Toyota GR Supra GT4 ab 2020 auch auf der Nordschleife?

Toyota hat einen Ausblick auf die Rennsaison 2020 gegeben und kündigt ein neues Modell für die GT4-Klasse an. In der immer populärer werdenden Katgorie bietet der größte Automobilkonzern der Welt ab dem kommenden Jahr den GR Supra als GT4-Rennversion für den Kundensport an. Im Frühjahr hatte das Unternehmen eine Konzeptvariante des Rennwagens auf dem Genfer Automobilsalon enthüllt, jetzt ist die Serienfertigung bestätigt. Entwickelt und produziert wird das Fahrzeug bei der Toyota Motorsport GmbH in Köln.

Aufgrund ihrer bezahlbaren Kosten und des verhältnismäßig einfachen Zugangs ist die GT4-Rennkategorie bei privaten Kundenteams in aller Welt beliebt. GT4-Fahrzeuge können neben dem 24h-Rennen auf dem Nürburgring beispielsweise auch in der europäischen GT4-Serie, der VLN, der japanischen Super-Taikyu-Serie oder der Michelin-Pilot-Challenge-Serie in den USA teilnehmen. Bereits jetzt ist der GR Supra im Renneinsatz und fährt in der US-amerikanischen NASCAR-Xfinity-Serie. Ab 2020 startet er außerdem in der Super GT GT500 in Japan.

Für die Arbeit am GR Supra GT4 hat sich Toyota Gazoo Racing mit drei technischen Partnern zusammengetan: Die Entwicklung der Abgasanlage erfolgt gemeinsam mit Akrapovič, die Reifen werden mit Pirelli entwickelt und die Schmierstoffe kommen von Ravenol. Details zu den Spezifikationen des GR Supra GT4 sowie zu Preisen, Verkaufsregionen und Markteinführung werden im weiteren Jahresverlauf bekanntgegeben.

Toyota GR Supra GT4 – Technische Daten:

 

Chassis
Länge 4.460 mm
Breite 1.855 mm
Höhe 1.250 mm
Karosserie Stahlkarosserie mit hochfestem Überrollkäfig
Front-Diffuser Natürlicher Verbundstoff
Heckflügel Natürlicher Verbundstoff
Kraftstofftank Motorsportspezifisch mit Schnellbetankungssystem
Fahrersitz Rennsitz nach FIA-Standard
Motor & Getriebe
Typ  Reihensechszylinder mit Twin-Scroll-Turbolader
Hubraum 2.998 ccm
Getriebe Automatik, Hinterradantrieb
Schmierstoffe Ravenol
Abgasanlage Akrapovič
Fahrwerk, Lenkung & Bremsen
Radaufhängung vorn  McPherson-Federbeine
Radaufhängung hinten  Mehrlenker-Hinterachse
Lenkung Elektrische Zahnstangenlenkung
Reifen Pirelli
Räder  Fünfloch 11×18 Zoll

 

Eine schrecklich schnelle Familie im Hyundai i30 Fastback N

[Teaminfo] Für Franz und Luca Engstler (beide Wiggensbach) war das diesjährige 24h-Rennen ein außergewöhnliches Highlight: Engstler Senior und Engstler Junior fuhren mit einem seriennahen Hyundai i30 Fastback N ihr erstes gemeinsames Rennen. Zusammen mit Guido Naumann (Nürnberg) und Byung-Hui Kang (Südkorea), den weiteren Piloten dieses Projektes des Hyundai Team Engstler, holten Vater und Sohn im Zweiliter-Turbo mit 275 PS den dritten Platz in der V2T-Klasse und schafften damit auf Anhieb den Sprung aufs Podium. „Es war immer mein Traum, mit meinem Sohn ein Langstreckenrennen zu bestreiten. Was wir auf dem Nürburgring geschafft haben, übertrifft aber all meine Erwartungen“, sagt der ehemalige DTM- und Tourenwagen-WM-Pilot Franz Engstler (57), der seit Ende 2015 nur noch gelegentlich im Renncockpit aktiv ist. „Auch für mich war es traumhaft und irgendwie verrückt, gemeinsam mit meinem Dad auf einem Auto ein Rennen zu fahren“, fügt Hyundai-Deutschland-Markenbotschafter und TCR-Pilot Luca Engstler (19) hinzu.

Sohn lernt vom Vater, Vater lernt vom Sohn
Speziell auf der Nürburgring-Nordschleife konnte der seit 2017 im Tourenwagensport aktive Luca Engstler von den fast vier Jahrzehnten Rennerfahrung seines Vaters profitieren. „Er hat mir genau erklärt, wie dieses große Langstrecken-Wochenende funktioniert“, sagt Luca. Der Junior machte seine Nürburgring-Hausaufgaben aber auch selbst und auf seine eigene moderne und digitale Art: „Ich bin viel Simulator gefahren und habe mir jede Menge Onboard-Videos angeschaut“, so der aktuelle Tabellenführer in der TCR-Asia-Meisterschaft. „Solch tolle Möglichkeiten gab es zu meiner aktiven Zeit noch nicht“, denkt Vater Franz an sein erstes 24h-Rennen Nürburgring im Jahr 1991 zurück. „Ich bin damals die komplette Nordschleife abgelaufen, hab mir alles angeschaut, aufgeschrieben und dann meine Notizen gebüffelt.“ Heute hat der routinierte Engstler Senior kein Problem damit, seinen Sohn um Tipps zum optimalen Training am Simulator zu bitten.

Auf dem Weg zu Platz drei teilte sich das Engstler-Duo auf dem Nürburgring ganz gezielt die Einsätze im Hyundai i30 Fastback N auf. Luca gab im Qualifying kräftig Gas. Mit seinem jugendlichen Speed holte der Nordschleifen-Neuling die Pole-Position in der V2T-Klasse. Der nordschleifenerfahrene Senior Franz übernahm das Steuer, als sonntags im Morgennebel die Aufholjagd des Hyundai Team Engstler begann und in der „Grünen Hölle“ die langjährige Routine eines zweimaligen Tourenwagen-Vizeweltmeisters gefragt war. Denn ein Elektronikproblem hatte den i30 Fastback N in der Nacht zu einem viereinhalbstündigen Aufenthalt in der Box gezwungen. „Ansonsten hätten wir sehr gute Chancen auf den Klassensieg gehabt“, betont Franz Engstler.

„Beeindruckend hohe Kurvengeschwindigkeiten“
Beide Engstlers sind deshalb fest überzeugt vom Potenzial des Hyundai i30 Fastback N, den ihr Team im Frühjahr 2019 in Kooperation mit der Hyundai Motor Company für das 24h-Rennen aufbaute. „Das Auto bietet noch enorme Möglichkeiten im Motorsport. Deshalb kann ich mir weitere gemeinsame Renneinsätze damit sehr gut vorstellen“, resümiert Vater Franz. Und Sohn Luca lobt: „Dieser Tourenwagen hat mich wirklich sehr positiv überrascht – vor allem mit seinen für ein seriennahes Fahrzeug beeindruckend hohen Kurvengeschwindigkeiten.“

Der seriennahe Hyundai i30 Fastback N hat beim 24h-Rennen Nürburgring 2019 auf einer der herausforderndsten Rennstrecken der Welt sein Leistungsvermögen eindrucksvoll bewiesen. Weitere Renneinsätze dieses Tourenwagens mit dem Hyundai Team Engstler sind möglich.

Was passiert, wenn etwas passiert

Über 800 Sportwarte sorgen beim 24h-Rennen für Sicherheit bei Fahrern und Zuschauern. Sie zu koordinieren gehört zu den anspruchsvollsten Jobs des Wochenendes. Alle Fäden laufen dabei an Start und Ziel zusammen: In der Race Control sitzt Wolfgang Siering, der als Leiter der Streckensicherung eine verantwortungsvolle Aufgabe hat. „Wenn ein Unfall auf der Strecke passiert, sieht es meist zuerst der Sportwart an der Strecke und gibt umgehend eine Meldung an uns ab“, erklärt er was im Ernstfall geschieht. Der 71-Jährige trägt die Verantwortung für die Sicherheit auf der Strecke. „Hier in der Race Control starten wir nach einer Unfallmeldung unseren Prozess und senden zuerst die DMSB-Staffel an den Unfallort. Die Kollegen vor Ort schauen anschließend, was überhaupt passiert ist und wie es dem Fahrer geht.“

Nachdem er die erste Rückmeldung von der Rettungsstaffel erhalten hat, weiß das Team in der Rennleitung, welche Maßnahmen als nächstes eingeleitet werden müssen. Wird ein Medical Car benötigt? Kann das Auto der DMSB-Staffel das verunfallte Fahrzeug abschleppen? Müssen anschließend Teile der Leitplanke repariert werden? All diese Fragen werden innerhalb weniger Augenblicke geklärt und die entsprechenden Maßnahmen in die Wege geleitet. „Hier kommt es auf die schnelle und aufmerksame Reaktion an“, erklärt der Leiter der Streckensicherung. „Und genau das macht den Job so spannend und jedes Mal aufs Neue aufregend.“

Die über 800 Sportwarte beim 24h-Rennen verteilen sich entlang der 25,378 km langen Strecke. Sie ist 17 Abschnitte aufgeteilt, zu der jeweils wieder die mit vier Personen besetzten Posten gehören. Die Marshalls arbeiten im Schichtsystem, jeder von ihnen muss zuvor eine Ausbildung mit mindestens drei Pflichtseminaren ablegen. Aber auch viel Erfahrung und das explizite Wissen um das Reglement des Rennens gehört zur Anforderung – nur so können Situationen richtig eingeschätzt werden.

