem ein sehr gutes Gefühl mit in das nächste Jahr. Vier Podiumsgesamtplätze in der VLN, davon drei in Folge, das sind tolle Erfolge. Ich bin sehr zuversichtlich, dass 2020 unser Jahr wird“, sagte Teamchef Adam Osieka.

Bereits am Freitag hatte die #2 bei den Test- und Einstellfahrten mit Dominik Baumann am Steuer im Bereich des Motors Feuer gefangen. In der Kürze der Zeit war das Fahrzeug nicht mehr neu aufzubauen. Die Mechaniker von GetSpeed leisteten aber großartiges Teamwork. Der in dieser Saison bei Sprintrennen in der GT Open eingesetzte Mercedes-AMG GT3 wurde bis in die frühen Morgenstunden für den Renneinsatz auf der Nordschleife um- und teils neu aufgebaut. „Die GT Open Saison ist vorbei und wir hatten das Fahrzeug schon teilweise zerlegt“, erklärt Osieka. „Eine starke Leistung, da der Wagen nicht in einem rennbereiten Zustand war und zudem noch einige Anpassungen für das 4-Stunden-Rennen vorzunehmen waren.“ Um 2:30 Uhr war das Auto dennoch endgültig startklar.

Auch im Qualifying hatte GetSpeed die Pechmarie mit an Bord. Fabian Schiller und Dominik Baumann erwischten aufgrund von Code-60-Zonen keine einzige richtig freie Runde. Von Platz sechs (#23) und Rang zwölf (#2) ging es nach dem Start aber fulminant los. Denn nach der ersten Runde lagen der Rooster Rojo J2R Mercedes-AMG GT3 sowie das Schwester-Fahrzeug bereits auf den Positionen zwei und drei.

Insbesondere Philip Ellis hatte dabei mit einem bravourösen Überholmanöver, teilweise sogar über die Wiese, einige Positionen gegenüber der SP9-Konkurrenz gut gemacht. Nur eine Runde später war es vorbei mit der Herrlichkeit. In einer Code-60-Zone fuhr ein Konkurrent dem GetSpeed-Boliden auf Höhe Metzgesfeld vehement hinten rechts rein und sorgte für einen irreparablen Schaden und das vorzeitige Aus.

Ellis wird in Code-60-Zone von hinten abgeschossen
„Ich weiß nicht, ob der andere Fahrer den Code 60 nicht gesehen hat. Vielleicht hat er auch seinen Bremspunkt falsch eingeschätzt. Er ist mir aber auf jeden Fall volles Rohr hinten drauf gefahren. Danach hat sich das Auto nicht mehr richtig angefühlt. Die Getriebe- und die Motortemperatur sind schlagartig angestiegen. In einer Code 60 abgeschossen zu werden, ist sehr ärgerlich. Das gehört aber leider auch zum Motorsport mit dazu“, sagte Philip Ellis. „Das war wirklich schade, ich hatte einen sehr guten Start. Einen Riesendank an das Team, die gestern noch das komplette Auto umgebaut haben, nachdem der andere Wagen ein bisschen abgefackelt war. Dass es jetzt so früh und auf diese Weise endete, ist natürlich doppelt bitter. Das Team hätte etwas anderes verdient gehabt.“

In der #23 war Schiller unterdessen weiter schnell unterwegs. Der 22-Jährige übernahm die Führung in Runde vier und ging als Leader in Runde sieben an die Box zum ersten Pitstop. Auf Position eins übergab der Troisdorfer nach 15 Runden an John Shoffner. Auf den Zweitplatzierten im Gesamtklassement hatte der Sieger von VLN7 zu diesem Zeitpunkt rund 32 Sekunden Puffer herausgefahren. „Ich hatte einen guten Rhythmus. Es hat mir viel Spaß gemacht an der Spitze zu fahren. Wenn du auf der Nordschleife einmal im Flow bist, dann ist das Ganze gar nicht mehr so anstrengend. Du bist das Überrunden gewohnt. In meinem ersten Stint war es etwas chaotisch auf der Strecke aufgrund der vielen Code-60-Phasen. Im zweiten Stint konnte ich richtig Gas geben. Letztlich war alles top, auch wenn bei unserem Auto die Ergebnisse nicht ganz so im Vordergrund stehen wie bei der #2. Dennoch fahren John und Janine hier auf freier Strecke die Runde in 8:15 Minuten, das soll erst mal einer in dem Alter nachmachen“, war Schiller voll des Lobes über seine Teamkollegen.

