News und Stimmen 15:30 bis 20:30 Uhr

Die ersten Stunden des ADAC Zurich 24h-Rennens waren von Wetterkapriolen geprägt. Nach dem Start zum Eifelmarathon um 15:30 Uhr, wurde das Rennen nach nur 49 Minuten mit der Roten Flagge unterbrochen. Teile der 25,378 Kilometer langen Kombination aus Nürburgring Grand-Prix-Kurs und Nordschleife waren aufgrund von Starkregen mit Hagel unpassierbar geworden. Der Restart erfolgte um 19:20 Uhr bei strömendem Regen. Und die Rennleitung gab das Rennen aus Sicherheitsgründen erst nach insgesamt drei Einführungsrunden frei. Zum Ende der fünften Rennstunde – die Zeit lief während der Unterbrechung weiter – führte Markus Palttala im BMW M6 GT3 (#22) von Rowe Racing das Feld an. Der Vorsprung auf den Mercedes-AMG GT3 von HTP-Motorsport betrug nur 1,626 Sekunden. Die Positionen drei und vier hatten die beiden Mercedes-AMG GT3 (#8 und #88) von Haribo Racing inne.

2 – Leonard / Frijns / Sandström / Vervisch (Audi R8 LMS)
16:43 Uhr Hat es in die Box zurückgeschafft!

3 – Abbelen / Schmitz / Huisman / Siedler (Porsche 991 GT3 R)
16:10 Uhr Boxenstopp.
16:17 Uhr Reparaturstopp wegen Elektronik. Eine Runde verloren.
16:46 Uhr Klaus Abbelen: „Das Wetter kann man nun mal nicht beeinflussen. Unser Auto ist zum Glück heil geblieben. Wir waren wegen eines Problems an der Box – ein Strecker war nicht drin – und sind auf Regenreifen rausgefahren. Jetzt stecken wir allerdings wegen des Hagels auf der Strecke fest.“
19:17 Uhr Sabine Schmitz: „Auf Wetter-Apps verlasse ich mich am Nürburgring nicht. Im Zweifelsfall rufe ich meine Mama an.“

4 – Schneider / Engel / Christodoulou / Metzger (Mercedes AMG AMG GT3)
16:31 Uhr Bernd Schneider: „Das Wetter ist der Wahnsinn. Auch wenn es sich komisch anhört: Am besten bleibt man einfach stehen.“
17:49 Uhr Adam Christodoulou: „Der Start war gut, ich habe mit den Fahrer um mich herum besprochen, dass wir beim Start nicht zu aggressiv in die ersten Kurven gehen. Das hat gut geklappt, wir sind unbeschadet ins Rennen gestartet. Als der starke Regen eingesetzt hat, habe ich beim Streckenabschnitt Schwedenkreuz bis auf zirka 25 km/h herruntergebremst, als ich einen BMW in die Leitplanke rutschen sah. Selbst bei dieser Geschwindigkeit konnte ich mein Auto kaum auf der Strecke halten. Es hat sich angefühlt wie auf Eis.“

8 – Alzen / Arnold / Götz / Seyffarth (Mercedes AMG AMG GT3)
16:02 Uhr Hat eine Position an Hohenadel (#29) verloren und liegt nun auf Rang fünf.
16:31 Uhr Hat es zurück in die Box geschafft.
17:47 Uhr Uwe Alzen: „Was für eine große Rutschpartie. Das Rennen lief bis dahin super gut. Wir konnten den Speed gehen und die Position halten. Dann fing es schlagartig an zu regnen – in Kombination mit Hagel. Die Strecke war komplett weiß, vor mir der BMW ist dreimal in die Leitplanke geflogen bis er dann in Breitscheid aufgegeben hat. Der Rennabbruch war auf jeden Fall die richtige Entscheidung. Bei mir ist alles gut, wir haben keinen Kratzer am Auto.“

9 – Haupt / Buurman / Engel / Müller (Mercedes AMG AMG GT3)
17:46 Uhr Maro Engel: „Ich hatte einen sehr guten, sauberen Start und kam gut durch. Jörg Müller im BMW hinter mir hat Druck gemacht, aber ich konnte die Führung behalten. Ich habe im Regenchaos leicht die Leitplanke berührt. Wir können das in der Unterbrechung jetzt aber gut reparieren.“
20:16 Uhr Black Falcon- Teamchef Jean Paul Breslin: „Wir haben bei Maro ein bisschen Tempo rausgenommen. Wir wollen kein Risiko eingehen.“

12 – Klohs / Dieter Schmidtmann / Richter / Renauer (Porsche 911 GT3 R)
15:40 Uhr Schleicht mit Reifenschaden hinten links durch den Schwalbenschwanz.
15:46 Uhr Das Fahrzeug wird in die Box geschoben.
15:48 Uhr Fahrzeug mit Reifenschaden hinten links in der Box. Fahrer bleibt im Auto.
20:21 Uhr Technischer Defekt an der Hohen Acht.

13 – Dittmann / Albrecht / Schall / Lachmayer (Chrysler (Dodge) Viper)
20:22 Uhr Steht nach dem Technischen Defekt nun im Bereich Hohe Acht.
16 – Busch / Busch / Mamerow / Rast (Audi R8 LMS)
16:51 Uhr Dennis Busch: „Ich hatte Glück und nur starken Regen, keinen Hagel. Ich bin dann über die Kurzanbindung direkt zurück in die Box gefahren, weil mir das Team über Funk gesagt hat, dass es draußen Chaos gibt.“

18 – Farfus / Krohn / Müller / Wittmann (BMW M6 GT3)
15:38 Uhr Jörg Müller kann sich im Windschatten vom führenden Maro Engel halten. Die beiden konnten sich schon etwas vom Feld absetzen. Die beiden Haribo-Mercedes sind dahinter im Paarflug unterwegs.
16:49 Uhr Jörg Müller: „Ich habe ja auf der Nordschleife schon eine Menge erlebt, aber Hagel ist auch für mich eine Premiere. Ich habe im Mai noch nie eine von Eis bedeckte Fahrbahn hier gesehen. Das ist unglaublich. Das Unwetter kam so schnell. Ich war bei meinem Ausrutscher mit 60 km/h unterwegs und habe die Bremse nur leicht berührt. Schon ist das Auto aufgeschwommen. Ich bin sehr glücklich mit der Entscheidung, das Rennen abzubrechen.“
20:05 Uhr Einfahrt Nordschleife kurz neben der Strecke, behält die Führung.
20:25 Uhr Läuft die Box an.
20:27 Uhr Tank- und Reifenstopp. Jörg Müller bleibt im Fahrzeug. Das Team nimmt Modifikationen im Bereich Fahrwerk vor.