Aber nicht nur das große Team der Streckenposten gehört zum Arsenal des Leiters der Streckensicherung. Er dirigiert von seinem Platz aus auch eine ganze Flotte von Einsatzfahrzeugen. Dazu gehören etwa insgesamt acht Rettungswagen (RTW) und fünf Medical Cars für medizinische Notfälle. Neun Fahrzeuge der DMSB-Staffel und vier Intervention Cars als „schnelle Eingreiftruppe“ zum Absichern eines Unfallorts verteilen sich rund um die Strecke. Hinzu kommen vier „E-Units“, die unter andrem mit Feuerlöschequipment und Ölbindemittel ausgestattet sind. Natürlich gibt es noch weitere Einsatzfahrzeuge der Rennleitung – und einige Nutzfahrzeuge für die „groben Fälle“: Vier Abschleppwagen stehen bereit, um ausgefallene Fahrzeuge zu bergen, mehrere Kehrmaschinen sind im Einsatz und sogar ein Bautrupp ist in Bereitschaft, der demolierte Leitplanken im Rennbetrieb reparieren kann.

Überraschung für Johannes Scheid

Er gehört zu den Urgesteinen der Nordschleifen-Szene und ist so aktiv wie geh und je: Johannes Scheid feiert 2019 sein 50. Jahr im Motorsport. Mit seinem „Eifelblitz“ sind unzählige Geschichten und Erfolge verknüpft. Da lag ein Gedanke auf der Hand: „50 Jahre Scheid Motorsport – das muss besonders gefeiert werden“, so dachte sich jedenfalls einige Wochen vor dem diesjährigen 24h-Rennen Jörg Weidinger, der schon viele Rennen für Scheids Mannschaft bestritt. Der Gedanke: Alle ehemaligen Scheid-Piloten sollten zusammengetrommelt werden und sich in der 24h-Startaufstellung um das aktuelle Fahrzeug scharen. Nürburgring-Statistiker Jörg Ufer ermittelte 78 Fahrerinnen und Fahrer seit 1969, darunter auch die verstorbenen Edgar Dören und Herbert Lingmann.

Gemeinsam mit VLN-Streckensprecher Olli Martini kontaktierte Weidinger über alle möglichen und unmöglichen Wege die noch Lebenden. Über 30 von ihnen erschienen in der Startaufstellung, überreichten ein Geschenk, unterschrieben auf der Motorhaube und trugen alle identische T-Shirts, die Frank Kräling hatte anfertigen lassen. Hans Widmann und Reinhold Köster, die Johannes Scheid maßgeblich bei seinen 5 VLN-Titeln geholfen haben, kamen extra für diesen besonderen Moment an den Eifelkurs: Eine schöne Ehrung für den Teamchef, der anschließend ein 24h-Rennen mit Höhen und Tiefen erlebte. Nico Otto, Jörg Weidinger, Hendrik van Danwitz und Nick Wüstenhagen brachten den BMW M240i Racing auf dem fünften Platz der hart umkämpften „Cup 5“-Klasse ins Ziel. Zuvor hatte der Eifelblitz am Samstag nach einem Unfall im Bereich Aremberg etwa eine Stunde verloren.

Bilder der Jubiläums-Aktion und Infos zum Rennteam gibt es übrigens auf der Facebookseite von Scheid Motorsport.

„Tribute“-Veranstaltung zu Ehren von Charly Lamm

[Teaminfo] Am Donnerstag vor dem ADAC TOTAL 24h-Rennen auf dem Nürburgring ehrte BMW Motorsport den zu Beginn des Jahres verstorbenen Schnitzer-Teamchef Charly Lamm. Im Rahmen einer „Tribute“-Veranstaltung erinnerten BMW Group Motorsport Direktor Jens Marquardt und viele Weggefährten aus mehr als 50 Jahren Motorsport an den Menschen Charly Lamm sowie an seine unzähligen großen Rennerfolge in aller Welt. Allein das 24h -Rennen auf dem Nürburgring hatte Schnitzer Motorsport unter der Leitung von Charly Lamm fünf Mal gewonnen.

Marquardt führte durch das „Tribute“-Event in der BMW M Motorsport Hospitality am Nürburgring, zu dem zahlreiche prominente Gäste – darunter viele aktuelle und ehemalige BMW Werksfahrer sowie Konkurrenten aus unterschiedlichen Rennserien – erschienen waren. „Die Nachricht von Charly Lamms Tod Anfang des Jahres war ein großer Schock. Natürlich in erster Linie für seine Familie und Freunde – aber auch für die gesamte Motorsport-Welt“, sagte Marquardt. „Charly war über Jahrzehnte einer der Größten weltweit. Die unglaublich große internationale Anteilnahme nach seinem Tod hat das eindrucksvoll bewiesen. Heute sind wir hier, um uns an den großartigen Teamchef Charly Lamm mit all seinen unzähligen Erfolgen zu erinnern und gleichzeitig an einen ebenso großartigen Menschen.“

Im Laufe der Veranstaltung sprachen die ehemaligen BMW Motorsport Direktoren Mario Theissen und Gerhard Berger (1. Vorsitzender ITR e.V.), Jochen Neerpasch (erster Geschäftsführer der BMW Motorsport GmbH), Olaf Manthey (Teamchef, in seiner Rennfahrer-Karriere auch auf BMW unterwegs) sowie die aktuellen BMW Werksfahrer Augusto Farfus und Bruno Spengler über ihre gemeinsamen Erlebnisse mit Charly Lamm.

Weitere Stimmen von der „Tribute“-Veranstaltung.
Mario Theissen: „Charly war der beste Mann, der mir im gesamten Motorsport begegnet ist. Und er war der am meisten respektierte. Das ist einzigartig. Das Besondere war, dass er sich in jedes Detail maximal hineingedacht hat. Am Ende konnte er dann mit Schwierigkeiten besser umgehen als die Konkurrenz. Das hat er so gut gemacht wie niemand sonst.“

Jochen Neerpasch: „Competition war Charlys Lebensinhalt. Man konnte ihn jederzeit anrufen, er hat die Präzision geliebt. Er war ein ganz Großer des Motorsports – und viele Jahrzehnte das Herz und Hirn von Schnitzer.“

Gerhard Berger: „Ich hatte meine schönste Zeit als Rennfahrer bei Charly und Schnitzer. Im Motorsport habe ich nie wieder jemanden getroffen, der bei all dem Erfolg auch noch so ein feiner Mensch geblieben ist wie Charly. Seine Ausstrahlung war einmalig. Er war ein sehr guter Freund. Ich werde ihn nie vergessen.“

Augusto Farfus: „Ich werde niemals Charlys Fähigkeit vergessen, seine Leidenschaft zu geben, ohne etwas dafür zurückzuverlangen. Sein Spaß am Motorsport und die Intensität, mit der er ihn betrieben hat, waren einzigartig. Charly hat niemals Energie zurückgehalten, sondern war immer bereit zu helfen und zuzuhören. Ich habe so viel von ihm gelernt – und vermisse ihn unheimlich.“

Bruno Spengler: „Charly hat nie die Stunden gezählt – und von morgens bis abends alles gegeben. Er hat alle um ihn herum motiviert. Charly hat mir Flügel gegeben und uns 2012 zum DTM-Titel geführt.“

Olaf Manthey: „Wir waren Freunde und Konkurrenten zugleich. Charly und Schnitzer waren anderen Teams gegenüber immer respektvoll und sportlich. Als ich dann meine Firma gegründet habe, war mein Ziel, genauso erfolgreich zu sein wie die Schnitzer-Mannschaft. Er hat mich immer angespornt. An ihn reicht einfach niemand heran. Man wird sich im Motorsport noch lange an Charly erinnern.“

Starker deutscher Akzent am WTCR-Wochenende auf der Nordschleife

Das war ein nahezu perfektes Wochenende für die deutschen Vertreter in der FIA WTCR!

Der Duisburger Benjamin Leuchter (VW Golf GTI TCR) sorgte als Sieger im dritten Lauf für den ersten deutschen Erfolg im Tourenwagen-Weltcup. Dazu setzte sich das deutsche All-Inkl.com Team mit starken Leistungen in allen Läufen entsprechend in Szene. Mit einem Doppelpodium im ersten Lauf und guten Platzierungen in den beiden folgenden Rennen konnte sich das die doppelte Halbzeitmeisterschaft sichern: Die sächsische Mannschaft führt nun in der Teamwertung, und in der Fahrerwertung liegt vor der sechsten Saisonrunde in Portugal (5. – 7. Juli) der Argentinier Esteban Guerrieri vorne.

Rennen 1: Doppelpodium für All-inkl-Team

Das Qualifying für das erste Rennen am Freitag ließ die deutschen Fans hoffen: Esteban Guerrieri (ARG) erobert im Honda Civic Type R des All-inkl.com-Teams die Pole vor Hyundai-Pilot Norbert Michelisz (HUN). In der zweiten Startreihe folgte mit Tabellenführer Nestor Girolami der zweite All-inkl.com-Pilot, als Vierter hatte sich Ferderic Vervish im Comtoyou-Audi qualifiziert. Doch beide Vertreter der deutschen Mannschaft konnten sich nicht durchsetzen. Im Startgetümmel von Lauf 1 ging Michelisz in Führung, der diese bis ins Ziel nicht mehr hergab. Dennoch bot das erste Rennen der FIA WTCR Nordschleifen-Racing at its best, denn vor allem der Kampf im Platz 3 wurde es spannend: Vervisch im drittplatzierten Audi geriet zunächst massiv unter Druck von Girolami, doch für den Argentinier reichte es nicht.

