Wöflick Racing startet mit SP8-Mustang

[Teaminfo] Nicht nur in den Reihen der potenziellen Gesamtsieger legen in diesem Jahr die Konkurrenten ihre Karten frühzeitig auf dem Tisch – auch die Privatteams zeigen sich bereits weit vor Saisonbeginn gut aufgestellt. So hat das in Quiddelbach beheimatete Wölflick-Racing-Team seinen Plan bekanntgegeben, mit einem Ford Mustang GT V8 beim 24h-Rennen zu starten. Seit mehr als 12 Jahren tritt das reine Privatteam auf eigens umgebauten Rennfahrzeugen beim Langstreckenklassiker an. Dabei sind bis 2015 alle Generationen des Ford Focus erfolgreich zum Einsatz gekommen. Der Lohn: mehrere Klassensiege in der RCN, der VLN und beim 24h-Rennen. 2007 erreichte das Team auf einem Ford Focus STR sogar Platz 24 von 220 Teilnehmern mit nur 15 Runden Rückstand auf den damaligen Gesamtsieger.

Im vergangenen Jahr entschied sich Teamchef und MSC Adenau Mitglied Stephan Wölflick zusammen mit dem langjährigen Hauptsponsor Montaplast nun komplettes Neuland zu betreten und den neu erschienenen Ford Mustang GT V8 für das 24h-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife fit zu machen. Erstmals in der 50-jährigen Geschichte des Mustangs wird das neue Modell nun auch in Europa zum Verkauf angeboten. Als Grund für den Umstieg nannte Stephan Wölflick die Robustheit und schiere Kraft, die das amerikanische Muscle-Car auf die Straße bringt. „Das ist kein High-Tech, so wie in der GT3-Klasse, sondern einfacher Purismus und Kult, so wie er auch in der amerikanischen NASCAR-Serie gelebt wird,“ so der Teamchef weiter. So kam es dann auch, dass der Mustang auf den Namen „Sally“ als Hommage nach dem Lied „Mustang Sally“ von Wilson Pickett aus dem Jahr 1967 benannt wurde.

Bei den ersten Testfahrten auf der Nürburgring Nordschleife im vergangenen Herbst zeigte sich das Team äußerst überrascht von der Agilität, Schnelligkeit und Handling, des noch im Serienzustand befindlichen Fahrzeugs. Über die Winterpause hinweg wurde der Mustang von den ehrenamtlichen Mechanikern des Teams sukzessive zum Rennfahrzeug umgebaut. Zusammen mit KW und Asch Motorsport wurde ein neues Fahrwerk entwickelt – Federführung in der Entwicklung war der aktuelle Meister der ADAC GT Masters, Sebastian Asch. Zudem wurden insgesamt 300 kg an Gewicht aus dem Auto entfernt und die Motorhaube und die Kofferraumabdeckung durch sehr viel leichteres CFK ersetzt. Die Motorleistung schöpft der Mustang aus einem leistungsstarken 5,0-l-V8 Benzinmotor, so wie er auch in der Serie angeboten wird.

Erstmals eingesetzt und getestet wird der Mustang beim ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen, dann erst wird sich zeigen, wie die Umbaumaßnahmen harmonieren. Die Veranstaltung bietet auch den Fahrern enorm viel Zeit sich auf das neue Fahrzeug einzustimmen. Beim Qualirennen und dem ADAC Zurich 24h-Rennen werden die Fahrer Stephan Wölflick, Urs Bressan und Jürgen Gagstatter an den Start gehen. Verstärkt wird die bewährte Konstellation durch den erfahrenen Rennfahrer Tobias Neuser, der 2012 beim 24h-Rennen in Dubai auf einem Lamborghini Gallardo GT3 in die Top-Ten im Gesamtklassement fuhr.

Der Ford Mustang GT V8 wird beim Langstreckenklassiker in der heiß umkämpften Klasse SP8 an den Start gehen. Aston Martin und Toyota schicken hier ebenfalls Fahrzeuge ins Rennen – das Team erhofft sich jedoch aufgrund seiner langjährigen Erfahrung, ein Wörtchen. Das Wölflick-Racing-Team setzt dabei auch auf die Unterstützung seiner Partner und Sponsoren Montaplast, KW, Castrol, Recaro, Bridgestone, Ford Motorcraft, Plastic 4 Performance, Fritz Motorsport, Karodur, Alsatec und Autoaufkleber 24.

