Niki Lauda ist tot – 24h-Rennen trauert um Sieger von 1973

Mit Niki Lauda verstarb am Tag nach dem 24h-Qualifikationsrennen eine der prägenden Figuren des Motorsports. Der Österreicher, der 1975, 1977 und 1984 drei Mal die Formel-1-Weltmeisterschaft gewann, wird Fans und Aktiven als Vorbild in Erinnerung bleiben. Wie kaum ein anderer war er in vielen Rollen der Branche aktiv und erfolgreich. Als Fahrer glänzte er vor allem in den 70er und 80er Jahren, als er neben vielen Grand-Prix-Siegen auch einen Gesamtsieg beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring holte: 1973 konnte er sich mit Teamkollege Hans-Peter Joisten im BMW 3.3 CSL des Jägermeister und Alpina Racing Teams mit einer Runde Vorsprung vor den Teamkollegen Brian Muir / Han Akersloot durchsetzen.

„Wir nehmen Abschied von einer der großen Persönlichkeit des Motorsports“, erklärt 24h-Rennleiter Walter Hornung. „Niki Lauda war als herausragender Sportler und Unternehmer und mit seiner zielstrebigen Art ein Vorbild für viele. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie.“

Der Nürburgring spielte in Laudas Karriere stets eine wichtige Rolle. Immer präsent wird sein Feuerunfall von 1976 bleiben. In der Eifel feierte der Österreicher aber auch Triumphe – und das nicht nur in der Formel 1. 1973 zuvor hatte der damals 24-jährige etwa das 24h-Rennen auf einem BMW 3.3 SCL gewonnen. Der junge Grand-Prix-Pilot konnte das in zwei Teilen ausgetragene Rennen mit prägen und sich schon im ersten Teil von Beginn an in Führung setzen. Kuriosum: Die damalige Auflage wurde um 17 Uhr für acht Stunden gestartet, in der Nacht wurde eine achtstündige Pause eingelegt, um dann ab 9 Uhr vormittags erneut für acht Stunden zu fahren. Der damals am Nürburgirng eigens für die Veranstaltung aufgebaute Vergnügungspark sollte den Besuchern die Zwischenzeit verkürzen, während die Teams die Pause für Reparaturen nutzten. Auch nach dem Restart dominierten Lauda und sein Teamkollege Joisten das Geschehen. Sie siegten am Ende mit einer Runde Vorsprung auf ihre Teamkollegen. Mit sechs Runden Rückstand wurden Hans Heyer / Klaus Fritzinger im Werks-Ford Capri RS 2600 Dritte.