Schließlich kam es zum Top-Speed-Duell auf der Döttinger Höhe, als sich Girolami neben Vervish setzte – und Rob Huff profitierte. Er nutzte das Duell der beiden Kontrahenten eiskalt und zog mit seinem VW Golf GTI auf den dritten Platz vor. In der finalen dritten Runde startete Girolami dann noch einmal einen Angriff auf Platz drei und konnte aus dem Windschatten an Huff vorbeiziehen. Das All-inkl.com-Team konnte damit ein Doppelpodium einfahren: Hinter dem siegreichen Michelisz kamen die beiden All-Inkl.com-Honda von Guerrieri und Girolami auf den Plätzen zwei und drei ins Ziel. Eine starke Leistung zeigte auch Lokalmatador Benjamin Leuchter, der als Siebter abgewinkt wurde.

Rennen 2: VW-Pilot Kristofferson siegt vor

Auch im zweiten Rennen am Samstagmorgen war Rob Huff einer der Hauptdarsteller. Johan Kristofferson (VW), Zehnter im zweiten Qualifying Zehnter und so bei der traditionellen „Reverse-Grid“-Startaufstellung im zweiten Lauf auf der Pole Position, konnte die Führung beim Start verteidigen. Sein Gegner war der deutsche Wildcard-Pilot Anti Burri (Audi), der allerdings wenig Fortune hatte und das Rennen am Ende auf Platz 13 abschloss. Markenkollege Frederic Vervisch rettete die Ehre der Marke mit den vier Ringen und konnte sich schon auf den ersten Kilometern auf Platz zwei festsetzen, den er ebenfalls bis ins Ziel behielt.

Zum Drama geriet dagegen der Kampf um Platz drei. Rob Huff (VW) auf Platz vier hatte den amtierenden Champion Gabriele Tarquini (Hyundai) zwar unter Druck gesetzt, aber nicht vorbeigehen können. Eingangs Karussell versuchte der Brite dann vorbeizugehen, scheiterte aber am italienischen Routinier und landete in den Leitschienden. Sein Wochenende endete so mit einem frühzeitigen Ausfall auf der Nordschleife. Im Ziel rangierte dann Kristofferson vor Vervisch und Hyundai-Pilot Augusto Farfus (BRA), der im Endspurt noch Tarquini kassiert hatte.

Rennen 3: „Ein Traum wird wahr“

Nach einem durchwachsenen Saisonauftakt zeigte die Formkurve der VW-Vertreter schon beim vierten Lauf in Zandvoort nach oben. Auf der Nordschleife platzte wohl endgültig der Knoten. Denn nach dem Sieg von Rallycross-Ass Kristofferson im zweiten Rennen konnte sich in Rennen 3 der einzige deutsche Pilot, Benjamin Leuchter, durchsetzen. Der Duisburger ging im Golf GTI TCR von der Pole Position aus ins Rennen und verteidigte die Führung in einem spannenden Duell gegen Esteban Guerrieri. Schlechter lief es dagegen für die Starter in Reihe zwei: Mit Norbert Michelisz und Gabriele Tarquini standen dort zwei Hyundai, die die gute Ausgangsposition aber nicht nutzen konnten. Der amtierende Champion Tarquini wurde bis auf Rang fünf durchgereicht, Michelisz fiel sogar aus.

Dafür komplettierte Frederic Vervisch die Top-Drei. Der Audi-Pilot konnte in der Folge noch an Guerrieri vorbeigehen, dem der dritte Platz aber genügte, um die Tabellenführung zu verteidigen. Nach dem Sieg – es war der erste eines deutschen Piloten in der FIA WTCR – war Leuchter emotional sehr bewegt: „Meine Gefühle sind schwer zu beschreiben“, sagte der Duisburger. „Diese Rennstrecke bedeutet mir so viel. Alles was ich bisher erreicht habe, das habe ich hier erreicht. Jetzt ein WTCR-Rennen gegen so unglaublich gute Fahrer zu gewinnen, ist fantastisch. In der ersten Runde musste ich gegen Esteban alles geben, um vorne zu bleiben. Wir haben uns sogar berührt, aber es hat gottseidank funktioniert. Jetzt bin ich einfach nur glücklich.“

Die Startfahrer

Kurz vor dem Start des 47. ADAC TOTAL 24h-Rennens steigt die Anspannung bei den Fans am Nürburgring.

Die besten Teams werden um 15:30 Uhr mit folgenden Startfahrern ins Rennen gehen:

Pos. 1: #2 Mercedes- AMG GT3
Maro Engel
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Pos. 2: #48 Mercedes- AMG GT3
Lance David Arnold
Pos. 3: #911 Porsche 911 GT3 R
Kevin Estre
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Pos. 4: #4 Audi R8 LMS
Pierre Kaffer
Pos. 5: #31 Porsche 911 GT3 R
Matt Campbell
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Pos. 6: #6 Mercedes- AMG GT3
Yelmer Buurman
Pos. 7: #1 Porsche 911 GT3 R
Patrick Pilet
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Pos. 8: #3 Mercedes- AMG GT3
Luca Stolz
Pos. 9: #16 Mercedes- AMG GT3
Jan Seyffarth
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Pos. 10: #55 Ferrari 488 GT3
Simon Trummer
Pos. 11: #7 Lamborghini Huracan GT3 Evo
Marco Mapelli
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Pos. 12: #12 Porsche 911 GT3 R
Lars Kern
Pos. 13: #101 BMW M6 GT3
Christian Krognes
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Pos. 14: #18 Mercedes- AMG GT3
Luca Ludwig
Pos. 15: #29 Audi R8 LMS
Christopher Mies
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Pos. 16: #42 BMW M6 GT3
Augusto Farfus
Pos. 17: #5 Audi R8 LMS
Kim Luis Schramm
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Pos. 18: #44 Porsche 911 GT3 R
Dirk Werner
Pos. 19: #705 SCG 003C
Thomas Mutsch
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Pos. 20: #99 BMW M6 GT3
John Edwards
Pos. 21: #98 BMW M6 GT3
Connor de Phillippi
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Pos. 22: #39 Nissan GT-R Nismo GT3 2018
Edoardo Liberati
Pos. 23: #22 Ferrari 488 GT3
Leonard Weiss
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Pos. 24: #8 Porsche 911 GT3 R
Lucas Luhr
Pos. 25: #45 Nissan GTR Nismo GT3
Tom Coronel
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Pos. 26: #100 BMW M6 GT3
Jordan Tresson
Pos.27: #17 Mercedes AMG GT3
Markus Palttala
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Pos. 28: #11 Ferrari 488 GT3
Oliver Kainz

Engel und Götz holen Doppel-Pole für Mercedes-AMG

Der ehemalige DTM-Pilot Maro Engel hat am Freitag in einer Zeit von 8:10,910 Minuten im Black-Falcon-Mercedes-AMG #2 die Pole Position für das 47. ADAC TOTAL 24h-Rennen auf dem Nürburgring geholt. Engel war auf der 25,738 Kilometer langen Kombination aus Nordschleife und Grand-Prix-Strecke 0,137 Sekunden schneller als Markenkollege Maximilian Götz im Mann-Filter-Mercedes-AMG #48 und wird damit am Samstag um 15:30 Uhr das Feld von 156 Autos ins größte Rennen der Welt führen. Mit seiner Bestzeit sicherte sich Engel auch die begehrte Glickenhaus-Trophy für den schnellsten Fahrer am Ring, die ihm 45 Minuten vor dem Start übergeben wird. Das Rennen wird live und in voller Länge bei NITRO im Free-TV übertragen, Fans können das komplette Geschehen auch rund um die Uhr auf der Homepage www.24h-rennen.de im Liveticker, Livetiming und Livestream verfolgen.

„Auf dieser Strecke zwei Runden absolutes Vollgas fahren zu dürfen, ist so geil. Aber es ist immer noch ein 24-Stunden-Rennen. Ein Riesen-Dank geht auch an die Fans“, sagte Engel, der zum zweiten Mal nach 2016 auf die Pole Position fuhr. Es ist auch erst das zweite Mal, dass ein Mercedes-AMG GT3 auf Startplatz eins steht. Der geschlagene Maximilian Götz meinte: „Es ist eine große Ehre, vom Team das Vertrauen für diese zwei Runden zu bekommen. Wenn man am Ende die Pole aber so knapp verpasst, ist man natürlich nicht ganz zufrieden.“

Vorjahres-Polesitter knapp geschlagen
Engel und Götz hatten jeweils auf ihrer zweiten Runde ihre Zeiten noch einmal verbessert und damit Laurens Vanthoor im Manthey-Porsche #911, der nach den ersten Umläufen geführt hatte, noch auf Rang drei verwiesen. Der Belgier hatte im vergangenen Jahr noch auf der Pole gestanden und auch am Nachmittag noch im zweiten Qualifying die Bestzeit gesetzt. Insgesamt hatten sich dort noch drei PRO-Teams und acht PRO-AM-Starter die letzten elf Plätze im Top-Qualifying gesichert. 17 Fahrzeuge hatten den Platz im Einzelzeitfahren und damit auch die begehrte blaue Lampe, die die schnellsten Autos im Feld schon von weitem sichtbar macht, bereits in den ersten beiden VLN-Läufen sowie im 24h-Qualifikationsrennen perfekt gemacht. Als bester Audi im Top-Qualifying fuhr der Phoenix-Audi #4 mit Frederic Vervisch am Steuer als Vierter in die zweite Startreihe. Auf Rang zehn landete der Octane-126-Ferrari #55, direkt dahinter der Konrad-Lamborghini #7 mit Marco Mapelli. Als bester BMW-Pilot landete Christian Krognes im Walkenhorst-BMW #101 auf Position 13.

