Die Startfahrer

Partystimmung in der Müllenbachschleife

Die Müllenbachschleife war am Freitagabend für die Fans des ADAC Zurich 24h-Rennens traditionell Anlaufpunkt Nummer eins. Zahlreich fanden sich die Rennbesucher am tiefsten Punkt des Grand-Prix-Kurses ein, um bei der Falken Drift Show, dem Red Bull Freestyle und bei Livemusik im DSK Zelt ordentlich für Stimmung zu sorgen.

Im Anschluss an das Top-30-Qualifying machte die Falken Drift Show den Anfang. Unter anderem sorgte das hauseigene Drift-Team des japanischen Reifenherstellers sorgte für Furore. Die Quertreiber rund um Remo Niezen, Rohan van Riel und Rick van Goethem begeisterten das Publikum mit gewagten Driftwinkeln. Wenn gleich mehrere Fahrzeuge im Formationsflug durch die 180-Grad-Kurve flogen, dann hielt es niemanden auf seinem Sitz.

Als sich die Rauchschwaden der Drift-Show gelegt hatten, schlug die Stunde von Trial-Ass Julien Dupont sowie den Freestylern Luc Ackermann, Petr Pilát und Davide Rossi. Mit waghalsigen Flugmanövern heizten die Zweirad-Akrobaten den Fans mächtig ein. „Der Nürburgring ist echt ein Highlight“, sagte der Franzose Dupont. „Hier sind massenweise Fans, Autos und einfach packender Sport. Yvan Müller kommt aus meiner Heimatstadt Lion – ihm drücke ich für das WTCC-Rennen besonders die Daumen.“

Im Anschluss an die Drift- und Freestyle-Show startete die große Party im DSK-Zelt. Die Band ‚Skybagg’ aus der Eifel brachte mit ihrem abwechslungsreichen Repertoire schnell die Partygäste zum Tanzen. „Jahr für Jahr ist die DSK-Party am Freitagabend ein wichtiger Programmpunkt für die Fans“, sagte DSK-Präsident Dr. Karl Friedrich Ziegahn. „Sie bildet nicht nur den krönenden Abschluss eines langen Trainingstages, sondern ist gleichermaßen Einstimmung auf die Party, die an den folgenden zwei Tagen rund um die Nordschleife stattfindet.“

Großes Star-Aufgebot auf der Nordschleife

Ein halbes DTM-Feld, alte Hasen und die zweite Generation großer Namen, dazu ein paar Rekordjäger und Seitenwechsler – das Starterfeld des 44. ADAC Zurich 24h-Rennens liest sich wie ein „Who is who“ des Motorsports. Unter den rund 600 Fahrern, die sich dem Abenteuer „Grüne Hölle“ stellen, sind viele Piloten, die den Fans eigentlich aus anderen Rennserien bestens bekannt sind.

Seit die großen Hersteller Audi, BMW und Mercedes-Benz auch den Gewinn des 24h-Rennens als ein großes Saisonziel ausgegeben haben, sind die DTM-Piloten ein großer und wichtiger Teil des Teilnehmerfeldes. In diesem Jahr ist das halbe DTM-Feld in der Eifel im Einsatz. Während BMW-Pilot Timo Glock „nur“ als Experte beim neuen Fernsehpartner RTL NITRO rund um die Uhr im Einsatz ist und Mercedes-Mann Dani Juncadella lediglich das 24h-Classic-Rennen absolvierte, sitzen elf ihrer insgesamt 22 Kollegen auch beim Hauptevent im Auto.

BMW hat zahlenmäßig die Nase vorn
Dabei hat BMW zahlenmäßig die Nase vorn. Insgesamt fünf Piloten haben die Münchner für den 24h-Dienst abgestellt. Augusto Farfus, der 2010 als erster Brasilianer überhaupt den Eifel-Marathon schon einmal gewonnen hatte, ist zusammen mit Marco Wittmann mit dem BMW M6 GT3 mit der #18 für Schubert Motorsport unterwegs, Martin Tomczyk sitzt im Schwesterauto mit der Jubiläumsnummer 100. Der Belgier Maxime Martin, im vorigen Jahr nach 24 Stunden nur um 40 Sekunden geschlagen, nimmt bei Rowe Racing einen neuen Anlauf auf seinen ersten Gesamtsieg, der Brite Tom Blomqvist absolviert sein erstes 24h-Rennen bei Walkenhorst.

Audi hat zwar nur vier Piloten im Einsatz, von denen aber allein der Italiener Edoardo Mortara aus dem Phoenix-Audi #5 beim 24h-Rennen noch nicht ganz oben auf dem Siegertreppechen stand. Der Schweizer Nico Müller geht als Vorjahressieger für das Audi Sport Team WRT im Audi R8 LMS mit der #1 ins Rennen. Die beiden früheren DTM-Champions Timo Scheider (Sieger 2003) und Mike Rockenfeller (Sieger 2006) sitzen beide im Land-Audi mit der #28. Mercedes-Pilot Maximilian Götz ist sogar auf zwei Autos im Einsatz und gibt in den beiden Haribo-Mercedes AMG GT3 mit der #8 und der #88 Gas. Sein Kollege Christian Vietoris geht auf dem HTP-Mercedes mit der #29 in sein erstes 24h-Heimspiel.

Der DTM-Rekordchampion Bernd Schneider, 2013 auch schon einmal 24h-Sieger, ist ebenso wieder am Start wie der Portugiese Pedro Lamy. Der ehemalige Formel-1- und DTM-Pilot ist mit fünf Erfolgen Rekordgewinner am Ring. Zum „Eifel-Inventar“ gehört auch Volker Strycek. Der DTM-Champion von 1984 und ehemalige Opel-Sportchef startet nicht nur wieder im Kult-Manta, sondern auch im Opel Astra #177 mit seinen beiden Kindern Lena und Robin.

