VLN-Finale: Hochspannung vor dem letzten Akt

Am vorletzten Samstag im Oktober (20.10.2018) fällt in der VLN der letzte Vorhang der Saison 2018. Noch einmal kämpfen die Fahrerinnen und Fahrer um Punkte, Pokale – und um Schinken. Es ist mittlerweile liebgewonnene Tradition, dass die erfolgreichsten Piloten beim „Schinkenrennen“ des MSC Münster neben Ruhm und Trophäen auch einen original Westfälischen Schinken mit nach Hause nehmen. 166 Teams haben für den neunten VLN-Lauf ihre Nennungen abgegeben, um den Fans rund um die Nürburgring Nordschleife einen Saisonabschluss mit Vollgasfeeling zu bereiten.

19 Fahrzeuge gehen beim 43. DMV Münsterlandpokal in der GT3-Klasse an den Start. Unter ihnen sind jede Menge Sieganwärter, denn mit Frikadelli Racing (Porsche, 2 Siege), Black Falcon (Mercedes-AMG, 2 Siege), Manthey-Racing (Porsche, 1 Sieg), Rowe Racing (BMW, 1 Sieg) und Falken Motorsports (Porsche, 1 Sieg) konnten alle genannten Teams in dieser Saison bereits Gesamtsiege erzielen. AutoArena Motorsport (Mercedes-AMG) ist beim Finale nicht vertreten. Dafür wechselt Patrick Assenheimer, der beim achten Lauf seinen ersten VLN-Sieg feierte, in das Mercedes-AMG Team HTP-Motorsport. Seine Teamkollegen werden Ex-DTM-Pilot Maximilian Götz und Raffaele Marciello, Formel-3-Europameister von 2013, sein.

Eine Marke, die in der Auflistung der bisherigen Sieger in diesem Jahr fehlt, ist Audi. Mit einem R8 LMS treten Phoenix-Racing, Montaplast by Land Motorsport und Car Collection Motorsport an, um diese Lücke zu schließen. Das Land-Team aus dem Westerwald setzt beim Münsterlandpokal zudem ein GT3-Fahrzeugen der nächsten Generation ein. Marcel Fässler und Frédéric Vervisch pilotieren den 2019er Audi R8 LMS in der Klasse SP-X. Der neue GT3-Sportler aus Ingolstadt debütierte beim achten Lauf unter Regie von Car Collection Motorsport. Ein weiterer Bolide für die kommende Saison, der neue Porsche 911 GT3 R, ist nach einem Einsatz unter Falken Motorsports nun noch einmal mit dem Einsatzteam Manthey-Racing am Start. Im Cockpit wechseln sich Michael Christensen und Mathieu Jaminet ab. Ebenfalls in der SP-X-Klasse genannt ist der Renault Sport R.S.01 von dem französischen Team R-ace GP mit den Fahrern François Perrodo, Emmanuel Collard und Matthieu Vaxivière.

Die Entscheidungen fallen beim Finale
In der VLN-Junior-Trophäe hat der Este Tristan Viidas in Diensten von Securtal Sorg Rennsport gute Aussichten auf den Titel. Allerdings muss er punkten, denn in Schlagdistanz befindet sich Moritz Oberheim, der in dieser Saison im Mercedes-AMG GT4 von Black Falcon Identica  fährt. Spannend wird auch die Entscheidung um die VLN-Speed-Trophäe. In Führung liegt der Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 31 von Frikadelli Racing vor den beiden Fahrzeugen von Falken Motorsports, dem Porsche 911 GT3 R (#4) und dem BMW M6 GT3 (#3). Auch die beiden viertplatzierten Fahrzeuge haben rechnerisch noch Chancen: der Ferrari 488 GT3 (#22) des Wochenspiegel-Teams Monschau sowie der Mercedes-AMG GT3 (#6) von Black Falcon.

Nach einem technischen Protest beim achten Lauf und der noch ausstehenden Berufungsverhandlung des DMSB, in die ein Titelkandidat involviert ist, sind die Gesamtwertung und die VLN-Produktionswagen-Trophäe aktuell noch vorläufig. Die Berufungsverhandlung findet voraussichtlich am 18. Oktober statt.

Interessante Randgeschichten verdienen Beachtung
Neben den Titelentscheidungen gibt es auch beim Münsterlandpokal eine Reihe interessanter Randgeschichten. So startet Volker Strycek diesmal nicht nur zusammen mit Olaf Beckmann und Peter Hass im Opel Manta, sondern auch zusammen mit seinen beiden Kindern Lena und Robin mit einem Opel Astra OPC Cup. Damit verdoppelt der langjährige Opel-Sportchef die Chancen, seinen einhundertsten Klassensieg in der seit 1990 geführten VLN-Statistik einzufahren. Einen Blick sind auch beim neunten Lauf die „Fahrschüler“ wert. Alex Brundle, Sohn des ehemaligen Formel-1-Piloten Martin Brundle und Michele Beretta absolvieren im Porsche Cayman von Prosport-Performance genauso ihren zweiten Pflichteinsatz im „Kleinwagen“ auf dem Weg zur großen DPN-Stufe wie DTM-Pilot Joel Eriksson und Nick Yelloly im BMW M235i Racing Cup von Securtal Sorg Rennsport.