Shoffner / Hill zeigten in der zweiten Hälfte des Rennens, dass sie in ihrer ersten Saison auf einem GT3-Fahrzeug viel gelernt haben. Das anglo-amerikanische Duo fuhr im dichten Gedränge konstant Zeiten um 8:30 Minuten und schaffte problemlos die Top-Ten-Platzierung sowie Platz zwei in der Pro-Am-Wertung. Dementsprechend froh war die schnellste Frau der VLN: „Das war ein schöner Saisonabschluss bei tollem Wetter. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis und der Performance von allen drei Fahrern auf der #23. Du musst in der SP9 vorausschauend fahren, aber gleichzeitig auch auf dem Gaspedal bleiben. Wir haben unser Ziel erreicht und sind da vorne in guter Gesellschaft. Das war eine erfolgreiche Saison“, sagte Janine Hill und John Shoffner ergänzte: „Großartiges Wetter und ein großartiger Tag. Alle namhaften Hersteller haben heute um den Sieg gekämpft, wir waren vorne mit dabei. Ein Top-Ten-Platz und nur rund drei Minuten Rückstand auf den Gesamtsieger, das kann sich sehen lassen. Du musst lernen aggressiv zu sein, aber auch die Überholmanöver ordentlich zu planen, sonst verlierst du fünf, sechs Sekunden. In unserem ersten Jahr in der SP9 haben wir uns kontinuierlich verbessern können, wir haben die Lücke zur Konkurrenz Schritt für Schritt verkleinert“, sagte John Shoffner.

Mercedes-AMG: Erfolgreiches Jahr, sechster Gesamtsieg in Folge

[Herstellerinfo] Mercedes-AMG Motorsport freut sich über den erfolgreichen Abschluss der diesjährigen VLN-Saison: Beim neunten und letzten Lauf setzen sich Maro Engel und Patrick Assenheimer (beide GER) für das Black-Falcon-Team AutoArena Motorsport (Startnummer #6) in einem wahren Herzschlagfinale gegen die gesamte Konkurrenz durch und fuhren den sechsten AMG-Sieg in Folge ein. Diese Erfolgsbilanz spiegelt sich am Ende einer spannenden und hochklassigen Saison auch in der Meisterschaft wider: Sowohl in den Klassen SP9 Pro und SP8T als auch in der SP10-Wertung holt sich die Performance- und Sportwagenmarke aus Affalterbach den Titel. Zudem gewann das Black-Falcon-Team AutoArena Motorsport die begehrte Rowe-Speed-Trophäe by VLN. Das gelungene Rennwochenende beim 44. DMV Münsterlandpokal wird vom starken Abschneiden des neuen Mercedes-AMG GT3 abgerundet.

Mit einer beeindruckenden Erfolgsbilanz von fünf Gesamtsiegen in Folge ging es für Mercedes-AMG Motorsport zum neunten und letzten Mal in dieser VLN-Saison auf die Nordschleife. Für eine optimale Ausgangslage vor dem großen VLN-Finale sorgte am Samstagvormittag das Qualifying: Adam Christodoulou (GBR), Hubert Haupt (GER) und Dirk Müller (GER) sicherten sich im Mercedes-AMG GT3 #16 vom Mercedes-AMG Team Black Falcon beim einstündigen Zeittraining die Pole Position, während Maro Engel (GER) und Patrick Assenheimer (GER) vom Black-Falcon-Team AutoArena Motorsport (#6) von Platz fünf aus in den letzten VLN-Lauf der Saison gingen.

Gleich zu Beginn des Rennens mussten die #16 und die #6 jedoch herbe Rückschläge hinnehmen: Sowohl Christodoulou als auch Assenheimer waren gezwungen, vorzeitig in die Boxengasse abzubiegen, da Laub die Kühlöffnungen teilweise verschloss – in der Folge drohte der Motor zu überhitzen. Beide Fahrer büßten somit ihre exzellenten Positionen ein. Im weiteren Rennverlauf kämpften sich die beiden Startfahrer jedoch wieder eindrucksvoll zurück und machten Runde für Runde Platzierungen gut. Während Christodoulou – der zwischenzeitlich auf Position 31 zurückgefallen war – das Fahrzeug an 13. Position an Haupt übergab, pilotierte Assenheimer sogar in die Top-Ten, ehe Engel die #6 anschließend übernahm. Letzterer knüpfte nahtlos an die starke Aufholjagd seines Teamkollegen an und überquerte die Ziellinie in einem wahren Herzschlagfinale als Erster.

Durch das starke Finish und den sechsten Gesamtsieg in Folge sicherte sich das Black-Falcon-Team AutoArena Motorsport (#6) die begehrte Rowe-Speed-Trophäe by VLN, die die leistungsstärksten Fahrzeuge im Feld belohnt. Obendrein krönte sich Assenheimer zum Champion der Klasse SP9 Pro, während Christodoulou, Haupt und Schlussfahrer Müller eine starke Aufholjagd auf dem Nürburgring ihrerseits als Gesamt-Sechste abschlossen.

