VLN 7: Spaß beiseite

Beim siebten von neun Läufen der VLN beginnt am letzten September-Wochenende das letzte Saisondrittel. Das Reinoldus-Langstreckenrennen läutet die heiße Phase im Kampf um den Gesamt- und die Klassensiege ein. In Abwesenheit von Triple-Sieger Patrick Assenheimer stellt sich dabei vor allem eine Frage: Wer wird diesmal nach vier Stunden der Schnellste sein?

An der Spitze dürften sich auch diesmal alte Bekannte um den Sieg balgen: Walkenhorst Motorsport geht in der SP9 mit drei BMW M6 GT3 ins Rennen. Die Speerspitze bildet das Trio Nicky Catsburg, David Pittard und Jody Fannin. Bei Falken Motorsport sitzen Peter Dumbreck und Stef Dusseldorp im BMW M6 GT3, während Jörg Bergmeister und Martin Ragginger im Porsche 911 GT3 R Platz nehmen. Ebenfalls zwei GT3-Fahrzeuge rollen für GetSpeed Performance an den Start. Vor allem dem Mercedes-AMG GT3 mit Marek Böckmann und Dominik Baumann werden Chancen eingeräumt. Im BMW Team Schnitzer pilotiert der langjährige DTM-Pilot Augusto Farfus einen M6 gemeinsam mit Doppelstarter Stef Dusseldorp.

Auch Phoenix Racing ist mit der Kombination aus Steve Jans, Vincent Kolb und Nicolai Møller Madsen im Audi R8 LMS nicht chancenlos. Konrad Motorsport will mit dem Lamborghini Huracán und den Piloten Axcil Jefferies und Michele Di Martino die Konkurrenz auf die Hörner nehmen. Und last but not least gibt es beim Mercedes-AMG-Team Mann Filter ein Comeback in der Königsklasse der VLN: Lance David Arnold und Edoardo Mortara gehen hier ins Rennen. Tim Scheerbarth, nach wie vor bei Black Falcon im GT4 unterwegs, bestreitet einen Doppelstart. „Aufgrund meiner Erfolge in der VLN hat Mercedes-AMG nun gesagt, »der Junge kann ja vielleicht was, lasst uns ihm doch mal die Möglichkeit auf einem SP9-Auto geben«“, witzelt der Dormagener.

Groneck-Brüder sitzen im Walkenhorst-BMW

„Melle united“, lautet beim siebten VLN-Lauf ebenfalls ein Motto. Denn sowohl die Meister der Jahre 2013 und 2015, Tim und Dirk Groneck, als auch das Team Walkenhorst Motorsport sind in der niedersächsischen Stadt daheim. Dieses Mal machen sie in der Cup5-Klasse gemeinsame Sache. Groneck/Groneck steigen dafür um und tauschen den bewährten Renault Clio gegen einen BMW M240i. Den Abstecher in den BMW gehen sie mit dem größtmöglichen Ernst und Einsatz an: „Wir wollen ins vordere Drittel, das wäre schon ganz gut. Insgeheim hoffen wir auf eine Top-Fünf-Platzierung. Aber da fahren viele Jungs mit, die das Auto wie ihre Westentasche kennen. Wenn das Wetter wechselhaft wäre, fände ich das gar nicht so schlimm. Schauen wir mal, wo es uns hin spült“, sagt Tim Groneck.

Vater und Sohn Brundle freuen sich auf gemeinsame Fahrt

Ein besonderes Ereignis ist VLN7 auch für Vater und Sohn Brundle. Sie nehmen erstmalig auf der Nordschleife im selben Auto Platz. 158 Mal ging Martin Brundle in der Formel 1 an den Start. Mittlerweile berichtet der 60-Jährige für den britischen Sender Sky Sports von der Königsklasse des Automobilsports. Währenddessen ist Sohn Alex auf der Rennstrecke in die Fußstapfen seines Papas getreten. Am Nürburgring pilotieren sie einen Aston Martin Vantage AMR GT4 des Teams AMR Performance Centre. „Auf der Nordschleife Rennen zu fahren ist für mich zu einer echten Leidenschaft geworden. Diese nun mit meinem Vater teilen zu können, macht es außergewöhnlich. Es gibt kaum etwas Besseres, außer zu gewinnen“, sagt Alex Brundle.

In der VLN-Gesamtwertung verteidigten Yannick Fübrich und David Griessner vom Pixum Team Adrenalin Motorsport beim sechsten VLN-Lauf mit Rang zwei in der Cup5-Klasse ihre Führung. Die Tabellenführer hatten zuvor im BMW M240i Racing Cup alle vier Rennen gewonnen. Mit 47,78 Punkten liegen sie in Führung, gefolgt von Oskar Sandberg, Norbert Fischer und Daniel Zils (46,99, ebenfalls Pixum Team Adrenalin Motorsport), die mit ihrem Porsche Cayman in der V5 noch ungeschlagen sind. Mit 43,44 Punkten liegen Nico Otto und Lars Peucker, die auch im BMW M240i Racing Cup unterwegs sind, mit dem Eifelblitz nach drei zweiten und einem dritten Platz noch in der Spitzengruppe.

V4 erneut teilnehmerstärkste Klasse

Während es in der Cup5-Klasse dieses Mal 18 Nennungen gibt, kann die V4 erneut auf die meisten Starter verweisen. 23 Autos sind gemeldet. In der Kategorie der Fahrzeuge bis 2.500 ccm Hubraum wechseln sich zwei Teams an der Spitze ab. Das Trio vom Team Avia Sorg Rennsport, Torsten Kratz, Oliver Frisse und Moran Gott, siegte beim ersten, dritten und sechsten VLN-Rennen. Die amtierenden VLN-Champions, Danny Brink, Philipp Leisen und Christopher Rink, triumphierten mit der Startnummer #1 beim vierten und fünften Lauf. Beide Crews können sich allerdings kein Streichresultat mehr erlauben. In den Klassen H2 (11) und SP9 (13) sind die Nennungen ebenfalls zweistellig.