Die zweite Generation
Auch der Zakspeed-Mercedes mit der #75 glänzt mit bekannten Namen in zweiter Generation. Luca Ludwig und Sebastian Asch, die aktuellen ADAC-GT-Masters-Champions, teilen sich das Cockpit unter anderem mit Kenneth Heyer. Ihre Väter Klaus, Roland und Hans haben sich früher schon viele Duelle geliefert. Auch den Namen Lauda findet man in der Startliste. Niki Laudas Sohn Mathias, früher DTM-Pilot und jetzt im GT-Sport unterwegs, sitzt im Aston Martin mit der #27. Markus Winkelhock, Sohn von Manfred Winkelhock, hofft im Phoenix-Audi #6 auf seinen zweiten Gesamtsieg an der Stätte, an der er auch sein einziges Formel-1-Rennen bestritten hat.

Eine große Faszination übt das Rennen auch auf andere Motorsportler und auch Teilzeit-Rennfahrer aus. So startet der frühere Rallye-WM-Pilot Armin Schwarz zum zweiten Mal mit einem Subaru namens „Horst“. „’Alles auf Horst’ bezieht sich auf einen Film, in dem es um viel Selbstironie geht und darum, dass man nicht immer derjenige sein muss, der gewinnt. Es geht darum, Teil eines echten Happenings zu sein – und das ist das 24h-Rennen wie kein anderes. Erst in zweiter Instanz ist wichtig, ganz vorne zu fahren“, sagte Schwarz.

Mit dabei ist auch wieder Rapper Smudo von der Kult-Band „Die Fantastischen 4“, der erneut mit einem umweltfreundlichen Auto unterwegs ist, diesmal dem Porsche Cayman GT4 mit der #112. Und auch im Ausland übt das Rennen eine große Faszination aus. So ist in der #703 der Scuderia Cameron Glickenhaus auch der Brite Chris Harris am Start, dem neuen Presenter der Kult-Sendung „Top Gear“.

Audi-Trio im Warm-up on top

Nur wenige Teams nutzten am frühen Samstagmorgen die Möglichkeit, ihre Rennboliden einem letzten Funktionstest vor dem ADAC Zurich 24h-Rennen zu unterziehen. Dennoch kam dem Warm-up eine wichtige Bedeutung zu. Und zwar genau für die Teams, die gestern im Top-30-Qualifying unfallbedingt oder aufgrund von technischen Defekten strauchelten. In einer Nachtschicht wurden die Fahrzeuge wieder auf Vordermann gebracht und absolvierten nun ihren Roll-out.

Zu besagten Autos zählte der BMW M6 GT3 (#22) von Rowe Racing genauso wie der Porsche 911 GT3 R (#911) von Manthey Racing und der Bentley Continental GT3 (#38) des Bentley Team Abt.

Die Zeiten spielten eine untergeordnete Rolle und so sollte man der Audi-Dominanz an der Spitze des Tableaus auch nicht allzu viel Beachtung schenken. Die beiden Audi R8 LMS des Team WRT (#1 und #2) flankierten auf den Top-3-Positionen das Pendant (#28) von Land-Motorsport. Die Bestzeit der Vorjahressieger mit der Startnummer 1 – 8:31,550 Minuten – unterstreicht, dass an dieser Stelle definitiv keine Zeitenjagd stattgefunden hat. Insgesamt absolvierten nur 45 von 158 qualifizierten Fahrzeugen eine gezeitete Runde.

Michael Schumacher für sein Lebenswerk geehrt

Die 300 geladenen Gäste erhoben sich von ihren Sitzen im Kino des ring°werks und spendeten Standing Ovations, als Sabine Kehm am Freitagabend stellvertretend für Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher den neuen Nürburgring Award für dessen Lebenswerk in Empfang nahm. Schumacher war einer von drei Preisträgern bei der erstmaligen Verleihung der Auszeichnung im Vorfeld des 24h-Rennens. Außerdem wurde Musiker und Rennfahrer Smudo als Botschafter des Jahres geehrt, Mercedes-AMG erhielt nach den Erfolgen in der Formel 1 und DTM 2015 den Award als Marke des Jahres.

Im Mittelpunkt stand allerdings die Ehrung von Michael Schumacher, mit fünf GP-Siegen auf dem Nürburgring auch in der Eifel Rekordhalter. Der ehemalige Mercedes-Sportchef und langjährige Schumacher-Wegbegleiter Norbert Haug hielt eine sehr persönliche Laudatio auf den 47-Jährigen, der nach seinem schweren Skiunfall vor zweieinhalb Jahren zu Hause gepflegt werden muss. Haug überreichte danach die Trophäe unter großem Applaus an Schumachers Managerin Sabine Kehm.