23 – Sims / Eng / Martin / Werner (BMW M6 GT3)
17:39 Uhr Dirk Werner: „Ich habe im Adenauer Forst gestanden. Fuchsröhre berghoch ging noch, aber im Adenauer Forst haben alle so stark gebremst, dass es einen Stau gab. Im Anschluss konnte man nicht mehr anfahren. Ich habe es eine Minute lang probiert, aber die Räder haben nur durchgedreht. Ich habe dann den Motor ausgestellt und gewartet bis alles vorbei war.“
19:04 Uhr Bleibt auf der Strecke stehen, nimmt aktuell nicht die Einführungsrunde auf.
19:18 Uhr Philipp Eng hatte beim Restart ein Problem mit der Elektrik. Der Motor sprang nicht an, läuft aber inzwischen wieder. Das Auto war zunächst an die Seite der Fahrbahn geschoben worden.

29 – Vietoris / Seefried / Hohenadel / Van der Zande (Mercedes AMG AMG GT3)
15:40 Uhr Einer der Gewinner der ersten Runde ist Christian Hohenadel: Vom neunten Startplatz aus nun Fünfter.
20:27 Uhr Fährt mit 10.00,078 Minuten derzeit die schnellste Rundenzeit.

30 – Baumann / Mücke / Buhk / Jäger (Mercedes AMG AMG GT3)
16:15 Uhr Boxenstopp.
16:19 Uhr Hat Regenreifen bekommen.
16:19 Uhr Einschlag Schwedenkreuz.

33 – Ziegler / Saurenmann / Schmidt (Audi R8 LMS)
20:08 Uhr Zeit: 20:07:28 Team: Car Collection Motorsport Jetzt am Steuer: „G. Tonic“
20:31 Uhr Abflug in der Aremberg-Kurve ohne Einschlag.

37 – Jöns / Kane / Holzer / Brück (Bentley Continental GT3)
17:52 Uhr Christer Jöns: „Ich bin angehalten, wieder ein bisschen gefahren, angehalten. Irgendwann ging dann nichts mehr. Jetzt bin ich froh, den Bentley in einem Stück in die Box gebracht zu haben.“

38 – Brück / Menzel / Smith / Hamprecht (Bentley Continental GT3)
17:49 Uhr Christian Menzel: „Ich habe schon viel erlebt auf der Nordschleife, aber das war wirklich total verrückt. Als nichts mehr ging, habe ich den Motor abgestellt, bin ausgestiegen und habe mit Eisbällen geworfen. Ich bewundere die Fans, die stehen knöcheltief im Schlamm und machen Party ohne Ende. Hut ab.“

44 – Dumbreck / Henzler / Ragginger / Imperatori (Porsche 991 GT3R)
15:59 Uhr Boxenstopp – nachgetankt und neue Reifen.
16:00 Uhr Unplanmäßiger Boxenstopp, wegen Reifendruckverlust vorne rechts – nachgetankt und neue Reifen.

46 – Ahles / Möller / Moran / Adams (BMW E82)
15:48 Uhr Routinestopp an der Box.

54 – Kodidek / Perlini (Porsche 911 GT3 CUP)
15:50 Uhr Dreher in der Mercedes-Arena.
15:52 Uhr Erneuter Dreher in der Ravenol Kurve.

69 – Chrzanowski / Jodexnis / Schelp / Scharmach (Porsche 997 GT 3)
20:17 Uhr Boxenstopp zum Nachtanken ohne Fahrerwechsel.

76 – Weber / Bermes / Preacher / Hennerici (Aston Martin Vantage V8)
16:13 Uhr Wechsel auf Regenreifen.
19:47 Uhr Steht mit Elektronikproblemen in der Box.

83 – Ackermann / Welschar / Wiskirchen / Walter (Porsche GT3 Cup)
16:15 Uhr Boxenstopp.

84 – Kroll / Kroll / Kroll / Eggimann (BMW M3 GTR)
20:20 Uhr ist in langsamer Fahrt unterwegs
20:24 Uhr Kommt mit demolierter Frontschürze an die Box.

88 – Alzen / Arnold / Götz / Seyffarth (Mercedes AMG AMG GT3)
17:48 Uhr Maximilian Götz: „Der Start war ganz gut. Wir waren auf drei und vier. Dann ging der Verkehr los und Uwe hat einen Platz verloren, ich bin auf drei geblieben. Und in der sechsten, siebten Runde kam dann der Monsun. In der Runde davor war es schon etwas feucht an der Stelle und ich wusste, dass es eine Runde später dort richtig regnen wird. Dann kam ich über den Flugplatz und hörte den Funkspruch vom Team, der mich rechtzeitig darauf hingewiesen hat, dass Wasser auf der Strecke steht. Ich bin voll in die Bremse und dann war nur noch Rollen angesagt. Trotzdem sind einige abgeflogen. Es war Glück, dass wir beide Fahrzeuge wieder heil in der Box haben und alles für den Re-Start vorbereiten können.“
20:29 Uhr Einschlag in der Fuchsröhre.
20:31 Uhr Nachtrag: Wird mit Aufhängungsschaden vorne rechts weggeschleppt.

96 – Löhnert / Wasel / Schmitz / Jäger (Audi TT RS)
20:10 Uhr Technischer Defekt auf dem Grand-Prix-Kurs.

99 – Walkenhorst / Posavac / Schmid / van Lagen (BMW Z4 GT3)
19:03 Uhr Beim Walkenhorst-Z4 ist beim Einschlag im Schwedenkreuz auf der rechten Seite sowohl vorne, als auch hinten die Aufhängung gebrochen. Nach der Reparatur wird Daniela Schmid das Rennen aufnehmen.
19:10 Uhr Noch wird am Heck des Z4 gearbeitet, es gibt einen Schaden an der Fahrwerkgeometrie. Das Team hofft aber, bald ins Rennen nachstarten zu können.
19:12 Uhr Jaap van Lagen: „Ich bin am Schwedenkreuz gegen die Leitplanke geprallt. Das Auto ist reparabel, ich weiß aber nicht, wie lange es dauern wird.“
100 – Edwards / Klingmann / Luhr / Tomczyk (BMW M6 GT3)
15:33 Uhr Drückt sich bei der Anfahrt auf die Nordschleife an dem RJN Nissan mit der #35 vorbei.
17:32 Uhr Martin Tomczyk beim Unwetter im Boxenfunk: „I have wheelspin, I don’t get up the hill!“ („Die Räder drehen durch, ich komme den Berg nicht mehr hoch!“)
17:45 Uhr Martin Tomczyk beim Unwetter im Boxenfunk: „I have wheelspin, I don´t get up the hill!“ („Die R´e4der drehen durch, ich komme den Berg nicht mehr hoch!“)
17:49 Uhr Martin Tomczyk: „Das ist die Nordschleife. Wir wussten, dass so etwas passiert. Dass aber so früh im Rennen Eis vom Himmel fällt, das war schon überraschend. Ich hatte durchdrehende Räder und kam einfach nicht die Fuchsröhre hoch. Unglaublich. Das Auto ist soweit in Ordnung.“

102 – Köppen / Penttinen / Bohrer / Beulen (Hyundai i30 2,0T)
15:56 Uhr War zu Routinestopp an der Box.