Drei Porsche gewinnen ADAC 24h-Classic
Schon am Nachmittag war das 24h-Classic-Rennen ausgetragen worden. Der Sieg ging an den Essener Michael Küke im Porsche 911 Carrera RSR, der die Drei-Stunden-Distanz alleine bewältigte. „Ich fahre seit 2004 bei diesem Rennen mit und habe jetzt das erste Mal gewonnen“, sagte Küke, der sich gegen Dr. Edgar Althoff / Jörg Müller (Porsche RSR) durchsetzte. Das Podium wurde komplettiert durch einen dritten Porsche, den die Brüder Marc und Dennis Busch pilotierten.

Deutsches Team holt Doppelpodium in der FIA WTCR
Im ersten Rennen des FIA WTCR Cups hat das deutsche All-inkl.com-Team mit Esteban Guerrieri auf Rang zwei und Nestor Girolami auf Platz drei ein Doppelpodium eingefahren. Vor den beiden argentinischen Honda-Piloten landete Hyundai-Pilot Norbert Michelisz aus Ungarn. Lokalmatador Benjamin Leuchter kam in seinem VW Golf als Siebter ins Ziel.

Bestzeit für Manthey-Porsche #911 im Qualifying 2

Der Manthey-Porsche #911 war das schnellste Auto im Qualifying 2 des ADAC TOTAL 24h-Rennens auf dem Nürburgring. Der Belgier Laurens Vanthoor fuhr quasi in letzter Sekunde in 8:17,449 Minuten am Freitagnachmittag die Bestzeit auf der 25,378 Kilometer langen Kombination aus Nordschleife und Grand-Prix-Strecke und verwies den Konrad-Lamborghini #7 um eine Sekunde auf den zweiten Platz. Nur 75 Tausendstelsekunden dahinter belegte der Phoenix-Audi #4 Position drei. Weiter geht es um 18:00 Uhr mit der öffentlichen Auslosung der Startreihenfolge für das Top-Qualifying, in dem ab 19:00 Uhr im klassischen Einzelzeitfahren mit zwei fliegenden Runden die Pole Position für das ADAC TOTAL 24h-Rennen ermittelt wird.

#6 – Mercedes- AMG GT3 (Assenheimer,Bastian,Buurman,Piana)

15:23 Uhr / Patrick Assenheimer: „Es hatte erstaunlich viel Verkehr. Wir sind ja relativ zeitig rausgefahren, direkt als die Ampel grün wurde. Deswegen hatten wir eigentlich erwartet, dass vielleicht 10, 20 Autos vor uns sein könnten. Aber viele sind sehr langsam rausgefahren, deswegen mussten wir teilweise ein bisschen Slalom fahren. Für uns war die Runde aber gut, wir haben gesehen, dass die Strecke in Ordnung ist. Das Auto passt, und jetzt hoffen wir, dass der fliegende Holländer die Zeit rausfährt.“

#8 – Porsche 911 GT3 R (Slooten,Luhr,de Leener,Jans)

16:30 Uhr / Lucas Luhr:„Es ist wie immer sehr aufregend hier am Nürburgring und bei dem Verkehr auch ein Lotteriespiel. Die Balance unseres Autos ist okay und wir hoffen, dass wir es in das Top-Qualifying schaffen. Dann haben wir noch ein wenig Zeit für das Finetuning. Für das Rennen bin ich sehr optimistisch, aber um hier eine Knallerrunde hinzulegen, müssen wir noch etwas am Auto finden.“

#29 – Audi R8 LMS (Mies,Rast,van der Linde,Haase)

15:57 Uhr / René Rast: „Das Qualifying2 lief entspannt für mich. Ich habe meine Pflichtrunden absolviert, das war das erste Ziel. Es geht gesittet zu da draußen – mit wenigen Zwischenfällen. Das Auto fühlt sich gut an, ich bin gespannt auf heute Abend.“

#30 – Porsche 911 GT3 R (Abbelen,Müller,Renauer,Preining)

15:46 Uhr / Thomas Preining: “Ich bin das erste Mal hier am Nürburgring bei 24h-Rennen und fühle mich immer wohler auf der Strecke. Das Auto fährt sich sehr gut, wir sind vom Setup dort, wo wir sein wollen. Nur ein paar Kleinigkeiten müssen noch optimiert werden, aber das haben wir im Griff. Ich hatte keine richtig gute Runde, weil ich in jeder Kurve ein Auto überholen musste. Aber es macht auf der Nordschleife einen Riesenspaß und ich freue mich auf das Rennen.“

#39 – Nissan GT-R Nissmo GT3 (Menzel,Liberati,Jöns,Vaxiviere)

15:32 Uhr / Nico Menzel: „Ich war mit gebrauchten Reifen draußen um das Auto zu checken. Nun geht es darum, dass Edoardo und Matthieu den Einzug ins Top-Qualifying herausfahren. Wir haben in der Pro-Am-Klasse gute Chancen.“

#122 – Opel Manta (Beckmann,Hass,Strycek,Schulten)

16:13 Uhr: In der SP3 dominiert der Beckmann-Manta weiter das Geschehen und führt mit neun Sekunden Vorsprung. Die Opel-Mannschaft ist die erfahrenste im gesamten Starterfeld. Alle vier zusammen haben jetzt 100 (!) Starts bei den ADAC 24h-Rennen auf dem Konto. Wir gratulieren!

#133 – Porsche Carrera (Akimenkov,Lethmate,Rivas,Selivanov)

16:02 Uhr: Mit Carlos Rivas führt aktuell der 42-jährige Luxemburger, der eigentlich im Porsche Carrera Cup Deutschland zu Hause ist, die Klasse V6 an. Gleichzeitig ist man auch der schnellste Serienwagen im Starterfeld.

#150 – BMW E90 325i (Magg,Stahlschmidt,Kowalski,Schambony)

15:29 Uhr: Wegen eines Getriebeschadens konnte die Mannschaft im ersten Qualifying keine Runde absolvieren. Das Getriebe wurde gewechselt und der Adrenalin-BMW hat nun auch den ersten Umlauf geschafft. Das Fahrzeug hatte übrigens gestern Morgen im RCN-Lauf die mit 19 Fahrzeugen stark besetzte Klasse V4 gewonnen. Auch dort gehörte Philipp Stahlschmidt zu den erfolgreichen Piloten.

#154 – BMW E90 325i (Gresek,Gresek,Lomas,Gusenbauer)

15:17 Uhr / Dale Lomas: „Philipp (Grsek) muss noch eine gezeitete Runde fahren, dann sind wir alle vier qualifiziert und haben unsere Pflichtrunden absolviert. Ich denke, auf eine einzelne Runde können wir nicht den Speed der Spitze in der Klasse mitgehen, aber wir versuchen problemlos durchzufahren. Wenn am Sonntag 100 Autos ins Ziel kommen, dann sind davon sicher keine 70 Autos ohne Probleme geblieben. Es geht einfach darum durchzukommen und zu überleben.“

#160 – Hyundai i30 N Fastback (Engstller,Engstler,Naumann,Byung Hyi Kang)

15:46 Uhr: Der Autobild Redakteur Guido Naumann steuert im Moment den Hyundai i30N Fastback, welcher Gestern nach dem frühen Unfall im Bereich Schwedenkreuz keine gewertete Runde absolvieren konnte.

#172 – Honda Civic (Fugel,Oestreich,Totz,Monteiro)

15:54 Uhr / Monteiro: „Das ist natürlich etwas anderes hier als gestern in der WTCR. Nicht zuletzt, weil es jetzt trocken ist. An diesem Wochenende fahre ich durch den Doppeleinsatz vier Rennen. Ich liebe diese Strecke einfach – egal mit welchem Auto. Im 24h-Rennen wollen wir vor allem ankommen und peilen ein Klassenpodium an.“

#911 – Porsche 911 GT3 R (Christensen,Estre,Vanthoor)

16:07 Uhr / Vanthoor: „Wir nehmen eine Setup-Änderung vor. das Qualifying 2 ist die letzte Gelegenheit vor dem Rennen, nochmal etwas zu probieren und anzupassen. Am Ende werde ich dann nochmal ins Auto steigen und die Vorbereitung auf meine Runden im Top-Qualifying übernehmen.“

Michael Küke gewinnt ADAC 24h-Classic-Rennen

Alljährlich warten die Liebhaber historischer Rennfahrzeuge ungeduldig auf ihr „Highlight“ im Rahmenprogramm des ADAC Total 24h-Rennens. Gemeint ist das ADAC 24h-Classic-Rennen, dass beim Eifel-Marathon mit dem größten Starterfeld des Wochenendes in ein 3-Stunden-Rennen über die legendäre Nürburgring-Nordschleife geht. „Auch ich schaue mir dieses Rennen immer wieder gerne an“, verrät Rennleiter Walter Hornung. Über 200 historische Tourenwagen und GT-Fahrzeuge aus der Youngtimer-Trophy und dem Dunlop FHR-Langstreckencup repräsentieren den Rennsport der 70er bis in die frühen 90er Jahre.

