VLN: Spannender Titelkampf beim Finale

Die Entscheidung in der VLN fällt erst beim neunten und damit letzten Lauf der Saison. Das Pixum Adrenalin Motorsport hat dabei gleich zwei heiße Eisen im Feuer, während das Fahrertrio von Avia Sorg Rennsport auf fremde Hilfe angewiesen ist. Aus eigener Kraft geht in Sachen Gesamtsieg nichts mehr.

Nach ihrem sechsten Saisonsieg in der Cup-5-Klasse beim vergangenen VLN-Lauf liegen Yannick Fübrich und David Griessner nun auf idealer Ausgangsposition. Die Spitzenreiter gaben sich beim vergangenen Rennen mit dem BMW M240i Racing Cup keine Blöße. Gleichzeitig gewannen aber auch die Teamkollegen Christopher Rink, Philipp Leisen und Danny Brink in der V4 und wahrten somit ihre Chancen auf die Titelverteidigung. „Wir führen nun mit zwei Fahrzeugen die Tabelle an, demzufolge haben wir alle Trümpfe in unserer Hand. Aber wie heißt es so schön: to finish first, first you have to finish”, sagt Adrenalin-Teamchef Matthias Unger. Gewinnen Fübrich und Griessner den letzten Lauf ihrer Klasse, sind sie definitiv Meister. Bei 16 gemeldeten Startern kämen sie dann auf 67,90 Punkte.

Die VLN-Titelverteidiger sind stark im Aufwind

Nach einem holprigen Saisonstart hatten die amtierenden Meister Christopher Rink, Danny Brink und Philipp Leisen im BMW 325i mit der Verteidigung ihres VLN-Meistertitels eigentlich schon abgeschlossen. Dank einer bärenstarken zweiten Saisonhälfte und einem erneuten Klassensieg beim achten VLN-Lauf hat das Fahrertrio jedoch die Chance aufrechterhalten, am Ende doch noch ganz oben in der Tabelle zu stehen. „Wir haben das Kapitel Meisterschaft noch nicht beendet. Dank des Sieges beim vergangenen Rennen haben wir uns einen Vorteil gegenüber unserem härtesten Klassengegner verschafft und können beim Finale noch an unseren Teamkollegen David und Yannick vorbeiziehen. Sie haben jedoch alle Trümpfe in der Hand, daher wird es schwer werden“, sagt Brink. Neben dem VLN-Meistertitel geht es für das Fahrertrio beim Saisonfinale auch noch um die Klassensieger-Trophäe in der V4 sowie um den Produktionswagentitel. Die amtierenden VLN-Champions triumphierten zuvor mit der #1 bei drei Läufen (VLN4, VLN5 und VLN7). Die V4 hat auch diesmal mit 31 Fahrzeugen erneut die meisten Starter. Vorausgesetzt die Titelverteidiger siegen und Fübrich / Griessner würden nur Zweite, hätten sie mit 67,80 Punkten gegenüber 67,27 Punkten allerdings die Motorhaube vorn.

Auch Torsten Kratz, Moran Gott und Oliver Frisse vom Team AVIA Sorg Rennsport wahrten beim achten VLN-Lauf des Jahres ihre Titelchancen. Sie kamen ebenfalls in der V4-Klasse im BMW 325i auf den zweiten Platz und können auf Siegen bei drei Läufen (VLN1, VLN3 und VLN6) aufbauen. Die Experten stellen bereits Rechenspiele an, bei denen es je nach Konstellation am Ende um wenige Bruchteile von Punkten gehen könnte. „Ich freue mich auf ein packendes, mitreißendes Finale bei VLN9. Derart spannend war es lange nicht mehr. Die Entscheidung, wer Meister wird, fällt wohl am Samstag erst in der letzten Runde. Ich hoffe, dass alle Teilnehmer auf der Strecke fair miteinander umgehen werden, und dass insbesondere die Fahrzeuge, die nichts mehr mit dem Titelkampf zu tun haben, Rücksicht auf die Konkurrenz nehmen“, sagt deshalb Michael Bork, der Leiter Bereich Sport der VLN.

Starke Herausforderer für Black Falcon im Kampf um den Rennsieg

Neben der Frage, wer VLN-Meister wird, ist auch offen, wer den letzten Lauf in der Grünen Hölle gewinnt. Mit drei Podiumsplätzen in Folge ist GetSpeed Performance das Team der Stunde. Bei VLN7 feierte die Crew um Adam Osieka den ersten Sieg der Teamgeschichte in der weltweit populärsten Breitensportserie. Dieses Mal geht der Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer #2 mit Philip Ellis und Dominik Baumann auf die Reise. Bei VLN6 wurden sie in derselben Besetzung Dritte. Das Team Black Falcon AutoArena Motorsport bietet mit Patrick Assenheimer und Maro Engel die siegreiche Kombination von VLN5 auf.

Chancenreich ist in der SP9 auch der Porsche von Falken Motorsports mit Sven Müller und Patrick Pilet. Im Doppelpack unterwegs sind Phoenix Racing und Walkenhorst Motorsport. In den Audi R8 LMS sitzen erneut Vincent Kolb und Frank Stippler sowie Michele Beretta, Steve Jans und Kim-Luis Schramm. Der Norweger Christian Krognes und die Briten David Pittard sowie Jody Fannin sind die Speerspitze von Walkenhorst. Die vier Ringe auf der Motorhaube hat auch der Bolide von WRT mit Francois Perrodo, Emmanuel Collard und Matthieu Vaxivière. Der „Grello“-Porsche von Manthey Racing ist bestückt mit Dirk Werner und Mathieu Jaminet. Als Einzelkämpfer ist beim BMW Team Schnitzer dieses Mal DTM-Pilot Philipp Eng unterwegs. Daniel Keilwitz und Hendrik Still pilotieren die Dodge Viper des Team Zakspeed. Aussichtsreich ist auch das Trio Hubert Haupt, Adam Christodoulou und Dirk Müller des Mercedes-AMG Team Black Falcon.