Schubert mit BMW-Werksfahrern bei den 24h

[Teaminfo] Schubert Motorsport schickt ein ebenso starkes wie erfahrenes Fahreraufgebot in die 44. Auflage des ADAC Zurich 24h-Rennens. Insgesamt sieben BMW Werksfahrer sowie BMW-Motorsport-Junior Jesse Krohn (FIN) werden sich die Cockpits der beiden BMW M6 GT3 teilen, die die Mannschaft aus Oschersleben mit Werksunterstützung durch BMW Motorsport einsetzt.

Für Schubert Motorsport treten John Edwards (USA), Lucas Luhr und Jens Klingmann (beide GER), die in der IMSA WeatherTech SportsCar Championship (IWSC) starten, gemeinsam mit DTM-Pilot Martin Tomczyk (GER) an. Im zweiten Fahrzeug wechseln sich Krohn, die beiden DTM-Fahrer Augusto Farfus (BRA) und Marco Wittmann sowie Jörg Müller (beide GER) ab, der für das BMW Sports Trophy Team Studie die Saison in der Japanese Super GT Championship bestreitet.

Teamchef ist nach den ersten Tests mit dem BMW M6 GT3 optimistisch: „Die Neugier und die Vorfreude auf die kommende Saison sind jetzt noch größer geworden. Wir sind stolz darauf, auch im fünften Jahr in Folge mit Werksunterstützung durch BMW Motorsport bei den 24h starten zu können. Die Fahrer, die wir zur Verfügung haben, sind auch in diesem Jahr wieder die Besten, die man sich als Teamchef wünschen kann. Sie haben viel Erfahrung auf der Nordschleife und ebenso viel Talent. Ich kann es kaum erwarten, mit ihnen zusammenzuarbeiten.“

Phoenix: Heimspiel beim 24h-Rennen und umfangreiches Programm

[Teaminfo] Wohl kaum ein anderes Team als Phoenix Racing darf das 24h-Rennen mehr größerer Berechtigung als sein Heimrennen bezeichnen. Die Mannschaft aus Meuspath tritt auch in diesem Jahr an und bringt die neue Generation des Audi R8 LMS an den Start. Das ADAC Zurich 24h-Rennen ist dabei aber nur ein Ausschnitt aus einem enorm umfangreichen Programm, zu dem auch die 24 Stunden von Spa, die FLN, das ADAC GT Masters und der Blancpain GT Series Sprint Cup sowie als Krönung die DTM gehören: ein ehrgeiziges Programm, bei dem das Team zwischen Anfang April und Ende Oktober bei 36 GT-Rennen in drei Meisterschaften und zwei 24h-Rennen antritt.

Um das Riesenpensum im GT-Sport erfolgreich zu bewerkstelligen, weiß Teamchef Ernst Moser mit der im Vorjahr präsentierten zweiten Generation des Audi R8 LMS sowohl ein zuverlässiges Einsatzauto als auch schnelle Fahrer in seinen Reihen. Eine zentrale Rolle spielt naturgemäß die Nürburgring-Nordschleife. Bei den in der Regel vierstündigen VLN-Läufen teilen sich der 25-jährige Däne Anders Fjordbach, der schon im vergangenen Jahr drei VLN-Rennen für Phoenix bestritten hat, und der erfahrene Phoenix-Pilot Frank Stippler das Cockpit des R8 LMS.

Der Saisonhöhepunkt ist das 24h-Rennen, bei dem das Team bereits viermal gewann (2000, 2003, 2012, 2014). Bei der 44. Auflage des Langstreckenklassikers möchten vier frühere Gewinner an ihre Erfolge in der Eifel anknüpfen. Frank Stippler, Christopher Haase, René Rast und Markus Winkelhock gehen für das Audi Sport Team Phoenix an den Start. In einem zweiten R8 LMS erhalten Anders Fjordbach und Stippler Unterstützung von zwei weiteren Fahrern, die zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden.