Nicht am Start ist diesmal allerdings der Zweitplatzierte des Vorjahres, Daniel Schrey, der sehnlichst auf die neue Abgasanlage für seinen Porsche 935 K1 wartet, die nicht rechtzeitig geliefert wurde. Da die bisher montierte Anlage vermutlich die zulässige Lautstärke von 130 dB überschritten hätte, ist Schrey erst gar nicht angereist.

Da mit Schrey auch der letztjährige Trainingsschnellste fehlte, sicherte sich im diesjährigen Qualifying mit dem Nettersheimer Christoph Breuer (#515) im Porsche 911 RSR ein anderer Vertreter der Zuffenhausener Sportwagen-Schmiede die Pole-Position.

Beim Start übernahm Christoph Breuer zunächst die Führung, dicht gefolgt von Patrick Simon (# 511) im Porsche RSR-IMSA Gr.5. Der TV-Moderator und Rennfahrer aus Wiesbaden fackelte allerdings nicht lange und überholte Christoph Breuer gleich nach dem Yokohama-S. Simon, der schon vor dem Start sagte, dass er dieses Rennen unbedingt gewinnen will, setzte sich sofort vom Feld ab und drehte zunächst an der Spitze einsam seine Runden.

Schon in der Anfangsphase gab es im Feld der über 200 Teilnehmer spektakuläre Duelle zu bestaunen, die zeigten, dass auch hier in allen Klassen mit viel Herzblut um den Klassensieg gekämpft wird. Im weiteren Rennverlauf schloss Christoph Breuer durch die zahlreichen Überrundungen im dichten Verkehr wieder zu Simon auf, der in der vierten Runde seine Führung an den Piloten der Scuderia Colonia verlor. Simon konterte jedoch direkt und stellte wenig später die alte Reihenfolge an der Spitze wieder her.

In Führung liegend kam Simon dann allerdings völlig unerwartet nach der sechsten Runde in langsamer Fahrt an die Box und stieg aus: „Ich wollte gerade auf die Nordschleife abbiegen, als das Gasgestänge gebrochen ist“, erklärte der Wiesbadener, dem die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben war. „Schade, es war bis dahin ein tolles Rennen, das ich sehr genossen habe, denn mein Auto war perfekt vorbereitet. “

Nach Simons Ausfall hieß der neue Spitzenreiter Dr. Eddy Althoff (#501) im Porsche Carrera RSR, dicht gefolgt von Michael Küke (#503) im Porsche 911 Carrera RSR und Dennis Busch (#502) im Porsche 911 RSR.

Für die zweite Rennhälfte hatte Profi-Pilot Jörg Müller den führenden Porsche von Dr. Eddy Althoff übernommen. Der Schweizer geigte sofort groß auf und lieferte sich mit Privatier Michael Küke ein spannendes und zu jeder Zeit fair geführtes Duell um die Spitze, bei dem die Führung mehrmals wechselte. Entschieden wurde der Zweikampf kurz vor Rennende durch eine für beide Seiten unglückliche Rennsituation.

„Nach der Adenauer Brücke fuhren wir dicht hintereinander den Berg hoch, als sich vor Küke ein Teilnehmer drehte und mitten auf der Strecke stehenblieb. Wir mussten beide stark bremsen, wobei ich Küke leicht ins Heck rutschte. Da dabei meine Frontschürze beschädigt wurde, musste ich die Box aufsuchen, um diese fixieren zu lassen. Damit war das Rennen entschieden. Letztendlich sind mein Teamkollege und ich froh noch Zweiter geworden zu sein“, sagte Müller.

Der Sieg ging somit an den Essener Michael Küke, der die 3-Stunden Distanz alleine bewältigte. „Ich fahre seit 2004 bei diesem Rennen mit und habe jetzt das erst Mal gewonnen“, strahlte der Sieger. „Durch einen defekten Tankdeckel hatte ich in der zweiten Rennhälfte Benzindämpfe im Auto, die natürlich unangenehm waren. Zum Glück hatte der kleine Auffahrunfall mit Jörg Müller keine größeren Folgen, denn als ich seine quietschenden Reifen hörte habe ich mich auf alles eingestellt“, sagte Küke. Das Podium wurde komplettiert durch die Brüder Marc und Dennis Busch, die auf Platz drei landeten.

Stimmen Pre-Event-PK

Jörg Bergmeister (Porsche), Christopher Haase (Audi), Philipp Eng (BMW) und Maximilian Götz (Mercedes AMG) blicken voraus auf das ADAC TOTAL 24h-Rennen 2019 und berichten von ihren ersten Metern im freien Training.   

Jörg Bergmeister # 44 Falken Motorsport Porsche 911 GT3 R 

 „Bei Falken werden die Reifen exklusiv für den Porsche entwickelt. Das kann zum Teil ein Vorteil, aber vielleicht auch ein Nachteil sein, weil wir keine Vergleichsmöglichkeiten mit anderen Porsche-Fahrzeugen haben. Aber ich habe für dieses Rennen ein gutes Gefühl, dass wir besser aussehen als bisher, vorausgesetzt es bleibt trocken. Wir wünschen uns jedenfalls für das Rennen 25 -30 Grad Außentemperatur und das möglichst konstant über die ganze Distanz“, lacht Bergmeister. „Grundsätzlich sind die Chancen zu gewinnen für alle Werke vorhanden, denn die BOP sorgt für ein ausgeglichenes Feld. Ich drücke natürlich in erster Linie Porsche die Daumen. Die Atmosphäre hier entlang der Nordschleife ist sehr speziell und nicht mit Le Mans zu vergleichen. Mein Tipp für die Pole heißt natürlich Klaus Bachler, denn er fährt auf unserem Auto die Top-Qualifying Runde. Obwohl ich von Le Mans noch ein leichtes Schlafdefizit habe, freue ich mich sehr auf das Rennen“, sagt der Langenfelder.   

Christopher Haase / # 14 Audi Sport Team Car Collection Audi R8 LMS / # 29 Audi Sport Team Land 

„Ich bin 3 Runden auf Slicks gefahren. In der ersten Runde kam ich am Flugplatz hoch und auf einmal wurde es nass, da dachte ich schon: hui jetzt solltest du vielleicht besser bremsen. Später im Bereich Metzgesfeld wurde es dann wieder trocken, aber genau sowas macht den Nürburgring mit der Nordschleife aus. Du fährst bei Sonnenschein los, kommst ein paar Kilometer später in die Regenwolke. Da merkt man, wieso die Strecke auch grüne Hölle genannt wird. In der dritten Runde war dann wirklich schwerer Regen und so habe ich mich dann entschieden doch lieber an die Box zu fahren. So haben wir in einer Session eigentlich alles erlebt was am Wochenende so kommen kann und ich denke wir sind somit gut vorbereitet. 

Ich trete hier mit Audi Motorsport Team Land und mit Audi Sport Team Car Collection gleich mit zwei Teams an. Klar hat Land hier schon einmal gewonnen, aber beide Teams sind super professionell und erfahren, was der größte Baustein hier zum Erfolg ist. Für mich selbst ist es aber keine große Umstellung. Es sind beides Audi R8, die Reifen sind gleich, das Cockpit ist gleich, so brauche ich nur mein Inlay in den Sitz zu legen und los geht’s. Meinen Fahrerkollegen bei Car Collection haben alle schon hier gewonnen und zusammen siegten wir bei den 24h von Dubai.  

Eine zusätzliche Motivation sich für das TOP-Qualifying zu qualifizieren ist natürlich, dass man dann freie Runden auf der Strecke hat. Ich glaube jeder Rennfahrer träumt davon, mal frei über die Nordschleife fahren zu dürfen und dann auch noch Qualifying-Runden, in denen man das Auto komplett am Limit bewegt. Einfach ein Traum!“  

Philipp Eng / # 98 Rowe Racing BMW M6 GT3 

„Die großen Werke liefern sich hier alle ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Im Vorfeld ist hier keiner abgeschrieben“, erklärt Philipp Eng, der schon diverse Einsätze in DTM, Le Mans und jetzt beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring absolviert hat. Sein Arbeitgeber BMW gilt als einer der Topfavoriten. „Es geht darum, keine Fehler zu machen. Wir haben im Gesamten ein gutes Paket. Unser BMW M6 GT3 ist bereits seit 2016 im Rennbetrieb. Wir Fahrer kennen also das Auto. Jedoch bin ich Berufspessimist. Ich will hier ganz klar gewinnen, wie alle anderen auch. Beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring zu gewinnen, wäre ein Riesentraum, der somit endlich in Erfüllung geht. Aber 24 Stunden sind lang und es kann so viel passieren – gerade auf der Nordschleife. Nirgendwo sonst fährt man in einer Runde durch verschiedene Klimazonen.“ 

Positiv bewertet Philipp Eng das neue Top-Qualifying Format. „Zuerst möchte ich mich beim Team bedanken. Wir haben die Qualifizierung geschafft. Jetzt ist es wichtig, ganz vorne mitzufahren. Ein deutliches Zeichen ist dort immer die blaue Lampe. Ich finde das neue Quali-Format super. Ich finde es cool, weil der Verkehr etwas rausgenommen wird. Ganz klar ist aber, ich freue mich schon auf das Qualifying morgen und bin gespannt, wie das abläuft. Als Fahrer ist der Ansporn da in allen neun Sektoren der Schnellste zu sein. Ich darf mir keine Fehler leisten und dann kommt hoffentlich das Beste dabei heraus.  

