Porsche kommt als Favorit zum Qualifikationsrennen

Am kommenden Wochenende (18. bis 19. Mai) lädt der ADAC Nordrhein die stärksten Langstreckenteams zur Generalprobe ein: Das ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen ist der Prolog für den großen Saisonhöhepunkt auf der Nordschleife, dem ADAC Total 24h-Rennen (20. – 23. Juni). Rund 100 Teams wollen sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen und treten bei dieser letzten Testmöglichkeit unter Wettbewerbsbedingungen an. Wie scharf der Konkurrenzkampf zwischen den mächtigen GT3-Boliden von Audi, BMW, Mercedes-AMG und Porsche ist, zeigt der Blick auf die Starterliste. Sämtliche Top-Teams werden beim 24h-Qualirennen antreten, als Favoriten gelten dabei die Rekordsieger des 24h-Rennens von Manthey Racing. Ihr Porsche 911 GT3 R mit Richard Lietz (AUT), Frederic Makowiecki, Patrick Pilet (FRA) und Nick Tandy (GBR) gilt nach einer starken Performance in der Vorbereitungsphase als heißer Siegkandidat. Doch auch BMW schickt mit Schnitzer und Rowe Racing Top-Teams ins Rennen, bei Mercedes-AMG sind es insbesondere die Vorjahressieger des Qualirennens im Black Falcon Team, die nicht nur beim 6-stündigen Prolog, sondern auch im 24-stündigen Saisonhöhepunkt Stärke beweisen wollen. Tickets für das 24h-Qualifikationsrennen gibt es an den Tageskassen des Nürburgrings für 15 Euro (Tagestickets Samstag / Sonntag) bis 25 Euro (Wochenendkarte).

Vor dem Beginn der neuen Saison gab es viel Bewegung in der Nordschleifenszene: Neue technische Regeln für die GT3-Fahrzeuge, Umbauten an der legendären Nordschleife, neue Regeln auch beim Qualifying für das 24h-Rennen – selten zuvor war jeder Rennkilometer für die Topteams so wertvoll wie 2019. Zumal die widrigen Witterungsbedingungen bei den Läufen der VLN-Langstreckenmeisterschaft jeden Einsatz zum Roulettespiel werden ließen. Eine witterungsbedingt verkürzte und eine gänzlich abgesagte VLN-Runde ließen die Testgelegenheiten dramatisch zusammenschrumpfen. Nun ist das 24h-Qualifikationsrennen die letzte Gelegenheit, dafür aber auch eine besonders gute: Sechs Stunden Renndistanz und fünf Stunden im Training und Rennen stehen Samstag und Sonntag auf der Nordschleife zur Verfügung.

Ein magischer Ort: Prolog für den Fight um die Nordschleifen-Krone
Es hat sich einiges getan auf der Nordschleife im Winter. „Einige Bodenwellen auf der Strecke sind nicht mehr so stark, die Herausforderung und der Charakter der Strecke sind aber voll erhalten geblieben“, twitterte etwa Black-Falcon-Pilot Maro Engel nach dem dritten VLN-Lauf. „Die Leistungsreduzierung macht sich für die Fahrer bemerkbar, das Überholen ist schwieriger geworden.“ Eines aber ist für den Piloten der Vorjahressieger beim 24h-Qualifikationsrennen klar: „Unter dem Strich ist die Nordschleife auch weiter ein magischer Ort und unglaublich zu fahren. Wir werden dort eine Menge großartige Rennen erleben.“ Das nächste ist das Qualirennen, bei denen alle Protagonisten ein letztes Mal die Klinge kreuzen, bevor sie beim 24h-Rennen zum finalen Vergleich um die Nordschleifenkrone 2019 antreten. Manthey-Porsche erwies sich in der bisherigen VLN-Saison als Messlatte, doch BWM und auch Mercedes-AMG konnten die Pace der 911er mitgehen. Für Audi tritt das Phoenix-Team an, das beim Qualirennen zwei R8 LMS einsetzt. Exzellent vertreten ist die Riege der Privatteams und vermeintlichen „Exoten“: Zu ihnen gehören etwa der Lamborghini Huracan GT3 von Konrad Motorsport oder die beiden Ferrari 488 GT3 des Monschauer Wochenspiegel-Teams. Sie sind besetzt mit ausgewiesenen Nordschleifenspezialisten und könnten schon deshalb für eine Überraschung gut sein. Gleich drei Nissan GTR Nismo im GT3-Trim bringen die Fernost-Teams KCMG und Kondo Racing an den Ring. Nicht zuletzt ist auch er SCG003C-Sportwagen der Scuderia Cameron Glickenhaus am Start, der in der Vergangenheit immer wieder zu den schnellsten Fahrzeugen auf der Nordschleife gehörte. Das Rennwochenende beginnt am Samstag mit dem Freien Training (12:15 Uhr) und dem abendlichen ersten Qualifying (18:45 Uhr). Am Sonntag geht es nach dem zweiten Qualifying (8:30 Uhr) direkt ins Top-30-Einzelzeitfahren. Das sechsstündige Rennen startet um 12:00 Uhr.