Am 30. Juli folgt mit dem legendären 24-Stunden-Rennen von Spa ein weiterer Saisonhöhepunkt im europäischen GT3-Rennsport. Dort stehen bereits Christopher Mies, Frank Stippler und Markus Winkelhock, der bereits vor zwei Jahren in den Ardennen triumphierte, als Fahrer fest. Weitere 14 Rennen in Deutschland, Österreich und den Niederlanden bestreitet das Team außerdem im ADAC GT Masters. Zum dritten Mal nach 2009 und 2011 wird Phoenix Racing hier die komplette Saison in Angriff nehmen. Mit einem großen Aufgebot rückt Phoenix Racing zudem im Blancpain GT Series Sprint Cup an. Bei den fünf Veranstaltungen in Europa, jeweils in ein Qualifikations- und ein Hauptrennen unterteilt, kämpfen zwei Phoenix-Fahrerteams um Punkte.

Neue und bewährte Partner 2016
Für die Motorsportsaison 2016 geht Phoenix Racing mehrere neue Partnerschaften ein. In der VLN und beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring rollen die Audi R8 LMS ab sofort auf Dunlop-Pneus, die im hessischen Hanau produziert werden. Auch erstmals mit an Bord ist Scherer. Die Autohandelsgruppe verbindet eine besondere Beziehung zu Audi-Modellen: Drei der 27 Autohäuser, die das Unternehmen deutschlandweit betreibt, sind offizielle Audi-Zentren. Scherer arbeitet ebenfalls seit mehreren Jahren mit dem TÜV Rheinland zusammen, der fortwährend fester Bestandteil der Partneraktivitäten von Phoenix Racing bleibt. Eine weitere neue Partnerschaft startet mit der Ravensberger Schmierstoffvertrieb GmbH. Neben dem Einsatz der Premiumprodukte der Marke Ravenol bei allen GT-Einsätzen sind auch gemeinsame Kundenaktivitäten vorgesehen. Die Sonic Equipment GmbH aus Kirchheim wird neuer Werkzeugausrüster.

Kalender: WTCC und ETCC nur am Nürburgring gemeinsam auf der Strecke

Vier Mal starten die FIA Tourenwagen-Weltmeisterschaft WTCC und der Europäische Tourenwagen-Cup der FIA am gleichen Rennwochenende. Nach dem Saisonauftakt in Frankreich (1. – 3. April) gibt es auch bei der anschließenden Meisterschaftsrunde in der Slowakai (15. – 17. April) beide Serien zu sehen. Doch nur ein Mal gehen beide Starterfelder gemeinsam auf die Strecke: Ende Mai beim ADAC Zurich 24h-Rennen am Nürburgring. Nicht nur für die Fans, auch für die Fahrer und Teams der beiden Serien wird das Rennwochenende in der Eifel damit einen ganz besonderen Stellenwert genießen. Nach dem Nordschleifen-Gastspiel treten beide Serien noch einmal in Portugal gemeinsam an (24. – 26. Juni), bevor sich ihre Wege trennen: Die ETCC beendet die Saison mit Rennen in Magny-Cours (8. – 10. Juli) und Imola (30. September – 1. Oktober), während die WTCC auf ihre Welttournee geht. Nach der Eifel steht Russland (10. – 12. Juni) auf dem Programm, später geht es nach Asien und schließlich zum Saisonfinale auf die arabische Halbinsel: In Katar beschließt die WTCC vom 23. bis 25. November ihre Saison.

FIA WTCC Kalender 2016
1. – 3. April: Frankreich (Paul Ricard)
15.  – 17. April: Slowakai (Slovakia Ring)
22.  – 24. April: Ungarn (Hungaroring)
6.  – 8. Mai: Marokko (Marrakech, Stadtrennen)
26.  – 28. Mai: ADAC Zurich 24h-Rennen (Nürburgring Nordschleife)
10.  – 12. Juni: Russland (Moskau)
24.  – 26. Juni: Portugal (Vila Real)
5.  – 7. August: Argentinien (Hondo)
2.  – 4. September: Japan (Twin Ring Motegi)
23.  – 25. September: China (Shanghai)
4.  – 6. November: Thailand (Chang Int. Circuit)
23.  – 25. November: Katar (Losail, Nachtrennen)

FIA ETCC Kalender 2016
1. – 3. April: Frankreich (Paul Ricard)
15.  – 17. April: Slowakai (Slovakia Ring)
26.  – 28. Mai: ADAC Zurich 24h-Rennen (Nürburgring Nordschleife)
24.  – 26. Juni: Portugal (Vila Real)
8. – 10. Juli: Frankreich (Magny-Cours)
30. September – 2. Oktober: Italien (Imola)