104 – Goroyan / Andree / Leisen (Audi TT RS2)
16:13 Uhr Wechsel auf Regenreifen.
16:25 Uhr Überschreitung der Boxengassengeschwindigkeit: 30 Sekunden Stop-and-Go-Strafe.

107 – Prill / Willert / Ludmann / Schlichenmeier (Ford Focus ST)
15:58 Uhr Boxenstopp, Luftdruck wird geprüft, getankt, Daten ausgelesen.

115 – Gatterer / Sandberg (BMW E34)
20:15 Uhr Rutscht in der Dunlop-Kehre durchs Kiesbett.

120 – Lamadrid Jr. / Lamadrid Sr. / Girardo / Abril (Renault Clio RS Cup)
20:29 Uhr Fährt im Schwedenkreuz durch die Wiese, bliebt schließlich stehen.
122 – Beckmann / Strycek / Hass / Schulten (Opel Manta)
19:07 Uhr Wurde aus der Startaufstellung genommen, Kupplung trennt nicht mehr. Beim Manta wird jetzt die Kupplung gewechselt, Dauer vermutlich eine Stunde.

127 – Epp / Uelwer / Kühn / Holthaus (Renault Clio RS Cup Avia Racing)
20:24 Uhr An der Box wird die Scheibe gereinigt.

130 – Jung / Müller / Boidron / Kunert (Opel Calibra)
20:17 Uhr Einschlag im Bereich Schwedenkreuz, kann aber weiterfahren.

132 – Zensen / Bretschneider / Fürsch / Beck (BMW Mini)
15:49 Uhr in der Box wird im Motorraum gearbeitet.
15:49 Uhr Ist wieder zurück auf die Strecke gefahren.

135 – Katsumata / Kageyama / Oshima (LEXUS IS F CCS-R)
19:40 Uhr Steht noch in der Box.

145 – Visir / Cersosimo / Chawan / Vazquez (Porsche 911)
15:45 Uhr mit Reifenschaden vorne links unterwegs.
15:51 Uhr Kommt mit Reifenschaden vorne links an die Box.
15:54 Uhr Schaden ist größer: Bremssattel wurde entfernt, neuer Radträger ist nötig.

146 – Salerno / Tricarichi / Salerno / Falcon (Porsche Cayman S)
16:34 Uhr Überschreitung der Boxengassengeschwindigkeit: 30 Sekunden Stop-and-Go-Strafe.

149 – Moller Madsen / Frijns / Mortara (Porsche Cayman)
16:19 Uhr Steht im Bereich Fuchsröhre mit technischem Defekt.

177 – Strycek / Strycek / Strycek (Opel Astra J OPC)
20:08 Uhr Der Astra kommt unplanmäßig an die Boxen.
20:11 Uhr Wird in der Boxengasse mit offener Haube in die Garage geschoben. Es wird fieberhaft im Motorraum gearbeitet.
20:20 Uhr Ist wieder auf der Strecke. Das Team hat die Bremse repariert – das Bremspedal war durchgefallen.

201 – Niederberger / Wohlfarth / Guelden / Gene (Seat Leon TCR)
17:32 Uhr Nachtrag zum TCR-Seat: Andreas Gülden saß am Steuer beim Abflug im Bereich Aremberg. Das Team hat die Ersatzteile schon bereit liegen und wartet auf das Auto. Man rechnet mit rund einer bis eineinhalb Stunden Reparaturpause.
19:34 Uhr Der TCR Seat wird das Rennen aus der Boxengasse in Angriff nehmen.

250 – Rothenberger / Mehling / Carvalhais / Mc Fadden (Opel Astra OPC Cup)
20:30 Uhr Boxenstopp mit Fahrerwechsel. Jetzt am Steuer: Matthew Mc Fadden

254 – Rabensteiner / Stein / Hanser / Hewer (Opel Astra OPC Cup)
19:53 Uhr Routinestopp mit Fahrerwechsel – Stein raus – Hanser rein

304 – Burghardt / Bonk / Moetefindt / Möntmann (BMW M235i Racing)
20:21 Uhr Dreht sich in der Senke Tiergarten, kann aber einen Einschlag vermeiden.
20:29 Uhr Zur Reparatur in der Box nach Unfall auf Döttinger Höhe. Schaden vorne links.

309 – Volz / Duve / Hundeborn / Oliver (BMW M235i Racing)
20:22 Uhr Ausritt in den Kies auf dem Grand-Prix-Kurs.

317 – Pier / Müller / Schauland / Ott (BMW M235i Racing)
20:28 Uhr Einschlag in der Fuchsröhre.

911 – Tandy / Estre / Bamber / Pilet (Porsche 911 GT3 R)
15:48 Uhr Einschlag im Bereich Hohe Acht . Fahrer ist okay.
15:53 Uhr Nick Tandy berichtet: Das Heck ist beschädigt. Der Motor ließ sich wieder starten.
16:02 Uhr Team hat auch noch keine genauen Infos über den Grund des Unfalls. Offenbar Schaden am Heck. Nick Tandy ist in Ordnung, aber nicht mehr im Auto. Deshalb wartet das Team auf seine Rückkehr in die Box, um Näheres zu erfahren.
17:40 Uhr Ist auf dem Abschleppwagen auf dem Weg zurück ins Fahrerlager!
19:05 Uhr Auto ist nach dem Crash nicht reparabel.
20:19 Uhr Ende einer Dienstfahrt: Das Team hat das Fahrzeug nun auch offiziell abgemeldet.

999 – Bouveng / Blomqvist / Krognes / Di Martino (BMW M6 GT3)
15:40 Uhr Kommt in die Box
15:44 Uhr Grund für den Boxenstopp: Die Motorabdeckung war lose. Teammanger Niklas Königbauer: „Wir wissen nicht, ob es sich um einen Kontakt gehandelt hat oder nicht. Wir wollten jetzt alles checken. Hoffentlich laufen nun die restlichen 23:50 Stunden problemlos.“
18:35 Uhr Christian Krognes: „Sogar für Nordschleifen-Verhältnisse war das heute extrem. Es war super, dass mir das Team schon vor dem Unwetter Regenreifen gegeben hatte, als ich in die Box kam. Trotzdem haben uns die Streckenposten angehalten, weil die Fahrbahn blockiert war.“

