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VLN3: Höllische Herausforderungen

Nach dem witterungsbedingten vorzeitigen Ende des zweiten VLN-Laufs wird der dritte Lauf der VLN am vierten April-Wochenende besonders spannend. Denn auch in der Eifel sind Schnee und Nebel inzwischen passé. 457 Fahrer und 193 Fahrzeuge treffen aufeinander, und für die meisten geht es dabei um die weitere Vorbereitung auf das ADAC Total 24h-Rennen. Rowe Racing, Black Falcon, Phoenix, Falken Motorsports, GetSpeed Performance, Konrad Motorsport, Walkenhorst Motorsport, Manthey-Racing, Schnitzer, Car Collection und Frikadelli Racing – die Crème der GT3-Teams reist an und bringt jede Menge namhafte Piloten mit. Maro Engel, Marcel Fässler, Jamie Green, Sheldon van der Linde, Nick Tandy, Philipp Eng oder Kevin Estre greifen ins Lenkrad. Und auch die Sieger des ersten VLN-Laufs sind erneut dabei: John Edwards startet gemeinsam mit Marco Wittmann im BMW M6 GT3 von Rowe Racing. Ergänzt wird das Trio dieses Mal von Jesse Krohn.
Aus Japan kommt ein traditionsreiches Team an den Ring, das den dritten VLN-Lauf sowie das 24h-Qualirennen zur Vorbereitung auf die 24h nutzt: Bandoh Racing, sonst in der japanischen Super-GT-Serie daheim, spannt mit Novel Racing und Ringracing zusammen, um einen Lexus RC F GT3 an den Start zu bringen. Am 8. Oktober 2016 errangen die Brüder Mario und Dominik Farnbacher beim DMV 250-Meilen-Rennen den ersten VLN-Gesamtsieg eines japanischen Autos in der Eifel. Beim 24h-Rennen sollen Dominik Farnbacher, Marco Seefried, Yoshimoto Hiroki und Michael Tischner für die japaner an den Start rollen. Dominik Farnbacher erinnert sich gerne zurück an den VLN-Sieg 2016: „Zu dem Zeitpunkt war das Auto gut. Jetzt sind zwei Jahre vergangen. Die anderen haben aufgeholt. Wir fangen wieder neu an und werden sicher nicht an die Nordschleife kommen, und sofort vorne mitfahren. Unser Ziel ist es, das Auto für das 24h-Rennen fahrbar und zuverlässig machen. Marco hat ja in der Blancpain auch schon Erfahrung mit dem Auto gesammelt. Das Ziel bei VLN3 ist anzukommen, egal wie. Ein guter Platz wäre schön, es muss aber keine Top-Ten-Platzierung sein.“ Er kennt die Tücken und Vorzüge des Boliden: „Der Top-Speed fehlt ein wenig, weil das Auto sehr viel Downforce hat. Das macht das Überholen schwerer. Es liegt sehr gut auf der Döttinger Höhe, du musst dir immer wieder freie Fahrt verschaffen und viel Verkehr vermeiden. In den schnellen Kurven ist der Lexus mit dem Abtrieb richtig gut.“
Japan-Duell auf der Nordschleife: Lexus versus Nismo
Seefried kennt den Lexus bereits aus einigen Einsätzen in der Blancpain Series. Auf der Nordschleife betritt er mit dem Auto der japanischen Luxusmarke Neuland. „Für mich ist das angenehm, da ich das Auto kenne, wenn auch nicht auf der Nordschleife. Bei der Kombination mit den Yokohama-Reifen fehlt uns noch die Erfahrung auf dieser Strecke. Ich weiß, dass das Auto in schnellen Ecken sehr gut ist. Der Lexus hat ähnlich wie der BMW M6 seine Vorteile bei der Aerodynamik. Deswegen gehe ich davon aus, das müsste da oben auch gut sein. Für eine vordere Platzierung wird es bei VLN3 unter dem Strich wahrscheinlich nicht reichen. Das Auto hat aber zweifelsohne Potenzial.“ Somit hält der Nissan GT-R Nismo GT3 die japanische Fahne nicht mehr alleine hoch. Im Team KCMG aus Hongkong hat ein junger Fahrer eine besondere Herausforderung zu meistern. Nico Menzel pilotiert den Supersportwagen erstmalig über die legendäre Rennstrecke zusammen mit Christer Jöns und Matthieu Vaxiviere. Auch in diesem Team geht es um die 24h-Vorbereitung, die bereits im Oktober vergangenen Jahres verkündet wurde.
Comeback von Metzger, doppelte Premiere für Heyer
Vor dem Comeback in der Eifel steht Manuel Metzger. Eine Verletzung Anfang des Jahres warf den Mercedes-AMG-Piloten zurück. 2018 holte der Schweizer den Gesamtsieg beim 6-Stunden-Rennen sowie beim Reinoldus-Langstreckenrennen. Ab dem dritten VLN-Lauf ist der 33-Jährige wieder gefordert hinter dem Lenkrad. „Die Verletzung beim Training am Oberschenkelknochen war ein Riesenschock. Das erste Lauftraining war nach drei Monaten prognostiziert. Glücklicherweise hat sich die Verletzung als nicht ganz so schlimm herausgestellt. Ich kann es kaum erwarten, endlich wieder im Fahrzeug zu sitzen“, sagt Metzger, der für Black Falcon im Mercedes-AMG GT3 zusammen mit Maro Engel und Adam Christodoulou fahren wird. Daneben pilotiert er einen Porsche 911 GT3 Cup MR von Black Falcon mit Peter Ludwig und ‚Takis‘. Eine doppelte Premiere hat Kenneth Heyer. Am Samstag steuert der 39-Jährige gemeinsam mit Tristan Vautier und Jan Seyffarth erstmalig in diesem Jahr einen Mercedes-AMG GT3 über die Nordschleife, zeitgleich gibt Heyer seinen Einstand in der VLN beim Team Getspeed Performance. „Die Nordschleife ist sehr speziell. Da bist du nicht direkt voll on fire, wenn du dort das erste Mal wieder fährst. Wir werden dennoch probieren, bei VLN3 vorne mitzufahren.“
‚Nippon‘ nicht nur unter den Topteams hoch im Kurs
Neben der Spitzengruppe sind auch die Klassen im breit gefächerten Mittelfeld der VLN bestens besetzt. Bei in Summe 53 VLN-Produktionswagen sticht die V4 (bis 2.500 ccm Hubraum) mit 26 Fahrzeugen hervor. Ungebrochener Beliebtheit erfreut sich die BMW M240i Racing Cup-Klasse mit 21 Fahrzeugen und die Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing mit 13. Für das Salz in der Suppe sorgen beim dritten Rennen elf Gruppe-H-Fahrzeuge. Die betagten Rennboliden werden erneut unter Beweis stellen, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Und auch hier ist übrigens ein japanisches Fahrzeug vertreten: Vincent Schwartz mit seinem Honda Civic Type-R.