Ein erfolgreiches Rennen lieferte auch der Mercedes-AMG GT3 #23 von GetSpeed Rooster Rojo J2 Racing. Startpilot Fabian Schiller erwischte – von Position sechs aus gestartet – einen exzellenten Start und setzte sich bald an die Spitze des Felds, wo er seine Spitzenposition lange Zeit bravurös verteidigte. Nach den Stints von John Shoffner (USA) und Janine Hill (GBR) beendete die #23 das Rennen als Gesamt-Achter, was gleichbedeutend mit Platz zwei in der Klasse SP9 Pro-Am war. Die beeindruckende Leistung des neuen Mercedes-AMG GT3, der von Maximilian Buhk, Maximilian Götz und Christian Hohenadel (alle GER) pilotiert wurde und erneut sehr gute Rundenzeiten verbuchte, rundete das spektakuläre GT3-Jahr für Mercedes-AMG Motorsport in der diesjährigen VLN ab.

Auch in den GT4-Klassen gab es Titel zu feiern: So holte das Black-Falcon-Team Knuffi (#152) mit Mustafa Mehmet Kaya (TUR), Nico Bastian (GER) und Mike Stursberg (GER) den Sieg in der Klasse SP8T, wodurch Kaya sich mit großem Vorsprung zum Champion der Klasse krönte. Darüber hinaus fuhren Tobias Müller (GER), Tim Scheerbarth (GER) und Tristan Viidas (EST) im Mercedes-AMG GT4 #162 auf Rang eins der Klasse SP10 – das Trio des Black-Falcon-Teams Identica wurde dadurch Gesamt-Champion der Klasse.

VLN-Saison geprägt von Titeln, Siegen und Klassenerfolgen

Das erfolgreiche Abschneiden beim 44. DMV Münsterlandpokal stellt für die Performance- und Sportwagenmarke aus Affalterbach den krönenden Abschluss einer spektakulären VLN-Saison dar. Insgesamt sicherten sich die Mercedes-AMG GT3 Teams sechs Gesamtsiege und acht weitere Podestplatzierungen und übertrafen damit die starke Bilanz aus der Vorsaison – damals standen am Ende des Jahres vier Triumphe und drei Podien zu Buche. Besonders beeindruckend war die Erfolgsserie der GT3 zwischen Mitte Juli und Oktober (VLN 4 – VLN 9), als den Teams sechs Siege am Stück gelangen, wobei das Highlight der AMG-Dreifachsieg beim achten Lauf der VLN war. Auch die GT4 verzeichneten ein sehr erfolgreiches Jahr auf der Nordschleife mit zehn Siegen in den SP10- und SP8T Klassen.

Stimmen nach dem VLN-Finale

Patrick Assenheimer, Black-Falcon-Team AutoArena Motorsport #6: „Am Anfang Pech, am Ende Glück – so könnte man das Rennen zusammenfassen. Mit vier Gesamtsiegen die Saison zu beenden, ist einfach genial. Ich konnte außerdem die Meisterschaft in der SP9 Pro gewinnen und auch das Team hat mit der Rowe-Speed-Trophäe einen Titel einfahren können. Den Sieg widme ich dem Team, das – wie immer – tolle Arbeit geleistet hat. Danke natürlich auch an Maro, der in seinem Stint einen mega Job gemacht hat. So kann es nächstes Jahr weitergehen.“

Maro Engel, Black-Falcon-Team AutoArena Motorsport #6: „Den Sieg haben wir und unser Team verdient. Die Jungs haben mega hart gearbeitet. Wir sind ein bisschen unglücklich ins Rennen gestartet, haben unsere Strategie dann aber angepasst und mit den neuen Reifen hat es dann sehr gut funktioniert. Ein großes Dankeschön an das Team von Black Falcon und auch an Patrick, der hier ja einen unglaublichen Lauf hat.“

Adam Christodoulou, Mercedes-AMG Team Black Falcon #16: „Das Qualifying lief bestens und mit der Pole Position hatten wir eine Top-Ausgangslage, um das Rennen erfolgreich zu bestreiten. Leider musste ich dann gleich am Anfang des Rennen wieder in die Box, damit das Team die Probleme beheben konnte. Das hat uns natürlich viel Zeit gekostet, aber wir haben nie aufgegeben und nach unsere Aufholjagd am Ende noch einen guten sechsten Platz herausgefahren. Wir haben wirklich Moral gezeigt.“