Verhagelter Start für das 24h-Rennen

Die rote Flagge kam um 16:20 Uhr: Knapp 50 Minuten nach dem Start zum ADAC Zurich 24h-Rennen musste die Rennleitung den Langstreckenklassiker mit der roten Flagge unterbrechen. Einsetzender Starkregen und Hagel verwandelte die Strecke in wenigen Minuten stellenweise in eine Rutschbahn. Nachdem die Startphase auf trockener Strecke absolviert wurde, rutschten die auf Slicks gestarteten Fahrzeuge dabei reihenweise von der Piste. Stellenweise bildeten die Boliden einen regelrechten Stau, da auf der spiegelglatten Nordschleife nicht an ein Weiterfahren zu denken war. Die Rennleitung sah sich deshalb gezwungen, die 44. Auflage des 24h-Rennens vorerst zu unterbrechen, um die Rückführung der Fahrzeuge in die Boxengasse möglich zu machen. Über den weiteren Verlauf und einen möglichen Zeitpunkt für den Restart berät die Rennleitung derzeit – er wird nicht vor 18:00 Uhr erfolgen. Trotz zahlreicher Zwischenfälle gab es keine Verletzten im Starterfeld. Das Geschehen beim 24h-Rennen ist live im Free-TV auf RTL NITRO zu sehen – der Kölner Sender überträgt das Rennen in kompletter Länge live. Video-Livestream, Ticker, Streckenkommentar und Live-Timing gibt es außerdem im Internet auf der offiziellen Homepage www.24h-Rennen.de.

„So ist die Eifel manchmal“, schilderte Rennleiter Walter Hornung, nachdem er das Rennen mit der roten Flagge neutralisiert hatte. „An eine Weiterführung des Rennens war unter diesen Bedingungen nicht zu denken. Wir müssen zunächst die Strecke räumen und uns einen genauen Überblick über die Folgen dieses Wettersturzes verschaffen. Zunächst einmal ist wichtig, dass wir keine Verletzten zu beklagen hatten, nun müssen wir aufräumen, den Teams eine Gelegenheit zur Reparatur geben und danach neu in die Startaufstellung gehen. Vor 18 Uhr wird es deshalb keinen Restart geben – den genauen Zeitpunkt werden wir rechtzeitig kommunizieren.“ Die Uhr beim 24h-Rennen tickt dabei weiter: Der Zieleinlauf wird wie geplant am Sonntag um 15:30 Uhr erfolgen.

Polesitter beim Rennstart in Führung
Vor dem Abbruch hatten Mercedes-AMG und BMW die führenden Fahrzeuge gestellt. Für das AMG-Team Black Falcon konnte Maro Engel (München) im Mercedes-AMG GT3 mit der #9 den Start gewinnen und sich vor den BMW M6 GT3 #18 von Schubert Motorsport setzen, mit dem er sich die erste Startreihe geteilt hatte. Die beiden Spitzenreiter legten in der Folge ein hohes Tempo vor und setzten sich Runde um Runde vom Feld ab. Die Verfolger führte DTM-Pilot Maximilian Götz im pechschwarzen Mercedes-AMG GT3 des Haribo Racing Teams – AMG an, der nach drei Runden jedoch schon rund zehn Sekunden Rückstand hatte. Beim Abbruch nach der fünften Runde hatten sich wiederum Götz und Markenkollege Christian Hohenadel (#29 / AMG-Team HTP-Motorsport) als schnelles Duo von den weiteren Verfolgern ein wenig absetzen können. Ihnen folgten Klaus Graf im (#22, ROWE Racing) und Frank Stippler (#5, Phoenix Racing).

70 Kilometer Kabel für die perfekten TV-Bilder

Das 44. ADAC Zurich 24h-Rennen setzt auch im Bereich der TV-Übertragung neue Maßstäbe. Der nationale Fernsehpartner RTL NITRO debütiert gleich mit einem 26-stündigen Dauersende-Weltrekord. Dazu kommen Livestreams auf der komplett überarbeiteten Webseite www.24h-rennen.de mit elf verschiedenen Onboard-Perspektiven, die ganz neu über das Vodafone LTE-Netz übertragen werden. Die Renn-Fans vor dem heimischen Fernseher, ihrem Smartphone oder […]

Live-Bilder aus der Vogel-Perspektive

Live-Bilder aus der Vogel-Perspektive sind beim 24h-Rennen nichts Neues. Bisher wurden diese faszinierenden Aufnahmen jedoch ausschließlich aus verschiedenen Helikoptern geschossen. In diesem Jahr nun wird dieser „Service aus der Luft“ durch den Einsatz von Drohnen, auch Multikopter genannt, ergänzt. Als einziger Drohnen-Betreiber beim 24h-Rennen wurde exklusiv die Firma DJI- Europe GmbH aus Frankfurt zugelassen, die mit vier Kamera-Drohnen an ausgesuchten Punkten rund um die Strecke im Einsatz ist.

DJI ist dieses Jahr nicht nur einer der Sponsoren des 24h-Rennens, sondern überträgt in Zusammenarbeit mit „_wige“, RTL und Vodafone auch live mit den DJI-Multikoptern. „Wir sind bei diesem Rennen das einzige erlaubte Drohnen-Team im Bereich der Live-Übertragung“, freut sich Annika Karstadt, die PR-Managerin des Unternehmens. „Natürlich haben wir von der Flugsicherung des Landes Rheinland-Pfalz die dazu nötige Sondergenehmigung eingeholt, denn der Bereich Nürburgring ist normalerweise eine sogenannte „No-Fly-Zone“, sagt Annika Karstadt. Aus Sicherheitsgründen dürfen die vier eingesetzten Drohnen, die alle von gewerblichen Profi-Piloten gesteuert werden, nicht direkt über der Strecke und auch nicht über Zuschauer-Bereiche fliegen.

Sicherheit steht an erster Stelle
„Grundsätzlich steht bei uns das Thema Sicherheit an erster Stelle“, betont Karstadt. „Deshalb fliegen wir auch nur an speziell dafür zugewiesenen Stellen. Wir wollen überall da sein, wo Nahaufnahmen von den Autos auf der Strecke verlangt werden – also an Stellen, wo der Helikopter von oben nicht hinkommt. Aus Sicherheitsgründen werden wir aber nur tagsüber fliegen und nicht in der Nacht – obwohl das natürlich auch möglich wäre.“ Die Sicherheit gehe sogar soweit, dass die Drohnen im Falle einer Störung nicht abstürzen können, sondern sanft an einem Fallschirm zu Boden gleiten.

Die Startfahrer

Partystimmung in der Müllenbachschleife

Die Müllenbachschleife war am Freitagabend für die Fans des ADAC Zurich 24h-Rennens traditionell Anlaufpunkt Nummer eins. Zahlreich fanden sich die Rennbesucher am tiefsten Punkt des Grand-Prix-Kurses ein, um bei der Falken Drift Show, dem Red Bull Freestyle und bei Livemusik im DSK Zelt ordentlich für Stimmung zu sorgen.