Maximilan Götz / #48 Mercedes AMG Team Mann Filter 

Maximilian Götz steckt die Marschrichtung für das 24h-Rennen klar ab: „Man muss schon in der Lead Position bleiben und sein. Auch wenn das Rennen meistens erst in der letzten Stunde entschieden wird. Aber wenn du natürlich lange hinterhergefahren bist ist es schwer dir die Position wieder zurück zu erkämpfen. Demnach hoffen wir auch, dass die Wettervorhersage für morgen etwas konstanter und besser ist.“  

Für das Mercedes AMG Team Mann Filter geht es im Qualifying noch um alles. „Wir müssen uns noch qualifizieren, also es gibt ja nur noch drei Plätze und ich glaube acht Autos wollen noch die Top-30 erreichen. Vielleicht werde ich die Runde fahren, vielleicht aber auch der Raffaele… wir haben das aber noch nicht fix entschieden. Aber ich glaube egal wer von uns vier fährt, von uns kann das jeder. Im Endeffekt müssen wir auch gucken wie sich das Wetter entwickelt, es ist immer noch Regen gemeldet. Da kann jetzt so viel reinspielen, auch so viel Glück… Wir hoffen aufs Beste!“  

„Die neue Top-Qualifying Methode ist wirklich fairer, es gibt neun Sektoren und da muss man gucken, dass man fünf bis sechs Runden gut fährt, denn es zählt der Schnitt. Es ist spannend, ein neues Format und ich finde es super! Vor allem für alle die jetzt noch nicht qualifiziert sind ist es mit dem neuen Modus besonders spannend. Es muss Attacke gemacht werden im Qualifying! Die letzten Jahre waren etwas schwer für uns bei Mercedes AMG, von Wetterkapriolen über generell unglückliche Umstände für uns alle. Aber ich denke im Endeffekt können theoretisch alle gewinnen.  

Ich sehe uns auch mit dabei als Tipp für das Qualifying, aber auch Lexus und Ferrari waren stark beim letzten Mal. Diese Exoten kann man schwerer einschätze, könnte aber sein das einer von denen sehr gut abschneidet. Wir geben aber auch alles, um nach vorn zu kommen!“  

NITRO mit Marathonsendung: Über 25 Stunden nonstop live

Auch in Sachen Medienresonanz erreicht das 24h-Rennen der Welt Spitzenwerte. Dafür sorgt in diesem Jahr nicht zuletzt auch Free-TV-Partner NITRO. Der Sender unter dem Dach der Kölner Mediengruppe RTL wird am Rennwochenende umfangreich berichten und überträgt das 24h-Rennen in kompletter Länge live.

NITRO mit Marathonsendung: Über 25 Stunden nonstop live
Free-TV-Partner NITRO bietet ein beeindruckendes Team auf, das vom 24h-Rennen berichtet. Kein Wunder, hat sich der Sender doch erneut eine Mammutaufgabe gestellt: Zwischen Freitag und Sonntag sendet NITRO mehr als 28 Stunden über die 24h am Nürburgring, alleine die gigantische, durchgehende Liveübertragung von Samstag, 14:40 Uhr bis Sonntag, 16:00 Uhr bedeutet einen Sendemarathon von über 25 Stunden. Moderator der Sendung ist Ex-MotoGP-Pilot und 24h-Fahrer Alex Hofmann (37), dem mit dem 23-fachen 24h-Teilnehmer Dirk Adorf ein Top-Experte zur Seite steht. Am Mikrofon sitzen Peter Reichert (RTL Sportreporter, n-tv-Kommentator) und Roland Hofmann (RTL-Report, Rallye- und Tourenwagen-Kommentator) als Kommentatoren. Auch im restlichen Team ist viel Motorsport- und Kameraerfahrung vertreten: Lina van de Mars (Moderatorin, Mechatronikerin, Rennfahrerin), Eve Scheer (Moderatorin, Schauspielerin, Rennfahrerin), die RTL-Sportreporter Felix Görner, Anna Nentwig und Alex Schropp, Nico Holter (n-tv-Sportmoderator) und die Sportreporter Jakob Passlick und Felix Kohler. „Im mittlerweile vierten Jahr der Partnerschaft hat unser Team natürlich – im positiven Sinne gesehen – eine gewisse Routine entwickelt“, erklärt RTL-Sprecher Matthias Bolhöfer. „Aber das 24h-Rennen ist natürlich ein dickes Brett. Auch in diesem Jahr haben wir uns etwas Besonderes ausgedacht und einen Kollegen als Mechaniker ausbilden lassen. Er wird das ganze Wochenende in einem der kleinen Teams mitarbeiten und darüber aus erster Hand berichten.“ Und auch TV-Experte und Rennfahrer Dirk Adorf wird für besondere TV-Momente sorgen: „Ich moderiere wieder aus dem fahrenden Rennauto heraus“, sagt er. „Das ist eine echte Herausforderung, denn in meinem Pixum-BMW M4 GT4 muss man die ganze Zeit hellwach sein und den Verkehr auf der Strecke im Auge haben.“

Sendezeiten NITRO

Fr., 21.06.18:30 – 20:15 UhrZusammenfassung: Qualifyings 1 und 2 sowie

Top-Qualifying live (19:00 – 19:40 Uhr)
Sa., 22.06.13:45 UhrDokumentation „Die 24 Stunden vom Nürburgring

Das größte Autorennen der Welt“
Sa., 22.06.14:40 UhrBeginn der Live-Übertragung, Rennstart: 15:30 h
So., 23.06.16:00 UhrEnde der Live-Übertragung

Aufwändige Live-Produktion
Die TV-Produktion für das 24h-Rennen nimmt beeindruckende Ausmaße an – nur logisch beim längsten Rennen auf der längsten Rennstrecke der Welt: 200 Mitglieder hat das Produktionsteam, das das Geschehen mit 40 Live-Kameras aufnimmt. Alleine 29 Kamerapositionen rund um die Strecke, zehn Onboards und eine Helikopter-Kamera fangen die Action auf der Nordschleife ein. Über dem Nürburgring sind während des Rennens zwei Flugzeuge als Relaisstationen abwechselnd im Einsatz, die in acht Kilometer Höhe Kreisen, um die Onboardbilder von jedem Winkel der Strecke aus zu empfangen. In zwei Ü-Wagen werden alle Bilder schließlich zu den Endsignalen zusammengefügt, die von hier aus in alle Welt ausgestrahlt werden. Vermarktungspartner Sporttotal vermittelte die Bilder bereits im vergangenen Jahr nicht nur an den deutschen Live-Partner NITRO. Insgesamt übertrugen 31 TV-Sender aus aller Welt live aus der Eifel. Insgesamt 273 Sender übernahmen Bilder vom 24h-Rennen, das damit zum internationalen TV-Ereignis wurde.

Tipps für Fans (2)

Im zweiten Teil der Tipps für Fans stellen wir vor, was am Freitag und Samstag beim 24h-Rennen für Fans geboten wird. Denn neben dem großartigen Motorsport auf der schönsten Rennstrecke der Welt gibt es jede Menge zu entdecken im Grand-Prix- und im historischen Fahrerlager, im ring°boulevard oder in der Müllenbachschleife. Am Samstag haben Zuschauer am Ring geradezu die Qual der Wahl, denn vor dem Start zum 24h-Klassiker wird einiges geboten!

>> Alle Infos zum Programm, Fan-Zeitpläne und Überblick über die Aktivitäten gibt es auf der Seite Tipps für Fans (klicken Sie, um zur Seite zu gelangen) <<

Freitag: Volles Programm auf und neben der Strecke
Auch am Freitag wird es vor allem ab Nachmittag spannend. So können Besucher in aller Ruhe das dreistündige Rennen der historischen Fahrzeuge der ADAC 24h-Classic genießen, bevor sich im zweiten Qualifying des 24h-Rennens (ab 14:55 Uhr) die endgültige Vergabe der Startplätze im Top-Qualifying entscheidet. Die Startreihenfolge für das Einzelzeitfahren um die Pole Position wird ab 18:00 Uhr im Parc-Fermé-Bereich (an der Technischen Abnahme im Grand-Prix-Fahrerlager) öffentlich ausgelost. Die Piloten, die später um die Bestzeit fahren, ziehen dabei selbst ihren Platz im Top-Qualifying aus dem Lostopf. Parallel geht es actionreich in den Abend: Um 17:30 Uhr findet das erste Rennen der WTCR statt, um 19:00 Uhr wird die Pole Position für das 24h-Rennen im Top-Qualifying bestimmt. Abends sorgt die Falken Drift Show in der Müllenbachschleife (ab 19:50 Uhr) für Entertainment. Anschließend geht die Party nebenan beim DSK weiter: Im Festzelt sorgt die Band „Skybagg“ für Stimmung. Der Eintritt ist traditionell kostenlos. Ebenso attraktiv ist am Freitagabend der Besuch des Grand-Prix-Fahrerlagers. Denn ab 19:55 Uhr öffnet sich die Boxengasse für den Pit-Walk.