Maximilian Buhk, Mercedes-AMG Team Mann-Filter #56: „Nach dem Rennen in Portimao war der heutige Einsatz mein zweiter Test mit dem neuen Mercedes-AMG GT3. Das Fahrzeug fährt sich hervorragend, alles lief reibungslos und es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht, mit einem solchen Performance-Auto die Nürburgring-Nordschleife zu fahren. Ich freue mich schon sehr auf nächstes Jahr mit dem neuen GT3.“

Falken: Zweiten Platz nachträglich verloren

[Teaminfo] Sven Müller und Patrick Pilet konnten sich über den stark erkämpften zweiten Platz beim Finale der VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring nicht lange freuen: Wegen eines Vergehens in einer „Code-60-Zone“ erhielt das Falken-Team eine nachträgliche Zeitstrafe und fiel vom zweiten auf den siebten Platz zurück. Ein unschöner Schluss eines eigentlich sehr erfolgreichen Renntages.

Vom 13. Startplatz kommend kämpften sich die Porsche-Werksfahrer Sven Müller (GER) und Patrick Pilet (FRA) durch das 164 Fahrzeuge umfassende Teilnehmerfeld. Dabei beeindruckte die Falken-Mannschaft einmal mehr mit der guten Performance der eigenen Reifen, die mit dem Porsche 911 GT3 R der neuen Generation eine perfekte Einheit bilden.

Kurz vor Rennende kam es im Streckenabschnitt „Karussell“ jedoch zum entscheidenden Zwischenfall. In einer sogenannten „Code-60-Zone“, in der alle Fahrzeuge maximal 60 km/h fahren dürfen, fuhr der Porsche mit der Startnummer #4 einige Stundenkilometer zu schnell. In solchen Fällen ist die Rennleitung, auch bei geringsten Überschreitungen, unerbittlich und verhängte eine Zeitstrafe von 185 Sekunden. Müller / Pilet fielen dadurch auf den siebten Platz zurück.

„Schade, dass wir den zweiten Platz nicht behalten durften. So sind die Regeln, selbstverständlich akzeptieren wir die Entscheidung. Schließlich schmälert dies unsere Leistung auf der Strecke keineswegs, das Auto war heute sehr schnell unterwegs. Unser Dank gilt Porsche und den beiden Piloten, die uns, bei diesem ursprünglich nicht geplanten Rennen, tatkräftig unterstützt haben“, sagte Stefanie Olbertz, verantwortlich für das Motorsportengagement von Falken, abschließend.

VLN: Yannick Fübrich und David Griessner sind Meister 2019

Die neuen Meister der VLN heißen Yannick Fübrich und David Griessner. Sie holten beim Meisterschaftsfinale für das im BMW M240i Racing Cup ihren siebten Klassensieg. Damit verwiesen sie die Verfolger – ihre Teamkollegen Philipp Leisen, Danny Brink und Christopher Rink sowie Torsten Kratz, Oliver Frisse und Moran Gott vom Team Avia Sorg Rennsport – auf die Plätze zwei und drei. Griessner ist zudem Junior-Champion, Leisen, Brink und Rink gewannen die VLN-Produktionswagen-Trophäe. Den Laufsieg beim 44. DMV Münsterlandpokal errangen Patrick Assenheimer und Maro Engel im Mercedes-AMG GT3 des Black Falcon Team AutoArena Motorsport.

Die Entscheidung um die Meisterschaft war bis zum letzten Rennen offen, mit der besseren Ausgangsposition für Fübrich / Griessner. Sie gingen als Tabellenführer in das letzte Rennen der Saison. Dennoch mussten sie noch ein Top-Ergebnis einfahren, um den Sack zuzumachen. Gerade in der Anfangsphase zeigte sich jedoch, was den BMW M240i Racing Cup bei den Fans so beliebt macht: Duelle Stoßstange an Stoßstange. „Das war ein echt harter Kampf“, gestand Fübrich. „Da war Durchsetzungsvermögen gefragt. Am Ende bei so vielen starken Fahrern in der VLN Meister zu werden – da fehlen mir einfach die Worte.“

Teamkollege Griessner sagt: „Das fühlt sich großartig an. Ich bin den Schlussstint gefahren und der dauerte gefühlt eine Ewigkeit. Von diesem Erfolg haben wir lange geträumt – jetzt sind wir endlich am Ziel.“ Aus Sicht des Teamchefs Matthias Unger – seinerseits selber VLN-Champion 2008 – kam der Erfolg aber nicht unerwartet. „Es klingt komisch, wenn ich sage, dass wir die Titelverteidigung geplant haben. Aber es ist so. Natürlich gehört auch das gewisse Quäntchen Glück dazu, aber wir haben drei Fahrzeuge mit absoluten Top-Besatzungen in drei unterschiedlichen Klassen ins Rennen geschickt. Am Ende belegen wir damit die Plätze eins, zwei und vier in der Tabelle – besser geht es kaum.“ Besagte Vierte sind Norbert Fischer, Oskar Sandberg und Daniel Zils, die im Porsche Cayman sieben Siege in der Klasse V5 feierten.