Im Anschluss an das Top-30-Qualifying machte die Falken Drift Show den Anfang. Unter anderem sorgte das hauseigene Drift-Team des japanischen Reifenherstellers sorgte für Furore. Die Quertreiber rund um Remo Niezen, Rohan van Riel und Rick van Goethem begeisterten das Publikum mit gewagten Driftwinkeln. Wenn gleich mehrere Fahrzeuge im Formationsflug durch die 180-Grad-Kurve flogen, dann hielt es niemanden auf seinem Sitz.

Als sich die Rauchschwaden der Drift-Show gelegt hatten, schlug die Stunde von Trial-Ass Julien Dupont sowie den Freestylern Luc Ackermann, Petr Pilát und Davide Rossi. Mit waghalsigen Flugmanövern heizten die Zweirad-Akrobaten den Fans mächtig ein. „Der Nürburgring ist echt ein Highlight“, sagte der Franzose Dupont. „Hier sind massenweise Fans, Autos und einfach packender Sport. Yvan Müller kommt aus meiner Heimatstadt Lion – ihm drücke ich für das WTCC-Rennen besonders die Daumen.“

Im Anschluss an die Drift- und Freestyle-Show startete die große Party im DSK-Zelt. Die Band ‚Skybagg’ aus der Eifel brachte mit ihrem abwechslungsreichen Repertoire schnell die Partygäste zum Tanzen. „Jahr für Jahr ist die DSK-Party am Freitagabend ein wichtiger Programmpunkt für die Fans“, sagte DSK-Präsident Dr. Karl Friedrich Ziegahn. „Sie bildet nicht nur den krönenden Abschluss eines langen Trainingstages, sondern ist gleichermaßen Einstimmung auf die Party, die an den folgenden zwei Tagen rund um die Nordschleife stattfindet.“

Großes Star-Aufgebot auf der Nordschleife

Ein halbes DTM-Feld, alte Hasen und die zweite Generation großer Namen, dazu ein paar Rekordjäger und Seitenwechsler – das Starterfeld des 44. ADAC Zurich 24h-Rennens liest sich wie ein „Who is who“ des Motorsports. Unter den rund 600 Fahrern, die sich dem Abenteuer „Grüne Hölle“ stellen, sind viele Piloten, die den Fans eigentlich aus anderen Rennserien bestens bekannt sind.

Seit die großen Hersteller Audi, BMW und Mercedes-Benz auch den Gewinn des 24h-Rennens als ein großes Saisonziel ausgegeben haben, sind die DTM-Piloten ein großer und wichtiger Teil des Teilnehmerfeldes. In diesem Jahr ist das halbe DTM-Feld in der Eifel im Einsatz. Während BMW-Pilot Timo Glock „nur“ als Experte beim neuen Fernsehpartner RTL NITRO rund um die Uhr im Einsatz ist und Mercedes-Mann Dani Juncadella lediglich das 24h-Classic-Rennen absolvierte, sitzen elf ihrer insgesamt 22 Kollegen auch beim Hauptevent im Auto.

BMW hat zahlenmäßig die Nase vorn
Dabei hat BMW zahlenmäßig die Nase vorn. Insgesamt fünf Piloten haben die Münchner für den 24h-Dienst abgestellt. Augusto Farfus, der 2010 als erster Brasilianer überhaupt den Eifel-Marathon schon einmal gewonnen hatte, ist zusammen mit Marco Wittmann mit dem BMW M6 GT3 mit der #18 für Schubert Motorsport unterwegs, Martin Tomczyk sitzt im Schwesterauto mit der Jubiläumsnummer 100. Der Belgier Maxime Martin, im vorigen Jahr nach 24 Stunden nur um 40 Sekunden geschlagen, nimmt bei Rowe Racing einen neuen Anlauf auf seinen ersten Gesamtsieg, der Brite Tom Blomqvist absolviert sein erstes 24h-Rennen bei Walkenhorst.

Audi hat zwar nur vier Piloten im Einsatz, von denen aber allein der Italiener Edoardo Mortara aus dem Phoenix-Audi #5 beim 24h-Rennen noch nicht ganz oben auf dem Siegertreppechen stand. Der Schweizer Nico Müller geht als Vorjahressieger für das Audi Sport Team WRT im Audi R8 LMS mit der #1 ins Rennen. Die beiden früheren DTM-Champions Timo Scheider (Sieger 2003) und Mike Rockenfeller (Sieger 2006) sitzen beide im Land-Audi mit der #28. Mercedes-Pilot Maximilian Götz ist sogar auf zwei Autos im Einsatz und gibt in den beiden Haribo-Mercedes AMG GT3 mit der #8 und der #88 Gas. Sein Kollege Christian Vietoris geht auf dem HTP-Mercedes mit der #29 in sein erstes 24h-Heimspiel.

Der DTM-Rekordchampion Bernd Schneider, 2013 auch schon einmal 24h-Sieger, ist ebenso wieder am Start wie der Portugiese Pedro Lamy. Der ehemalige Formel-1- und DTM-Pilot ist mit fünf Erfolgen Rekordgewinner am Ring. Zum „Eifel-Inventar“ gehört auch Volker Strycek. Der DTM-Champion von 1984 und ehemalige Opel-Sportchef startet nicht nur wieder im Kult-Manta, sondern auch im Opel Astra #177 mit seinen beiden Kindern Lena und Robin.

Die zweite Generation
Auch der Zakspeed-Mercedes mit der #75 glänzt mit bekannten Namen in zweiter Generation. Luca Ludwig und Sebastian Asch, die aktuellen ADAC-GT-Masters-Champions, teilen sich das Cockpit unter anderem mit Kenneth Heyer. Ihre Väter Klaus, Roland und Hans haben sich früher schon viele Duelle geliefert. Auch den Namen Lauda findet man in der Startliste. Niki Laudas Sohn Mathias, früher DTM-Pilot und jetzt im GT-Sport unterwegs, sitzt im Aston Martin mit der #27. Markus Winkelhock, Sohn von Manfred Winkelhock, hofft im Phoenix-Audi #6 auf seinen zweiten Gesamtsieg an der Stätte, an der er auch sein einziges Formel-1-Rennen bestritten hat.

Eine große Faszination übt das Rennen auch auf andere Motorsportler und auch Teilzeit-Rennfahrer aus. So startet der frühere Rallye-WM-Pilot Armin Schwarz zum zweiten Mal mit einem Subaru namens „Horst“. „’Alles auf Horst’ bezieht sich auf einen Film, in dem es um viel Selbstironie geht und darum, dass man nicht immer derjenige sein muss, der gewinnt. Es geht darum, Teil eines echten Happenings zu sein – und das ist das 24h-Rennen wie kein anderes. Erst in zweiter Instanz ist wichtig, ganz vorne zu fahren“, sagte Schwarz.