Sabine Kehm bedankt sich für die Ehrung
„Ein Preis für das Lebenswerk ist eine ganz große Sache. In Michaels Fall kann man einfach nur sagen: Er hat ihn verdient, denn er hat als Motorsportler alles richtig gemacht. Dieser Preis ist eine Bestätigung seiner großen Willenskraft, seiner Motivation und natürlich auch seines großen Talents, seiner großen Disziplin und seines Arbeitsethos“, sagte die frühere Journalistin Kehm in ihrer Dankesrede: „Eins ist aber klar: Wir würden uns alle besser fühlen, wenn heute Abend nicht ich, sondern Michael selber hier stehen würde und sich bedanken könnte. Aber leider ist das nicht möglich und wir alle müssen das akzeptieren und damit umzugehen lernen. Trotzdem werden wir alle weiter hoffen und weiter alles tun, dass es vielleicht auch mal wieder anders sein wird. Was ich schön finde an dieser Auszeichnung und worüber sich auch die Familie von Michael sehr gefreut hat, ist, dass durch diesen Preis für das Lebenswerk Michaels sportliche Karriere gewürdigt wird und wieder in den Mittelpunkt rückt. Es wird Zeit, dass auch wieder diese Themen in den Vordergrund gerückt werden. Deswegen bedanke ich mich heute besonders dafür, dass das durch diesen Preis getan wird.“

Laudatorin für den umweltbewussten rennfahrenden Rapper Smudo von den „Die Fantastischen 4“ war Schauspielerin Sophia Thomalla. Dr. Michael Illgner, Vorsitzender der Deutschen Sporthilfe, würdigte Mercedes-AMG für die Erfolge im vorigen Jahr und übergab die Trophäe an Mercedes-AMG-Geschäftsführer Tobias Moers.

Zur Jury des neuen Nürburgring Awards gehörten neben Norbert Haug der frühere Formel-1- und heutige BMW-DTM-Pilot Timo Glock sowie Kai Ebel. Der RTL-Boxengassenreporter meldete sich mit einer Videobotschaft vom Formel-1-GP aus Monaco – gemeinsam mit dem viermaligen Weltmeister Sebastian Vettel, der auch aus der Ferne ein Auge auf das 24h-Rennen hat, das er selbst bislang nur als Zuschauer kennt. „Es geht ja über die Nordschleife. Das 24h-Rennen ist ein echtes Rennen für Männer mit einer riesen Stimmung. Das sollte jeder mal mitmachen“, sagte Vettel, der aber auch außerhalb des 24h-Rennens gute Erinnerungen mit dem Nürburgring verbindet. „Ja, an meinen ersten Heimsieg in der Formel 1“, erklärte er: „Der Nürburgring ist für jeden Rennfahrer ein ganz besonderer Ort. Und mit der Formel 1 auf der Nordschleife zu fahren, wäre der Oberhammer.“

Stimmen von der Pole-Pressekonferenz

Nach einem turbulenten Top-30-Qualifying stellten sich die drei schnellsten Fahrer in der Pole-Pressekonferenz den Medienvertretern. Das sagten der erstplatzierte Maro Engel (Mercedes-AMG), der zweitplatzierte Augusto Farfus (BMW) und Maximilian Götz (Mercedes-AMG), der die Top-3-Positionen als Dritter komplettierte.

Maro Engel (Mercedes-AMG), Startplatz 1: „Zwei Runden freie Fahrt auf der Nordschleife, dazu ein leichtes Auto und neue Reifen, das ist einfach genial. Danke an das Team, das Auto war perfekt, ich hätte es mir nicht anders gewünscht. Der Schlüssel zum Erfolg war die Reifenvorbereitung, unser Plan ist perfekt aufgegangen. In der ersten Runde war der Asphalt noch nicht trocken, deshalb hatte ich einen riesigen Quersteher, die zweite Runde war dann extrem gut. Ein 24h-Rennen ist sehr lang, dennoch ist die P1 die optimale Startposition. Es ist schon ein Vorteil vorne zu stehen. Vielleicht hast du dann in der Spitzengruppen eine Zeit lang freie Fahrt. Ich habe noch viel mehr Autos als die, die jetzt hier oben stehen auf meiner Rechnung, die wollen alle ein Wörtchen beim Kampf um den Sieg mitreden.“

Augusto Farfus (BMW), Startplatz 2: „Das zweite Jahr hintereinander stehen wir in der ersten Startreihe. Letztes Jahr war es die Pole, diese Jahr hat es nicht ganz gereicht. Aber der zweite Platz ist ein sehr gutes Ergebnis. Das Top-30-Qualifying ist immer toll, aber dieses Mal war es aber auch wirklich sehr anspruchsvoll, da die trockene Linie sehr schmal war und es sehr sehr leicht war, einen Fehler zu machen. Unser neuer M6 ist sehr gut gelaufen und der Startplatz gibt noch einmal eine Extraportion Vertrauen. Auch wenn es laut den Wettervorhersagen ein schwieriges Rennen zu werden scheint. Der Schlüssel, um das 24h-Rennen zu gewinnen, ist Konstanz. Das Fahrzeug muss einfach zu fahren sein und einen hohen Grundspeed haben. Ich denke, genau das haben wir mit unserem M6. Natürlich gibt es mit einem neuen Auto immer ein paar Fragezeichen, aber 2010 sind wir hier mit unserem M3 GT2 angetreten, der damals auch neu war. Und wir haben gleich im ersten 24h-Rennen auf dem Nürburgring gewonnen. Es wäre toll, wenn wir so etwas mit dem M6 wiederholen könnten.“

Maximilian Götz (Mercedes-AMG), Startplatz 3: „Zunächst einmal vielen Dank an Haribo-Racing, . die haben uns zwei tolle Autos hingestellt, die auch noch auf zwei Zehntelsekunden gleich schnell sind. Wir versuchen beim 24h-Rennen so lang wie möglich zu fahren. Unser Ziel ist es, mit beiden Autos durchzufahren. In meiner Einführungsrunde habe ich mich zunächst an die Streckenverhältnisse herangetastet und versucht, mir die kritischen Stellen wo es noch feucht ist, zu merken. Dass meine zweite Runde die klar schnellere werden würde, war abzusehen, denn die Strecke trocknete immer weiter ab. Dass beide Autos, also die #8 und die #88 jetzt auch noch in der gleichen Startreihe stehen, ist natürlich super. Ich bin unter diesen Bedingungen nicht ganz am Limit gefahren, denn wie schnell man abfliegen kann hat man ja gesehen. Da ich wie gesagt ein Sicherheitspolster gelassen habe, bin ich mit Platz drei sehr zufrieden. Beim Porsche-Unfall war natürlich bei jedem Piloten Höchstkonzentration gefragt. Die Entscheidung, nur eine gelbe Flagge rauszuhalten, war meiner Meinung nach vollkommen richtig. Wir haben hier 30 Top-Piloten am Start, die wissen mit der Situation umzugehen.“