Neben der Meisterschaftsentscheidung war auch der Kampf um den letzten Tagessieg der Saison ein Krimi. In Führung liegend geriet Lars Kern im Porsche 911 GT3 R von Manthey-Racing in der letzten Runde mit einem zu überrundenden Fahrzeug aneinander. Weidwund rettete er den liebevoll „Grello“ getauften Elfer ins Ziel und wurde am Ende Sechster.

Den Sieg erbten Patrick Assenheimer und Maro Engel, die eine Podiumsplatzierung nach einem unplanmäßigen Stopp in der Anfangsphase schon fast verloren geglaubt hatten. Im Kühlergrill des Mercedes-AMG GT3 hatte sich Laub angesammelt, das von den Black-Falcon-Mechanikern entfernt werden musste, weil die Motortemperatur bedrohlich anstieg. „Damit haben wir nicht gerechnet“, sagte Assenheimer. „Unser Tag hat sehr mäßig begonnen, als wir im Qualifying eine kleine Kollision hatten. Das Team hat alles darangesetzt, dass wir noch eine schnelle Runde fahren konnten. Im Rennen dann der unplanmäßige Stopp nach nur einer Runde. Das war deprimierend. Ich wusste in meinem Stint nicht, wo wir stehen und war am Ende positiv überrascht.“

Der Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer #6 sicherte sich mit dem vierten Saisonsieg von Assenheimer den Titel in der Rowe-Speed-Trophy by VLN. Platz zwei ging an den Audi R8 LMS von Phoenix Racing #5. Vincent Kolb und Frank Stippler fuhren beim Finale auf den zweiten Rang vor Christian Krognes, David Pittard und Jody Fannin im BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motortsport. Als Vierte gewannen Michele Beretta, Steve Jans und Kim Louis Schramm im zweiten Phoenix-Audi die Pro-Am-Wertung der SP9. Hubert Haupt, Adam Christoudoulou und Dirk Müller belegten am Ende im zweiten Black-Falcon-Mercedes-AMG Rang fünf.

Der Falken-Porsche von Sven Müller und Patrick Pilet wurde auf Platz zwei abgewinkt. Aufgrund eines Gelbvergehens wurde dem Duo aber nachträglich eine 185-Sekunden-Strafe auferlegt. In der Endabrechnung stand so am Ende nur Rang sieben zu Buche.

Sieger der VLN-Junior-Trophäe ist Meister David Griessner, der sich gegen das Scheid-Motorsport-Duo Nico Otto und Lars Peucker durchsetzte. Die VLN-Produktionswagen-Trophäe ging ebenfalls an das Pixum Team Adrenalin Motorsport mit den scheidenden Champions Rink, Brink und Leisen.

WTCR Japan: Drei Rennen, drei Sieger

Der FIA Tourenwagen-Weltcup WTCR steuert einem rasanten Saisonfinale entgegen. Beim achten Saisonlauf auf dem nur 2,2 km langen Ostkurs der Rennstrecke im japanischen Suzuka gab es spannende Rennen und große Leistungsdichte. Stark konnte sich Meisterschaftskandidat Esteban Guerrieri (ARG) in Szene setzen, der im Honda des deutschen All-Inkl-Teams einen Rennsieg (Lauf 1) und einen zweiten Platz (Lauf 3) einfuhr. Doch sein schärfster Konkurrent Norbert Michelisz (HUN) konterte mit einem Triumph im zweiten Heat, sodass Guerrieri zwar die Tabellenspitze zurückerobern konnte, aber nur mit einem hauchdünnen Sechs-Punkte-Vorsprung zum vorletzten Rennwochenende anreist: dem legendären Straßenrennen durch die Häuserschluchten des asiatischen Spielerparadieses Macau (14. – 17. November). Erfreulich aus deutscher Sicht war auch das starke Abschneiden der VW-Piloten. Johan Kristoffersson (SWE) siegte mit seinem Golf GTI TCR in Lauf drei, Teamkollege Rob Huff (GBR) belegte zuvor in Lauf zwei die zweite Position.