Mit dabei ist auch wieder Rapper Smudo von der Kult-Band „Die Fantastischen 4“, der erneut mit einem umweltfreundlichen Auto unterwegs ist, diesmal dem Porsche Cayman GT4 mit der #112. Und auch im Ausland übt das Rennen eine große Faszination aus. So ist in der #703 der Scuderia Cameron Glickenhaus auch der Brite Chris Harris am Start, dem neuen Presenter der Kult-Sendung „Top Gear“.

Audi-Trio im Warm-up on top

Nur wenige Teams nutzten am frühen Samstagmorgen die Möglichkeit, ihre Rennboliden einem letzten Funktionstest vor dem ADAC Zurich 24h-Rennen zu unterziehen. Dennoch kam dem Warm-up eine wichtige Bedeutung zu. Und zwar genau für die Teams, die gestern im Top-30-Qualifying unfallbedingt oder aufgrund von technischen Defekten strauchelten. In einer Nachtschicht wurden die Fahrzeuge wieder auf Vordermann gebracht und absolvierten nun ihren Roll-out.

Zu besagten Autos zählte der BMW M6 GT3 (#22) von Rowe Racing genauso wie der Porsche 911 GT3 R (#911) von Manthey Racing und der Bentley Continental GT3 (#38) des Bentley Team Abt.

Die Zeiten spielten eine untergeordnete Rolle und so sollte man der Audi-Dominanz an der Spitze des Tableaus auch nicht allzu viel Beachtung schenken. Die beiden Audi R8 LMS des Team WRT (#1 und #2) flankierten auf den Top-3-Positionen das Pendant (#28) von Land-Motorsport. Die Bestzeit der Vorjahressieger mit der Startnummer 1 – 8:31,550 Minuten – unterstreicht, dass an dieser Stelle definitiv keine Zeitenjagd stattgefunden hat. Insgesamt absolvierten nur 45 von 158 qualifizierten Fahrzeugen eine gezeitete Runde.

Michael Schumacher für sein Lebenswerk geehrt

Die 300 geladenen Gäste erhoben sich von ihren Sitzen im Kino des ring°werks und spendeten Standing Ovations, als Sabine Kehm am Freitagabend stellvertretend für Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher den neuen Nürburgring Award für dessen Lebenswerk in Empfang nahm. Schumacher war einer von drei Preisträgern bei der erstmaligen Verleihung der Auszeichnung im Vorfeld des 24h-Rennens. Außerdem wurde Musiker und Rennfahrer Smudo als Botschafter des Jahres geehrt, Mercedes-AMG erhielt nach den Erfolgen in der Formel 1 und DTM 2015 den Award als Marke des Jahres.

Im Mittelpunkt stand allerdings die Ehrung von Michael Schumacher, mit fünf GP-Siegen auf dem Nürburgring auch in der Eifel Rekordhalter. Der ehemalige Mercedes-Sportchef und langjährige Schumacher-Wegbegleiter Norbert Haug hielt eine sehr persönliche Laudatio auf den 47-Jährigen, der nach seinem schweren Skiunfall vor zweieinhalb Jahren zu Hause gepflegt werden muss. Haug überreichte danach die Trophäe unter großem Applaus an Schumachers Managerin Sabine Kehm.

Sabine Kehm bedankt sich für die Ehrung
„Ein Preis für das Lebenswerk ist eine ganz große Sache. In Michaels Fall kann man einfach nur sagen: Er hat ihn verdient, denn er hat als Motorsportler alles richtig gemacht. Dieser Preis ist eine Bestätigung seiner großen Willenskraft, seiner Motivation und natürlich auch seines großen Talents, seiner großen Disziplin und seines Arbeitsethos“, sagte die frühere Journalistin Kehm in ihrer Dankesrede: „Eins ist aber klar: Wir würden uns alle besser fühlen, wenn heute Abend nicht ich, sondern Michael selber hier stehen würde und sich bedanken könnte. Aber leider ist das nicht möglich und wir alle müssen das akzeptieren und damit umzugehen lernen. Trotzdem werden wir alle weiter hoffen und weiter alles tun, dass es vielleicht auch mal wieder anders sein wird. Was ich schön finde an dieser Auszeichnung und worüber sich auch die Familie von Michael sehr gefreut hat, ist, dass durch diesen Preis für das Lebenswerk Michaels sportliche Karriere gewürdigt wird und wieder in den Mittelpunkt rückt. Es wird Zeit, dass auch wieder diese Themen in den Vordergrund gerückt werden. Deswegen bedanke ich mich heute besonders dafür, dass das durch diesen Preis getan wird.“

Laudatorin für den umweltbewussten rennfahrenden Rapper Smudo von den „Die Fantastischen 4“ war Schauspielerin Sophia Thomalla. Dr. Michael Illgner, Vorsitzender der Deutschen Sporthilfe, würdigte Mercedes-AMG für die Erfolge im vorigen Jahr und übergab die Trophäe an Mercedes-AMG-Geschäftsführer Tobias Moers.

Zur Jury des neuen Nürburgring Awards gehörten neben Norbert Haug der frühere Formel-1- und heutige BMW-DTM-Pilot Timo Glock sowie Kai Ebel. Der RTL-Boxengassenreporter meldete sich mit einer Videobotschaft vom Formel-1-GP aus Monaco – gemeinsam mit dem viermaligen Weltmeister Sebastian Vettel, der auch aus der Ferne ein Auge auf das 24h-Rennen hat, das er selbst bislang nur als Zuschauer kennt. „Es geht ja über die Nordschleife. Das 24h-Rennen ist ein echtes Rennen für Männer mit einer riesen Stimmung. Das sollte jeder mal mitmachen“, sagte Vettel, der aber auch außerhalb des 24h-Rennens gute Erinnerungen mit dem Nürburgring verbindet. „Ja, an meinen ersten Heimsieg in der Formel 1“, erklärte er: „Der Nürburgring ist für jeden Rennfahrer ein ganz besonderer Ort. Und mit der Formel 1 auf der Nordschleife zu fahren, wäre der Oberhammer.“

Stimmen von der Pole-Pressekonferenz

Nach einem turbulenten Top-30-Qualifying stellten sich die drei schnellsten Fahrer in der Pole-Pressekonferenz den Medienvertretern. Das sagten der erstplatzierte Maro Engel (Mercedes-AMG), der zweitplatzierte Augusto Farfus (BMW) und Maximilian Götz (Mercedes-AMG), der die Top-3-Positionen als Dritter komplettierte.