Michael Schrey feiert vierten Classic-Sieg

In souveräner Manier hat Michael Schrey das ADAC 24h-Classic Rennen gewonnen – zum vierten Mal nach 2009, 2012 und 2015. Mit seinem Porsche 935 K1 wurde der Rietberger nach 15 Runden mit einem Vorsprung von 6:15,719 Minuten vor den Zweitplatzierten – Andreas und Ralf Schall im Mercedes-Benz 190 E – abgewinkt. Das Nordschleifen-erfahrene Vater-Sohn-Gespann hatte sich zuvor in der Schlussphase nach vorne auf den Podestrang geschoben. Dritte wurden Michael Menden und Peter Posavac im BMW M3. Alle drei Erstplatzierten waren in den Klassen der Youngtimer Trophy unterwegs. Das schnellste Fahrzeug des im gleichen Rennen ausgetragenen FHR Langstrecken-Cup pilotierten Markus Diederich und Michael Wittke. Das Duo beendete mit seinem Porsche 914/6 GT das Rennen am Ende auf Gesamtrang sieben.

Es war ein emotionaler Moment, als sich mehr als 200 Fahrzeuge aus der vier Dekaden umfassenden und bewegten Historie des 24h-Rennens am Freitagnachmittag auf die Reise begaben. Aufgrund von Starkregen unmittelbar während der Startphase des auf drei Stunden angesetzten Rennens, absolvierte das Teilnehmerfeld zwei Einführungsrunden, ehe es endlich im Renntempo durch die ‚Grüne Hölle’ ging. Die Protagonisten ließen es auf den ersten Metern eher ruhig angehen, bei abtrocknender Piste erwachten die klassischen Rennboliden jedoch mehr und mehr zum Leben und lieferten sich packende Duelle.

„Die Witterungsbedingungen kamen mir sehr entgegen, ich konnte so die geringere Leistung im Vergleich zu einigen meiner Kontrahenten kompensieren“, sagte Schrey. „Ich fühle mich auf der Nordschleife einfach wohl, bin schon unzählige Runden gefahren und konnte meinen Vorteil nutzen.“ Auch wenn der Sieg am Ende souverän wirkte, vor allem die Startphase hatte es in sich. Schrey: „Nach der ersten Einführungsrunde habe ich gehofft, dass der Start nicht freigegeben wird – großen Respekt an die Rennleitung, dass sie es genauso gesehen hat. Danach musste ich Heiko Hammel zunächst ziehen lassen, weil der mit den schmaleren Reifen schneller auf Temperatur kam. In Runde vier habe ich dann die Führung übernommen.“ Für Schrey und viele seiner Mitstreiter war das ADAC 24h-Classic-Rennen erst der Anfang. Beim 44. ADAC Zurich 24h-Rennen startet er im BMW M235i von Bonk Motorsport. „Der Auftakt hat funktioniert“, sagt Schrey. „Jetzt wird ein bisschen gefeiert und dann hoffe ich, dass es beim 24h-Rennen so weitergeht.“

Maro Engel holt die Pole-Position

Maro Engel hat für das AMG-Team Black Falcon die prestigeträchtige Pole-Position für das 44. ADAC Zurich 24h-Rennen geholt. Engel, der nach Glück bei der Auslosung der Startreihenfolge als Erster auf die Strecke gehen durfte, war am Freitagabend im Top-30-Qualifying auf dem Nürburgring in 8:14,515 Minuten in seinem Mercedes-AMG GT3 mit der #9 der schnellste Mann auf der 25,378 Kilometer langen einzigartigen Kombination aus GP-Strecke und Nordschleife. Damit wird er am Samstag um 15:30 Uhr mit seinen Teamkollegen Hubert Haupt, Yelmer Buurman und Dirk Müller als Erster in den traditionsreichen Eifel-Marathon gehen. Auch wenn das bei einer Renndauer von 24 Stunden traditionell keinen wirklich entscheidenden Vorteil bringt, ist es doch zumindest ein kleiner psychologischer Erfolg im Kampf der hochkarätigen Langstrecken-Teams.

Neben der Black-Falcon-Mannschaft in der ersten Startreihe stehen am Samstag Augusto Farfus, Jesse Krohn, Jörg Müller und Marco Wittmann. Der Brasilianer Farfus war im BMW M6 GT3 mit der #18 von Schubert Motorsport in 8:16,146 Minuten 1,6 Sekunden langsamer war als Engel. Die Plätze drei und vier gingen bei schwierigen Bedingungen mit anfangs feuchter Strecke komplett an die beiden identisch besetzten Haribo-Mercedes. Uwe Alzen holte für die #88 in 8:18,380 Minuten Platz drei, Teamkollege Maximllian Götz war in der #8 in 8:18,530 Minuten nur 15 Hunderstelsekunden langsamer.