WTCC-Starterfeld bekanntgegeben: 20 Fahrer fighten um die WM

Das Projekt Titelverteidigung wird für Tourenwagen-Weltmeister José María López nicht einfach: Die WTCC geht mit einem unverändert großen Starterfeld von 20 Fahrzeugen in die neue Saison, in dem aber einige hochkarätige neue Konkurrenten zu finden sind. Allen voran sind es die Polestar Volvos, die den Kreis der eingeschriebenen Hersteller (Citroën, Honda und Lada) um eine weitere Marke erweitern. Privat eingesetzte Chevrolet bereichern das Geschehen zusätzlich. Neben López sind drei weitere WTCC-Titelgewinner im Fahrerfeld vertreten, so etwa sein Teamkollegen Yvan Muller, der gerne seinen fünften Titel einfahren würde. Honda hat seine Beteiligung ausgebaut und schickt mit Rob Huff den WM-Sieger von 2012 ins Rennen. Ihm zur Seite steht der zweifache Gewinner der Privatfahrerwertung (Yokohama Drivers’ Trophy) Norbert Michelisz sowie der ehemalige Formel-1-Pilot Tiago Monteiro. Bei Lada greift mit Gabriele Tarquini der WTCC-Champion von 2009 ins Volant. Er wird flankiert von Hugo Valente und Nicky Catsburg. Die beiden von Werkstuner Polestar eingesetzten Volvo fahren Thed Björk und Fredrik Ekblom. Auch die deutschen Fans dürfen sich freuen, denn mit René Münnich geht im privaten Chevrolet seines All-inkl.com-Teams an den Start. Für den 39-Jährigen ist es nach einjähriger WTCC-Abstinenz die Rückkehr auf gewohntes Terrain. Bei den Testfahrten im italienischen Vallelunga zeigten sich die Weltmeister allerdings in bester Frühform und legten die Messlatte hoch: Der amtierende Champion López und sein marokkanischer Markenkollege Mehdi Bennani fuhren die Bestzeiten bei den offiziellen gemeinsam Testfahrten.

WTCC 2016: Vorläufige Nennungsliste

2 – Gabriele Tarquini (ITA) / LADA Rosneft – LADA Vesta
3 – Tom Chilton (GBR) / Sébastien Loeb Racing – Citroën C-Elysée WTCC
5 – Norbert Michelisz (HUN) / Honda JAS – Honda Civic WTCC
7 – Hugo Valente (FRA) / LADA Rosneft – LADA Vesta
9 – Tom Coronel (NLD) / ROAL Motorsport – Chevrolet RML Cruze TC1
10 – Nicky Catsburg (NLD) / LADA Rosneft – LADA Vesta
11 – Grégoire Demoustier (FRA) / S. Loeb Racing – Citroën C-Elysée WTCC
12 – Rob Huff (GBR) / Castrol Honda – Honda Civic WTCC
18 – Tiago Monteiro (POR) / Castrol Honda – Honda Civic WTCC
25 – Mehdi Bennani (MAR) / S. Loeb Racing – Citroën C-Elysée WTCC
27 – John Filippi (FRA) / Campos – Chevrolet RML Cruze TC1
37 – José María López (ARG) / Citroën Total – Citroën C-Elysée WTCC
61 – Fredrik Ekblom (SWE) / Polestar Cyan – Volvo S60 Polestar TC1
62 – Thed Björk (SWE) / Polestar Cyan – Volvo S60 Polestar TC1
68 – Yvan Muller (FRA) / Citroën Total – Citroën C-Elysée WTCC
77 – René Münnich (GER) / ALL-INKL.COM – Chevrolet RML Cruze TC1
89 – John Bryant-Meisner (SWE) / NIKA – Honda Civic WTCC
– „XXX” –  – Campos – Chevrolet RML Cruze TC1
– „XXX” –  – Zengö – Honda Civic WTCC
– „XXX” –  – Zengö – Honda Civic WTCC

Vorläufig. Stand: 2. März 2016?