Maro Engel (Mercedes-AMG), Startplatz 1: „Zwei Runden freie Fahrt auf der Nordschleife, dazu ein leichtes Auto und neue Reifen, das ist einfach genial. Danke an das Team, das Auto war perfekt, ich hätte es mir nicht anders gewünscht. Der Schlüssel zum Erfolg war die Reifenvorbereitung, unser Plan ist perfekt aufgegangen. In der ersten Runde war der Asphalt noch nicht trocken, deshalb hatte ich einen riesigen Quersteher, die zweite Runde war dann extrem gut. Ein 24h-Rennen ist sehr lang, dennoch ist die P1 die optimale Startposition. Es ist schon ein Vorteil vorne zu stehen. Vielleicht hast du dann in der Spitzengruppen eine Zeit lang freie Fahrt. Ich habe noch viel mehr Autos als die, die jetzt hier oben stehen auf meiner Rechnung, die wollen alle ein Wörtchen beim Kampf um den Sieg mitreden.“

Augusto Farfus (BMW), Startplatz 2: „Das zweite Jahr hintereinander stehen wir in der ersten Startreihe. Letztes Jahr war es die Pole, diese Jahr hat es nicht ganz gereicht. Aber der zweite Platz ist ein sehr gutes Ergebnis. Das Top-30-Qualifying ist immer toll, aber dieses Mal war es aber auch wirklich sehr anspruchsvoll, da die trockene Linie sehr schmal war und es sehr sehr leicht war, einen Fehler zu machen. Unser neuer M6 ist sehr gut gelaufen und der Startplatz gibt noch einmal eine Extraportion Vertrauen. Auch wenn es laut den Wettervorhersagen ein schwieriges Rennen zu werden scheint. Der Schlüssel, um das 24h-Rennen zu gewinnen, ist Konstanz. Das Fahrzeug muss einfach zu fahren sein und einen hohen Grundspeed haben. Ich denke, genau das haben wir mit unserem M6. Natürlich gibt es mit einem neuen Auto immer ein paar Fragezeichen, aber 2010 sind wir hier mit unserem M3 GT2 angetreten, der damals auch neu war. Und wir haben gleich im ersten 24h-Rennen auf dem Nürburgring gewonnen. Es wäre toll, wenn wir so etwas mit dem M6 wiederholen könnten.“

Maximilian Götz (Mercedes-AMG), Startplatz 3: „Zunächst einmal vielen Dank an Haribo-Racing, . die haben uns zwei tolle Autos hingestellt, die auch noch auf zwei Zehntelsekunden gleich schnell sind. Wir versuchen beim 24h-Rennen so lang wie möglich zu fahren. Unser Ziel ist es, mit beiden Autos durchzufahren. In meiner Einführungsrunde habe ich mich zunächst an die Streckenverhältnisse herangetastet und versucht, mir die kritischen Stellen wo es noch feucht ist, zu merken. Dass meine zweite Runde die klar schnellere werden würde, war abzusehen, denn die Strecke trocknete immer weiter ab. Dass beide Autos, also die #8 und die #88 jetzt auch noch in der gleichen Startreihe stehen, ist natürlich super. Ich bin unter diesen Bedingungen nicht ganz am Limit gefahren, denn wie schnell man abfliegen kann hat man ja gesehen. Da ich wie gesagt ein Sicherheitspolster gelassen habe, bin ich mit Platz drei sehr zufrieden. Beim Porsche-Unfall war natürlich bei jedem Piloten Höchstkonzentration gefragt. Die Entscheidung, nur eine gelbe Flagge rauszuhalten, war meiner Meinung nach vollkommen richtig. Wir haben hier 30 Top-Piloten am Start, die wissen mit der Situation umzugehen.“

Michael Schrey feiert vierten Classic-Sieg

In souveräner Manier hat Michael Schrey das ADAC 24h-Classic Rennen gewonnen – zum vierten Mal nach 2009, 2012 und 2015. Mit seinem Porsche 935 K1 wurde der Rietberger nach 15 Runden mit einem Vorsprung von 6:15,719 Minuten vor den Zweitplatzierten – Andreas und Ralf Schall im Mercedes-Benz 190 E – abgewinkt. Das Nordschleifen-erfahrene Vater-Sohn-Gespann hatte sich zuvor in der Schlussphase nach vorne auf den Podestrang geschoben. Dritte wurden Michael Menden und Peter Posavac im BMW M3. Alle drei Erstplatzierten waren in den Klassen der Youngtimer Trophy unterwegs. Das schnellste Fahrzeug des im gleichen Rennen ausgetragenen FHR Langstrecken-Cup pilotierten Markus Diederich und Michael Wittke. Das Duo beendete mit seinem Porsche 914/6 GT das Rennen am Ende auf Gesamtrang sieben.

Es war ein emotionaler Moment, als sich mehr als 200 Fahrzeuge aus der vier Dekaden umfassenden und bewegten Historie des 24h-Rennens am Freitagnachmittag auf die Reise begaben. Aufgrund von Starkregen unmittelbar während der Startphase des auf drei Stunden angesetzten Rennens, absolvierte das Teilnehmerfeld zwei Einführungsrunden, ehe es endlich im Renntempo durch die ‚Grüne Hölle’ ging. Die Protagonisten ließen es auf den ersten Metern eher ruhig angehen, bei abtrocknender Piste erwachten die klassischen Rennboliden jedoch mehr und mehr zum Leben und lieferten sich packende Duelle.

„Die Witterungsbedingungen kamen mir sehr entgegen, ich konnte so die geringere Leistung im Vergleich zu einigen meiner Kontrahenten kompensieren“, sagte Schrey. „Ich fühle mich auf der Nordschleife einfach wohl, bin schon unzählige Runden gefahren und konnte meinen Vorteil nutzen.“ Auch wenn der Sieg am Ende souverän wirkte, vor allem die Startphase hatte es in sich. Schrey: „Nach der ersten Einführungsrunde habe ich gehofft, dass der Start nicht freigegeben wird – großen Respekt an die Rennleitung, dass sie es genauso gesehen hat. Danach musste ich Heiko Hammel zunächst ziehen lassen, weil der mit den schmaleren Reifen schneller auf Temperatur kam. In Runde vier habe ich dann die Führung übernommen.“ Für Schrey und viele seiner Mitstreiter war das ADAC 24h-Classic-Rennen erst der Anfang. Beim 44. ADAC Zurich 24h-Rennen startet er im BMW M235i von Bonk Motorsport. „Der Auftakt hat funktioniert“, sagt Schrey. „Jetzt wird ein bisschen gefeiert und dann hoffe ich, dass es beim 24h-Rennen so weitergeht.“

Maro Engel holt die Pole-Position

Maro Engel hat für das AMG-Team Black Falcon die prestigeträchtige Pole-Position für das 44. ADAC Zurich 24h-Rennen geholt. Engel, der nach Glück bei der Auslosung der Startreihenfolge als Erster auf die Strecke gehen durfte, war am Freitagabend im Top-30-Qualifying auf dem Nürburgring in 8:14,515 Minuten in seinem Mercedes-AMG GT3 mit der #9 der schnellste Mann auf der 25,378 Kilometer langen einzigartigen Kombination aus GP-Strecke und Nordschleife. Damit wird er am Samstag um 15:30 Uhr mit seinen Teamkollegen Hubert Haupt, Yelmer Buurman und Dirk Müller als Erster in den traditionsreichen Eifel-Marathon gehen. Auch wenn das bei einer Renndauer von 24 Stunden traditionell keinen wirklich entscheidenden Vorteil bringt, ist es doch zumindest ein kleiner psychologischer Erfolg im Kampf der hochkarätigen Langstrecken-Teams.