Engel nennt Reifen-Vorbereitung als Schlüssel
„Riesen-Dank an das Team Black Falcon. Das Auto war perfekt. Ich denke, heute war der Schlüssel, dass wir die Reifen perfekt vorbereitet haben. Die Bedingungen waren echt schwierig, wie man an den zahlreichen Ausrutschern sehen konnte. Auch ich hatte auf meiner Outlap eine Schrecksekunde mit einem heftigen Quersteher. Wir haben jetzt beim Start freie Sicht, das ist das Wichtigste“, sagte Engel nach seiner himmlischen Pole-Runde. Das Rennen beginnt am Samstag um 15.30 Uhr, Fans können das Geschehen live im Free-TV bei RTL NITRO oder im Livestream auf www.24h-rennen.de verfolgen.

Pech für die Titelverteidiger mit der #1
Pierre Kaffer, der für die Titelverteidiger vom Audi Sport Team WRT in der #1 saß, musste wegen eines Reifenschadens noch einmal zurück in die Box und kam dann in seiner einzigen gezeiteten Runde nur auf Platz 22. Schon vor der eigentlichen Zeitenjagd platzten die Hoffnungen von Kevin Estre im Manthey-Porsche #911 und Christian Mamerow im Twin-Busch-Audi #16, weil sie ihre Autos schon in der Einführungsrunde gegen die Leitplanke setzten. Später crashten auch noch Luca Ludwig im Zakspeed-Mercedes #75 und Nicky Catsburg im Rowe-BMW mit der #22, dessen Zeit aus der ersten Runde zumindest aber noch für Startplatz sieben reichte.

TCR-Fahrzeuge bereichern das Teilnehmerfeld

Beim 44. ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Nürburgring geht 2016 erstmals eine Klasse mit TCR-Fahrzeugen an den Start. Damit setzt die erst 2014 eingeführte Fahrzeugkategorie ihre Expansion in den Langstreckenbereich fort.

„Die TCR ermöglicht professionellen Motorsport zu bezahlbaren Preisen“, sagt ein Vertreter von ‚fast mathilda racing – Team pistenkids’, das mit zwei Seat Leon TCR an den Start geht, über den Grundgedanken der neuen Klasse. Die TCR zeichnet sich durch ein weltweit einheitliches Reglement aus. 2015 fand die erste Saison unter anderem im Rahmen der Formel 1 statt und in diesem Jahr gibt es neben der internationalen Serie jetzt auch kontinentale Meisterschaften in Europa und Asien sowie nationale Serien wie die ADAC TCR Germany, die im Rahmenprogramm des ADAC GT Masters unterwegs ist. Zusätzlich wird noch eine Endurance-Meisterschaft ausgetragen, die seit 2016 im Rahmen einiger Rennen der 24h-Series fährt.

Das ADAC Zurich 24h-Rennen Nürburgring wird einzeln gewertet. Die Grundlagen des Reglements sind einfach: Das Fahrzeug muss ein Fünftürer sein und die Power seines 2,0 Liter Turbo-Motors an die Vorderräder schicken. Um den Wettbewerb spannend zu halten, greift auch hier die Balance of Performance, die mit Zusatzgewichten die Chancengleichheit aller Teilnehmer gewährleistet. Wohl attraktivstes Argument, gerade für Privatfahrer, künftig in dieser Klasse zu starten, ist die Deckelung des Fahrzeugpreises auf rund 100.000€.

Beim ADAC Zurich 24-Rennen gehen in diesem Jahr die schon erwähnten Seat Leon TCR von mathilda racing an den Start, dazu ein von racing one zum 40-jährigen Jubiläum der GTI-Baureihe eingesetzter VW Golf GTI TCR. „Die normalen 30-minütigen Sprintrennen der TCR-Serie, die in Deutschland im Rahmen der ADAC GT Masters stattfinden, haben nichts mit dem 24h-Rennen auf dem Nürburgring gemein. Die Erkenntnisse aus der Serie können wir nicht hierhin transferieren und umgekehrt“, erklärt ein Teammitglied von racing one. „Es ist eine Riesenherausforderung hier anzutreten. Ich glaube, wenn wir ins Ziel kommen und zeigen was ein TCR-Fahrzeug kann, werden wir im nächsten Jahr garantiert mehr Fahrzeuge in dieser Klasse sehen.“ Auch bei mathilda racing, die direkt von Seat mit Ersatzteilen, Technik und Werksfahrer Jordi Gene unterstützt werden, gibt man sich positiv, was die Zukunft angeht. „Seat ist mit dem Leon TCR schon das 24-Stunden-Rennen in Barcelona gefahren. Nun sind sie hier, um weitere Erfahrungen zu sammeln. Das ist allerdings eine echte Härteprüfung, denn wenn ein Fahrzeug beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring durchhält, kann man damit überall durchfahren.“ Die überschaubaren Kosten werden auch im Seat-Lager als ein großer Vorteil der Serie angeführt, und man rechnet mit einem Zuwachs von 15 bis 20 Fahrzeugen im nächsten Jahr.

Für beide Teams ist zusätzlich auch noch die große äußerliche Ähnlichkeit der Rennboliden mit den Serienfahrzeugen und die damit leichte Identifikation der Fans ein großes Plus. Und beide hoffen, dass sich in den nächsten Jahren neben Seat und Volkswagen weitere Hersteller von TCR-Fahrzeugen wie Honda, Opel, Subaru und Ford dazu gesellen, um den Fans in der Eifel einen spannenden Kampf der Marken auf Augenhöhe zu bieten.

