Scherer PHX: Vorfreude auf Rennen der Superlative

Bei den ADAC RAVENOL 24h Nürburgring stellt sich Scherer Sport PHX der anspruchsvollsten Aufgabe des Jahres. Die Mannschaft von Christian Scherer, CEO der Scherer Gruppe, und Ron Moser, Teamchef von Scherer Sport PHX, präsentiert sich gründlich vorbereitet. Sie tritt mit dem Schwung eines Sieges im April bei den 24h Nürburgring Qualifiers an. Den bewährten Audi R8 LMS des Teams steuert das Fahrertrio Ben Green/Christopher Haase/Alexander Sims (GB/D/GB).

 

„Vor uns liegt die größte Aufgabe des Jahres. Wir haben alles getan, um gut vorbereitet zu sein“, unterstreicht Ron Moser. „Bei den 24h Qualifiers haben wir alle Abläufe unter Rennbedingungen durchgespielt. Wir haben dabei unser Auto im Detail weiter verbessert, zum Beispiel beim Fahrwerk. Im April sind zum ersten Mal auch unsere drei Fahrer in dieser Kombination angetreten. Anschließend haben wir den Audi R8 LMS in unserer Werkstatt zerlegt, für die 24h Nürburgring wieder aufgebaut, unsere Ersatzteile vorbereitet und letzte Details geklärt. Wir sind bereit.“ Zuletzt gelang der Mannschaft 2024 der Gesamtsieg, davor hat Phoenix Racing sechs Mal die 24h Nürburgring gewonnen. Verschiedene Mitarbeiter von einst arbeiten noch heute für das neu formierte Team Scherer Sport PHX.

 

In diesem Jahr erwartet Fans und Teilnehmer ein volles Haus: 161 Rennwagen sind für die 25,378 Kilometer lange Strecke genannt, darunter neun Marken in der Spitzenklasse GT3, viele Fans haben im Vorverkauf bereits ihr Ticket erworben. Ein Grund für die hohe Nachfrage: Max Verstappen aus der Formel 1 bestreitet erstmals das 24-Stunden-Rennen. Viele Fernsehkameras und die Blicke der Fans sind dabei auch auf Scherer Sport PHX gerichtet. Sowohl beim zweiten NLS-Rennen am 21. März als auch bei den 24h Qualifiers am 19. April begeisterte Christopher Haase im Scherer-Audi das Publikum durch ein rundenlanges Führungsduell mit dem niederländischen Formel-1-Weltmeister.

 

„Der Kampf hat unglaublichen Spaß gemacht und blieb immer fair. Ich freue mich schon auf den nächsten Einsatz“, bekennt Christopher Haase. Der im bayerischen Kulmbach geborene Profi-Pilot tritt zum 18. Mal bei diesem Rennen an. Er hat in seinem Leben bereits vier GT3-Titel und neun große Langstreckenrennen gewonnen, darunter 2012 und 2014 die 24h Nürburgring in einem Audi R8 LMS aus Meuspath. Von 2014 bis 2022 hielt Haase mit seinen Teamkollegen in der Eifel einen Distanzrekord von 4.035 Kilometern im Verlauf von 159 Runden. Der 38 Jahre alte Rennfahrer gibt sich gelassen: „Mit meinen beiden Teamkollegen verstehe ich mich auf Anhieb sehr gut. Unser Auto ist natürlich nicht mehr die jüngste Konstruktion im Feld, aber bestens bewährt und mehrfach siegerprobt. Christian Scherer, Ron Moser und ihr Team wissen, was zu tun ist, um mit der richtigen Abstimmung und einer passenden Strategie ins Rennen zu gehen.“

 

Alexander Sims aus London ist ebenso wie sein deutscher Teamkollege 38 Jahre alt und bringt die Erfahrung eines weiteren Sieges mit. Ihm gelang bei bislang neun Teilnahmen 2020 der Gesamterfolg in der Eifel. Ein weiterer 24-Stunden-Gesamtsieg in Spa sowie GTP- und GTD-Sportwagen-Titel in Nordamerika runden seine Bilanz ab. „Ich liebe die Nordschleife. Sie ist einzigartig. Bei den Qualifiers habe ich gleich einen guten Rhythmus gefunden“, so Sims, der zuletzt 2023 in einem Audi R8 LMS von Scherer Sport PHX an den 24h Nürburgring teilgenommen hat. „Ben und ich sind Teamkollegen in anderen Rennserien, Christopher bringt sein gesamtes Wissen mit dem Audi R8 LMS ein und das Team zählt zu den besten auf der Nordschleife. Bei Scherer Sport PHX kommen einige Stärken zusammen. Ich freue mich auf unseren gemeinsamen Auftritt.“

 

Ben Green aus Waltham Abbey nördlich von London ist mit 28 Jahren der Jüngste im Fahrertrio. Bei bislang drei Teilnahmen an den 24h Nürburgring hat er 2022 auf Anhieb die Klasse SP10 für GT4-Sportwagen gewonnen. Ein Jahr darauf hat er als Dritter ein Podiumsergebnis in der Klasse SP9 Pro-Am erzielt. Er ist neu bei Scherer Sport PHX. Deshalb erhielt der Brite im Sonntagsrennen der 24h Qualifiers ab Rennmitte besonders viel Fahrzeit. Am Ende überquerte er die Ziellinie mit 28 Sekunden Vorsprung. „Sich an einen neuen Rennwagen anzupassen, schärft den Verstand“, betont Green, der zuletzt eine Reihe verschiedener GT3-Sportwagen gesteuert hat. „Der Audi ist auf der Nordschleife gut zu fahren. Es hilft uns, dass unser Renningenieur bei Scherer Sport PHX in diesem Jahr auch unser Ingenieur in einer asiatischen Rennserie ist. Ich bin für diesen Einsatz dankbar und nutze die Chance, ein fantastisches Rennen in einem professionellen Umfeld zu bestreiten.“

 

Christian Scherer blickt voller Ehrgeiz, aber auch realistisch auf die bevorstehende Aufgabe: „Für uns als reines Privatteam wird die Aufgabe im Wettkampf mit der starken werksunterstützten Konkurrenz immer anspruchsvoller. Ich bin unseren langjährigen Partnern dankbar, dass sie uns in diesem Jahr trotz des rauen wirtschaftlichen Klimas bestmöglich unterstützen. Das Team kennt den Audi R8 LMS in- und auswendig. Unsere Fahrermannschaft ist ausgeglichen und schnell. Dank der Prominenz im Starterfeld verfolgen sicher nicht nur die klassischen Nordschleifen-Fans, sondern Begeisterte aus aller Welt unser Rennen. Der Rhythmus und die Zweikämpfe werden wahrscheinlich noch härter als bisher. Es liegt also an uns, möglichst fehlerfrei durch die 24h zu kommen.“