Rennen 1: Guerrieri meldet sich zurück

Mit Rundenzeiten unter einer Minute ging es rasant zu auf der kurzen Honda-Hausstrecke in Suzuka. All-Inkl-Pilot Guerrieri, der in der diesjährigen FIA-WTCR-Saison ab dem ersten Lauf an der Tabellenspitze mitmischte, meldete sich beim ersten Rennen des Wochenendes zurück an der Spitze, die er bei der siebten Meisterschaftsrunde in China verloren hatte. Die Grundlage legte er im Zeittraining, indem er sich die Pole Position sicherte. Sie setzte der Argentinier sicher in einen Rennsieg vor Niels Langerveld (NED) im Comtoyou-Audi RS3 LMS um. „Das ist einer meiner besten Siege“, sagte Guerrieri anschließend. „Der war aus vielerlei Gründen wichtig. Ich danke allen, die an diesem Projekt beteiligt sind.“ Dabei hatte Langerveld zunächst die Führung übernommen, denn nach dem Start war Guerrieri zunächst damit beschäftigt, sich gegen den Angriff von Langervelds Teamkollegen Frédéric Vervisch zu wehren. Doch ein Fahrfehler des Niederländers öffnete in Runde zwei das Fenster, und Guerrieri holte sich die Führung zurück, die er nicht mehr abgab. „Es war intensiv“, sagte der Rennsieger. „Die Audis waren leichter und auf der Geraden schneller. Nach dem Start haben die Räder von meinem Auto die von Vervischs berührt, aber der Honda ist robust wie ein Traktor. Langeveld ging innen durch in Führung, machte dann aber einen Fehler. Danach konnte ich das Rennen kontrollieren.“ Weniger glücklich verlief das Rennen für Vervisch, der seinen dritten Platz in Runde 7 verlor. Trümmerteile hatten sich zwischen Bremszange und Rad verklemmt. Dadurch wurde die Felge durchgeschleift, eine Safety-Car-Phase war die Folge. Ein zweites Mal ging das Safety-Car nach einem heftigen Unfall zwischen Andy Priaulx und Nicky Catsburg auf die Strecke, das das Feld bis ins Ziel anführte. So änderte sich nichts mehr am Klassement, in dem sich Tiago Monteiro (POR) im Honda Civic TCR des KCMG-Teams auf Rang drei geschoben hatte.

Rennen 2: Michelisz kontert

Beim zweiten Rennen des Wochenendes, das traditionell für die Top 10 in umgekehrter Reihenfolge des Qualifying-Ergebnisses gestartet wird, war es der gerade entthronte Norbert Michelisz, der kontern konnte. Er hatte sich als Trainingszehnter die Pole Position gesichert und setzte die gute Ausgangsposition prompt in einen Rennsieg um. Dem Hyundai-Pilot war dabei zwar stets der Brite Rob Huff im Golf GTI auf den Fersen, doch der 35-Jährige ließ dem Konkurrenten keine Chance für das entscheidende Überholmanöver. „Fantastisch“, jubelte Michelisz anschließend. „Das Rennen war sehr schwierig. Ich habe zu Beginn versucht, einen Vorsprung herauszufahren und sah, dass Rob zurückfiel. Aber er hat sich das Rennen und seine Reifen gut eingeteilt und kam zurück. Das waren 24 Qualifying Runden für mich, ich war am Limit.“ Sein Lohn: Die vorläufige Tabellenführung mit sechs Punkten Vorsprung auf Guerrieri, der diesmal nicht über den zehnten Platz hinauskam. Michelisz: „Vollgas zu geben war für mich die einzige Option. Ich bin sehr glücklich mit meiner Performance, Punkte sind wichtig, wenn man sie mitnehmen kann.“ Hinter dem Führungsduo kämpften Kevin Ceccon und Gabriele Tarquini um den letzten Platz auf dem Podium. Im Fight der italienischen Piloten behielt der Altmeister diesmal die Oberhand: Hyundai-Pilot Tarquini, der amtierende FIA-WTCR-Champion, konnte sich der Angriffe des jungen Konkurrenten in der Alfa Romeo Giulietta Veloce TCR erwehren und wurde Dritter. „Es ging heiß her mit Kevin“, gab Tarquini zu. „Kevin war im Rennen der schnellste Fahrer.“