Unwetterwarnung für den Nürburgring

Achtung Unwetterwarnung! Um 15:05 Uhr wurde ein Gewitter der Warnstufe Orange im Bereich Eifel Rückseite registriert, das sich auf den Nürburgring zubewegt. Der Schwerpunkt des Gewitters kommt aus West und bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 25 km/h in Richtung Ost. Das Gebiet des Nürburgrings wird vom Schwerpunkt des Gewitters voraussichtlich ab 15:32 erreicht. Lokal ist mit Starkregen zu rechnen. Punktuell ist auch kleinkörniger Hagel nicht auszuschließen. Es sind einzelne stürmische Böen möglich. Die gemessene Blitzaktivität ist zurzeit gering – aber das kann sich ändern. Alle Besucher und Aktiven werden um erhöhte Vorsicht und entsprechende Schutzmaßnahmen gebeten.

Mercedes-AMG-Trio im Qualifying zwei vorne

Im zweiten Qualifying zum 44. ADAC Zurich 24h-Rennen purzelten die Zeiten. Die Bestzeit sicherten sich Uwe Alzen, Lance David Arnold, Maximilian Götz und Jan Seyffarth im Mercedes-AMG GT3 von Haribo-Racing Team-AMG. Mit einer Zeit von 8:16,311 Minuten setzte sich das Quartett hauchdünn gegen die Markenkollegen des AMG-Team HTP-Motorsport mit der Startnummer 29 durch. Der Vorsprung betrug 0,279 Sekunden. Mit Platz drei komplettierte der Mercedes-GT3-Bolide (#14) von Black Falcon die Top-3-Positionen. Die Plätze vier und fünf gingen an den an den Audi R8 LMS (#6) des Audi Sport Team Phoenix und an den Porsche 911 GT3 R (#3) von Frikadelli Racing. Die ersten 26 Fahrzeuge bewegten sich am Ende innerhalb eines Abstandes von zehn Sekunden, was die hohe Leistungsdichte an der Spitze des Feldes unterstreicht.

1 – Vanthoor / Mies / Müller / Kaffer (Audi R8 LMS)
10:12 Uhr Mit der aktuellen Tagesbestzeit von 9.13,788 Minuten wird sich der Neun-Minuten-Marke genähert.

3 – Abbelen / Schmitz / Huisman / Siedler (Porsche 991 GT3 R)
11:02 Uhr Die schnellste Frikadelle der Welt macht ihrem Namen alle Ehre: neue Bestzeit mit 8:19.302 Min.
11:23 Uhr Patrick Huisman: „Am Ende endlich mal eine freie Runde erwischt! Wir haben in den vergangenen Tagen hart am Auto gearbeitet und anscheinend eine gute Richtung gefunden. Der Porsche GT3 R lässt sich sehr angenehm fahren. Ich bin mir sicher, dass wir es in das Top-30-Qualifying schaffen.“

6 – Haase / Rast / Winkelhock / Stippler (Audi R8 LMS)
10:05 Uhr Winkelhock: „Man könnte mit Slicks fahren, aber das ist noch zu risikoreich, da einige Stellen noch nass sind. Wir waren eben mit Intermediates raus und das war perfekt. Im Rennen würde ich auf Slicks gehen, da es abtrocknet. Aber im Moment wäre das ein zu großes Risiko.“
11:22 Uhr Neue Bestzeit mit 8:18.736 Min.
11:32 Uhr Rene Rast: „Ich bin mit der Rundenzeit zufrieden. Viel schneller hätte ich wohl nicht mehr fahren können, da ich sogar noch Windschatten auf der Döttinger Höhe hatte. Die Zeit ist gut und müsste für das Top-30-Qualifying reichen.“

8 – Alzen / Arnold / Götz / Seyffarth (Mercedes AMG AMG GT3)
10:17 Uhr Uwe Alzen: „Ich bin jetzt nur auf der GP-Strecke unterwegs gewesen und die ist schon wieder trocken. Allerdings ist der Grip durch den Regen komplett weg.“

9 – Haupt / Buurman / Engel / Müller (Mercedes AMG AMG GT3)
11:06 Uhr Neuer Zweiter: 8.19,858 Minuten.

10 – Lee / Thong / Cheng / Yoong Loong (Audi R8 LMS)
10:51 Uhr In langsamer Fahrt in Richtung Metzgesfeld unterwegs.

13 – Dittmann / Albrecht / Schall / Lachmayer (Chrysler (Dodge) Viper)
10:13 Uhr Einschlag im Bereich Anfahrt Bergwerk.

18 – Farfus / Krohn / Müller / Wittmann (BMW M6 GT3)
10:59 Uhr Holt sich beim Team neue Slicks. Farfus bleibt im Fahrzeug.

24 – Gassner / Strauß / Coronel / Still (Nissan GT-R Nismo GT3)
09:52 Uhr Nach dem Abflug in der ersten Runde des gestrigen Trainings wird gleich der Zakspeed-Nissan das Training aufnehmen.
09:56 Uhr Dreher bei der Auffahrt zur Nordschleife ins Kiesbett.
10:54 Uhr Nach langer Reparaturpause wieder mit technischem Defekt im Bereich Anfahrt Ford-Kurve stehen geblieben.
28 – Basseng / De Phillippi / Rockenfeller / Scheider (Audi R8 LMS)
10:58 Uhr Marc Basseng: „Man kann jetzt bedenkenlos mit Slicks auf der Nordschleife fahren, auch wenn Stellen, die im Schatten liegen, noch feucht sind. Ich werde nachher auch das Top-30-Qualifying bestreiten.“

29 – Vietoris / Seefried / Hohenadel / Van der Zande (Mercedes AMG AMG GT3)
11:27 Uhr Neue Bestzeit für HTP: 8.16,490 Minuten.

