Mercedes-AMG freut sich über Doppelpodium und Klassensieg

[Teaminfo] Die Mercedes-AMG-Kundenteams haben sich beim NLS-Saisonauftaktrennen erfolgreich aus der mehrmonatigen Rennpause zurückgemeldet. Im Rahmen der 51. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy überquerte der HRT-AutoArenA-Mercedes-AMG mit der Startnummer #6 in seinem Debütrennen als Erster die Ziellinie, wurde allerdings aufgrund einer Zeitstrafe auf Platz zwei gewertet. Das Mercedes-AMG-Team GetSpeed mit der #2 kam als Dritter ins Ziel und machte so das Doppelpodium für Affalterbacher perfekt. Auch die weiteren Mercedes-AMG-Teams überzeugten: In der SP9-Pro-Am-Klasse holte sich GetSpeed Performance (#8) den zweiten Platz, das Schwesterfahrzeug wurde Dritter in der SP9-Am-Klasse. Der Sieg in der SP8T-Kategorie durch den Mercedes-AMG GT4 vom Black Falcon Team Textar (#155) rundete einen erfolgreichen Tag in der „Grünen Hölle“ ab.

Insgesamt vier Mercedes-AMG GT3 und ein Mercedes-AMG GT4 gingen beim langersehnten Restart der Motorsportsaison 2020 in der Eifel an den Start. Aufgrund der aktuellen Gegebenheiten stand der NLS-Saisonauftakt unter besonderern Voraussetzungen: Zuschauer waren während des gesamten Rennevents nicht zugelassen, zudem wurde die Boxengasse im Zuge des Hygiene-Konzepts der Veranstaltung neu strukturiert – die Teams arbeiteten auf dem Gelände des Fahrerlagers in 71 getrennten Parzellen und unter freiem Himmel an den Rennfahrzeugen; die Betankung erfolgte vor der Ausfahrt auf die Rennstrecke.

Beim Zeittraining ließ sich das „Mercedes-AMG-Team HRT AutoArenA“ von den ungewohnten Umständen nicht beeindrucken. Maro Engel (GER) fuhr auf der 24,358 km langen Kombination aus Nürburgring-Nordschleife und Kurzanbindung des Grand-Prix-Kurses die schnellste Rundenzeit und brachte mit der Pole Position das von Hubert Haupt neugegründete Team in eine exzellente Ausgangslage für das vierstündige Rennen am Nachmittag. Ebenfalls stark präsentierte sich auch der Mercedes-AMG GT3 von GetSpeed Performance mit der #8, der von Position drei aus an den Start ging. Das werkunterstützte Schwesterauto in der #2 rundete das gelungene Qualifying mit dem vierten Platz ab.

Beim Start unter einer dichten Wolkendecke verteidigte Patrick Assenheimer (GER) den ersten Platz im HRT-AMG #6 souverän und vergrößerte mit zunehmender Dauer seines Stints den Vorsprung. Neben Assenheimer war auch Raffaele Marciello (ITA) von Beginn an hellwach: Der GT-World-Cup-Champion des vergangenen Jahres war mit der #2 von GetSpeed auf Position vier ins Rennen gegangen und machte in den ersten Kurven bereits eine Position gut, ehe er Ende der fünften Runde zu einem weiteren erfolgreichen Überholmanöver ansetzte. An Platz zwei liegend übergab Marciello schließlich an seinen Teamkollegen Maximilian Buhk (GER), der wiederum einige Führungsrunden vor Assenheimer verbuchen konnte. Das an Platz zwei gestartete Team GetSpeed Performance (#8) um Matthieu Vaxiviere, Francois Perrodo und Emanuel Collard (alle FRA) fiel dagegen nach verheißungsvollem Start und zwischenzeitlichem Platz zwei früh aus den Top-Ten.

Podium und Klassenerfolge
Unterdessen brachte der Kampf an der Spitze des Feldes wechselnde Führungen sowie packende Positionsduelle mit sich. Engel, der das Cockpit der #6 zur Rennmitte von Assenheimer übernommen hatte, lieferten sich hierbei mit dem führenden Kontrahenten bis kurz vor Rennenende ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Sieg, ehe der 34-Jährige zum finalen Überholmanöver ansetzte und als Erster die Ziellinie überquerte. Da man zuvor jedoch die Mindeststandzeit beim Boxenstopp unterschritt, wurde die #6 von der Rennleitung mit einer 37-Sekunden-Zeitstrafe belegt – damit stand Rang zwei im ersten Rennen für das neu gegründete Haupt Racing Team. Derweil pilotierte Fabian Schiller (GER) die #2 als Schlussfahrer auf Rang drei und sorgte damit für das Doppelpodium für Mercedes-AMG Motorsport.

Auch die weiteren AMG-Kundenteams zeigten beim verspäteten Saisonstart starke Leistung. Durch die gemeinsamen Erfolge aller Fahrzeuge sammelte Mercedes-AMG Motorsport wertvolle Zähler in der Nürburgring Manufacturer Championship, der gemeinsamen Herstellerwertung der NLS und des 24-Stunden-Rennens.

Stimmen nach dem Rennen

Stefan Wendl, Leiter Mercedes-AMG Customer Racing: „Es ist toll, wieder zurück auf der Nürburgring-Nordschleife zu sein, die Leute zu sehen und sich dem Wettkampf zu stellen. Wir haben ein sehr spannendes Rennen mit vielen Führungswechseln gesehen, bei dem uns am Ende der Sieg leider verloren gegangen ist. Aber das ist ganz normal, dass wir am Saisonstart auch noch das ein oder andere Verbesserungspotenzial haben. Nichtsdestotrotz haben wir ein super Gesamtpaket mit dem Mercedes-AMG GT3 und dem GT4 an den Start gebracht und waren mit allen Teams in ihren jeweiligen Klassen voll konkurrenzfähig. Jetzt schauen wir vorwärts und bereiten uns für das Doppelrennen der NLS vor, um dann auch bestmöglich für das 24h-Rennen im September eingestellt zu sein.“

Maro Engel, Mercedes-AMG Team HRT AutoArenA (#6): „Wenn man als Erster die Ziellinie überquert, dann möchte man natürlich auch am Ende in der Wertung ganz oben stehen. Wir hatten heute aber ein kleines Timing-Problem beim Boxenstopp und waren zwei Sekunden zu früh aus der Box. Von daher ist die Strafe auch gerechtfertigt und wir müssen es akzeptieren. Aber unterm Strich hatten wir heute ein tolles Auto, super balanciert. Wir hatten auch einen sehr erfolgreichen Tag mit der Pole Position, der schnellsten Rennrunde und letztendlich Platz zwei. Ein tolles Debüt für das Team. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle auch an die Veranstalter der NLS, aber auch an alle, die mitgewirkt haben, die Hygiene- und Sicherheitskonzepte umzusetzen. Dass wir wieder am Start sein durften, steht über allem. Danke auch an alle Fans, die uns von zu Hause aus unterstützt haben. Wir freuen uns, dass es jetzt weitergeht mit den nächsten Rennen.“