WTCC und ETCC treten in gemeinsamen Rennen an

Das Programm des ADAC Zurich 24h-Rennens wird noch attraktiver: Bei den beiden Läufen der FIA-Tourenwagen-WM (WTCC) wird das Starterfeld durch die Rennwagen des FIA Tourenwagen-Europacups (ETCC) ergänzt. Nach den rund 20 Tourenwagen aus der WM geht die ETCC als zweite Startgruppe auf die Nordschleife und sorgt damit für zusätzliche Action. Zwei Rennen über drei Runden stehen für die rund drei Dutzend Starter dann an. Im Zuge der Integration der ETCC wurde auch der Zeitplan des 24h-Rennens geringfügig modifiziert: Der Start zum Rennen wird am Samstag um eine halbe Stunde auf 15:30 Uhr vorverlegt. Der aktuelle Zeitplan ist ab sofort auf der 24h-Homepage zum Download verfügbar.

Am Rennsamstag geht es beim ADAC Zurich 24h-Rennen Schlag auf Schlag, und dabei stehen die gemeinsamen Rennen von WTCC und ETCC im Mittelpunkt: Nach dem morgendlichen Warm-up läutet der Audi Sport TT Cup das Renngeschehen ein, danach sind die Asse aus der Tourenwagen-WM und dem Europacup an der Reihe. Sie tragen zwei Rennen unmittelbar nacheinander aus, die über je drei Runden auf der 25,378 km langen Strecke gehen. Damit knüpfen sie an eine große Tradition an, denn Tourenwagen-Sprintrennen als Prolog zum 24h-Marathon begeisterten die Fans bereits Anfang der 90er Jahre. Und ganz im Sinne dieser Historie ist die ETCC eine große Bereicherung des Geschehens. Denn die Starter aus dem Europacup sorgen nicht nur dafür, dass sich voraussichtlich fast vier Dutzend Renntourenwagen auf der Nordschleife tummeln. Sie sorgen auch durch zusätzliche Marken und Fabrikate für noch mehr Abwechslung. Denn neben den in der WTCC vertretenen Citroën, Chevrolet, Honda, Lada und Volvo treten hier weitere Marken an. So freut sich ETCC-Vizechampion 2014, Andreas Pfister (Seat): „Die Aufnahme der Nordschleife in den diesjährigen ETCC-Kalender ist großartig. Ein Rennen in Deutschland zu fahren ist schon super. Aber dass es auch noch diese Strecke ist, das ist für mich – und auch für meine Sponsoren – etwas ganz Besonderes.“ Bereits im vergangenen Jahr bewies die Tourenwagen-Weltmeisterschaft, dass der Nürburgring ein ideales Revier für Tourenwagen ist, als sie den siebten und achten Saisonlaluf auf der Nordschleife absolvierte. Der spätere Weltmeister José María López und sein Citroën-Markenkollege Yvan Muller konnten die beiden spannenden Rennen für sich entscheiden und waren damit die ersten Piloten seit 1983, die sich Punkte für einen FIA-genehmigten WM-Lauf auf der Nordschleife sicherten.

Audi schickt zwei Werksteams ins Rennen

[Herstellerinfo] Gut drei Monate vor dem ADAC Zurich 24h-Rennen hat Audi seinen Fahrerkader für den Nordschleifen-Marathon bekannt gegeben. Zwei Teams werden in diesem Jahr mit Unterstützung des Werks den Versuch starten, das 24h-Rennen zum vierten Mal für die Marke mit den vier Ringen zu gewinnen: Die Audi Sport Teams WRT und Phoenix treten mit hochkarätigen Fahrerbesetzungen an.

Die Vorjahressieger Christopher Mies (GER), DTM-Pilot Nico Müller (SUI) und Laurens Vanthoor (BEL) gehen erneut für das Audi Sport Team WRT an den Start und werden beim Projekt Titelverteidigung durch Pierre Kaffer (DEU) unterstützt, der sein Heimspiel ebenfalls schon gewinnen konnte.

Auch im Audi Sport Team Phoenix sind vier Fahrer am Start, die beim ADAC Zurich 24h-Rennen schon ganz oben auf dem Siegerpodest standen: Die Deutschen Christopher Haase, René Rast, Frank Stippler und Markus Winkelhock starten im Audi R8 LMS der Mannschaft von Ernst Moser.