Samstag: Keine Langeweile vor dem Start zum 24h-Rennen
Bevor es am Samstag um 15:30 Uhr in das 24h-Rennen geht, bekommen die Besucher am Nürburgring jede Menge geboten. Natürlich sind da die Rennen des Audi Sport Seyffahrt R8 LMS Cups und die beiden Läufe der FIA WTCR, die nach dem Warm-up des 24h-Rennens stattfinden. Die anschließenden zweieinhalb Stunden gehören dann der Show. Im Start/Ziel-Bereich gibt es ab 13:30 Uhr die Startaufstellung, während der viel geschieht: Rapper und Rennfahrer Smudo legt höchstpersönlich die Musik auf (14:15 bis 14:45 Uhr), um einzustimmen auf die Übergabe des Glickenhaus-Pokals für den schnellsten Piloten des Top-Qualifyings (14:45 Uhr). Vor der Startaufstellung sorgt gleichzeitig Chris Rid mit seiner Stuntriding-Show für Unterhaltung. Parallel dazu gibt es auf der Nordschleife eine ganze Reihe von Fahrzeug-Korsos – darunter einen Sonderkorso mit sechs Toyota Supra. Um 15:00 Uhr startet dann der spektakuläre Volkswagen ID.R Pikes Peak zu einer Ehrenrunde rund um die Nordschleife, mit dem Romain Dumas Anfang Juni den Nordschleifenrekord für emissionsfreie Fahrzeuge pulverisierte. Außerdem geht dann ein Prototyp des Mini JCW GP sowie der erste vom DMSB zugelassene Rennwagen ohne Lenksäule auf die Reise: Der von Schaeffler Paravan Technologie und Phoenix Racing gebaute Audi R8 LMS GT3 verfügt über ein Steer-by-Wire-System, das ohne mechanische Verbindung zwischen Lenkrad und Achse auskommt.

Guide: Was ist wo beim 24h-Rennen?

Fan-Arena im Historischen Fahrerlager
Von Donnerstag bis Sonntag wechseln sich hier die Show-Acts ab. Geboten werden die Drifttaxis von Falken, Stuntriding-Shows mit Chris Rid und Demos im Sport-Holzfällen. Danny Mahr zeigt dabei, was hinter Stihl Timbersports steckt.

Fahrerlager
Highlights sind hier der Audi Sport Campus (Helipad), wo jede Menge geboten wird – Freitag und Samstag inklusive Sundowner-Sessions mit DJ. Gleich nebenan steht das Ravenol-Riesenrad (geöffnet Donnerstag bis Sonntag jeweils ab 12:00 Uhr). Auch die Mercedes-AMG Fan Base ist den Besuch werden, sie öffnet Freitag (ab 9:00 Uhr), Samstag und Sonntag (jeweils ab 8:00 Uhr). Hinter „Bembel with Care“ steckt der neue Sektpartner des ADAC TOTAL 24h-Rennens, der im Fahrerlager und am Schwalbenschwanz vertreten ist.

Ring°boulevard
Auf der Fan-Meile auf dem Ring-Boulevard präsentieren während der Veranstaltungstage Automobilhersteller, Partner und andere Unternehmen mit ihren Angeboten. Überall gibt es etwas zu sehen, oft etwas zu gewinnen, noch häufiger etwas zu erleben – und natürlich gibt es hier auch ein reichhaltiges Catering. Highlights: Sim Racing bei Gran Turismo, Gewinnspiele bei TOTAL, Fahrsimulator und viele weitere Fan-Angebote bei Hyundai, Animation bei BMW (Freitagnachmittag mit Live-DJ!), 1:1-Modelle Bugatti Chiron und Porsche 911 RSR bei LEGO. Auf der Freifläche vor dem info°center: DEKRA mit Überschlagsimulator und Infostand. Aussteller in alphabetischer Reihenfolge: 24h-Fankollektion, ADAC, BMW, ATS, ck modelcars, DEKRA (Freifläche vor dem info°center), Eibach, Fahrsicherheitszentrum Nürburgring, Falken, Gran Turismo, Hyundai, LEGO, Nissan, Porsche, Recaro, SWR, Toyota / Lexus, Volkswagen.

Müllenbachschleife
DSK-Zelt mit Bewirtung, Infoservice und Animation, geöffnet von Mittwoch bis Sonntag. Highlight: Party am Freitagabend im Anschluss an die Falken Drift Show. Während des Wochenendes dann immer wieder Talk- und Inforunden. Ausgangspunkt für die Bus-Shuttles rund um die Nordschleife (Abfahrt jeweils halbstündlich).

Tipps für Fans

Typisch 24h-Rennen: Beim Höhepunkt der Nordschleifensaison gibt es nicht nur auf der Strecke viel zu sehen – auch abseits der Piste erwartet die Besucher ein riesiges Angebot. Am Mittwoch locken das Charity-Fußballturnier in der ring°arena sowie der Adenauer Racing Day. Am Donnerstag findet die offizielle 24h-Autogrammstunde statt und am Freitagabend geht es mit dem ersten WTCR-Rennen, dem Top-Qualifying , dem Pitwalk sowie der Falken Drift Show in der Müllenbachschleife Schlag auf Schlag. Der Bummel durch das Fahrerlager ist ohnehin Pflichtprogramm, denn hier sind nicht nur die Rennteams zu sehen. Der Audi Campus und die Mercedes-AMG Fanbase sind ebenso Zuschauermagneten wie das große Ravenol-Riesenrad. Im historischen Fahrerlager gibt es in der Fan-Arena die Shows der Falken-Drifter, Motorrad-Stunts und die Vorführungen im Sport-Holzfällen mit Stihl Timbersports. Hier der erste Teil unserer Tipps für Fans!

>> Alle Infos zum Programm, Fan-Zeitpläne und Überblick über die Aktivitäten gibt es auf der Seite Tipps für Fans (klicken Sie, um zur Seite zu gelangen) <<

 

Prolog: Neues Charity-Fußballturnier am Mittwoch
Für die treuesten Fans des ADAC TOTAL 24h-Rennens gehört die frühe Anreise zum Ring dazu. Bereits am Sonntag vor dem Rennen machen sich die ersten traditionell auf die Reise. Wer durch das Ahrtal anreist, sollte diesmal im Blick haben, dass die Tour de Ahrtal für Verkehrsbehinderungen sorgt (Infos unter www.Tour-de-Ahrtal.de). Ab Montagmorgen (17. Juni, 8:00 Uhr) werden dann die Bedarfscampingplätze rund um die Strecke geöffnet. Traditionell wird am Mittwoch der Startschuss für das Wochenende. Und der fällt diesmal gleich doppelt. Ab 9:30 Uhr rollt der Fußball in der ring°arena beim One World Charity Cup. Das Hallenfußballturnier für Mannschaften aus Fans und Fahrern läuft den ganzen Tag, der Eintritt ist frei. Die Zuschauer sind eingeladen für die Lukas-Podolski-Stiftung zu spenden, für die der Reinerlös bestimmt ist. Übrigens ist der Zeitplan so terminiert, dass die entscheidenden Spiele erst am späten Nachmittag im Anschluss an den parallel stattfindenden Adenauer Racing Day stattfinden. Die Mannschaft der Rennfahrer ist dabei für das Halbfinale gesetzt. Das Turnier, das bis 20:45 Uhr angesetzt ist, verspricht einen stimmungsvollen Auftakt. Der wird um so schöner, als am Nachmittag der traditionelle Racing Day im nahen Adenau stattfindet. Auf dem Marktplatz läuft das Programm ab 16:00 Uhr, zunächst mit einer Autogrammstunde der WTCR-Piloten. Anschließend wird der Korso der 24h-Rennwagen erwartet, die über die Nordschleife bis Adenau fahren. Bis 18:30 Uhr geht es dann weiter mit der Team-Präsentation, Autogrammstunde und Spaß mit Stihl-Timbersports-Demonstrationen. Für die Fans an der Nordschleife gibt es übrigens einen besonderen Service: Von 14:30 bis 19:00 Uhr sind halbstündlich Pendelbusse auf den bekannten DSK-Shuttlerouten im Einsatz und bieten den Zuschauern damit eine bequeme Möglichkeit, nach Adenau zu kommen.

Donnerstag: Offizielle Autogrammstunde und Racing, Racing, Racing!
Mit der Leistungsprüfung der RCN beginnt am Donnerstagvormittag das motorsportliche Programm am Nürburgring. Richtig spannend wird es vor allem am Nachmittag, denn dann geht es in FIA WTCR, ADAC 24h-Classic und ADAC TOTAL 24h-Rennen in die Qualifyings. Die typische Festivalstimmung rund um die Nordschleife kommt besonders beim ersten 24h-Qualifying am Abend auf, das bis 23:30 Uhr führt. Am Nachmittag ist die offizielle Autogrammstunde für das 24h-Rennen außerdem eine gute Gelegenheit für den Besuch im ring°boulevard. Von 17:00 – 18:30 Uhr gibt es auf der ADAC-Bühne viele Stars hautnah zu erleben.

