FIA WTCR: Wildcard für TCR Germany-Piloten

Die FIA WTCR hat ihr Starterfeld für die fünfte Saisonrunde bekanntgegeben, die beim ADAC TOTAL 24h-Rennen stattfinden wird. Das mit 27 exzellenten Piloten besetzte Feld ist voller Weltmeister, Cup-Sieger und weiterer Titelträger – und hat einen starken deutschen Akzent. Denn All-Inkl.com Münnich Motorsport aus dem sächsischen Friedersdorf konnte der bisherigen Saison den Stempel aufdrücken. Esteban Guerrieri (ARG) führt im Honda Civic Type R TCR der deutschen Mannschaft die Fahrerwertung an, sein Team führt in der Teamwertung. Der einzige deutsche Pilot Benjamin Leuchter (Duisburg, VW Golf GTI TCR) beendet mit einem Podestplatz bei der vierten WTCR-Runde in Zandvoort seine bisherige Durststrecke. Und nun hat die FIA WTCR zudem einen Wildcardpiloten benannt, der vielen Fans in Deutschland bereits bestens bekannt ist: Der Finne Antti Buri wird im Audi RS 3 LMS bei den drei WTCR-Rennen auf der Nordschleife mitmischen. Er bewies seine Pace sowohl in der ADAC TCR Germany als auch auf der Nordschleife, wo er auf beachtenswerte Ergebnisse verweisen kann.
Buri machte mehr als einmal auf der Nordschleife auf sich aufmerksam. So holte er im vergangenen Jahr mit seinen Teamkollegen Kari-Pekka Laaksonen, Olli Kangas (beide FIN) und Jordi Gene (ESP) im Seat Cupra den TCR-Klassensieg beim 24h-Rennen. Zu seinen Erfolgen in der VLN gehören eine Pole-Position, die sich der Regenspezialist 2014 im Cup-Porsche sicherte, und dabei viele stärkere Fahrzeuge hinter sich ließ. Auch in der aktuellen ADAC TCR Germany ist der 30-jährige Blondschopf in dieser Saison in Topform und mischt an der Tabellenspitze mit.
Auch für Leuchter geht es zum Heimspiel
Als einziger deutscher Fahrer im Feld erlebte VW-Pilot Benjamin Leuchter einen schwierigen Saisonstart. Doch Mitte Mai gelang dem Duisburger im Dienste von Sébastien Loeb Racing endlich der Befreiungsschlag, als er in Rennen zwei gemeinsam mit Teamkollege Johan Kristoffersson ein Doppelpodium einfuhr. „Es fühlte sich wie ein Doppelsieg mit zwei Golfs auf dem Podium an“, freute er sich über die Plätze zwei und drei hinter All-Inkl.com-Pilot Esteban Guerrieri. „Ich bin sehr zufrieden und dankbar.“ Schon im ersten Lauf, den er nach Startplatz fünf als Achter beendete, hatte die Formkurve nach oben gezeigt, nur den dritten Umlauf musste der 31-jährige vorzeitig beenden. „Das Display zeige eine Warnmeldung, also entschloss ich mich aus Sicherheitsgründen, das Auto abzustellen“, sagte Leuchter, der zwischenzeitlich von Startplatz neun auf die fünfte Position vorgefahren war. Die gute Performance in Zandvoort dürfte auch den TCR-Spezialisten, der aus der VLN auch über reichlich Nordschleifenerfahrung verfügt, bei seinem Heimrennen beflügeln.
Fünf WTCR-Piloten stürzen sich in das Abenteuer 24h-Rennen
Mit der Bekanntgabe des Starterfeldes steht auch fest, dass es gleich fünf Doppelstarter geben wird, die am 24h-Wochenende sowohl im FIA Tourenwagen-Weltcup als auch im ADAC TOTAL 24h-Rennen starten. Und bei allen handelt es sich um Piloten, die ihre Nordschleifentauglichkeit längst unter Beweis stellten und sich damit auch im WTCR-Feld gute Chancen ausrechnen werden. Da ist etwa Augusto Farfus, der bereits beim 24h-Qualifikationsrennen zwischen der WTCR in Zandvoort und der Nordschleife pendelte. Auch am Nürburgring wechselt er zwischen dem Hyundai i30 N TCR des BRC Hyundai N Lukoil Racing Teams und dem BMW M6 GT3 von Schnitzer (Startnummer #42). Nicky Catsburg (NED) ist in beiden sein Markenkollege: Er absolviert das 24h-Rennen im M6 GT3 von Rowe Racing (#99) und tritt in der WTCR ebenfalls im i30N TCR des Hyundai Werksteams BRC an. In der siegfähigen GT3-Klasse tritt auch der Belgier Frédéric Vervisch an, der im Phoenix-Audi R8 LMS #4 in den Nordschleifenklassiker startet und in der WTCR für das Comtoyou Team Audi Sport in das Volant eines Audi RS 3 LMS greift. Tom Coronel (NED) wird beim 24h-Rennen die Mannschaft von Kondo Racing unterstützten und in den Nissan GT-R Nismo mit der Startnummer #45 klettern. Die WTCR-Läufe absolviert er im Cupra des Teams Comtoyou DHL. Und dann ist da noch Tiago Monteiro (POR), der 2910 nach einer Verletzungspause in die WTCR zurückkehrte und im KCMG-Team auf einem Honda Civic Type R TCR startet. Beim 24h-Rennen bleibt er der Marke treu und tritt im Civic des Teams Castrol Honda Racing (#172) an.
FIA WTCR:
Vorläufige Starterliste WTCR Race of Germany

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