Rennen 3: Kristofferson siegt, Guerrieri schlägt zurück

Im dritten Heat waren der Schwede Johan Kristoffersson (VW) und Esteban Guerrieri (Honda) für die Show an der Spitze zuständig: Kristoffersson stand auf der Pole, fiel beim Start aber hinter Tiago Monteiro zurück, der als Zweitplatzierter antrat. Bereits in der zweiten Kurve konnte der VW-Pilot aber Kontern und die Führung zurückerobern, die er bis ins Ziel nicht mehr abgab. „Mein Start war nicht der beste, und Tiago ist vorbeigekommen. In Kurve zwei ist mir dann aber der Undercut gegen ihn gelungen“, sagte zweimalige FIA Rallycross-Weltmeister. „Das war ein gutes Rallycross-Manöver.“ Zwischenzeitlich hatte sich nach einer Safety-Car-Phase Honda-Pilot Tiago Monteiro (POR) auf die zweite Position verbessert, die er aber in Runde 28 von 30 dem All-Inkl-Piloten wieder überließ, um dem Honda-Markenkollegen im Titelkampf zu helfen. Seinen Platz in der Spitzengruppe verlor Monteiro schließlich unter kuriosen Umständen: Nach einer Safety-Car-Phase in der finalen Phase des Rennens bog Monteiro zu früh in Richtung Box ab, statt über die Ziellinie zu fahren. Kevin Ceccon (ITA) ging im Alfa Romeo deshalb als Dritter über die Ziellinie. „Ein Missverständnis würde ich sagen“, erklärt Monteiro anschließend. „Ich dachte, es wäre die letzte Runde, und klarerweise muss man auf der Strecke ins Ziel fahren. Ich habe am Funk gesprochen, nicht richtig aufgepasst und wollte in die Box abbiegen. Ich bin direkt wieder zurückgefahren, aber dann hat Kevin mich überholt. Das ist etwas seltsam, denn es war ja noch Safety-Car. Die Entscheidungen an diesem Rennwochenende verwirren mich. Das ist schwer zu schlucken.“

GetSpeed: „Wir wollen mit den großen Jungs mitspielen“

[Teaminfo] Auf der Zielgeraden der VLN-Saison ist GetSpeed Performance so richtig in Fahrt gekommen. Das Team aus dem Gewerbepark am Nürburgring ist in der VLN die Mannschaft der Stunde. Die Crew um Adam Osieka war in den vergangenen drei Rennen insgesamt am erfolgreichsten. Mit Platz zwei beim achten Lauf feierten Philip Ellis und Maximilian Götz zuletzt den dritten Podiumsplatz in Folge für den Vodafone Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer #2. Beim VLN-Finale hat GetSpeed erneut den Sieg im Visier. „Wir treten mit breiter Brust an. Alle fünf Fahrer in beiden Autos haben ihre Skills auf der schönsten Rennstrecke der Welt schon mehrfach unter Beweis gestellt und mit starken Resultaten untermauert. Nach den Erfolgen der letzten Monate kann und muss unser Ziel mit den beiden Mercedes-AMG GT3 das Podium sein – sowohl in der Gesamtwertung als auch in der Pro-Am-Klasse“, gibt sich Teamchef Adam Osieka selbstbewusst.

Beim VLN-Lauf Nummer sieben feierten Fabian Schiller und Dominik Baumann den ersten VLN-Sieg der Teamgeschichte und im Rennen zuvor stand der Österreicher Baumann mit Ellis als Dritter auf dem Podest. In dieser Kombination rast die #2 auch am kommenden Samstag durch die Grüne Hölle. „Ich freue mich darauf, wieder dabei zu sein“, sagt Dominik Baumann. „Beim letzten Lauf war ich leider verhindert, aber ich habe das Rennen aufmerksam im Internet verfolgt. Das Team war erneut gut unterwegs. Ich hoffe, auf ein paar trockene Runden. Bei meinen beiden bisherigen Einsätzen war es immer nass. Ich bin sehr motiviert. Mit Philip hat das beim letzten Mal super funktioniert. Ich denke, dass es erneut ein gutes Wochenende für uns werden kann.“

Ellis stand schon drei Mal auf dem Podium in dieser Saison

Teamkollege Ellis legte beim achten VLN-Lauf der Saison seine Reifeprüfung ab, als der 27-Jährige in der Schlussphase in einem rundenlangen Kampf die Ellenbogen ausfuhr und sich gegen die Nordschleifen-Experten Klaus Bachler, Frank Stippler und Manuel Metzger behauptete. Bei gerade mal fünf Renneinsätzen mit GT3-Fahrzeugen in der Eifel war Ellis schon dreimal auf dem Podium, mit drei verschiedenen Partnern. Ein imponierender Leistungsnachweis. Nur ein Sieg fehlt ihm noch zur Krönung.

