[Herstellerinfo] Fabian Schiller (GER), der gerade erst seinen 29. Geburtstag feierte, war der jüngste AMG Fahrer im Siegerquartett des Mercedes-AMG Team RAVENOL rund um Maro Engel (GER), Maxime Martin (BEL) und Luca Stolz (GER) bei den ADAC RAVENOL 24h Nürburgring. Der Troisdorfer, der unweit des Nürburgrings aufgewachsen ist, startete 2016 erstmals beim Langstreckenklassiker. Seitdem verfolgte er ein großes Ziel: den Gesamtsieg bei den 24h Nürburgring. 2022 gelang ihm bereits der Sprung aufs Gesamtpodium. Seit 2020 gehört Fabian Schiller zum Aufgebot der Mercedes-AMG Fahrer. Er hat weltweit mehr als 210 Renneinsätze für die Sportwagenmarke bestritten. Doch der große Triumph am Nürburgring nimmt für Ihn eine besondere Stellung ein
???: Wie emotional war dieser Sieg bei den ADAC RAVENOL 24h Nürburgring für Dich?
Fabian Schiller: „Der Sieg bedeutet mir unglaublich viel. 2022 konnte ich mit GetSpeed sowie Maxi Götz und Adam Christodoulou bereits einen zweiten Platz bei den 24h feiern. Danach hatte ich eine wirklich harte Zeit – sowohl am Nürburgring als auch bei anderen großen 24-Stunden-Rennen wie Spa oder Daytona. Irgendetwas ist immer schiefgelaufen, sei es technisch oder persönlich. Deshalb war und ist dieser Erfolg für mich extrem emotional. 2026 war ein ganz besonderes Rennen mit 352.000 Zuschauern an der Strecke und einer unglaublichen Atmosphäre. Ich habe den Sieg und die Siegerehrung sehr genossen, und am Abend haben wir auch gemeinsam noch ein bisschen gefeiert. Direkt am Montag ging es allerdings schon weiter: zuerst zum Test nach Spa für das nächste 24-Stunden-Rennen, direkt im Anschluss stand für mich noch eine Veranstaltung mit meinem neuen Partner Wempe an, die ebenfalls Partner des 24h Nürburgring waren. So richtig realisiert beziehungsweise verarbeitet habe ich das alles deshalb noch nicht. Aber dafür werde ich mir noch ganz bewusst Zeit nehmen.“
???: Was waren aus Deiner Sicht die entscheidenden Faktoren für den Erfolg in diesem Jahr?
Fabian Schiller: „Mercedes-AMG Motorsport und das Einsatzteam Winward Racing, die erstmals gemeinsam bei den 24h Nürburgring angetreten sind, haben das Projekt zusammen mit RAVENOL und Verstappen Racing von Anfang an akribisch vorbereitet. Dabei wurden auch neue Ansätze ausprobiert, was am Ende sicher ein Erfolgsfaktor war. Dazu kamen weitere wichtige Aspekte. Wir sind mit unserem Fahrzeug zwar nur von Platz 25 gestartet, konnten uns aber Schritt für Schritt nach vorne arbeiten. Entscheidend war die richtige Reifenwahl, wodurch sich die Spitzengruppe relativ früh deutlich auseinandergezogen hat, sodass wir mit beiden Fahrzeugen nach etwa acht Rennstunden eine komfortable Führung hatten. Danach ging es nur noch darum, den Vorsprung zu verwalten und den Mercedes-AMG GT3 sicher ins Ziel zu bringen. Spannend war dabei natürlich auch, dass unser Schwesterfahrzeug vom Mercedes-AMG Team Verstappen Racing lange unser größter Konkurrent war. Trotzdem herrschte jederzeit der nötige Respekt untereinander. Das große Ziel war für Mercedes-AMG nach zehn Jahren ganz klar, dieses Rennen wieder zu gewinnen. Dazu kam, dass es keine Überschneidungen mit anderen großen Rennserien gab. Dadurch konnten alle Hersteller – so auch wir – mit ihrem stärksten Aufgebot antreten. Außerdem hatten wir einen sehr guten Mercedes-AMG GT3, der unter unterschiedlichsten Bedingungen wirklich hervorragend funktioniert hat.“
???: Wie würdest Du das aktuelle Momentum im GT Sport beschreiben?
Fabian Schiller: „Der GT Sport boomt. Dass ich ein Teil davon sein darf, ist etwas ganz Besonderes. Wir bieten puren Rennsport, den es so in anderen Rennserien vielleicht nicht gibt. Das begeistert zum einen die Fans, zum anderen zieht das inzwischen auch große Namen an. Fahrer wie Valentino Rossi, Max Verstappen oder auch Lance Stroll zuletzt in der GT World Challenge Europe in Paul Ricard entscheiden sich dazu, bei und mit uns Rennen zu fahren. Das sind natürlich auch Publikumsmagneten. Gerade die Teilnahme von Max Verstappen hat auf jeden Fall zur diesjährigen Popularität rund um die 24h Nürburgring beigetragen und auch dem gesamten GT Sport zusätzliche Aufmerksamkeit verschafft.“