Ab Donnerstag geöffnet: Fan-Meile und Fan-Arena
Und auch sonst ist diese Fan-Meile den Besuch wert. Ein Publikumsmagnet wird etwa der Lego-Stand sein. Hier gibt es ein 1:1-Modell des Bugatti Chiron zu bestaunen, das aus mehr als einer Millionen Lego-Technic-Elementen zusammengebaut wurde. Auch ein Porsche 911 RSR aus Lego-Steinen ist ausgestellt, in dem etwa 350.000 Steine verbaut wurden. Gran Turismo zeigt die Faszination des Simracing und trägt am Ring während des gesamten Wochenendes Wettbewerbe in drei Rennserien aus. Große Standflächen von BMW, Hyundai, Porsche, Toyota / Lexus, Volkswagen und vielen anderen laden zum Entdecken ein. Titelsponsor TOTAL bietet Gewinnspiele, und, und, und: Hingehen und entdecken heißt die Devise! Auch die Fan-Arena im historischen Fahrerlager ist am Donnerstag ab 11:00 Uhr geöffnet. Hier gibt es bis Sonntagnachmittag abwechselnd die Drift Taxis von Falken sowie tolle Show-Elemente. So etwa Danny Mahr, der den Fans das Sportholzfällen im Rahmen von Stihl Timbersport vorstellt. Spätestens, wenn die Kettensäge dafür sorgt, dass die „Chips“ mit 24h-Logo fallen, ist die Begeisterung groß. Denn diese Baumscheiben sind inzwischen ein begehrtes Souvenir geworden. Immer wieder ist außerdem Chris Rid zu sehen, der mit spektakulären Motorrad-Stunts für Adrenalinschübe sorgt. Das Programm in der Fan-Arena wird in diesem Jahr übrigens während der Startaufstellung und dem Rennstart zum 24h-Rennen unterbrochen.

Appetit bekommen? Das weitere Wochenend-Programm stellen wir in einer zweiten News vor!

Top-Qualifying: Die ersten Teilnehmer stehen fest

Nach dem Nennungsschluss begann für die Reglementsexperten des ADAC Nordrhein ein bislang unbekannter Prozess: Erstmals wurden in diesem Jahr aus einer Flut von Daten jene Teams herausgefiltert, die sich bereits vor dem ADAC TOTAL 24h-Rennen für das Top-Qualifying qualifiziert haben. Nach einer Regeländerung im Winter gelten für dieses Stechen um die vorderen Startpositionen nämlich neue Regeln. Aus allen Ergebnissen des 24h-Qualirennens sowie der 2019 bislang ausgetragenen VLN-Läufe wurden theoretische Rundenzeiten bestimmt, die einen fairen und für die Teams transparenten Vergleich zwischen den Teilnehmern ermöglichen. 17 von Ihnen qualifizierten sich auf diese Weise für das Top-Qualifying, weitere 19 Teams haben im ersten und zweiten Qualifying des 24h-Rennens die Chance, sich ihren Startplatz zu sichern.

Zu den qualifizierten Teams gehören die Vorjahressieger von Manthey (Porsche) und mit Walkenhorst Motorsport auch die Sieger des 24h-Qualirennens (BMW). Insgesamt je fünf Porsche und BMW, drei Audi und zwei Mercedes-AMG werden mit Sicherheit um die Pole kämpfen. Hinzu kommt der SCG003C der Scuderia Glickenhaus sowie ein Nissan GT-R von Kondo Racing. „Wir werten wirklich sehr viele Daten aus“, verrät Rennleiter Walter Hornung, der bereits einen Erfolg für das neue System herausstellen kann: „Die Teams und Hersteller müssen durch das neue System von Beginn an ihr wahres Leistungspotenzial zeigen.“ Warum das so ist, berichtet Black-Falcon-Pilot Maro Engel, dessen Mercedes-AMG GT3 zum Kreis der qualifizierten Fahrzeuge gehört. „Das Top Qualifying ist wahnsinnig wichtig. Man kann nicht darauf spekulieren, dass man bei einem Langstreckenrennen ja von hinten losfahren kann und die Plätze schon gutmachen wird. Da verliert man ganz schnell schon im ersten Stint dreißig Sekunden oder gar eine Minute – und das ist kaum wieder reinzuholen. Das Ziel muss also sein, ins Top-Qualifying zu kommen und sich dort möglichst weit vorne zu platzieren. Das haben die vergangenen Jahre immer wieder gezeigt: Wenn man von da vorne startet, dann hat man gute Karten.“ Wer diese Chance sicher haben wird und wer sich noch qualifizieren kann, das sagt die folgende Tabelle:

Teilnehmerliste Top-Qualifying
(Stand nach 24h-Qualirennen)
#NoBewerberFahrzeugKlasse
Kategorie
198Rowe RacingBMW
M6 GT3
SP9
PRO
2101Walkenhorst
Motorsport
BMW
M6 GT3
SP9
PRO
342BMW Team
Schnitzer
BMW
M6 GT3
SP9
PRO
41Manthey-RacingPorsche
911 GT3 R
SP9
PRO
5911Manthey-RacingPorsche
911 GT3 R
SP9
PRO
62Mercedes-AMG Team
Black Falcon
Mercedes-AMG
GT3
SP9
PRO
74Audi Sport Team
Phoenix
Audi
R8 LMS
SP9
PRO
899Rowe RacingBMW
M6 GT3
SP9
PRO
9100Walkenhorst
Motorsport
BMW
M6 GT3
SP9 Pro-Am
PRO-AM
1045Kondo RacingNissan GT-R
Nissmo GT3
SP9
PRO
1131Frikadelli Racing TeamPorsche
911 GT3 R
SP9
PRO
12705Scuderia Cameron
Glickenhaus LLC
SCG003CSP-X
PRO
1312Manthey-RacingPorsche
911 GT3 R
SP9 Pro-Am
PRO-AM
145Phoenix RacingAudi
R8 LMS
SP9
PRO
1529Audi Sport Team
Land
Audi
R8 LMS
SP9
PRO
163Mercedes-AMG Team
Black Falcon
Mercedes-AMG
GT3
SP9
PRO
1744Falken MotorsportsPorsche
911 GT3 R
SP9
PRO
Liste der weiteren Teams mit der Möglichkeit zur Teilnahme am Top-Qualifying
(Stand nach Nennungsschluss)
#NoBewerberFahrzeugKlasse
Kategorie
6Mercedes-AMG Team
Black Falcon
Mercedes-AMG
GT3
SP9 Pro-Am
PRO-AM
7Konrad Motorsport
GmbH
Lamborghini
Huracan GT3 Evo
SP9
PRO
8IronForce
by Ring Police
Porsche
911 GT3 R
SP9
PRO
11Wochenspiegel
Team Monschau
Ferrari
488 GT3
SP9 Pro-Am
PRO-AM
14Audi Sport Team
Car Collection
Audi
R8 LMS
SP9
PRO
15Car Collectoin
Motorsport
Audi
R8 LMS
SP9 Pro-Am
PRO-AM
16GeSpeed PerformanceMercedes-AMG
GT3
SP9
PRO
17GeSpeed PerformanceMercedes-AMG
GT3
SP9 Pro-Am
PRO-AM
18GeSpeed PerformanceMercedes-AMG
GT3
SP9
PRO
19Bandoh Racing
with Novel Racing
Lexus
RC F GT3
SP9 Pro-Am
PRO-AM
22Wochenspiegel
Team Monschau
Ferrari
488 GT3
SP9 Pro-Am
PRO-AM
30Frikadelli Racing TeamPorsche
911 GT3 R
SP9
PRO
33Falken MotorsportsBMW
M6 GT3
SP9
PRO
38KCMGNissan GT-R
Nissmo GT3
SP9 Pro-Am
PRO-AM
39KCMGNissan GT-R
Nissmo GT3
SP9 Pro-Am
PRO-AM
48Mercedes-AMG Team
Mann Filter
Mercedes-AMG
GT3
SP9
PRO
50Team Speedline
Racing
BMW
Z4 GT3
SP9 Pro-Am
PRO-AM
55Octane 126Ferrari
488 GT3
SP9
PRO
56Toyota Gazoo RacingLexus LCSP9 Pro-Am
PRO-AM

Der spannende Kampf um die Glickenhaus-Trophy
Auch in diesem Jahr wird der Pole-Sitter beim 24h-Rennen mit der Glickenhaus-Trophy belohnt. Dieser heiß begehrte Wanderpokal für den schnellsten Nordschleifen-Piloten sowie die Aussicht auf den besten Startplatz beflügelt viele Piloten. Und noch etwas könnte im ersten und zweiten Qualifying des 24h-Rennens den Piloten eine Zusatz-Motivation verleihen. „Jeder Fahrer freut sich, wenn er das Top-Qualifying fahren kann“, verrät Sven Müller, der in diesem Jahr für Frikadelli Racing antritt. Der Porsche-Werkspilot war im vergangenen Jahr im Falken-Porsche der Zweitschnellste im Top-Qualifying und erinnert sich an die Erfolgsfaktoren: „Zum einen muss das Team einem ein richtig gutes Auto hinstellen, was Falken Motorsports vergangenes Jahr gelungen ist. Und dann muss man alles geben. Die Runde war wohl die härteste Runde meines Lebens auf der Nordschleife. Ich habe gefühlt nur zwei Mal geatmet, weil man in jeder Kurve über dem Limit fahren muss, um auch wirklich eine gute Rundenzeit zusammenzubekommen. Aber man ist natürlich auch stolz und hat riesigen Spaß – denn in diesem Moment hat man die Nordschleife einmal ganz für sich ohne Verkehr und kann die maximal acht Minuten puschen.“