Neben der Black-Falcon-Mannschaft in der ersten Startreihe stehen am Samstag Augusto Farfus, Jesse Krohn, Jörg Müller und Marco Wittmann. Der Brasilianer Farfus war im BMW M6 GT3 mit der #18 von Schubert Motorsport in 8:16,146 Minuten 1,6 Sekunden langsamer war als Engel. Die Plätze drei und vier gingen bei schwierigen Bedingungen mit anfangs feuchter Strecke komplett an die beiden identisch besetzten Haribo-Mercedes. Uwe Alzen holte für die #88 in 8:18,380 Minuten Platz drei, Teamkollege Maximllian Götz war in der #8 in 8:18,530 Minuten nur 15 Hunderstelsekunden langsamer.

Engel nennt Reifen-Vorbereitung als Schlüssel
„Riesen-Dank an das Team Black Falcon. Das Auto war perfekt. Ich denke, heute war der Schlüssel, dass wir die Reifen perfekt vorbereitet haben. Die Bedingungen waren echt schwierig, wie man an den zahlreichen Ausrutschern sehen konnte. Auch ich hatte auf meiner Outlap eine Schrecksekunde mit einem heftigen Quersteher. Wir haben jetzt beim Start freie Sicht, das ist das Wichtigste“, sagte Engel nach seiner himmlischen Pole-Runde. Das Rennen beginnt am Samstag um 15.30 Uhr, Fans können das Geschehen live im Free-TV bei RTL NITRO oder im Livestream auf www.24h-rennen.de verfolgen.

Pech für die Titelverteidiger mit der #1
Pierre Kaffer, der für die Titelverteidiger vom Audi Sport Team WRT in der #1 saß, musste wegen eines Reifenschadens noch einmal zurück in die Box und kam dann in seiner einzigen gezeiteten Runde nur auf Platz 22. Schon vor der eigentlichen Zeitenjagd platzten die Hoffnungen von Kevin Estre im Manthey-Porsche #911 und Christian Mamerow im Twin-Busch-Audi #16, weil sie ihre Autos schon in der Einführungsrunde gegen die Leitplanke setzten. Später crashten auch noch Luca Ludwig im Zakspeed-Mercedes #75 und Nicky Catsburg im Rowe-BMW mit der #22, dessen Zeit aus der ersten Runde zumindest aber noch für Startplatz sieben reichte.

TCR-Fahrzeuge bereichern das Teilnehmerfeld

Beim 44. ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Nürburgring geht 2016 erstmals eine Klasse mit TCR-Fahrzeugen an den Start. Damit setzt die erst 2014 eingeführte Fahrzeugkategorie ihre Expansion in den Langstreckenbereich fort.

„Die TCR ermöglicht professionellen Motorsport zu bezahlbaren Preisen“, sagt ein Vertreter von ‚fast mathilda racing – Team pistenkids’, das mit zwei Seat Leon TCR an den Start geht, über den Grundgedanken der neuen Klasse. Die TCR zeichnet sich durch ein weltweit einheitliches Reglement aus. 2015 fand die erste Saison unter anderem im Rahmen der Formel 1 statt und in diesem Jahr gibt es neben der internationalen Serie jetzt auch kontinentale Meisterschaften in Europa und Asien sowie nationale Serien wie die ADAC TCR Germany, die im Rahmenprogramm des ADAC GT Masters unterwegs ist. Zusätzlich wird noch eine Endurance-Meisterschaft ausgetragen, die seit 2016 im Rahmen einiger Rennen der 24h-Series fährt.

Das ADAC Zurich 24h-Rennen Nürburgring wird einzeln gewertet. Die Grundlagen des Reglements sind einfach: Das Fahrzeug muss ein Fünftürer sein und die Power seines 2,0 Liter Turbo-Motors an die Vorderräder schicken. Um den Wettbewerb spannend zu halten, greift auch hier die Balance of Performance, die mit Zusatzgewichten die Chancengleichheit aller Teilnehmer gewährleistet. Wohl attraktivstes Argument, gerade für Privatfahrer, künftig in dieser Klasse zu starten, ist die Deckelung des Fahrzeugpreises auf rund 100.000€.

Beim ADAC Zurich 24-Rennen gehen in diesem Jahr die schon erwähnten Seat Leon TCR von mathilda racing an den Start, dazu ein von racing one zum 40-jährigen Jubiläum der GTI-Baureihe eingesetzter VW Golf GTI TCR. „Die normalen 30-minütigen Sprintrennen der TCR-Serie, die in Deutschland im Rahmen der ADAC GT Masters stattfinden, haben nichts mit dem 24h-Rennen auf dem Nürburgring gemein. Die Erkenntnisse aus der Serie können wir nicht hierhin transferieren und umgekehrt“, erklärt ein Teammitglied von racing one. „Es ist eine Riesenherausforderung hier anzutreten. Ich glaube, wenn wir ins Ziel kommen und zeigen was ein TCR-Fahrzeug kann, werden wir im nächsten Jahr garantiert mehr Fahrzeuge in dieser Klasse sehen.“ Auch bei mathilda racing, die direkt von Seat mit Ersatzteilen, Technik und Werksfahrer Jordi Gene unterstützt werden, gibt man sich positiv, was die Zukunft angeht. „Seat ist mit dem Leon TCR schon das 24-Stunden-Rennen in Barcelona gefahren. Nun sind sie hier, um weitere Erfahrungen zu sammeln. Das ist allerdings eine echte Härteprüfung, denn wenn ein Fahrzeug beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring durchhält, kann man damit überall durchfahren.“ Die überschaubaren Kosten werden auch im Seat-Lager als ein großer Vorteil der Serie angeführt, und man rechnet mit einem Zuwachs von 15 bis 20 Fahrzeugen im nächsten Jahr.

Für beide Teams ist zusätzlich auch noch die große äußerliche Ähnlichkeit der Rennboliden mit den Serienfahrzeugen und die damit leichte Identifikation der Fans ein großes Plus. Und beide hoffen, dass sich in den nächsten Jahren neben Seat und Volkswagen weitere Hersteller von TCR-Fahrzeugen wie Honda, Opel, Subaru und Ford dazu gesellen, um den Fans in der Eifel einen spannenden Kampf der Marken auf Augenhöhe zu bieten.