Noch härter als das 24h-Rennen? Tiago Monteiro hat da eine Idee …

Beim ADAC TOTAL 24h-Rennen beginnt die Saison für den Tourenwagen-Weltcup (WTCR). Einer der erfahrensten Piloten im Starterfeld der höchsten internationalen Tourenwagen-Serie der FIA wird dann Tiago Monteiro sein. Denn abgesehen von seiner Nordschleifen-Kenntnis aus den Läufen der WTCR am Nürburgring hat der Portugiese die 25,378 km lange Strecke auch bereits mehrfach im Rahmen des 24h-Rennens am Steuer eines Honda Civic Type R TCR unter die Räder genommen.

Im vergangenen Jahr gelang Monteiro beim 24h-Rennen der zweite Klassensieg in Folge, als er gemeinsam mit seinem WTCR-Markenkollegen Esteban Guerrieri sowie Dominik Fugel und Markus Oestreich antrat. Nicht erst seitdem unterstreicht er immer wieder das Wettbewerbsniveau beim Marathon zwei Mal rund um die Uhr: „Das 24h-Rennen ist vielleicht das schwierigste Rennen der Welt“, sagt der Ex-Formel-1-Pilot. „Es ist die größte Herausforderung, der man sich stellen kann – wegen des Schwierigkeitsgrades, der Müdigkeit und dem Stress.“

Nordschleife: Acht atemlose Minuten

Für das Stresslevel hat der Routinier, der seit mehr als einem Dutzend Jahren zunächst in der Tourenwagen-WM und nun in der WTCR als deren Nachfolgerserie antritt, eine kurze Erklärung parat: „Die Rennstrecke ist über 25 km lang, aber 2,5 km geht es Vollgas geradeaus. Nur während dieser Zeit kannst Du mal Dich kurz strecken und die Arme entspannen. Denn danach hast Du acht Minuten lang ohne Atempause alle Hände voll zu tun, das Lenkrad im Griff zu halten.“

Le Mans Moto: 24 Stunden Frischluft

Ungeachtet der Herausforderung beim 24h-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife gibt es ein Rennen, bei dem Monteiro seine Honda-Markenkollegen nicht beneidet: das 24-Stunden-Rennen von Le Mans für Motorräder. Das findet vom 15. bis 18. April als Lauf zur FIM Endurance-Weltmeisterschaft statt und wird, wie die WTCR, von Eurosport Events als Promoter verantwortet. „Für uns mögen die 24h auf der Nordschleife unser härtestes Rennen sein“, sagt Monteiro. „Aber wenn ich es mit 24 Stunden auf einem Bike vergleiche, ohne den Schutz und das Umfeld eines Autos, dann sehen diese Piloten nochmal ganz anderen Risiken und Gefahren und Anstrengungen ins Auge als wir.“

Wer den direkten Vergleich einmal mit eigenen Augen sehen möchte, für den gibt es eine sehenswerte Dokumentation: Sie begleitet das Team Castrol Honda Racing bei ihrem Einsatze auf der Nordschleife sowie F.C.C. TSR Honda France beim Rennen in Le Mans. Der Bericht wirft einen Blick hinter die Kulissen beider Events. Unter dem Titel „Endurance Racing – 2+4=24“ bekommen die Zuschauer eine Ahnung davon was es heißt, einen aufreibenden 24-Stunden-Test zu bewältigen und zu gewinnen.

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