Zwei Monate später unternehmen beide Teams bei einem anderen Langstreckenklassiker überdies ebenfalls den Anlauf auf den vierten Sieg: Im belgischen Spa geht es vom30. – 31. Juli zwei Mal rund um die Uhr. Dort teilt sich Mies den GT3-Rennwagen im Audi Sport Team Phoenix mit Stippler und Winkelhock, die dort bereits gewonnen haben. Das Audi Sport Team WRT vertraut bei seinem Heimspiel auf die früheren Sieger Rast und Vanthoor, die gemeinsam mit Müller starten. „Wir treffen bei beiden Läufen auf starke Konkurrenz und fühlen uns mit diesen Teams und Fahrern gut aufgestellt“, sagt Romolo Liebchen, Leiter von Audi Sport customer racing.

Mediengruppe RTL wird neuer TV-Partner des 24h-Rennens

Die Fans des ADAC Zurich 24h-Rennens können sich freuen: Die Fernsehberichterstattung zum „Rennen des Jahres” wird deutlich ausgeweitet. RTL Nitro wird 25 Stunden ununterbrochen live im Free-TV über Kabel und Satellit vom Langstrecken-Marathon auf der Nürburgring-Nordschleife berichten. Zusätzlich schaltet der Muttersender RTL vom parallel stattfindenden Formel-1-Rennen in Monaco in die Eifel, um Zusammenfassungen von Start und Zieleinlauf zu zeigen.

RTL Nitro steht am 24h-Wochenende ganz im Zeichen des Geschehens in der Eifel. Mit insgesamt 25 Stunden Berichterstattung von Samstag (28. Mai) bis Sonntag (29. Mai) wird der Sender die längste Liveübertragung in der Geschichte der Mediengruppe RTL ausstrahlen. Dazu zählen erstmals spektakuläre Nachtaufnahmen, sodass die TV-Zuschauer keine Sekunde des Rennens mehr verpassen. „Für alle 24h-Fans aber auch für Teams und Fahrer sind das tolle Nachrichten“, sagt Rennleiter Walter Hornung. „Mit der Mediengruppe RTL haben wir eine Senderfamilie im Boot, die – von der Formel 1 bis zum Boxen – actionreichen und spannenden Sport hervorragend ins Bild setzt. Unsere Fans verpassen durch die umfangreichen Berichte auf RTL Nitro nichts von der Action, und zusätzlich haben wir durch die Liveschaltungen von RTL die Möglichkeit, ein noch breiteres Publikum zu erreichen.“ Abgerundet wird das Paket durch zusätzliche Berichterstattung im Vorfeld des 24h-Rennens und eine übergreifende Rahmenberichterstattung in den Nachrichten- und Magazinprogrammen der Mediengruppe RTL. „Diese Übertragung stellt eine enorme mediale Aufwertung des ADAC Zurich 24h-Rennens dar“, freut sich auch Peter Lauterbach, Vorstand der WIGE Media AG, die Inhaber der TV- und Vermarktungsrechte des Motorsportevents ist. „Sie belegt zugleich das hohe Interesse an diesem weltweit einzigartigen Motorsport-Ereignis.“

Audi Sport TT Cup startet beim 24h-Rennen

Auch das Rahmenprogramm beim 24h-Rennen 2016 nimmt Konturen an: Neben den Läufen zur FIA-WTCC und dem ADAC Zurich 24h-Rennen wird es auf der Strecke erstmals zwei Läufe des Audi Sport TT Cup geben, die auf dem Grand-Prix-Kurs ausgetragen werden. Natürlich gehört außerdem die ADAC 24h Classic zum Wochenendprogramm.

Mit dem Start beim Nordschleifenmarathon stockt der Audi Sport TT Cup sein Programm für die zweite Saison auf. Die weiteren sechs Läufe werden erneut im Rahmen der DTM-Wochenenden ausgetragen. Der Auftakt fällt am ersten Mai-Wochenende beim DTM-Auftakt in Hockenheim. Schon drei Wochen später folgt die Premiere des Audi-Markenpokals beim 24h-Rennen. Ende Juni stehen wie im vergangenen Jahr zwei Läufe auf dem Nürnberger Norisring an, bevor mit dem Debüt der Serie in Zandvoort (Niederlande) das erste Auslandsrennen der Saison startet. Nach zweimonatiger Sommerpause nimmt die Serie im September wieder Fahrt auf. Zunächst stellen die Nachwuchsfahrer erneut ihr Können auf dem Nürburgring unter Beweis, dieses Mal auf der DTM-Variante der Grand-Prix-Strecke. Danach steht mit Budapest (Ungarn) ein weiteres Rennwochenende außerhalb Deutschlands auf dem Programm. Das Finale findet vom 14. bis 16. Oktober in Hockenheim statt.

