Schnelle Familiengeschichten beim 24h-Qualirennen

„Stuck hoch drei“ hieß es 2011, als Hans-Joachim „Strietzel“ Stuck und seine beiden Söhne Johannes und Ferdinand das damalige 24h-Rennen gemeinsam auf einem Auto bestritten. In diesem Jahr lautet die Schlagzeile „Engstler hoch zwei“! Mit Franz Engstler und seinem Sohn Luca startete beim 24h-Qualirennen erneut eine international bekannte Rennfahrerfamilie gemeinsam beim Langstreckenklassiker durch die „Grüne Hölle“.

„Den Anstoß zu diesem ersten gemeinsamen Vater/Sohn Einsatz hat genaugenommen meine Frau gegeben“, sagt Franz Engstler, der am 24h-Rennen schon 18 Mal teilgenommen hat. „Aber natürlich war es auch für mich schon immer ein Traum gewesen, gemeinsam mit meinem Sohn an den Start zu gehen. Zum Glück startet Luca dieses Jahr nicht in der TCR-Germany, sondern in der TCR-Europe, so gab es keine Terminüberschneidung und er konnte hier beim 24h-Qualirennen starten. Da wir beide noch nicht die nötige Anzahl von 18 gezeiteten Runden für die vorgeschriebene Permit-A vorweisen können, haben wir an diesem Wochenende sicherheitshalber auf zwei Autos genannt, falls es mit einem Fahrzeug technische Probleme oder einen Unfall geben sollte“.

Gemeinsames Ziel: Permit-A
„Luca hat bislang so gut wie keine Nordschleifen-Erfahrung“, erzählt der Papa. Beim ersten VLN Rennen sei er neun Runden gefahren und müsse an diesem Wochenende die fehlenden neun zum Erlangen der Permit-A drehen. „Das gilt auch für mich“, betont Franz Engstler. Zum Einsatz kommt ein von Engstler selbst, mit Unterstützung von Hyundai, aufgebauter seriennaher Hyundai i30 N Fastback mit ca. 300 PS (#160). „Das Fahrzeug reicht aber völlig aus, um Erfahrung auf der Nordschleife zu sammeln, denn es ist weit weniger aggressiv als ein TCR-Auto“, erklärt Franz Engstler. „Luca brennt auf den Einsatz hier, denn nach seinen beiden zehnten Plätzen beim WTCR-Gaststart auf dem Slovakiaring ist er bis in die Fingerspitzen motiviert“, erzählt Franz Engster, der äußerst stolz auf die Entwicklung seines Sohnes ist. Allerdings hat sich Franz Engstler in der Slowakei am rechten Daumen verletzt hat und kann den Ritt durch die „Grüne Hölle“ deshalb nicht voll genießen.

Weitere Vater/Sohn-Gespanne im Einsatz
Mit Georg und Leonard Weiss (#11 Ferrari 488 GT3) startete ein weiteres „Vater/Sohn“-Gespann beim ADAC Qualifikationsrennen und natürlich auch in fünf Wochen beim ADAC Total 24h-Rennen. „Da mein 60.Geburtstag genau auf den Starttag des 24h-Rennens (22.Juni) fällt, war es mein Wunsch, hier zusammen mit meinem Sohn Leonard erstmals gemeinsam auf einem Auto dieses besondere Rennen zu bestreiten“, betont Georg Weiss.

Als drittes weit über die Eifel hinaus bekanntes „Vater/Sohn-Duo“ nutzten Christian Menzel und sein Sohn Nico das ADAC Qualifikationsrennen als Generalprobe für das 24h-Rennen. Allerdings starten beide nicht gemeinsam im Nissan GT-R Nismo GT3, aber immerhin in einem Team: Vater Christian auf der #39 und Sohn Nico auf der #38. „Wir fahren hier zwei vom Team KCMG privat eingesetzte Nissan der neuesten Baustufe – also zwei Fahrzeuge, die in dieser Konfiguration noch nicht beim 24h-Rennen gelaufen sind“, erklärt Christian Menzel. „Möglicherweise starten wir dort sogar gemeinsam auf einem Auto – das entscheidet das Team. Für mich ist es schon der 25.Start beim Eifelklassiker, für meinen Sohn dagegen erst der Zweite“.