30 – Baumann / Mücke / Buhk / Jäger (Mercedes AMG AMG GT3)
10:30 Uhr Beide HTP-Mercedes stehen in der Box. Thomas Jäger: „Wir wollen, dass sich die Piloten, die das Top-30-Quali bestreiten, schon mal einschießen können. Da die Wettervorhersage angibt, dass es um diese Zeit trocken ist, warten wir ab, bis die Strecke abtrocknet.“

36 – Kataoka / Tsuchiya / Oshima / Iguchi (LEXUS RC F)
10:48 Uhr Technischer Defekt im Bereich Adenauer Forst, kann weiterfahren.
10:52 Uhr Technischer Defekt im Bereich Galgenkopf, kann weiterfahren.
10:54 Uhr Hat es in die Boxengasse geschafft. Die Mechaniker schieben das Fahrzeug nun in die Box.

38 – Brück / Menzel / Smith / Hamprecht (Bentley Continental GT3)
10:33 Uhr Fahrerwechsel: Guy Smith raus, Fabian Hamprecht rein.

45 – Göschel / Heldmann / Scheibner / Weishar (BMW M3 E92)
10:03 Uhr Bekommt die Spiegelei-Flagge, wegen Problemen mit Lautstärkenlimit, gezeigt.

46 – Ahles / Möller / Moran / Adams (BMW E82)
11:14 Uhr Spiegelei-Flagge wegen Lärmüberschreitung.

47 – Gass / Hahn / Konrad / Vetter (BMW E82)
10:55 Uhr Überschreitung der Geschwindigkeitsbegrenzung in der Boxengasse,die schnellste Runde aus beiden Qualifyings wird gestrichen.

51 – Borum / Degnbol Moller / Eden / Moore (BMW 335i)
10:39 Uhr Dreher in der Ravenol-Kurve.

56 – Shoffner / Hill / Klaasen / Huisman (Porsche 991 GT3 Cup)
09:53 Uhr Bekommt die Spiegelei-Flagge gezeigt, wegen Problemen mit dem Lautstärkenlimit.
10:03 Uhr Duncan Huisman: „Die Strecke zu 85 Prozent trocken. Ich war auf den nassen Stellen vorsichtig.“ Huisman fuhr zuletzt 2012 auf der Nordschleife, auch der 991 GT3 ist neu für ihn.

63 – Berg / Kaiser / Trebbing / Brinkmann (Porsche 911 GT3 Cup)
10:42 Uhr Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit in der Boxengasse – Streichung der besten Trainingszeit.

79 – Moller Madsen / Rebhan / Viebahn / Hess (Porsche Cayman Pro4)
10:26 Uhr Bekommt wegen Überschreitung der Lärmbeschränkung die Spiegelei-Flagge gezeigt.
11:14 Uhr Spiegelei-Flagge wegen Lärmüberschreitung.

82 – Leib / Carlsson / Bolz / van der Linde (Porsche Cayman Pro4)
11:39 Uhr Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit in der Boxengasse – Streichung der besten Trainingszeit.

106 – van Dam / Lasse / Schrick / Yamauchi (SUBARU WRX STI)
11:23 Uhr Der beste Zweiliter liegt auf Gesamtrang 54: 9.08,288 Minuten.

111 – Barrow / Cox / Shaw / Morrow (BMW 135D GTR)
10:08 Uhr Unfall im Bereich vor der Hohen Acht, Fahrzeug wird abgeschleppt.
114 – Caba / Lange / Sprungmann (Ford Focus RS)
10:40 Uhr Spiegelei-Flagge wegen Problemen mit Lautstärkenlimit

140 – Schoeller / Kuhn / Boquoi Toril (Porsche 991)
10:35 Uhr Steht mit technischem Defekt auf der Döttinger Höhe.

171 – von Garrel / Ohlinger / Cox (BMW M 235 i)
10:42 Uhr Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit in der Boxengasse – Streichung der besten Trainingszeit.
11:13 Uhr Zum dritten Mal die Höchstgeschwindigkeit in der Boxengasse überschritten. Jetzt muss ein Teammitglied zur Rennleitung.

303 – Fischer / Zils / Ebertz (BMW M235i Racing)
10:48 Uhr Für Christian Konnerth ist das Wochenende zu Ende: Er hat sich bei einem Rollerunfall im Fahrerlager das Schlüsselbein gebrochen.

318 – Wolter / Mettler / Hinte / Lambertz (BMW M235i Racing)
10:21 Uhr Technischer Defekt Anfang Döttinger Höhe.
10:35 Uhr Fährt wieder.

354 – Holmlund / Graberg / Marshall / Gusenbauer (Porsche 981 GT4 CS)
10:06 Uhr Bekommt wegen der Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit in der Boxengasse die schnellste Trainingsrunde gestrichen.

701 – Lauck / Mailleux / Bleekemolen / Laser (SCG SCG003C)
09:53 Uhr Die aktuelle Bestzeit von 9.27,230 Minuten zeigt, dass es auf der Strecke noch sehr feucht ist.

702 – Mutsch / Westphal / SIMONSEN / Laser (SCG SCG003C)
10:19 Uhr Pflügt im Adenauer-Forst durch die Wiese.
703 – Bovingdon / Lauck / Harris / Bernhardt (SCG P4/5 Competizione M16)
10:39 Uhr In langsamer Fahrt auf dem GP-Kurs unterwegs.
11:27 Uhr Schlägt im Bereich Flugplatz heftig in die Leitplanke ein. Fahrer gibt Zeichen, dass er okay ist.
11:40 Uhr Der Fahrer beim Crash des Glickenhaus-Autos war Manuel Lauck, der den heftigen Einschlag aber offenbar unbeschadet überstanden hat.