Dank der jüngsten Erfolge ist GetSpeed auch im Kampf um die Rowe-Speed-Trophäe by VLN als Gesamtzweiter in aussichtsreicher Position. Die Wertung für die Schnellsten der Schnellen rund um die legendäre Nordschleife wird seit 2013 ausgeschrieben. Sollten Baumann und Ellis beim Saisonfinale gewinnen und obendrein die Pole holen, und der momentane Spitzenreiter, der Mercedes-AMG GT3 #6 des Black-Falcon-Teams, würde maximal Zehnter im Rennen werden, wäre der Gesamtsieg erreicht. „Den zweiten Platz in der Teamwertung wollen wir auf jeden Fall verteidigen, vielleicht können wir ja sogar die Lücke nach vorne noch schließen. Und ich würde auch gerne noch den Stippi überholen“, sagt Philip Ellis, der in der Wertung der Klassensieger-Trophäe der Klasse SP9-Pro derzeit mit 26,88 Punkten Vierter hinter Audi-Pilot Frank Stippler (32,21) ist.

Das Schwesterauto, der Rooster Rojo J2R Mercedes-AMG GT3 mit der #23, wird wie gewohnt von Janine Hill, John Shoffner und Fabian Schiller pilotiert. Das eingespielte Trio untermauerte beim vergangenen Lauf mit Rang zwölf im Gesamtklassement und Position drei in der Klasse Pro-Am das starke mannschaftliche Ergebnis des Rennstalls aus dem Gewerbepark am Nürburgring in der weltweit größten Breitensportserie.

Stimmen der GetSpeed-Piloten vor dem Rennen

Philip Ellis: „Dominik kenne ich ja vom Einsatz beim sechsten VLN-Lauf. Da bin ich extrem gut mit ihm ausgekommen. Das war für ihn damals das erste Rennen nach seiner Schulterverletzung, zudem unter schwierigen Wetterbedingungen. Unser Fahrstil ist relativ ähnlich, insofern ist das Auto auch in die gleiche Richtung ausgerichtet. Zwischenzeitlich ist er ja auch mit Fabian (Schiller) sehr erfolgreich ein VLN-Rennen gefahren. Nun hat er sicher noch mehr Vertrauen in den Mercedes-AMG GT3 von GetSpeed gewonnen. Dementsprechend rechne ich damit, dass wir wieder vorne mitfahren können. Da gehören wir eigentlich auch hin. Wir wollen mit den großen Jungs mitspielen. Ich freue mich sehr auf den letzten Lauf auf der Nordschleife. Das Ziel ist ein Podiumsplatz, mein Wunsch wäre Platz eins. Ein Gesamtsieg zum Abschluss, das wäre die Krönung.“

Fabian Schiller: „Das Auto funktioniert unter allen Bedingungen gut. Beim achten Saisonlauf haben wir bezüglich des Setups wieder ein paar wertvolle Erfahrungen gesammelt. Ein GT3 ist sehr sensibel und feinfühlig, was die Temperatur angeht, sowohl die Außen- als auch die Streckentemperatur. Aber auch mit den verschiedenen Reifenmischungen, unterschiedlichen Grip-Leveln. Das macht das Ganze sehr komplex. Die Aerodynamik funktioniert immer wieder anders. Da muss man das richtige Händchen für haben. Wir verbessern uns nach wie vor von Rennen zu Rennen. Erfahrung ist sehr wichtig. Die Wetterprognose ist gut. Mal schauen, was beim letzten Rennen so geht.“

Bonk mit vier Fahrzeugen beim VLN-Finale

[Teaminfo] Bonk Motorsport startet beim neunten und letzten Lauf der VLN mit vier Fahrzeugen. Teamchef Michael Bonk: „Das VLN-Finale ist nach einer langen Saison die letzte Veranstaltung für unser Team. Zum Abschluss wollen wir natürlich wieder möglichst viele Klassensiege einfahren. Darüber hinaus stehen auch noch einige Testaufgaben für das kommende Jahr auf dem Programm.“

Unter der Flagge von Team Hofor Racing by Bonk Motosport fahren erneut die beiden BMW M4 GT4 mit den vier Piloten Michael Schrey, Marc Ehret, Thomas Jäger und Michael Fischer. Teamchef Bonk: „Zu Vergleichszwecken werden drei Piloten auf beiden Autos fahren, lediglich Ehret konzentriert sich auch einen BMW. Trotzdem wollen wir um dem Sieg mitfahren.“

Der Audi RS3 LMS tritt in der Klasse SP3T mit Hermann Bock an. Teamchef Bonk: „Nach dem Ausfall vom letzten Mal streben wir zunächst die Zielankunft an und hoffen dabei auf einen weiteren Klassensieg.“

Der unter Bonk-Bewerbung laufende Nett-Peugeot peilt den nächsten Klassensieg in der SP2T an und will in dieser Saison ungeschlagen bleiben. Jürgen Nett, Achim Nett und der Brite Bradley Philpot steuern den Peugeot 308 Racing Cup TCR. Jürgen Nett: „Es wäre ein toller Saisonausklang, wenn wir unsere Erfolgsserie fortführen könnten.“