In der zweiten Saison des Audi Sport TT Cup übernimmt Philipp Mondelaers als neuer Projektleiter die Leitung des Audi Sport TT Cups. Der ehemalige Renningenieur freut sich: „Das Gastspiel beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring wird sicherlich ein Highlight.“ Sein neues Aufgabenfeld reizt ihn dabei sehr: „Ich habe das Premierenjahr des Audi Sport TT Cup mit großem Interesse verfolgt und freue mich auf die neue Herausforderung und die Zusammenarbeit mit den jungen Talenten. Der diesjährige Kalender unterstreicht den internationalen Charakter des Audi Sport TT Cup. Mit Zandvoort und Budapest haben wir zwei neue Strecken im Portfolio. Keiner der Fahrer ist bisher mit dem Audi TT Cup dort gestartet.“

Insgesamt 125 Fahrerinnen und Fahrer aus 36 Nationen haben sich für den Audi Sport TT Cup 2016 beworben. 20 Cockpits werden von der quattro GmbH permanent vergeben – zwei mehr als im vergangenen Jahr. Vier weitere Cockpits werden mit wechselnden Gastfahrern besetzt.

Gazoo startet mit Crossover-Toyota beim 24h Jubiläum

Jubiläum beim ADAC Zurich 24h-Rennen: Zum zehnten Mal tritt das Toyota Gazoo Racing in diesem Jahr an, um die Nordschleife zu erobern. Das Werksteam des größten Automobilherstellers der Welt hat nun den Start von drei Fahrzeugen angekündigt – und sorgt dabei für eine faustdicke Überraschung. Erstmals schickt Gazoo einen C-HR ins Rennen. Der hochinteressante Crossover erinnert ein wenig an eine goldene Zeit des Motorsports aus Nippon, als Toyota mit dem Corolla vor allem auf den internationalen Rallyepisten erfolgreich war. Daneben werden ein Lexus RC und ein Lexus RC F an den Start gehen.

Als Teamchef fungiert Toyota-Generaldirektor Akio Toyoda, der damit unterstreicht, wie überzeugt das Unternehmen vom Nordschleifen-Engagement ist. Die gezielte Weiterentwicklung der eingesetzten Mitarbeiter und Fahrzeuge unter den härtesten Rennbedingungen steht nach dem Unternehmensverständnis im Mittelpunkt. „Ich erinnere mich noch als wäre es gestern gewesen an das Jahr 2007, als Gazoo Racing zum ersten mal die Herausforderung des Nürburgrings mit einem Altezza annahm“, schildert Akio Toyoda. „Da gehen mir viele Erinnerungen durch den Kopf: die Interaktion mit der Nordschleife, die mit jeder Wetteränderung ihre Charakteristik wechselt. Aber auch, neue und wertvolle Freund zu finden. Was jedoch immer blieb, waren die unbarmherzigen Umstände und die Intensität des Rennsports. Jedes Jahr nutzen wir dieses Umfeld, um unser Team und die Fahrzeuge zu verbessern. Ich habe das in den vergangenen neun Jahren aus erster Hand kennengelernt – und für mich ist es die wahre Bedeutung des Motorsports.“

Die wichtigsten Details des Einsatzes stehen bereits fest. Das wohl interessanteste Fahrzeug ist dabei der Toyota C-HR Racing: Der Rennwagen basiert auf einer Crossover-Plattform. Als Piloten sind Masahiko Kageyama und Kumi Sato fix. Daneben wird es den zweiten Einsatz in Folge für den Lexus RC geben. Von der Adaption neuer Technologien versprechen sich die Verantwortlichen eine Verbesserung gegenüber 2015. Als Fahrer sind Takayuki Kinoshita und Naoya Gamou eingeplant. Als drittes Fahrzeug wird ein Lexus RC F an den Start gehen. Am Steuer wechseln sich Takeshi Tsuchiya, Kazuya Oshima, Takuto Iguchi und Takamitsu Matsui ab.