911 – Tandy / Estre / Bamber / Pilet (Porsche 911 GT3 R)
10:16 Uhr Kevin Estre kommt nach zwei Installationsrunden auf der GP Strecke zurück an die Box.
10:24 Uhr Kevin Estre geht wieder auf die Strecke.
10:37 Uhr Fahrerwechsel: Patrick Pilet rein, Kevin Estre raus.
10:51 Uhr Nick Tandy macht sich für den Fahrerwechsel bereit und wird Kevin Estre ablösen.

912 – Lietz / Bergmeister / Christensen / Makowiecki (Porsche 911 GT3 R)
10:19 Uhr Fred Mako ist nach einer Anpassung des Setups in das Qualifying gestartet.
10:35 Uhr Erstmals unter 8.30 Minuten im zweiten Qualifying: 8.29,853 Minuten
10:38 Uhr Nach der Tagesbestzeit ist Fred Mako zurück an der Box.
10:42 Uhr Fred Mako geht mit einem frischen Reifensatz erneut auf die nun fast komplett trockene Strecke.
10:53 Uhr Neue absolute Bestzeit für den Manthey-Porsche mit einer Zeit von 8:21.339 Min.

Mercedes-AMG-Dreifachführung im Qualifying

Im zweiten Qualifying des ADAC Zurich 24h-Rennens lieferten sich die schnellsten Nordschleifenteams einen spannenden Schlagabtausch. Am Ende lag das Haribo Racing Team-AMG an der Spitze des Tableaus: Der Mercedes AMG GT3 #88 von Uwe Alzen (Betzdorf), Lance David Arnold (Duisburg), Maximilian Götz (Uffenheim) und Jan Seyffarth (Querfurt) war mit 8:16.311 Minuten so schnell wie kein anderes Fahrzeug im Feld. Auch die weiteren Spitzenplätze gingen an Fahrzeuge mit dem Stern: Der Mercedes-AMG GT3 #29 des AMG-Teams HTP-Motorsport von Christian Vietoris (Gönnersdorf), Marco Seefried (Oberau), Christian Hohenadel (Quierschied) und Renger van der Zande (NED) war nur 0,180 Sekunden langsamer als das Fahrzeug der Markenkollegen, an dritter Position folgte #14 (Black Falcon). Mit dem kombinierten Ergebnis des ersten und zweiten Qualifyings stehen auch die Teams fest, die sich den Einzug in das Top-30-Qualifying am Freitagabend (ab 19:50 Uhr) gesichert haben. Noch 13 Plätze im Einzelzeitfahren um die Positionen in den 15 vorderen Startreihen waren zu vergeben. Den finalen Kampf um die Startpositionen können nicht nur die Fans an der Strecke live erleben: Unter www.24h-rennen.de gibt es die Action auf der Nordschleife im Vodafone Livestream. Im Free-TV schaltet RTL NITRO ab 19:30 Uhr zum 24h-Rennen.

Im zweiten Qualifying purzelten am Freitagmorgen die Zeiten: Nachdem das erste Qualifying über weite Strecken auf nasser Piste ausgetragen wurde, freuten sich die Teams diesmal über trockene Bedingungen. So konnten die Fahrzeuge am Ende immer schnellere Zeiten markieren, und alleine in der zweiten Stunde des Qualifyings wechselte die Führung acht Mal. Am Ende war es DTM-Star Maximilian Götz, der im Mercedes-AMG GT3 mit dem Haribo-Bären auf der Motorhaube die Bestzeit herausfuhr. „Ich hatte eine relativ freie Runde und fast keinen Verkehr“, freute er sich: „Es gab auch keine Gelbphasen – insofern war auch etwas Glück dabei. Das Auto ist noch nicht ganz da, wo ich es haben will. Aber es lässt sich gut fahren. Mal sehen, was im Top-30-Qualifying geschieht. Ich denke, dass Audi- und Porsche-Teams nachziehen werden.“ Auf den begehrten Startplätzen für das Einzelzeitfahren um die besten Startpositionen lag für praktisch alle Spitzenteams das Hauptaugenmerk, das am Freitagabend ab 19:30 Uhr ausgetragen wird.

Brand auf dem Zeltplatz am Adenauer Forst

Bei einem schweren Unfall auf einem Zeltplatz am Rande des 24h-Rennens wurden am Donnerstagabend (26. Mai) mehrere Zuschauer verletzt. Auf dem Bedarfscampingplatz am Adenauer Forst war ein Campingzelt in Brand geraten. Die sofort alarmierte Feuerwehr konnte das Feuer schnell löschen, dennoch mussten insgesamt sechs Personen in Krankenhäuser gebracht werden, drei Besucher konnten ambulant in der vor Ort eingerichteten Sanitätsstelle behandelt werden.

Zwei Männer wurden mit dem Hubschrauber in Kliniken nach Köln und Koblenz geflogen. Der nach Köln transportierte Zuschauer wurde bereits wieder aus dem Krankenhaus entlassen. Der andere Patient wird in Koblenz stationär behandelt. Von den vier in Adenau behandelten Patienten durften zwei das Krankenhaus bereits wieder verlassen. Die beiden anderen sind leicht verletzt. Es bestand für keinen der Verletzten Lebensgefahr. Die Familien der Betroffenen wurden informiert.

Das Zelt brannte vollständig aus, ein Kleinlaster wurde geringfügig beschädigt. Als Unfallursache wurde von der Polizei der unsachgemäße Umgang mit Treibstoff und einem Stromerzeuger ermittelt. Für die Rettungs- und Bergungsarbeiten waren Löschfahrzeuge der Feuerwehr Adenau und vom Nürburgring im Einsatz, insgesamt fünf Rettungswagen, zwei Notärzte und zwei Rettungshubschrauber sorgten für die umgehende Versorgung der Betroffenen.